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Das Gefühl nie Glücklich sein zu können

27. Oktober 2013 um 1:02 Letzte Antwort: 31. Oktober 2013 um 21:01

Hallo,
wenn ich an die Zukunft denke, sehe ich für mich nichts besonders gutes darin. Manchmal denke ich sogar nach, überlege, ob ich denn überhaubt einmal sehr alt werde. Es bis dahin schaffe. Ich versuche ja wirklich immer das Beste in allem zu sehen. Aber vielleicht bin ich einfach ein schwacher Mensch, nicht so wirklich für das Wahre Leben gemacht. Ich fühle mich manchmal einfach so am Ende. Schule ist so anstrengend und auch daheim geht es weiter. Und wenn dann meine Mutter heim kommt und ihre schlechte Laune natürlich wieder an mir auslassen muss könnte ich wieder anfangen zu weinen. Das Geschrei halte ich einfach nicht mehr aus! Auserdem bin ich ja natürlich an allem Schuld und missraten. Ich kann das schöne am Leben einfach nicht mehr sehen. Ich habe immer positiv gedacht, natürlich ist das Leben nicht immer so aber müssen Eltern einem das so stark zeigen unbedingt? Das die Zukunft in Deutschland immer schlechter wird? Das die MIttelschicht immer ärmer wird? Das man nur mit einem Spitzen Zeugnis oder Leute mit Beziehungen einmal einen Studienplatz bekommen? Ich weis nicht ob ich stark genug dafür bin. Auch in der Schule fängt das schon an. Wenn man sieht hart man selbst arbeitet und dann Leute da sitzen die ihre Aufgaben und nichts erledigen aber die Eltern die Lehrer oder alle möglichen Leute kennen und diese Schüler dann besser behandelt werden und auch bessere Noten bekommen. Ich sehe einfach nicht das sich mein Fleis lohnt. Ich fühle mich nicht unterstützt. Meine Eltern haben immer vieles für mich gemacht, wenn es Probleme in der Schule gab und alles aber sie sagen auch nur dauernd ich soll mit dem abi aufhören und dauernd höre ich den satz: ,,und in die Lehre gehen. Wie ich das hasse! Anstatt sie mir mal zeigen könnten das sie stolz sind oder irgend etwas? Aber selbst während ich das hier schreibe kann ich meinen Schmerz nicht wirklich in Worte fassen. Es ist einfach noch so viel mehr! Ich weis nicht wo mir der Kopf steht

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27. Oktober 2013 um 20:17

Verständnis
Hallo,
ich hab mal deine NAchricht gelesen und kann sagen, dass es mir ähnlich ging/geht.
Meine Mutter war schon immer sehr streng und noch strenger, als sie zum Islam konvertierte und meinen jetzigen Stiefvater heiratete.
Sie wollten unbedingt, dass ich ihrem Weg folge und durfte daher nichts. Weder lange raus gehen, noch mit Jungs treffen und schon gar nicht Trinken,Feiern gehen etc., obwohl ich immer schon der Freiheitsmensch war.
Meine Mutter ist psychisch sehr angeknackst und regt sich bei Kleinigkeiten enorm auf und hat es immer an mir ausgelassen. Auch die harte Scheidung von meinem Vater habe ich erlebt, als würde ich mich von ihm scheiden lassen, so sehr hat sie mich da mit reingezogen und ihn vor mir immer schlecht gemacht. Ich saß vor ihr und hab geheult wie ein Schlosshund und sie hat weitergemacht.
Das hörte erst einigermaßen auf, als ich 18 wurde und so langsam begann, meinen eigenen Kopf durchzusetzen, bzw es mich traute, da das Gesetz dann auf meiner Seite war. War aber auch ein langer Prozess dahin!

