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Depression/Burnout - ich brauche Hilfe !

23. Januar um 19:45 Letzte Antwort: 25. Januar um 21:22

Moin, 
also erst einmal zu mir, ich bin 26 Jahre alt und seit 7 Jahren in der Altenpflege tätig.
Zur Zeit geht es mir ziemlich bescheiden.
Ich habe selbst gemerkt, dass ich mich als Person verändert habe, weiß allerdings nicht was der Auslöser dafür war und wann das Ganze angefangen hat.
Zufällig bin ich auf einen Artikel über Burnout gestoßen und konnte mich 1:1 wiederfinden - leider. 
Mir wurde durch den Artikel klar, dass ich ein Problem habe und Hilfe brauche, auch wenn ich mir das noch immer nicht eingestehen will. 
Mal ganz zum Anfang, als ich noch ich war.
Mein Partner und ich haben uns übers Internet kennengelernt, als wir uns kennenlernten, haben wir noch 1 Stunde Autofahrt auseinander gewohnt. 
Schnell stand fest, dass wir uns Eigentum zulegen, dieses haben wir auch im April 2019.
Seit Mai 2019 arbeite ich nun auch in meiner neuen Heimatstadt. 
Ein schönes kleines Pflegeheim, wo man noch Zeit für den Bewohner hat und auch die Kollegen sind super, sowas kannte ich vorher nicht.
Ich war mit allem zufrieden und überglücklich mit meinem Leben.
Ich hatte einen Partner, von dem man nur Träumen kann, eine neue Arbeitsstelle, die mir auch gefällt, obwohl ich nur in der Pflege arbeite um Geld zu verdienen...
Und die Anschaffung von unserem Eigenheim, dass leider noch immer in der Renovierung steckt. 
Und irgendwann, ich weiß nicht genau wann, fing ich an mich zu verändern. 
Ich war immer ein realistischer aber Lebensfroher Mensch, ich habe gerne was mit Freunden, Bekannten und Familie unternommen, bin gerne ausgegangen (Kino, Essen gehen etc. - die Partymaus war ich noch nie).
Zu meinen Hobbys zählten unter anderem zeichnen und schwimmen gehen. 
Lange Rede, kurzer Sinn - Ich bin nicht mehr Ich.
Ich habe kaum noch Kontakt zu Familie und Freunden, auch meine Beziehung leidet sehr unter meiner "Faulheit".
Mein Partner ist selbst überfordert und weiß nicht, wie er mich richtig unterstützen kann um mir aus diesem Loch zu helfen, er passt sich mir immer mehr an und fängt auch an das Leben nicht mehr zu genießen. 
Auf der Arbeit bin ich zunehmend gereizter, kraftlos und erschöpft, meinen Soll erreiche ich nur noch mit hängen und würgen, langes laufen und stehen fällt mir zunehmend schwerer. 
Ich brauche immer mehr und längere Erholungspausen, die trotzdem nicht zur gewünschten Erholung beitragen.
Auch privat bin ich schneller gereizt, weine sehr viel, esse und trinke kaum noch, schlafe viel - auch mal 2 Tage am Stück. 
Die kleinsten alltäglichen Dinge, wie duschen sind manchmal nicht zu schaffen für mich - 4 Tage am Stück keine Dusche gesehen. 
Ich bin gefesselt ans Sofa und stehe höchstens auf, wenn ich auf Toilette muss. 
An Einkaufen und kochen ist gar nicht mehr zu denken. 
Auch körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, starke Magenschmerzen, unerklärliche Durchfälle, Haarausfall und Hautausschlag kamen dazu - kann ja auch alles mal sein, was falsches gegessen oder so ... 
Ab und zu hatte ich noch Hochphasen, sodass ich mich dazu aufraffen konnte, einkaufen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen und mal wieder sinnvolle Zeit mit meinem Partner zu genießen. 
Ich fühle mich auch überhaupt nicht krank, nur fürchterlich erschöpft und faul.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich mir selbst nur einrede, dass ich erschöpft bin und Hilfe brauche - andere kriegen ihr Leben doch auch auf die Reihe, warum ist das bloß so schwer für mich. 
Dann komme ich an den Punkt, mich selbst nieder zu machen, dass nur ich selbst was ändern kann und selbst Schuld bin das es mir schlecht geht, ich bin einfach faul und nutzlos. 
Ich glaube, ich brauche professionelle Hilfe - was meint ihr ? 
 

