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Borderline - Von dem Gefühl, in Gefühlen zu ertrinken

13. Februar 2013 um 14:03
In Antwort auf avarrassterne

+1
ich trau mir nicht, meine "düsteren" hier reinzuschreiben - Trigger...

also mal was positives:
****************************** **


Motten fliegen in das Licht
und unterscheiden zur Flamme nicht
Doch die, die träumen vom Licht der Sterne
nähren sich von deren Ferne

Stiere messen ihre Kräfte auf den Weiden
Zeiten, die für nichts anderen bleiben
Doch die, die dort die Blumen sehen
werden durch die Zeit mit einem Lächeln gehen

Tränen des Leides und der Freude habe ich geweint
so wie nur ein menschliches Herz sie eint
Weiter werde ich träumen, weiter werde ich brennen,
Weiter werde ich kämpfen, weiter werde ich die Schönheit kennen

Ich werde das Herz meiner Tränen trinken
in den Tiefen meiner Phantasie versinken
Ich bin der Mensch, die Motte und der Stier
frei in meinen Gedanken und doch hier

---world in my realms---
DS 2012-04-04

Kunst im allgemeinen
finde ich da sehr hilfreich und sinnvoll.

Man "bearbeitet" ein Thema, man dreht und wendet es in Gedanken, betrachtet es auf verschiedenen Perspektiven, betrachtet die eigenen Gefühle dazu, sucht eine passende Symbolik, "übersetzt" es in diese - all das kann uns nur helfen.

btw @raven - finde ich schön, Dein Gedicht. und gut.

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13. Februar 2013 um 15:48
In Antwort auf avarrassterne

+1
ich trau mir nicht, meine "düsteren" hier reinzuschreiben - Trigger...

also mal was positives:
****************************** **


Motten fliegen in das Licht
und unterscheiden zur Flamme nicht
Doch die, die träumen vom Licht der Sterne
nähren sich von deren Ferne

Stiere messen ihre Kräfte auf den Weiden
Zeiten, die für nichts anderen bleiben
Doch die, die dort die Blumen sehen
werden durch die Zeit mit einem Lächeln gehen

Tränen des Leides und der Freude habe ich geweint
so wie nur ein menschliches Herz sie eint
Weiter werde ich träumen, weiter werde ich brennen,
Weiter werde ich kämpfen, weiter werde ich die Schönheit kennen

Ich werde das Herz meiner Tränen trinken
in den Tiefen meiner Phantasie versinken
Ich bin der Mensch, die Motte und der Stier
frei in meinen Gedanken und doch hier

---world in my realms---
DS 2012-04-04


WOW

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13. Februar 2013 um 17:28
In Antwort auf avarrassterne

+1
ich trau mir nicht, meine "düsteren" hier reinzuschreiben - Trigger...

also mal was positives:
****************************** **


Motten fliegen in das Licht
und unterscheiden zur Flamme nicht
Doch die, die träumen vom Licht der Sterne
nähren sich von deren Ferne

Stiere messen ihre Kräfte auf den Weiden
Zeiten, die für nichts anderen bleiben
Doch die, die dort die Blumen sehen
werden durch die Zeit mit einem Lächeln gehen

Tränen des Leides und der Freude habe ich geweint
so wie nur ein menschliches Herz sie eint
Weiter werde ich träumen, weiter werde ich brennen,
Weiter werde ich kämpfen, weiter werde ich die Schönheit kennen

Ich werde das Herz meiner Tränen trinken
in den Tiefen meiner Phantasie versinken
Ich bin der Mensch, die Motte und der Stier
frei in meinen Gedanken und doch hier

---world in my realms---
DS 2012-04-04

Dann hier mal eines aus meiner feder
muss dazu sagen..ich bin nicht sonderlich gut darin
reimt sich nihctmal und ich hab einfach nur geschrieben.
------------------------------------------------------------------------

Flieg Seele, flieg


Schmerz in der Seele
blutüberströmt
zerfetzt
zerrissen
zu Tode verletzt
Tränen in den Augen
der Blick in die Wolken gerichtet
will doch nur fliegen
die Flügel spreizen
abheben in den Himmel
dunkel, dennoch sternenklar
im Glanze der Dunkelheit
den Blick in die Sterne
wie ein Vogel so frei
möcht ich sein
auf alles herabschauen
von ganz weit oben
der Schatten von vergangenen Zeiten
eine Melodie des Schmerzes
dennoch nur ein Hauch
im kalten Abendwind
frei ist die Seele
von dunklen Schwingen getragen
hinfort fällt die Last
von den schmalen Schultern
eines dunklen Engels
ich werde es wagen

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14. Februar 2013 um 2:19
In Antwort auf elif_11859433

Dann hier mal eines aus meiner feder
muss dazu sagen..ich bin nicht sonderlich gut darin
reimt sich nihctmal und ich hab einfach nur geschrieben.
------------------------------------------------------------------------

Flieg Seele, flieg


Schmerz in der Seele
blutüberströmt
zerfetzt
zerrissen
zu Tode verletzt
Tränen in den Augen
der Blick in die Wolken gerichtet
will doch nur fliegen
die Flügel spreizen
abheben in den Himmel
dunkel, dennoch sternenklar
im Glanze der Dunkelheit
den Blick in die Sterne
wie ein Vogel so frei
möcht ich sein
auf alles herabschauen
von ganz weit oben
der Schatten von vergangenen Zeiten
eine Melodie des Schmerzes
dennoch nur ein Hauch
im kalten Abendwind
frei ist die Seele
von dunklen Schwingen getragen
hinfort fällt die Last
von den schmalen Schultern
eines dunklen Engels
ich werde es wagen

Ähm...
WOW auch für Dich!

Ein Gedicht muss sich nicht unbedingt reimen ! Sehr gut geschrieben

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14. Februar 2013 um 7:33
In Antwort auf elif_11859433

Dann hier mal eines aus meiner feder
muss dazu sagen..ich bin nicht sonderlich gut darin
reimt sich nihctmal und ich hab einfach nur geschrieben.
------------------------------------------------------------------------

Flieg Seele, flieg


Schmerz in der Seele
blutüberströmt
zerfetzt
zerrissen
zu Tode verletzt
Tränen in den Augen
der Blick in die Wolken gerichtet
will doch nur fliegen
die Flügel spreizen
abheben in den Himmel
dunkel, dennoch sternenklar
im Glanze der Dunkelheit
den Blick in die Sterne
wie ein Vogel so frei
möcht ich sein
auf alles herabschauen
von ganz weit oben
der Schatten von vergangenen Zeiten
eine Melodie des Schmerzes
dennoch nur ein Hauch
im kalten Abendwind
frei ist die Seele
von dunklen Schwingen getragen
hinfort fällt die Last
von den schmalen Schultern
eines dunklen Engels
ich werde es wagen


wer sagt denn, dass sich Gedichte reinem müssen? Meine auch nicht alle, manchmal ergibt es sich halt, meistens nicht - das ist doch kein Maßstab.

... wunderschön, sehr bewegend!

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14. Februar 2013 um 13:57
In Antwort auf avarrassterne

Da hab ichs auch gleich gestern wieder geschafft
Aber voll in die Falle gelaufen...

Mein Mann hat mir auch noch gesagt, dass ich mich verrenne und dass ich mich angegriffen fühle ohne Grund. Und ich war mir SOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO OOOOOOOOOO sicher, dass ich einfach nicht erklären kann, was ich meine und er deswegen davon ausgeht, dass ich mich angegriffen fühle. Jaja, epic fail.

Eigentlich ging es um etwas ganz anderes, aber es hat in mir ein Thema angesprochen, was mich im Moment so nervt und wo ich auch der Meinung bin, dass ich das nie hinkriege, egal was ich mache... Nun darum ging es gar nicht, aber mein Gefühl war, mir wird unterstellt, dass ich rumgeflippt bin, wo ich mich nur entschuldigen wollte - ja und dann bin ich dann auch mit der Zeit vollendens rumgeflippt
Da war's vorbei mit allen meinen voll klugen Ratschlägen ala "hört darauf, wenn Euch jemand sagt, dass Ihr gerade grundlos abgeht" - weil ich mir soooooooooooooooooooo sicher war, dass der einfach nur nicht kapiert, was ich meine. Dass der einfach nicht kapiert, dass ich mich doch nur entschuldigt habe. Irgendwann war er dann auch nur noch genervt ... *BOOOOOOOOOOOM*

Irgendwann abends hat er ( ... ... ) es dann entschärft und geklärt und den Rest des abends hab ich versucht, gegen das Gefühl anzukämpfen, dass ich es niemals schaffen werde, mit anderen richtig klar zu kommen. In dem Falle wissend, dass das irrational ist, weil es kommt alle paar Monate *ein* Mal vor, nicht mehr öfter und artet höchst selten aus - die "Normalen" haben auch von Zeit zu Zeit ihre Aussetzer, da muss ich mich wirklich nicht mehr verstecken, wenn ich es auf das Level herunter habe... Aber manchmal hab ich es soooooooooooo satt
Manchmal ist auch bei mir der einzige Grund, wieder aufzustehen und weiterzukämpfen der, dass ich einfach gar keine Wahl habe.

Wieder Aufnahmefähig...
öhm, ich war gestern sowas von neben der Spur, dass ich gar nichts richtig wahrgenommen habe, Sorry Avarrassterne .... ich ähm, öhm... hab erst jetzt Dein " Da hab ichs auch gleich gestern wieder geschafft " gelesen !

Oh ja, dieses Scheiß Feeling, welches Du beschreibst, kenn ich nur zuuuuuuuu gut und es ist schier eklig. Bei mir sind dies dann auch so Momente, wo ich dann zusätzlich noch so verdammt aufpassen muss, was ich sage, wie ich etwas sage und das ich nicht zur Klinge greife ! Versagensängste sind mit die ekelhaftesten Augenblicke in uns, die weit mehr Erfolge zunichte machen können, als uns selbst in diesem Moment bewusst ist und wir können im Grunde nichts weiter tun, als zu versuchen keinen totalen Scherbenhaufen um und in uns zu hinterlassen !

Ich verkriech mich dann meistens in mir selbst, lass nix mehr an mich heran und werde sehr still! Früher hatte ich dies weniger als heute, obwohl ich früher noch voll im Berufsleben gestanden habe, aber da hatte ich diese Versagensängste seltsamer weise nie oder nicht bewusst! Vielleicht hatte und habe ich deswegen auch bis heute keine Prüfungsängste . Ich geh in eine Prüfung ohne Schwierigkeiten, aber wehe ich steck heute in einer Schaffungskrise ohhaa, dann kommen diese diese blöden Versagensängste aus allen Ecken gekrabbelt !

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14. Februar 2013 um 15:20
In Antwort auf darla_12631353

Wieder Aufnahmefähig...
öhm, ich war gestern sowas von neben der Spur, dass ich gar nichts richtig wahrgenommen habe, Sorry Avarrassterne .... ich ähm, öhm... hab erst jetzt Dein " Da hab ichs auch gleich gestern wieder geschafft " gelesen !

Oh ja, dieses Scheiß Feeling, welches Du beschreibst, kenn ich nur zuuuuuuuu gut und es ist schier eklig. Bei mir sind dies dann auch so Momente, wo ich dann zusätzlich noch so verdammt aufpassen muss, was ich sage, wie ich etwas sage und das ich nicht zur Klinge greife ! Versagensängste sind mit die ekelhaftesten Augenblicke in uns, die weit mehr Erfolge zunichte machen können, als uns selbst in diesem Moment bewusst ist und wir können im Grunde nichts weiter tun, als zu versuchen keinen totalen Scherbenhaufen um und in uns zu hinterlassen !

Ich verkriech mich dann meistens in mir selbst, lass nix mehr an mich heran und werde sehr still! Früher hatte ich dies weniger als heute, obwohl ich früher noch voll im Berufsleben gestanden habe, aber da hatte ich diese Versagensängste seltsamer weise nie oder nicht bewusst! Vielleicht hatte und habe ich deswegen auch bis heute keine Prüfungsängste . Ich geh in eine Prüfung ohne Schwierigkeiten, aber wehe ich steck heute in einer Schaffungskrise ohhaa, dann kommen diese diese blöden Versagensängste aus allen Ecken gekrabbelt !

Beruflich hab ichs eigentlich nicht
und zu meinem Glück habe ich auch kaum Probleme mit Selbstwert / Selbsthass, Selbstbewusstsein / Selbstsicherheit & Co.

Selbstsicherheit war als Teenager ein Problem, aber das habe ich zum Glück gelöst, bevor das BL signifikant zum Problem war.

Bei sind Versagensängste & Co eigentlich nur an einer Stelle ein Thema: bei Menschen, die mir wichtig sind und dem, was ihnen wichtig ist und / oder sie verletzen könnte. Da aber mit der großen Kelle. Das geht los damit, dass ich ein RIIIIIIIIIIESEN Problem damit habe, etwas geschenkt zu bekommen. Erwartungshaltung ist da ein ganz großes Stichwort.

Ja und da überrennt mich das Gefühl zuweilen brutal.
Nicht dass ich nicht - rein rational - ganz genau wüsste, dass 15 Jahre Beziehung mehr ist, als die meisten "Normalen" so hinkriegen, dass das ganz sicher beweist, dass meine Beziehung pflegen und sich auf den anderen einstellen kann und ganz sicher etwas zum Stolz sein ist - Ein "das schaffst Du niiiiiiiiiiiieeeeeeeeeee" völlig irrational ist, weil ich schaff es ja schon 15 Jahre lang - *rational* => alles klar. Emotional saufe ich trotzdem völlig ab. Das ist einer von 2 Stellen, wo bei mir heute noch die Sehn-Sucht nach SVV ganz stark wird.

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14. Februar 2013 um 17:58
In Antwort auf avarrassterne


wer sagt denn, dass sich Gedichte reinem müssen? Meine auch nicht alle, manchmal ergibt es sich halt, meistens nicht - das ist doch kein Maßstab.

... wunderschön, sehr bewegend!

Auch wieder wahr
ich hab einfach nur quasi drauf los geschrieben (eigentlich wie immer) vielen lieben dank euch beiden .
@avarrassterne und @ladysinaeddarkraven

also sollte ich weiter schreiben? bzw versuchen? ^^"

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14. Februar 2013 um 18:03
In Antwort auf avarrassterne

Beruflich hab ichs eigentlich nicht
und zu meinem Glück habe ich auch kaum Probleme mit Selbstwert / Selbsthass, Selbstbewusstsein / Selbstsicherheit & Co.

Selbstsicherheit war als Teenager ein Problem, aber das habe ich zum Glück gelöst, bevor das BL signifikant zum Problem war.

Bei sind Versagensängste & Co eigentlich nur an einer Stelle ein Thema: bei Menschen, die mir wichtig sind und dem, was ihnen wichtig ist und / oder sie verletzen könnte. Da aber mit der großen Kelle. Das geht los damit, dass ich ein RIIIIIIIIIIESEN Problem damit habe, etwas geschenkt zu bekommen. Erwartungshaltung ist da ein ganz großes Stichwort.

Ja und da überrennt mich das Gefühl zuweilen brutal.
Nicht dass ich nicht - rein rational - ganz genau wüsste, dass 15 Jahre Beziehung mehr ist, als die meisten "Normalen" so hinkriegen, dass das ganz sicher beweist, dass meine Beziehung pflegen und sich auf den anderen einstellen kann und ganz sicher etwas zum Stolz sein ist - Ein "das schaffst Du niiiiiiiiiiiieeeeeeeeeee" völlig irrational ist, weil ich schaff es ja schon 15 Jahre lang - *rational* => alles klar. Emotional saufe ich trotzdem völlig ab. Das ist einer von 2 Stellen, wo bei mir heute noch die Sehn-Sucht nach SVV ganz stark wird.

Uuuhhhh
Also mit Selbsthass/Selbstwert, Selbstbewusstsein/Selbstsicherheit & Co. hatte ich auch nie Probleme. Wer wie ich, sehr Dominant und Diszipliniert ist, hat eher selten ein schwaches Selbstbewusstsein und in den seltensten Fällen ein Problem mit seiner Selbstsicherheit ! Sprich ich habe bisher immer alles erreicht und gemeistert, was ich wollte!

Als Selbsthass, kann ich eigentlich auch nicht so ganz sagen, wenn ich mich mal wieder als zu schwer mit meinen 186,5 cm Körpergröße finde, denn ich wiege zwischen 105 -110 kg. Es stört mich einfach nur, da ich einen sehr ausgefallenen Modegeschmack habe , sprich ich bin ein absoluter Lederklamotten Fan und habe schon mit meiner enormen Größe so meine Probleme passendes zu finden, aber bei zu Schwer wird es dann noch schwieriger, selbst in Männergrößen und Multimillionärin bin ich auch nicht, es muss also bezahlbar sein.

oooooooohhhhhhhhhh ich liebe es Geschenke zu bekommen , je mehr desto besser und ich schenke auch wahnsinnig gerne ! Doch ich kann auch akzeptieren, wenn jemand es nicht will oder mag! Jeder Mensch ist anders (was gut so, denn wie langweilig wäre das Leben, wenn wir alle gleich wären?!?) und daher kann ich es auch akzeptieren, sowie respektieren, wenn jemand es nicht mag beschenkt zu werden. Doch kann ich mir das auch als ziemlich schwierig vorstellen, weil ja die meisten Menschen der Ansicht sind, dass wenn irgendein besonderer Tag ansteht oder einfach mal so, Geschenke zu machen, selbst wenn diese es wissen!

Wie geht denn Dein Mann damit um oder Deine Familie?

Hm..., schlecht ist allerdings in solchen Momenten dann Deine Sehnsucht nach SVV und ich hoffe sehr, dass Du diesem Verlangen widerstehen kannst *mal lieb in Arme nimmt*! Doch ich kenne das auch recht gut, wenn mir etwas total nicht zusagt oder ich es nicht will, aber andere es doch machen..., da werde ich dann 5 Meter größer und muss mich auch so ziemlich davon abhalten etwas " Dummes " zu tun, wie z. B. SVV oder Laut werden.

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14. Februar 2013 um 18:16
In Antwort auf avarrassterne

Eines noch...
... aus irgendeinem unerfindlichen Grunde ist die verklärte Romantik hier arg mächtig.

Das arme Aschenputtel wühlt von der Stiefmutter geplagt im Schmutz, dann kommt der weiße Ritter und erwählt sie und von da an lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Leute, wenn die Märchen nicht an dieser Stelle aufhören würden, würde das noch nicht mal im Märchen funktionieren!

Also Bitte, tut Euch einen Gefallen. Borderline wird so wenig verschwinden oder "von allein besser werden" wenn man die eine wahre Liebe gefunden hat, wie Diabetes!

Kickt die Romantik vor die Tür, bevor sie Euch die schönen Blumengebinde um den Hals und die Blumenkränze um die Arme legen kann - und irgendwann mal anfängt langsam aber stetig zu zu ziehen. Liebe ändert keine chronische Krankheit. Es mag Wunderheilungen geben, irgendwann, irgendwie, irgendwo. Aber mit ziemlicher Sicherheit nicht in Eurem Falle.

