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Depression Erfahrungen

22. April um 14:51 Letzte Antwort: 13. Mai um 18:08

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

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22. April um 17:05

was heißt "es kam Corona dazwischen"?

Genau das darf eigentlich NICHT passieren.
Eine Despression ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, da soll und darf auch in diesen Zeiten eine Behandlung nicht verschoben werden.

Wenn die Klinik Dich nicht stationär aufnehmen will mit dieser Begründung: wehre Dich dagegen, DU BIST IM RECHT!

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22. April um 17:11
In Antwort auf avarrassterne3

was heißt "es kam Corona dazwischen"?

Genau das darf eigentlich NICHT passieren.
Eine Despression ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, da soll und darf auch in diesen Zeiten eine Behandlung nicht verschoben werden.

Wenn die Klinik Dich nicht stationär aufnehmen will mit dieser Begründung: wehre Dich dagegen, DU BIST IM RECHT!

P.S. die Erfahrungen damit von meiner Diagnose zu erzählen... durchwachsen.

Teilweise unterirdisch, vor allem im Familienkreis, heruntergespielt, verleugnet, batagellisiert, lächerlich gemacht, ... alles dabei (und in meiner Familie wimmelt es von Ärzten, Arzthelfern, MTAs & Co... ). Nun gut, wichtige Erfahrung, die können mich. War bei den meisten nur der letzte Strich auf der Liste der Gründe für einen Kontaktabbruch.
In meinem Bekanntenkreis hat das ein bißchen "ausgemistet", in meinem Freundeskreis habe ich viel Unterstützung und Hilfe erfahren, diejenigen, die etwas nicht verstanden haben oder sich nicht vorstellen konnten, waren an einer Erklärung interessiert und haben das ganze auch respektiert.

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22. April um 18:51
In Antwort auf user1940793383

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

Hi,

nimm das deinem Kumpel bitte nicht so übel, denn er versteht die Krankheit nicht.
Er wollte dir wohl eher gut zureden, nach dem Motto: Das wird schon wieder. 
Was sonst sollte man einem Erkrankten auch sagen können? Jedem Angehörigen/Kumpel sind quasi die Hände gebunden - mit anderen Worten: sie sind hilflos und können dir da leider nicht helfen, selbst wenn sie wollten. 

Nimm dir seine Worte nicht so zu Herzen. 👍

LG W.

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22. April um 19:21
In Antwort auf avarrassterne3

was heißt "es kam Corona dazwischen"?

Genau das darf eigentlich NICHT passieren.
Eine Despression ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, da soll und darf auch in diesen Zeiten eine Behandlung nicht verschoben werden.

Wenn die Klinik Dich nicht stationär aufnehmen will mit dieser Begründung: wehre Dich dagegen, DU BIST IM RECHT!

Ich sollte in Bayern in eine Klinik und lebe in Niedersachsen, daher gestaltet sich das eher schwierig momentan. 
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich seit Februar um eine Kostenübernahme durch meine Krankenkasse kämpfe. 
Es war schon keine einfacher Schritt für mich überhaupt mit meinen Problemen zum Arzt zu gehen und nun muss ich auch noch sämtlichen Mitarbeitern meiner Krankenkasse von meinen Leiden erzählen. 

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22. April um 19:29
In Antwort auf avarrassterne3

P.S. die Erfahrungen damit von meiner Diagnose zu erzählen... durchwachsen.

Teilweise unterirdisch, vor allem im Familienkreis, heruntergespielt, verleugnet, batagellisiert, lächerlich gemacht, ... alles dabei (und in meiner Familie wimmelt es von Ärzten, Arzthelfern, MTAs & Co... ). Nun gut, wichtige Erfahrung, die können mich. War bei den meisten nur der letzte Strich auf der Liste der Gründe für einen Kontaktabbruch.
In meinem Bekanntenkreis hat das ein bißchen "ausgemistet", in meinem Freundeskreis habe ich viel Unterstützung und Hilfe erfahren, diejenigen, die etwas nicht verstanden haben oder sich nicht vorstellen konnten, waren an einer Erklärung interessiert und haben das ganze auch respektiert.

