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Demütigung auf Arbeit durch Gatten - was tun ?

11. Januar 2012 um 9:30

Hi,
mein Mann und ich arbeiten in der gleichen Firma, im gleichen Büro und übergangsweise am gleichen Tisch. Da ich nur 40% arbeite, sollte ich vor einem halben Jahr (für 2-3 Monate) meinen Tisch einer neuen Kollegin zur Vefügung stellen, damit sie durch meinen Mann (Tisch daneben) angelernt werden kann. Ich war zwischenzeitlich in einem anderen Büro, arbeite aber oft von zu Hause aus. Somit habe ich es akzeptiert. Nach 4 Monaten haben mein Mann und ich uns geeinigt, uns an einen Tisch zu quetschen, da er eh meist woanders ist und ich selten da bin.
Nun: Mein Mann hatte schon zu Hause komische Laune, aber es ging so, wir hatten Hochzeitstag und ich war an "unserem" Tisch und klärte schnell dort etwas mit einer Kollegin ab. Plötzlich kommt er, er müsse sofort an seinen Platz. Ich sagte, wir brauchen nur 5 Minuten. Ich wußte, daß 5 Minuten Verzögerung bei ihm kein Problem sind. Aber er war einfach blöd drauf (er hat mich vorher schon komisch behandelt) und schrie plötzlich rum, das wäre ja das allerletzte und das könne es ja wohl nicht geben. Ich sagte, wir sind gleich fertig, aber er könne ja zur Vorgesetzten gehen und fragen, wann ich endlich wieder meinen Arbeitsplatz bekäme. Die kam an, ich habe die restlichen 2 Minuten trotz Streß fertig gemacht (das sehe ich echt nicht ein, wenn 2 Leute neu anfangen müssen wegen so kurzer Zeit). Die Vorgesetzte versprach mir nun endlich (nochmal übergangsweise) ein anderes Büro, das endlich frei wurde. Und sie sagte: Nun ja, es ist sein Arbeitsplatz, da müsse ich zurückstehen.
So - nun: Ich sehe das ein bißchen anders. Er war mit der Tischteilung einverstanden (Die 5 Minuten standen in keinem Verhältnis). Deshalb zurückzustehen (wegen 5 Minuten) empfinde ich als nicht in Ordnung. Keinen eigenen Arbeitsplatz zu haben, ging mir schon lange auf die Nerven. Ich habe es schon zweimal angesprochen. Aber ich bleibe in der Firma immer freundlich und lasse private Launen zu Hause. Soll ich das bei der Vorgesetzten nochmal ansprechen? Ich fühle mich irgendwie herumgestoßen. Wegen der Sache mit meinem Mann bin ich eh durcheinander. Ich breche (hier zu Hause) ständig in Tränen aus, bin wütend. Ich weiß gar nichts mehr.