Na klar, es lindert für einige Zeit die Symptome, wenn man sehr glücklich ist. ABER ES WIRD WIEDER KOMMEN. GANZ SICHER. Vor allem aber: Es hat GAR NICHTS damit zu tun, ob und wie sehr man einen anderen liebt, wenn es zurück kommt!


WOW... das ist erstmal alles was ich grade schreiben kann, da ich mir das ganze mal durchgelesen habe.

nun , ich gehöre nicht zu den grenzgängern sondern zu den "normalos" ABER ich darf von mir behaupten, dass ich nicht an dem allgemeinen "Schubladendenken" festhalte, denn ich lebe mit meiner Frau in einer fast 9 Jährigen Beziehung, fast 8 jahre davon verheiratet, und sie ist Grenzgängerin sprich in ihrem falle BL und Angst- und Panikpatientin.

Wir reden über ihre Ängste und ich merke auch wenn sie sich zurück zieht und ob sie dann lieber allein sein möchte oder meine nähe brauch. egal ob es jetzt einfach eine umarmung ist oder ob sie reden möchte.

Deine texte sind sehr informativ und machen jedem klar um was es geht. zwar bin ich im moment wegen den ganzen input sprachlos aber ich freue mich mehr darüber zu erfahren als ich bisher über meine frau erfahren habe.

LG ladydeath80

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14. Februar 2013 um 19:50
In Antwort auf noha_12379968


WOW... das ist erstmal alles was ich grade schreiben kann, da ich mir das ganze mal durchgelesen habe.

nun , ich gehöre nicht zu den grenzgängern sondern zu den "normalos" ABER ich darf von mir behaupten, dass ich nicht an dem allgemeinen "Schubladendenken" festhalte, denn ich lebe mit meiner Frau in einer fast 9 Jährigen Beziehung, fast 8 jahre davon verheiratet, und sie ist Grenzgängerin sprich in ihrem falle BL und Angst- und Panikpatientin.

Wir reden über ihre Ängste und ich merke auch wenn sie sich zurück zieht und ob sie dann lieber allein sein möchte oder meine nähe brauch. egal ob es jetzt einfach eine umarmung ist oder ob sie reden möchte.

Deine texte sind sehr informativ und machen jedem klar um was es geht. zwar bin ich im moment wegen den ganzen input sprachlos aber ich freue mich mehr darüber zu erfahren als ich bisher über meine frau erfahren habe.

LG ladydeath80

RE:
Zunächst einmal. möchte ich Dich bei uns hier in unserer kleinen Gemeinde von Grenzgängern auch als " Normalo " recht herzlich Willkommen heißen, mein Schatz (ladydeath80)

Ja, auch ich stand vor dem Wortlos nachdem ersten lesen, von avarrassterne und stöber noch immer durch ihre, aber auch durch die Zeilen der anderen hier, denn man kann immer wieder Neues entdecken und als Grenzgänger auch Parallelen sehen zu seinem eigenen Krankheitsbildern, Symptomen und Wesenhaftigkeiten, welche man zuvor vielleicht schon gesehen hat, aber nicht wirklich richtig einordnen konnte oder verstanden hatte!

Wie Du ja weißt mein Schatz, rede ich sehr selten über das was mich bedrückt, bewegt oder gar belastet, dass geschieht wenn überhaupt immer erst, wenn ich in mir dazu bereit bin oder etwas mir sehr viel Angst zu machen beginnt (so wie das, was ich Dir vorhin am Telefon gesagt hatte und was andaroxia auch schon weiß, ich hier aber vorerst nicht näher erläutern möchte! Ich sag nur Krämpfe und ich schätze mal, Du weißt auch worum es geht, Avarra?).
Dafür entschuldige ich mich bei Dir , doch wir Grenzgänger haben meistens sehr viel mit uns selbst zu tun und stecken oft in irgendwelchen Bereichen fest. !

Wenn Du mal nicht weißt, um was es hier geht oder sonstige Fragen hast, dann frag und wir werden Dir so gut es geht, weiterhelfen !

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14. Februar 2013 um 20:46
In Antwort auf darla_12631353

RE:
Zunächst einmal. möchte ich Dich bei uns hier in unserer kleinen Gemeinde von Grenzgängern auch als " Normalo " recht herzlich Willkommen heißen, mein Schatz (ladydeath80)

Ja, auch ich stand vor dem Wortlos nachdem ersten lesen, von avarrassterne und stöber noch immer durch ihre, aber auch durch die Zeilen der anderen hier, denn man kann immer wieder Neues entdecken und als Grenzgänger auch Parallelen sehen zu seinem eigenen Krankheitsbildern, Symptomen und Wesenhaftigkeiten, welche man zuvor vielleicht schon gesehen hat, aber nicht wirklich richtig einordnen konnte oder verstanden hatte!

Wie Du ja weißt mein Schatz, rede ich sehr selten über das was mich bedrückt, bewegt oder gar belastet, dass geschieht wenn überhaupt immer erst, wenn ich in mir dazu bereit bin oder etwas mir sehr viel Angst zu machen beginnt (so wie das, was ich Dir vorhin am Telefon gesagt hatte und was andaroxia auch schon weiß, ich hier aber vorerst nicht näher erläutern möchte! Ich sag nur Krämpfe und ich schätze mal, Du weißt auch worum es geht, Avarra?).
Dafür entschuldige ich mich bei Dir , doch wir Grenzgänger haben meistens sehr viel mit uns selbst zu tun und stecken oft in irgendwelchen Bereichen fest. !

Wenn Du mal nicht weißt, um was es hier geht oder sonstige Fragen hast, dann frag und wir werden Dir so gut es geht, weiterhelfen !

Wieso zum henker gibt es hier keinen like button >0</)
sorry for that XD ja..auch ich begrüße dich hier ladydeath80 ich war am anfang auch genauso platt nachdem ich all das hier gelesen hatte, vorallem was diverse kommentare von anderen nutzern betrifft . aber nunja~ ich finde es dennoch sehr gut und vorallem hilfreich, dass man sich hier gut mit ich sage mal gleichgesinnten austauschen kann und gegenseitig helfen kann. wobei man trotz allem aufpassen muss, weil nicht immer alles so ist, wie es hier steht. deswegen ist es am besten, wenn man sich die informationen, die man braucht, direkt von den betroffenen holt, denn sie können dir am besten dahingehend weiterhelfen . ind ich gebe dir den selben rat, den auch ladysinaeddarkraven gegeben hat. wenn dir etwas schleierhaft vorkommt oder du nicht genau weißt um was es geht, oder wie du mit gewissen dingen umgehen sollst, dann frag und wir helfen dir ^^

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15. Februar 2013 um 8:08
In Antwort auf elif_11859433

Auch wieder wahr
ich hab einfach nur quasi drauf los geschrieben (eigentlich wie immer) vielen lieben dank euch beiden .
@avarrassterne und @ladysinaeddarkraven

also sollte ich weiter schreiben? bzw versuchen? ^^"

Na klar
unbedingt weiter schreiben

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15. Februar 2013 um 8:52
In Antwort auf noha_12379968


WOW... das ist erstmal alles was ich grade schreiben kann, da ich mir das ganze mal durchgelesen habe.

nun , ich gehöre nicht zu den grenzgängern sondern zu den "normalos" ABER ich darf von mir behaupten, dass ich nicht an dem allgemeinen "Schubladendenken" festhalte, denn ich lebe mit meiner Frau in einer fast 9 Jährigen Beziehung, fast 8 jahre davon verheiratet, und sie ist Grenzgängerin sprich in ihrem falle BL und Angst- und Panikpatientin.

Wir reden über ihre Ängste und ich merke auch wenn sie sich zurück zieht und ob sie dann lieber allein sein möchte oder meine nähe brauch. egal ob es jetzt einfach eine umarmung ist oder ob sie reden möchte.

Deine texte sind sehr informativ und machen jedem klar um was es geht. zwar bin ich im moment wegen den ganzen input sprachlos aber ich freue mich mehr darüber zu erfahren als ich bisher über meine frau erfahren habe.

LG ladydeath80

Danke
mit so viel Lob hatte ich gar nicht gerechnet

Ich glaube, das Problem am "Schubladendenken" ist das: *Jeder* Mensch, urteilt aus eigener Vorstellung, eigenem Erleben, eigener Sichtweise heraus. Wenn man sich also beispielsweise nicht vorstellen kann, dass SVV irgendwas anderes sein könnte als "Aufmerksamkeit erreichen" dann ist man sich nun mal sicher, dass jemand, der sich selbst verletzt, irgendwelchen kranken Sch*** macht, weil er sich nicht beachtet fühlt, obwohl doch alle so nett zu ihm / ihr sind.
Tja, dann ist nur noch die Frage, ob man es sich erklären lassen möchte und rein theoretisch in der Lage wäre, es zu verstehen.

Außerdem ist es schon so, dass viele unserer Reaktionen einfach ohne Hintergrundwissen schon ... nicht gerade bezaubernd sind, teilweise natürlich auch mit dem Wissen nicht.

Außerdem - kann man vieles (sicher nicht alles) erklären und das meiste abfangen - nur kann das niemals etwas werden, wenn so viele Grenzgänger eben "Laien in eigener Sache" sind - den meisten ist ja selbst nicht klar, warum sie reagieren, wie sie reagieren, wann (und überhaupt DASS) sie um sich schlagen usw.

Die instinktive Reaktion und die, die in unserer Kultur meist als "richtig" und "gut" und "hilfreich" angesehen wird, kann bei uns schnell alles schlimmer machen. Siehe weiße Ritter... Ein Mensch mit einem kaputten Knie kann auch schnell über das, was er nicht laufen kann zu faul werden, laufen zu wollen und sich dem "ich muss mich schonen" hingeben - dann werden bei dem die Muskeln schwächer und das ganze verstärkt sich selbst. Nur bei uns sind es Kontrolle, Beherrschung, Wille, die schwächer werden - ganz miese Idee - und irgendwie ist bei psychischen Krankheiten dass, was bei anderen der "innere Schweinehund" ist, eher ein Cerberus in Größe, Statur und Kraft, hypnotisierend wie die Schlange bei Asterix und betörend mit der Macht einer Sirene. Der ist ziemlich überzeugend, auch ohne dass ihn weiße Ritter tgl. Angus-Steaks servieren.

Alles, was für uns ein Leben möglich macht, dass wir auch leben möchten und bei dem uns auch andere begleiten möchten steht und fällt mit dem Wissen über die Hintergründe, dem Wissen, dass man etwas ändern kann (das Wie ist da fast in zweiter Reihe) und der Möglichkeit, Ursache, Wirkung und Auslöser zu trennen. Deswegen schreib ich mir hier im Forum Fransen an die Finger

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15. Februar 2013 um 13:00
In Antwort auf avarrassterne

Danke
mit so viel Lob hatte ich gar nicht gerechnet

Ich glaube, das Problem am "Schubladendenken" ist das: *Jeder* Mensch, urteilt aus eigener Vorstellung, eigenem Erleben, eigener Sichtweise heraus. Wenn man sich also beispielsweise nicht vorstellen kann, dass SVV irgendwas anderes sein könnte als "Aufmerksamkeit erreichen" dann ist man sich nun mal sicher, dass jemand, der sich selbst verletzt, irgendwelchen kranken Sch*** macht, weil er sich nicht beachtet fühlt, obwohl doch alle so nett zu ihm / ihr sind.
Tja, dann ist nur noch die Frage, ob man es sich erklären lassen möchte und rein theoretisch in der Lage wäre, es zu verstehen.

Außerdem ist es schon so, dass viele unserer Reaktionen einfach ohne Hintergrundwissen schon ... nicht gerade bezaubernd sind, teilweise natürlich auch mit dem Wissen nicht.

Außerdem - kann man vieles (sicher nicht alles) erklären und das meiste abfangen - nur kann das niemals etwas werden, wenn so viele Grenzgänger eben "Laien in eigener Sache" sind - den meisten ist ja selbst nicht klar, warum sie reagieren, wie sie reagieren, wann (und überhaupt DASS) sie um sich schlagen usw.

Die instinktive Reaktion und die, die in unserer Kultur meist als "richtig" und "gut" und "hilfreich" angesehen wird, kann bei uns schnell alles schlimmer machen. Siehe weiße Ritter... Ein Mensch mit einem kaputten Knie kann auch schnell über das, was er nicht laufen kann zu faul werden, laufen zu wollen und sich dem "ich muss mich schonen" hingeben - dann werden bei dem die Muskeln schwächer und das ganze verstärkt sich selbst. Nur bei uns sind es Kontrolle, Beherrschung, Wille, die schwächer werden - ganz miese Idee - und irgendwie ist bei psychischen Krankheiten dass, was bei anderen der "innere Schweinehund" ist, eher ein Cerberus in Größe, Statur und Kraft, hypnotisierend wie die Schlange bei Asterix und betörend mit der Macht einer Sirene. Der ist ziemlich überzeugend, auch ohne dass ihn weiße Ritter tgl. Angus-Steaks servieren.

Alles, was für uns ein Leben möglich macht, dass wir auch leben möchten und bei dem uns auch andere begleiten möchten steht und fällt mit dem Wissen über die Hintergründe, dem Wissen, dass man etwas ändern kann (das Wie ist da fast in zweiter Reihe) und der Möglichkeit, Ursache, Wirkung und Auslöser zu trennen. Deswegen schreib ich mir hier im Forum Fransen an die Finger

Menschen wie wir
... wenn es Menschen wie uns nicht in dieser grau in grau denkenden und leider auch handelnden Gesellschaft gäbe, dann wäre dieser Planet sehr arm und leer, denn es kann nicht immer nur alles voll normal sein!

Menschen wie wir bereichern diese grau in grau dahin dümpelnde Gesellschaft immer wieder aufs neue, aber dies wollen diverse Querdenker nicht verstehen, wobei ich immer mal gerne die Frage stelle: " Was ist eigentlich Normal? Definiert mir bitte mal, dass Wort Normal?" Viele werden es nicht können, weil es zu ihren Antworten immer wieder Gegenfragen geben wird und irgendwann gehen denen, die von sich selbst behaupten, sie seien Normal, die Antworten aus und diejenigen, welche den eigentlichen Sinn der beginnenden Frage nicht verstehen wollen, werden dann leider sehr unverschämt und bösartig. Diese Personen sind dann auch die, welche uns in Foren wie diesem hier richtig fies angreifen und sie sind für die meisten Grenzgänger eine wirklich ernsthafte Gefahr, denn viele haben zwar vielleicht BL, Angst / Panik und dergleichen, aber sie kennen sich noch nicht so ganz darin aus oder haben sich ihrem Schicksal ergeben.

Dabei sollten wir es alle einfach mal von einer anderen Sichtweise betrachten: Wir sind wir und die sind die, aber im Grunde sind wir doch alle in irgendeiner Form ein wenig verrückt , denn wir sind einfach Menschen! Wir sind wir und jeder ist in sich selbst ein eigenständiges, frei denkendes und handelndes Individuum mit vielen Ecken und Kanten, aber niemals voll Perfekt, denn man kann nur in einigen Lebensbereichen Perfekt sein, aber nicht im Ganzen!

Also werden wir uns hier weiterhin Fransen an die Finger schreiben, um denen die Hilfe in Form von Texten brauchen zugeben und denen die mit einem gewaltigen Brett vorm Kopf durch die Gegend rennen, als Holzwurm verkleidet, Löcher in dieses Brett hinein knabbern (auch wenn dies nicht viel bringen wird, denn gegen Verbohrtheit können selbst wir nix ausrichten)!
Der Göttin Reich ist riesig und da hat jedes Lebewesen seinen Platz, auch die, welche uns, wegen unserer psychischen Probleme in ihre Schubladen stecken und uns Intelligenz absprechen, nur weil sie in ihrem verbohrtem Denken, der Meinung sind, dass jemand der ein Grenzgänger ist, kein Anrecht auf Intelligenz hat! Blöde Logik, ich weiß, aber so ist es leider!

Wir Grenzgänger sind nun mal anders und wir sollten uns NIEMALS versuchen, mit aller Gewalt der Norm anzupassen, denn dies tut uns nicht gut und die Gesellschaft interessiert es eh nicht, weil sie es nicht merken können und wollen! Am Anfang meines Grenzgänger-Lebens, hatte ich es versucht weiter der Norm der Gesellschaft zu entsprechen, aber dies ging ganz böse schief und jetzt bin ich ich, dies wird auch so bleiben, denn ich lasse mich von niemandem verbiegen, nur weil ich der Norm nicht entspreche und mich auch nicht in irgendwelche Schubladen stecken lasse! Masken zerstören.... Reißt sie ab und seid wie IHR seid!

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15. Februar 2013 um 16:16
In Antwort auf avarrassterne

Na klar
unbedingt weiter schreiben

Oki
wird erledigt chef

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15. Februar 2013 um 17:25
In Antwort auf elif_11859433

Oki
wird erledigt chef

Ja weiterschreiben
immer weiter

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15. Februar 2013 um 22:14


hoi hoi mädls!
Also ich bin heute das erst mal hier.. weil ich im internet probiert hab eine lösung für meine Probleme zu finden..
Ich hab mir nicht alle Berichte von euch durchgelesen, denn es sind schon sehr viele aber ich finds voll geil das es anscheinend doch menschen gibt denen es glech geht..
ich hatte schon seit ungefähr einem dreiviertel jahr den verdacht das ich auch eine Grenzgängerin bin. Ich hatte nicht unbedingt die leichteste Kindheit, da meine Mutter und da bin ich mir sicher auch Borderline hat, nur hat sies nie vom arzt bestätigen lassen. Ich bin mit 15 von zuhause weg und schon mit 17 wusste ich es das sie daran schuld ist, das ich kaput bin.der unterschied bei ihr ist einfach das sie glaub ich unterbewusst spaß daran hatte menschen leid zuzufügen, mit psychostress. das sah dann ungefähr so aus:`du bist zu fett` oder du bist einfach nur ne schlampe usw..
Nun ich hatte es geschafft mich von dieser frau zu trennen, und mir kam vor das es mir von jahr zu jahr besser ging.
doch mit 19 kams dann das erste mal ausrassten, so intensiv das ich keine luft mehr bekam und umkippte.. ich hyperfentilierte einfach.. nur deswegen weil mein freund mich betrogen hatte.Meine erste liebe dann das. Nach diesem sch... bin ich in ein echt tiefes loch gefallen. Ich ging nur mehr auf Partys, hatte einen exzess nach dem anderen..
mit 20 war ich dann so weit unten das ich auf Heroin war.. ich konnte mit meinen Gefühlen nicht mehr umgehen und wollte sie nur mehr wegsperren. Ich spritzte es nciht darum hatte ich noch eine Möglichkeit die Kurve zu krazen. aber nur wel ich kurz vor meinem 21 meine richtige Liebe gefunden habe, meinen mann. Ich machte einen Schlussstrich mit allem und wir hauten ab aus österreich.wir tourten zwei jahre nur mit unseren rucksäcken und unseren zwei Hunden durch ganz europa.
In dieser Zeit spürte ich das erste mal was leben und glück bedeutete. Im 3. Jahr unserer reise kamen wir in die schweiz. Und dann kam alles zurück. Es war für mich als ob ich wieder in österreich war und vor allem umsomehr mir mein mann ans herz gewachsen ist drehte immer öfters wieder durch. unsere Streits wurden immer Heftiger und heftiger, ich hatte oft solche ausraster das ich meine ganze wohnung zerstört habe, fenster, geschier, wände, kästen einfach alles.. Mein Mann zeigte echt viel Neven mit mir.. Doch jetzt ists soweit unsere beziehung ist im arsch nur wegen mir, weil ich so ein monster bin und mit meinen gefühlen nicht klar komm verliere ich denn Mann den ich wirklich liebe.
Eben wie ich schon sagte hägte ich jetzt seit dreiviertel jahr den gedanken das ich vielleicht Borderline habe.
Ich dachte eben immer das das mit selbstmordversuchen und ritzen zusammenhängt. Sowas hab ihc noch nie gemacht. Ich könnte das auch nie.. obwohl ich mich schon manchmal fage obs vielleicht was bringt..