Bis jetzt habe ich mich auch nur meinem Partner richtig anvertraut. 
Meiner besten Freundin habe ich davon noch gar nichts erzählt, obwohl ich denke, dass sie mich unterstützen würde und Verständnis dafür hat. 
Meine Schwester unterstützt mich auch gut und versteht mich, da sie fast in der gleichen Situation war, allerdings ist sie nie behandelt worden, durch ihren Mann hat sie so viel Unterstützung erhalten, dass es ihr nun wieder gut geht. 
Und meine Eltern, spielen das ganze auch ziemlich runter und meinten zu mir ich solle in der Klinik nichts von Selbstverletzung und Suizidgedanken erzählen, damit mein Aufenthalt nicht verlängert wird.

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22. April um 19:33
In Antwort auf wackelzahn

Hi,

nimm das deinem Kumpel bitte nicht so übel, denn er versteht die Krankheit nicht.
Er wollte dir wohl eher gut zureden, nach dem Motto: Das wird schon wieder. 
Was sonst sollte man einem Erkrankten auch sagen können? Jedem Angehörigen/Kumpel sind quasi die Hände gebunden - mit anderen Worten: sie sind hilflos und können dir da leider nicht helfen, selbst wenn sie wollten. 

Nimm dir seine Worte nicht so zu Herzen. 👍

LG W.

Ich habe da nochmal mit meinem Partner drüber gesprochen und er ist der gleichen Meinung wie Sie. 
Ich finde es trotzdem erschreckend, wie schnell solche Krankheiten runtergespielt werden von nicht Betroffen. 

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22. April um 19:55
In Antwort auf user1940793383

Ich habe da nochmal mit meinem Partner drüber gesprochen und er ist der gleichen Meinung wie Sie. 
Ich finde es trotzdem erschreckend, wie schnell solche Krankheiten runtergespielt werden von nicht Betroffen. 

Hallo nochmal,

wieso schreibst du die förmliche Anrede "Sie", wenn du den Tread mit "Hallo Du" beginnst? Bleib einfach beim du, das ist in Foren so üblich 😉

Mit Verlaub, ich finde die Aussage deiner Eltern sehr dämlich ! 

Du sollst in der Klinik nicht von Selbstverletzungen und Suizidgedanken sprechen? Also sollst du sie verschweigen und diese Gedanken wieder mit nachhause nehmen??? Mach das bloß nicht ! Rede darüber, wenn du diese Gedanken hast ! 

Ich hatte im Dez 2018 massive Suizidgedanken und sprach auch mit meiner besten Freundin darüber. Das hat sie leider sehr belastet. Ich erklärte ihr aber, wenn ich darüber spreche und mich damit auseinandersetze, ist alles im "grünen Bereich".
Sobald ich aber nicht mehr darüber spreche und mich zurückziehe, wirds akut.

Rede dir deine Gedanken von der Seele, sonst vergiften sie deinen Verstand !

LG W. 

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22. April um 23:21
In Antwort auf wackelzahn

Hallo nochmal,

wieso schreibst du die förmliche Anrede "Sie", wenn du den Tread mit "Hallo Du" beginnst? Bleib einfach beim du, das ist in Foren so üblich 😉

Mit Verlaub, ich finde die Aussage deiner Eltern sehr dämlich ! 

Du sollst in der Klinik nicht von Selbstverletzungen und Suizidgedanken sprechen? Also sollst du sie verschweigen und diese Gedanken wieder mit nachhause nehmen??? Mach das bloß nicht ! Rede darüber, wenn du diese Gedanken hast ! 

Ich hatte im Dez 2018 massive Suizidgedanken und sprach auch mit meiner besten Freundin darüber. Das hat sie leider sehr belastet. Ich erklärte ihr aber, wenn ich darüber spreche und mich damit auseinandersetze, ist alles im "grünen Bereich".
Sobald ich aber nicht mehr darüber spreche und mich zurückziehe, wirds akut.

Rede dir deine Gedanken von der Seele, sonst vergiften sie deinen Verstand !

LG W. 

Ok, dann bleiben wir mal beim Du

Ich denke, dass meine Eltern es nicht wahrhaben wollen, dass ich solche Gedanken habe. 
Vielleicht auch aus Eigenschutz, schließen wollen Eltern sowas von ihren Kindern nicht hören.
Trotz dieser Aussage, haben meine Eltern und ich ein super Verhältnis und wenn ich in Schwierigkeiten bin würden die sich sofort auf den Weg zu mir machen. 

