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Depression, Einsamkeit, Perspektivlosigkeit

3. Juli 2017 um 19:14

Hallo liebes Forum.

Ich bin ein 25 Jähriger Mann und denke, dass ich trotzdem hier richtig aufgehoben bin. Ich will mit folgendem Frauen nicht diskreditieren oder ähnliches, aber ich bin einfach nur ein Softie. Ich fühle mich weiblich, wobei die meisten Frauen wahrscheinlich noch männlicher sind als ich. Ich bin einfach nur weich und lieb und zu freundlich für diese Welt. Anstatt Selbstständigkeit und Willenstärke etc. auszustrahlen, was ein Mann mit 25 tun sollte, bin ich einfach nur ein emotionaler verweichlichter Junge, der ich schon immer war. Ich würde lieber den Haushalt machen etc. und mit anderen Müttern um Erziehung reden, als ständig ... Naja ich schweife vom eigentlichen Thema ab.

Ich bin zu weich für diese Welt. Wahrscheinlich hängt das mit dem Suizid meiner Mutter in meinem siebten Lebensjahr zusammen, aber irgendwann sollte ja mal damit gut sein. Ich dachte immer ich hätte das gut verkraftet, habe auch, zumindest immer wenn es wichtig war, z.B. zur Abiphase, bestleistungen erbracht. Aber seit dem Abi lief nichts mehr. Bis zum Abi habe ich mich immer um eine Freundin bemüht und immer nach ein paar Monaten verlassen, schätze mal ich hätte Bindungsängste. Die Freundin die ich als Student gefunden habe, habe ich nie loslassen können, bis Sie es tat. Ich bin immer für sie stundenlang Zug gefahren und habe alles für sie getan und mich untergeordnet. Ich ordne mich allgemein unter. Weil ich keinen Stress haben möchte. Kein Rückgrat. Währenddessen habe ich mein Studium natürlich schleifen lassen, es lief sehr gut mit Freundin und Nebenjob und eigenem WG Zimmer. Ich hätte nie daran gedacht, warum Menschen studieren. Nämlich um sich ein gutes Leben zu ermöglichen mit einem guten Beruf. Naja die Wahl des Berufes. Nach dem Abi habe ich ein Semester auf Lehramt studiert. Nach zwei Fehlversuchen in der Matheklausur habe ich mich exmatrikulieren lassen, weil ich mir sicher war, die bestehst du nicht mehr. Die Fehlversuche kamen dadurch zustande, dass ich automatisch angemeldet worden bin, sowohl erst als auch zweiversuch. Meine Freunde die weiter entfernt wohnten meinten, ich solle bei Ihnen anfangen zu studieren. Da ich keine Ahnung hatte was ich tun soll , hab ich da angefangen. Studienfach lag mir zwar nicht, aber wenn ich nicht blind durch 100km entfernten Nebenjob und Freundin gewesen wäre, wäre deutlich mehr möglich gewesen. Ich habe während der Fahrten nur geschlafen, wenn ich in der WG war, war ich antriebslos und geschlafen, die Lieblingsbeschäftigung meiner Freundin ? Antriebslosigkeit und schlafen. Bilanz ? 9 Fachsemester. Eine handvoll bestandener Prüfungen. Nachdem mich meine Freundin verlassen hat, bin ich nun wach geworden. Irgendwie zu spät. Ich merke wie sehr ich geistig und körperlich eingeschränkt bin. Ich habe immer mal wieder versucht in den semestern, Vorlesungen zu besuchen, so ist es nicht. Bin aber immer überfordert gewesen. Jetzt aktuell ist die Überforderung am größten. Ich komme mit gar nichts klar. Durch den Schock des verlassenwerdens, habe ich eine kettenreaktion von unüberlegten Handlungen losgelöst um mein Leben komplett Richtung abgrund zu treiben. WG gekündigt, Nebenjob gekündigt, exmatrikuliert, bin dabei zu meinen Eltern zu ziehen, Ausbildungsplatz besorgt, hatte sogar zwei, von denen ich mich für den entschieden habe, der mir weniger Spaß gemacht hat und viel stressiger ist. Ich weiß auch nicht, was bei der Entscheidungsfindung in mich gefahren ist. Ich war beim Hausarzt, er diagnostizierte eine schwere Depression, aus Angst meine Zukunft zu verbauen, bin ich nicht zur klinik gegangen. Nach wochenlangem hin und her hat mich mein Onkel überredet zwei Wochen bei ihm zu bleiben, damit wir ein paar Psychologen aufsuchen. Mein Vater hat vehement dagegenhalten und gesagt wenn ich das tue, kann ich sehen wo ich bleibe. Bei mir zuhause diffamiert man meine psychische Erkrankung, ich solle mich zusammenreißen.

