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Brauche eine Bewertung zu meiner Person

31. Oktober 2016 um 15:45

Guten Tag liebe Community,

ich habe schon seit längerem ein Problem, welches ich mit mir herumtrage. Ich würde den Koffer gerne stehen lassen und weiter gehen, ich weiß aber nicht wie ich die Handschellen öffnen soll ...

Ich bin es leider nicht gewöhnt Menschen in meinem Umfeld zu haben. Früher wurde ich isoliert, heute isoliere ich mich selbst. Zwar versuche ich mich immer wieder zu integrieren, jedoch schaffe ich es nie. Ich scheine unterbewusst eine Mauer um mich errichtet zu haben, die weder ich noch andere wissen zu durchdringen.

Es Endet immer wieder gleich. Ich werde nervös, angespannt, mein Kopf verkrampft sich wegen meinen Gedanken, ich komme in eine Blockade rein.
Ich denke man kann es als eine Form von Angst einordnen. Und diese kann man am besten bekämpgen wenn man die Gedanken weiter denkt. Aber an dem Punkt komme ich nicht weiter ...
Ich weiß in Situationen wo man mit Leuten zusammen sitzt nicht was Normal ist, wie ich mich verhalten soll, ob die mir gegenüber mich überhaupt da haben wollen, ob das was ich erzähle interessant ist, und ob ich vllt sogar meine gestikt falsch benutze, ... . Und dann lassen sich die oberflächigen Fragen noch vertiefern, was interessiert dem gegenüber überhaupt, ist das nicht schon zu langweilig, im bus hört man leute sich über ihr langweiliges leben unterhalten, was sie heute eingekauft haben, was sie gegessen haben, was deren mütter heute gemacht haben. Da frage ich mich "Wieso? Wen interessiert das?" Dann Frage ich mich bin ich vllt nicht normal, ist es normal sich über solche langweiligen sachen zu unterhalten, ist es vllt sogar interessant für den anderen, sind die leute gelangweilt, haben die leute nichts interessanteres gemacht, wollen die leute damit etwas anderes zum ausdruck bringen.

Ich bin damit vollkommem überfordert, ich würde gerne die gesellschaft verstehen und mich besser einbinden, aber ich finde es zu kompliziert. Ich denke es liegt an ...

Und wenn ich dann in dieser blockade drinne bin, bin ich wie gelähmt. Ich kann nur schwer reden, kann die Gedanken gänge nicht nachvollziehen und auch kein anschluss finden.

Ich denke es müsste eig so sein als würden ein paar personen ihre gedanken in einne topf werfen und umrühren. Also die gedanken schweifen lassen und dann bringt man sich immer wieder auf neue gedanken gänge und kann sich frei unterhalten, das habe ich aber noch nie geschafft.
Ich würde in solchen situationen am liebsten aufstehen und gehen. Aber das kann ich auch nicht tun, weil ich höfflich sein will und eine rechenschafft warum ich gehe kann ich in solchen situationen auch schlecht wieder geben. Weil mir das sprechen dann einfach schwer fällt.

Früher habe ich versucht mich dort reinzuzwingen, weil ich nur die art für richtig gehalten habe. Heute bin ich lieber alleine und ich weiß das sowas nichts für mich ist. Jedoch würde ich gerne bessere beziehungen zu anderen aufbauen. Vllt bin ich einfach der mensch der alleine besser klar kommt. :/

Ich habe auch eine kumpelin die extrem nett und extrovertiert ist und die ich dafür bewundere, aber ich kann ihr nicht zeigen, dass sie ein toller mensch ist. Weil ich diese mauer um mich rum habe. Und ich komme da nicht durch ...

Ich wollte nuemanden mit dem Beitrag zu nahe tretten, es waren nur Beispiele die mir gerade so eingefallen sind. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise wundervoll. Ich wollte nur meine Gedanken gänge etwas besser veranschaulichen. Und hat vllt jemand tipps für mich oder ist jmd ähnlich eingestellt? Oder sind meine Gedanken normal?
Ich weiß es nicht -.-

Ich kenne es nicht eine Phobie zu haben, aber ich glaube man kann dadurch gelähmt werden und so würde ich die Angst beschreiben von der ich geschrieben habe. Eine Phobie.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche.

