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Das mieser Tag Syndrom

3. Juni um 14:53

Vielleicht kennst du dieses seltsame Phänomen auch, welches dich ohne Vorankündigung aus heiteren Himmel mit einer Ladung Emotionen und negativen Gefühlen überschüttet und du dir nur wünscht, dieser Tag möge schnell vergehen. Wirkliche Auslöser sind nicht erkennbar und du fragst dich, was verdammt nochmal soll das? Liebevolle und verständnisvolle Worte von nahestehenden Menschen erzielen keine Wirkung. Du möchtest eigentlich nur in Ruhe gelassen werden, kein Akteur mehr sein in deinem Leben. Aber erkläre das einmal deinem Umfeld... die Motivation ist am Nullpunkt angelangt und du fühlst dich wie festgefroren. Angst, Misstrauen, Hilflosigkeit aber auch Wut, schon lange nicht mehr gefühlt. Du fühlst dich so mies, dass du der ganzen Welt gerne einen Schlag ins Gesicht versetzen möchtes, so mies das du nur noch unter der Bettdecke heulen möchtest und darauf wartest, dass die Welt weggeht. Sehr befremdlich und erstaunlich, aber wer sagt eigentlich, dass immer die Sonne scheinen muss. Früher hätte ich mir eine Palette mit Strategien parat gelegt um genau so nicht zu fühlen und zu sein. Ablenkung hat nie besonders gut funktioniert, mich nur weiter weg gebacht von mir. An einem mieser Tag Syndrom entsteht niemals was vernünftiges. Gute Miene zum mieser Tag Syndrom erzeugt mehr Stress. Das alles klingt irrational, irgendwie bescheuert und etwas neben der Spur, geb´s ja zu. Das Schlimmste ist, dass dieser Tag immer absolut unvorbereitet kommt. Das Beste daran ist, am nächsten Tag ist der ganze Spuk vorbei. 

 

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4. Juni um 8:11

mache ich genau so, wie Du sagst:
Akzeptieren, dass das nun einmal dazu gehört, mich zurück ziehen und "eingraben" und eben nicht "gute Miene zum bösen Spiel" machen.

Und ich bin soooooooo froh, dass ich einen Job habe, wo das auch beruflich geht.

Die Tage, wo man am besten früh gar nicht erst aufsteht fallen nun einmal leider üblicher Weise auf Tage, an denen genau das nicht geht...

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4. Juni um 13:24

Kenn ich glücklicherweise so nicht. Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.
 

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4. Juni um 15:41
In Antwort auf kariertekatze

Kenn ich glücklicherweise so nicht. Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.
 

Warum glücklicherweise? Grundlos miese Tage kennst du also nicht?! Wenn der miese Tag auf einen Überraschungsbesuch vorbei kommt, kann ich nie genau benennen warum und wieso das so ist. Früher habe ich versucht Erklärungen zu finden, heute gönne ich mir die sogenannten "negativen" Emotionen ohne mit einer Handlung dem negativen Gefühl entgegenzuwirken. 

 

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4. Juni um 17:51
In Antwort auf shaun666

Warum glücklicherweise? Grundlos miese Tage kennst du also nicht?! Wenn der miese Tag auf einen Überraschungsbesuch vorbei kommt, kann ich nie genau benennen warum und wieso das so ist. Früher habe ich versucht Erklärungen zu finden, heute gönne ich mir die sogenannten "negativen" Emotionen ohne mit einer Handlung dem negativen Gefühl entgegenzuwirken. 

 

ohne Grund ist sowieso besser.... weil wenn es einen Grund gibt ist der meist am nächsten Tag auch noch da....

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4. Juni um 18:41
In Antwort auf kariertekatze

Kenn ich glücklicherweise so nicht. Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.
 

Hast Du auch nie "einfach so" gute Laune?

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5. Juni um 8:53
In Antwort auf shaun666

Warum glücklicherweise? Grundlos miese Tage kennst du also nicht?! Wenn der miese Tag auf einen Überraschungsbesuch vorbei kommt, kann ich nie genau benennen warum und wieso das so ist. Früher habe ich versucht Erklärungen zu finden, heute gönne ich mir die sogenannten "negativen" Emotionen ohne mit einer Handlung dem negativen Gefühl entgegenzuwirken. 

