Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Vergewaltigung und sexueller Missbrauch

Das Leben danach...

10. Februar 2008 um 23:38 Letzte Antwort: 6. März 2008 um 20:55

Also...
als ich 13 war, wurde ich von meinem Ex (damals 21) vergewaltigt. Kurz nachdem ich ihn wegen einem anderen verlassen hatte. Meine Eltern waren damals schon gegen diese "Verbindung", aber wie man so ist, als Teenie, wollte ich partout nicht hören.
Naja, ich will hier auch nicht über die Geschichte von damals reden, sondern über mein Leben danach.
Ich bin mittlerweile 20 Jahre und meine Flashbacks sind auch kein Deut weniger geworden. Im Gegenteil.
Ich kann kein Stück Nähe mehr geniessen, sondern lasse es meistens mehr oder weniger über mich ergehen, wenn mein Freund mich Verführen will.
So ist es neulich passiert, dass ich während eines Flashbacks sozusagen weggetreten war. Ich habe nur noch gezittert und als er mich beruhigen wollte, habe ich ihm in "Trance" versucht zu würgen (wie ich es damals bei dem Täter getan hatte, als er von mir kurz abgelassen hatte, um ne Chance zu bekommen zu fliehen).
Als ich dann wieder zu mir kam, saß er, immernoch total geschockt, am Bettrand und war vollkommen überfordert mit der Situation.
(Wir sind zwar erst seid einem Monat zusammen, kennen uns aber schon nen halbes Jahr)
Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser Art Flashbacks, und vorallem, wie werde ich die los?
Ich habe einfach Angst, dass das alles nie mehr aufhört oder ihm irgwann mehr wehtue.
Ich liebe ihn von ganzen Herzen und will ihn nicht noch mehr wehtun.
Bitte hilft mir. Ich bin selber total fertig mit den Nerven wegen dem Ganzen!!

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11. Februar 2008 um 17:27

...
mit Psychologen bin ich durch...
durch die ganzen Therapien bin ich nur tiefer reingeraten!
Entweder hat man das Gefühl, dass die Therapeuten was rauchen (frei nach dem Motto "denk doch einfach an rosa karnickel und den Weltfrieden!") oder die Tipps etc. reissen einen noch tiefer rein. Einfach nur frustrierend.
Mein Freund wäre sogar bereit zu sitzungen mit zu kommen, aber das will ich irgwie nicht.

Ich vertraue ihm ja, aber die Tatsache, dass wir erst 1,5 Monate zusammen sind, sagt mir in sachen "mitkommen zur Therapie" definitiv Nein!

Das ist alles so verzwickt!

Ich war damals mehrere Jahre bei verschiedenen Therapeuten.
Aber nichts hat auf Dauer funktioniert...
Hypnose, Selbsthypnose macht es schlimmer, Medikamente? Nein Danke!
Gruppentherapie? ein Dutzend Frauen, die rumjammert, dass ihr Schicksal das schlimmste überhaupt ist und alle anderen nur bagatellen haben.
Einzeltherapie ist ja ganz nett, aber wenn man in Gesprächssitzungen da rumsitzt, dann und es immerwieder erzählt, was damals ablief, verfolgen einem die Bilder immer mehr.

Ist doch irgendwie verzwickt das Ganze...
Ich sags ja... die Psychologie ist das Problem, für dessen Lösung es sich hält!!

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16. Februar 2008 um 19:13
In Antwort auf lauren_11954136

...
mit Psychologen bin ich durch...
durch die ganzen Therapien bin ich nur tiefer reingeraten!
Entweder hat man das Gefühl, dass die Therapeuten was rauchen (frei nach dem Motto "denk doch einfach an rosa karnickel und den Weltfrieden!") oder die Tipps etc. reissen einen noch tiefer rein. Einfach nur frustrierend.
Mein Freund wäre sogar bereit zu sitzungen mit zu kommen, aber das will ich irgwie nicht.

Ich vertraue ihm ja, aber die Tatsache, dass wir erst 1,5 Monate zusammen sind, sagt mir in sachen "mitkommen zur Therapie" definitiv Nein!

Das ist alles so verzwickt!

Ich war damals mehrere Jahre bei verschiedenen Therapeuten.
Aber nichts hat auf Dauer funktioniert...
Hypnose, Selbsthypnose macht es schlimmer, Medikamente? Nein Danke!
Gruppentherapie? ein Dutzend Frauen, die rumjammert, dass ihr Schicksal das schlimmste überhaupt ist und alle anderen nur bagatellen haben.
Einzeltherapie ist ja ganz nett, aber wenn man in Gesprächssitzungen da rumsitzt, dann und es immerwieder erzählt, was damals ablief, verfolgen einem die Bilder immer mehr.