Ich werde, insofern der Klinikaufenthalt genehmigt wird, mit den Ärzten definitiv ehrlich und offen über alles sprechen. 

Ich trage das schon viel zu lange mit mir rum und die Suizidgedanken sind schon sehr konkret geworden. 

LG K. 

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23. April um 0:49
In Antwort auf user1940793383

Ok, dann bleiben wir mal beim Du

Ich denke, dass meine Eltern es nicht wahrhaben wollen, dass ich solche Gedanken habe. 
Vielleicht auch aus Eigenschutz, schließen wollen Eltern sowas von ihren Kindern nicht hören.
Trotz dieser Aussage, haben meine Eltern und ich ein super Verhältnis und wenn ich in Schwierigkeiten bin würden die sich sofort auf den Weg zu mir machen. 

Ich werde, insofern der Klinikaufenthalt genehmigt wird, mit den Ärzten definitiv ehrlich und offen über alles sprechen. 

Ich trage das schon viel zu lange mit mir rum und die Suizidgedanken sind schon sehr konkret geworden. 

LG K. 

Behalte das letztgeschriebene (konkrete Suizidgedanken) bitte im Auge. 
Sollten diese Gedanken überhand nehmen, greife lieber einmal mehr zum Telefon als einmal zu wenig ...
Es gibt entsprechende Hotlines (24 Stunden) oder besuchbare Krisendienste (ohne Termin). Die können in Notfällen auch eine sofortige stationäre Aufnahme für dich in die Wege leiten. 
Ich habe diese Möglichkeit vor einigen Jahren auch schon einmal genutzt und ließ mich unverzüglich einweisen. Ich hatte fast keine Kraft mehr, gegen diese Zwangsgedanken anzukämpfen. Danach ging es mir erheblich besser !

Depressionen, wie du sie hast, werden leider häufig von anderen Personen unterschätzt. Aber kann man es ihnen verübeln, nur weil sie das nicht kennen? Etwas in einem Buch darüber zu lesen, ist eine Sache, das aber zu empfinden und selber durchzumachen, noch mal eine andere. 

Und auch deine Eltern, wie lieb sie auch sein mögen, können sich offensichtlich nicht in dich hineinversetzen. Denn Aussagen wie: „Sag denen nicht, was du für Gedanken hast, sonst dauert der Klinikaufenthalt länger.“ sind völlig fehl am Platz. Es ist Schei...egal, wie lange der Aufenthalt dauert, die Hauptsache ist, dass es dir danach besser geht. 

Hilfe bekommst du immer; nimm diese bitte auch in Anspruch.

Bis dahin erstmal

Ganz liebe Grüße und eine gute Nacht wünscht der Wackelzahn 
(wieso hab ich mir eigentlich so einen bescheuerten Namen ausgedacht ? .... ) 🤨
 

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23. April um 1:29
In Antwort auf user1940793383

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

Also dass dein Freund, Depressionen runterspielt, halte ich mal für sehr gefährlich. Nicht für ihn, aber für dich. Ich würde erstmal den Kontakt zu ihm abbrechen und dich Menschen anvertrauen die mehr Verständnis.

Wenn du ein wirklich akutes Problem hast, dann würde ich mal zur nächsten Uni-Klinik fahren, bzw. fahren lassen und dich selbst einliefern. Du kannst auch dort anrufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Abteilungen vollständig geschlossen sind und du als Notfall immer aufgenommen wirst. Vielleicht musst du für 14-Tage in Isolation, aber du bist wenigstens unter ärztlicher Aufsicht. Wenn du dich sicherer fühlst, dann kannst du dich auch an ein Psychiatrie Krankenhaus wenden, die nehmen dich auf alle Fälle auf. Leider kenne ich nur welche in Südbayern. Du kannst sie aber auch in Google finden. Zumindest würde ich mit ihnen mal Kontakt aufnehmen.

Ich wünsche Dir jetzt schon mal gute Besserung und ich glaube wir wollen von Dir irgendwann mal wieder von dir hören, wenn es dir besser geht.