 

Ich stell mir das sehr schwierig vor sich schlecht zu fühlen und nicht zu wissen warum. Ich gehe den Dingen ganz gern auf den Grund und wenn es mir nicht gut geht, dann setze ich mich damit auseinander, was wiederum schwierig ist, wenn ich selbst nicht nachvollziehen kann, warum ich mich mies fühle.
 

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5. Juni um 9:01
In Antwort auf avarrassterne1

Hast Du auch nie "einfach so" gute Laune?

Ich wüsste jetzt gerade keine Situation, wo mir nicht bewusst gewesen wäre, warum ich gute Laune habe.

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5. Juni um 9:12
In Antwort auf kariertekatze

Ich stell mir das sehr schwierig vor sich schlecht zu fühlen und nicht zu wissen warum. Ich gehe den Dingen ganz gern auf den Grund und wenn es mir nicht gut geht, dann setze ich mich damit auseinander, was wiederum schwierig ist, wenn ich selbst nicht nachvollziehen kann, warum ich mich mies fühle.
 

habe ich auch lange so gemacht - und unterlasse es inzwischen tunlichst.

"Miese Tage" gehören zum Leben dazu, genauso wie "gute Tage". Ohne die "miesen" Tage wären die "guten" doch nur halb so gut.
Außerdem habe ich festgestellt, dass ich zu lange zu viel meiner Emotionen bewußt kontrolliert und gesteuert habe. Mal abgesehen davon dass ich mich damit völlig unnötig selbst unter Druck setze, tut man sich mit zu viel Kontrolle gar keinen Gefallen, denke ich.

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5. Juni um 14:02
In Antwort auf avarrassterne1

habe ich auch lange so gemacht - und unterlasse es inzwischen tunlichst.

"Miese Tage" gehören zum Leben dazu, genauso wie "gute Tage". Ohne die "miesen" Tage wären die "guten" doch nur halb so gut.
Außerdem habe ich festgestellt, dass ich zu lange zu viel meiner Emotionen bewußt kontrolliert und gesteuert habe. Mal abgesehen davon dass ich mich damit völlig unnötig selbst unter Druck setze, tut man sich mit zu viel Kontrolle gar keinen Gefallen, denke ich.

""Miese Tage" gehören zum Leben dazu, genauso wie "gute Tage". Ohne die "miesen" Tage wären die "guten" doch nur halb so gut."

Das sehe ich genauso.

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.
Von Kontrolle und Steuerung meiner Emotionen war bei mir jedenfalls nie die Rede, "nur" vom Verständnis für sie bzw. dem Bewusstsein dafür, woher sie stammen.


 

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5. Juni um 15:33
In Antwort auf kariertekatze

""Miese Tage" gehören zum Leben dazu, genauso wie "gute Tage". Ohne die "miesen" Tage wären die "guten" doch nur halb so gut."

Das sehe ich genauso.

Ich glaube, wir reden aneinander vorbei.
Von Kontrolle und Steuerung meiner Emotionen war bei mir jedenfalls nie die Rede, "nur" vom Verständnis für sie bzw. dem Bewusstsein dafür, woher sie stammen.


 

bezog sich auf einen Beitrag von Dir weiter oben:

Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.

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6. Juni um 8:04
In Antwort auf avarrassterne1

bezog sich auf einen Beitrag von Dir weiter oben:

Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.

Stimmt, da hab ich mich falsch ausgedrückt. Sorry, mein Fehler.
Ich meinte, dass ich dann die Möglichkeit habe besser damit umzugehen, wenn ich weiß, warum ich mich mies fühle.
Was an dem Gefühl selbst nicht unbedingt etwas ändert, aber das Wissen darum, warum es vorhanden ist, beruhigt mich.
Wäre dem nicht so, dann würde ich mich wohl erst recht mies fühlen, weil ich nicht wüsste, warum dem so ist. Das würde mich verunsichern und alles wahrscheinlich noch verschlimmern.

Ich hab z.B. ab und zu eine kurzzeitige Phase (so 1-2 Stunden) wo ich auf Situationen, aggressiv reagiere (sonst nicht meine Art), die mich unter normalen Umständen zwar ärgern und nerven würden, aber ich würde deshalb nicht so dermaßend wütend werden, wie es dann der Fall ist.
Das hab ich in den Anfangszeiten dieser Phasen auch hinterfragt, weil ich mir selbst dann fremd war und ich verstehen wollte, was diese Phasen hervorruft. Ich bin dann drauf gekommen, dass ich nach diesen Phasen Migräneanfälle bekomme und sie Vorboten dafür sind. 
So kann ich gut damit umgehen, weil mir der Zusammenhang bewusst ist.