Es tut mir echt leid das ich so viel schreibe aber ich muss mir das jetzt endlich von der seele schreiben. Ich bin abgehaut von ihm und sitz jetzt 800 km weiter weg und dreh fast durch vor lauter trauer und selbsthass..
Ich weiss einfach nicht mehr was ich tun soll. Ich hab durch die ganzen streitereien und oft auch sinnlosen ausraster meinen mann so verschreckt das er gar nicht mehr weiß ob er alles richtig macht für mcih oder nicht. Er liebt mich das weiß ich, aber ich kann nicht bei ihm sein, sollange ich so verrückt bin, ich will ihm das nicht mehr antun. was soll ich nur tun?!

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16. Februar 2013 um 1:49

Also ich hab jetzt nachgedacht..
so ich hab mich jetzt nochmal hingsetzt und deine echt guten tips durchgelesen @avarrassterne
ich werds mir ausdrucken und mich in ein bis zwei wochen mit ihm nochmal zusammen setzten und die punkte die du aufgeschrieben hast mit ihm irgentwie durchkauen, eben wie gesagt ich weiss es noch nicht so lange, er noch gar nicht.. ich finds aber jetzt super das ich wenigstens meine ganzen gefühle in worte fassen kann und ihm das erklähren, nicht so wie sonst, weil ich nicht weiss was ich auf seinen vorwurf, warum ich so schnell ausraste, sagen soll. wenn ich nichtgerade schrie und ich es schafft normal zu reden, sagte ich immer das ich das gefühl habe mein kopf zerplatzt gleich von den ganzen gedanken und diese wut in meinem bauch..
danke das du einen normalen und verdammt guten text geschieben hast ohne fachchinesisch

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16. Februar 2013 um 9:04
In Antwort auf mmvsnin

Also ich hab jetzt nachgedacht..
so ich hab mich jetzt nochmal hingsetzt und deine echt guten tips durchgelesen @avarrassterne
ich werds mir ausdrucken und mich in ein bis zwei wochen mit ihm nochmal zusammen setzten und die punkte die du aufgeschrieben hast mit ihm irgentwie durchkauen, eben wie gesagt ich weiss es noch nicht so lange, er noch gar nicht.. ich finds aber jetzt super das ich wenigstens meine ganzen gefühle in worte fassen kann und ihm das erklähren, nicht so wie sonst, weil ich nicht weiss was ich auf seinen vorwurf, warum ich so schnell ausraste, sagen soll. wenn ich nichtgerade schrie und ich es schafft normal zu reden, sagte ich immer das ich das gefühl habe mein kopf zerplatzt gleich von den ganzen gedanken und diese wut in meinem bauch..
danke das du einen normalen und verdammt guten text geschieben hast ohne fachchinesisch

Danke
So viel Lob dieser Tage, dabei hatte ich schon befürchtet, dass ich das alles nur für mich geschrieben habe - freu mich, dass es nicht so ist.

Also erst mal: auch für mich war es auch ein langer Weg bis heute und der führte teilweise auch bis zum Hals durch die ***
Eigentlich bin ich froh, dass ich damals nicht im Internet gesucht habe, die Diagnose kam bei mir nach einem riesen Zusammenbruch. Hätte ich damals von dem Senf gelesen, der teilweise hier steht, wäre ich vermutlich keinen einzigen Schritt mehr weiter gegangen. Nun ist schon klar, dass man eher quer durch die Foren schreibt, wenn man Schmerz und Hass loswerden will, als wenn es einem gut geht und mir ist schon auch klar, dass das in dem Sinne nicht "gelogen" ist, dennoch, das wäre fatal gewesen.

However, inzwischen weiß ich sehr viel mehr und ich habe damit ein Leben erreicht was ich mir (und den Menschen, die mir nahe sind) wünsche.

Wie kommst Du darauf, dass Du Grenzgänger bist, mmvsnin? Also ich habe Deinen Text gelesen und das könnte durchaus hinkommen, aber so wie Du schreibst, machst Du es an ein paar ganz konkreten Punkten fest - die Du nicht genannt hast. (Du kannst mir auch immer gern eine PN schreiben, wenn Du etwas nicht öffentlich diskutieren willst, Du kannst es natürlich auch lassen, wenn Du es gar nicht diskutieren willst).
Du kannst btw auch gern Deinem Mann sagen, dass er sich an uns wenden kann. So unterschiedlich wir Grenzgänger bei allen Gemeinsamkeiten auch sind - einiges können wir ihm vielleicht erklären, was Du ihm nicht erklären kannst - und sei es, weil es Dich zu sehr schmerzt, in manchen Wunden herumzurühren.

Selbstverletzung ist häufig bei Grenzgängern, aber längst nicht immer da. Diejenigen, die das nicht haben, können es tatsächlich nicht. Dennoch, Du solltest ebensowenig ausprobieren, "ob das was bringt", wie Du jemandem raten würdest, auszuprobieren, ob Heroin etwas bringt.

Ich habe im übrigen auch in den Threads die ich weiter unten verlinkt hatte noch etwas zum Thema Beziehungen mit Borderlinern geschrieben:
http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f13606_carriere1-Borderliner-Partnerschaft-Bitte-helft-mir.html
http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f10322_carriere1-Borderline-partner-hilfe.html

- und in so ziemlich jedem anderen Thread zum Thema Borderline, den ich hier sehe, ich will nicht denen, die damit schlechte Erfahrungen gemacht haben, dem Hass und den Schmerzen allein das Feld überlassen
Wenn wir nicht dagegen angehen, wäre das die Zukunft von uns allen - und wie soll man die Kraft finden zu kämpfen und zu ändern, wenn man nur sowas liest...

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16. Februar 2013 um 9:14

Die grundlegenden Erklärungen
stehen inzwischen sehr weit untem im Thread - für alle "Neuen" - Bitte da lesen

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16. Februar 2013 um 13:56
In Antwort auf mmvsnin


hoi hoi mädls!
Also ich bin heute das erst mal hier.. weil ich im internet probiert hab eine lösung für meine Probleme zu finden..
Ich hab mir nicht alle Berichte von euch durchgelesen, denn es sind schon sehr viele aber ich finds voll geil das es anscheinend doch menschen gibt denen es glech geht..
ich hatte schon seit ungefähr einem dreiviertel jahr den verdacht das ich auch eine Grenzgängerin bin. Ich hatte nicht unbedingt die leichteste Kindheit, da meine Mutter und da bin ich mir sicher auch Borderline hat, nur hat sies nie vom arzt bestätigen lassen. Ich bin mit 15 von zuhause weg und schon mit 17 wusste ich es das sie daran schuld ist, das ich kaput bin.der unterschied bei ihr ist einfach das sie glaub ich unterbewusst spaß daran hatte menschen leid zuzufügen, mit psychostress. das sah dann ungefähr so aus:`du bist zu fett` oder du bist einfach nur ne schlampe usw..
Nun ich hatte es geschafft mich von dieser frau zu trennen, und mir kam vor das es mir von jahr zu jahr besser ging.
doch mit 19 kams dann das erste mal ausrassten, so intensiv das ich keine luft mehr bekam und umkippte.. ich hyperfentilierte einfach.. nur deswegen weil mein freund mich betrogen hatte.Meine erste liebe dann das. Nach diesem sch... bin ich in ein echt tiefes loch gefallen. Ich ging nur mehr auf Partys, hatte einen exzess nach dem anderen..
mit 20 war ich dann so weit unten das ich auf Heroin war.. ich konnte mit meinen Gefühlen nicht mehr umgehen und wollte sie nur mehr wegsperren. Ich spritzte es nciht darum hatte ich noch eine Möglichkeit die Kurve zu krazen. aber nur wel ich kurz vor meinem 21 meine richtige Liebe gefunden habe, meinen mann. Ich machte einen Schlussstrich mit allem und wir hauten ab aus österreich.wir tourten zwei jahre nur mit unseren rucksäcken und unseren zwei Hunden durch ganz europa.
In dieser Zeit spürte ich das erste mal was leben und glück bedeutete. Im 3. Jahr unserer reise kamen wir in die schweiz. Und dann kam alles zurück. Es war für mich als ob ich wieder in österreich war und vor allem umsomehr mir mein mann ans herz gewachsen ist drehte immer öfters wieder durch. unsere Streits wurden immer Heftiger und heftiger, ich hatte oft solche ausraster das ich meine ganze wohnung zerstört habe, fenster, geschier, wände, kästen einfach alles.. Mein Mann zeigte echt viel Neven mit mir.. Doch jetzt ists soweit unsere beziehung ist im arsch nur wegen mir, weil ich so ein monster bin und mit meinen gefühlen nicht klar komm verliere ich denn Mann den ich wirklich liebe.
Eben wie ich schon sagte hägte ich jetzt seit dreiviertel jahr den gedanken das ich vielleicht Borderline habe.
Ich dachte eben immer das das mit selbstmordversuchen und ritzen zusammenhängt. Sowas hab ihc noch nie gemacht. Ich könnte das auch nie.. obwohl ich mich schon manchmal fage obs vielleicht was bringt..

Es tut mir echt leid das ich so viel schreibe aber ich muss mir das jetzt endlich von der seele schreiben. Ich bin abgehaut von ihm und sitz jetzt 800 km weiter weg und dreh fast durch vor lauter trauer und selbsthass..
Ich weiss einfach nicht mehr was ich tun soll. Ich hab durch die ganzen streitereien und oft auch sinnlosen ausraster meinen mann so verschreckt das er gar nicht mehr weiß ob er alles richtig macht für mcih oder nicht. Er liebt mich das weiß ich, aber ich kann nicht bei ihm sein, sollange ich so verrückt bin, ich will ihm das nicht mehr antun. was soll ich nur tun?!

RE:
Moin mmsvsnin,

also zunächst einmal vorab " Du bist NICHT verrückt "!
Du bist einfach nur anders und hast ein sehr starkes Trauma bzw. Problem, daher würde ich mal eher sagen, dass Du professionelle Hilfe benötigst, anstatt selber weiterhin im Trüben zu fischen und dabei eigenmächtig die unterschiedlichsten Diagnosen zu erstellen oder Dir ausschließlich über Foren Antworten zusammen zu suchen, warum Du so bist, wie Du zur Zeit bist! In jeder größeren Stadt und dies egal in welchem europäischem Land, ist jede Klinik, auch psychiatrische Kliniken, dazu verpflichtet Dich als Patientin aufzunehmen und Dir zu helfen. Klar ist dieser Schritt nicht leicht, aber Du suchst Antworten und Hilfe, aber auch Lösungen und Du willst Deinen Mann nicht ganz verlieren, also ist dieser Schritt für Dich, der einzig beste den Du gehen kannst und wenn Du ganz tief in Dich hinein hörst, auch gehen musst!
Dein Dich derzeit zu verkriechen bringt Dich nicht voran, sondern reißt Dich nur immer weiter nach unten und da ist irgendwann Schluss mit noch tiefer! Dies ist nicht gut, gar nicht gut, weil Du dann keine weitere Möglichkeit mehr haben wirst auszubrechen oder vor Dir selbst wegzulaufen!
(Ich habe dies selber erlebt und mein Weg führte mich dann in eine Klinik, wo ich zwar erfahren habe, was mit mir los ist, aber es hat mir auch geholfen zu mir selbst zurück zu finden und richtig mit mir selbst umzugehen!) Erst wenn Du soweit bist und mit Dir richtig umgehen kannst, erst dann wirst Du auch wieder bereit dazu sein auf Deinen Mann zu zugehen und zu LEBEN!

Borderline hat viele Facetten und es kristallisiert sich bei jedem anders heraus, doch nur weil man in einem Forum wie hier einige Parallelen zu seinen eigenen Problemen erkennen mag, heißt und bedeutet dies noch lange nicht, dass man selbst Borderliner oder gar Grenzgänger ist, dies kann einem nur ein Psychologe sagen.

Beispiel: Ich habe seid einiger Zeit einige andere gesundheitliche Probleme, welche sich in dem Bereich innere Medizin bewegen und die mir ziemliche Angst machen, da ich gesundheitlich schon ziemlich arg Probleme habe und dies nicht nur psychisch. Nun, bin ich was das medizinische angeht kein Volllaie, aber auch ich beschäftige mich momentan mit der Ursachenforschung und Diagnostik, was mich allerdings nicht weiter bringt, daher werde ich in der kommenden Woche mal meinen Doc aufsuchen und dem meine Beobachtungen schildern, sowie meine Vermutung darlegen und hören, was er davon hält oder meint. Ich kann schließlich nicht mit 100% Sicherheit sagen, dass es das ist, was ich vermute und was auch Avarrassterne denkt.

Was nun das Fachchinesisch angeht, so kannst Du jedem Mediziner oder Psychologen bitten, dass Du das nicht verstehst und er/sie es Dir klar verständlich erklären möchten, denn nicht jeder kann das große Latinum (Latein) und weiß auf Anhieb um was es geht!

Wenn Du Dich in der Schweiz nicht wohlfühlst, weil es Dich zu sehr an Deine Vergangenheit in Österreich erinnert, warum hast Du das nicht Deinem Mann gesagt und erklärt? Warum hast Du Dich selbst dazu gezwungen dort zu bleiben?

Ich habe eine totale Phobie gegen das Ruhrgebiet und Rheinland ( Kindheit und letzte berufliche Jahre). Ich lebe seid 9 Jahren in Niedersachsen und mich kriegen keine zehn Pferde mehr dorthin. Schon alleine die Gedanken an NRW jagen mir Angst, Nein Panik ein.
Hier oben in Niedersachsen/Nähe Küste fühle ich mich mit meiner kleinen Familie richtig wohl und dies ist sehr gut. Da ich auch keinerlei Kontakt mehr zu meiner " heuchlerisch verlogenen und Psychoterror ausübenden Familie " habe, geht es mir richtig gut, wenn ich von meinen vielseitigen gesundheitlichen Problemen mal ganz absehe und nur ab und an bricht bei mir meine Grenzgänger Seite aus. (Bin SVVlerin)

Versuch mal eine Klinik zu finden und hol Dir professionelle Hilfe! Erklär denen was los ist und das Du nicht mehr weiter weißt. Beziehe Deinen Mann mit ein und beginnt gemeinsam alles aufzuarbeiten. Klar wird es kein leichter Weg werden für Dich, aber es wird ein Weg für Eure gemeinsame Zukunft sein und nur das sollte Dir Wichtig sein. Du kannst es schaffen, wenn Du es wirklich willst und so wie Du hier geschrieben hast, willst Du! Viel Erfolg!

Wir sind gerne auch weiterhin für Dich da und stehen Dir in Gedanken zur Seite!

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16. Februar 2013 um 16:12
In Antwort auf avarrassterne

Die grundlegenden Erklärungen
stehen inzwischen sehr weit untem im Thread - für alle "Neuen" - Bitte da lesen

Auch die, für die Selbstverletzung kein Thema ist...
... blöder Weise habe ich das Thema "Skills" in dem Bereich erklärt. Die haben aber eigentlich nichts mit Selbstverletzung zu tun sondern sind die "Gegenkraft" zu Triggern - und Trigger habt Ihr auch, auch wenn ihr Anders darauf reagiert

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17. Februar 2013 um 14:31

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Hallo,
meine Frau hat sich nach 1,5 Jahren Ehe und insges. 4,5 Jahren Zusammenleben, während ich zum 2 Mal wegen Burn Out im Krankenhaus lag, von mir scheiden lassen, Angabe der Gründe, gescheiterte Ehe, Trennungsjahr geschwindelt und mit Anwalt vorgezogen. Ich war dann 3 Monate in der Klinik, seit dieser Zeit fahre ich jeden Tag die Achterbahn der Gefühle, mit Panikattacken, Selbstvorwürfen, natürlich auch Selbstmitleid und fehlendem Selbstwert. Auch im Geschäft hat sich das natürlich negativ ausgewirkt, ich habe nicht mehr meine alte Position bekommen und wurde runtergestuft! Nun bin ich dabei zu kompensieren, alles wieder zu strukturieren, mich zu sammeln, mit der neuen Jobsituation zurechtzukommen. Habe während dieser 4,5 Jahre die ganze Paletter Idealisierung, Abwertung, Wutanfälle, Dramaturgische Streitigkeiten, suizid Androhungen, mehrere kurzfristige Trennungen,durch meine Frau erfahren. Zum Schluss hat sie sich Privat, sich selbst, Ihr eigenes selbsständieges Geschäft, total zerstört. Während ich noch im Krankenhaus lag, hat sie ihren früheren Traumman wieder getroffen und nun wohnt sie schon bei Ihm (weißer Ritter).
Ich knüpfe nun wieder soziale alte und neue Kontakte, gehe ins Sportstudio, und versuche mit ganz kleinen Schritten, aber auch mit Rückschlägen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ist der Werdegang wie geschrieben wirklich ein typischer Borderlineverlauf, und gibt es noch mehr Möglichkeiten dies zu verarbeiten?, ich gehe nun auch noch regelmäßig zu einem Terapeuten.
Hans

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17. Februar 2013 um 14:48
In Antwort auf jean_12242955

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Hallo,
meine Frau hat sich nach 1,5 Jahren Ehe und insges. 4,5 Jahren Zusammenleben, während ich zum 2 Mal wegen Burn Out im Krankenhaus lag, von mir scheiden lassen, Angabe der Gründe, gescheiterte Ehe, Trennungsjahr geschwindelt und mit Anwalt vorgezogen. Ich war dann 3 Monate in der Klinik, seit dieser Zeit fahre ich jeden Tag die Achterbahn der Gefühle, mit Panikattacken, Selbstvorwürfen, natürlich auch Selbstmitleid und fehlendem Selbstwert. Auch im Geschäft hat sich das natürlich negativ ausgewirkt, ich habe nicht mehr meine alte Position bekommen und wurde runtergestuft! Nun bin ich dabei zu kompensieren, alles wieder zu strukturieren, mich zu sammeln, mit der neuen Jobsituation zurechtzukommen. Habe während dieser 4,5 Jahre die ganze Paletter Idealisierung, Abwertung, Wutanfälle, Dramaturgische Streitigkeiten, suizid Androhungen, mehrere kurzfristige Trennungen,durch meine Frau erfahren. Zum Schluss hat sie sich Privat, sich selbst, Ihr eigenes selbsständieges Geschäft, total zerstört. Während ich noch im Krankenhaus lag, hat sie ihren früheren Traumman wieder getroffen und nun wohnt sie schon bei Ihm (weißer Ritter).
Ich knüpfe nun wieder soziale alte und neue Kontakte, gehe ins Sportstudio, und versuche mit ganz kleinen Schritten, aber auch mit Rückschlägen, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ist der Werdegang wie geschrieben wirklich ein typischer Borderlineverlauf, und gibt es noch mehr Möglichkeiten dies zu verarbeiten?, ich gehe nun auch noch regelmäßig zu einem Terapeuten.
Hans

Es gibt da kein "typisch"
es ist nicht selten in dieser Form.
Aber "typisch"? Bei mir selbst beispielsweise völlig anders. Bevor ich meine Verhaltensmuster erkannt und verstanden habe - und damit ändern konnte, hatte ich immer kurze Beziehungen, 6 Monate, vielleicht mal 9, dann Single für mindestens die gleiche Zeit. Es gab kein Hin und her, sondern ein Ende. Punkt.
Suizidgefährdet war ich einige Male, aber ich habe darüber nachgedacht. Nicht darüber gesprochen, nicht irgendwem damit theatralisch gewinkt.