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23. April um 8:05
In Antwort auf user1940793383

Bis jetzt habe ich mich auch nur meinem Partner richtig anvertraut. 
Meiner besten Freundin habe ich davon noch gar nichts erzählt, obwohl ich denke, dass sie mich unterstützen würde und Verständnis dafür hat. 
Meine Schwester unterstützt mich auch gut und versteht mich, da sie fast in der gleichen Situation war, allerdings ist sie nie behandelt worden, durch ihren Mann hat sie so viel Unterstützung erhalten, dass es ihr nun wieder gut geht. 
Und meine Eltern, spielen das ganze auch ziemlich runter und meinten zu mir ich solle in der Klinik nichts von Selbstverletzung und Suizidgedanken erzählen, damit mein Aufenthalt nicht verlängert wird.

das ist FALSCH! Schlicht und einfach FALSCH.

Selbstverletzung ist ein Krankheitssymptom. Die Suizid-Gedanken sind es auch. Einem Arzt verschweigt man keine Krankheitssymtome, da sollte es gar keine Diskussion darüber geben. GAR KEINE.

Mit Verlaub, was Deine Eltern Dir da raten ist gefährlicher Bullsh*t. In Deinem Falle LEBENSGEFÄHRLICHER Bullsh*t.

Zeig ihnen diesen Thread, sie können das gern mit mir ausdiskutieren, Du wirst im Moment nicht die Kraft dafür haben, solche sinnlosen Grabenkämpfe auszufechten.
Ansonsten sag Deinen Eltern, sie sollen sich über die Krankheit informieren, bevor sie Dir dazwischen reden. Würden sie schließlich auch machen, wenn Du Diabetiker wärst - und da wärst Du noch nicht mal in Lebensgefahr, mit Depressionen bist Du es. Würden sie Dir auch raten, dem behandelnden Arzt Symtome zu verschweigen, wenn Du eine Lungenentzündung hättest? Sicher nicht.
Aber wie gesagt: mach keine Grabenkämpfe draus. Zeig ihnen den Thread und / oder sag ihnen, sie sollen sich über die Krankheit informieren - und belasse es dabei.

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23. April um 8:07
In Antwort auf user1940793383

Ok, dann bleiben wir mal beim Du

Ich denke, dass meine Eltern es nicht wahrhaben wollen, dass ich solche Gedanken habe. 
Vielleicht auch aus Eigenschutz, schließen wollen Eltern sowas von ihren Kindern nicht hören.
Trotz dieser Aussage, haben meine Eltern und ich ein super Verhältnis und wenn ich in Schwierigkeiten bin würden die sich sofort auf den Weg zu mir machen. 

Ich werde, insofern der Klinikaufenthalt genehmigt wird, mit den Ärzten definitiv ehrlich und offen über alles sprechen. 

Ich trage das schon viel zu lange mit mir rum und die Suizidgedanken sind schon sehr konkret geworden. 

LG K. 

wenn es bei Dir schon so weit ist, kann ich Dir nur einen Rat geben:

Hör auf, mit Krankenkasse und wem-auch-immer über eine Therapie herumzudiskutieren.
Geh in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses mit psych. Station. Dort schilderst Du Deine Situation und bittest um Hilfe.

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23. April um 10:26
In Antwort auf bavarian335

Also dass dein Freund, Depressionen runterspielt, halte ich mal für sehr gefährlich. Nicht für ihn, aber für dich. Ich würde erstmal den Kontakt zu ihm abbrechen und dich Menschen anvertrauen die mehr Verständnis.

Wenn du ein wirklich akutes Problem hast, dann würde ich mal zur nächsten Uni-Klinik fahren, bzw. fahren lassen und dich selbst einliefern. Du kannst auch dort anrufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Abteilungen vollständig geschlossen sind und du als Notfall immer aufgenommen wirst. Vielleicht musst du für 14-Tage in Isolation, aber du bist wenigstens unter ärztlicher Aufsicht. Wenn du dich sicherer fühlst, dann kannst du dich auch an ein Psychiatrie Krankenhaus wenden, die nehmen dich auf alle Fälle auf. Leider kenne ich nur welche in Südbayern. Du kannst sie aber auch in Google finden. Zumindest würde ich mit ihnen mal Kontakt aufnehmen.

