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Das Leben bietet mir nichts

16. August 2017 um 12:17 Letzte Antwort: 18. August 2017 um 5:58

Hallo zusammen,

ich bin 22 Jahre alt. Seid ca. 8 Jahren habe ich mit Depressionen zu kämpfen. Ich hatte eine tolle Kindheit. Liebe meine Familie und die wenigen Freunde die ich habe. Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung als Mediengestalterin abgeschlossen und arbeite bis Ende dieses Jahres im selben Betrieb.

Nun.. eigentlich scheint alles so weit in Ordunung. Doch nach all den Jahren bin ich mittlerweile an meine Grenzen gekommen. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit 12 das letzte mal wirklich glücklich war.
Seit dem sitze ich eigentlich die meiste Zeit zu hause und versuche dieses schreckliche Gefühl zu ertragen. Ich dachte mir vor langer Zeit das es irgendwann weggehen wird. Aber die Jahre vergehen. Es wird nicht besser. Eher schlimmer. Ich kann es langsam nichtmehr ertragen. Ich will so nicht weiterleben. Jeden Tag heulen. Nichtmehr schlafen. Nichts essen.

Seit meinem 14ten Lebensjahr war ich in Therapie. Bei 3 verschiedenen Therapeuten die mir alle nicht helfen konnten. Ich habe für 3 Monate eine Tagesklinik besucht. Danach ging es mir nur eine kurze Zeit besser. Medikamente haben nicht angeschlagen.

Ich will nicht wie ein Emo klingen aber ich denke oft über den Tod nach. Nicht das ich mich umbringen würde. Ich bin nicht suizidgefährdet. Aber ich wäre einfach gerne Tod. Weil ich seit Jahren unglücklich bin.

Unter anderem hatte ich früher starke Zwänge. Und Selbstverletzung ist immernoch einer der einzigen Wege dieses schreckliche Gefühl zu übertönen.

Natürlich sieht meine Familie auch das ich leide.. und das verletzt mich noch mehr.. weil ich mir selbst ziemlich egal bin. Ich will nicht das meine Familie das weiterhin jahrelang ertragen muss.

Gestern habe ich einen Artikel über ein 24 jähriges Mädchen gelesen welches sich in Belgien an eine Sterbehilfe gewannt hat. Ab 18 Jahren ist das anscheinend legal.

Da ich bei klarem Bewusstsein bin mache ich mir nun intensiv darüber Gedanken.

Es kommt mir etwas so vor wie mit einem krebskranken Patienten. Die Betroffenen sehen die Person ständig leiden und meistens können sie erst wieder glücklich werden nachdem die Person gestorben ist und sie mit dem Thema so gut wie es geht abschließen können. Das wäre möglicherweise eine Erlösung für uns alle.

Dieses Jahr war ich mit meine Mutter eine Woche in Italien. Wir haben uns über dieses Thema unterhalten. Schließlich meinte sie "Wieso sollte man eine Person zwanghaft am Leben erhalten wenn sie tot unglücklich ist." Ich denke damit wollte sie mir sagen das es ok wäre wenn ich gehe. Auch wenn es weh tut.

Ich will einfach aus dieser Hölle raus. Es gibt nichts wovon ich träume. Habe keine Ziele. Ich hab keine Angst vor dem Tod. Aber das Leben macht mir Angst.

Und ich weiß nichtmehr weiter.

Hat eventuell jemand Erfahung mit der Sterbehilfe? Wie würde das Ablaufen/Kosten?

Liebe Grüße

Milali

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16. August 2017 um 15:16
In Antwort auf milalii

Hallo zusammen,

ich bin 22 Jahre alt. Seid ca. 8 Jahren habe ich mit Depressionen zu kämpfen. Ich hatte eine tolle Kindheit. Liebe meine Familie und die wenigen Freunde die ich habe. Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung als Mediengestalterin abgeschlossen und arbeite bis Ende dieses Jahres im selben Betrieb.

