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Bulimie - Stationär oder nicht?

1. November 2013 um 18:59 Letzte Antwort: 3. Januar 2014 um 11:37

Hallo ihr,
ich hoffe ihr könnt mir helfen od mich ermutigen.
Ich leider seit 10 Jahren an Bulimie. Das soll aufhören. Ich kann im Alltag in meinem Job keine ordentliche Theraoie beginnen. Ich bin nicht sicher ob ich es meinem Arbeitgeber sagen soll und wann ja, was genau? Die Wahrheit?
Oder sollte ich gleich für 6 Wochen stationär behandelt werden? Vielleicht bring das mehr, was denkt ihr?
Kennt ihr gute Kliniken? Ich will sogerne von dem Mist loskommen und schaffe es nicht.Ich weiss doch wie toll das Leben sein kann. ... ich wünsche es mir so sehr!!!

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8. Dezember 2013 um 17:47

Schwierig
Hallo liebes Mädchen;

zuerst einmal finde ich es gut, dass du dich alldem stellen willstz. Ich weiß, gerade nach einer so langen Zeit ist das wirklich nicht leicht.

Darf ich fragen, in was für einem Bereich du arbeitest? Ich habe zwar an sich nicht viel Erfahrung damit, weiß aber, dass verschiedene arbeitsbereiche damit unterschiedlich umgehen (wobei da auch immer eine nicht kalkulierbare menschliche Komponente mitspielt; könnte sein, dass dein Chef total verständnisvoll reagiert, doch könnte natürlich genauso sein, dass dadurch noch mehr Probleme aufgewirbelt werden).


Gerade wenn die Bulimie bereits so lange vorherrscht, würde ich dir durchaus zu einer stationären Therapie raten. Aber da musst du zwei Punkte bedenken.

Erstens; du musst trotz allem natürlich mit einer Wartezeit rechnen, teilweise mehrere Monate, und auch danach wird eine ambulante Therapie unumgänglich sein.

Ich weiß auch nicht, inwieweit es möglich ist, eine stationäre Therapie einzugehen, bevor man nicht eine ambulante Therapie hatte. Ein Therapeut müsste sich da soweit ich weiß dann eben deutlich für aussprechen, zB wegen körperlicher Symptomatik, sodass du erstmal genug aufgepäppelt werden musst, um die Therapie starten zu können. Doch auch da läuft es dann eher so, dass in der Klinik der Fokus auf dem Essen/dem Gewicht liegt und weniger auf einer Psychotherapie.


Zweitens; wie genau kommst du auf die 6 Wochen? Bzw hoffe ich, dass du nicht denkst dass du das innerhalb von 6 Wochen geregelt bekommst. Ich möchte wirklich nicht gemein sein oder irgendwie sowas, nur mach dir bitte nicht zu unrealistische Hoffnungen. Du hast einen steinigen Weg vor dir. Es ist super dass du dir Hilfe holen möchtest, dass ist der erste Schritt und absolut essentiell.

Nur stell dich bitte auch darauf ein, dass selbst wenn du stationär gehst, du nach diesem Aufenthalt nicht "geheilt" sein wirst. Vorallem, wenn die Bulimie schon so viele Jahre vorherrscht!

Ich würde mich auf jeden Fall an einen Therapeuten und/oder eine Beratungsstelle wenden, damit du sie über deinen individuellen Fall informieren kannst und angemessene Vorschläge bekommst. Denn vielleicht findet sich ja doch ein Weg, um in den Alltag irgendwie eine Therapie zu integrieren. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen!

Liebe Grüße,
Nenshali

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11. Dezember 2013 um 12:44
In Antwort auf nenshali

Schwierig
Hallo liebes Mädchen;

zuerst einmal finde ich es gut, dass du dich alldem stellen willstz. Ich weiß, gerade nach einer so langen Zeit ist das wirklich nicht leicht.

Darf ich fragen, in was für einem Bereich du arbeitest? Ich habe zwar an sich nicht viel Erfahrung damit, weiß aber, dass verschiedene arbeitsbereiche damit unterschiedlich umgehen (wobei da auch immer eine nicht kalkulierbare menschliche Komponente mitspielt; könnte sein, dass dein Chef total verständnisvoll reagiert, doch könnte natürlich genauso sein, dass dadurch noch mehr Probleme aufgewirbelt werden).


Gerade wenn die Bulimie bereits so lange vorherrscht, würde ich dir durchaus zu einer stationären Therapie raten. Aber da musst du zwei Punkte bedenken.

