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Co-Abhängigkeit

8. August 2011 um 20:07

Hallo Zusammen,
ich wende mich an euch, da ich auf der Suche nach anderen Meinungen/Sichtweisen oder auch auf der Suche nach Frauen bin, denen es ähnlich geht wie mir.

Mein Freund leidet an einer Depression. (Dieser Satz ist so kurz und in Ihm steckt so viel drin)
Kurz nach Weihnachten hat der Neurologe meinem Freund eine Depression mit Angst-und Panikatacken diagnostiziert. Seitdem ist nichts mehr wie es mal war.
Nach einer Gruppentherapie ist er (wir) nun auf der Suche nach einem Therapeuten. Leider hat mein Freund auch Angst bei einem Therapeuten anzurufen, das "Anfragen" nach einem Therapieplatz beschränkt sich also auf den E-Mail Verkehr.

Manchmal denke ich, dass mir seine Krankheit das Genick bricht und ich nicht stark genug bin. Es ist schwer sich auch um Ihn zu "kümmern" (finde kein besseres Wort). Damit meine ich Ihn anzutreiben sich aufzuraffen und rauszugehen, mit Freunden was machen oder eine E-Mail an einen weiteren Therapeuten zu schreiben. Momentan arbeitet er aber es geht Ihm jeden Tag schlecht. Das nervt mich! Ich baue gerade eine Mauer aus Glas auf, um mich zu entfernen von den "Mir geht es soo schlecht" Gedanken/Gesprächen oder auch gerade von Ihm.
Falls jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, freue ich mich auf Feedback.

Danke und Lieben Gruß

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9. August 2011 um 1:44

Medikamentöse Behandlung?
Hallo maykasahara,
das ist wirklich eine bescheidene Situation, in der du steckst! Das tut mir wirkich sehr leid für dich!
Ich habe insofern Erfahrungen mit dieser Situation, dass ich das selbe Problem hatte, wie dein Freund! Zwar hatte ich keine Angst- und Panikattacken, aber eine Depression..
Ich kann dich total verstehen, wenn du sagst, dass dich dieses "mir-gehts-soo-schlecht- ich-kann- mich-nicht-aufraffen"-Dasein nervt und dass du kurz vor der Resignation stehts ist kaum verwunderlich! .. und dass du zu ihm hältst, ist wirklich ganz toll von dir!! Das gibt ihm bestimmt Kraft und er wird es dir irgendwann bestimmt danken (obwohl er momentan vielleicht nicht in der Lage dazu ist)...Denn Depression ist eine Krankeheit, die UNBEDINGT behandelt werden muss, denn von alleine wird es nicht besser, sondern nur noch schlimmer...Mir haben vor allem Medikamente geholfen (Antidepressiva), die ich über Wochen eingenommen habe und es wurde immer besser und besser und nu bin ich wieder ganz die Alte!
Die Frage ist jetzt, warum hat der Neurologe, der dies diagnostiziert hat, ihm nicht weiterhelfen können? Ist eine Therapie denn dringend erforderlich?Warum hat er euch nicht weiter an einen Therapeuten überwiesen? Finde ich unter aller Kanone von dem Arzt!... Denn vielleicht kann dein Freund mit Medikamenten (Antidepressiva kann auch ein gewöhnlicher Hausarzt verschreiben) anfangen, vielleicht helfen die ihm insofern, dass er sich zu einer Therapie aufraffen kann (wenn diese überhaupt erforderlich ist).
Was dein Seelenheil angeht, gibt es da nicht vielleicht Famielienmitglieder von deinem Freund oder ein guter Freund, die/ der sich einige Zeit um ihn "kümmern" kann, damit du dir eine Auszeit nehmen kannst?Ganz für dich sein kannst und Kraft tanken kannst, denn keiner hat unbegrenzt Energie!
Ich hoffe sehr, dass ich dir weiterhelfen konnte...
Liebe Grüße

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9. August 2011 um 7:31
In Antwort auf nelly8607