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11. Januar 2012 um 11:11

Arbeit und privat sollte getrennt sein
Hi - Danke für Deine Worte,
ich meinte das mit der Vorgesetzten auch nur in Bezug auf das Zurückstehen an "seinem" Arbeitsplatz. Vielleicht denke ich falsch, aber ich sehe das nicht so. Ich finde das nicht fair. Wie siehst Du das ?
Ich habe ja gar keinen Arbeitsplatz. In dem angebotenen Büro geht es nicht. Dort kann ich nicht arbeiten (vielquasselnde Kollegin im Raum, nicht passendes Aufgabengebiet). Hatte es 3 Monate probiert. Das Problem waren nicht die Tische, sondern ein Umbau in der Firma. Solange war kein Platz. Tische waren gestalpelt in einer Ecke. Sonst hätte ich es gar nicht akzeptiert. Seit gestern erst gibt es einen weiteren Platz. Auch wenn der Umbau noch nicht fertig ist. Die Vorgesetzte ist ansonsten auch mit mir einig, daß sein Verhalten fehl am Platz war und sowas nach Hause gehört. Vordergründig war sein Angriff firmentechnisch: Sein Platz, ich räum ihn nicht (es ging um 5 Minuten!), daß Kollegin (egal jetzt ob seine Frau oder nicht) keinen Platz hat, ist nicht sein Problem.
Weinen: Ich bin gerade allein, der Frust muß raus. Probleme mit ihm hatte ich schon oft. Ich habe auf Grund der Erfahrung beschlossen, mir das beste aus diesem Zusammenleben zu holen und ansonsten für mich alleine einzustehen. Ich lasse das nicht mehr an mich ran: Privat. Aber ein Angriff dieser Art in der Firma? Das ist bescheuert! Und unfair.
Ich habe gestern gesagt, daß das nicht okay war. Antwort: Du bist nicht Gott!
Ich habe keine Lust darüber zu sprechen. Das ist er nicht wert.
Ich möchte nur selbst wieder stabil werden und darüber stehen.
Ich habe noch nicht mal Lust, daß meine Kinder diesen Krampf mitkriegen. Die haben uns zum Hochzeitstag so schöne Geschenke gemacht. Das ist doch wichtig. Leben. Sich von sows nicht unterkriegen lassen. Aber dazu muß man richtig reagieren. Wie erreiche ich das?
Wenn ich rede, bin ich verloren. Kenn ich schon. Er kann fantastisch gut einem die Worte im Mund rumdrehen und zum Idioten abstempeln. Dann bezieht er die Kinder mit ein.

Ich will auch keinen Machtkampf. Ich habe genug "Macht". Ich will nur meine Ruhe und in Ruhe meinen Kindern das Leben mit allen Facetten, Fröhlichkeiten und Normalitäten zeigen. Mann hin oder her.

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11. Januar 2012 um 14:07

Du sprichst mir aus dem Herzen
Als Partner habe ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Gott sei Dank, sonst wäre ich alle Nase lang frustriert. Wir waren mal ein unschlagbar gutes Team auf Arbeit. Ich war da und habe ihn zur Verstärkung ins Team geholt. Er war die ganzen Erziehungsjahre über alleine da. Nun bin ich seit 4 Jahren wieder dabei und wir kreuzen uns nicht, sondern ergänzen uns. (Abgesehen vom Tisch). Machtkampf komplett unnötig. Aber ich sehe ihn tatsächlich nur an zwei Vormittagen die Woche, am WE und teilweise abends (Nachts sind die Augen zu). Also nicht soviel. Ich sehe tatsächlich keinen Grund für diese Aktion. Aber sie war da und war idiotisch. Ich habe tatsächlich über eine Kündigung nachgedacht. Nur: Ich liebe meine Arbeit, ich habe einen supertollen Heimarbeitsplatz, ich habe in meiner Arbeit Anerkennung. Ich kann sie gut. Ich komme auch mit den Kollegen und dem Chef gut klar. Warum sollte ich eigentlich klein beigeben und gehen ? Mein Mann schimpft ständig auf alles und jedes. Ist immer unzufrieden (macht aber irre Überstunden für die Kunden). In 8 Jahren ist er im Rentenalter. Er würde gerne früher gehen. Ich halte ihn nicht für fähig, die 7 und 9jährigen Kinder bald hauptsächlich zu erziehen. Er ist zu alt, um diese aktiven Kinder und ihre Wünsche zu fördern und würde sie ständig drosseln. Sollen sie noch ein bißchen selbständiger werden. Solange wollte ich eigentlich meine verlässliche Basis nicht ändern. (Außer ich werde dazu gezwungen). Ich wollte nicht finanziell abhängig sein.
Ich möchte gerne mich selbst in der Form ändern, daß es mir schnuppe ist. Ich habe viel gelernt in den letzten Jahren. Dieser Angriff war ein neuer. Ich bin offiziell der Sache, glaube ich, gut begegnet, aber privat tut es mir nicht gut.
Blöd ist einfach, es schlägt auf die Konzentration, auf die Psyche (auch wenn ich so einiges abkann, will ich es nicht ständig). Und meine Muskeln sind wahnsinnig verspannt. Den 9. Hochzeitstag habe ich mir definitiv anders vorgestellt!