Das alles sieht zwar noch nicht nach vermasseltem Leben aus, jedoch ...


Ich habe in meinem Leben nie Durchhaltevermögen zeigen können, in nichts was ich begonnen habe. Ok bis auf die Schule. Dass man mir sagt, wenn ich die Ausbildung auch nicht schaffe, ich auf der Straße schlafen darf, hilft mir natürlich auch nicht. Ich habe mir meine alten Schulsachen angeschaut und vertraue meinem Gefühl. Ich werde mein bestes geben, aber ich bin mir schon fast sicher, die Probezeit nicht zu schaffen. Ich setze mich selber so unter Druck und mir macht alles so zu schaffen. Vor allem die bürokratie mit Umzug, meinen Schulden, meiner Depression und einer Familie, die mir nicht weiterhelfen kann. Ich bin von kleinsten überfordert, allein körperpflege.

Ich denke über den Fall nach, die Ausbildung nicht zu schaffen. Im Knast oder auf der Straße würde ich keine zwei Tage üverleben. Wie gesagt, ich bin einfach zu weich. Und psychiatrie ? Ich weiß wie man dort behandelt wird. Ich weiß wie Medikamente einen verändern. Ist dann Suizid das einzige was übrig bleibt ? Selbst da würde ich eher die weichen Methoden bevorzugen, anstatt die, die wohl Männer am meisten ausüben ^^

Ich bin einige Szenarien in meinem Kopf durchgegangen, wie es hätte anders werden können. Aber ich bin jedes mal zu dem Schluss gekommen, dass es früher oder später so wie jetzt enden würde.

Was ich von euch möchte ? Ich weiß es nicht. Hätte ja schließlich durch meinen Onkel die psychologische Hilfe annehmen können. Hab ich aber nicht. Ihr könnt mir vllt verraten, was ich und wie machen könnte, falls ich die Ausbildung nicht schaffen sollte. Ich habe so Angst weiterzuleben. Aber sterben möchte ich auch nicht unbedingt. Aber wenn nichts anderes übrig bleibt...

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4. Juli 2017 um 0:29
In Antwort auf kanone92

Hallo liebes Forum.

Ich bin ein 25 Jähriger Mann und denke, dass ich trotzdem hier richtig aufgehoben bin. Ich will mit folgendem Frauen nicht diskreditieren oder ähnliches, aber ich bin einfach nur ein Softie. Ich fühle mich weiblich, wobei die meisten Frauen wahrscheinlich noch männlicher sind als ich. Ich bin einfach nur weich und lieb und zu freundlich für diese Welt. Anstatt Selbstständigkeit und Willenstärke etc. auszustrahlen, was ein Mann mit 25 tun sollte, bin ich einfach nur ein emotionaler verweichlichter Junge, der ich schon immer war. Ich würde lieber den Haushalt machen etc. und mit anderen Müttern um Erziehung reden, als ständig ... Naja ich schweife vom eigentlichen Thema ab.