Nun.. eigentlich scheint alles so weit in Ordunung. Doch nach all den Jahren bin ich mittlerweile an meine Grenzen gekommen. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit 12 das letzte mal wirklich glücklich war.
Seit dem sitze ich eigentlich die meiste Zeit zu hause und versuche dieses schreckliche Gefühl zu ertragen. Ich dachte mir vor langer Zeit das es irgendwann weggehen wird. Aber die Jahre vergehen. Es wird nicht besser. Eher schlimmer. Ich kann es langsam nichtmehr ertragen. Ich will so nicht weiterleben. Jeden Tag heulen. Nichtmehr schlafen. Nichts essen.

Seit meinem 14ten Lebensjahr war ich in Therapie. Bei 3 verschiedenen Therapeuten die mir alle nicht helfen konnten. Ich habe für 3 Monate eine Tagesklinik besucht. Danach ging es mir nur eine kurze Zeit besser. Medikamente haben nicht angeschlagen.

Ich will nicht wie ein Emo klingen aber ich denke oft über den Tod nach. Nicht das ich mich umbringen würde. Ich bin nicht suizidgefährdet. Aber ich wäre einfach gerne Tod. Weil ich seit Jahren unglücklich bin.

Unter anderem hatte ich früher starke Zwänge. Und Selbstverletzung ist immernoch einer der einzigen Wege dieses schreckliche Gefühl zu übertönen.

Natürlich sieht meine Familie auch das ich leide.. und das verletzt mich noch mehr.. weil ich mir selbst ziemlich egal bin. Ich will nicht das meine Familie das weiterhin jahrelang ertragen muss.

Gestern habe ich einen Artikel über ein 24 jähriges Mädchen gelesen welches sich in Belgien an eine Sterbehilfe gewannt hat. Ab 18 Jahren ist das anscheinend legal.

Da ich bei klarem Bewusstsein bin mache ich mir nun intensiv darüber Gedanken.

Es kommt mir etwas so vor wie mit einem krebskranken Patienten. Die Betroffenen sehen die Person ständig leiden und meistens können sie erst wieder glücklich werden nachdem die Person gestorben ist und sie mit dem Thema so gut wie es geht abschließen können. Das wäre möglicherweise eine Erlösung für uns alle.

Dieses Jahr war ich mit meine Mutter eine Woche in Italien. Wir haben uns über dieses Thema unterhalten. Schließlich meinte sie "Wieso sollte man eine Person zwanghaft am Leben erhalten wenn sie tot unglücklich ist." Ich denke damit wollte sie mir sagen das es ok wäre wenn ich gehe. Auch wenn es weh tut.

Ich will einfach aus dieser Hölle raus. Es gibt nichts wovon ich träume. Habe keine Ziele. Ich hab keine Angst vor dem Tod. Aber das Leben macht mir Angst.

Und ich weiß nichtmehr weiter.

Hat eventuell jemand Erfahung mit der Sterbehilfe? Wie würde das Ablaufen/Kosten?

Liebe Grüße

Milali

Und warum hast du Depressionen? Und warum verletzt du dich selbst? Das kommt ja nicht einfach so... Es klingt, als wäre bei dir im Leben eigentlich alles gut gelaufen. Und trotzdem hast du so starke Depressionen, dass du am liebsten tot wärst. Passt mMn nicht zusammen. 
Warum haben die Therapien nicht geholfen?

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16. August 2017 um 22:23

Aber wie hält man das aus? Ich werde demnächst 30 und fühl mich so erschöpft und antriebslos das ich mich frage wie lange das noch sein muss.

Bei mir ist jetzt nicht alles so äußerlich gut gelaufen, meine Existenz war für meine Mutter eine Katastrophe und hat ihr Leben und ihre Träume zerstört schon bevor ich geboren wurde und das hat sie mich immer spüren lassen.
Aber trotzdem habe ich, oberflächlich betrachtet, nicht soviel auszustehen das man es als verständlich ansehen würde das ich einfach nicht mehr will.

Mein Problem ist, dass ich ganz einfach zu feige bin um mich umzubringen.
Den Versuch habe ich vor bissel über 10 Jahren gemacht und der war 1.sehr schmerzhaft und eine (gefühlt) stundenlange Qual und (das ist jetzt das wovor ich Angst habe) eben nicht erfolgreich. 
Ich habe Angst vor den Folgen wenn ichs wieder nicht schaffe. 