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16. Januar 2012 um 23:28

Ist da noch liebe im spiel?
Ich vermisse bei all den Überlegungen deine Gefühle. Du wirkst auf mich sehr abgeklärt, stumpf und hinter der Fassade unendlich traurig.

Liebst du deinen Mann denn, liebt er dich? Es liest sich so, als hättest du dir eine Co-Existenz in deiner Ehe geschaffen. Du baust dir eine eigene kleine Nebenwelt, in der deine Regeln gelten, statt dich mit deinem Mann auseinander zu setzen.

Vielleicht wäre ein kleiner Vilkanausbruch von deiner Seite mal nicht verkehrt. Bis hier hin und nicht weiter Freundchen!!! Männer sind rational gestrickt, die brauchen's manchmal überdeutlich. Lass ihn wissen, wie sein Verhalten bei dir ankommt. Z.B.: Wenn du mich wegen der fünf Minuten so bloßstellst, fühle ich mich herabgesetzt und das ärgert mich. Ich erwarte von dir, dass du mich auch meine Arbeit erledigen lässt.

Und mach dir Gedanken worum es wirklich geht. Fühlst du dich nicht im Allgemeinen gefangen? Es klingt zumindest so.

Alles Gute

Lg ypsilon

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17. Januar 2012 um 7:47
In Antwort auf ypsilon23

Ist da noch liebe im spiel?
Ich vermisse bei all den Überlegungen deine Gefühle. Du wirkst auf mich sehr abgeklärt, stumpf und hinter der Fassade unendlich traurig.

Liebst du deinen Mann denn, liebt er dich? Es liest sich so, als hättest du dir eine Co-Existenz in deiner Ehe geschaffen. Du baust dir eine eigene kleine Nebenwelt, in der deine Regeln gelten, statt dich mit deinem Mann auseinander zu setzen.

Vielleicht wäre ein kleiner Vilkanausbruch von deiner Seite mal nicht verkehrt. Bis hier hin und nicht weiter Freundchen!!! Männer sind rational gestrickt, die brauchen's manchmal überdeutlich. Lass ihn wissen, wie sein Verhalten bei dir ankommt. Z.B.: Wenn du mich wegen der fünf Minuten so bloßstellst, fühle ich mich herabgesetzt und das ärgert mich. Ich erwarte von dir, dass du mich auch meine Arbeit erledigen lässt.

Und mach dir Gedanken worum es wirklich geht. Fühlst du dich nicht im Allgemeinen gefangen? Es klingt zumindest so.

Alles Gute

Lg ypsilon

Ja - ist schon so...
Es ist tatsächlich eher eine Wohngemeinschaft. Gemeinsamkeiten: Kinder, Lesen, wenn Sex, dann guten.
Wir halten uns gegenseitig den Rücken frei, eine zeitlang kommt die Erinnerung an die Anfangsliebe hoch (fühlt sich dann auch so an). Wir hätten am liebsten uns als Partner, kriegen es aber nicht so ganz gebacken. Ich fühle mich zu Hause nicht gefangen, da es dort tatsächlich nach meinen und den Regeln der Kinder geht. Papa ist ja kaum zu Hause. Auf Arbeits sieht das seit letzter Woche anders aus. Ich will mich nicht mit ihm auf eine Stufe runterstellen. Ich habe mit unserer Vorgesetzten doch nochmal gesprochen. Sie kannte eigentlich nur seine Beschwerde und das war mir zu einseitig. Ich möchte dort keine privaten Sachen, ich wíll dort nur Kollegin sein. Ich habe jetzt wieder einen interims-Arbeitsplatz, aber ich fühle mich nicht mehr wohl. Obwohl ich vorher da hin wollte, fühle ich mich jetzt, wie abgeschoben. Doof - oder ?
Ich kann keinen Respekt empfinden, wenn ich so respektlos behandelt werde.