Meine eigene Existenz zerstört - ja, hab ich auch schon 2x durch. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass es nie wieder passieren wird, aber damals wußte ich, dass ich anders bin, ein Außenseiter, ein Freak, aber nicht was zum Hünchen genau da läuft, schon gar nicht, dass ich es ändern kann - und ich hab noch nicht mal geträumt wie.

Idealisierung / Abwertung - keine Ahnung, nicht mein Thema. Mir sind die meisten Menschen zu egal, nicht zu verhasst oder zu vermisst.

Dramaturgische Streitigkeiten ... öhm ... ja, damit kann ich wohl dienen In der Hauptsache verursacht durch Wahrnehmungsstörungen und da sind die meinigen nicht grad klein - siehe Beispiel weiter unten.

Deine Selbstvorwürfe sind wahrscheinlich unberechtigt, so lange sie nicht wenigstens überwiegend Kontrolle über ihre Gefühle haben kann und selbst eingreifen kann, wird eine Beziehung auf Dauer vermutlich nicht funktionieren. Was hättest Du denn ändern sollen? Sie heilen? Unmöglich. Zum weißen Ritter werden? funktioniert nicht. Sie unterstützen? Funktioniert. Wenn Du der richtige Typ bist, Ihr beide zusammenpasst - und sie den Hauptteil übernimmt.

Aber jetzt habe ich eine Frage: Wieviel wußtest Du vor der Scheidung über Borderline?

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17. Februar 2013 um 23:20
In Antwort auf avarrassterne

Es gibt da kein "typisch"
es ist nicht selten in dieser Form.
Aber "typisch"? Bei mir selbst beispielsweise völlig anders. Bevor ich meine Verhaltensmuster erkannt und verstanden habe - und damit ändern konnte, hatte ich immer kurze Beziehungen, 6 Monate, vielleicht mal 9, dann Single für mindestens die gleiche Zeit. Es gab kein Hin und her, sondern ein Ende. Punkt.
Suizidgefährdet war ich einige Male, aber ich habe darüber nachgedacht. Nicht darüber gesprochen, nicht irgendwem damit theatralisch gewinkt.

Meine eigene Existenz zerstört - ja, hab ich auch schon 2x durch. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass es nie wieder passieren wird, aber damals wußte ich, dass ich anders bin, ein Außenseiter, ein Freak, aber nicht was zum Hünchen genau da läuft, schon gar nicht, dass ich es ändern kann - und ich hab noch nicht mal geträumt wie.

Idealisierung / Abwertung - keine Ahnung, nicht mein Thema. Mir sind die meisten Menschen zu egal, nicht zu verhasst oder zu vermisst.

Dramaturgische Streitigkeiten ... öhm ... ja, damit kann ich wohl dienen In der Hauptsache verursacht durch Wahrnehmungsstörungen und da sind die meinigen nicht grad klein - siehe Beispiel weiter unten.

Deine Selbstvorwürfe sind wahrscheinlich unberechtigt, so lange sie nicht wenigstens überwiegend Kontrolle über ihre Gefühle haben kann und selbst eingreifen kann, wird eine Beziehung auf Dauer vermutlich nicht funktionieren. Was hättest Du denn ändern sollen? Sie heilen? Unmöglich. Zum weißen Ritter werden? funktioniert nicht. Sie unterstützen? Funktioniert. Wenn Du der richtige Typ bist, Ihr beide zusammenpasst - und sie den Hauptteil übernimmt.

Aber jetzt habe ich eine Frage: Wieviel wußtest Du vor der Scheidung über Borderline?

Antwort von Hans Achterbahn der Gefühle
Danke für die Nachricht. Ich wußte vorher schon ein wenig über Borderline, ich hatte mich informiert im Internet und mit Büchern wie Ich hasse Dich verlass mich nicht, das Buch hat sie übrigens gefunden, und dann böse und abwesend reagiert! Außerdem hat sie mich gleich zu Anfang unerer Freundschaft darüber informiert, dass sie wie sie sagte Spuren von Borderline hat!
Ich wurde auch schon mal im Vorfeld Im Juni 2012 mit Sack und Pack vor die Türe gesetzt, da wußte ich nun wirklich, dass alles stimmt was ich im Buch gelesen hatte, wir haben dann wieder für 2 Monate intensiv gut weiter gelebt.Mich hat es zwar kalt erwischt, aber instinktiv hätte ich wissen müssen, dass es irgendwann passiert, eben die Trennung.
Sie hatte auch von Anfang an auf Ihre Promiskuität hingewiesen, ich müsste damit rechnen so Ihre betonte Spielregel, dass sie noch andere Feunde neben mir haben würde.
Aber dann wollte sie nach 2 Jahren heiraten, nach der Hochzeit hatte Ihr Vater gefragt, warum hast Du den Hans geheiratet, sie sagte, weil der nicht trinkt und mich nicht schlägt. Ich fragte nach der Heirat und einem Streit, warum hast Du mich geheiratet, sie antwortete, dass ich nicht mehr in mein früheres Metier der Promiskuität verfalle.
Hans

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18. Februar 2013 um 8:31
In Antwort auf jean_12242955

Antwort von Hans Achterbahn der Gefühle
Danke für die Nachricht. Ich wußte vorher schon ein wenig über Borderline, ich hatte mich informiert im Internet und mit Büchern wie Ich hasse Dich verlass mich nicht, das Buch hat sie übrigens gefunden, und dann böse und abwesend reagiert! Außerdem hat sie mich gleich zu Anfang unerer Freundschaft darüber informiert, dass sie wie sie sagte Spuren von Borderline hat!
Ich wurde auch schon mal im Vorfeld Im Juni 2012 mit Sack und Pack vor die Türe gesetzt, da wußte ich nun wirklich, dass alles stimmt was ich im Buch gelesen hatte, wir haben dann wieder für 2 Monate intensiv gut weiter gelebt.Mich hat es zwar kalt erwischt, aber instinktiv hätte ich wissen müssen, dass es irgendwann passiert, eben die Trennung.
Sie hatte auch von Anfang an auf Ihre Promiskuität hingewiesen, ich müsste damit rechnen so Ihre betonte Spielregel, dass sie noch andere Feunde neben mir haben würde.
Aber dann wollte sie nach 2 Jahren heiraten, nach der Hochzeit hatte Ihr Vater gefragt, warum hast Du den Hans geheiratet, sie sagte, weil der nicht trinkt und mich nicht schlägt. Ich fragte nach der Heirat und einem Streit, warum hast Du mich geheiratet, sie antwortete, dass ich nicht mehr in mein früheres Metier der Promiskuität verfalle.
Hans


Dieses Buch finde ich persönlich auch total fürchterlich.
Das befasst sich nur mit Problemen, nicht mit Hintergründen, nicht mit Ursachen, nicht mit Lösungen. Ein Buch Marke "Ach, es ist alles kaputt" braucht kein Mensch, kein Borderliner und kein Partner eines Borderliners.
Wissen ist für mich:
=> wo genau kommt es her, (und das meint nicht *dass* man ständig die Gefühle wechselt ohne für andere erkennbaren Grund, sondern warum das so ist)
=> wie kann ich es ändern,
=> woran erkenne ich zuverlässig, dass gerade etwas schief läuft und ich eingreifen muss - bevor der Fisch filetiert in der Pfanne ist, denn dann wird es auch für den besten Tierarzt ein bißchen kompliziert, Nemo zu retten.

Auf die Frage, warum sie geheiratet haben, geben "Normale" auch genug weniger tolle Antworten.

Ja, bei mir ist auch "betonte Regel", dass ich auf mich keine Exklusivrechte gebe und von meinen Partnern keine erwarte. Ich habe keinen Schimmer, was bitte sexuelle Monogamie mit Liebe zu tun haben könnte. Viele Grenzgänger sind aber extrem eifersüchtig und bei einigen anderen gibt es in dem Bereich gar keine Auffälligkeiten.

Wie ich schon sagte: Borderline liegt in der Intensität unserer Gefühle, darin, das kleine Auslöser extrem stark emotional wirken können und darin, dass - im Unterschied zu "normalen" Menschen wie Dir - die Gefühle, Anspannungen usw. sich sehr viel langsamer "automatisch" wieder ausgleichen und auch Jahre später in der Erinnerung in fast unverminderter Intensität wieder auftauchen. Alles andere sind Folgen und sich daraus (und aus dem Verlauf des Lebens) ergebende Verhaltensmuster. Meiner Meinung nach, ich bin kein Psychosendompteur und ich schreib auch sicher keine klugen Bücher dazu. Dafür gehöre ich zu denen, die es geschafft haben, damit für mich und die Menschen meiner Umgebung gut zu leben - das ist für mich die einzige Qualifikation, die zählt.

Ja Fehler wiederholen sich, wenn man die Probleme nicht ändert. Bei jedem Menschen, nicht nur bei Borderlinern. und "wir haben uns wieder ganz lieb" ist da mit Sicherheit kein Ändern der Probleme. Das funktioniert auch in einer "normalen" Beziehung nicht - wenn man sich kurzzeitig trennt, wieder zusammenkommt und nichts ändert, landet man auch als "normales" Paar wieder genau da, oder nicht?

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22. Februar 2013 um 12:03

Kannst Du mir helfen?
Kannst dur mir helfen...oder besser gibt es einen Weg mit einem Grenzgänger dauerhaft zu leben? Was muss ich tun? Wie soll ich mich verhalten? I

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22. Februar 2013 um 13:18
In Antwort auf miu_11940066

Kannst Du mir helfen?
Kannst dur mir helfen...oder besser gibt es einen Weg mit einem Grenzgänger dauerhaft zu leben? Was muss ich tun? Wie soll ich mich verhalten? I

Uhm...
... bissl konkreter?

Ja klar gibt es einen Weg, bei mir funktioniert das seit fast 15 Jahren und wie Du hier im Thread liest, bin ich nicht die einzige.
Aber es gibt keine 10-Satz - allgemeingültige Bedienungsanleitung, wenn Du das meinst

Bin gerade auf Arbeit und ziemlich busy, ich schreibe heute Abend oder am WE noch mal etwas speziell für Partner / Angehörige / Freunde von Grenzgängern, aber vieles habe ich hier im Thread auch schon geschrieben (steht inzwischen sehr weit unten, das ist inzwischen glaub ich auf Seite 4 gerutscht).

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22. Februar 2013 um 15:19
In Antwort auf miu_11940066

Kannst Du mir helfen?
Kannst dur mir helfen...oder besser gibt es einen Weg mit einem Grenzgänger dauerhaft zu leben? Was muss ich tun? Wie soll ich mich verhalten? I

RE: Kannst Du mir helfen?
Salü

nun ja, eine Bedienungsanleitung für das dauerhafte Zusammenleben mit einem Grenzgänger oder ein 10-Satz/Punkte Plan wie man auf Menschen, wie uns Grenzgänger eingehen muss oder so, gibt es wirklich nicht , aber es gibt Tipps bzw. zunächst erstmal diesen gut gemeinten Rat von mir, denn ich bin selber Grenzgängerin. Ich lebe zwar erst seid 9 Jahren dauerhaft in einer Beziehung und bin davon 8 Jahre sehr glücklich verheiratet !

Sei wie Du bist und nehme Deinen Partner wie er ist! Also in allem, wie er ist. Rede mit ihm ganz normal und nicht wie mit einem Kind, höre ihm zu und gib ihm, dass Gefühl von Nähe & Distanz, Zärtlichkeit & Geborgenheit und ganz besonders viel Vertrauen. Stehe zu ihm und zwar in allem!

Ich bin SVVlerin, zudem hab ich noch Angst- und Panik, d. h. ich muss mich selbst ständig kontrollieren um nicht die Kontrolle zu verlieren und zur Klinge zu greifen, aber ich habe diese Kontrolle ganz gut im Griff, auch Dank meiner Frau (bin Lesbe) und unserer seid dem 01.01.2013 offiziell bei uns mitlebenden besten Freundin Andaroxia (sie ist auch Grenzgängerin).
Meine Frau wusste es von Anfang an, dass ich Grenzgängerin bin und sie nimmt mich, wie ich bin, genauso wie ich sie nehme wie sie ist und dies lässt uns gemeinsam alle Hürden nehmen.

Gut, es schmerzt sie auch, wenn ich mich selbst verletze, aber sie meckert nicht, sondern fragt warum ich es getan habe oder wir suchen gemeinsam nach dem Auslöser (auch wenn Andaroxia es getan hat), denn nur so können wir miteinander leben und die Verbundenheit zwischen uns wird nur so immer enger.




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22. Februar 2013 um 22:50

Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist
Danke für das Interesse an dem Thema an alle, die mich per PN und hier angeschrieben haben.

Okayyyyyyyy, ich versuchs mal...
Erstens - hab es schon oft geschrieben, aber es ist sehr wichtig: Eure Möglichkeiten sind begrenzt. Ihr könnt uns unterstürtzen, Ihr könnt vielleicht ein wenig entschärfen, aber Ihr könnt nicht unsere Probleme lösen, Ihr könnt uns nicht retten, Ihr könnt uns nicht heilen.
Rottet jeden Gedanken daran mit Stumpf und Stiel aus.
Wir sind auch nicht so hilfsbedürftig, wie wir vielleicht aussehen, wir sind sture, zähe Biester, wir lassen es nur nicht immer so raushängen Im Ernst, von den eigenen Gefühlen überrannt zu werden und darin zu ersaufen ist etwas Fürchterliches. Aber in unserer privaten Hölle haben wir alle schon genug Bonusmeilen, wir kennen das schon.

Um es noch einmal klar ausgesprochen zu haben: Wenn der Borderliner nicht den Hauptteil der Arbeit tut, habt Ihr keine Chance.
Das ist ein Prozess, die meisten wissen nicht, dass sie etwas tun können und schon gar nicht wie. Auch wenn sie schon eine oder mehrere Therapien hinter sich haben, heißt das nicht, dass sich daran etwas ändert.
Es ist durchaus möglich, dass sie diesen Weg mit Euch zusammen gehen, aber der wird schwer und teilweise unschön für alle Beteiligten.
Sorry, aber Honig um irgendwelche Mäulchen schmieren bringt da nichts.
Es geht generell nur, wenn der Borderliner sein Leben ändern will (oder natürlich schon geändert hat). Und will meint nicht "glaubt zu wollen".
Weist sie darauf hin, dass der Zustand auch für sie selbst ohne diese Änderung fürchterlich ist und das sie so nicht leben müssen, aber sonst könnt Ihr hier nicht viel helfen.

Zweitens - nicht jeder kommt mit uns klar.
Wir polarisieren stark.
Wir sind nicht "pflegeleicht" und nicht zahm.
Wir können lernen, nicht mehr Spielball unserer Emotionen zu sein, aber niemals eine volle Garantie geben, dass es es keine Aussetzer mehr gibt - allerdings meint dass dann etwas, was alle paar Monate mal vorkommt und meist in Minuten zählt, nicht mehr in Tagen.
Wir sind chronisch krank und werden es bleiben. Es wird Dinge geben, die wir nicht können.

Menschen, die mit uns klar kommen kommen können, dürfen nicht dazu neigen, alles persönlich zu nehmen. In dem Punkte haben wir genug an unserem eigenen Esel zu kämmen.
Sie müssen Grenzen setzen und verteidigen können. Nicht "immer muß ich nachgeben", "immer muß ich Rücksicht nehmen" - Im Gegenteil, das *dürft* Ihr nicht immer machen.

************

Gut genug von dem was nicht geht und hin zu dem, wie es geht.

Die meisten von uns haben Wahrnehmungsstörungen und bei nicht wenigen sind das keine kleinen.
Im Alltag heißt das vor allem: wir fühlen uns zu leicht persönlich angegriffen.
Das ist ein bißchen, wie eine Halluzination, wir dreschen nicht einfach wild los, wir greifen einen Räuber an, der mit gezogener Waffe vor uns steht und uns angreift, uns bedroht - nur das den außer uns keiner sieht.
Das komplizierte daran ist zu erkennen, dass es den für andere nicht gibt. Oder dass es eigentlich jemand ist, der uns gerade umarmen wollte.
Der Räuber sieht wirklich fürchterlich echt aus und das Schwert, mit dem er uns angreift auch.
Also versucht im Auge zu behalten, dass Ihr gerade eine Räubermaske aufhabt, wenn Ihr Euch in so einer Situation befindet.
Das heißt nicht, Ihr sollt das immer vermeiden - das ist nicht möglich.
Das heißt nicht, Ihr sollt sofort zurücktreten und Euch "ergeben", das löst das Problem nicht und schafft andere.
Das ist nicht die Rechtfertigung für uns Grenzgänger, dass wir ja gar nichts dafür können, es geht einfach nur um das Verständnis, was gerade passiert.
Sprecht das vielleicht in einem neutralen Moment an. Nach Möglichkeit halbwegs neutral, also so etwas wie "manchmal reagierst Du ganz stark auf etwas, was ich gar nicht gemeint habe und ich kann Dir dann gar nicht erklären, dass es so gar nicht gemeint war" - es sollte dem Borderliner klar sein, dass dem so ist.

