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Borderliner oder normales verhalten?

23. März 2010 um 17:15

hallo.

ich versuche mich mal kurz zu fassen.

es geht um meine ex-freundin, die, wie ich vermute, an einer borderlinestörung leidet.

die beziehung an sich:

kennengelernt habe ich sie vor ca. einem jahr. nach kurzer kennenlernphase mit nächtelangen telefonaten, entwickelte sich sehr schnell eine sehr schöne und vor allem intensive beziehung. wir haben uns alles erzählt und so gut wie alles für einander gegeben. nie zuvor habe ich eine so intensive liebe erfahren dürfen, wie von dieser frau.

einen kleinen haken hatte das paradis jedoch: eine strecke von 450km trennte uns


ihre vorgeschichte:

zu ihrer geburt war ihr leiblicher vater bereits über alle berge und hinterliess die mutter ihrem schicksal und iren beiden kindern. sie heiratete jedoch schnell wieder und alles schien soweit in ordnung zu sein.
im alter von 15 jahren verlor meine ex-freundin jedoch ihre mutter durch ein krebsleiden, der stiefvater machte sich quasi im gleichen atemzug aus dem staub und liess seine stiefkinder zurück.

in der folgezeit kamen dann so langsam die probleme: wichtigster zeitvertreib war parties feiern mit gleichgesinnten. zu diesen parties gehörten immer öfter leider auch drogen von verschiedenen kalibern. von THC bis später speed, kokain und xtc. die klassischen partydrogen fürs wochenende.

ausserdem der umgang mit geld, im laufe der zeit (sie ist heute 25) häufte sie eine nicht ganz unbeträchtliche summe an schulden an. leichtfertig aufgenommene kredite, die für unnötige dinge verpulvert wurden (tattoos etc.) und vor allem mietrückstände (sie war hauptmieterin einer wg, hat jedoch die eingezogene miete ihrer mitbewohner für parties und drogen ausgegeben).

vor 2 jahren wurde sie schwanger und beendete zumindest den konsum der harten drogen. nikotin und thc rauchte sie jedoch weiter (die kleine ist zum glück kerngesund).

als ich sie kennelernte rauchte sie ca. 2 gramm gras pro tag. das wirklich erstaunlich jedoch ist, dass die ersten 4-5 monate unserer beziehung nie das bedürfnis da war. erst im november letzten jahres fing sie wieder langsam an, gras zu rauchen. nach unserer trennung (die für mich aus heiterem himmel kam) begann sie wieder in ihr altes muster zu fallen. jeden tag rauchen, um problemen nicht entegentreten zu müssen.

vor einer woche hat sie wohl einen neuen mann kenengelernt und ist seither euphorisch und glücklich. sie raucht kein gras mehr und scheint sich einfach wohlzufühlen. sie ist exakt im gleichen zustand, wie mit mir vor einem jahr.

ich wusste bereits vorher schon, dass eigentlich alle ihre beziehungen nach ca. 6 monaten in die brüche gingen, einfach wiel ihr die männer "auf die nerven gehen" bzw, sie plötzlich keine liebe mehr für sie empfindet.
und auch das war bei mir der fall.

in den letzten beiden monaten habe ich sie immerwieder nach den gründen gefragt, aber sie konnte mir keine nennen.
sie sei einfach nicht mehr glücklich gewesen und hätte keine liebe mehr für mich empfunden. als ob ein schalter umgeknippst wird und "puff" alles ist weg. denn nur 2 wochen vorher war ich zu besuch bei ihr und alles war wie üblich. inklusive der 20 minutigen heulattacke an meinem abreisetag.

aufgrund des nicht verstehen könnens, habe ich in meiner hoffnung, einen brief pro woche geschrieben, ihr zum geburtstag ein video mit unseren gemeinsamen bildern gebastelt usw. kleinere aufmerksamkeiten eben, die sie auch in unserer beziehung von mir bekam.

es brachte alles nichts und sie reagierte oft genervt und wütend. es ist nun mal schwer sich mit einer aussage wie "ich möchte das nicht mehr und gut ist. da brauchen wir nicht darüber diskutieren weshalb. es ist einfach so" umzugehen.

naja nun ist es doch noch etwas länger geworden und ich habe trotzdem das gefühl, alles mögliche vergessen zu haben.

meine beste freundin, die im grunde die ganze geschichte kennt, meinte es würde sich da um einen klassischen fall von borderliner handeln.

nun meine frage an die spezialisten, die hoffentlich unter uns sind: könnte es sich tatsächlich um eine borderlinestörung handeln? und wenn ja, wie bekommt man einen solchen menschen dazu, sich behandeln zu lassen?


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25. März 2010 um 9:08

Das
problem ist nach wie vor aktuell. würde mich wirklich über einen rat freuen.

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26. März 2010 um 4:13

Hallo
ich denke aussenstehende können es schlecht beurteilen
vielleicht findest du zwischen den zeilen unter....

-WIKIPEDIA-
Borderline-Persönlichkeitsstör ung

..... was auf deine ex-freundin zutrifft..

lg marikka



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29. März 2010 um 19:04

Borderline Symptome plus regelmäßiger THC Konsum
Hallo,
nach Deiner Beschreibung treffen einige der Borderline Symptome zu wie Verhalten, das selbstzerstörerische Züge hat und bei dem die langfristigen Konsequenzen einfach ausgeblendet werden, also z.B. Konsumverhalten mit Geld (Schulden, Spontankäufe die man sich nicht leisten kann), rasantes Autofahren, regelmäßiger Drogenkonsum. Auffällig ist bei diesen Menschen die emotionale Grenzenlosigkeit und die "Schwarz-Weiss-Malerei". D.h. der Betroffene sieht keine Grautöne. Oft werden Menschen als böse oder gut empfunden, also schwarz oder weiss und entsprechend grenzenlos verdammt, auch gehasst oder geliebt. Diese Menschen haben eine enorme Anziehungskraft, wenn sie glücklich sind, da sie sehr intensiv lebend und liebend wirken.
Ich kann Dir nur den Rat geben darüber nachzudenken, was in Dir vorgeht und dich nicht so stark auf Deine Ex-freundin zu konzentrieren. Hier kannst Du nachlesen, wer für Borderliner besonders empfänglich ist. Vielleicht findest Du da Parallelen zu Dir selbst:
http://www.borderline-angehoerige.de/Inhalt/Uber_Borderline/gemeinsame_Merkmale/gemeinsame_merkmale.html
Überleg Dir, ob Dir so eine Achterbahn der Gefühle wirklich gut tut und ob es nicht eine Erfahrung war aus der viel über Dich selbst lernen kannst. Vorallem eigene Grenzen zu erkennen und zu setzen.
Ich wünsche Dir viel Glück darüber hinweg zu kommen. Es ist sicherlich nicht leicht, aber siehs mal so: Du hast das Glück: selbst kein Borderline zu haben. Viele Grüße


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1. April 2010 um 15:46
In Antwort auf layton_12303832

Das
problem ist nach wie vor aktuell. würde mich wirklich über einen rat freuen.

