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Citalopram - falsch verschrieben?

17. November um 13:24

Hallo community,

Ich war letztens beim Hausarzt und habe ihn gefragt ob er mir etwas verschreiben kann, was gegen Stress hilft und womit ich mich besser konzentrieren kann (für job und uni), da ich seit Monaten ziemlich viel zu tun habe durch Arbeit, uni und noch paar andere sachen und im moment vom work-load und emotional echt untergehe.

Max. 10 min hab ich mit ihm gesprochen und er hat mir citalopram 10mg (täglich, 100/packung) und tavor (bei Bedarf) verschrieben.

Ich habe noch nie Psychopharmaka genommen und kenne mich 0 aus.

Jetzt habe ich zu Hause gelesen, dass citalopram ein Antidepressiva ist.
Ich bin aber nicht depressive, ich habe eher burn-out und brauche was leistungssteigerndes um dagegen zu wirken. Und tavor soll beruhigend wirken und beim schlafen helfen, aber auch schlafen kann ich viel, wenn ich mal Zeit hab. Und auch darf ich auf keinen fall müde und träge werden, das wäre extrem kontraproduktiv und würde mich nur noch mehr stressen!!

Ich bin total irritiert über diese Medikamentenverordnung und weiß jetzt nicht ob ich das nehmen soll. Ich hab auch mehrmals gefragt, ob das was er mir da verschreibt mir beim konzentrieren hilft und er meinte ja! Ich will doch eigentlich kein Antidepressiva!!!
Hat das die gleiche Wirkung? Hat das jemand genommen und weiß, dass das auch bei Stress und Konzentrationsschwäche hilft?

Was soll ich tun, ich bin total verwirrt???!
 

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18. November um 13:37

Meiner Meinung nach ist das Medikament für dich nicht geeignet. Zudem musst du dich fragen ob es wirklich eine gute Lösung ist sich mit Medikamenten zu pushen und darin die Lösung für alle Probleme zu suchen. Du scheinst nicht erkrankt zu sein, sondern eher überlastet. Die Ursache dafür kannst du nicht bekämpfen indem du Tabletten schluckst. 

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19. November um 0:09
In Antwort auf annanym.0107

Hallo community,

Ich war letztens beim Hausarzt und habe ihn gefragt ob er mir etwas verschreiben kann, was gegen Stress hilft und womit ich mich besser konzentrieren kann (für job und uni), da ich seit Monaten ziemlich viel zu tun habe durch Arbeit, uni und noch paar andere sachen und im moment vom work-load und emotional echt untergehe.

Max. 10 min hab ich mit ihm gesprochen und er hat mir citalopram 10mg (täglich, 100/packung) und tavor (bei Bedarf) verschrieben.

Ich habe noch nie Psychopharmaka genommen und kenne mich 0 aus.

Jetzt habe ich zu Hause gelesen, dass citalopram ein Antidepressiva ist.
Ich bin aber nicht depressive, ich habe eher burn-out und brauche was leistungssteigerndes um dagegen zu wirken. Und tavor soll beruhigend wirken und beim schlafen helfen, aber auch schlafen kann ich viel, wenn ich mal Zeit hab. Und auch darf ich auf keinen fall müde und träge werden, das wäre extrem kontraproduktiv und würde mich nur noch mehr stressen!!

Ich bin total irritiert über diese Medikamentenverordnung und weiß jetzt nicht ob ich das nehmen soll. Ich hab auch mehrmals gefragt, ob das was er mir da verschreibt mir beim konzentrieren hilft und er meinte ja! Ich will doch eigentlich kein Antidepressiva!!!
Hat das die gleiche Wirkung? Hat das jemand genommen und weiß, dass das auch bei Stress und Konzentrationsschwäche hilft?

Was soll ich tun, ich bin total verwirrt???!
 

Wenn du glaubst Medikamente fuer Deine Probleme zu brauchen, dann mach bitte einen Termin bei einem Psychiater. 

 

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19. November um 9:32

Diese Medikamente würd ich auf keinen Fall nehmen. Psychopharmaka/Antidepressiva sollten niemals leichtfertig verschrieben werden. Sie "heilen" nichts und können höchstens in Extremfällen in Verbindung mit einer Psychotherapie sinnvoll sein - und selbst da hab ich starke Zweifel.

Antidepressiva beginnen erst nach einigen Wochen langsam zu wirken, können aber auch stark nach hinten losgehen und z.B zu Gewaltausbrüchen oder Selbstmordgedanken führen. Deshalb sollten diese Medikamente nur unter Betreuung eines Facharztes genommen werden. Etliche (wenn nicht alle) Amokläufer an Schulen wurden übrigens mit Antidepressiva behandelt, der Germanwings-Pilot, der das Flugzeug damals zum Absturz brachte, soweit ich weiß ebenfalls.

Der nächste Punkt ist, dass du Antidepressiva nicht einfach absetzen kannst. Das muss man ganz langsam unter ärztlicher Aufsichr reduzieren, da es sonst zu schweren Entzugserscheinungen kommen kann. Anders gesagt: Das sind Medikamente, die wie Drogen wirken und körperlich abhängig machen, und sie verändern den Aufbau des Gehirns (konkrez der Synapsen). Zudem haben sie heftige Nebenwirkungen, unter anderem kann es zu einem bleibenden Verlust der Fähigkeit, sexuelle Erregung zu empfinden, kommen.

