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Deipnophobie

13. Mai 2009 um 16:58 Letzte Antwort: 7. Januar 2016 um 22:17

Hallo an alle,

mich würde interessieren, ob es jemanden gib, der eine Deipnophobie, also die Angst mit anderen Leuten am Esstisch zu sitzen und zu essen, hat.
Ich hatte diese Phobie, bis vor etwa 2 Jahren und irgendwie denke ich, das ich die einzigste Person bin, die so etwas hat.
Kennt jemand diese Phobie oder hat im Bekanntenkreis Erfahrungen damit gemacht?

Ich freue mich über jede Antwort (und beantworte auch gerne Fragen).

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14. Mai 2009 um 17:44

Hallo Kukki ...
... leider nein, ich höre zum ersten Mal davon was hast du schon dagegen unternommen? Gibt es Literatur darüber? Oder Selbsthilfegruppen?
Sorry, dass ich nur Fragen habe ...

LG,

Lisa Coccinella (mehr auf Amazon.de)

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14. Mai 2009 um 21:46
In Antwort auf haukea_12454570

Hallo Kukki ...
... leider nein, ich höre zum ersten Mal davon was hast du schon dagegen unternommen? Gibt es Literatur darüber? Oder Selbsthilfegruppen?
Sorry, dass ich nur Fragen habe ...

LG,

Lisa Coccinella (mehr auf Amazon.de)


Hallo coccinellalisa,

also jahrelang habe ich ehrlich gesagt gar nichts unternommen, hab nur wenn Familienessen oder bei Bekannten waren, versucht Krank zu werden oder Krank gemacht. Ansonsten habe ich halt gar nichts oder nur wenig gegessen, bis halt der Würgereiz kam und ich gar nix mehr runter brachte ohne zu erbrechen. Dann habe ich gesagt, ich habe keinen hunger mehr. So ging das Jahre lang bis ich schließlich mit 19 eine Psychetherapie (aus anderen Gründen) angefangen und mich der Therapeutin nach einen halben Jahr Therapie anvertraut, das ich diese Phobie habe. Durch die Therapie bekam ich mehr Selbstbewusstsein und dies brachte dann den Stein ins Rollen (schließlich wollte ich endlich mit der Familie meines Freundes zu Abend essen). ich habe keine Einladung mehr abgelehnt und wenn ich jetz beim Essen merke, der Würgereit kommt wieder( was aber schon seit langem nicht mehr der Fall war) dann höre ich auf mit Essen oder mache sehr kleine bisse.
Mein leben hat reichlich an Qualität zugenommen und mitlerweile freue ich mich wenn ich zum Essen eingeladen werde.

Um ehrlich zu sein, habe ich mir fast schon gedacht, das das keiner kennt...
LG Kukki

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15. Mai 2009 um 0:54
In Antwort auf nike_12359809


Hallo coccinellalisa,

also jahrelang habe ich ehrlich gesagt gar nichts unternommen, hab nur wenn Familienessen oder bei Bekannten waren, versucht Krank zu werden oder Krank gemacht. Ansonsten habe ich halt gar nichts oder nur wenig gegessen, bis halt der Würgereiz kam und ich gar nix mehr runter brachte ohne zu erbrechen. Dann habe ich gesagt, ich habe keinen hunger mehr. So ging das Jahre lang bis ich schließlich mit 19 eine Psychetherapie (aus anderen Gründen) angefangen und mich der Therapeutin nach einen halben Jahr Therapie anvertraut, das ich diese Phobie habe. Durch die Therapie bekam ich mehr Selbstbewusstsein und dies brachte dann den Stein ins Rollen (schließlich wollte ich endlich mit der Familie meines Freundes zu Abend essen). ich habe keine Einladung mehr abgelehnt und wenn ich jetz beim Essen merke, der Würgereit kommt wieder( was aber schon seit langem nicht mehr der Fall war) dann höre ich auf mit Essen oder mache sehr kleine bisse.
Mein leben hat reichlich an Qualität zugenommen und mitlerweile freue ich mich wenn ich zum Essen eingeladen werde.

Um ehrlich zu sein, habe ich mir fast schon gedacht, das das keiner kennt...
LG Kukki

Super
Kukki, wow, es freuet mich, dass du diese Phobie überwunden hast (ich hatte aus deinem Posting verstanden, dass du noch darunter leidest). Und die Therapie hat dir dabei geholfen?

LG,

Lisa Coccinella (mehr auf Amazon.de)

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15. Mai 2009 um 14:09
In Antwort auf haukea_12454570

Super
Kukki, wow, es freuet mich, dass du diese Phobie überwunden hast (ich hatte aus deinem Posting verstanden, dass du noch darunter leidest). Und die Therapie hat dir dabei geholfen?

LG,

Lisa Coccinella (mehr auf Amazon.de)

Dabke
Die Therapie hatte ich eigentlich gemacht, um den frühen Tod meiner Mutter(ich war damals noch im Kindergarten) zu verabeiten. Während der Therapie kam raus, das diese Phobie so ziemlich nach dem Tod anfing und dies mein Weg zu Trauern war (weil Gefühle wie Traurigkeit oder Angst ich nie offen zeigte). Die Therapie hat mir also sehr viel geholfen, einerseits haben wir die Ursache geklärt und ich bekam durch die wöchentlichen Gespräche soviel Selbstbewusstsein um das Problem anzugehen und zu lösen.
Heute drückt sich es sich nur noch in der Form aus, das ich manchmal wenn ich bei meinem Freund bin und ich merke es gibt bald was zu essen, mir Ausreden zur Flucht überlege, und dann merke ich, das ich diese ja gar nicht mehr brauche und esse halt mit...

Lg Kukki

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7. Januar 2016 um 22:17

Ja
Deine Frage hast du zwar schon lange gestellt, aber vielleicht siehst du die Antwort ja trotzdem.

Mein freund hat diese Phobie und ich leide etwas darunter, denn es schränkt unsere Zeit zusammen ziemlich ein. Essen ist etwas Essentielles und wenn es nicht Zuhause ist, dann geht es für ihn einfach nicht. In den Ferien schauen wir immer, dass wir in ein Apartment gehen, da kann er für uns kochen, da macht es ihm nichts aus. Nur im Hotel oder in Restaurants, da muss er sich überwinden.
Leider hat er das Problem mit seinen besten Freunden nicht. Mit mir aber immernoch. Ich sage immernoch, da wir bald 3 Jahre zusammen sind. Mich stört es, da wir nichts spontan zusammen unternehmen können. Wir sind deswegen so gut wie immer Zuhause...

Es hat mich erstaunt, dass es jemanden gibt, der dasselbe hat oder zumindest hatte. Und mir gibt es Hoffung, dass auch er diese Phobie überwinden kann. Was hast du dagegen unternommen?

Freundliche Grüsse Chiari

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