Von Bordi
...zu Angehörigem:

Am Besten wäre es wohl, du würdest dich mit meinem Freund unterhalten, aber dann muss es wohl so gehen.

Es wurde ja schon gesagt, dass du dir gut überlegen solltest, ob du das abkannst.
Ob sies hat oder nicht kann dir hier niemand sagen, da muss sie sich psychologisch/psychiatrisch untersuchen lassen. Denn das muss, nur weil einige (oder viele) Symptome zutreffen keine BPS sein, denn die Krankheit heißt nicht umsons BORDERLINE-Persönlichkeits-Stö rung, sie liegt an der Grenze zu vielen verschiedenen "Störungen".

Und ich kann dir sagen, es ist nicht leicht mit uns. Frauen an sich sind ja nicht so easy und dann noch mit Borderline? Oha!
Hab jetzt nicht genau mitbekommen, inwiefern sie SVV zeigt, aber ich kann dir sagen, dass es cheiße weh tut, wenn ein geliebter Mensch sich massiv selbstverletzt.
Mein Freund hat es aktiv nie mitbekommen, nur, wenn es schon geschehen war. Wir haben zusammen Strategien ausgearbeitet, das zu umgehen, aber abschalten kann man es halt nicht.

Der SuperGAU für ihn muss es dann gewesen sein, als ich mich so sehr verstümmelt habe, dass mein Oberarmmuskel nachhaltig verletzt wurde. Und er hat es verbunden.


Es ist sehr anstregend, ungesund intensiv und deswegen meist auch recht kurz.

Überlegs dir gut. Finde mit ihr und einem Psychiater/Psychologen heraus, ob sie wirklich eine BPS hat und egal ob ja oder nein - sucht euch Hilfe.


TerrorWeib

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1. April 2010 um 18:49
In Antwort auf layton_12303832

Das
problem ist nach wie vor aktuell. würde mich wirklich über einen rat freuen.

Lass sie los...und renn ganz weit weg!
Ich habe mit einem Borderliner 20 Jahre lang gelebt und in den letzten 10 Jahren hat sich sein Zustand immer mehr verschlechtert. Die Beziehung konnte auch nur so lange halten, weil ICH die Beziehung immer wieder am Leben gehalten habe, ICH ihm immer hinter her gerannt bin und sein "bestrafendes Schweigen" durchbrochen habe. Und das ging nur, weil ich eine Frau bin die wahrscheinlich ein Helfer-Syndrom und wenig Selbstbewußtsein und Angst vor dem Verlassenwerden hat.

Ich kenne das auch - ich bin bis dahin noch nie einem Mann begegnet, der so wahnsinnig aufmerksam und in mich verliebt war und der so viel Nähe zuließ und auch gab. Nach 3 Monaten Kennenlernen haben wir geheiratet. NUR ist es ja so, dass ein Borderliner alles sein kann was DU möchtest und wonach DU dich sehnst. Das ist kein Trick, das ist seine Krankheit. Er/sie vergöttert dich und alles passt perfekt schon von Anfang an zusammen.

NUR - der Borderliner tut nicht viel für die Beziehung. Er sieht wirklich nur schwarz oder weiß, gut oder böse, Leben oder Tod. Sobald wir Diskussionen hatten über normale Dinge im Leben zog er sich beleidigt zurück. Schweigend. Und ziemlich früh kamen dann auch die Erpressungen: "Ich lebe ja sowieso nicht mehr lange..." (seine andere Behinderung hat er nun schon 20 Jahre überlebt!!!), oder "Ich ziehe hier bald aus..." oder "Du kannst ja gehen..." Dann tagelanges Schweigen dass nur durchbrochen wurde, wenn ich wieder auf ihn zuging.

Der Kinder zuliebe und weil ich ein geringes Selbstbewusstsein habe, habe ich so lange ausgehalten. Aber ich habe auch immer gehofft, dass alles "wieder gut wird" und dass "die Liebe alles heilen kann."

Dabei bin ich depressiv geworden und hatte immer mehr Angst vor dem Leben, vor meiner Abhängigkeit von ihm, zog mich immer mehr zurück. Im letzten Jahr habe ich eine Therapie angefangen, bin in eine Selbsthilfegruppe gegangen und nehme nun Antidepressiva. MIR ging es dadurch immer besser und ich konnte IHN besser aushalten und Grenzen ziehen. Und was ist passiert: ER zog aus!

Nachdem ich 20 Jahre sein und mein Leiden ausgehalten habe! Nachdem ich ihm immer geholfen habe, psychisch und pysisch. Nachdem ich fast kaputt gegangen bin haut er ab! ER braucht nämlich keine Therapie, er ist nicht krank! ER braucht auch nicht sein selbstzerstörerisches und exessives Rauchen aufzugeben obwohl er inzwischen schon eine Ober- und Unterschenkelamputation hatte deswegen. ER braucht auch nicht mit dem Trinken aufhören, nein, er hat kein Alkoholproblem. Nein, nur ICH soll wieder so sein wie vorher.

Ich trauere wirklich um meine verlorenen letzten 10 Jahre. ER macht einfach Schluss und bricht jeglichen Kontakt zu mir und unseren gemeinsamen und gewollten Kindern ab! Er tut so, als hätte es mich nie gegeben. Das ist schlimmer als wäre ich gestorben, denn dann würde er nach 20 gemeinsamen Jahren wenigstens trauern. Aber das lässt er gar nicht an sich heran.