Ich bin zu weich für diese Welt. Wahrscheinlich hängt das mit dem Suizid meiner Mutter in meinem siebten Lebensjahr zusammen, aber irgendwann sollte ja mal damit gut sein. Ich dachte immer ich hätte das gut verkraftet, habe auch, zumindest immer wenn es wichtig war, z.B. zur Abiphase, bestleistungen erbracht. Aber seit dem Abi lief nichts mehr. Bis zum Abi habe ich mich immer um eine Freundin bemüht und immer nach ein paar Monaten verlassen, schätze mal ich hätte Bindungsängste. Die Freundin die ich als Student gefunden habe, habe ich nie loslassen können, bis Sie es tat. Ich bin immer für sie stundenlang Zug gefahren und habe alles für sie getan und mich untergeordnet. Ich ordne mich allgemein unter. Weil ich keinen Stress haben möchte. Kein Rückgrat. Währenddessen habe ich mein Studium natürlich schleifen lassen, es lief sehr gut mit Freundin und Nebenjob und eigenem WG Zimmer. Ich hätte nie daran gedacht, warum Menschen studieren. Nämlich um sich ein gutes Leben zu ermöglichen mit einem guten Beruf. Naja die Wahl des Berufes. Nach dem Abi habe ich ein Semester auf Lehramt studiert. Nach zwei Fehlversuchen in der Matheklausur habe ich mich exmatrikulieren lassen, weil ich mir sicher war, die bestehst du nicht mehr. Die Fehlversuche kamen dadurch zustande, dass ich automatisch angemeldet worden bin, sowohl erst als auch zweiversuch. Meine Freunde die weiter entfernt wohnten meinten, ich solle bei Ihnen anfangen zu studieren. Da ich keine Ahnung hatte was ich tun soll , hab ich da angefangen. Studienfach lag mir zwar nicht, aber wenn ich nicht blind durch 100km entfernten Nebenjob und Freundin gewesen wäre, wäre deutlich mehr möglich gewesen. Ich habe während der Fahrten nur geschlafen, wenn ich in der WG war, war ich antriebslos und geschlafen, die Lieblingsbeschäftigung meiner Freundin ? Antriebslosigkeit und schlafen. Bilanz ? 9 Fachsemester. Eine handvoll bestandener Prüfungen. Nachdem mich meine Freundin verlassen hat, bin ich nun wach geworden. Irgendwie zu spät. Ich merke wie sehr ich geistig und körperlich eingeschränkt bin. Ich habe immer mal wieder versucht in den semestern, Vorlesungen zu besuchen, so ist es nicht. Bin aber immer überfordert gewesen. Jetzt aktuell ist die Überforderung am größten. Ich komme mit gar nichts klar. Durch den Schock des verlassenwerdens, habe ich eine kettenreaktion von unüberlegten Handlungen losgelöst um mein Leben komplett Richtung abgrund zu treiben. WG gekündigt, Nebenjob gekündigt, exmatrikuliert, bin dabei zu meinen Eltern zu ziehen,  Ausbildungsplatz besorgt, hatte sogar zwei, von denen ich mich für den entschieden habe, der mir weniger Spaß gemacht hat und viel stressiger ist. Ich weiß auch nicht, was bei der Entscheidungsfindung in mich gefahren ist. Ich war beim Hausarzt, er diagnostizierte eine schwere Depression, aus Angst meine Zukunft zu verbauen, bin ich nicht zur klinik gegangen. Nach wochenlangem hin und her hat mich mein Onkel überredet zwei Wochen bei ihm zu bleiben, damit wir ein paar Psychologen aufsuchen. Mein Vater hat vehement dagegenhalten und gesagt wenn ich das tue, kann ich sehen wo ich bleibe. Bei mir zuhause diffamiert man meine psychische Erkrankung, ich solle mich zusammenreißen.

Das alles sieht zwar noch nicht nach vermasseltem Leben aus, jedoch ... 


Ich habe in meinem Leben nie Durchhaltevermögen zeigen können, in nichts was ich begonnen habe. Ok bis auf die Schule. Dass man mir sagt, wenn ich die Ausbildung auch nicht schaffe, ich auf der Straße schlafen darf, hilft mir natürlich auch nicht. Ich habe mir meine alten Schulsachen angeschaut und vertraue meinem Gefühl. Ich werde mein bestes geben, aber ich bin mir schon fast sicher, die Probezeit nicht zu schaffen. Ich setze mich selber so unter Druck und mir macht alles so zu schaffen. Vor allem die bürokratie mit Umzug, meinen Schulden, meiner Depression und einer Familie, die mir nicht weiterhelfen kann. Ich bin von kleinsten überfordert, allein körperpflege.

Ich denke über den Fall nach, die Ausbildung nicht zu schaffen. Im Knast oder auf der Straße würde ich keine zwei Tage üverleben. Wie gesagt, ich bin einfach zu weich. Und psychiatrie ? Ich weiß wie man dort behandelt wird. Ich weiß wie Medikamente einen verändern. Ist dann Suizid das einzige was übrig bleibt ? Selbst da würde ich eher die weichen Methoden bevorzugen, anstatt die, die wohl Männer am meisten ausüben ^^ 

Ich bin einige Szenarien in meinem Kopf durchgegangen, wie es hätte anders werden können. Aber ich bin jedes mal zu dem Schluss gekommen, dass es früher oder später so wie jetzt enden würde. 