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23. Januar um 21:31

ja, ich würde Dir auch zur professionellen Hilfe raten.

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24. Januar um 23:56

Was ist mit Energiemangel , dafür gibts ja toiletten oder Ernährungsumstellung und Sport? z.b. joggen gehen Auch das kann sich positiv auf deinen Körper auswirken.
Ansonsten musst du wohl aber auch mal dringend zum Arzt, der dich genauer checkt, muss ja nicht zwangsläufig ein psyschisches Probelm sein.

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24. Januar um 23:57

Hab ich echt Toiletten geschrieben? Sry ich meinte natürlich Tabletten.

Evtl brauchst du auch einige Phasen wo du dich wohler fühlst, dass ihr was gemeinsam macht und euch erholt, Waldspaziergang, schwimmen oder sowas als Ausgleich.

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25. Januar um 7:21
In Antwort auf user1940793383

Moin, 
also erst einmal zu mir, ich bin 26 Jahre alt und seit 7 Jahren in der Altenpflege tätig.
Zur Zeit geht es mir ziemlich bescheiden.
Ich habe selbst gemerkt, dass ich mich als Person verändert habe, weiß allerdings nicht was der Auslöser dafür war und wann das Ganze angefangen hat.
Zufällig bin ich auf einen Artikel über Burnout gestoßen und konnte mich 1:1 wiederfinden - leider. 
Mir wurde durch den Artikel klar, dass ich ein Problem habe und Hilfe brauche, auch wenn ich mir das noch immer nicht eingestehen will. 
Mal ganz zum Anfang, als ich noch ich war.
Mein Partner und ich haben uns übers Internet kennengelernt, als wir uns kennenlernten, haben wir noch 1 Stunde Autofahrt auseinander gewohnt. 
Schnell stand fest, dass wir uns Eigentum zulegen, dieses haben wir auch im April 2019.
Seit Mai 2019 arbeite ich nun auch in meiner neuen Heimatstadt. 
Ein schönes kleines Pflegeheim, wo man noch Zeit für den Bewohner hat und auch die Kollegen sind super, sowas kannte ich vorher nicht.
Ich war mit allem zufrieden und überglücklich mit meinem Leben.
Ich hatte einen Partner, von dem man nur Träumen kann, eine neue Arbeitsstelle, die mir auch gefällt, obwohl ich nur in der Pflege arbeite um Geld zu verdienen...
Und die Anschaffung von unserem Eigenheim, dass leider noch immer in der Renovierung steckt. 
Und irgendwann, ich weiß nicht genau wann, fing ich an mich zu verändern. 
Ich war immer ein realistischer aber Lebensfroher Mensch, ich habe gerne was mit Freunden, Bekannten und Familie unternommen, bin gerne ausgegangen (Kino, Essen gehen etc. - die Partymaus war ich noch nie).
Zu meinen Hobbys zählten unter anderem zeichnen und schwimmen gehen. 
Lange Rede, kurzer Sinn - Ich bin nicht mehr Ich.
Ich habe kaum noch Kontakt zu Familie und Freunden, auch meine Beziehung leidet sehr unter meiner "Faulheit".
Mein Partner ist selbst überfordert und weiß nicht, wie er mich richtig unterstützen kann um mir aus diesem Loch zu helfen, er passt sich mir immer mehr an und fängt auch an das Leben nicht mehr zu genießen. 
Auf der Arbeit bin ich zunehmend gereizter, kraftlos und erschöpft, meinen Soll erreiche ich nur noch mit hängen und würgen, langes laufen und stehen fällt mir zunehmend schwerer. 
Ich brauche immer mehr und längere Erholungspausen, die trotzdem nicht zur gewünschten Erholung beitragen.
Auch privat bin ich schneller gereizt, weine sehr viel, esse und trinke kaum noch, schlafe viel - auch mal 2 Tage am Stück. 
Die kleinsten alltäglichen Dinge, wie duschen sind manchmal nicht zu schaffen für mich - 4 Tage am Stück keine Dusche gesehen. 
Ich bin gefesselt ans Sofa und stehe höchstens auf, wenn ich auf Toilette muss. 
An Einkaufen und kochen ist gar nicht mehr zu denken. 
Auch körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, starke Magenschmerzen, unerklärliche Durchfälle, Haarausfall und Hautausschlag kamen dazu - kann ja auch alles mal sein, was falsches gegessen oder so ... 
Ab und zu hatte ich noch Hochphasen, sodass ich mich dazu aufraffen konnte, einkaufen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen und mal wieder sinnvolle Zeit mit meinem Partner zu genießen. 
Ich fühle mich auch überhaupt nicht krank, nur fürchterlich erschöpft und faul.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich mir selbst nur einrede, dass ich erschöpft bin und Hilfe brauche - andere kriegen ihr Leben doch auch auf die Reihe, warum ist das bloß so schwer für mich. 
Dann komme ich an den Punkt, mich selbst nieder zu machen, dass nur ich selbst was ändern kann und selbst Schuld bin das es mir schlecht geht, ich bin einfach faul und nutzlos. 
Ich glaube, ich brauche professionelle Hilfe - was meint ihr ? 
 