Glaub mir: deine Exfreundin kannst du nicht halten, egal wie lieb du bist und sie umwirbst, egal wie du ihr helfen willst. Borderliner lieben oder hassen, dazwischen gibt es nichts. Dass, was wir normale Menschen als "Leben" ansehen, nämlich die ganze Palette von Farben zwischen schwarz und weiß, das kennen die nicht. Die wollen ganz viel Nähe aber haben gleichzeitig ganz viel Angst davor. "Komm her und komm mir nicht zu nah" ist ihr Motto.

Borderliner mögen liebe Menschen sein - aber wenn du mit ihnen zusammen leben möchtest saugen sie dich aus bis du eine leere Hülle bist und nichts von dir übrig bleibt. Und dann verlassen sie dich von heute auf morgen und haben dich nie gekannt.

Nimm Abschied und lauf ganz weit weg!

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6. April 2010 um 16:56

Borderline
Hallo,
Dein Beitrag hat mich sehr angesprochen, deswegen wollte ich Dir antworten. Mir hat in letzter Zeit sehr geholfen, Berichte anderer Angehöriger von Borderlinern zu hören, weil man - und gerade wir - immer wieder an uns zweifeln und vielleicht uns auch noch Vorwürfe machen.

Vorab: ich bin sicher, dass deine Freundin eine Borderlinerin ist. Mittlerweile habe ich mit so vielen Therapeuten gesprochen, so viele Bücher gelesen und war bei einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Borderlinern, dass ich das, so glaube ich , ganz gut einschätzen kann.

Kurz zu mir: ich habe mich vor 10 Wochen von meiner Frau getrennt, wir waren 18 Jahre zusammen und haben 3 Kinder. Ich bin jetzt sicher, dass sie das schon immer hatte. Das schwierige ist, dass jeder Borderliner anders ist, aber das Grundprinzip ist doch bei allen da.
Meine Frau kontrollierte und manipulierte mich, wo immer es ging. Wenn ich 3 Minuten zu spät kam, ging das Telefon, es kamen Vorwürfe. Sie verbat sich, dass ich in unserem Bett bestimmte Bücher las. Ich wurde jeden Tag - seit 9 Jahren bin ich selbstständig - im Schnitt 8mal angerufen. Wenn ich krank war wurde ich beschimpft, dass ich mich auf ihre Kosten ausruhe. Wenn ich ihr Geschenke machte konnte das das schönste auf Erden sein, an einem anderen Tag war ich deswegen der letzte Strolch, der nicht weiß, was sie braucht und wie sie denkt.
Sie hat keine allzu extremen Verhaltensweisen; vieles beschränkt sich darauf, dass sie 2 GEsichter hat. Sie kann unglaublich positiv und glücklich sein, sehr schnell aber auch das genaue Gegenteil; sie ist dann völlig kalt und bösartig und hat den Wunsch, mir weh zu tun (mental).
Ich habe das immer geschluckt und obwohl es immer wieder sehr schöne Phasen gab, kann man solch einen Menschen nicht mehr uneingeschränkt lieben. Ich selbst habe natürlich Eigenschaften, die mich in genau solch eine Beziehung hineinbringen, ich wollte diese Frau glücklich machen und ihr helfen. Ich habe ihre gesamten Arbeiten für ihr Studium geschrieben (Malerei), ihre Diplom-Arbeit, ich habe die Kinder genommen, wann immer ich konnte; als Selbstständiger ist das nicht einfach, aber ich war meist am Freitag um 3 schon zu Hause, damit sie "sich ausruhen konnte von den Kindern". Nicht das ich das nicht respektiere, 3 Jungs sind sehr anstrengend, aber sonst hatte sie nichts zu tun, jeden Morgen von 8 -14 Uhr hatte sie Zeit für sich (musste sonst nur Einkaufen und kochen, wir hatten eine Putzfrau) und sie war immer nur fertig und genervt. Sowieso ist und war alles furchtbar, die Stadt, meine Familie, ihre Familie, alle Leute.

Es eskalierte, als sie Pornografie auf meinem PC entdeckte. Das kann man dumm und peinlich finden, was darauf folgte, war trotzdem unangemessen und der reinste Psychoterror. Der Platz reicht nicht, um das alles zu beschreiben. Ich wurde rausgeschmissen, als ich zu Weihnachten wieder "zurückdurfte" beschimpfte sie mich nur noch (vor meinen Kindern als Perversen) durchsuchte meine Sachen, Schränke, Taschen, warf mir fremde Beziehungen vor.....

Das wird jetzt zuviel. Ich kam jedenfalls dann erst auf Borderline. Und dann fiel mir auf, dass sie sich sehr häufig verbrennt. Hatte z.B. einen Fön-abdruck auf ihrem Bauch, packte mit bloßen Händen in den schon voll erhitzten Backofen usw. Sie nimmt hochkarätige Kopfschmerztabletten fast täglich, hat bis zu 2-3 Wochen am Stück Kopfschmerzen, die "sich bis in den Rücken runterziehen".

Vieles hört sich anders an, als bei Dir, aber ich denke einiges wird Dir bekannt vorkommen. Was ich bei Dir las, hörte sich sehr nach dem klassischen Borderline-Typ an. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich völlig fertig bin, denn diese MEnschen halten Dich wie ein Tier, Du wirst süchtig nach Ihnen, sie benutzen dich, ziehen dich ran und stoßen dich wieder weg nach BElieben.
Ich habe meine Frau sehr geliebt und habe versucht, IHr bei allem zu helfen. Am Ende hat sie alles genommen was sie gebrauchen konnte und alles, was ihr nicht passte, weggestoßen. NAch dem Motto "das tut mir nicht gut".
Kritik oder der GEdanke, vielleicht mal zum Therapeuten zu gehen werden mit Schimpftiraden und 100%iger Projektion (ich bin krank und muss zum Therapeuten) abgewiesen.

Ich kann Dir nur empfehlen, diese BEziehung abzuhaken. Egal, wie sehr Du sie liebst oder geliebt hast, ich glaube, dass sich der emotionale Aufwand eines Angehörigen bei solchen Fällen nicht lohnt und wir am Ende uns selbst kaputt machen. Das ist auch das, was mein Therapeut sagt. Das sagen auch 2 weitere Therapeuten, die ich privat kenne.