Ich habe öfter über Trennung nachgedacht, jedoch bislang festgestellt, daß ein einigermaßen friedliches Nebeneinander immer noch bequemer für alle ist, als eine Trennung, in der keiner weiß, wo er hingehört. Wir streiten schlichtweg nur noch sehr selten, da es sich meistens nicht lohnt und wir vor einigen Jahren sehr viel gestritten haben und eigentlich alles schonmal gesagt wurde.
Knackpunkt ist, daß ich nicht getrennt sein möchte und auf Arbeit zusammen. Da ich eine gute Arbeitsstelle habe, möchte ich sie eigentlich nicht kündigen. Habe aber seit letzter Woche öfter darüber nachgedacht.

Klar hätte ich gerne eine tolle Beziehung mit mehr Kuscheln und dauerhaftem Respekt. Aber das liegt nicht auf der Straße rum. Irgendwie, auch wenn ihr mich alle für bescheuert haltet, hätte ich lieber an dieser Beziehung gearbeitet. Bis letzter Woche. Wir haben soviel dazugelernt. Gerade ist mir aber sehr die Lust vergangen.
Ich will nicht jedes Jahr einmal über sowas nach denken. Ich hätte gerne einfach eine Familie. Meine Familie.

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17. Januar 2012 um 23:34
In Antwort auf mundtot

Ja - ist schon so...
Es ist tatsächlich eher eine Wohngemeinschaft. Gemeinsamkeiten: Kinder, Lesen, wenn Sex, dann guten.
Wir halten uns gegenseitig den Rücken frei, eine zeitlang kommt die Erinnerung an die Anfangsliebe hoch (fühlt sich dann auch so an). Wir hätten am liebsten uns als Partner, kriegen es aber nicht so ganz gebacken. Ich fühle mich zu Hause nicht gefangen, da es dort tatsächlich nach meinen und den Regeln der Kinder geht. Papa ist ja kaum zu Hause. Auf Arbeits sieht das seit letzter Woche anders aus. Ich will mich nicht mit ihm auf eine Stufe runterstellen. Ich habe mit unserer Vorgesetzten doch nochmal gesprochen. Sie kannte eigentlich nur seine Beschwerde und das war mir zu einseitig. Ich möchte dort keine privaten Sachen, ich wíll dort nur Kollegin sein. Ich habe jetzt wieder einen interims-Arbeitsplatz, aber ich fühle mich nicht mehr wohl. Obwohl ich vorher da hin wollte, fühle ich mich jetzt, wie abgeschoben. Doof - oder ?
Ich kann keinen Respekt empfinden, wenn ich so respektlos behandelt werde.

Ich habe öfter über Trennung nachgedacht, jedoch bislang festgestellt, daß ein einigermaßen friedliches Nebeneinander immer noch bequemer für alle ist, als eine Trennung, in der keiner weiß, wo er hingehört. Wir streiten schlichtweg nur noch sehr selten, da es sich meistens nicht lohnt und wir vor einigen Jahren sehr viel gestritten haben und eigentlich alles schonmal gesagt wurde.
Knackpunkt ist, daß ich nicht getrennt sein möchte und auf Arbeit zusammen. Da ich eine gute Arbeitsstelle habe, möchte ich sie eigentlich nicht kündigen. Habe aber seit letzter Woche öfter darüber nachgedacht.