Erstens; du musst trotz allem natürlich mit einer Wartezeit rechnen, teilweise mehrere Monate, und auch danach wird eine ambulante Therapie unumgänglich sein.

Ich weiß auch nicht, inwieweit es möglich ist, eine stationäre Therapie einzugehen, bevor man nicht eine ambulante Therapie hatte. Ein Therapeut müsste sich da soweit ich weiß dann eben deutlich für aussprechen, zB wegen körperlicher Symptomatik, sodass du erstmal genug aufgepäppelt werden musst, um die Therapie starten zu können. Doch auch da läuft es dann eher so, dass in der Klinik der Fokus auf dem Essen/dem Gewicht liegt und weniger auf einer Psychotherapie.


Zweitens; wie genau kommst du auf die 6 Wochen? Bzw hoffe ich, dass du nicht denkst dass du das innerhalb von 6 Wochen geregelt bekommst. Ich möchte wirklich nicht gemein sein oder irgendwie sowas, nur mach dir bitte nicht zu unrealistische Hoffnungen. Du hast einen steinigen Weg vor dir. Es ist super dass du dir Hilfe holen möchtest, dass ist der erste Schritt und absolut essentiell.

Nur stell dich bitte auch darauf ein, dass selbst wenn du stationär gehst, du nach diesem Aufenthalt nicht "geheilt" sein wirst. Vorallem, wenn die Bulimie schon so viele Jahre vorherrscht!

Ich würde mich auf jeden Fall an einen Therapeuten und/oder eine Beratungsstelle wenden, damit du sie über deinen individuellen Fall informieren kannst und angemessene Vorschläge bekommst. Denn vielleicht findet sich ja doch ein Weg, um in den Alltag irgendwie eine Therapie zu integrieren. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen!

Liebe Grüße,
Nenshali

Verwechselst Du da,,,
...nicht gerade Anorexie mit Bulimie...? Du weißt doch gar nicht, was maedchen007 für ein Gewicht hat? Finde ich "schwierig", was Du hier für Prognosen stellst...! ...und Ermutigung liest sich anders...

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11. Dezember 2013 um 12:59

Hi!
Freut mich für Dich, dass Du gesund werden willst!

Ob ein stationärer Aufenthalt nötig ist, hängt davon ab, wie es Dir körperlich geht!? Das müsste ein Arzt abklären... Das wäre auch deshalb von Vorteil, da man medikamentös unterstützend helfen kann, da gibt es mittlerweile gute Belege, dass Antidepressive helfen... Wenn es Dir gut genug für eine ambulante Therapie geht, dann bekommst Du das bestimmt neben Deinem Job unter! Da geht es dann eine zeitlang um Deine Gesundheit, die sollte über allem stehen... nicht wenige Therapeuten bieten auch Feierabendtermine an.
Die ambulante Therapie hätte den Vorteil, dass Du in Deinem gewohnten Umfeld bleibst und dort ja auch mit der Problematik umzugehen hast... sprich das ließe sich parallel immer wieder bearbeiten... zudem hast Du dann Therapie über einen längeren Zeitraum, was bei den anstehenden Themen sicherlich von Vorteil ist!

Sich Hilfe zu holen ist die größte Hürde! Respekt, wenn Du das schaffst! Viel Kraft und Erfolg!

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3. Januar 2014 um 11:37

Hey
Hallo..Also eine Freundin von mir hatte Bulimie und wir haben das auch alle erst sehr spät mitgekriegt, weil sie das immer versteckt hat und so und es eigentlich nie gezeigt hat. Sie hat sich in keiner Weise behandeln lassen, aber besonders gut gehts ihr jetzt auch nicht grade. 10 Jahre ist ja ganz schön viel.. Nun ist das mal so, dass eine stationäre Therapie meistens sehr viel länger dauert^^ Es ist MINDESTENS 6 Wochen. Als Minderjährige darfst du nur raus, wenn du wirklich wieder gesund bist, als Erwachsene darfst du selbst entscheiden. Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, da kann ich dir auch keine guten Kliniken sagen Aber du brauchst auf jeden Fall keine Angst zu haben! Du solltest es deinem Arbeitgeber schon sagen, wenn du eingewiesen wirst, wenn du nur eine Therapie machen willst, brauchst du es, denke ich, nicht sagen, solange es sich nicht mit deinen Arbeitszeiten überschneidet.
Ich finde es richtig gut, dass du was dagegen unternehmen willst!! Lg Marlene

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