Meine Frau ist weiter uneinsichtig, weist wie schon gesagt nur auf mich, wenn die Sprache darauf kommt. Ich habe jetzt versucht, im Rahmen der TRennungsprobleme ihr eine Therapie aufzuschwatzen. Erst beide allein, dann wir zusammen...Sie sagt erst zu, jetzt stiehlt sie sich davon.
Am Ende wird es auf jeden Fall jemand von außen sein müssen, der ihr dazu rät und auch dann ist das natürlich auch nicht sicher. Alle Menschen aus dem näheren Umkreis werden mit Verachtung und BEschimpfungen gestraft, wenn die Sprache darauf kommt.
Ich kann am Ende nur sagen: ich habe soviel Zeit , Kraft und NErven (und Geld) in diese Frau investiert, jetzt muss sie sich selber helfen. Jeder PArtner muss vor allem dann an sich denken; und das muss er erst mal wieder lernen.
Ich wünsch Dir alles Gute
LG
Christian

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9. April 2010 um 19:39
In Antwort auf chrissomm

Borderline
Hallo,
Dein Beitrag hat mich sehr angesprochen, deswegen wollte ich Dir antworten. Mir hat in letzter Zeit sehr geholfen, Berichte anderer Angehöriger von Borderlinern zu hören, weil man - und gerade wir - immer wieder an uns zweifeln und vielleicht uns auch noch Vorwürfe machen.

Vorab: ich bin sicher, dass deine Freundin eine Borderlinerin ist. Mittlerweile habe ich mit so vielen Therapeuten gesprochen, so viele Bücher gelesen und war bei einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Borderlinern, dass ich das, so glaube ich , ganz gut einschätzen kann.

Kurz zu mir: ich habe mich vor 10 Wochen von meiner Frau getrennt, wir waren 18 Jahre zusammen und haben 3 Kinder. Ich bin jetzt sicher, dass sie das schon immer hatte. Das schwierige ist, dass jeder Borderliner anders ist, aber das Grundprinzip ist doch bei allen da.
Meine Frau kontrollierte und manipulierte mich, wo immer es ging. Wenn ich 3 Minuten zu spät kam, ging das Telefon, es kamen Vorwürfe. Sie verbat sich, dass ich in unserem Bett bestimmte Bücher las. Ich wurde jeden Tag - seit 9 Jahren bin ich selbstständig - im Schnitt 8mal angerufen. Wenn ich krank war wurde ich beschimpft, dass ich mich auf ihre Kosten ausruhe. Wenn ich ihr Geschenke machte konnte das das schönste auf Erden sein, an einem anderen Tag war ich deswegen der letzte Strolch, der nicht weiß, was sie braucht und wie sie denkt.
Sie hat keine allzu extremen Verhaltensweisen; vieles beschränkt sich darauf, dass sie 2 GEsichter hat. Sie kann unglaublich positiv und glücklich sein, sehr schnell aber auch das genaue Gegenteil; sie ist dann völlig kalt und bösartig und hat den Wunsch, mir weh zu tun (mental).
Ich habe das immer geschluckt und obwohl es immer wieder sehr schöne Phasen gab, kann man solch einen Menschen nicht mehr uneingeschränkt lieben. Ich selbst habe natürlich Eigenschaften, die mich in genau solch eine Beziehung hineinbringen, ich wollte diese Frau glücklich machen und ihr helfen. Ich habe ihre gesamten Arbeiten für ihr Studium geschrieben (Malerei), ihre Diplom-Arbeit, ich habe die Kinder genommen, wann immer ich konnte; als Selbstständiger ist das nicht einfach, aber ich war meist am Freitag um 3 schon zu Hause, damit sie "sich ausruhen konnte von den Kindern". Nicht das ich das nicht respektiere, 3 Jungs sind sehr anstrengend, aber sonst hatte sie nichts zu tun, jeden Morgen von 8 -14 Uhr hatte sie Zeit für sich (musste sonst nur Einkaufen und kochen, wir hatten eine Putzfrau) und sie war immer nur fertig und genervt. Sowieso ist und war alles furchtbar, die Stadt, meine Familie, ihre Familie, alle Leute.

Es eskalierte, als sie Pornografie auf meinem PC entdeckte. Das kann man dumm und peinlich finden, was darauf folgte, war trotzdem unangemessen und der reinste Psychoterror. Der Platz reicht nicht, um das alles zu beschreiben. Ich wurde rausgeschmissen, als ich zu Weihnachten wieder "zurückdurfte" beschimpfte sie mich nur noch (vor meinen Kindern als Perversen) durchsuchte meine Sachen, Schränke, Taschen, warf mir fremde Beziehungen vor.....

Das wird jetzt zuviel. Ich kam jedenfalls dann erst auf Borderline. Und dann fiel mir auf, dass sie sich sehr häufig verbrennt. Hatte z.B. einen Fön-abdruck auf ihrem Bauch, packte mit bloßen Händen in den schon voll erhitzten Backofen usw. Sie nimmt hochkarätige Kopfschmerztabletten fast täglich, hat bis zu 2-3 Wochen am Stück Kopfschmerzen, die "sich bis in den Rücken runterziehen".

Vieles hört sich anders an, als bei Dir, aber ich denke einiges wird Dir bekannt vorkommen. Was ich bei Dir las, hörte sich sehr nach dem klassischen Borderline-Typ an. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich völlig fertig bin, denn diese MEnschen halten Dich wie ein Tier, Du wirst süchtig nach Ihnen, sie benutzen dich, ziehen dich ran und stoßen dich wieder weg nach BElieben.
Ich habe meine Frau sehr geliebt und habe versucht, IHr bei allem zu helfen. Am Ende hat sie alles genommen was sie gebrauchen konnte und alles, was ihr nicht passte, weggestoßen. NAch dem Motto "das tut mir nicht gut".
Kritik oder der GEdanke, vielleicht mal zum Therapeuten zu gehen werden mit Schimpftiraden und 100%iger Projektion (ich bin krank und muss zum Therapeuten) abgewiesen.