Ok und dann kommt die Kür - das in so einer Situation abzufangen ist für beide Seite eine Herausforderung.
Wie auch immer, der Grenzgänger MUSS es lernen. Geht nicht anders, sonst sind wir nicht gesellschaftsfähig auf Dauer, ist aber durchaus möglich.
Für die Menschen in unserer Umgebung ist es durchaus (in beider Interesse) hilfreich, irgendwas aus der Tasche ziehen zu können, was man mal versuchen kann.

Etwas, womit ich bei Menschen, mit diesem Problem, mit denen ich mich unterhalte, ganz gute Erfahrungen gemacht habe: vereinbart ein Codewort.
Etwas, was in solchen Situationen ganz sicher nicht in den Kontext paßt, was emotional neutral ist oder lustig oder was an positive gemeinsame Erlebnisse erinnert. Von "Schokoladenkuchen" bis "rosa Elefanten".
Versprecht Euch, dass, sobald das Codewort fällt, beide (!) kurz die Klappe zu halten, langsam bis 23 zählen, tief durchatmen und dann mal genau hinschauen, ob der Räuber ein Räuber und das Schwert ein Schwert ist. Denkt darüber nach, ob man nicht vielleicht erst mal einen Kaffee / Tee kochen sollte. Oder mit einer Pflaume im Mund weiter diskutieren, wenn es ganz arg kommt und nicht abgebrochen werden kann. Es geht darum, in dem Moment das Muster, die Schleife zu durchbrechen. Das geht am Besten mit etwas, was überhaupt nicht ins Muster paßt.
Das braucht etwas Übung und Lernen. Wie ich schon sagte, der Räuber sieht WIRKLICH echt aus. Das einzige, was einem da helfen kann, ist die Erfahrung, dass dieser kleine Mistpfützenkrebs irgendwie immer echt aussieht, es aber im Nachhinein so oft doch nicht war.

Teil 2: dreht den Spieß herum. Macht aus Vorwürfen und Konfrontationen Wünsche. Jeder von Euch beiden nimmt sich einen Zettel und einen Stift (oder nen PC und MS - Word ) und schreibt mal auf, was er sich vom anderen wünschen würde. Was fehlt, was vermieden werden sollte. Auf Seiten des Borderliners natürlich zusätzlich mit Augenmerk auf Trigger - was ist es, was mich immer hefitig herumreißt? Was holt mich immer von den Füßen, überrollt mich immer? Was hingegen beruhigt mich und wie kann mich der andere dabei unterstützen? Auf Eurer Seite natürlich: was verletzt Euch (Warum? - für beide Seiten gilt: setzt nicht voraus, dass der andere, weiß, wie Ihr Euch fühlt und warum) und was sind die wunderschönen gemeinsammen Momente?
Zettel austauschen, nehmen, in eine ruhige Ecke gehen, erst am nächsten Tag antworten. Beide. So groß die Versuchung auch sein mag, sofort zu antworten: Wartet bis zum nächsten Tag!
Hebt den Zettel natürlich auf. Beide zusammen sind die Anleitung, miteinander glücklich zu werden, es ist nicht nur eine Übung zum Schreiben und Gedanken sortieren, aber es hilt *auch* beim Sortieren.

Generell: wenn es "brennt" - weicht auf Schreiben statt schnattern aus. Allein, dass man da nicht mehr "in Echtzeit" kommuniziert, macht das Schwert des Räubers beträchtlich stumpfer, man reagiert nicht mehr nur emotional, impulsiv, "aus dem Bauch heraus" - man denkt in jedem Falle zumindest ein bißchen mehr nach. Man überlegt mehr, was man sagt und wie man es sagt - und man "sortiert" das ganze eher, wenn man es aufschreibt. Unser ganzes Hirn geht mit einem Thema anders um. Beobachtet einmal, wie Ihr einen Beitrag hier im Forum schreibt - da wäre vieles anders, wenn Ihr das Gleiche jemandem erzählen würdet, oder?

Okay, ich glaube, das ist erst einmal lang genug. Ich empfehle, auch den Rest des Threads zu lesen

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22. Februar 2013 um 23:36

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Hallo, bekomme ich evtl. eine Antwort von einem Borderline Partner, oder hat ein Partner eine ähnliche Beziehung wie ich mitgemacht.
Hans

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23. Februar 2013 um 0:01
In Antwort auf avarrassterne

Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist
Danke für das Interesse an dem Thema an alle, die mich per PN und hier angeschrieben haben.

Okayyyyyyyy, ich versuchs mal...
Erstens - hab es schon oft geschrieben, aber es ist sehr wichtig: Eure Möglichkeiten sind begrenzt. Ihr könnt uns unterstürtzen, Ihr könnt vielleicht ein wenig entschärfen, aber Ihr könnt nicht unsere Probleme lösen, Ihr könnt uns nicht retten, Ihr könnt uns nicht heilen.
Rottet jeden Gedanken daran mit Stumpf und Stiel aus.
Wir sind auch nicht so hilfsbedürftig, wie wir vielleicht aussehen, wir sind sture, zähe Biester, wir lassen es nur nicht immer so raushängen Im Ernst, von den eigenen Gefühlen überrannt zu werden und darin zu ersaufen ist etwas Fürchterliches. Aber in unserer privaten Hölle haben wir alle schon genug Bonusmeilen, wir kennen das schon.

Um es noch einmal klar ausgesprochen zu haben: Wenn der Borderliner nicht den Hauptteil der Arbeit tut, habt Ihr keine Chance.
Das ist ein Prozess, die meisten wissen nicht, dass sie etwas tun können und schon gar nicht wie. Auch wenn sie schon eine oder mehrere Therapien hinter sich haben, heißt das nicht, dass sich daran etwas ändert.
Es ist durchaus möglich, dass sie diesen Weg mit Euch zusammen gehen, aber der wird schwer und teilweise unschön für alle Beteiligten.
Sorry, aber Honig um irgendwelche Mäulchen schmieren bringt da nichts.
Es geht generell nur, wenn der Borderliner sein Leben ändern will (oder natürlich schon geändert hat). Und will meint nicht "glaubt zu wollen".
Weist sie darauf hin, dass der Zustand auch für sie selbst ohne diese Änderung fürchterlich ist und das sie so nicht leben müssen, aber sonst könnt Ihr hier nicht viel helfen.

Zweitens - nicht jeder kommt mit uns klar.
Wir polarisieren stark.
Wir sind nicht "pflegeleicht" und nicht zahm.
Wir können lernen, nicht mehr Spielball unserer Emotionen zu sein, aber niemals eine volle Garantie geben, dass es es keine Aussetzer mehr gibt - allerdings meint dass dann etwas, was alle paar Monate mal vorkommt und meist in Minuten zählt, nicht mehr in Tagen.
Wir sind chronisch krank und werden es bleiben. Es wird Dinge geben, die wir nicht können.

Menschen, die mit uns klar kommen kommen können, dürfen nicht dazu neigen, alles persönlich zu nehmen. In dem Punkte haben wir genug an unserem eigenen Esel zu kämmen.
Sie müssen Grenzen setzen und verteidigen können. Nicht "immer muß ich nachgeben", "immer muß ich Rücksicht nehmen" - Im Gegenteil, das *dürft* Ihr nicht immer machen.

************

Gut genug von dem was nicht geht und hin zu dem, wie es geht.

Die meisten von uns haben Wahrnehmungsstörungen und bei nicht wenigen sind das keine kleinen.
Im Alltag heißt das vor allem: wir fühlen uns zu leicht persönlich angegriffen.
Das ist ein bißchen, wie eine Halluzination, wir dreschen nicht einfach wild los, wir greifen einen Räuber an, der mit gezogener Waffe vor uns steht und uns angreift, uns bedroht - nur das den außer uns keiner sieht.
Das komplizierte daran ist zu erkennen, dass es den für andere nicht gibt. Oder dass es eigentlich jemand ist, der uns gerade umarmen wollte.
Der Räuber sieht wirklich fürchterlich echt aus und das Schwert, mit dem er uns angreift auch.
Also versucht im Auge zu behalten, dass Ihr gerade eine Räubermaske aufhabt, wenn Ihr Euch in so einer Situation befindet.
Das heißt nicht, Ihr sollt das immer vermeiden - das ist nicht möglich.
Das heißt nicht, Ihr sollt sofort zurücktreten und Euch "ergeben", das löst das Problem nicht und schafft andere.
Das ist nicht die Rechtfertigung für uns Grenzgänger, dass wir ja gar nichts dafür können, es geht einfach nur um das Verständnis, was gerade passiert.
Sprecht das vielleicht in einem neutralen Moment an. Nach Möglichkeit halbwegs neutral, also so etwas wie "manchmal reagierst Du ganz stark auf etwas, was ich gar nicht gemeint habe und ich kann Dir dann gar nicht erklären, dass es so gar nicht gemeint war" - es sollte dem Borderliner klar sein, dass dem so ist.

Ok und dann kommt die Kür - das in so einer Situation abzufangen ist für beide Seite eine Herausforderung.
Wie auch immer, der Grenzgänger MUSS es lernen. Geht nicht anders, sonst sind wir nicht gesellschaftsfähig auf Dauer, ist aber durchaus möglich.
Für die Menschen in unserer Umgebung ist es durchaus (in beider Interesse) hilfreich, irgendwas aus der Tasche ziehen zu können, was man mal versuchen kann.

Etwas, womit ich bei Menschen, mit diesem Problem, mit denen ich mich unterhalte, ganz gute Erfahrungen gemacht habe: vereinbart ein Codewort.
Etwas, was in solchen Situationen ganz sicher nicht in den Kontext paßt, was emotional neutral ist oder lustig oder was an positive gemeinsame Erlebnisse erinnert. Von "Schokoladenkuchen" bis "rosa Elefanten".
Versprecht Euch, dass, sobald das Codewort fällt, beide (!) kurz die Klappe zu halten, langsam bis 23 zählen, tief durchatmen und dann mal genau hinschauen, ob der Räuber ein Räuber und das Schwert ein Schwert ist. Denkt darüber nach, ob man nicht vielleicht erst mal einen Kaffee / Tee kochen sollte. Oder mit einer Pflaume im Mund weiter diskutieren, wenn es ganz arg kommt und nicht abgebrochen werden kann. Es geht darum, in dem Moment das Muster, die Schleife zu durchbrechen. Das geht am Besten mit etwas, was überhaupt nicht ins Muster paßt.
Das braucht etwas Übung und Lernen. Wie ich schon sagte, der Räuber sieht WIRKLICH echt aus. Das einzige, was einem da helfen kann, ist die Erfahrung, dass dieser kleine Mistpfützenkrebs irgendwie immer echt aussieht, es aber im Nachhinein so oft doch nicht war.

Teil 2: dreht den Spieß herum. Macht aus Vorwürfen und Konfrontationen Wünsche. Jeder von Euch beiden nimmt sich einen Zettel und einen Stift (oder nen PC und MS - Word ) und schreibt mal auf, was er sich vom anderen wünschen würde. Was fehlt, was vermieden werden sollte. Auf Seiten des Borderliners natürlich zusätzlich mit Augenmerk auf Trigger - was ist es, was mich immer hefitig herumreißt? Was holt mich immer von den Füßen, überrollt mich immer? Was hingegen beruhigt mich und wie kann mich der andere dabei unterstützen? Auf Eurer Seite natürlich: was verletzt Euch (Warum? - für beide Seiten gilt: setzt nicht voraus, dass der andere, weiß, wie Ihr Euch fühlt und warum) und was sind die wunderschönen gemeinsammen Momente?
Zettel austauschen, nehmen, in eine ruhige Ecke gehen, erst am nächsten Tag antworten. Beide. So groß die Versuchung auch sein mag, sofort zu antworten: Wartet bis zum nächsten Tag!
Hebt den Zettel natürlich auf. Beide zusammen sind die Anleitung, miteinander glücklich zu werden, es ist nicht nur eine Übung zum Schreiben und Gedanken sortieren, aber es hilt *auch* beim Sortieren.

Generell: wenn es "brennt" - weicht auf Schreiben statt schnattern aus. Allein, dass man da nicht mehr "in Echtzeit" kommuniziert, macht das Schwert des Räubers beträchtlich stumpfer, man reagiert nicht mehr nur emotional, impulsiv, "aus dem Bauch heraus" - man denkt in jedem Falle zumindest ein bißchen mehr nach. Man überlegt mehr, was man sagt und wie man es sagt - und man "sortiert" das ganze eher, wenn man es aufschreibt. Unser ganzes Hirn geht mit einem Thema anders um. Beobachtet einmal, wie Ihr einen Beitrag hier im Forum schreibt - da wäre vieles anders, wenn Ihr das Gleiche jemandem erzählen würdet, oder?

Okay, ich glaube, das ist erst einmal lang genug. Ich empfehle, auch den Rest des Threads zu lesen

Wenn es uns gerade schlecht geht...
Es gibt nichts, was jeden von uns beruhigt, nichts was jedem hilft. Eine Umarmung kann den einen stützen, den anderen völlig "abschießen" und beim Dritten gar nichts bewirken. Geht nicht davon aus, dass das, was euch helfen würde, was Ihr Euch wünschen würdet, auch dem anderen hilft.

Also sprecht (vorzugsweise in einem ruhigen Moment) das Thema mal an, wenn der Grenzgänger das nicht selbst tut. Was solltet Ihr in diesen Momenten vermeiden und was hilft? Denkt auch selbst darüber nach, wo hattet Ihr den Eindruck, dass Eure Handlungen stützen und / oder beruhigen konnten? Spannung herausnehmen konnten? - Trotzdem mit dem Grenzgänger absprechen, es kann sein, dass es in dieser Situation ein völlig anderes Detail war, als Ihr glaubt - das ist es wert gefunden zu werden und Ihr braucht nicht grübeln, warum das, was vorher doch half, jetzt plötzlich etwas komisches tut.

Vorsicht: "Ich kann nicht mehr" / "Ich kann nicht mehr darüber sprechen" / "Ich muß raus" o.ä. kann real und ernsthaft ein Hinweis auf eine große Gefahr sein! Versucht, das ernst zu nehmen.
Kennt Ihr den Ausdruck "wahnsinnig vor Schmerzen"? Wir wissen, was gemeint ist.
Es gibt mehr Gefühle, als ein Mensch schaffen kann und wir erreichen den Punkt auch ohne dass für andere erkennbar ist, dass ein "ausreichend großes" Problem existiert.
Wenn man diesen Punkt übergeht, wird es endgültig brutal häßlich. Da brennt garantiert irgendwas durch und / oder ab und die Folgen spüren wir (und damit auch Ihr) noch Tage.
Nun ist die Sache die: unsere Psyche mag sowas. Das ist eine gigantische Versuchung, damit auch gleich alles zu umgehen, was eben unangenehm ist, auch wenn es nicht gefählich ist. Teilweise, ohne selbst zu merken, dass man gerade arg großzügig sich selbst gegenüber ist. Gleicht gelegentlich ab, wo die tatsächlichen Gefahrenpunkte liegen. Sprecht es an, wenn Ihr den Verdacht habt. Bitte nicht in diesem Moment, sondern wenn es wieder etwas ruhiger ist. Grundlegend lösen kann das aber nur Selbstdisziplin und Erfahrung von uns Grenzgängern selbst.

Noch kurz zur Selbstverletzung (man kann es nicht oft genug wiederholen: es ist bei Borderline häufig, aber nicht jeder Borderliner verletzt sich, nicht jeder, der sich verletzt, ist Borderliner!):
Mich haben Kommentare wie "was muß mit Dir passiert sein, dass Du Deinen Körper so etwas furchtbares antust" manchmal irritiert. Ich glaube, dass sieht aus meiner Perspektive anders aus. Es ist nicht so, dass ich eine riesen Hemmschwelle niederreißen muss, damit ich es tun kann. Es ist eher so, dass ich einen künstlichen Damm teilweise mühsam aufbaue, damit ich es nicht tue.
Selbstverständlich muß man dem begegnen, man verliert zu leicht jede Kontrolle und es ist keine Lösung und auch als "Notventil" nicht eben eine gute Idee.
Ich weiß, das es in den meisten Menschen, sie das sehen und eine Verpflichtung zur Hilfe fühlen, das Gefühl gewaltiger Hilflosigkeit auslöst, aber versucht daran zu denken, es ist "nur" ein Symptom, kein Problem für sich.

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23. Februar 2013 um 0:05
In Antwort auf jean_12242955

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Hallo, bekomme ich evtl. eine Antwort von einem Borderline Partner, oder hat ein Partner eine ähnliche Beziehung wie ich mitgemacht.
Hans


Ja, viele Partner von Borderlinern haben ähnliches erlebt. Nicht mit genau den gleichen Symotomen, aber mit sehr ähnlichem Tenor und ähnlichen Verlauf. Oder soll ich Dir jetzt nicht antworten, weil ich Borderliner bin und nicht mein Mann? ^^

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23. Februar 2013 um 11:32
In Antwort auf avarrassterne


Ja, viele Partner von Borderlinern haben ähnliches erlebt. Nicht mit genau den gleichen Symotomen, aber mit sehr ähnlichem Tenor und ähnlichen Verlauf. Oder soll ich Dir jetzt nicht antworten, weil ich Borderliner bin und nicht mein Mann? ^^

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Doch ist ok, wenn Du antwortest , ich dachte nur, dass es noch andere Partner gibt, die auch mal schildern was sie erlebt haben.

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23. Februar 2013 um 15:45
In Antwort auf jean_12242955

Achterbahnfahrt nach Trennung durch Borderlinerin
Doch ist ok, wenn Du antwortest , ich dachte nur, dass es noch andere Partner gibt, die auch mal schildern was sie erlebt haben.

Ja, jede Menge
nur nicht in diesem Thread.

Was ich - um mal der Wahrheit die Ehre zu geben - durchaus gut finde, mir liegt es näher, etwas zu ändern, als etwas zu bedauern.

Mir ist schon klar, was Du erlebt hast, ich bin Borderliner genug, um es mir vorstellen zu können. Das ist für beide Seiten eine häßliche Erfahrung - und eine häßliche Zeit.

Was ich mich jedes Mal frage: wenn Ex-Partner von Erfahrungen berichten, wie Du sie gern lesen möchtest:
Wenn man Eure Beiträge liest, dann fragt man sich irgendwie - was zur *** habt Ihr die Jahre lang gemacht? Du berichtest über Deine Ex, Deine Erfahrungen - und da ist nicht ein gutes Haar dran. Klingt wie 4,5 Jahre die reine Hölle auf Erden - ja warum Bitte hattest Du dann 4,5 Jahre eine Beziehung mit ihr und nicht 4,5 Tage?

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23. Februar 2013 um 17:06
In Antwort auf avarrassterne

Ja, jede Menge
nur nicht in diesem Thread.

Was ich - um mal der Wahrheit die Ehre zu geben - durchaus gut finde, mir liegt es näher, etwas zu ändern, als etwas zu bedauern.

Mir ist schon klar, was Du erlebt hast, ich bin Borderliner genug, um es mir vorstellen zu können. Das ist für beide Seiten eine häßliche Erfahrung - und eine häßliche Zeit.