Klar hätte ich gerne eine tolle Beziehung mit mehr Kuscheln und dauerhaftem Respekt. Aber das liegt nicht auf der Straße rum. Irgendwie, auch wenn ihr mich alle für bescheuert haltet, hätte ich lieber an dieser Beziehung gearbeitet. Bis letzter Woche. Wir haben soviel dazugelernt. Gerade ist mir aber sehr die Lust vergangen.
Ich will nicht jedes Jahr einmal über sowas nach denken. Ich hätte gerne einfach eine Familie. Meine Familie.

Kann ich nachvollziehen
Leider ist es in einer Beziehung ja so, dass man ständig daran arbeiten muss. Die Liebe muss ständig gegossen und gedüngt werden. Ihr seid glaub ich an einem Punkt, wo ihr euch fragt: Und nun? Wenn man lange zusammen ist fragt man sich vielleicht auch, wer man ohne den Partner wäre und was man noch erreichen kann und will.

Du wirkst auf mich einerseits wie eine absolute Powerfrau und andererseits sind dir die Auseinandersetzungen zu anstrengend. Ich denke aber es wäre sehr schade, wenn eine intelligente Powerfrau sich dem Zahn der Zeit und der Gewohnheit beugt und aufgibt. Du kannst mit Sicherheit auf einige Erfolge in Beruf und Familie zurückblicken und das sollte dir die Kraft geben, weiterhin für das einzustehen, was du für richtig hältst. Eine Partnerschaft ist immer mit Kompromissen verbunden, aber nicht mit: Du hast recht und ich meine Ruhe.

Wenn du mit deinem Job nicht mehr so zufrieden bist, wäre es ja vielleicht doch ganz gut, wenn du ihn wechselst. Das sehe ich dann nicht als aufgeben sondern als Optimierung. Ich finde es ohnehin schwierig mit dem Partner in einer Firma zu arbeiten. Man rückt sich ständig auf die Pelle, hat sich nix zu erzählen am Abend und es macht auch irgendwie unsexy, wenn der Partner immer "Zugriff" auf einen hat.

Hättest du nicht Lust auf eine neue Aufgabe? Das würde gleich einige Prombleme auf einmal lösen. Du kannst DICH neu entfalten, triffst beue Menschen, bekommst neue Impulse, dein Mann kann seinen Tisch geschenkt haben und vielleicht zieht ihr euch dann auch wieder mehr an und eure Beziehung mutiert nicht zur Zweckehe.

Ich fänd's schön, wenn du nochmal durchstartest.

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18. Januar 2012 um 23:01

Da trifft vieles zu, aber....
Hi arabella,
Danke für Deine Gedanken. Viele Deiner Gedanken treffen zu - er ist nicht mehr so fit für viele Dinge wie ich, er ist massiv überfordert, wir haben uns beide verändert (allerdings eher zueinander, statt von einander weg). Frauenproblem - hat er bestimmt auch, allerdings suchte er immer die selbstbewußten Frauen. Solange ich ihn nicht brauche, sondern einfach nur zufrieden da bin, ist alles prima. Wenn ich selbst eine Stütze brauche (gott sei dank schon länger nicht mehr nötig), dann wirds übel. Dann wird er richtig fies. Hierfür habe ich nach einigen Erfahrungen meinen Notfallplan. Ich wollte mich eigentlich nicht trennen, aber der Notfallplan läßt manchmal daran denken, daß es möglich sein sollte.
Paartherapie hatten wir schon vor längerer Zeit, auf seine Idee hin. er fand jedoch die Therapie dann nicht gut. Wir sind gut 7 Jahre danach noch zusammen. Er wurde verständnisvoller. Die Kinder sind älter, ich habe mehr Kraft.
Aber was auch immer. Wir hatten keinen Streit, es ist nichts irgendwie vorgefallen, er hat mir noch Blumen und eine Karte zum Hochzeitstag hingestellt und ging zur Arbeit. Als ich 1 Stunden später ankam, hatte er schon so eine Art drauf, kaum merklich, aber für mich spürbar, daß er irgendwie fies wird. Und dann hats plötzlich geknallt. Vor allen Kollegen. Ich weiß bis jetzt noch nicht warum. Ich weiß nicht, wie damit umgehen. Aktuell habe ich mich komplett zurückgezogen. Aber das kann nicht ewig gehen. Auf Arbeit flattern plötzlich meine Nerven (ich habe jetzt einen eigenen Arbeitsplatz.)
Ach sch.... Gott sei Dank bin ich nur alle 2 Tage dort.