Ich kann Dir nur empfehlen, diese BEziehung abzuhaken. Egal, wie sehr Du sie liebst oder geliebt hast, ich glaube, dass sich der emotionale Aufwand eines Angehörigen bei solchen Fällen nicht lohnt und wir am Ende uns selbst kaputt machen. Das ist auch das, was mein Therapeut sagt. Das sagen auch 2 weitere Therapeuten, die ich privat kenne.

Meine Frau ist weiter uneinsichtig, weist wie schon gesagt nur auf mich, wenn die Sprache darauf kommt. Ich habe jetzt versucht, im Rahmen der TRennungsprobleme ihr eine Therapie aufzuschwatzen. Erst beide allein, dann wir zusammen...Sie sagt erst zu, jetzt stiehlt sie sich davon.
Am Ende wird es auf jeden Fall jemand von außen sein müssen, der ihr dazu rät und auch dann ist das natürlich auch nicht sicher. Alle Menschen aus dem näheren Umkreis werden mit Verachtung und BEschimpfungen gestraft, wenn die Sprache darauf kommt.
Ich kann am Ende nur sagen: ich habe soviel Zeit , Kraft und NErven (und Geld) in diese Frau investiert, jetzt muss sie sich selber helfen. Jeder PArtner muss vor allem dann an sich denken; und das muss er erst mal wieder lernen.
Ich wünsch Dir alles Gute
LG
Christian

Das tut so weh!
An chrissomm: Ich kann dich so gut verstehen! Bisher habe ich nur von Frauen gehört die sich so aufopferungs- und liebevoll für ihren kranken Borderline-Partner einsetzen (so wie ich in meiner 20-jährigen Ehe), ich muss sagen, Hut ab vor dir! Die meisten Männer halten das gar nicht so lange aus und machen sich recht bald aus dem Staub. Deine Leidens-Geschichte als Partner eines Borderliners deckt sich in den meisten Dingen mit meiner, nur in vertauschten Rollen.

Ich habe bis vor 2 Jahren gar nicht gewusst, was Borderline für eine Krankheit ist. Oft ist es auch so, dass die Betroffenen sich nicht ritzen, verbrennen oder sonstwie verletzten. Drogen nehmen gehört ebenso zum selbstzerstörerischen Verhalten, ebenso wie Alkohol und Rauchen oder z.B. gefährliches Autofahren. Ich wollte schon öfters aus dem Auto mit ihm aussteigen weil ich Angst um mein Leben hatte.

Ich bin noch verbittert und trauere meinen "verlorenen Jahren" mit meinem Mann nach. Das tut so weh, alles für ihn getan zu haben, ihn immer unterstützt und angenommen zu haben, auch in seinen (sehr) schlechten Phasen, und dann einfach als Möbelstück auf die Straße gestellt zu werden wie man einen alten Stuhl aussortiert. Weil ich sein Spiel irgendwann nicht mehr mitmachen konnte, ihn nur noch ertragen konnte weil er mir Leid tat und weil ich immer gehofft habe, er macht doch noch eine Therapie, einen Entzug, holt sich Hilfe.

Ich bin auch hinterher beschimpft worden, ich wäre Schuld daran, dass er jetzt niemandem mehr vertrauen kann! Wie bitte? Ich habe das Gefühl, die Menschen, die gut zu ihm waren, die zu ihm gehalten haben, die ihm helfen wollten und ihn auch "ertragen" haben sind in seinen Augen die Arschlöscher (Entschuldigung). Und die anderen, die nur kamen, wenn sie etwas von ihm wollten, die erträgt er noch und die guckt er an.

Für ihn bin ich jetzt "tot", die gemeinsamen Kinder auch. Er grüßt seine Kinder noch nicht einmal wenn er ihnen im Ort zufällig begegnet. Und zweimal, als er gesehen hat, ihr Auto steht vor einem Internet-Cafe dass er ehrenamtlich betreut, ist er schnell wieder in sein Auto gestiegen und abgehauen. Wie arm kann das sein? Ich hasse ihn inzwischen, das tut so weh!!!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, hoffentlich halten deine Kinder den Kontakt zu dir, wie gehen die eigentlich mit ihrer Mutter um?
LG

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10. April 2010 um 4:27

Bordeline
hallo ich bin eine bordelinerin ich weiss was für probleme man hat ichhabe sie chronisch ich habe sie nur im griff
man sollte ihr helfen bei manchen ist das kein wunder da spielt
die vergangenheit grosse rolle die jenige weisst davon nichts helfe ihr. ich bin verheiratet und er hat es nicht einfach mit mir
erv weiss davon er versucht mir zu helfen. aber es ist schwierig weil man sich keinen an sich heran lässt.kopf nicht hängen lassen.

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10. April 2010 um 4:41
In Antwort auf chrissomm

Borderline
Hallo,
Dein Beitrag hat mich sehr angesprochen, deswegen wollte ich Dir antworten. Mir hat in letzter Zeit sehr geholfen, Berichte anderer Angehöriger von Borderlinern zu hören, weil man - und gerade wir - immer wieder an uns zweifeln und vielleicht uns auch noch Vorwürfe machen.

Vorab: ich bin sicher, dass deine Freundin eine Borderlinerin ist. Mittlerweile habe ich mit so vielen Therapeuten gesprochen, so viele Bücher gelesen und war bei einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Borderlinern, dass ich das, so glaube ich , ganz gut einschätzen kann.