 

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6. Juni um 9:10
In Antwort auf kariertekatze

Stimmt, da hab ich mich falsch ausgedrückt. Sorry, mein Fehler.
Ich meinte, dass ich dann die Möglichkeit habe besser damit umzugehen, wenn ich weiß, warum ich mich mies fühle.
Was an dem Gefühl selbst nicht unbedingt etwas ändert, aber das Wissen darum, warum es vorhanden ist, beruhigt mich.
Wäre dem nicht so, dann würde ich mich wohl erst recht mies fühlen, weil ich nicht wüsste, warum dem so ist. Das würde mich verunsichern und alles wahrscheinlich noch verschlimmern.

Ich hab z.B. ab und zu eine kurzzeitige Phase (so 1-2 Stunden) wo ich auf Situationen, aggressiv reagiere (sonst nicht meine Art), die mich unter normalen Umständen zwar ärgern und nerven würden, aber ich würde deshalb nicht so dermaßend wütend werden, wie es dann der Fall ist.
Das hab ich in den Anfangszeiten dieser Phasen auch hinterfragt, weil ich mir selbst dann fremd war und ich verstehen wollte, was diese Phasen hervorruft. Ich bin dann drauf gekommen, dass ich nach diesen Phasen Migräneanfälle bekomme und sie Vorboten dafür sind. 
So kann ich gut damit umgehen, weil mir der Zusammenhang bewusst ist.

 

Das ist absolut verständlich und nachvollziehbar. 
Danke für deinen Beitrag. 

Um deine Frage zu beantworten, für mich ist es "heute" nicht mehr allzu schwierig mit Emotionen umzugehen ohne zu wissen warum und woher sie kommen. Ich weiß das sich einfach anhört aber das ist es bei weitem nicht. Das Gefühl nichts ändern zu müssen oder zu wollen wird bei mir stärker. Anfänglich hatte mich meine liebe Not damit. 

Im Fall deiner Migräne finde ich dein Bewusstsein über ihre Vorboten richtig klasse. Reaktionen des Körpers beobachten ist immer gut. 

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7. Juni um 12:45
In Antwort auf shaun666

Vielleicht kennst du dieses seltsame Phänomen auch, welches dich ohne Vorankündigung aus heiteren Himmel mit einer Ladung Emotionen und negativen Gefühlen überschüttet und du dir nur wünscht, dieser Tag möge schnell vergehen. Wirkliche Auslöser sind nicht erkennbar und du fragst dich, was verdammt nochmal soll das? Liebevolle und verständnisvolle Worte von nahestehenden Menschen erzielen keine Wirkung. Du möchtest eigentlich nur in Ruhe gelassen werden, kein Akteur mehr sein in deinem Leben. Aber erkläre das einmal deinem Umfeld... die Motivation ist am Nullpunkt angelangt und du fühlst dich wie festgefroren. Angst, Misstrauen, Hilflosigkeit aber auch Wut, schon lange nicht mehr gefühlt. Du fühlst dich so mies, dass du der ganzen Welt gerne einen Schlag ins Gesicht versetzen möchtes, so mies das du nur noch unter der Bettdecke heulen möchtest und darauf wartest, dass die Welt weggeht. Sehr befremdlich und erstaunlich, aber wer sagt eigentlich, dass immer die Sonne scheinen muss. Früher hätte ich mir eine Palette mit Strategien parat gelegt um genau so nicht zu fühlen und zu sein. Ablenkung hat nie besonders gut funktioniert, mich nur weiter weg gebacht von mir. An einem mieser Tag Syndrom entsteht niemals was vernünftiges. Gute Miene zum mieser Tag Syndrom erzeugt mehr Stress. Das alles klingt irrational, irgendwie bescheuert und etwas neben der Spur, geb´s ja zu. Das Schlimmste ist, dass dieser Tag immer absolut unvorbereitet kommt. Das Beste daran ist, am nächsten Tag ist der ganze Spuk vorbei. 

 

...geht mir grad genau so...

 

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7. Juni um 18:34
In Antwort auf fischekrebs1997

...geht mir grad genau so...