Was ich von euch möchte ? Ich weiß es nicht. Hätte ja schließlich durch meinen Onkel die psychologische Hilfe annehmen können. Hab ich aber nicht. Ihr könnt mir vllt verraten, was ich und wie machen könnte, falls ich die Ausbildung nicht schaffen sollte. Ich habe so Angst weiterzuleben. Aber sterben möchte ich auch nicht unbedingt. Aber wenn nichts anderes übrig bleibt...

Hallo, Du

Deinen Beitrag zu lesen, hat mich irgendwie berührt, und ich habe das Gefühl, etwas darauf antworten zu müssen, auch, wenn ich dir wahrscheinlich nicht helfen kann.

Diese Einsamkeit, die Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit, die Angst vor dem Leben und die Überforderung damit, all das kann ich sehr gut nachempfinden. Ich bin so alt wie du, zwar eine Frau, und darf somit wohl etwas mehr Softie sein , frage mich aber dennoch oft, was mit mir nicht stimmt, wenn ich sehe, wie mein Leben im Vergleich zu dem verläuft, was ich so von den meisten Menschen meines Alters mitbekomme. Du bist also mit deinem "verkorksten" Leben nicht allein - ich bin auch so eine verkrachte Existenz mit einem Zickzack-Lebenslauf.

Zunächst einmal eine Frage, hast du nun einen Ausbildungsplatz? Falls ja,  wie gefällt es dir dort, beziehungsweise - gelingt es dir, regelmäßig hinzugehen?

Dass deine Familie kein Verständnis für dich und deine psychische Verfassung hat, tut mir leid. Noch mehr leid tut mir, dass du den Suizid eines dir so nahestehenden Menschen erleben musstest. Ich weiß sehr gut, wie unglaublich das schmerzt, und kann mir vorstellen, dass du auch Jahre später noch unter den Folgen leidest, selbst, wenn es dir gar nicht so bewusst ist.

Bei dir ist nun vieles im Wandel. So wie ich dich verstehe, hast du nach der Trennung so ziemlich alles erst einmal abgebrochen und musst dich nun neu orientieren. Beruflich, sozial, emotional - was sich natürlich schwierig gestaltet, wenn man gar nicht weiß, wo man hin will oder kann. Hast du jemanden, auf den du dich wirklich verlassen und mit dem du offen sprechen kannst?

Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber an deiner Stelle würde ich mir Hilfe suchen. Wenn man erst einmal ein gewisses Maß an Überforderung erreicht hat und so richtig am Boden liegt, ist es meiner Erfahrung nach sehr schwer, alleine wieder hoch zu kommen.
Hast du mit der Unterstützung deines Onkels einen Psychologen aufgesucht oder hat dich das ablehnende Verhalten deines Vaters ganz davon abgehalten? 

Falls du es nicht getan hast, würde ich dir dringend dazu raten. Hilfe anzunehmen, ist kein Zeichen von Schwäche, ganz im Gegenteil. Ich denke, es gehören Mut, Stärke und Selbstreflektion dazu, sich einzugestehen, dass man aktuell nicht weiter weiß und da ich selbst schon an diesem Punkt gewesen bin, kann ich dir sagen, dass es auch nach der größten Katastrophe wieder aufwärts gehen kann.

Kannst du dir vorstellen, dich an den sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Stadt zu wenden? Ich denke, dort kannst du hinsichtlich deiner psychischen, beruflichen und finanziellen Situation am besten beraten werden.

Das Wichtigste ist, zumindest meiner Meinung nach, dass du nicht zu allein bist, dich nicht zu allein fühlst. Lass nicht zu, dass die Verzweiflung dich zu sehr überkommt, lass dich nicht klein machen. Ich weiß, das klingt oberflächlich und dämlich, aber behalte auch die positiven Aspekte des Lebens im Blick, die Kleinigkeiten. Es ist schwer, etwas zu sagen, das nicht nach Floskel klingt, also sollte ich hier wohl einfach mal aufhören, ich schlafe ohnehin schon halb.