Kurz zu mir: ich habe mich vor 10 Wochen von meiner Frau getrennt, wir waren 18 Jahre zusammen und haben 3 Kinder. Ich bin jetzt sicher, dass sie das schon immer hatte. Das schwierige ist, dass jeder Borderliner anders ist, aber das Grundprinzip ist doch bei allen da.
Meine Frau kontrollierte und manipulierte mich, wo immer es ging. Wenn ich 3 Minuten zu spät kam, ging das Telefon, es kamen Vorwürfe. Sie verbat sich, dass ich in unserem Bett bestimmte Bücher las. Ich wurde jeden Tag - seit 9 Jahren bin ich selbstständig - im Schnitt 8mal angerufen. Wenn ich krank war wurde ich beschimpft, dass ich mich auf ihre Kosten ausruhe. Wenn ich ihr Geschenke machte konnte das das schönste auf Erden sein, an einem anderen Tag war ich deswegen der letzte Strolch, der nicht weiß, was sie braucht und wie sie denkt.
Sie hat keine allzu extremen Verhaltensweisen; vieles beschränkt sich darauf, dass sie 2 GEsichter hat. Sie kann unglaublich positiv und glücklich sein, sehr schnell aber auch das genaue Gegenteil; sie ist dann völlig kalt und bösartig und hat den Wunsch, mir weh zu tun (mental).
Ich habe das immer geschluckt und obwohl es immer wieder sehr schöne Phasen gab, kann man solch einen Menschen nicht mehr uneingeschränkt lieben. Ich selbst habe natürlich Eigenschaften, die mich in genau solch eine Beziehung hineinbringen, ich wollte diese Frau glücklich machen und ihr helfen. Ich habe ihre gesamten Arbeiten für ihr Studium geschrieben (Malerei), ihre Diplom-Arbeit, ich habe die Kinder genommen, wann immer ich konnte; als Selbstständiger ist das nicht einfach, aber ich war meist am Freitag um 3 schon zu Hause, damit sie "sich ausruhen konnte von den Kindern". Nicht das ich das nicht respektiere, 3 Jungs sind sehr anstrengend, aber sonst hatte sie nichts zu tun, jeden Morgen von 8 -14 Uhr hatte sie Zeit für sich (musste sonst nur Einkaufen und kochen, wir hatten eine Putzfrau) und sie war immer nur fertig und genervt. Sowieso ist und war alles furchtbar, die Stadt, meine Familie, ihre Familie, alle Leute.

Es eskalierte, als sie Pornografie auf meinem PC entdeckte. Das kann man dumm und peinlich finden, was darauf folgte, war trotzdem unangemessen und der reinste Psychoterror. Der Platz reicht nicht, um das alles zu beschreiben. Ich wurde rausgeschmissen, als ich zu Weihnachten wieder "zurückdurfte" beschimpfte sie mich nur noch (vor meinen Kindern als Perversen) durchsuchte meine Sachen, Schränke, Taschen, warf mir fremde Beziehungen vor.....

Das wird jetzt zuviel. Ich kam jedenfalls dann erst auf Borderline. Und dann fiel mir auf, dass sie sich sehr häufig verbrennt. Hatte z.B. einen Fön-abdruck auf ihrem Bauch, packte mit bloßen Händen in den schon voll erhitzten Backofen usw. Sie nimmt hochkarätige Kopfschmerztabletten fast täglich, hat bis zu 2-3 Wochen am Stück Kopfschmerzen, die "sich bis in den Rücken runterziehen".

Vieles hört sich anders an, als bei Dir, aber ich denke einiges wird Dir bekannt vorkommen. Was ich bei Dir las, hörte sich sehr nach dem klassischen Borderline-Typ an. Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich völlig fertig bin, denn diese MEnschen halten Dich wie ein Tier, Du wirst süchtig nach Ihnen, sie benutzen dich, ziehen dich ran und stoßen dich wieder weg nach BElieben.
Ich habe meine Frau sehr geliebt und habe versucht, IHr bei allem zu helfen. Am Ende hat sie alles genommen was sie gebrauchen konnte und alles, was ihr nicht passte, weggestoßen. NAch dem Motto "das tut mir nicht gut".
Kritik oder der GEdanke, vielleicht mal zum Therapeuten zu gehen werden mit Schimpftiraden und 100%iger Projektion (ich bin krank und muss zum Therapeuten) abgewiesen.

Ich kann Dir nur empfehlen, diese BEziehung abzuhaken. Egal, wie sehr Du sie liebst oder geliebt hast, ich glaube, dass sich der emotionale Aufwand eines Angehörigen bei solchen Fällen nicht lohnt und wir am Ende uns selbst kaputt machen. Das ist auch das, was mein Therapeut sagt. Das sagen auch 2 weitere Therapeuten, die ich privat kenne.

Meine Frau ist weiter uneinsichtig, weist wie schon gesagt nur auf mich, wenn die Sprache darauf kommt. Ich habe jetzt versucht, im Rahmen der TRennungsprobleme ihr eine Therapie aufzuschwatzen. Erst beide allein, dann wir zusammen...Sie sagt erst zu, jetzt stiehlt sie sich davon.
Am Ende wird es auf jeden Fall jemand von außen sein müssen, der ihr dazu rät und auch dann ist das natürlich auch nicht sicher. Alle Menschen aus dem näheren Umkreis werden mit Verachtung und BEschimpfungen gestraft, wenn die Sprache darauf kommt.
Ich kann am Ende nur sagen: ich habe soviel Zeit , Kraft und NErven (und Geld) in diese Frau investiert, jetzt muss sie sich selber helfen. Jeder PArtner muss vor allem dann an sich denken; und das muss er erst mal wieder lernen.
Ich wünsch Dir alles Gute
LG
Christian

Bordeline
hallo christian
ich bin eine bordelinerin hab e jetzt gelernt damit umzugehen
ich habe sie riff die krankheit. deine frau muss sich helfen lassen sonst ist alles zu spät.glaub mir. sie kanndas auch im griff zu kriegen. ich bin verheiratet und er kommt damit gut zurecht
es ist im griff.

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10. April 2010 um 15:45
In Antwort auf merlyn_12158332

Das tut so weh!
An chrissomm: Ich kann dich so gut verstehen! Bisher habe ich nur von Frauen gehört die sich so aufopferungs- und liebevoll für ihren kranken Borderline-Partner einsetzen (so wie ich in meiner 20-jährigen Ehe), ich muss sagen, Hut ab vor dir! Die meisten Männer halten das gar nicht so lange aus und machen sich recht bald aus dem Staub. Deine Leidens-Geschichte als Partner eines Borderliners deckt sich in den meisten Dingen mit meiner, nur in vertauschten Rollen.

