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Burn-out mit 23?

9. Juni 2011 um 14:09

Hallo...

mir ist derzeit in meinem Leben alles zu viel.
Alles begann vor einem Jahr als ich mit meinem jetzigen Lebenspartner nach Schleswig-Holstein gezogen bin. Weg von der Familie, weg von den wenigen Freunden die ich hatte. Und hier ist nun... nichts. Das schon mal als Grund weshalb ich mich hier mal ausflennen muss.

Jetzt zur aktuellen Situation:
Mein Lebenspartner ist bei der Bundeswehr und somit oft von zu Hause weg. Ich bin dann allein. Allerdings habe ich auch eine Menge zu tun... ich bin selbständig mit einem kleinen Dienstleistungsunternehmen, habe nebenbei noch einen 400EUR-Job und studiere von zu Hause aus. Dazu kommt dann noch der Haushalt und der andere Kram der ja immer erledigt werden will.

Leider ist es derzeit so, dass bei uns auch das Geld hinten und vorne nicht reicht. Wir haben eine Zeit lang nett ausgedrückt "etwas über unsere Verhältnisse gelebt" und sind aus diesem Grund jetzt eben etwas "klamm".

Gestern Abend gings dann allerdings richtig rund. Mein Freund eröffnete mir dass er es für besser hält wenn er auszieht. Er verspürt den Drang so schnell wie möglich die roten Zahlen von seinem Konto zu verbannen und das geht wohl mit mir nicht. Daraufhin hatten wir eine Aussprache in dem ich ihm auch andere Wege aufgezeigt habe wie man dass den nun hinbekommen könnte. Klar, nicht in Rekordzeit aber immerhin...

Er ist dann glücklicherweise auch wieder zur Vernunft gekommen und wir wollen uns am kommenden Wochenende nochmal über alles in Ruhe unterhalten, Pläne machen und evtl. auch einen Termin bei einer Schuldernberatung. Soweit alles schick.

Mein Problem: ich bin einfach so müde. Ich bin so unglaublich müde vom Leben. Ich will mich jetzt nicht umbringen oder so aber derzeit ist einfach alles nur zum brechen.

Egal wie ich mich anstrenge, wie ich mir Mühe gebe: keiner siehts und einen "Tritt in den Allerwertesten" krieg ich auch noch dafür. Ich habe einfach keine Lust mehr hier alles zu schmeißen und für alles verantwortlich zu sein. Ich habe das Gefühl dass ich alles zusammenhalte.

Wenn ich mir die Mädels anschaue mit denen ich damals zur Schule gegangen bin... die reisen um die Welt und machen verrückte Sachen, sie genießen ihr Leben in vollen Zügen und ich?

Ich bin froh wenn ich mir nachts mal 6 Stunden Schlaf gönnen kann weil ich täglich um die 15 Stunden nur mit arbeiten und lernen zu tun habe und eben meine anderen Pflichten ebenso erledigen muss.

Ich kann einfach nicht mehr.

Ging es einer von euch mal genauso? Was hat euch geholfen? Wie habt ihr eure Motivation wiedergefunden?

Viele liebe Grüße
Melina

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9. Juni 2011 um 16:18

Burnout
ich hatte auch ein burnout, leider zu spät gemerkt und davon schwere depressionen bekommen. am besten besucht du deine hausarzt und erzählst ihm die ganze geschichte. wahrscheinlich brauchst du eine auszeit was ich dir auch anraten würde! alles gute!

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13. Juni 2011 um 16:02

Willkommen im Club
Das hört sich doch alles ziemlich ähnlich an! Leider hab ich den Punkt an dem du bist ignoriert! Und dann kam was kommen musste, der totale absturz. 1 Jahr arbeitsunfähig, Ausbildung nicht geschaftt, 8 wochen Reha am Arsch der Welt. Allerdings hab ich da gerlernt was wichtig ist , und das bin ICH! Hört sich egoistisch an, kann sein! Ich würde dir raten als erstes mal eine kleine auszeit zu nehmen, Muss jetzt nicht ein ganzes Jahr sein BEsuch doch deine Eltern und Freunde mal für ne Woche oder so! Einfach mal raus da! Und dann solltest du dir in aller Ruhe überlegen welche Belastungen du aufgeben kannst! Das könnte z.B das Studium sein, das könnte man sicher auch noch machen wenns wieder etwas ruhiger ist. Dein eigenes Unternehmen, Hut ab! Aber ich könnte mir vorstellen das das nicht gerade ein Zucker schlecken ist, gerade wo du noch den 400 Job hast, und den ganzen Haushalt und halt alles andere. Und dein Freund......was tut er den, außer sich bei der Bundeswehr die Eier zu schauckeln?? Könnte er nicht eventuell auch ein wenig an eurer Finanziell schlechten Situaion ändern? Wieso solltest DU das alles alleine stemmen?? Er ist daran doch ebenso "schuld" wie du. Dann sollte er auch seinen Beitrag dazu leisten. Siehst er das nicht ein, solltest du dir überlegen ob du wirklich den rest deines Lebens mit eienm Typ verbringen willst bei dem du für alles schlechte verantworlich bist und das gefälligst auch zu regeln hast...... also ich hab meine damaligen KINGPASCHA nahc der Reha verlassen! Und bin wieder zurück zu meine Eltern gezogen, allein dieser Schritt hat das Leben schon mal um 50% leichter gemacht. Ich denke du hast jetzt einiges zum "drüber nachdenken" ?

LG und alles Gute

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