Vini

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31. Oktober 2016 um 19:19

Einzelne menschen sind okay. Wobei ich mich früher immer selbst unter deuck gesetzt habe, weil ich dachte das ich den anderen unterhalten müsste. Bin da aber immer noch etwas angespannt.

Hast du einen tipp wie ich vllt doch gefallen an größeren gesprächen finden kann?
Und ist es in Ordnung wenn ich mich unwohl fühle und sage ich will gehen. Oder werden die anderen dann glaube die haben was falsch gemacht?

Vielen dank für deine antwort

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1. November 2016 um 13:16
In Antwort auf vinsz

Guten Tag liebe Community,

ich habe schon seit längerem ein Problem, welches ich mit mir herumtrage. Ich würde den Koffer gerne stehen lassen und weiter gehen, ich weiß aber nicht wie ich die Handschellen öffnen soll ...

Ich bin es leider nicht gewöhnt Menschen in meinem Umfeld zu haben. Früher wurde ich isoliert, heute isoliere ich mich selbst. Zwar versuche ich mich immer wieder zu integrieren, jedoch schaffe ich es nie. Ich scheine unterbewusst eine Mauer um mich errichtet zu haben, die weder ich noch andere wissen zu durchdringen.

Es Endet immer wieder gleich. Ich werde nervös, angespannt, mein Kopf verkrampft sich wegen meinen Gedanken, ich komme in eine Blockade rein.
Ich denke man kann es als eine Form von Angst einordnen. Und diese kann man am besten bekämpgen wenn man die Gedanken weiter denkt. Aber an dem Punkt komme ich nicht weiter ...
Ich weiß in Situationen wo man mit Leuten zusammen sitzt nicht was Normal ist, wie ich mich verhalten soll, ob die mir gegenüber mich überhaupt da haben wollen, ob das was ich erzähle interessant ist, und ob ich vllt sogar meine gestikt falsch benutze, ... . Und dann lassen sich die oberflächigen Fragen noch vertiefern, was interessiert dem gegenüber überhaupt, ist das nicht schon zu langweilig, im bus hört man leute sich über ihr langweiliges leben unterhalten, was sie heute eingekauft haben, was sie gegessen haben, was deren mütter heute gemacht haben. Da frage ich mich "Wieso? Wen interessiert das?" Dann Frage ich mich bin ich vllt nicht normal, ist es normal sich über solche langweiligen sachen zu unterhalten, ist es vllt sogar interessant für den anderen, sind die leute gelangweilt, haben die leute nichts interessanteres gemacht, wollen die leute damit etwas anderes zum ausdruck bringen.

Ich bin damit vollkommem überfordert, ich würde gerne die gesellschaft verstehen und mich besser einbinden, aber ich finde es zu kompliziert. Ich denke es liegt an ...

Und wenn ich dann in dieser blockade drinne bin, bin ich wie gelähmt. Ich kann nur schwer reden, kann die Gedanken gänge nicht nachvollziehen und auch kein anschluss finden.

Ich denke es müsste eig so sein als würden ein paar personen ihre gedanken in einne topf werfen und umrühren. Also die gedanken schweifen lassen und dann bringt man sich immer wieder auf neue gedanken gänge und kann sich frei unterhalten, das habe ich aber noch nie geschafft.
Ich würde in solchen situationen am liebsten aufstehen und gehen. Aber das kann ich auch nicht tun, weil ich höfflich sein will und eine rechenschafft warum ich gehe kann ich in solchen situationen auch schlecht wieder geben. Weil mir das sprechen dann einfach schwer fällt.

Früher habe ich versucht mich dort reinzuzwingen, weil ich nur die art für richtig gehalten habe. Heute bin ich lieber alleine und ich weiß das sowas nichts für mich ist. Jedoch würde ich gerne bessere beziehungen zu anderen aufbauen. Vllt bin ich einfach der mensch der alleine besser klar kommt. :/

Ich habe auch eine kumpelin die extrem nett und extrovertiert ist und die ich dafür bewundere, aber ich kann ihr nicht zeigen, dass sie ein toller mensch ist. Weil ich diese mauer um mich rum habe. Und ich komme da nicht durch ...