Medikamentöse Behandlung?
Hallo maykasahara,
das ist wirklich eine bescheidene Situation, in der du steckst! Das tut mir wirkich sehr leid für dich!
Ich habe insofern Erfahrungen mit dieser Situation, dass ich das selbe Problem hatte, wie dein Freund! Zwar hatte ich keine Angst- und Panikattacken, aber eine Depression..
Ich kann dich total verstehen, wenn du sagst, dass dich dieses "mir-gehts-soo-schlecht- ich-kann- mich-nicht-aufraffen"-Dasein nervt und dass du kurz vor der Resignation stehts ist kaum verwunderlich! .. und dass du zu ihm hältst, ist wirklich ganz toll von dir!! Das gibt ihm bestimmt Kraft und er wird es dir irgendwann bestimmt danken (obwohl er momentan vielleicht nicht in der Lage dazu ist)...Denn Depression ist eine Krankeheit, die UNBEDINGT behandelt werden muss, denn von alleine wird es nicht besser, sondern nur noch schlimmer...Mir haben vor allem Medikamente geholfen (Antidepressiva), die ich über Wochen eingenommen habe und es wurde immer besser und besser und nu bin ich wieder ganz die Alte!
Die Frage ist jetzt, warum hat der Neurologe, der dies diagnostiziert hat, ihm nicht weiterhelfen können? Ist eine Therapie denn dringend erforderlich?Warum hat er euch nicht weiter an einen Therapeuten überwiesen? Finde ich unter aller Kanone von dem Arzt!... Denn vielleicht kann dein Freund mit Medikamenten (Antidepressiva kann auch ein gewöhnlicher Hausarzt verschreiben) anfangen, vielleicht helfen die ihm insofern, dass er sich zu einer Therapie aufraffen kann (wenn diese überhaupt erforderlich ist).
Was dein Seelenheil angeht, gibt es da nicht vielleicht Famielienmitglieder von deinem Freund oder ein guter Freund, die/ der sich einige Zeit um ihn "kümmern" kann, damit du dir eine Auszeit nehmen kannst?Ganz für dich sein kannst und Kraft tanken kannst, denn keiner hat unbegrenzt Energie!
Ich hoffe sehr, dass ich dir weiterhelfen konnte...
Liebe Grüße

Medikamente
Guten

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9. August 2011 um 7:37
In Antwort auf betrys_12738854

Medikamente
Guten

Medikamente
Guten morgen nelly,danke fuer die liebe Antwort.Medikamente nimmt mein Freund,die hat er von der neurologin bekommen.aber das ist nur eine Seite fuer mich.wobei er auch immer mehr davon nimmt.das mit der auszeit klingt gut,ist aber nicht machbar.manchmal möchte ich ihn einfach abgeben zu seinen Eltern oder in die tagesklinik,das will er aber nicht.

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10. August 2011 um 0:02

Selbsthilfegruppe für Angehörige
Liebe maykasahara,

deine Lage hört sich wirlich schlimm an! Ich kann mir vorstellen (oder wahrscheinlich nur annähernd vorstellen), wie verzweifelt und machtlos du bist!!
Als ich meine Depressionsphase hatte (ich muss dazu sagen, dass ich nur eine "kleine Depression" = Zitat meiner Ärztin hatte! (Hat sich ganz und gar nicht "klein" angefühlt!) und dass dein Freund sehr wahrscheinlich eine viel schwerere Form der Depression hat) hat vor allem meine Mutter darunter gelitten... einen Freund hatte ich zu der Zeit noch nicht. Ich weiß, dass sie sich, genauso wie du, sehr ohnmächtig und verzweifelt gefühlt hat... zum Glück (für mich) hatte sie sehr viel Verständnis, was mir wirklich sehr gut getan hat! Im Nachhinein bin ich ihr sehr dankbar...in der Depression aber hatte ich kaum was anderes vor Augen als mein eigenes Leiden... Leider ist es einfach so: In der Depri-Phase erkennt man leider nur den eigenen Schmerz und nicht den der lieben Menschen um einen herum, die sich sorgen und selber vielleicht daran kaputt gehen! Das ist wirklich bitter, ist aber nicht zu ändern...
Nun hab ich Folgendes im Internet gefunden:

http://www.depressionen-verstehen.de/angehoerige/selbsthilfegruppen/

http://www.deutsches-depressionsportal.de/infocenter/hilfe-durch-angehoerige.php

Vielleicht kommt ja eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Depressionskranken für dich in Frage... Ich denke, da wird man dir sicherlich helfen können!
Ansonsten wünsch ich dir nur das Beste für deinen und euren weiteren Lebensweg, wünsche dir Kraft diese furchtbare Lebensphase durchzustehen und dass ihr bald wieder glücklich leben und lieben könnt!!!

Liebe Grüße

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