Was ich mich jedes Mal frage: wenn Ex-Partner von Erfahrungen berichten, wie Du sie gern lesen möchtest:
Wenn man Eure Beiträge liest, dann fragt man sich irgendwie - was zur *** habt Ihr die Jahre lang gemacht? Du berichtest über Deine Ex, Deine Erfahrungen - und da ist nicht ein gutes Haar dran. Klingt wie 4,5 Jahre die reine Hölle auf Erden - ja warum Bitte hattest Du dann 4,5 Jahre eine Beziehung mit ihr und nicht 4,5 Tage?

Antwort von Hans Achterbahn der Gefühle
stell Dir vor das ist mir erst im Nachhinein alles in Summa klar geworden, einzelne Situationen hatte ich damals verdrängt und überspielt, war cool drauf, das hatte sie auch anscheinend fasziniert an mir, wollte einen älteren Mann zu dem sie aufblicken konnte und anlehnen, wie sie sagte, sie war 23 Jahre jünger, ich sehe anscheinend 10 Jahre jünger aus jim Moment nicht mehr Ich bin nicht nur 4,5 Tage geblieben, weil ich eine tiefe Zuneigung zu Ihr hatte, weil es intensive gute Tage wie auch sehr intensive schlechte Tage gab, weil ich sie geliebt habe und immer noch liebe, weil ich dachte wir bekommen das gemeinsam hin, sie wurde von Ihrem Psychiater an die Trauma Klinik HD verwiesen, der Arzt sagte sie sei dort falsch, sie müsse eine Persönlichkeitsänderung vornehmen lassen, sie meinte das dies einer Gehirnwäsche gleich käme, und dann sagte ich lass es wir bekommen das gemeinsam hin. Stell Dir mal vor so was gibt es auch!

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23. Februar 2013 um 17:31
In Antwort auf jean_12242955

Antwort von Hans Achterbahn der Gefühle
stell Dir vor das ist mir erst im Nachhinein alles in Summa klar geworden, einzelne Situationen hatte ich damals verdrängt und überspielt, war cool drauf, das hatte sie auch anscheinend fasziniert an mir, wollte einen älteren Mann zu dem sie aufblicken konnte und anlehnen, wie sie sagte, sie war 23 Jahre jünger, ich sehe anscheinend 10 Jahre jünger aus jim Moment nicht mehr Ich bin nicht nur 4,5 Tage geblieben, weil ich eine tiefe Zuneigung zu Ihr hatte, weil es intensive gute Tage wie auch sehr intensive schlechte Tage gab, weil ich sie geliebt habe und immer noch liebe, weil ich dachte wir bekommen das gemeinsam hin, sie wurde von Ihrem Psychiater an die Trauma Klinik HD verwiesen, der Arzt sagte sie sei dort falsch, sie müsse eine Persönlichkeitsänderung vornehmen lassen, sie meinte das dies einer Gehirnwäsche gleich käme, und dann sagte ich lass es wir bekommen das gemeinsam hin. Stell Dir mal vor so was gibt es auch!

Antwort von Avarra - Achterbahn der Gefühle - ein Leben lang.
Das muss ich mir gar nicht vorstellen - mein Mann hat das nämlich auch gemeinsam mit mit hinbekommen. Stell Dir mal vor, sowas gibt es auch!

Ich bin auch längst nicht die Einzige, stell Dir mal vor, sowas gibt es auch!

Ja, mir ist schon klar, dass es beide Seiten gibt.
Mir ist klar, wie Beziehungen laufen, wenn man als Grenzgänger Spielball der eigenen Gefühle ist, nicht steuer kann oder nicht steuern will oder noch nicht einmal weiß, dass man es kann.
Aber mir ist auch in aller Deutlichkeit klar, dass wir das ändern können, dass es nicht so laufen muss wie bei Dir - und deswegen setze ich meine Energie und Zeit auch eher daran, solche Änderungen zu unterstützen.

Sorry, wenn ich Dich nicht gebührend bedauere, ich weiß, dass Du Dich fürchterlich fühlst. Die Achterbahn der Gefühle, die Du in jedem Beitrag als Titel nimmst - habe ich seit der Pubertät. Das ist Borderline. Sich so zu fühlen, wie Du Dich jetzt. Panikattacken, Angst, Schmerz, kurze Euphorie, Selbstvorwürfe, ... Ein Leben lang, nicht seit seit kurzem, nicht bis der Liebeskummer sich legt.
Wenn wir nicht lernen, das zu ändern, ist es für uns immer so. Immer.
Ich bin 37, seit 6 Jahren komme ich so ungefähr klar - mit 16 hat es angefangen wirklich ernst zu werden, ich hatte das 15 Jahre.

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23. Februar 2013 um 17:33
In Antwort auf avarrassterne

Wenn es uns gerade schlecht geht...
Es gibt nichts, was jeden von uns beruhigt, nichts was jedem hilft. Eine Umarmung kann den einen stützen, den anderen völlig "abschießen" und beim Dritten gar nichts bewirken. Geht nicht davon aus, dass das, was euch helfen würde, was Ihr Euch wünschen würdet, auch dem anderen hilft.

Also sprecht (vorzugsweise in einem ruhigen Moment) das Thema mal an, wenn der Grenzgänger das nicht selbst tut. Was solltet Ihr in diesen Momenten vermeiden und was hilft? Denkt auch selbst darüber nach, wo hattet Ihr den Eindruck, dass Eure Handlungen stützen und / oder beruhigen konnten? Spannung herausnehmen konnten? - Trotzdem mit dem Grenzgänger absprechen, es kann sein, dass es in dieser Situation ein völlig anderes Detail war, als Ihr glaubt - das ist es wert gefunden zu werden und Ihr braucht nicht grübeln, warum das, was vorher doch half, jetzt plötzlich etwas komisches tut.

Vorsicht: "Ich kann nicht mehr" / "Ich kann nicht mehr darüber sprechen" / "Ich muß raus" o.ä. kann real und ernsthaft ein Hinweis auf eine große Gefahr sein! Versucht, das ernst zu nehmen.
Kennt Ihr den Ausdruck "wahnsinnig vor Schmerzen"? Wir wissen, was gemeint ist.
Es gibt mehr Gefühle, als ein Mensch schaffen kann und wir erreichen den Punkt auch ohne dass für andere erkennbar ist, dass ein "ausreichend großes" Problem existiert.
Wenn man diesen Punkt übergeht, wird es endgültig brutal häßlich. Da brennt garantiert irgendwas durch und / oder ab und die Folgen spüren wir (und damit auch Ihr) noch Tage.
Nun ist die Sache die: unsere Psyche mag sowas. Das ist eine gigantische Versuchung, damit auch gleich alles zu umgehen, was eben unangenehm ist, auch wenn es nicht gefählich ist. Teilweise, ohne selbst zu merken, dass man gerade arg großzügig sich selbst gegenüber ist. Gleicht gelegentlich ab, wo die tatsächlichen Gefahrenpunkte liegen. Sprecht es an, wenn Ihr den Verdacht habt. Bitte nicht in diesem Moment, sondern wenn es wieder etwas ruhiger ist. Grundlegend lösen kann das aber nur Selbstdisziplin und Erfahrung von uns Grenzgängern selbst.

Noch kurz zur Selbstverletzung (man kann es nicht oft genug wiederholen: es ist bei Borderline häufig, aber nicht jeder Borderliner verletzt sich, nicht jeder, der sich verletzt, ist Borderliner!):
Mich haben Kommentare wie "was muß mit Dir passiert sein, dass Du Deinen Körper so etwas furchtbares antust" manchmal irritiert. Ich glaube, dass sieht aus meiner Perspektive anders aus. Es ist nicht so, dass ich eine riesen Hemmschwelle niederreißen muss, damit ich es tun kann. Es ist eher so, dass ich einen künstlichen Damm teilweise mühsam aufbaue, damit ich es nicht tue.
Selbstverständlich muß man dem begegnen, man verliert zu leicht jede Kontrolle und es ist keine Lösung und auch als "Notventil" nicht eben eine gute Idee.
Ich weiß, das es in den meisten Menschen, sie das sehen und eine Verpflichtung zur Hilfe fühlen, das Gefühl gewaltiger Hilflosigkeit auslöst, aber versucht daran zu denken, es ist "nur" ein Symptom, kein Problem für sich.

WOW PERFEKT
Salü Ava

selten, sehr selten habe ich solch eine gute Erörterung über eine Thematik gelesen, wie Deine beiden " Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist " und " Wenn es uns gerade schlecht geht... ", ich ziehe mal meinen imaginären Hut und verneige mich vor Dir ! Du schreibst uns Grenzgängern bzw. den meisten von uns, aus der tiefsten Seele, danke Süße!

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23. Februar 2013 um 17:58
In Antwort auf darla_12631353

WOW PERFEKT
Salü Ava

selten, sehr selten habe ich solch eine gute Erörterung über eine Thematik gelesen, wie Deine beiden " Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist " und " Wenn es uns gerade schlecht geht... ", ich ziehe mal meinen imaginären Hut und verneige mich vor Dir ! Du schreibst uns Grenzgängern bzw. den meisten von uns, aus der tiefsten Seele, danke Süße!

Danke
*schnurrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr r*

sagen wir: ich habe gründlich darüber nachgedacht

Naja, vielleicht hat die Mühe, das zu schreiben, einen Sinn, hope dies last

Auf jeden Fall finde ich das um Welten besser als diese gefühlten Millionen Bücher, die nur darüber weinen, was alles falsch ist, statt sich mal damit zu befassen, wie man das ÄNDERT. Sowas find ich zum
Solche Bücher sind so hilfreich wie ein Pickel am A*** (Pardon, aber wenn ich sowas lese / höre, fühl ich mich immer, als hätte ich was verschluckt, was sich noch rührt...).
Damit bin ich beim Thema: nicht weinen sondern besser machen - dieser Thread ist der Versuch, genau das zu tun.

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23. Februar 2013 um 18:50
In Antwort auf avarrassterne

Danke
*schnurrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr r*

sagen wir: ich habe gründlich darüber nachgedacht

Naja, vielleicht hat die Mühe, das zu schreiben, einen Sinn, hope dies last

Auf jeden Fall finde ich das um Welten besser als diese gefühlten Millionen Bücher, die nur darüber weinen, was alles falsch ist, statt sich mal damit zu befassen, wie man das ÄNDERT. Sowas find ich zum
Solche Bücher sind so hilfreich wie ein Pickel am A*** (Pardon, aber wenn ich sowas lese / höre, fühl ich mich immer, als hätte ich was verschluckt, was sich noch rührt...).
Damit bin ich beim Thema: nicht weinen sondern besser machen - dieser Thread ist der Versuch, genau das zu tun.

RE: Danke


Ich muss gestehen, ich habe mir die Infos zu Borderline nie aus irgendwelchen Büchern geholt, sondern im Web, bei Wikipedia und in dem damaligen Forum von einer Freundin (dieses Forum gibt es leider nicht mehr und sie hat Suizid begangen ), daher kann ich da nicht so mitreden. Doch ich kennen diese ganzen Bücher über Psychologie und vermute da mal, dass die über Borderline genauso zum sein werden, wie diese Möchtegern Bücher über Psychologie und angewandte Psychologie.

Du könntest Dir eigentlich mal überlegen selber ein Buch (vielleicht mit dem Titel " Grenzgänger - Ihr Leben und das Leben mit ihnen ") zu schreiben , denn Du / wir sind ja Grenzgänger und könnten theoretisch gesehen Hilfestellungen leisten ! ABER wir haben ja keinen Doktortitel! ^^

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23. Februar 2013 um 21:39
In Antwort auf avarrassterne

Antwort von Avarra - Achterbahn der Gefühle - ein Leben lang.
Das muss ich mir gar nicht vorstellen - mein Mann hat das nämlich auch gemeinsam mit mit hinbekommen. Stell Dir mal vor, sowas gibt es auch!

Ich bin auch längst nicht die Einzige, stell Dir mal vor, sowas gibt es auch!

Ja, mir ist schon klar, dass es beide Seiten gibt.
Mir ist klar, wie Beziehungen laufen, wenn man als Grenzgänger Spielball der eigenen Gefühle ist, nicht steuer kann oder nicht steuern will oder noch nicht einmal weiß, dass man es kann.
Aber mir ist auch in aller Deutlichkeit klar, dass wir das ändern können, dass es nicht so laufen muss wie bei Dir - und deswegen setze ich meine Energie und Zeit auch eher daran, solche Änderungen zu unterstützen.

Sorry, wenn ich Dich nicht gebührend bedauere, ich weiß, dass Du Dich fürchterlich fühlst. Die Achterbahn der Gefühle, die Du in jedem Beitrag als Titel nimmst - habe ich seit der Pubertät. Das ist Borderline. Sich so zu fühlen, wie Du Dich jetzt. Panikattacken, Angst, Schmerz, kurze Euphorie, Selbstvorwürfe, ... Ein Leben lang, nicht seit seit kurzem, nicht bis der Liebeskummer sich legt.
Wenn wir nicht lernen, das zu ändern, ist es für uns immer so. Immer.
Ich bin 37, seit 6 Jahren komme ich so ungefähr klar - mit 16 hat es angefangen wirklich ernst zu werden, ich hatte das 15 Jahre.

Ich hasse Dich, verlass mich nicht...
manchmal hat dieses Universum doch einen wunderbar schwarzen Humor.

Ja, Du erlebst gerade die "Achterbahn der Gefühle" - Willkommen in der Welt, in der Deine Frau lebt.
Du liebst sie immer noch - und Du hasst sie, wie deutlich in Deinen Texten steht. Es frisst Dich auf, dass sie Dich verlassen hat. Kommt Dir das bekannt vor? In einem Satz: Ich hasse Dich, verlass mich nicht.

Jetzt spielst Du "die ganze Palette durch" von der Du sprichst: Idealisierung (nicht zuletzt Deiner Person), Wutanfälle (ganz sicher) und Abwertung (oh und wie...)
Warum? Weil Du genau das erlebst, was sie die ganze Zeit erlebt - eine Achterbahn der Gefühle. Und Du reagierst ganz genau so, wie Du es ihr vorwirfst.

JETZT hast Du mehr über sie verstanden, als in dem tollen Buch stand. Das Dir das in den letzten 4,5 Jahren nicht aufgegangen ist, finde ich beachtlich.

Nein, ich möchte jetzt nicht alle Schuld auf Dich schieben. Aber ich mag mir auch nicht ewig angucken, wie eifrig Du alle Schuld von Dir wegschiebst und dafür Bestätigung suchst.

Das der Hauptteil beim Grenzgänger liegt, schreibe ich in fast jeden Beitrag zum Thema. Wir müssen lernen, die Achterbahn zu lenken und zu steuern. Wir haben keine Wahl, sonst erleben wir, was Du gerade erlebst und unsere Partner das, was Du erlebt hast. Aber deswegen tragen wir noch lange nicht die alleinige Schuld an allem Übel, was den Menschen, die in unser Nähe sind, geschehen ist, geschieht und geschehen wird.

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24. Februar 2013 um 16:11
In Antwort auf darla_12631353

RE: Danke


Ich muss gestehen, ich habe mir die Infos zu Borderline nie aus irgendwelchen Büchern geholt, sondern im Web, bei Wikipedia und in dem damaligen Forum von einer Freundin (dieses Forum gibt es leider nicht mehr und sie hat Suizid begangen ), daher kann ich da nicht so mitreden. Doch ich kennen diese ganzen Bücher über Psychologie und vermute da mal, dass die über Borderline genauso zum sein werden, wie diese Möchtegern Bücher über Psychologie und angewandte Psychologie.

Du könntest Dir eigentlich mal überlegen selber ein Buch (vielleicht mit dem Titel " Grenzgänger - Ihr Leben und das Leben mit ihnen ") zu schreiben , denn Du / wir sind ja Grenzgänger und könnten theoretisch gesehen Hilfestellungen leisten ! ABER wir haben ja keinen Doktortitel! ^^

Ich habe 3 dieser Bücher versucht zu lesen...
aber auch nur versucht - da hat es mir die Zehennägel hochgerollt ^^

U.a. das "Ich hasse Dich verlaß mich nicht".
Hab mir alle 3 von anderen Grenzgängern ausgeliehen, zum Glück nicht selbst gekauft. Die waren im übrigen auch von Betroffenen geschrieben.

Aber warum bitte schreibt ein Betroffener ein Buch, dass Partner von Borderlinern dann mit Worten wie "als ich rausgeschmissen wurde, wußte ich endgültig, dass alles was im Buch stand, wahr ist" beschreibt?!? Exzessiver Selbsthass? ^^
In meinem Verständnis sollen Bücher nicht irgendwas bejammern sondern nützen und Wissen geben - und wie hier schon erklärt - in den Dingern find ich beides nicht.

Das einzige Buch von einem Menschen mit chronischen psych. Krankheiten, was ich bis zum Ende gelesen habe, ist "Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen" (oder so ähnlich, ist eine Weile her und mein Namensgedächtnis ist mies) - geht aber nicht direkt um Grenzgänger.

Nein, ich will nicht das übzichste Buch dazu schreiben. Wenn mich der Wunsch, ein Buch zu schreiben, mal wieder packt, schreibe ich an meinem Psychothriller weiter
Was "Grenzgänger - Ihr Leben und das Leben mit ihnen" angeht - das schreibe ich lieber ins Internet.

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24. Februar 2013 um 17:55
In Antwort auf avarrassterne

Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist
Danke für das Interesse an dem Thema an alle, die mich per PN und hier angeschrieben haben.

Okayyyyyyyy, ich versuchs mal...
Erstens - hab es schon oft geschrieben, aber es ist sehr wichtig: Eure Möglichkeiten sind begrenzt. Ihr könnt uns unterstürtzen, Ihr könnt vielleicht ein wenig entschärfen, aber Ihr könnt nicht unsere Probleme lösen, Ihr könnt uns nicht retten, Ihr könnt uns nicht heilen.
Rottet jeden Gedanken daran mit Stumpf und Stiel aus.
Wir sind auch nicht so hilfsbedürftig, wie wir vielleicht aussehen, wir sind sture, zähe Biester, wir lassen es nur nicht immer so raushängen Im Ernst, von den eigenen Gefühlen überrannt zu werden und darin zu ersaufen ist etwas Fürchterliches. Aber in unserer privaten Hölle haben wir alle schon genug Bonusmeilen, wir kennen das schon.

Um es noch einmal klar ausgesprochen zu haben: Wenn der Borderliner nicht den Hauptteil der Arbeit tut, habt Ihr keine Chance.
Das ist ein Prozess, die meisten wissen nicht, dass sie etwas tun können und schon gar nicht wie. Auch wenn sie schon eine oder mehrere Therapien hinter sich haben, heißt das nicht, dass sich daran etwas ändert.
Es ist durchaus möglich, dass sie diesen Weg mit Euch zusammen gehen, aber der wird schwer und teilweise unschön für alle Beteiligten.
Sorry, aber Honig um irgendwelche Mäulchen schmieren bringt da nichts.
Es geht generell nur, wenn der Borderliner sein Leben ändern will (oder natürlich schon geändert hat). Und will meint nicht "glaubt zu wollen".
Weist sie darauf hin, dass der Zustand auch für sie selbst ohne diese Änderung fürchterlich ist und das sie so nicht leben müssen, aber sonst könnt Ihr hier nicht viel helfen.