Ich wollte nuemanden mit dem Beitrag zu nahe tretten, es waren nur Beispiele die mir gerade so eingefallen sind. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise wundervoll. Ich wollte nur meine Gedanken gänge etwas besser veranschaulichen. Und hat vllt jemand tipps für mich oder ist jmd ähnlich eingestellt? Oder sind meine Gedanken normal?
Ich weiß es nicht -.-

Ich kenne es nicht eine Phobie zu haben, aber ich glaube man kann dadurch gelähmt werden und so würde ich die Angst beschreiben von der ich geschrieben habe. Eine Phobie.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche.

Vini

Hi Vini,

erstmal finde ich es super, dass du diesen schritt gegangen bist und dich jetzt "zeigst"

desweiteren, wer sagt eigentlich was normal ist? die masse der gesellschaft, medien, politiker? Oma, Tante Cousine? Was ist normal?

Normal ist das worin, womit du dich wohl fühlst.
Du bist eine Type die halt nicht gern in gesellschaft ist? na und ! jeder so wie er mag und mit sich im reinen ist.
meinst du körperliche gesellschafft oder zählt für dich auch schon dieses forum dazu? ist doch auch eine art gesellschaft, bist also gar nicht so zurückhaltend.

unterschwellig verstehe ich deine botschaft doch ein stückweit dazu zu gehören. aber das tust du doch!

Du hast uns deine geschichte geschrieben... und schon mist du eine person die genau das gleiche anliegen hat wie alle hier.

mal gehört werden. mal rausschreihen was phase ist, den druck vom brustkorb abwerfen der einen zerdrückt  und und und

ich glaube für dich ist es noch eine riesen hürde in der körperlichen gruppe etwas vorzu tragen, weil dir der bezug zu den leuten fehlt.
das nenne ich aber mal natürlich.
ich schmeiße mich auch nicht jeden an den hals und erzähle dem meine geschichte.
erstmal wird sich immer beschnuppert ob die sympathie stimmt.

eigentlich kannst du von tierbeiträgen über verhaltensweisen, fast eins zu eins auf uns menschen kopieren.
nur sind die beiträge a) lustiger und b) leichter zu verstehen.

mein tipp ist bleib aktiv in diesem forum. ich finde es ist der erste aktive schritt.
und bitte nicht mehr denken was die anderen denken könnten, denn dann würde die straßenbahn ganz still und das forum gänzlich leer sein 

hoffe dir helfen ein paar gedanken meinerseits
grüßle

 

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1. November 2016 um 21:34

Bei Grupoen arbeiten etc. Bin ich auch wesentlich aktiver. Deswegen zocke ich auch gerne, weil ich da in meinem Element bin.

Dann kommt aber alle paar wochen/monaten das gefühl auf das ich mich mehr integieren sollte. Ich tue es dann meistens auch und merke wieder wie kake ich es finde DD

Das ist das schlimme, ich habe dann das gefühl ich würde mich selbst nicht akzeptieren wie ich bin.

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2. November 2016 um 8:39

setzte dich nicht unter druck. wenn du schon das gefühl erwartest wirst du so auch reagieren wie du reagierst.

versuche doch mal mit positiven gedanken in die gruppe zu gehen, wenn dein kopf wieder an der stelle ist alles kake zu finden.

ich war auch sehr negativ meiner umwelt gegenüber gestimmt. aber die cd; wo eigentlich gehirnwäsche betrieben wird da es immer wiederholungen sind; " positive affirmationen selbstvertrauen" ist echt gut.
durch stetige wiederholungen ändert sich das denken.
höre die einfach abend zum zu bett gehen. Dein Unterbewusst holt sich die positiven gedanken die es braucht.

grüßle

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6. November 2016 um 14:43

Zitat: Da frage ich mich "Wieso? Wen interessiert das?" Dann Frage ich mich bin ich vllt nicht normal, ist es normal sich über solche langweiligen sachen zu unterhalten, ist es vllt sogar interessant für den anderen, sind die leute gelangweilt, haben die leute nichts interessanteres gemacht, wollen die leute damit etwas anderes zum ausdruck bringen.