Ich wünsche Dir jetzt schon mal gute Besserung und ich glaube wir wollen von Dir irgendwann mal wieder von dir hören, wenn es dir besser geht.

Mir ist schon oft der Gedanke gekommen, als es mir viel schlechter ging als jetzt, dass ich selbst mit gepackter Tasche zum Krankenhaus fahre. 
Leider hab ich oft gelesen, dass man bei Selbsteinweisung den Aufenthalt selbst bezahlen muss.

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23. April um 11:10
In Antwort auf user1940793383

Mir ist schon oft der Gedanke gekommen, als es mir viel schlechter ging als jetzt, dass ich selbst mit gepackter Tasche zum Krankenhaus fahre. 
Leider hab ich oft gelesen, dass man bei Selbsteinweisung den Aufenthalt selbst bezahlen muss.

nein. Zumindest in DE als gesetzlich Versicherter ganz sicher nicht.
Falls Du privat versichert bist, kenne ich die Regelungen nicht.

Als gesetzlich Versicherter in DE ist eine Behandlung im Krankenhaus immer von der Krankenkasse gedeckt, wenn die Ärzte die Behandlung für notwendig befinden - und das ist der Fall, wenn sie Dich aufnehmen. Wenn ein Arzt entscheidet, dass Du krank genug für ein Krankenhaus bist, kann die Krankenkasse nicht widersprechen. Weder bei einer körperlichen noch bei einer seelischen Erkrankung, lass Dir da keinen Mist einreden!!!

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23. April um 12:59
In Antwort auf user1940793383

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

kannst du nicht mit dem Arzt eine Online-Session machen? Ich meine, Depressionen würden sich ja auch gut über so Skypeschalten oder so besprechen lassen, oder? Da muss ja nicht unbedingt dein Körper untersucht werden. An deiner Stelle würde ich aber auch rasch handeln...

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23. April um 13:41
In Antwort auf user1940793383

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

Ich war selber zwei Jahre in Therapie wegen mittelschwerer rezidiverender Depression. Ich weiß ja nicht wie schlimm das bei dir ist, aber ich war nie in der Klinik. Ich habe es ein paar Wochen mit Mirtazapin versucht, aber das war nichts für mich.
Es gab immer wieder gute und schlechte Zeiten, aber die guten wurden dank der Verhaltenstherapie immer mehr.
Zu dem was dein Freund zu dir meinte, irgendwo stimmt das schon. Es kommt darauf an wie du Dinge siehst. Aber du lernst das alles Stück für Stück, es dauert seine Zeit, lohnt sich aber.
Lass dir von niemandem dareinreden. Niemand soll sich da einmischen, das ist alleine dein Ding.
Ganz viel Glück und Gesundheit wünsche ich dir. Es wird besser

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13. Mai um 15:53

Hey,
ich habe auch Depressionen und habe bisher nie Ablehnung erfahren. Weder von meiner Familie noch Freunde auch nicht von Arbeitskollegen. Ich gehe sehr offen damit um. Also wenn du Fragen hast, immer her damit
Doch bevor ich auf deinen Kommentar eingehe, erzähle ich mal wie das bei mir war/ist.
 
Vermutlich zähle ich zu den wenigen aber ich weiß ungefähr wann es bei mir richtig losging. Gefährdet war ich schon immer, da ich seit dem Kindergartenalter an beinahe durchgehend gemobbt und ausgegrenzt wurde. Glücklicherweise war ich nie allein, denn ich habe eine Zwillingsschwester und zusammen haben wir das einigermaßen durchgestanden. Wobei sie mehr drunter gelitten hat als ich, da sie sensibler ist.
 
Es war der Sommer 2018. Damals war ich noch mit meinen Ex zusammen. Zu dem Zeitpunkt erst ein halbes Jahr. Er hatte einen großen Kinderwunsch und das wusste ich von Anfang an. Eher durch Zufall, gestand ich ihm etwas was ich schon viel früher hätte gestehen müssen. Mal wieder hat er darüber gesprochen wie gern er doch Kinder haben wollte und dieses Mal überkam es mich und gestand ihm das ich massiv unter einer Schwangerschaftsphobie leide. Diese Phobie ist emotional äußerst extrem schon ohne Partner mit Kinderwunsch. Man kann sich ja ungefähr ausmalen wie es mir ging dieses halbe Jahr oder?
 