Ein "Halt die Ohren steif" ist jetzt so ziemlich das Unpassendste, aber ein bisschen Galgenhumor schadet auch nicht.

Herzilichst,

Ich

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4. Juli 2017 um 9:00

Zunächst solltest Du Dir folgende Fragen stellen: Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Was möchte ich tun? Wer bin ich, was kann ich? Das Leben besteht nicht nicht nur aus Abi! Und Du solltest Dir immer wieder sagen, heute nehme ich mir dies und jenes vor.
  Ich z. B. habe Kaufmann gelernt. Der Job aber gefiel mir nicht. Ich machte die Ausbildung nur deshalb zu Ende, damit ich sagen konnte: Ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung. Danach folgten zahlreiche nervenaufreibende Jobs, die ich nicht ausüben wollte. Also kam mir die Idee, Autor zu werden, um all über diese Dinge schreiben zu können. Bevor ich Dir jetzt den Mund wässrig mache, muss ich Dir gleich sagen, dass es fürchterlich viel Arbeit war und noch immer ist, viele fangen erst gar nicht an.  Ich verfolgte dieses Ziel mit aller Konsequenz und irgendwann klappte es. Ich bin nicht reich, aber ich kann das tun, was ich will, und das ist eine enorme Erleichterung, weil schreiben die Seele reinigt ...

Liebe Grüße,

lib   

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4. Juli 2017 um 10:04

Ich danke euch für eure Antworten.

Nein, mein Vater hasst meinen Onkel und er sagte, ich kann auf die Straße, wenn ich nochmal zu ihm gehe. Jetzt habe ich keinen Psychiater oder Psychologen. 

Und falls ich die Ausbildung nicht schaffe, lande ich auch auf der Straße. Mit Schulden. Ja ich schreibe meinem Onkel hin und wieder, aber er kann mir so auch nicht mehr weiterhelfen ...

Meine Mutter war psychisch erkrankt, meine Schwester und ihre Situationen haben sich bei beiden in der Klinik verschlimmert. Diese Medikamente ändern einen sehr.

Das möchte mein Vater wohl nicht erneut erleben. Die Ausbildung fängt noch erst an. Und ich habe leider zu viele Bauchschmerzen, wenn ich daran denke. Es ist das komplizierteste aber am geringverdienenste Handwerk... bin von morgens 5 bis abends 6 weg..

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4. Juli 2017 um 11:05
In Antwort auf kanone92

Ich danke euch für eure Antworten.

Nein, mein Vater hasst meinen Onkel und er sagte, ich kann auf die Straße, wenn ich nochmal zu ihm gehe. Jetzt habe ich keinen Psychiater oder Psychologen. 

Und falls ich die Ausbildung nicht schaffe, lande ich auch auf der Straße. Mit Schulden. Ja ich schreibe meinem Onkel hin und wieder, aber er kann mir so auch nicht mehr weiterhelfen ...

Meine Mutter war psychisch erkrankt, meine Schwester und ihre Situationen haben sich bei beiden in der Klinik verschlimmert. Diese Medikamente ändern einen sehr.

Das möchte mein Vater wohl nicht erneut erleben. Die Ausbildung fängt noch erst an. Und ich habe leider zu viele Bauchschmerzen, wenn ich daran denke. Es ist das komplizierteste aber am geringverdienenste Handwerk... bin von morgens 5 bis abends 6 weg..

Über ein Buch zu schreiben habe ich auch nachgedacht, wenn ich die nötigen Ressourcen (Zeit und Geld) die letzten Jahre nicht verschwendet hätte, wäre es wohl echt gut geworden.

Mit Verfilmung etc. Denn meine ganze Familie ist nicht normal, aber welche ist das schon 😅

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5. Juli 2017 um 17:25
In Antwort auf kanone92

Hallo liebes Forum.

Ich bin ein 25 Jähriger Mann und denke, dass ich trotzdem hier richtig aufgehoben bin. Ich will mit folgendem Frauen nicht diskreditieren oder ähnliches, aber ich bin einfach nur ein Softie. Ich fühle mich weiblich, wobei die meisten Frauen wahrscheinlich noch männlicher sind als ich. Ich bin einfach nur weich und lieb und zu freundlich für diese Welt. Anstatt Selbstständigkeit und Willenstärke etc. auszustrahlen, was ein Mann mit 25 tun sollte, bin ich einfach nur ein emotionaler verweichlichter Junge, der ich schon immer war. Ich würde lieber den Haushalt machen etc. und mit anderen Müttern um Erziehung reden, als ständig ... Naja ich schweife vom eigentlichen Thema ab.