Ja, definitiv! Mit Smalltalk checkt man, ob ein anderen Mensch friedlcih ist, in welcher Stimmung er gerade ist, was er gern hat, z.B. essen oder Tiere oder Kinder....auch was er ncht mag.  Es wird einfach intuitiv ein friedliches Klima geschaffen, wichtig ist dabei  nicht, was gesagt wird, sondern die Art wie und worüber gesprochen wird, welche Stimmlage, welche Körperhaltung. Wie und wann wird gelächelt, wo ist der Konsenz. Die nonverbale Kommunkation eben. Das ist wichtig für das Auskommen der Menschen miteinander, auch damit man die Menschen findet, die zu einem passen. Wichtig auch zu wisen, wer es nicht kann , ist bei der Karriere (egel wie groß das Fachwissen ist) gehandicapt, weil sie menschlich nicht eingeschätzt werden können und weil sie ungeschriebene soziale Regeln nicht verstehen. Gibt Kommunikations-Seminare dazu, dazu müsste man aber erst mal wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt. (Verstehtst du übrgigens Sprichworte?)

Was du schreibst macht das soziale Miteinander  definitiv schwer. Von dieser Mauer berichten viele Asperger-Autisten. Hast du da schon mal einen  Test gemacht? Die gibt es auch online. Diese Tests dienen aber nicht zur Diagnose, sondern geben bloß Hinweise, dass man sich von einem Diagnostiker mal untersuchen lassen könnte. 

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17. November 2016 um 17:04
In Antwort auf vinsz

Guten Tag liebe Community,

ich habe schon seit längerem ein Problem, welches ich mit mir herumtrage. Ich würde den Koffer gerne stehen lassen und weiter gehen, ich weiß aber nicht wie ich die Handschellen öffnen soll ...

Ich bin es leider nicht gewöhnt Menschen in meinem Umfeld zu haben. Früher wurde ich isoliert, heute isoliere ich mich selbst. Zwar versuche ich mich immer wieder zu integrieren, jedoch schaffe ich es nie. Ich scheine unterbewusst eine Mauer um mich errichtet zu haben, die weder ich noch andere wissen zu durchdringen.

Es Endet immer wieder gleich. Ich werde nervös, angespannt, mein Kopf verkrampft sich wegen meinen Gedanken, ich komme in eine Blockade rein.
Ich denke man kann es als eine Form von Angst einordnen. Und diese kann man am besten bekämpgen wenn man die Gedanken weiter denkt. Aber an dem Punkt komme ich nicht weiter ...
Ich weiß in Situationen wo man mit Leuten zusammen sitzt nicht was Normal ist, wie ich mich verhalten soll, ob die mir gegenüber mich überhaupt da haben wollen, ob das was ich erzähle interessant ist, und ob ich vllt sogar meine gestikt falsch benutze, ... . Und dann lassen sich die oberflächigen Fragen noch vertiefern, was interessiert dem gegenüber überhaupt, ist das nicht schon zu langweilig, im bus hört man leute sich über ihr langweiliges leben unterhalten, was sie heute eingekauft haben, was sie gegessen haben, was deren mütter heute gemacht haben. Da frage ich mich "Wieso? Wen interessiert das?" Dann Frage ich mich bin ich vllt nicht normal, ist es normal sich über solche langweiligen sachen zu unterhalten, ist es vllt sogar interessant für den anderen, sind die leute gelangweilt, haben die leute nichts interessanteres gemacht, wollen die leute damit etwas anderes zum ausdruck bringen.

Ich bin damit vollkommem überfordert, ich würde gerne die gesellschaft verstehen und mich besser einbinden, aber ich finde es zu kompliziert. Ich denke es liegt an ...

Und wenn ich dann in dieser blockade drinne bin, bin ich wie gelähmt. Ich kann nur schwer reden, kann die Gedanken gänge nicht nachvollziehen und auch kein anschluss finden.