Ist doch irgendwie verzwickt das Ganze...
Ich sags ja... die Psychologie ist das Problem, für dessen Lösung es sich hält!!

Naja.
Die erste Zeit soll es angeblich schlimmer werden, aber da sich bei dir nach Jahren immer noch keine Besserung ergibt ...

War EMDR auch dabei?

Lehne mich hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster raus, aber mit dem Erzählen scheinst du keine Probleme zu haben. Das Beschreiben der Gefühle war mit Sicherheit ausreichend dabei?!

"Ich kann kein Stück Nähe mehr geniessen, sondern lasse es meistens mehr oder weniger über mich ergehen, wenn mein Freund mich Verführen will."
Was meinst du mit verführen und ergehen? Glaube auch nicht, dass das gesund ist.
Nach Erzählungen anderer Internetuser braucht es bei heftigen Flashbacks teils Jahre um sie abzuschwächen. Und ich schreibe hier von abschwächen und nicht dass sie ganz weggehen.
Auch wenn es deinen Freund nicht freuen wird, wäre langsames Rantasten notwendig. Langsam Nähe zulassen, schauen, was die Flashbacks triggert und auf dieser oder der vorherigen Stufe bleibe. Dabei behutsam über längere Zeit schauen, ob die Flashbacks durch Verarbeitung schwächer werden und auf die nächste Stufe gehen. Mit der Brecheisen-Methode wirst du es nur verschlimmern und im schlimmsten Fall ausrasten, wie bereits passiert.
Wie siehts mit Körpertherapie aus, oder unnütz?

Bzgl der Flashbacks wär der Rat eines Fachmanns trotzdem vorteilhaft, der dir auch Tipps dazu gibt, wie zB ein regelmäßiges Ok-Zeichen, wo dein Freund sofort aufhört, sobald das Ok-Zeichen fehlt, weil in Trance.

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6. März 2008 um 20:55
In Antwort auf djadi_12165329

Naja.
Die erste Zeit soll es angeblich schlimmer werden, aber da sich bei dir nach Jahren immer noch keine Besserung ergibt ...

War EMDR auch dabei?

Lehne mich hoffentlich nicht zu weit aus dem Fenster raus, aber mit dem Erzählen scheinst du keine Probleme zu haben. Das Beschreiben der Gefühle war mit Sicherheit ausreichend dabei?!

"Ich kann kein Stück Nähe mehr geniessen, sondern lasse es meistens mehr oder weniger über mich ergehen, wenn mein Freund mich Verführen will."
Was meinst du mit verführen und ergehen? Glaube auch nicht, dass das gesund ist.
Nach Erzählungen anderer Internetuser braucht es bei heftigen Flashbacks teils Jahre um sie abzuschwächen. Und ich schreibe hier von abschwächen und nicht dass sie ganz weggehen.
Auch wenn es deinen Freund nicht freuen wird, wäre langsames Rantasten notwendig. Langsam Nähe zulassen, schauen, was die Flashbacks triggert und auf dieser oder der vorherigen Stufe bleibe. Dabei behutsam über längere Zeit schauen, ob die Flashbacks durch Verarbeitung schwächer werden und auf die nächste Stufe gehen. Mit der Brecheisen-Methode wirst du es nur verschlimmern und im schlimmsten Fall ausrasten, wie bereits passiert.
Wie siehts mit Körpertherapie aus, oder unnütz?

Bzgl der Flashbacks wär der Rat eines Fachmanns trotzdem vorteilhaft, der dir auch Tipps dazu gibt, wie zB ein regelmäßiges Ok-Zeichen, wo dein Freund sofort aufhört, sobald das Ok-Zeichen fehlt, weil in Trance.

...
Was heißt EMDR?

Ich meine, es wird weder besser, noch schlimmer...
Ist das etwa, weil ich nicht dran glaube, dass es mit Therapie besser wird/werden kann?! Also frei nach dem Motto ich glaube es nicht, also sehe ich es auch nicht?
Ich habe mittlwerweile auch angst zum therapeuten zu gehen, weil ich angst habe, dass es z.b. eine heftigere Therapie angeraten wird... (Klapse)...

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