Ich bin zu weich für diese Welt. Wahrscheinlich hängt das mit dem Suizid meiner Mutter in meinem siebten Lebensjahr zusammen, aber irgendwann sollte ja mal damit gut sein. Ich dachte immer ich hätte das gut verkraftet, habe auch, zumindest immer wenn es wichtig war, z.B. zur Abiphase, bestleistungen erbracht. Aber seit dem Abi lief nichts mehr. Bis zum Abi habe ich mich immer um eine Freundin bemüht und immer nach ein paar Monaten verlassen, schätze mal ich hätte Bindungsängste. Die Freundin die ich als Student gefunden habe, habe ich nie loslassen können, bis Sie es tat. Ich bin immer für sie stundenlang Zug gefahren und habe alles für sie getan und mich untergeordnet. Ich ordne mich allgemein unter. Weil ich keinen Stress haben möchte. Kein Rückgrat. Währenddessen habe ich mein Studium natürlich schleifen lassen, es lief sehr gut mit Freundin und Nebenjob und eigenem WG Zimmer. Ich hätte nie daran gedacht, warum Menschen studieren. Nämlich um sich ein gutes Leben zu ermöglichen mit einem guten Beruf. Naja die Wahl des Berufes. Nach dem Abi habe ich ein Semester auf Lehramt studiert. Nach zwei Fehlversuchen in der Matheklausur habe ich mich exmatrikulieren lassen, weil ich mir sicher war, die bestehst du nicht mehr. Die Fehlversuche kamen dadurch zustande, dass ich automatisch angemeldet worden bin, sowohl erst als auch zweiversuch. Meine Freunde die weiter entfernt wohnten meinten, ich solle bei Ihnen anfangen zu studieren. Da ich keine Ahnung hatte was ich tun soll , hab ich da angefangen. Studienfach lag mir zwar nicht, aber wenn ich nicht blind durch 100km entfernten Nebenjob und Freundin gewesen wäre, wäre deutlich mehr möglich gewesen. Ich habe während der Fahrten nur geschlafen, wenn ich in der WG war, war ich antriebslos und geschlafen, die Lieblingsbeschäftigung meiner Freundin ? Antriebslosigkeit und schlafen. Bilanz ? 9 Fachsemester. Eine handvoll bestandener Prüfungen. Nachdem mich meine Freundin verlassen hat, bin ich nun wach geworden. Irgendwie zu spät. Ich merke wie sehr ich geistig und körperlich eingeschränkt bin. Ich habe immer mal wieder versucht in den semestern, Vorlesungen zu besuchen, so ist es nicht. Bin aber immer überfordert gewesen. Jetzt aktuell ist die Überforderung am größten. Ich komme mit gar nichts klar. Durch den Schock des verlassenwerdens, habe ich eine kettenreaktion von unüberlegten Handlungen losgelöst um mein Leben komplett Richtung abgrund zu treiben. WG gekündigt, Nebenjob gekündigt, exmatrikuliert, bin dabei zu meinen Eltern zu ziehen,  Ausbildungsplatz besorgt, hatte sogar zwei, von denen ich mich für den entschieden habe, der mir weniger Spaß gemacht hat und viel stressiger ist. Ich weiß auch nicht, was bei der Entscheidungsfindung in mich gefahren ist. Ich war beim Hausarzt, er diagnostizierte eine schwere Depression, aus Angst meine Zukunft zu verbauen, bin ich nicht zur klinik gegangen. Nach wochenlangem hin und her hat mich mein Onkel überredet zwei Wochen bei ihm zu bleiben, damit wir ein paar Psychologen aufsuchen. Mein Vater hat vehement dagegenhalten und gesagt wenn ich das tue, kann ich sehen wo ich bleibe. Bei mir zuhause diffamiert man meine psychische Erkrankung, ich solle mich zusammenreißen.

Das alles sieht zwar noch nicht nach vermasseltem Leben aus, jedoch ... 