Nur kann ich mir nicht vorstellen wie das nochmal 30 Jahre werden soll bzw wie ich das so lange noch irgendwie aushalten kann 

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16. August 2017 um 22:48

Was hat dich die ganzen Jahre durchhalten lassen?

Ich bin noch zu feige um dem Ganzen ein Ende zu setzen. Aber noch 30 Jahre kann die Feigheit hoffentlich nicht stärker bleiben.

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17. August 2017 um 4:22
In Antwort auf milalii

Hallo zusammen,

ich bin 22 Jahre alt. Seid ca. 8 Jahren habe ich mit Depressionen zu kämpfen. Ich hatte eine tolle Kindheit. Liebe meine Familie und die wenigen Freunde die ich habe. Letztes Jahr habe ich meine Ausbildung als Mediengestalterin abgeschlossen und arbeite bis Ende dieses Jahres im selben Betrieb.

Nun.. eigentlich scheint alles so weit in Ordunung. Doch nach all den Jahren bin ich mittlerweile an meine Grenzen gekommen. Ich kann mich noch daran erinnern wie ich mit 12 das letzte mal wirklich glücklich war.
Seit dem sitze ich eigentlich die meiste Zeit zu hause und versuche dieses schreckliche Gefühl zu ertragen. Ich dachte mir vor langer Zeit das es irgendwann weggehen wird. Aber die Jahre vergehen. Es wird nicht besser. Eher schlimmer. Ich kann es langsam nichtmehr ertragen. Ich will so nicht weiterleben. Jeden Tag heulen. Nichtmehr schlafen. Nichts essen.

Seit meinem 14ten Lebensjahr war ich in Therapie. Bei 3 verschiedenen Therapeuten die mir alle nicht helfen konnten. Ich habe für 3 Monate eine Tagesklinik besucht. Danach ging es mir nur eine kurze Zeit besser. Medikamente haben nicht angeschlagen.

Ich will nicht wie ein Emo klingen aber ich denke oft über den Tod nach. Nicht das ich mich umbringen würde. Ich bin nicht suizidgefährdet. Aber ich wäre einfach gerne Tod. Weil ich seit Jahren unglücklich bin.

Unter anderem hatte ich früher starke Zwänge. Und Selbstverletzung ist immernoch einer der einzigen Wege dieses schreckliche Gefühl zu übertönen.

Natürlich sieht meine Familie auch das ich leide.. und das verletzt mich noch mehr.. weil ich mir selbst ziemlich egal bin. Ich will nicht das meine Familie das weiterhin jahrelang ertragen muss.

Gestern habe ich einen Artikel über ein 24 jähriges Mädchen gelesen welches sich in Belgien an eine Sterbehilfe gewannt hat. Ab 18 Jahren ist das anscheinend legal.

Da ich bei klarem Bewusstsein bin mache ich mir nun intensiv darüber Gedanken.

Es kommt mir etwas so vor wie mit einem krebskranken Patienten. Die Betroffenen sehen die Person ständig leiden und meistens können sie erst wieder glücklich werden nachdem die Person gestorben ist und sie mit dem Thema so gut wie es geht abschließen können. Das wäre möglicherweise eine Erlösung für uns alle.

Dieses Jahr war ich mit meine Mutter eine Woche in Italien. Wir haben uns über dieses Thema unterhalten. Schließlich meinte sie "Wieso sollte man eine Person zwanghaft am Leben erhalten wenn sie tot unglücklich ist." Ich denke damit wollte sie mir sagen das es ok wäre wenn ich gehe. Auch wenn es weh tut.

Ich will einfach aus dieser Hölle raus. Es gibt nichts wovon ich träume. Habe keine Ziele. Ich hab keine Angst vor dem Tod. Aber das Leben macht mir Angst.

Und ich weiß nichtmehr weiter.

Hat eventuell jemand Erfahung mit der Sterbehilfe? Wie würde das Ablaufen/Kosten?

Liebe Grüße

Milali

Ich kann dich verstehen, nichts macht dich glücklich, obwohl du alles hast.