Wenn ich dir einen Tipp geben kann:
Versuch, dein Ding durchzuziehen!Deine Eltern sind zwar für dich verantwortlich, aber DU ALLEIN gestaltest deine Zukunft!
Wenn du nicht wegkommst von ihnen, versuch das irgendwie auszuhalten, auf taub zu stellen und nimm etwas Abstand von ihnen, versuch darüber zu lachen. Ich weiß, dass das schwer fällt, aber so konnte ich die Jahre überstehen.
Wenn du dein Abi machen willst, dann tu das!Scheiß auf die Anderen!!!
Du weißt, was du tust und kannst und konzentriere dich darauf!
Heutzutage wirst du dafür von niemandem mehr Anerkennung bekommen, damit musst du dich abfinden. Du bekommst sie nur von dir selbst!
Verlier nicht den Kopf, ok?
Rede mit Freunden darüber!Setz dich aber am besten auch mal mit deinen Eltern zusammen.Manchmal kann das helfen.
Du darfst jedoch nie vergessen: Deine Eltern haben auch ein Leben neben der Familie und irgendwohin muss auch deren Stress und ihre Sorgen.Wo, wenn nicht im trauten Heim?Woanders kann man sich nicht "frei entfalten".
Sie meinen es sicherlich nie so, wie sie es sagen. Deine Eltern lieben dich, sonst würden sie nicht dafür sorgen, dass sie dich ernähren, zur Schule schicken und Kleider tragen lassen können.
Versuch das alles mal aus ihrer Sicht zu betrachten.

Nach all den Jahren verstehe ich mich jetzt sehr gut mit meinen Eltern, wohne weit weg von ihnen, um zu studieren, und sehe sie nur paar Male.

Noch ein Tipp zum Schluss: Pass auf, dass deine Gefühle nicht einfrieren!!!

Liebste Grüße

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31. Oktober 2013 um 21:01
In Antwort auf kala_12072898

Verständnis
Hallo,
ich hab mal deine NAchricht gelesen und kann sagen, dass es mir ähnlich ging/geht.
Meine Mutter war schon immer sehr streng und noch strenger, als sie zum Islam konvertierte und meinen jetzigen Stiefvater heiratete.
Sie wollten unbedingt, dass ich ihrem Weg folge und durfte daher nichts. Weder lange raus gehen, noch mit Jungs treffen und schon gar nicht Trinken,Feiern gehen etc., obwohl ich immer schon der Freiheitsmensch war.
Meine Mutter ist psychisch sehr angeknackst und regt sich bei Kleinigkeiten enorm auf und hat es immer an mir ausgelassen. Auch die harte Scheidung von meinem Vater habe ich erlebt, als würde ich mich von ihm scheiden lassen, so sehr hat sie mich da mit reingezogen und ihn vor mir immer schlecht gemacht. Ich saß vor ihr und hab geheult wie ein Schlosshund und sie hat weitergemacht.
Das hörte erst einigermaßen auf, als ich 18 wurde und so langsam begann, meinen eigenen Kopf durchzusetzen, bzw es mich traute, da das Gesetz dann auf meiner Seite war. War aber auch ein langer Prozess dahin!

Wenn ich dir einen Tipp geben kann:
Versuch, dein Ding durchzuziehen!Deine Eltern sind zwar für dich verantwortlich, aber DU ALLEIN gestaltest deine Zukunft!
Wenn du nicht wegkommst von ihnen, versuch das irgendwie auszuhalten, auf taub zu stellen und nimm etwas Abstand von ihnen, versuch darüber zu lachen. Ich weiß, dass das schwer fällt, aber so konnte ich die Jahre überstehen.
Wenn du dein Abi machen willst, dann tu das!Scheiß auf die Anderen!!!
Du weißt, was du tust und kannst und konzentriere dich darauf!
Heutzutage wirst du dafür von niemandem mehr Anerkennung bekommen, damit musst du dich abfinden. Du bekommst sie nur von dir selbst!
Verlier nicht den Kopf, ok?
Rede mit Freunden darüber!Setz dich aber am besten auch mal mit deinen Eltern zusammen.Manchmal kann das helfen.
Du darfst jedoch nie vergessen: Deine Eltern haben auch ein Leben neben der Familie und irgendwohin muss auch deren Stress und ihre Sorgen.Wo, wenn nicht im trauten Heim?Woanders kann man sich nicht "frei entfalten".
Sie meinen es sicherlich nie so, wie sie es sagen. Deine Eltern lieben dich, sonst würden sie nicht dafür sorgen, dass sie dich ernähren, zur Schule schicken und Kleider tragen lassen können.
Versuch das alles mal aus ihrer Sicht zu betrachten.

Nach all den Jahren verstehe ich mich jetzt sehr gut mit meinen Eltern, wohne weit weg von ihnen, um zu studieren, und sehe sie nur paar Male.

Noch ein Tipp zum Schluss: Pass auf, dass deine Gefühle nicht einfrieren!!!

Liebste Grüße

Danke
Vielen vielen Dank Und deine Geschichte tut mir auch sehr leid für dich. Danke du hast mir wirklich Mut gemacht!

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