Ich habe in meinem Leben nie Durchhaltevermögen zeigen können, in nichts was ich begonnen habe. Ok bis auf die Schule. Dass man mir sagt, wenn ich die Ausbildung auch nicht schaffe, ich auf der Straße schlafen darf, hilft mir natürlich auch nicht. Ich habe mir meine alten Schulsachen angeschaut und vertraue meinem Gefühl. Ich werde mein bestes geben, aber ich bin mir schon fast sicher, die Probezeit nicht zu schaffen. Ich setze mich selber so unter Druck und mir macht alles so zu schaffen. Vor allem die bürokratie mit Umzug, meinen Schulden, meiner Depression und einer Familie, die mir nicht weiterhelfen kann. Ich bin von kleinsten überfordert, allein körperpflege.

Ich denke über den Fall nach, die Ausbildung nicht zu schaffen. Im Knast oder auf der Straße würde ich keine zwei Tage üverleben. Wie gesagt, ich bin einfach zu weich. Und psychiatrie ? Ich weiß wie man dort behandelt wird. Ich weiß wie Medikamente einen verändern. Ist dann Suizid das einzige was übrig bleibt ? Selbst da würde ich eher die weichen Methoden bevorzugen, anstatt die, die wohl Männer am meisten ausüben ^^ 

Ich bin einige Szenarien in meinem Kopf durchgegangen, wie es hätte anders werden können. Aber ich bin jedes mal zu dem Schluss gekommen, dass es früher oder später so wie jetzt enden würde. 

Was ich von euch möchte ? Ich weiß es nicht. Hätte ja schließlich durch meinen Onkel die psychologische Hilfe annehmen können. Hab ich aber nicht. Ihr könnt mir vllt verraten, was ich und wie machen könnte, falls ich die Ausbildung nicht schaffen sollte. Ich habe so Angst weiterzuleben. Aber sterben möchte ich auch nicht unbedingt. Aber wenn nichts anderes übrig bleibt...

Hallo,

mir tut es sehr Leid zu lesen, dass du den Suizid deiner Mutter in einem so jungen Alter mit erleben musstest...ich denke Mann hin oder her..es ist  absolut menschlich , dass so ein Ereignis Spuren hinterlässt...:/ Ich denke jeder geht anders damit um..aber wichtig ist , dass man sich erlaubt zu trauern,aber auch -wie du selbst sagtest- an dem Punkt anzukommen, wo man einfach wieder nach vorne schauen muss. Aus Liebe zum eigenen Leben.
Und zur Zeit steht dein ganzes Leben im Wandel. Erstmal find ich es klasse, dass du jetzt eine Ausbildung in der Hand hast. Es ist nur meine Meinung, aber Ich persönlich würde dir empfehlen erstmal knallhart die Ausbildung durchzuziehen, einfach um einen ersten Berufsabschluss in den Händen zu haben. Als Absicherung .
Aber wenn die noch nicht begonnen hat..könntest du auch noch auf den letzten Drücker versuchen wo anders etwas zu ergattern ?? Also wenn du absolut unglücklich bist mit der jetzigen Ausbildung...
Notfalls würde ich um den Lebenslauf zu bereichern vielleicht ein freiwilliges Soziales Jahr machen..oder verschiedene Praktika , ehrenamtliche Arbeit - sowas in der Richtung ?? 

Auch wenn meine persönliche Situation anders ausschaut..kann ich dich doch verstehen bei mir ist es so, dass mein Vater verstorben ist, als ich 17 geworden bin...daraufhin folgte die erste depressive Phase. Direkt danach ist eine 5 jährige Beziehung in die Brüche gegangen. Damit beendete ich auch mein erstes Studium, weil mir alles zu viel wurde. ich fing ein zweites studium an und brach auch dieses ab wo meine neue Beziehung nach meinem Auslandssemester in die Brüche gegangen ist...bin auch zurück zu meiner mutter gezogen,danach hab ich einige Monate an der Kasse gejobbt um mich über Wasser zu halten. Und jetzt habe ich auch ein Ausbildungsplatz in der Hand...ich hab eigtl keine Lust drauf aber ich mache es um einfach einmal was durchgezogen zu haben....

Mann muss irgendwie immer weiter machen..am ende des tunnels ist immer ein Licht

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Von: j9595
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4. Juli 2017 um 3:27
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