Ich habe bis vor 2 Jahren gar nicht gewusst, was Borderline für eine Krankheit ist. Oft ist es auch so, dass die Betroffenen sich nicht ritzen, verbrennen oder sonstwie verletzten. Drogen nehmen gehört ebenso zum selbstzerstörerischen Verhalten, ebenso wie Alkohol und Rauchen oder z.B. gefährliches Autofahren. Ich wollte schon öfters aus dem Auto mit ihm aussteigen weil ich Angst um mein Leben hatte.

Ich bin noch verbittert und trauere meinen "verlorenen Jahren" mit meinem Mann nach. Das tut so weh, alles für ihn getan zu haben, ihn immer unterstützt und angenommen zu haben, auch in seinen (sehr) schlechten Phasen, und dann einfach als Möbelstück auf die Straße gestellt zu werden wie man einen alten Stuhl aussortiert. Weil ich sein Spiel irgendwann nicht mehr mitmachen konnte, ihn nur noch ertragen konnte weil er mir Leid tat und weil ich immer gehofft habe, er macht doch noch eine Therapie, einen Entzug, holt sich Hilfe.

Ich bin auch hinterher beschimpft worden, ich wäre Schuld daran, dass er jetzt niemandem mehr vertrauen kann! Wie bitte? Ich habe das Gefühl, die Menschen, die gut zu ihm waren, die zu ihm gehalten haben, die ihm helfen wollten und ihn auch "ertragen" haben sind in seinen Augen die Arschlöscher (Entschuldigung). Und die anderen, die nur kamen, wenn sie etwas von ihm wollten, die erträgt er noch und die guckt er an.

Für ihn bin ich jetzt "tot", die gemeinsamen Kinder auch. Er grüßt seine Kinder noch nicht einmal wenn er ihnen im Ort zufällig begegnet. Und zweimal, als er gesehen hat, ihr Auto steht vor einem Internet-Cafe dass er ehrenamtlich betreut, ist er schnell wieder in sein Auto gestiegen und abgehauen. Wie arm kann das sein? Ich hasse ihn inzwischen, das tut so weh!!!

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, hoffentlich halten deine Kinder den Kontakt zu dir, wie gehen die eigentlich mit ihrer Mutter um?
LG

Hallo Schanah
danke für Deine netten Worte. Jemand, der diese Situation nicht kennt, kann nicht einschätzen wie gut es tut, Verständnis zu bekommen. Und auch Sicherheit. Ihre Schwester ist Psychologin und ist voll im Borderline-Angehörigen-Sumpf mit drin. Hatte erst Verständnis und vertrat auch diese Ansicht als sie von meiner Frau beschimpft wurde (denn sie hatte es gewagt, mit mir zu telefonieren), jetzt war sie 2 mal nett zu ihr und gleich dreht sie alles zurück. Ich würde sie abstempeln mit Borderline.
Wegen der Kinder: das ist natürlich mein gößtes Problem. Ich hab 3 Jungs, 5, 8 und 11 und ich liebe sie über alles. Sie sind schon immer sehr nah bei mir gewesen und ich weiß, dass ich auch unabhängig von der Borderline-Problematik für sie wichtig bin. Aber sie leiden eben auch noch unter meiner Frau. das ist so schwer, weil sie genauso oft lieb und nett ist zu ihnen und sie natürlich auch wirklich liebt. Aber sie beschimpft sie oftmals genauso wie mich, tut ihnen weh. Der große wird als Macho und Macker beschimpft, wenn er nur einen Teller stehen lässt. Jeden Morgen wird gekeift und geschimpft weil meine Kinder (wie andere auch natürlich) es wieder mal vergessen haben, sich zu kämmen oder sich schwer tun mit anziehen etc. Ich weiß, dass man da auch nicht immer ruhig bleiben kann, aber das kommt täglich vor. Das Schlimme ist der Sarkasmus und die Häme in ihren Worten, das bekommen die Kinder genauso ab wie ich. Wenn sie mal ihr Essen nicht wollen, schreit sie sie an, meine Kinder heulen, dann tut sie ihnen nochmal weh, und nochmal ("dann verhungert doch etc."). das Furchtbare ist, dass sie nicht wissen, woran sie sind. Das eine Mal wird ihr Verhalten angemessen beantwortet, das nächste Mal reagiert meine Frau auf das gleiche Verhalten völlig anders, eben meist in gehässiger Form. So als ob meine Frau sich persönlich angegriffen und verletzt fühlen würde, dadurch dass die Kinder eben mal einen Teller nicht abräumen usw. Hört sich hier irgendwie bescheuert an.
Und dann kommt dazu, dass mein mittlerer Sohn Symptome einer psychischen Erkrankung zeigt, in der gleichen Richtung. Er reißt sich seit Jahren die Haare aus, seit einem halben Jahr hat er schwere Schlafstörungen, er ist teilweise aggressiv, teilweise aber auch apathisch, lutscht am Daumen, liegt nur rum und ist kaum ansprechbar.
Meine Kinder klebten immer an mir, wenn wir zu fünft weg waren, waren sie nur bei mir, saßen bei einer PArty den ganzen Abend auf meinem Schoß, alle drei. zu den Großeltern haben sie schon mal gesagt, dass sie nur mich lieb haben.
Jeder, der sich damit auskennt sagt, dass ich das Sorgerecht beantragen soll. Aber wir sind jetzt noch dabei, das zu sortieren, und ich hoffe halt, dass ich sie darüber weiter zur Therapie bekomme. Wenn ich jetzt mit dem Holzhammer da drauf schlage, verliere ich jede Einflussmöglichkeit und dann geht alles nur noch im Streit unter. Naja, sie hat mich natürlich auch nur beschimpft und terrorisiert, seit ich ausgezogen bin.
Aber jetzt hatte sie eine Therapiestunde und lässt mich seitdem in ruhe. Deswegen habe ich noch Hoffnung, dass sie vielleicht vernünftig wird.
Dazu kommt , dass ich den Trennungsunterhalt nicht zahlen könnte.
Ich sehe die Kinder jetzt alle 2 Wochenenden und 1 mal in der Woche So weit geht das ganz gut.
Ich weiß, ich hab noch nicht die Konsequenz, die man in dieser Situation bräuchte. ICh bin wirklich auch der klassische Co-Abhängige, der viel zu viel mit sich machen lässt. Das versuche ich gerade auch in einer Therapie aufzuarbeiten.
Ich würde mich über Deine Meinung freuen.
Ich hoffe, Dir geht es einigermaßen gut. Freu Dich, dass Du die KInder hast; wenn die nicht wären, hätte ich jetzt kein so großes Problem.
Lieben Gruß
Christian

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10. April 2010 um 15:50
In Antwort auf helah_12731785

Bordeline
hallo christian
ich bin eine bordelinerin hab e jetzt gelernt damit umzugehen
ich habe sie riff die krankheit. deine frau muss sich helfen lassen sonst ist alles zu spät.glaub mir. sie kanndas auch im griff zu kriegen. ich bin verheiratet und er kommt damit gut zurecht
es ist im griff.