 

Wenn du magst gerne mehr von dem, wie du dich grad fühlst.
Dieser Tag ist bald geschafft. 
Morgen ist ein neuer Tag. 

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10. Juni um 14:33

Liebe/r shaun,

oh ja, solche Tage kenne ich auch. Bei mir sind das jene Tage, an denen aus irgendeinem Grund alles schief geht. 

Eigentlich wache ich niemals einfach so schlecht gelaunt auf, aber dann passiert irgendwas, das mir die Laune verdirbt. Beispielsweise verschlafe ich, bin viel zu spät dran und muss mich dann abhetzen, um noch pünktlich zur Arbeit zu kommen. Natürlich ist auch genau dann der Zug verspätet. Fährt er dann endlich ein, ist er überfüllt, die Klimaanlage ist ausgefallen, es ist heiß und dampfig drin und ich bekomme keinen Sitzplatz und zu allem Überfluss steht auch noch ein Mensch dicht neben mir, der üblen Körpergeruch hat und außerdem gerade noch Thunfischpizza verzehrt.  Die junge Dame daneben reagiert darauf, indem sie ihr total süß nach Vanille und Kokos riechendes Deo verprüht und macht die Geruchsbelastung dadurch nur noch schlimmer.

Als ich aussteigen möchte, steht natürlich genau vor mir ein Mensch, der sich nicht auskennt, mitten im Weg stehenbleibt und sich erst einmal hilflos umguckt, weil er nicht weiß, wohin er muss. Dann stolpere ich, während ich die Treppe hinuntergehe. Endlich kaufe ich mir meinen ersten Kaffee und natürlich rempelt mich prompt jemand an und ich verschütte die Hälfe davon. In meinem Frühstücksweckerl befindet sich natürlich ausgerechnet heute eine Nussschale und natürlich beiße ich darauf und breche mir ein Stückchen Zahn dabei ab.

In der Arbeit fährt mein PC nicht hoch und die Klimaanlage tropft genau auf meinen Schreibtisch. Und so geht es dann weiter und weiter, bis man sich nur mehr im Bett vergraben und weinen möchte.

Solche Tage streicht man am besten aus dem Kalender und tut so, als hätten sie nie stattgefunden.  Meine Strategie ist dann auch, mich zurückzuziehen und dafür zu sorgen, dass mich alle am besten in Ruhe lassen. Das kommuniziere ich dann auch. Mein Job ist glücklicherweise ohne Kundenkontakt und ich habe auch sonst nicht so viel persönlichen Kontakt mit den Kollegen, wenn nicht gerade Meetings angesetzt sind.

Einfach so ohne jeden Grund bin ich üblicherweise nicht schlecht oder besonders gut gelaunt. Meine übliche Grundstimmung ist normalerweise heiter und gelassen, positiv und optimistisch, aber auch nicht euphorisch. Das kann aber auch umschlagen, wenn mir irgendwas die Laune verdirbt.

LG
Elisabeth

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10. Juni um 14:35
In Antwort auf avarrassterne1

mache ich genau so, wie Du sagst:
Akzeptieren, dass das nun einmal dazu gehört, mich zurück ziehen und "eingraben" und eben nicht "gute Miene zum bösen Spiel" machen.

Und ich bin soooooooo froh, dass ich einen Job habe, wo das auch beruflich geht.

Die Tage, wo man am besten früh gar nicht erst aufsteht fallen nun einmal leider üblicher Weise auf Tage, an denen genau das nicht geht...

Das mache ich genauso und ich bin auch dankbar dafür, dass das in meinen Beruf meistens auch möglich ist. 

Die Tage, an denen man am besten im Bett bleibt, entwickeln sich leider oft auch erst im Laufe des Tages zu solchen Tagen. Sofort morgens nach dem Aufstehen merkt man das oft noch gar nicht. 

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10. Juni um 14:36
In Antwort auf kariertekatze

Kenn ich glücklicherweise so nicht. Wenn ich mies drauf bin, dann weiß ich, warum dem so ist, wodurch ich die Möglichkeit habe, dem entgegen zu wirken.
 

So ist das bei mir auch. Dass ich morgens schon schlecht gelaunt aufwache, kommt bei mir so gut wie niemals vor. Es muss erst etwas passieren, das mir die Laune verdirbt wie beispielsweise, dass ich verschlafe oder einfach irgendetwas schiefgeht.