Zweitens - nicht jeder kommt mit uns klar.
Wir polarisieren stark.
Wir sind nicht "pflegeleicht" und nicht zahm.
Wir können lernen, nicht mehr Spielball unserer Emotionen zu sein, aber niemals eine volle Garantie geben, dass es es keine Aussetzer mehr gibt - allerdings meint dass dann etwas, was alle paar Monate mal vorkommt und meist in Minuten zählt, nicht mehr in Tagen.
Wir sind chronisch krank und werden es bleiben. Es wird Dinge geben, die wir nicht können.

Menschen, die mit uns klar kommen kommen können, dürfen nicht dazu neigen, alles persönlich zu nehmen. In dem Punkte haben wir genug an unserem eigenen Esel zu kämmen.
Sie müssen Grenzen setzen und verteidigen können. Nicht "immer muß ich nachgeben", "immer muß ich Rücksicht nehmen" - Im Gegenteil, das *dürft* Ihr nicht immer machen.

************

Gut genug von dem was nicht geht und hin zu dem, wie es geht.

Die meisten von uns haben Wahrnehmungsstörungen und bei nicht wenigen sind das keine kleinen.
Im Alltag heißt das vor allem: wir fühlen uns zu leicht persönlich angegriffen.
Das ist ein bißchen, wie eine Halluzination, wir dreschen nicht einfach wild los, wir greifen einen Räuber an, der mit gezogener Waffe vor uns steht und uns angreift, uns bedroht - nur das den außer uns keiner sieht.
Das komplizierte daran ist zu erkennen, dass es den für andere nicht gibt. Oder dass es eigentlich jemand ist, der uns gerade umarmen wollte.
Der Räuber sieht wirklich fürchterlich echt aus und das Schwert, mit dem er uns angreift auch.
Also versucht im Auge zu behalten, dass Ihr gerade eine Räubermaske aufhabt, wenn Ihr Euch in so einer Situation befindet.
Das heißt nicht, Ihr sollt das immer vermeiden - das ist nicht möglich.
Das heißt nicht, Ihr sollt sofort zurücktreten und Euch "ergeben", das löst das Problem nicht und schafft andere.
Das ist nicht die Rechtfertigung für uns Grenzgänger, dass wir ja gar nichts dafür können, es geht einfach nur um das Verständnis, was gerade passiert.
Sprecht das vielleicht in einem neutralen Moment an. Nach Möglichkeit halbwegs neutral, also so etwas wie "manchmal reagierst Du ganz stark auf etwas, was ich gar nicht gemeint habe und ich kann Dir dann gar nicht erklären, dass es so gar nicht gemeint war" - es sollte dem Borderliner klar sein, dass dem so ist.

Ok und dann kommt die Kür - das in so einer Situation abzufangen ist für beide Seite eine Herausforderung.
Wie auch immer, der Grenzgänger MUSS es lernen. Geht nicht anders, sonst sind wir nicht gesellschaftsfähig auf Dauer, ist aber durchaus möglich.
Für die Menschen in unserer Umgebung ist es durchaus (in beider Interesse) hilfreich, irgendwas aus der Tasche ziehen zu können, was man mal versuchen kann.

Etwas, womit ich bei Menschen, mit diesem Problem, mit denen ich mich unterhalte, ganz gute Erfahrungen gemacht habe: vereinbart ein Codewort.
Etwas, was in solchen Situationen ganz sicher nicht in den Kontext paßt, was emotional neutral ist oder lustig oder was an positive gemeinsame Erlebnisse erinnert. Von "Schokoladenkuchen" bis "rosa Elefanten".
Versprecht Euch, dass, sobald das Codewort fällt, beide (!) kurz die Klappe zu halten, langsam bis 23 zählen, tief durchatmen und dann mal genau hinschauen, ob der Räuber ein Räuber und das Schwert ein Schwert ist. Denkt darüber nach, ob man nicht vielleicht erst mal einen Kaffee / Tee kochen sollte. Oder mit einer Pflaume im Mund weiter diskutieren, wenn es ganz arg kommt und nicht abgebrochen werden kann. Es geht darum, in dem Moment das Muster, die Schleife zu durchbrechen. Das geht am Besten mit etwas, was überhaupt nicht ins Muster paßt.
Das braucht etwas Übung und Lernen. Wie ich schon sagte, der Räuber sieht WIRKLICH echt aus. Das einzige, was einem da helfen kann, ist die Erfahrung, dass dieser kleine Mistpfützenkrebs irgendwie immer echt aussieht, es aber im Nachhinein so oft doch nicht war.

Teil 2: dreht den Spieß herum. Macht aus Vorwürfen und Konfrontationen Wünsche. Jeder von Euch beiden nimmt sich einen Zettel und einen Stift (oder nen PC und MS - Word ) und schreibt mal auf, was er sich vom anderen wünschen würde. Was fehlt, was vermieden werden sollte. Auf Seiten des Borderliners natürlich zusätzlich mit Augenmerk auf Trigger - was ist es, was mich immer hefitig herumreißt? Was holt mich immer von den Füßen, überrollt mich immer? Was hingegen beruhigt mich und wie kann mich der andere dabei unterstützen? Auf Eurer Seite natürlich: was verletzt Euch (Warum? - für beide Seiten gilt: setzt nicht voraus, dass der andere, weiß, wie Ihr Euch fühlt und warum) und was sind die wunderschönen gemeinsammen Momente?
Zettel austauschen, nehmen, in eine ruhige Ecke gehen, erst am nächsten Tag antworten. Beide. So groß die Versuchung auch sein mag, sofort zu antworten: Wartet bis zum nächsten Tag!
Hebt den Zettel natürlich auf. Beide zusammen sind die Anleitung, miteinander glücklich zu werden, es ist nicht nur eine Übung zum Schreiben und Gedanken sortieren, aber es hilt *auch* beim Sortieren.

Generell: wenn es "brennt" - weicht auf Schreiben statt schnattern aus. Allein, dass man da nicht mehr "in Echtzeit" kommuniziert, macht das Schwert des Räubers beträchtlich stumpfer, man reagiert nicht mehr nur emotional, impulsiv, "aus dem Bauch heraus" - man denkt in jedem Falle zumindest ein bißchen mehr nach. Man überlegt mehr, was man sagt und wie man es sagt - und man "sortiert" das ganze eher, wenn man es aufschreibt. Unser ganzes Hirn geht mit einem Thema anders um. Beobachtet einmal, wie Ihr einen Beitrag hier im Forum schreibt - da wäre vieles anders, wenn Ihr das Gleiche jemandem erzählen würdet, oder?

Okay, ich glaube, das ist erst einmal lang genug. Ich empfehle, auch den Rest des Threads zu lesen

Schein und Sein
Wir Grenzgänger werden oft mit den wildesten Beschreibungen versehen.
Narzistisch ist gern dabei, egoistisch, pseudolisch (krankhaft lügend), gefühlskalt, psychopathisch hab ich hier belustigt auch schon gelesen, manches in der Art. Wenn Ihr das von Eurem Freund / Partner / Angehörigen denkt, drückt jetzt Alt+F4 und packt dort, wo der Grenzgänger ist, Eure Sachen und geht.

Es gibt Folgen von Borderline und daraus entstehende Verhaltensmuster, die auf den ersten Blick ähnlich aussehen können - aber wer so von uns denkt, erspart allen Beteiligten viel Leid, wenn er es schlicht sein läßt.

Für alle anderen:

Ihr findet uns unberechenbar? Sind wir nicht, Ihr kennt nur die Formel und die Variablen noch nicht.
Es gibt 2 Faktoren: Basis (zu einem bestimmten Zeitpunkt meine ich) und Multiplikatoren. Beides ist wichtig.

Ich greife mein Beispiel mit dem Wasserfass aus diesem Thread mal auf: Ihr könnt wahrscheinlich schwer einschätzen, wie groß das Fass ist und wieviel Wasser schon drin ist. Die Regenrinnen, die hineinführen, sind für Euch verdeckt. Ihr seht nur einen winzigen Tropfen und die Überschwemmung.
Wir sind schlagartig nicht mehr unberechenbar, wenn ihr wißt, wie groß das Fass überhaupt ist. Das wißt Ihr wahrscheinlich nicht, weil Ihr Euch darüber noch wenig Gedanken gemacht habt. Klar, Ihr wißt, dass wir zuweilen sehr hypersensibel sind, Ihr kennt manchen wunden Punkt - aber wißt Ihr, wieviel wir generell schaffen können? Stellt es Euch als körperliche Krankheit vor, das hilft oft. Also sagen wir: Ich habe ein kaputtes Knie. Damit fällt Marathon flach, aber Alltag geht meistens und Spazieren gehen auch. Aber es gibt eine maximal mögliche Stecke -das ist Punkt 1 der Liste.

Wir sind schlagartig weniger unberechenbar, wenn Ihr besser einschätzen könnt, wie hoch das Wasser im Fass gerade steht. Achtet nicht nur auf offensichtliche und direkte psychische Reaktionen wie Wut, Niedergeschlagenheit sondern auf die etwas verdeckteren. Ziemlich deutlich und ein guter Marker: Agressivität. Aber auch verstärkte "geistige Abwesenheit", dass man einem Gespräch nur noch schwer folgen kann, starke Erschöpfung o.ä. sind Warnsignale. Das ist fast immer so? Ja, weil sich niemand darum kümmert, dass das Wasser aus dem Fass auch wieder rauskommt. Bei Euch fließt das "automatisch" ab, "von allein" - bei uns ist das Loch, wo es herausfließen würde, leider sehr klein. Viel kleiner als die Zuflüsse. Entweder es regnet ein paar Wochen (!) gar (!) nicht, oder man muss schöpfen. Das muss der Grenzgänger im wesentlichen tun, aber wenn man ungeübt ist, sehen es andere manchmal eher. Körperliche Streßreaktionen (frieren / schwitzen, Kopfschmerzen usw.) sind natürlich auch Marker für den Wasserstand.
Noch mal in dem Bild mit dem kaputten Knie: Wie weit ich an einem Tag laufen könnte, würde auch davon abhängen, wie viel ich in dieser Woche schon herumgelaufen bin.

Wir sind schlagartig weniger unberechenbar, wenn die Regenrinne, die ins Fass hineinführt, nicht verdeckt ist. Ok, der Vergleich hinkt - hm... Ihr wißt vielleicht, dass es regnet, aber nicht wie groß die Fläche ist, von der der Regen ins Fass fließt. Ihr denkt vielleicht nicht daran, dass auch im schönsten Sonnenschein Wasser hineinfließt, weil auf dem Dach der Schnee schmilzt. Dann seht Ihr nur Sonne und Überschwemmung.
Im Bild mit dem kaputten Knie: es macht einen riesen Unterschied, ob ich gerade aus laufe oder die gleiche Strecke Treppen steige. Ein Fluch der psychischen Krankheiten, bei einem kaputten Knie, kann es sich auch noch der größte Depp vorstellen, dass Treppensteigen schlecht ist und man nicht beliebig weit Laufen kann - bei uns fällt das auch aufgeschlosseneren Menschen oft schwer. Schlüssel sind hier die Gefühle. Das ist das, was bei uns "verletzt" ist. Starke Gefühle sind ein Schritt mit einem kaputten Knie. Irgendwann sollte man das mal schienen und zwischendurch mal hochlegen und entlasten. Macht man das nicht, wird man teuer zahlen. Es wird höllisch weh tun, es wird über Wochen fürchterlich schwer zu laufen und wenn man das auch noch übergeht, macht man sich so viel zu Brei, dass man im Krankenhaus landet und operiert werden muss. Obwohl an ein paar Schritten zu Fuß ja eigentlich gar nichts dran ist.

Da sind wir wieder an dem Punkt - zu viele Grenzgänger sind leider Laien in eigener Sache. Die Verbände, die sie anlegen, um das Knie zu stützen, helfen nicht, sitzen schlecht und drücken ständig oder schnüren das Bein ab. Sie wissen nicht, wann es an der Zeit wäre, das Bein hochzulegen und wie sie das tun sollen. - Ihr könnt sie nur dabei unterstützen, das herauszufinden, machen könnt Ihr es nicht.

*****************
Der ganze Rest sind Folgen.
Hattet Ihr schon mal richtig dicken Liebeskummer oder wart hoffnungslos verliebt? Ganz große Gefühle machen wunderliche Dinge mit uns Menschen. Ihr habt doch da auch Euch gegenüber anderen manchmal blöd benommen, idiotische Dingen getan, wo Ihr im Nachhinein beim besten Willen nicht mehr wißt, was Ihr Euch "dabei gedacht habt"? Nun, unsere Gefühle sind fast ständig so intensiv, wenn wir das nicht tun. Stellt Euch vor, was es aus Euch machen würde, wenn Ihr Euch ständig so fühlen würdet. Über Jahre.
Wenn der Grenzgänger "ausflippt", dann hat er verpennt, das Wasser aus dem Faß zu schöpfen oder es war so viel, dass er mit dem Schöpfen nicht hinterherkam. Für diejenigen, dienur den Tropfen und die Überschwemmung sehen, mag das egoistisch aussehen, das ist es aber nicht. Es sind Folgen von Prozessen, die nicht erkennbar -- aber vermeidbar und änderbar sind. Etwas, was "nicht nach seinem Willen geht" mag ein Tropfen sein - aber ganz sicher nicht Ursache derÜberschwemmung.

Und wieder - viele Laien in eigener Sache sehen selbst nur Topfen und Überschwemmung. Ich kann Euch versichern, die Überschwemmung ist etwas, was wir fürchten. Sehr fürchten. Sieht man den Rest nicht, hat man irgendwann panische Angst vor Tropfen und versucht die mit allen Mittel zu vermeiden. Natürlich ändert das nichts - mehr Angst vor Tropfen...

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24. Februar 2013 um 19:17
In Antwort auf avarrassterne

Wenn der Partner / Freund / Verwandte Grenzgänger ist
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Okayyyyyyyy, ich versuchs mal...
Erstens - hab es schon oft geschrieben, aber es ist sehr wichtig: Eure Möglichkeiten sind begrenzt. Ihr könnt uns unterstürtzen, Ihr könnt vielleicht ein wenig entschärfen, aber Ihr könnt nicht unsere Probleme lösen, Ihr könnt uns nicht retten, Ihr könnt uns nicht heilen.
Rottet jeden Gedanken daran mit Stumpf und Stiel aus.
Wir sind auch nicht so hilfsbedürftig, wie wir vielleicht aussehen, wir sind sture, zähe Biester, wir lassen es nur nicht immer so raushängen Im Ernst, von den eigenen Gefühlen überrannt zu werden und darin zu ersaufen ist etwas Fürchterliches. Aber in unserer privaten Hölle haben wir alle schon genug Bonusmeilen, wir kennen das schon.

Um es noch einmal klar ausgesprochen zu haben: Wenn der Borderliner nicht den Hauptteil der Arbeit tut, habt Ihr keine Chance.
Das ist ein Prozess, die meisten wissen nicht, dass sie etwas tun können und schon gar nicht wie. Auch wenn sie schon eine oder mehrere Therapien hinter sich haben, heißt das nicht, dass sich daran etwas ändert.
Es ist durchaus möglich, dass sie diesen Weg mit Euch zusammen gehen, aber der wird schwer und teilweise unschön für alle Beteiligten.
Sorry, aber Honig um irgendwelche Mäulchen schmieren bringt da nichts.
Es geht generell nur, wenn der Borderliner sein Leben ändern will (oder natürlich schon geändert hat). Und will meint nicht "glaubt zu wollen".
Weist sie darauf hin, dass der Zustand auch für sie selbst ohne diese Änderung fürchterlich ist und das sie so nicht leben müssen, aber sonst könnt Ihr hier nicht viel helfen.

Zweitens - nicht jeder kommt mit uns klar.
Wir polarisieren stark.
Wir sind nicht "pflegeleicht" und nicht zahm.
Wir können lernen, nicht mehr Spielball unserer Emotionen zu sein, aber niemals eine volle Garantie geben, dass es es keine Aussetzer mehr gibt - allerdings meint dass dann etwas, was alle paar Monate mal vorkommt und meist in Minuten zählt, nicht mehr in Tagen.
Wir sind chronisch krank und werden es bleiben. Es wird Dinge geben, die wir nicht können.

Menschen, die mit uns klar kommen kommen können, dürfen nicht dazu neigen, alles persönlich zu nehmen. In dem Punkte haben wir genug an unserem eigenen Esel zu kämmen.
Sie müssen Grenzen setzen und verteidigen können. Nicht "immer muß ich nachgeben", "immer muß ich Rücksicht nehmen" - Im Gegenteil, das *dürft* Ihr nicht immer machen.

************

Gut genug von dem was nicht geht und hin zu dem, wie es geht.

Die meisten von uns haben Wahrnehmungsstörungen und bei nicht wenigen sind das keine kleinen.
Im Alltag heißt das vor allem: wir fühlen uns zu leicht persönlich angegriffen.
Das ist ein bißchen, wie eine Halluzination, wir dreschen nicht einfach wild los, wir greifen einen Räuber an, der mit gezogener Waffe vor uns steht und uns angreift, uns bedroht - nur das den außer uns keiner sieht.
Das komplizierte daran ist zu erkennen, dass es den für andere nicht gibt. Oder dass es eigentlich jemand ist, der uns gerade umarmen wollte.
Der Räuber sieht wirklich fürchterlich echt aus und das Schwert, mit dem er uns angreift auch.
Also versucht im Auge zu behalten, dass Ihr gerade eine Räubermaske aufhabt, wenn Ihr Euch in so einer Situation befindet.
Das heißt nicht, Ihr sollt das immer vermeiden - das ist nicht möglich.
Das heißt nicht, Ihr sollt sofort zurücktreten und Euch "ergeben", das löst das Problem nicht und schafft andere.
Das ist nicht die Rechtfertigung für uns Grenzgänger, dass wir ja gar nichts dafür können, es geht einfach nur um das Verständnis, was gerade passiert.
Sprecht das vielleicht in einem neutralen Moment an. Nach Möglichkeit halbwegs neutral, also so etwas wie "manchmal reagierst Du ganz stark auf etwas, was ich gar nicht gemeint habe und ich kann Dir dann gar nicht erklären, dass es so gar nicht gemeint war" - es sollte dem Borderliner klar sein, dass dem so ist.

Ok und dann kommt die Kür - das in so einer Situation abzufangen ist für beide Seite eine Herausforderung.
Wie auch immer, der Grenzgänger MUSS es lernen. Geht nicht anders, sonst sind wir nicht gesellschaftsfähig auf Dauer, ist aber durchaus möglich.
Für die Menschen in unserer Umgebung ist es durchaus (in beider Interesse) hilfreich, irgendwas aus der Tasche ziehen zu können, was man mal versuchen kann.