Ich nehme dich wirklich ernst und will mich nicht über dich lustig machen.

Aber ich würde dich bitten, dich mal in eine Situation zu versetzen, wo du in Todesgefahr wärest. Stell dir vor, du lebtest in Syrien, oder im 2. Weltkrieg und dein Haus würde angegriffen, Nebenstrassen zerbombt....würdest du genauso denken, wie jetzt?
Wenn alles schwerer wäre, wäre es dann nicht auch schwerer, das Leben loszulassen?

Leider kann ich dir zu deiner eigentlichen Frage nichts sagen, da ich nicht in Deutschland lebe.

Ich wünsche Dir das für dich Beste! 

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17. August 2017 um 7:44

Also sterbehilfe is nich. Das gibt es nicht bei depressionen. Und selbstmord ist keine lösung. Wie du selber sagst. Es ist schmerzhaftt. Und stell dir mal vor du versuchst es und es geht schief und du endest als krüppel. Geläjmt o.ä.dann ist alles noch viel schlimmer.
Hast du mal über eine klinik nachgedacht?da bist du über einen längeren zeitraum und wirst mrdikamentös eingestellt. Es gibt soviele antidepressiva. Deswegen kann die suche etwas dauern. Es braucht das richtige medikament und die richtige dosierung. Das ist individuell. Das können die im tagesklinikum garnicht. Im klinikum bist du den ganzen tag es wird überwacht wie das medi wirkt blutkontrolle usw....das wäre ein erster schritt.
Ich meine du hast keine andere wahl. Sterbehilfe gibt es nicht. Selbstmord ist keine option. Zu gefährlich.so weiterleiden auch keine dauerlösung. 

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17. August 2017 um 7:44

Also sterbehilfe is nich. Das gibt es nicht bei depressionen. Und selbstmord ist keine lösung. Wie du selber sagst. Es ist schmerzhaftt. Und stell dir mal vor du versuchst es und es geht schief und du endest als krüppel. Geläjmt o.ä.dann ist alles noch viel schlimmer.
Hast du mal über eine klinik nachgedacht?da bist du über einen längeren zeitraum und wirst mrdikamentös eingestellt. Es gibt soviele antidepressiva. Deswegen kann die suche etwas dauern. Es braucht das richtige medikament und die richtige dosierung. Das ist individuell. Das können die im tagesklinikum garnicht. Im klinikum bist du den ganzen tag es wird überwacht wie das medi wirkt blutkontrolle usw....das wäre ein erster schritt.
Ich meine du hast keine andere wahl. Sterbehilfe gibt es nicht. Selbstmord ist keine option. Zu gefährlich.so weiterleiden auch keine dauerlösung. 

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17. August 2017 um 7:56

Und so ein klimikum hilft wirklich. Du triffst auf mitpatienten die ähnliche probleme haben. Es gibt therapien zur aktivirrung wie sport yoga kunst kochen usw...kann es dir nur empfehlen

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17. August 2017 um 22:48

Die TE hat es ja auch gesagt, so eine Art Angst vor dem Leben....ich habe den Eindruck, dadurch "reduziert" man das Leben immer mehr hinein in die Passivität. Einen Sinn im Leben zu finden ist ja auch nicht unbedingt leicht. 

Ich verstehe schon, dass eines jeden Sorgen für ihn/sie die grössten sind. Ich denke sehr physiologisch, wenn ich vom Krieg rede (gar nicht so vom schlechten Gewissen oder so) - mit diesem Adrenalinspiegel hat man einfach keine Möglichkeit, zu tif abzurutschen...das Adrenalin ist ja gerade dazu da, dich aktiv zu halten.

Was machst du, wenn es dir richtig schlecht geht?

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18. August 2017 um 5:58

Ist vielleicht besser, wenn du nicht soviel nachdenken kannst manchmal.

Tust du dir auch mal was Gutes? Ganz bewusst. Nur für dich?

früher hatte ich die Angewohnheit sonntags ein schönes Frühstück für mich zu machen und so den gemütlichen Sonntag einzuleiten. Da habe ich noch allein gewohnt.

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