Hallo,

was du beschreibst klingt nach Erschöpfungsdepression, ein oft unterschätztes Krankheitsbild. Sie entsteht häufig bei Dauerbelastung oder bei Personen, die dazu neigen sich anzupassen. In deinem Job bist du einer permanenten Dauerbelastung ausgesetzt, die sowohl körperlich, wie auch emotional begründet liegt. Zusammenzug mit dem Partner und Erschaffung eines Eigenheims. Wow, eine ganze Menge. 

Eine ärztliche Abklärung halte ich für absolut Notwendig. Dies geschieht in aller Regel im ersten Schritt durch den Hausarzt. Im zweiten Schritt der Gang zum Psychotherapeut. 

Wenn du dich heute putzmunter fühlen würdest, was würdest du tun?

VG Sis

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25. Januar um 12:01
In Antwort auf dawnclaude

Hab ich echt Toiletten geschrieben? Sry ich meinte natürlich Tabletten.

Evtl brauchst du auch einige Phasen wo du dich wohler fühlst, dass ihr was gemeinsam macht und euch erholt, Waldspaziergang, schwimmen oder sowas als Ausgleich.

Danke für deine Antwort.
Ich habe mir schon einige Methoden zur Selbsthilfe durchgelesen, die ich teilweise schon umgesetzt habe.
Seit gestern nehme ich einige pflanzliche Präparate, zudem versuche ich mehr zu trinken und regelmäßig zu essen.
Ein Termin beim Hausarzt wurde schon vereinbart.

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25. Januar um 12:04
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

was du beschreibst klingt nach Erschöpfungsdepression, ein oft unterschätztes Krankheitsbild. Sie entsteht häufig bei Dauerbelastung oder bei Personen, die dazu neigen sich anzupassen. In deinem Job bist du einer permanenten Dauerbelastung ausgesetzt, die sowohl körperlich, wie auch emotional begründet liegt. Zusammenzug mit dem Partner und Erschaffung eines Eigenheims. Wow, eine ganze Menge. 

Eine ärztliche Abklärung halte ich für absolut Notwendig. Dies geschieht in aller Regel im ersten Schritt durch den Hausarzt. Im zweiten Schritt der Gang zum Psychotherapeut. 

Wenn du dich heute putzmunter fühlen würdest, was würdest du tun?

VG Sis

Danke für deine Antwort.
Erschöpfungsdepression ist mir noch gar nicht in den Sinn gekommen.

Wenn ich heute putzmunter wäre und nicht arbeiten müsste, würde ich wohl mit meinem Partner einkaufen gehen und gemeinsam Zeit mit ihm verbringen.

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25. Januar um 17:15
In Antwort auf user1940793383