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13. Juni um 14:25
In Antwort auf truth-lies

Liebe/r shaun,

oh ja, solche Tage kenne ich auch. Bei mir sind das jene Tage, an denen aus irgendeinem Grund alles schief geht. 

Eigentlich wache ich niemals einfach so schlecht gelaunt auf, aber dann passiert irgendwas, das mir die Laune verdirbt. Beispielsweise verschlafe ich, bin viel zu spät dran und muss mich dann abhetzen, um noch pünktlich zur Arbeit zu kommen. Natürlich ist auch genau dann der Zug verspätet. Fährt er dann endlich ein, ist er überfüllt, die Klimaanlage ist ausgefallen, es ist heiß und dampfig drin und ich bekomme keinen Sitzplatz und zu allem Überfluss steht auch noch ein Mensch dicht neben mir, der üblen Körpergeruch hat und außerdem gerade noch Thunfischpizza verzehrt.  Die junge Dame daneben reagiert darauf, indem sie ihr total süß nach Vanille und Kokos riechendes Deo verprüht und macht die Geruchsbelastung dadurch nur noch schlimmer.

Als ich aussteigen möchte, steht natürlich genau vor mir ein Mensch, der sich nicht auskennt, mitten im Weg stehenbleibt und sich erst einmal hilflos umguckt, weil er nicht weiß, wohin er muss. Dann stolpere ich, während ich die Treppe hinuntergehe. Endlich kaufe ich mir meinen ersten Kaffee und natürlich rempelt mich prompt jemand an und ich verschütte die Hälfe davon. In meinem Frühstücksweckerl befindet sich natürlich ausgerechnet heute eine Nussschale und natürlich beiße ich darauf und breche mir ein Stückchen Zahn dabei ab.

In der Arbeit fährt mein PC nicht hoch und die Klimaanlage tropft genau auf meinen Schreibtisch. Und so geht es dann weiter und weiter, bis man sich nur mehr im Bett vergraben und weinen möchte.

Solche Tage streicht man am besten aus dem Kalender und tut so, als hätten sie nie stattgefunden.  Meine Strategie ist dann auch, mich zurückzuziehen und dafür zu sorgen, dass mich alle am besten in Ruhe lassen. Das kommuniziere ich dann auch. Mein Job ist glücklicherweise ohne Kundenkontakt und ich habe auch sonst nicht so viel persönlichen Kontakt mit den Kollegen, wenn nicht gerade Meetings angesetzt sind.

Einfach so ohne jeden Grund bin ich üblicherweise nicht schlecht oder besonders gut gelaunt. Meine übliche Grundstimmung ist normalerweise heiter und gelassen, positiv und optimistisch, aber auch nicht euphorisch. Das kann aber auch umschlagen, wenn mir irgendwas die Laune verdirbt.

LG
Elisabeth

Das klingt sympathisch. 

Beim mieser Tag Syndrom geht meine Beobachtung zu meinen Gedanken bereits beim Aufwachen. So zum Beispiel, oh mein Gott die Nacht war einfach zu kurz oder was für ein mieses Wetter oder das letzte Glas Wein war schlecht oder oder oder...

Insofern alles Dinge, die einem die Stimmung verhageln können. 
Was mir verstärkt auffällt, weil ich darauf jetzt immer mehr darauf achte...begebe ich mich mit dieser Stimmung in den Tag passiert auch etwas, was mich noch übellauniger macht. Zu spät dran, langsame Autos vor mir, rote Ampeln in Dauerschleife usw. usf. 

 

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13. Juni um 18:32
In Antwort auf shaun666

Das klingt sympathisch. 

Beim mieser Tag Syndrom geht meine Beobachtung zu meinen Gedanken bereits beim Aufwachen. So zum Beispiel, oh mein Gott die Nacht war einfach zu kurz oder was für ein mieses Wetter oder das letzte Glas Wein war schlecht oder oder oder...

Insofern alles Dinge, die einem die Stimmung verhageln können. 
Was mir verstärkt auffällt, weil ich darauf jetzt immer mehr darauf achte...begebe ich mich mit dieser Stimmung in den Tag passiert auch etwas, was mich noch übellauniger macht. Zu spät dran, langsame Autos vor mir, rote Ampeln in Dauerschleife usw. usf. 

 

Man kann sich aber auch bewusst reinsteigern

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