An tinchen
Hallo, danke für Deine Antwort.
Weißt Du, ich denke, ich bin schon zu lange mit ihr zusammen und habe zu viele geschluckt und abbekommen. Ich weiß, das liegt auch an mir. Aber sie hat alle meine Gefühle zertrümmert. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, wieder mit ihr zusammenzuleben. Als ich auszog, hatte ich nur noch Angst vor ihr und Wut auf sie. Ich habe- auch jetzt während der Trennung - immer vernünftig mit ihr reden wollen, sie hat mich nur beschimpft. Ich habe schon oft, ohne verletztend zu werden, ihr nahe gelegt, doch mal einen therapeuten aufzusuchen. Sie wurde schon mal wegen Depressionen behandelt und sie hatte sich damals mit einem MEsser verletzt. Die Therapie hat sie abgebrochen. Jetzt lässt sie sich von keinem mehr etwas sagen, das ihr nicht passt.
Keine Chance. Ich weiß nicht, was ich noch machen könnte. Und ich bin jetzt einfach so weit, dass ich mal an mich denken muss.
LG
Chris

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22. April 2010 um 16:32
In Antwort auf jami_12948346

Von Bordi
...zu Angehörigem:

Am Besten wäre es wohl, du würdest dich mit meinem Freund unterhalten, aber dann muss es wohl so gehen.

Es wurde ja schon gesagt, dass du dir gut überlegen solltest, ob du das abkannst.
Ob sies hat oder nicht kann dir hier niemand sagen, da muss sie sich psychologisch/psychiatrisch untersuchen lassen. Denn das muss, nur weil einige (oder viele) Symptome zutreffen keine BPS sein, denn die Krankheit heißt nicht umsons BORDERLINE-Persönlichkeits-Stö rung, sie liegt an der Grenze zu vielen verschiedenen "Störungen".

Und ich kann dir sagen, es ist nicht leicht mit uns. Frauen an sich sind ja nicht so easy und dann noch mit Borderline? Oha!
Hab jetzt nicht genau mitbekommen, inwiefern sie SVV zeigt, aber ich kann dir sagen, dass es cheiße weh tut, wenn ein geliebter Mensch sich massiv selbstverletzt.
Mein Freund hat es aktiv nie mitbekommen, nur, wenn es schon geschehen war. Wir haben zusammen Strategien ausgearbeitet, das zu umgehen, aber abschalten kann man es halt nicht.

Der SuperGAU für ihn muss es dann gewesen sein, als ich mich so sehr verstümmelt habe, dass mein Oberarmmuskel nachhaltig verletzt wurde. Und er hat es verbunden.


Es ist sehr anstregend, ungesund intensiv und deswegen meist auch recht kurz.

Überlegs dir gut. Finde mit ihr und einem Psychiater/Psychologen heraus, ob sie wirklich eine BPS hat und egal ob ja oder nein - sucht euch Hilfe.


TerrorWeib

Hallo lieber iispecialkii
Also ich bin auch so eine Borderlinerin. Leider! Und ich hasse mich dafür, kann aber gegen diese extremen Gefühlsschwankungen nichts tun, wenn sie denn da sind! Und je mehr Menschen ich dadurch verloren und vergrault habe, desto schlimmer wird meine Angst vor Liebe und Vertrauen ins Leben!
Ich weiß allerdings nur eins mittlerweile. Egal wie traumatisch meine Kindheit auch war, für die daraus resultierenden negativen Verhaltensformen meinerseits, (für die andere Menschen schließlich nichts können), bin ab einem gewissen Alter.einzig und allein ICH verantwortlich.
Ich bin nicht schuld daran, aber verantwortlich! Und wenn ich aus dem ewigen auf und ab meiner Gefühle, diesem ewigen Teufelskreis, nicht herauskomme, dann muss ich mich halt therapieren lassen.
Wenn ich allerdings nicht bereit bin Verantwortung für mein Verhalten zu übernehmen, dann habe ich auch nicht mehr das Recht zu erwarten, daß andere liebevolle Leute wie Du, Verständnis und Geduld für mich aufbringen!
Du mußt Deine Freundin vor die Wahl stellen: Therapie oder ich! Sonst gehst Du kaputt daran!
Du gehst ja zur Zeit zum Therapeuten. Lass ihr von ihm eine Einladung zu einem Partnergespräch schicken, um Dein Problem einmal in Ruhe durchzusprechen.
Liebe darf nicht soweit gehen, daß Du und Deine Kinder am Ende kranker sind als sie. Setz da ne klare Grenze! Und wenn sie nicht auf die Einladung reagiert, dann such schnellstens das Weite.
Es geht nicht nur darum wie sehr Du sie liebst, sondern auch, wie sehr sie Dich liebt! Vergiss das nicht!
Seit ich mir bewusst bin daß ich Borderliner bin, geh ich zu einer Psychotherapeutin, und es hilft mir sehr!!!
Ich WILL gesund werden, und deshalb klappt das auch! Und zwar viel leichter und schneller als ich gedacht hätte!
P.S. Vergiss nicht, daß es auch außerhalb des Borderlineproblems nicht immer einfach ist Frau und Mutter zu sein! Auch Borderliner haben manchmal das Bedürfnis, daß der Partner Verhaltensweisen, die ihn vielleicht krank machen zu verändern. Männer sind auch manchmal ganz schön "Macker". Vielleicht bist Du auch einfach nicht der Richtige für sie! Von daher wär ein Partnergespräch mit neutraler Drittperson vielleicht sehr hilfreich für beide Parteien.

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