Ich habe unglaubliche Angst vor der Geburt. Bzw. das ich sterben könnte. Leider kommt das auch nicht von ungefähr. Dazu muss ich ein wenig ausholen. Ich nehme mir einfach mal die Zeit

Meine Mutter hat seit unserer Geburt schwere Depressionen und ist auch von der Geburt schwer traumatisiert. Ich kenne jede noch so blutige Einzelheit von kleinauf. Alles Dinge die man einem Kind nicht erzählen sollte aber heute verstehe ich warum sie das getan hat. Sie musste sich Mitteilen und es war auch ein Hilferuf. Den bis heute ist sie deswegen nicht zum Psychologen gegangen. Sie ist beinahe verblutet aufgrund unfähiger Ärzte. Tatsächlich war das Krankenhaus für ihre hohe Kindersterblichkeit bekannt aber es war das einzige mit einem Kreissaal. Mittlerweile ist der zum Glück lange geschlossen. Meine Oma hat drei Kinder zur Welt gebracht und bei jeder Geburt wäre sie auch fast gestorben. Dann hab ich wahrscheinlich das Blutergen von meinem Opa geerbt. Jedenfalls deutet es darauf hin. Neben den psychischen Problemen kommt also noch Körperliche dazu.
 
Soweit zur Erklärung für meine Phobie, die wohl eine Ausnahme unter allen Phobien ist.
 
Ich habe ihm das jedenfalls gebeichtet und seine Reaktion war erschüttert und kannte ich auch nicht von ihm. Er sagte nur: „Andere haben es ja auch geschafft.“ Und ging ohne ein weiteres Wort. Es hat Monate gedauert bis wir da drüber sprachen und er mir sagte, dass er total überfordert mit der Beichte war. Dennoch hat diese Reaktion bei mir eine sehr tiefe Wunde hinterlassen, die noch immer nicht verheilt ist. Seit dem denke ich über eine Sterilisation nach und mittlerweile bin ich soweit das ich die machen möchte. Die Angst Schwanger zu werden ist viel zu groß und ich möchte absolut keine Kinder haben.
 
Seit dem Vorfall ging unsere Beziehung bergab. Ein Jahr später machte er mit mir Schluss. Heute bin ich froh darüber, da unsere Zukunftspläne nicht kompatibel waren. Wir sind Freunde und verstehen uns besser denn je.
Jedoch war es bis dahin ein sehr steiniger Weg.
Ich habe ca. 10 Wochen gebraucht bis ich‘s geschafft habe mir selber in den Arsch zu treten und nochmal so lange bis ich die Gefühle, Gedanken und Erlebnisse aus und nach der Beziehung (vorallem die Selbstmordgedanken. Die setzten nach der Trennung erst ein) soweit verarbeitet habe, dass ich eine neue Beziehung eingehen konnte. Seit Mitte Januar bin ich mit jemanden zusammen, der genau weiß wie es mir geht, denn er hat seit Jahren Depressionen.
 
Der Prozess den ich durchgemacht habe, war und ist sehr wichtig. Jede Depri ist anders, da jeder Mensch anders ist. Die Erlebnisse die ich in der Beziehung gemacht habe, musste ich verarbeiten und so komisch das auch klingt, mein Ex war und ist weiterhin eine verdammt wichtige Stütze für mich. Solche Stützen brauchst du auch. Ohne Ihn hätte ich‘s nicht geschafft. Das ich Depressionen habe, habe ich mir erst nach der Trennung eingestanden und habe mich erstmal zurück gezogen. Den eines ist wichtig in dieser Krankheit: Egoismus.
Man muss ich zuerst um sich kümmern. Selber mit der Krankheit klar kommen und jeden außen vor lassen, der dir im Weg steht.
Glücklicherweise hatte ich niemanden der mir im Wege steht und stand. Jedenfalls nicht absichtlich. Ich habe mich zurückgezogen aus Gruppen, die mir wichtig waren aber mir mehr weh taten und emotional fertig machten. Die konnten nichts für. Sie wussten es ja nicht mal.
 