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18. Januar 2012 um 23:23
In Antwort auf logged

Kann ich nachvollziehen
Leider ist es in einer Beziehung ja so, dass man ständig daran arbeiten muss. Die Liebe muss ständig gegossen und gedüngt werden. Ihr seid glaub ich an einem Punkt, wo ihr euch fragt: Und nun? Wenn man lange zusammen ist fragt man sich vielleicht auch, wer man ohne den Partner wäre und was man noch erreichen kann und will.

Du wirkst auf mich einerseits wie eine absolute Powerfrau und andererseits sind dir die Auseinandersetzungen zu anstrengend. Ich denke aber es wäre sehr schade, wenn eine intelligente Powerfrau sich dem Zahn der Zeit und der Gewohnheit beugt und aufgibt. Du kannst mit Sicherheit auf einige Erfolge in Beruf und Familie zurückblicken und das sollte dir die Kraft geben, weiterhin für das einzustehen, was du für richtig hältst. Eine Partnerschaft ist immer mit Kompromissen verbunden, aber nicht mit: Du hast recht und ich meine Ruhe.

Wenn du mit deinem Job nicht mehr so zufrieden bist, wäre es ja vielleicht doch ganz gut, wenn du ihn wechselst. Das sehe ich dann nicht als aufgeben sondern als Optimierung. Ich finde es ohnehin schwierig mit dem Partner in einer Firma zu arbeiten. Man rückt sich ständig auf die Pelle, hat sich nix zu erzählen am Abend und es macht auch irgendwie unsexy, wenn der Partner immer "Zugriff" auf einen hat.

Hättest du nicht Lust auf eine neue Aufgabe? Das würde gleich einige Prombleme auf einmal lösen. Du kannst DICH neu entfalten, triffst beue Menschen, bekommst neue Impulse, dein Mann kann seinen Tisch geschenkt haben und vielleicht zieht ihr euch dann auch wieder mehr an und eure Beziehung mutiert nicht zur Zweckehe.

Ich fänd's schön, wenn du nochmal durchstartest.

Hallo logged
Hm - wie schon gesagt, arbeite ich gerne an der Beziehung. Wenn ich lese, was Du schreibst, hätte ich Dir (bei anderen) zugestimmt. Nun - entweder läuft hier was anders, oder ich verdränge es. Wir sehen uns auf Arbeit nicht so oft. Wir sprechen abends fast nur über die Arbeit (seit einer Woche rede ich nichts mehr. Soll er mal anfangen, wenn noch was zu sagen ist). Unsexy - gar nicht. Den Partner in qualifizierter Position zu erleben, ist erregender als im Jogginganzug mit Kindern zu Hause.
Da wir uns über die Arbeit kennen gelernt haben und ziemlich unterschiedlich sind, denke ich fast, die Ehe zerbricht schneller, wenn die Arbeit uns nicht mehr verbindet. Wer weiß, vielleicht auch nicht.
Eigentlich habe ich gerade eine neue Aufgabe. Jedoch ehrenamtlich - also nichts für den Lebensunterhalt. Ich darf mein Hobby gerade wie ein Profi ausleben und das in meinem Alter. Das ist irre. Mein Mann ist stolz auf mich und meine Kinder (die voll dabei sind). Das, was er auf Arbeit darstellt, habe ich gerade in meinem Hobby. Das wird wieder vorbeigehen. Es berührt ihn nicht, außer, daß es mich sehr entspannt, was ihn freut.
Die Kraft und die Erfolge von denen Du sprichst, sind da. Warum ich mich so still verhalte: Ich bin ratlos! Der Erfahrung nach, egal, was ich sagen würde, er würde es einfach gegen mich umdrehen. Das hindert mich am sprechen.
Würde ich auf ihn zugehen und ihn umarmen, wäre alles super. - Aber ich mag nicht !Ich bin immer noch wie gelähmt. Keine Ahnung warum.
Aber die Gespräche mit Euch und Eure Gedanke tun mir sehr gut. Auch wenn ich anscheinend irgendwas noch nicht begriffen habe.... sonst wäre ich nicht so ratlos.