Das alles nur wegen ein bisschen Stress find ich doch etwas extrem... versuch lieber, dir Freiräume zur Erholung/Entspannung zu schaffen, besuch zum Beispiel einen Yoga-Kurs (gibt es vermutlich an den meisten Unis), andere Formen von Meditation können auch sehr hilfreich sein. Pflanzliche Produkte auf Baldrian- oder Hopfenzapfenbasis können dir evtl. auch ein wenig helfen.

Vergiss aber nicht: Stress kann der Körper einige Zeit durchhalten bzw. kompensieren, aber wenn er zum Dauerzustand wird, kann es zu schweren oder zumindest langanhaltenden Krankheiten kommen. Unter anderem wird durch Stress das Immunsystem geschwächt.

Was den Arzt angeht, der dir die Medikamente verschrieben hat: Bei dem wär das Vertrauensverhältnis für mich definitiv zerstört...

Viele Grüße und alles Gute!

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20. November um 10:43

Alleine die Tatsache, dass es dein HAUSARZT verschrieben hat, rechtfertig es, dir dringend von der Einnahme abzuraten! Das sind Medikamente, die von einem Psychiater verschrieben werden sollten (oder eben auch nicht!).

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21. November um 7:18
In Antwort auf bblubb456

Diese Medikamente würd ich auf keinen Fall nehmen. Psychopharmaka/Antidepressiva sollten niemals leichtfertig verschrieben werden. Sie "heilen" nichts und können höchstens in Extremfällen in Verbindung mit einer Psychotherapie sinnvoll sein - und selbst da hab ich starke Zweifel.

Antidepressiva beginnen erst nach einigen Wochen langsam zu wirken, können aber auch stark nach hinten losgehen und z.B zu Gewaltausbrüchen oder Selbstmordgedanken führen. Deshalb sollten diese Medikamente nur unter Betreuung eines Facharztes genommen werden. Etliche (wenn nicht alle) Amokläufer an Schulen wurden übrigens mit Antidepressiva behandelt, der Germanwings-Pilot, der das Flugzeug damals zum Absturz brachte, soweit ich weiß ebenfalls.

Der nächste Punkt ist, dass du Antidepressiva nicht einfach absetzen kannst. Das muss man ganz langsam unter ärztlicher Aufsichr reduzieren, da es sonst zu schweren Entzugserscheinungen kommen kann. Anders gesagt: Das sind Medikamente, die wie Drogen wirken und körperlich abhängig machen, und sie verändern den Aufbau des Gehirns (konkrez der Synapsen). Zudem haben sie heftige Nebenwirkungen, unter anderem kann es zu einem bleibenden Verlust der Fähigkeit, sexuelle Erregung zu empfinden, kommen.

Das alles nur wegen ein bisschen Stress find ich doch etwas extrem... versuch lieber, dir Freiräume zur Erholung/Entspannung zu schaffen, besuch zum Beispiel einen Yoga-Kurs (gibt es vermutlich an den meisten Unis), andere Formen von Meditation können auch sehr hilfreich sein. Pflanzliche Produkte auf Baldrian- oder Hopfenzapfenbasis können dir evtl. auch ein wenig helfen.

Vergiss aber nicht: Stress kann der Körper einige Zeit durchhalten bzw. kompensieren, aber wenn er zum Dauerzustand wird, kann es zu schweren oder zumindest langanhaltenden Krankheiten kommen. Unter anderem wird durch Stress das Immunsystem geschwächt.

Was den Arzt angeht, der dir die Medikamente verschrieben hat: Bei dem wär das Vertrauensverhältnis für mich definitiv zerstört...

Viele Grüße und alles Gute!

Ich nehme solche Tabletten auch nicht gerade gern. Aber was, wenn man es ohne sie nicht schafft??

Dass sie nicht HEILEN, glaube ich auch inzwischen. Ich nehme Citalopram jetzt schon seit 5 Jahren und werde sie wohl mein ganzes Leben lang schlucken müssen, denke ich mir manchmal..

LG

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21. November um 7:22
In Antwort auf saskia11831

Alleine die Tatsache, dass es dein HAUSARZT verschrieben hat, rechtfertig es, dir dringend von der Einnahme abzuraten! Das sind Medikamente, die von einem Psychiater verschrieben werden sollten (oder eben auch nicht!).

Das kommt ganz darauf an, so pauschal kann man das nicht sagen! Ich nehme das Medikament jetzt schon 5 Jahre und habe in dieser Zeit sehr gute Hausärzte und ziemlich schlechte Fachärzte für Psychiatrie kennengelernt.

Nur so nebenbei: Das erste Mal Citalopram bekam ich in der Fachabteilung eines Krankenhauses mit 16 - und dann auch gleich 20mg. Von meinem Hausarzt erfuhr ich später, dass dieses Medikament eigentlich erst ab 18 gegeben werden soll (ich hab dann mal im Beipackzettel nachgeschaut, steht dort auch so drin!!) und möglichst erstmal nur 10mg.

LG

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