Ich habe es ganz ohne Professionelle Hilfe geschafft, da ich viel Unterstützung hatte. Den hast du, soweit ich das beurteilen kann, leider nicht. Daher schließe ich mich den anderen an und sage dir, dass du dir Hilfe suchen sollst. So schnell wie möglich. Eins ist noch wichtig: Dieser Prozess ist äußerst wichtig für dein weiteres leben. Daher solltest du niemanden rein lassen, der dir da in die Quere kommt. Notfalls Abbruch von Kontakten. Deine Eltern scheinen leider zu dieser Kategorie zu gehören und wenn sie sich nicht über die Materie schlauer machen wollen, würde ich auch zu ihnen den Kontakt abbrechen. Zumindest vorerst. Außerdem rate ich dir deine Freunde aufzuklären. Mir scheint es, dass sie dir helfen wollen aber nicht wissen wie und auch nicht wissen wie sie damit umgehen müssen.
Ich habe die Erfahrung gemacht das Menschen ohne psychische Erkrankungen nicht auf die Idee kommen dich einfach in den Arm zu nehmen und einfach da zu sein. Einfach nix sagen nur da sein. Klingt komisch, ist aber so.
 
Zuletzt möchte ich dir noch ein Tipp geben um den Roman abzuschließen den ich gerade geschrieben habe.
Ich habe angefangen meine Gefühle, Gedanken und Erlebnisse aufzuschreiben in einem Gefühlstagebuch. Man sagt ja nicht umsonst das Papier geduldig ist und ich habe große Probleme gehabt zu beschreiben wie es mir geht. So konnte ich all das einen Namen und einen Sinn geben. Dementsprechend konnte ich das so einfacher verarbeiten, da ich’s nicht mehr in mich hineinfresse. Ich mache das noch immer wenn mir schlecht geht. Das kann ich jedoch nur wenn ich allein bin. Da es eine für mich äußerst intime Sache ist. Was ich darein schreibe, ist mein tiefstes inneres und ganz allein für mich bestimmt. Wer weiß, vielleicht verbrenne ich es. Oder ich behalte es und lese es mal in ein paar Jahren.
 
Vielleicht hilft dir das ja auch. Mal ausprobieren. Tut ja nicht weh
Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg für deine Therapie. Ich hoffe du findest eine Stütze. Jemand der dir hilft und nicht an deinen Holzpfahl sägt.
Wir sind ja auch für dich da.
 
LG
Pati
 

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13. Mai um 18:08
In Antwort auf user1940793383

Hallo Du !

Mein Hausarzt hat bei mir eine Depression diagnostiziert und eigentlich sollte ich stationär in eine psychosomatische Klinik aufgenommen werden, da kam leider der Coronavirus dazwischen und nun hänge ich in der Luft. 
Nach der Diagnose vom Arzt und dass einleiten der Therapie, hat mir schon ziemlich geholfen und ich habe mich lange nicht mehr so erleichtert gefühlt. 
Nun hatte ich am Samstag einen ziemlichen Rückschlag, der mich dazu getrieben hat, meine Tabletten (Paroxetin) einzunehmen, welche ich nicht vertragen habe. 
Gestern war ein guter Freund zu Besuch und wir hatten über meine Krankheit gesprochen, worüber wir vorher noch nicht miteinander geredet haben. 
Seine Meinung dazu war, dass jeder Mensch mal gute und schlechte Tage hat und es daran liegt wie man bestimmte Dinge sieht und bewertet. 
Diese Aussage war für mich ein Riesen Schlag ins Gesicht, ich bin dann nicht weiter drauf eingegangen aber jetzt beschäftigt mich seine Aussage sehr und ich versuche mich davon nicht zu sehr runterziehen zu lassen aber mir geht das schon sehr nahe, dass meine Krankheit so runtergemacht wird. 

Wie waren eure Erfahrungen dazu, als ihr diese Diagnose bekommen habt und anderen davon erzählt habt ? 

Menschen die selbst noch nie unter einer Depression gelitten haben können es gar nicht verstehen, gewöhne dich schon mal an solch dumme Kommentare.

Wenn man z.B. nie körperliche Schmerzen gespürt hat oder noch nie geweint hat ist es einfach schwer sich vorzustellen wie sich das wohl anfühlt.

Wieso nimmst du deine Tabletten nicht oder anscheinend nur sporadisch?

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