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18. Januar 2012 um 23:29
In Antwort auf mundtot

Hallo logged
Hm - wie schon gesagt, arbeite ich gerne an der Beziehung. Wenn ich lese, was Du schreibst, hätte ich Dir (bei anderen) zugestimmt. Nun - entweder läuft hier was anders, oder ich verdränge es. Wir sehen uns auf Arbeit nicht so oft. Wir sprechen abends fast nur über die Arbeit (seit einer Woche rede ich nichts mehr. Soll er mal anfangen, wenn noch was zu sagen ist). Unsexy - gar nicht. Den Partner in qualifizierter Position zu erleben, ist erregender als im Jogginganzug mit Kindern zu Hause.
Da wir uns über die Arbeit kennen gelernt haben und ziemlich unterschiedlich sind, denke ich fast, die Ehe zerbricht schneller, wenn die Arbeit uns nicht mehr verbindet. Wer weiß, vielleicht auch nicht.
Eigentlich habe ich gerade eine neue Aufgabe. Jedoch ehrenamtlich - also nichts für den Lebensunterhalt. Ich darf mein Hobby gerade wie ein Profi ausleben und das in meinem Alter. Das ist irre. Mein Mann ist stolz auf mich und meine Kinder (die voll dabei sind). Das, was er auf Arbeit darstellt, habe ich gerade in meinem Hobby. Das wird wieder vorbeigehen. Es berührt ihn nicht, außer, daß es mich sehr entspannt, was ihn freut.
Die Kraft und die Erfolge von denen Du sprichst, sind da. Warum ich mich so still verhalte: Ich bin ratlos! Der Erfahrung nach, egal, was ich sagen würde, er würde es einfach gegen mich umdrehen. Das hindert mich am sprechen.
Würde ich auf ihn zugehen und ihn umarmen, wäre alles super. - Aber ich mag nicht !Ich bin immer noch wie gelähmt. Keine Ahnung warum.
Aber die Gespräche mit Euch und Eure Gedanke tun mir sehr gut. Auch wenn ich anscheinend irgendwas noch nicht begriffen habe.... sonst wäre ich nicht so ratlos.

Hab was vergessen....
Ich mag nicht auf ihn zugehen, weil ich mich nicht rumgestoßen fühlen will. Erst blöd behandelt werden und dann trösten..... Neee danke, aber funktionieren würde es.
Ich denke tatsächlich über Arbeitsplatzwechsel nach. Nur - verdammt, ich war dort zuerst da und habe ihn hingeholt. Ich liebe dieser Arbeit, er schimpft bloß drauf. Irgendwie ist das unfair. Ich werde trotzdem mich umsehen. Aber irgendwie fühle ich mich gerade rausgeprügelt.

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19. Januar 2012 um 12:13

Danke Dir
Hi arabella,
gerade wurde mein Arbeitsplatz wieder abgebaut, weil dort gemalert wird. - ich arbeite aber von zu Hause aus heute - das wollte ich nicht nochmal miterleben. Mal sehen, wann das fertig ist, noch eine Woche, dann habe ich 1,5 Wochen Urlaub.
Zuhause bin ich nicht so konsterniert.
Danke für Deinen Zuspruch. Das hilft schon sehr.

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