Ich denke es müsste eig so sein als würden ein paar personen ihre gedanken in einne topf werfen und umrühren. Also die gedanken schweifen lassen und dann bringt man sich immer wieder auf neue gedanken gänge und kann sich frei unterhalten, das habe ich aber noch nie geschafft.
Ich würde in solchen situationen am liebsten aufstehen und gehen. Aber das kann ich auch nicht tun, weil ich höfflich sein will und eine rechenschafft warum ich gehe kann ich in solchen situationen auch schlecht wieder geben. Weil mir das sprechen dann einfach schwer fällt.

Früher habe ich versucht mich dort reinzuzwingen, weil ich nur die art für richtig gehalten habe. Heute bin ich lieber alleine und ich weiß das sowas nichts für mich ist. Jedoch würde ich gerne bessere beziehungen zu anderen aufbauen. Vllt bin ich einfach der mensch der alleine besser klar kommt. :/

Ich habe auch eine kumpelin die extrem nett und extrovertiert ist und die ich dafür bewundere, aber ich kann ihr nicht zeigen, dass sie ein toller mensch ist. Weil ich diese mauer um mich rum habe. Und ich komme da nicht durch ...

Ich wollte nuemanden mit dem Beitrag zu nahe tretten, es waren nur Beispiele die mir gerade so eingefallen sind. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise wundervoll. Ich wollte nur meine Gedanken gänge etwas besser veranschaulichen. Und hat vllt jemand tipps für mich oder ist jmd ähnlich eingestellt? Oder sind meine Gedanken normal?
Ich weiß es nicht -.-

Ich kenne es nicht eine Phobie zu haben, aber ich glaube man kann dadurch gelähmt werden und so würde ich die Angst beschreiben von der ich geschrieben habe. Eine Phobie.

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die Woche.