Etwas, womit ich bei Menschen, mit diesem Problem, mit denen ich mich unterhalte, ganz gute Erfahrungen gemacht habe: vereinbart ein Codewort.
Etwas, was in solchen Situationen ganz sicher nicht in den Kontext paßt, was emotional neutral ist oder lustig oder was an positive gemeinsame Erlebnisse erinnert. Von "Schokoladenkuchen" bis "rosa Elefanten".
Versprecht Euch, dass, sobald das Codewort fällt, beide (!) kurz die Klappe zu halten, langsam bis 23 zählen, tief durchatmen und dann mal genau hinschauen, ob der Räuber ein Räuber und das Schwert ein Schwert ist. Denkt darüber nach, ob man nicht vielleicht erst mal einen Kaffee / Tee kochen sollte. Oder mit einer Pflaume im Mund weiter diskutieren, wenn es ganz arg kommt und nicht abgebrochen werden kann. Es geht darum, in dem Moment das Muster, die Schleife zu durchbrechen. Das geht am Besten mit etwas, was überhaupt nicht ins Muster paßt.
Das braucht etwas Übung und Lernen. Wie ich schon sagte, der Räuber sieht WIRKLICH echt aus. Das einzige, was einem da helfen kann, ist die Erfahrung, dass dieser kleine Mistpfützenkrebs irgendwie immer echt aussieht, es aber im Nachhinein so oft doch nicht war.

Teil 2: dreht den Spieß herum. Macht aus Vorwürfen und Konfrontationen Wünsche. Jeder von Euch beiden nimmt sich einen Zettel und einen Stift (oder nen PC und MS - Word ) und schreibt mal auf, was er sich vom anderen wünschen würde. Was fehlt, was vermieden werden sollte. Auf Seiten des Borderliners natürlich zusätzlich mit Augenmerk auf Trigger - was ist es, was mich immer hefitig herumreißt? Was holt mich immer von den Füßen, überrollt mich immer? Was hingegen beruhigt mich und wie kann mich der andere dabei unterstützen? Auf Eurer Seite natürlich: was verletzt Euch (Warum? - für beide Seiten gilt: setzt nicht voraus, dass der andere, weiß, wie Ihr Euch fühlt und warum) und was sind die wunderschönen gemeinsammen Momente?
Zettel austauschen, nehmen, in eine ruhige Ecke gehen, erst am nächsten Tag antworten. Beide. So groß die Versuchung auch sein mag, sofort zu antworten: Wartet bis zum nächsten Tag!
Hebt den Zettel natürlich auf. Beide zusammen sind die Anleitung, miteinander glücklich zu werden, es ist nicht nur eine Übung zum Schreiben und Gedanken sortieren, aber es hilt *auch* beim Sortieren.

Generell: wenn es "brennt" - weicht auf Schreiben statt schnattern aus. Allein, dass man da nicht mehr "in Echtzeit" kommuniziert, macht das Schwert des Räubers beträchtlich stumpfer, man reagiert nicht mehr nur emotional, impulsiv, "aus dem Bauch heraus" - man denkt in jedem Falle zumindest ein bißchen mehr nach. Man überlegt mehr, was man sagt und wie man es sagt - und man "sortiert" das ganze eher, wenn man es aufschreibt. Unser ganzes Hirn geht mit einem Thema anders um. Beobachtet einmal, wie Ihr einen Beitrag hier im Forum schreibt - da wäre vieles anders, wenn Ihr das Gleiche jemandem erzählen würdet, oder?

Okay, ich glaube, das ist erst einmal lang genug. Ich empfehle, auch den Rest des Threads zu lesen

Bevor es Beschwerden hagelt...
... ja, es geht in dieser Beitragsgruppe zentral darum, was Angehörige, Freunde und Partner für uns tun können und kaum um unseren Part.
Ich habe das geschrieben, weil ich oft von Angehörigen / Freunden / Partnern mit der Frage angesprochen werde, was sie tun können.

Ich will uns Grenzgänger selbst ganz sicher nicht aus der Verantwortung nehmen, nur habe ich die andere Seite schon so viel früher geschrieben, dass sie jetzt ganz unten im Thread steht.

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5. März 2013 um 10:22


Na selbstverständlich ist es nicht die Aufgabe der Partner und Freunde - ich schreibe doch an jeder Ecke, dass wir das selbst tun müssen - und auch nur selbst tun können.

Ich schreibe auch überall, dass eine tiefere zwischenmenschliche Beziehung mit einem Borderliner nur möglich ist, wenn er / sie mit sich selbst zum überwiegenden Teil klar kommt.
Ich habe auch hier 3 Beiträge geschrieben, was wir Grenzgänger selbst beachten müssen im zwischenmenschlichen Miteinander. Das ist nicht wenig.



NEIN, NEIN, NEIN, wir brauchen NICHT viel Verständnis und Rücksichtnahme. Ein wenig. An bestimmten Punkten. Niemals (!!!) generell - auch das habe ich hier mehrfach geschrieben.



Nein, wir können nichts für unsere Krankheit, aber wir können etwas für die Art und Weise, wie wir mit ihr umgehen - auch das habe ich hier mehrfach geschrieben.



Ja, bist Du sicher, dass Du meine Beiträge wirklich gelesen hast

In einem einzigen Punkte widerspreche ich Dir -
"Und das alles wegen einem Kerl, der möglicherweise krank war, es aber nicht wusste und nie wissen wird, weil sein Ego dafür viel zu groß ist." => So einfach ist das nicht.
Kennst Du Platon, das Höhlengleichnis? Sollte zum Schullehrplan gehören? Wir kennen es nicht anders. Unsere Welt war schon immer so, wir brauchen lange, um zu erkennen, dass es für andere anders ist, länger um zu erkennen, was genau für andere anders ist und sehr, sehr wenige wissen, dass sie es ändern können. Das hat vielleicht mit "weil sein Ego zu groß ist" zu tun - aber auch nur vielleicht. Ich habe 15 Jahren, 5 völlig vergebliche Therapien (alle über mehr als 3 Monate, teil ambulant, teils teilstationär in Kliniken) und eine endlose Odyssee voller Schmerz und Qualen gebraucht, das herauszufinden. Bestimmt nicht weil mein Ego zu groß war und ich unbedingt so leben wollte.
Mädel, wir haben unsere eigene ganz private Hölle. Dort ist man nicht freiwillig. Auch nicht mit einem noch so großen Ego.
Es ist brutal schwer, das zu ändern und viel zu wenige wissen, dass es überhaupt möglich ist - der Hauptgrund, warum ich mir hier Fransen an die Finger tippe.

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5. März 2013 um 12:34

RE: Gemischte Gefühle
Salü silverfigth3

ähm, so wie Du die Verhaltensstrukturen Deines Ex beschreibst, klingt das eher nach einem Egomanen als an einen Menschen mit Verhaltensstörungen oder suchtest Du einfach nur nach einer Erklärung für sein Verhalten und packst ihn nun mal eben in diese Kategorie Borderline um selbst zu verstehen, warum er so ist / war, wie er ist / war?
Nicht jede Verhaltensauffälligkeit kann und sollte man in die Borderline Schublade stecken, weil nicht jede da rein gehört!

Egomanie (von griech. bzw. lat. ego = ich + griech. manía = Raserei; auch Ich-Sucht) ist eine krankhafte Selbstbezogenheit oder Selbstzentriertheit.[1] Der Duden definiert den Begriff als bildungssprachlich für eine krankhafte Selbstbezogenheit.[2]

Die so zugeschriebene Person wird als Egomane bezeichnet und habe das Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen oder interpretiert Abläufe ichbezogen. Egomanie tritt in der Psychopathologie als eines von mehreren Symptomen einer Manie im Rahmen einer bipolaren Störung (manisch-depressive Krankheit) in Erscheinung und wird dabei von Megalomanie (Größenwahn) begleitet. Die Begrifflichkeit Egomanie wird aber vielfach auch rein umgangs- oder alltagssprachlich ohne den Anspruch einer ärztlichen Diagnose verwendet.
(Quelle: Wikipedia.de)

Alles zur Thematik Borderline hat avarrasterne hier sehr gut und flüssig beschrieben.
Wir Grenzgänger wollen nicht bemitleidet werden, denn dies Schadet uns mehr, als das es uns hilft. Wir wollen auch nicht bedauert werden oder zerfließen in Selbstmitleid, alles wonach wir versuchen zu streben ist nach Verständnis, Respekt und Akzeptanz, daran ist nichts verwerflich oder egoistisch, es ist nur ein natürliches Streben, was jeder Mensch in sich hat. Wir sind nicht egoistisch (jedenfalls nicht alle, Ausnahmen gibt es immer) nur weil wir manchmal die Kontrolle über uns selbst verlieren und jeder Partner oder Partnerin, jeder Freund oder Freundin, jedes Familienmitglied bedauert uns nicht deswegen, sondern ist einfach nur da und gibt uns Kraft, Liebe, Verständnis, Vertrauen. Wir hacken aber nicht auf unseren Angehörigen oder Partnern/Partnerinnen rum oder machen sie für alles verantwortlich, geben ihnen nicht die Schuld, für das was passiert oder passiert ist. Dies tun selbst wir SVVler nicht und wenn es passiert ist, dann leiden wir weit mehr als alle anderen um uns herum, denn wir müssen nach den Auslösern suchen die uns zudem getrieben haben uns selbst zu verletzen.

Egoisten/Egomanen tun nichts dergleichen, wenn sie Fehler machen, dann sind niemals sie selbst daran Schuld, sondern prinzipiell alle anderen. Sie sind viel zu selbstverliebt als das sie an andere positiv denken vermögen. Egoisten/Egomanen rasten sehr schnell aus und schlagen dann auch zu oder/und machen einen anders runter, denen kann niemand helfen, weil sie ja keine Hilfe wollen und nicht verstehen können/wollen wozu sie Hilfe bräuchten.
Ich weiß wovon ich hier schreibe, denn mein Vater war ein Egoist vom Scheitel bis zur Sohle, allerdings hatte er nicht zugeschlagen, dafür aber jeden seelisch richtig runtergemacht, angebrüllt und als Versager hingestellt. In seinen Augen waren alle anderen in seinem Umfeld Versager und Lakaien die zu tun hatten, was er gesagt hatte und wer dies nicht tat, wurde von ihm ignoriert oder richtig fertig gemacht. Selbst innerhalb der Familie hatte er jeden versucht zu kontrollieren (was er teilweise auch geschafft hatte, da sich keiner getraut hatte, sich gegen ihn zu stellen) , nur bei mir ging dies immer nach hinten los, da es mich nicht interessiert hat und später habe ich ihn sogar einfach stehen gelassen, wenn er mir gegenüber laut wurde oder ausgerastet ist. Bis zu meinem 8. Lebensjahr hatte allerdings auch ich Angst vor ihm, doch als er mir da dann mal eine Knallen wollte, bin ich einfach gegangen und von da an, war das Eis der Angst ihm gegenüber gebrochen und jedesmal, wenn er wieder ausgeklinkt oder laut geworden ist, hab ich ihn stehen lassen und gewartet bis er sich beruhigt hatte. Nur so kann man Egoisten bezwingen, mache das nun auch bei meinem Schwiegerpaps so. Der ist zwar nicht so extrem wie mein Dad war, aber manchmal reißt bei ihm in mir auch die Ruhe und ich gehe (was auch für ihn gesünder ist , da ich mit Worten sehr gut umzugehen weiß und ich werde dann sehr leise und eiskalt).
Nein, ich bin keine Egoistin, dies würde auch nicht zu mir passen, aber ich weiß mich zu verteidigen und lasse mich weder verbal noch körperlich schlagen!

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28. Mai 2013 um 22:17

Bräuchte mal Hilfe!!!
Salü zusammen!

Nach meinem Ehe-Aus, dem Herz und Seelen Chaos, meinem Total Absturz, komme ich langsam wieder auf die Füße, auch wenn es tierisch schmerzt, da ich meine Frau täglich sehe!
Wir hatten heute eine vielleicht klärende (sie hatte eigentlich nur dagesessen und zugehört. Sie hatte ihre Tränen, die sie ja laut ihrer Aussage nicht hatte, gut unter Kontrolle, aber ich habe sie gesehen), ziemlich heftige Auseinandersetzung. Jetzt fahre ich langsam wieder hoch! Da es meiner " Familie " am Arsch vorbei geht, wie ich mich fühle und was mit mir ist, suche ich selber nach Wegen!
Meine beste Freundin hatte mir angeboten, dass ich zu ihr kommen kann, um wieder meine Ruhe zu finden und Kraft zu tanken, für das was ich vor habe und vor mir liegt, doch die ist in Schleswig-Holstein ! Da oben jetzt eine Klinik für Angst-Panik-Störungen und Borderline (SVV) zu finden, die NICHT mit der Kirche zusammenarbeitet oder von der geleitet wird, ist Hammer hart ! Doch ich gebe nicht auf und ich werde meine Pläne nicht aufgeben, weil ich das brauche, um zu verstehen und zu lernen richtig mit umzugehen!

Kann mir da Bitte jemand helfen oder weiß wer, ob es da Möglichkeiten gibt? Meine Freundin lebt in Süderlügum, also sehr nah an der dänischen Grenze! Hab mich schon dusselig gesucht, aber nix gefunden ! Werde auch noch meinen Doc fragen, am Donnerstag, aber so gut sind die Ärzte ja heutzutage nicht mehr untereinander verbunden wie früher !

Danke Euch!

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28. Mai 2013 um 22:31
In Antwort auf darla_12631353

Bräuchte mal Hilfe!!!
Salü zusammen!

Nach meinem Ehe-Aus, dem Herz und Seelen Chaos, meinem Total Absturz, komme ich langsam wieder auf die Füße, auch wenn es tierisch schmerzt, da ich meine Frau täglich sehe!
Wir hatten heute eine vielleicht klärende (sie hatte eigentlich nur dagesessen und zugehört. Sie hatte ihre Tränen, die sie ja laut ihrer Aussage nicht hatte, gut unter Kontrolle, aber ich habe sie gesehen), ziemlich heftige Auseinandersetzung. Jetzt fahre ich langsam wieder hoch! Da es meiner " Familie " am Arsch vorbei geht, wie ich mich fühle und was mit mir ist, suche ich selber nach Wegen!
Meine beste Freundin hatte mir angeboten, dass ich zu ihr kommen kann, um wieder meine Ruhe zu finden und Kraft zu tanken, für das was ich vor habe und vor mir liegt, doch die ist in Schleswig-Holstein ! Da oben jetzt eine Klinik für Angst-Panik-Störungen und Borderline (SVV) zu finden, die NICHT mit der Kirche zusammenarbeitet oder von der geleitet wird, ist Hammer hart ! Doch ich gebe nicht auf und ich werde meine Pläne nicht aufgeben, weil ich das brauche, um zu verstehen und zu lernen richtig mit umzugehen!

Kann mir da Bitte jemand helfen oder weiß wer, ob es da Möglichkeiten gibt? Meine Freundin lebt in Süderlügum, also sehr nah an der dänischen Grenze! Hab mich schon dusselig gesucht, aber nix gefunden ! Werde auch noch meinen Doc fragen, am Donnerstag, aber so gut sind die Ärzte ja heutzutage nicht mehr untereinander verbunden wie früher !

Danke Euch!

Muss mich ausnahmsweise malkurz fassen...
... war eigentlich grad am PC runterfahren, als die Mailbenachrichtigung kam...

Grundsätzlich: es braucht nicht unbedingt eine auf diese Punkte spezialisierte Klinik, jede psych.Klinik müsste Dich damit annehmen und Dir auch helfen können. Mit Angststörungen sowieso, SVV ist so selten ja auch nicht und BL - nun wir haben nicht nur Fans, aber es sollte sie nicht überfordern.
Wenn Du nicht gerade an irgendwelche Affen gerätst, kommen die damit klar.
In Deiner Situation hast Du auch jederzeit das Recht zu jeder beliebigen Uhrzeit schlicht in der Notaufnahme der psych. Klinik / Station des Krankenhauses aufzutauchen und aufgenommen zu werden - wenn Du gerade bei Deiner Freundin bist - dann dort. Wenn nicht - mach nen soliden Aufstand, Du weisst - sie dürfen Dich nicht abweisen.

Ach ja: der 100. Beitrag in meinem Thread!

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29. Mai 2013 um 2:39
In Antwort auf avarrassterne

Muss mich ausnahmsweise malkurz fassen...
... war eigentlich grad am PC runterfahren, als die Mailbenachrichtigung kam...

Grundsätzlich: es braucht nicht unbedingt eine auf diese Punkte spezialisierte Klinik, jede psych.Klinik müsste Dich damit annehmen und Dir auch helfen können. Mit Angststörungen sowieso, SVV ist so selten ja auch nicht und BL - nun wir haben nicht nur Fans, aber es sollte sie nicht überfordern.
Wenn Du nicht gerade an irgendwelche Affen gerätst, kommen die damit klar.
In Deiner Situation hast Du auch jederzeit das Recht zu jeder beliebigen Uhrzeit schlicht in der Notaufnahme der psych. Klinik / Station des Krankenhauses aufzutauchen und aufgenommen zu werden - wenn Du gerade bei Deiner Freundin bist - dann dort. Wenn nicht - mach nen soliden Aufstand, Du weisst - sie dürfen Dich nicht abweisen.

Ach ja: der 100. Beitrag in meinem Thread!

Danke Süße
Also, meine Freundin hat Klinik da oben gefindet, sie schreibt mir nachher mehr und wenn ich dort bin werde ich da so hinmarschieren und denen sagen was FAKT ist, denn ich weiß, dass ich keine Überweisung brauche ! Die sehen ja meine Arme als Beweis und wenn die mir doof kommen, sag ich einfach, dass ich Suizid-Gedanken habe, dann müssen die wirklich handeln , denn wenn nicht und mir passiert was, kann man die wegen unterlassener Hilfeleistung richtig übel dran kriegen!
Hoffe nur, dass das nicht so eine von der Kirche geführte Klinik ist, weil da kriegen mich keine 10000 Pferde rein! Überall Kreuze *KREISCH* NEIN DANKE! Ich hasse Kreuze, habe ich ne regelrechte Phobie gegen und ich fühl mich ständig beobachtet von den Dingern, auch wenn da nicht Jesus dran klebt... ups sorry, dran hängt !
Genauso dürfen die mich auch nicht zur Einnahme von irgendwelchen Bunten Pillen zwingen, wenn ich dies nicht will oder wenn, wie bei mir ja auch FAKT ist eine sehr große Gefahr dabei besteht! Da ich ja eine sehr starke Medikamenten Unverträglichkeit habe, sowie auf vieles gar nicht reagiere! Dies fällt dann unter Körperverletzung und dafür kann ich denen ganz übel an die Karre fahren !

HEY HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!
Party...

Ich troll mich jetzt Richtung Bett!

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