Moin, 
also erst einmal zu mir, ich bin 26 Jahre alt und seit 7 Jahren in der Altenpflege tätig.
Zur Zeit geht es mir ziemlich bescheiden.
Ich habe selbst gemerkt, dass ich mich als Person verändert habe, weiß allerdings nicht was der Auslöser dafür war und wann das Ganze angefangen hat.
Zufällig bin ich auf einen Artikel über Burnout gestoßen und konnte mich 1:1 wiederfinden - leider. 
Mir wurde durch den Artikel klar, dass ich ein Problem habe und Hilfe brauche, auch wenn ich mir das noch immer nicht eingestehen will. 
Mal ganz zum Anfang, als ich noch ich war.
Mein Partner und ich haben uns übers Internet kennengelernt, als wir uns kennenlernten, haben wir noch 1 Stunde Autofahrt auseinander gewohnt. 
Schnell stand fest, dass wir uns Eigentum zulegen, dieses haben wir auch im April 2019.
Seit Mai 2019 arbeite ich nun auch in meiner neuen Heimatstadt. 
Ein schönes kleines Pflegeheim, wo man noch Zeit für den Bewohner hat und auch die Kollegen sind super, sowas kannte ich vorher nicht.
Ich war mit allem zufrieden und überglücklich mit meinem Leben.
Ich hatte einen Partner, von dem man nur Träumen kann, eine neue Arbeitsstelle, die mir auch gefällt, obwohl ich nur in der Pflege arbeite um Geld zu verdienen...
Und die Anschaffung von unserem Eigenheim, dass leider noch immer in der Renovierung steckt. 
Und irgendwann, ich weiß nicht genau wann, fing ich an mich zu verändern. 
Ich war immer ein realistischer aber Lebensfroher Mensch, ich habe gerne was mit Freunden, Bekannten und Familie unternommen, bin gerne ausgegangen (Kino, Essen gehen etc. - die Partymaus war ich noch nie).
Zu meinen Hobbys zählten unter anderem zeichnen und schwimmen gehen. 
Lange Rede, kurzer Sinn - Ich bin nicht mehr Ich.
Ich habe kaum noch Kontakt zu Familie und Freunden, auch meine Beziehung leidet sehr unter meiner "Faulheit".
Mein Partner ist selbst überfordert und weiß nicht, wie er mich richtig unterstützen kann um mir aus diesem Loch zu helfen, er passt sich mir immer mehr an und fängt auch an das Leben nicht mehr zu genießen. 
Auf der Arbeit bin ich zunehmend gereizter, kraftlos und erschöpft, meinen Soll erreiche ich nur noch mit hängen und würgen, langes laufen und stehen fällt mir zunehmend schwerer. 
Ich brauche immer mehr und längere Erholungspausen, die trotzdem nicht zur gewünschten Erholung beitragen.
Auch privat bin ich schneller gereizt, weine sehr viel, esse und trinke kaum noch, schlafe viel - auch mal 2 Tage am Stück. 
Die kleinsten alltäglichen Dinge, wie duschen sind manchmal nicht zu schaffen für mich - 4 Tage am Stück keine Dusche gesehen. 
Ich bin gefesselt ans Sofa und stehe höchstens auf, wenn ich auf Toilette muss. 
An Einkaufen und kochen ist gar nicht mehr zu denken. 
Auch körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, starke Magenschmerzen, unerklärliche Durchfälle, Haarausfall und Hautausschlag kamen dazu - kann ja auch alles mal sein, was falsches gegessen oder so ... 
Ab und zu hatte ich noch Hochphasen, sodass ich mich dazu aufraffen konnte, einkaufen zu gehen, mich mit Freunden zu treffen und mal wieder sinnvolle Zeit mit meinem Partner zu genießen. 
Ich fühle mich auch überhaupt nicht krank, nur fürchterlich erschöpft und faul.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich mir selbst nur einrede, dass ich erschöpft bin und Hilfe brauche - andere kriegen ihr Leben doch auch auf die Reihe, warum ist das bloß so schwer für mich. 
Dann komme ich an den Punkt, mich selbst nieder zu machen, dass nur ich selbst was ändern kann und selbst Schuld bin das es mir schlecht geht, ich bin einfach faul und nutzlos. 
Ich glaube, ich brauche professionelle Hilfe - was meint ihr ? 
 

wieso lässt du dich nicht mal durchchecken?  BlutAbnahme ....   

wieso nimmt man sowas so lange hin?

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25. Januar um 21:22
In Antwort auf carina2019

wieso lässt du dich nicht mal durchchecken?  BlutAbnahme ....   

wieso nimmt man sowas so lange hin?

Einen Termin beim Hausarzt habe ich Anfang Februar, da werde ich mir definitiv Blut abnehmen lassen. 
Warum ich diesen Zustand so lange hingenommen habe - weil ich immer mal wieder Hochphasen hatte und ich mir nicht eingestehen wollte, dass ich auch mal "krank" werden kann und Hilfe benötige. 
Zudem kommt noch der Druck durch die Arbeit, da ich mein Team nicht durch eine Krankmeldung belasten möchte - in der Pflege ist das Personal ja leider knapp berechnet.

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