Vini

Ich möchte hier vor allem auf die Frage antworten, ob es jemandem ähnlich geht. Die Frage nach der Bewertung hast Du ja schon selbst gegeben. "Jeder Mensch ist auf seine Art Wundervoll" ( abgesehen von den unmenschen, die sich unter anderem für toll und männlich halten, weil sie Frauen und Kinder massakrieren, vergwaltigen und verstümmeln können ).
Du bist also Grundsätzlich auch ein wundervoller Mensch !!!
Es geht mir aber tatsächlich ähnlich wie Dir. Nur ähnlich, nicht genauso !!!
Ich fühlte mich im Gegensatz zu Dir nie isoliert. Ich hatte eine traumhaft schöne, Kindheit immer viele Freunde und Kumpels, ja sogar mit den Mädels hatte ich keine probleme. Bis es dann ernst wurde bzw. bis dann die Pubertät kam. Aber das ist ein anderes Thema und inzwischen auch vollkommen egal ( jedenfalls empfinde ich es so ).
Erst als ich dann mit den strebern auf dem gymnasium konfrontiert wurde ( bis zur 10ten war ich Realschüler, der Hausaufgaben als Verbrechen gegen die Menschlichkeit empfunden hat ) und sich mein Freundeskreis veränderte ( alte wurden weniger und neue kamen hinzu ), merkte ich, daß sich die Freizeitaktivitäten immer öfter nur um Kommunikation drehten. Ich habe diese Kommunikation fast immer nur als gegenseitiges Volllabern empfunden. Ich wunderte mich auch immer, warum bei einer Party die Küche immer überfüllt war und auf der Tanzfläche war kein Mensch. Alle waren sie wie wild am erzählen. Auch ich habe mich oft notgedrungen unterhalten müssen aber als geile Party habe ich das nicht empfunden.
Irgendwann habe ich dann mal eine Aussage einer Vereinskameradin mitgehört, daß ich ja überhaupt nicht gesellig sei. Das hatte sie sehr gewundert, denn ich war der erste im Verein, der überhaupt auf sie zugegangen ist und ihr sozusagen alles etwas näher gebracht hat. So schnell kann man sich halt in einem Menschen täuschen. Ich habe sie nämlich nicht angesprochen, weil ich sie hübsch fand ( ich fand sie nicht hübsch ) und schon gar nicht, weil ich ein geselliger Mensch bin, sondern weil ich die Notwendigkeit gesehen habe, ihr zu helfen. Mehr war es einfach nicht.
Ich gehe auch nicht in Kneipen, weil man sich dort vorsätzlich unterhalten muss. Und genau da liegt wohl mein "Problem". Ich habe überhaupt nix dagegen, wenn sich mal eine Unterhaltung ergibt aber wenn ich von vornherein weiß, hier muss ich mich jetzt die nächsten zwei drei Stunden mit jemandem unterhalten und sonst nix, dann bekomme ich das große gähnen und geradezu eine Blutleere im Gehirn. Ich komme einfach auch nicht damit klar, was mir andere Leute so erzählen, bzw. womit sie mich so voll labern. Ich selbst habe aber auch nix interressantes zu erzählen ( wie man hier ja leider wohl auch merkt ) und daher gehe ich solchen geselligen Veranstaltungen komplett aus dem weg. Seitdenn es ist aus beruflichen Gründen nicht zu verhindern. Siehe z.B.Weihnachtsfeier.
Nun ja, da wir hier ja bei GoFeminin sind, muss ich dann am Ende auch zugeben, daß mein Mangel an Kommunikationsbereitschaft natürlich die Gründung einer Familie verhindert hat.
Genau das war immer etwas, womit ich nicht so gut klar kam und es stört mich auch oft aber mit zunehmendem Alter bin ich sogar froh darüber. Das Kommunikationsbedürfniss von Frauen können jedenfalls - wenn überhaupt - nur ganz wenige Männer erfüllen. Als ich mal ne Freundin hatte, wurde ich regelrecht zu einer gespaltenen Persönlichkeit. Ich war natürlich sehr gern mit ihr zusammen, denn ich fand sie hübsch. Aber ihr den ganzen Tag Aufmerksamkeit zukommen
zu lassen hat mich masslos überfordert und ich dachte spätestens ab Mittag nur noch an den gemeinsamen Fernsehabend. Dass wir nicht sooo lange zusammen waren, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Mag sein, das das irgendwie krank ist aber im Gegensatz zu Dir habe ich nicht das Gefühl, an meinem Zustand etwas ändern zu wollen. Ich habe längst gelernt, damit zu leben. Es geht sogar soweit, daß ich fast nur noch Vorteile im "Alleinsein" ( ich fühle mich bis jetzt in keinster Weise einsam ) sehe.
Hier nur ein paar Beispiele :
Das letzte was ich am Abend tuen kann, ist bei geschlossenem Fenster eine ordentliche Kippe zu rauchen, ohne jemanden zu stören.
Ich kann mir die schrägste und für deutsche Frauen unerträglichste Musik stundenlang anhören, ohne denken zu müssen, daß es meiner Frau - oder wem auch immer - nicht gefallen könnte.
Der Abwasch wird dann gemacht, wenn ich es eben mache. Bis dahin bleibt die Küchentür verschlossen.
Staubsaugen und der Haushalt allgemein ist bei mir die nebensächlichste Nebensache überhaupt.
Zärtlichkeit, Liebe und Sex sind mit meiner "Lebensphilosophie" dann wohl aber echt nicht mehr kompatibel. Denn diesen "Luxus" gibt es ja nur für die vermeintlichen "Mr. immer Perfekt"
unter uns Menschen.
Nun ich schätze mal, ich habe Dir jetzt auch nich so viel weiter geholfen aber dafür hat es mir selbst gut getan und das ist mir das wichtigste. Ich bin nämlich auch ein überzeugter Egoist !

Es lebe die Realität ................................. lemmi
 

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24. November 2016 um 12:49

Erstmal danke für die antwort.

Du hast geschrieben:"Zärtlichkeit, Liebe und Sex ... sind dann nicht kompatibel".

Ich glaube das ist mein größtes Problem. Das reißt mich immer wieder in bestimmten phasen runter. Ich sehe keine möglichkeit wie ich das in mein Leben integrieren könnte, wobei ich sogar sex klein schreiben würde.
Ich fühle mich im moment noch nicht in der Lage eine Beziehung zu führen. Bzw. Wenn ich mir mein zukunfts-ich vorstelle dann sehe ich selbst das nicht in der lage eine beziehung zu führen. Die chancen liegen unter 1%.

Ich muss wohl iwie einen weg finden das besser zu bewälltigen. 

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