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Borderline syndrom, bzw. bipolare Störung

23. Mai 2011 um 3:24

ich befürchte ich bin am Borderline syndrom erkrankt, bzw. bipolare Störung.
Ich habe meine Symptome im internet eingegeben und bin auf Informationen beider Krankheiten gestossen. ich kann mich mit beiden Krankheiten identifizieren, und dass obwohl ich nie vorher davon gehört hatte. Habe mich nur gewundert warum ich mich immer anders verhalte als alle, mich manchmal einfach niemand für voll nimmt, als wenn sie meinen Gedankengängen nicht folgen könnten.
Ich fühle mich in einem Moment euphorisch, denke, ich bin glücklich, habe mein Leben im Griff, helfe sogar anderen Menschen ihr Leben zu organisieren und ihre Probleme zu lösen, und im nächsten moment erscheint mir mein leben eine Zeitverschwendung, ohne jeglichen Sinn, ohne Ziel, ohne Richtung.
Ich habe sehr viele gute Jobs gehabt, und gekündigt aus Langeweile.
Die meisten Menschen denken ich sei sehr organisiert und glücklich und erfolgreich, aber das ist nur mein Bild das ich nach aussen trage.
ich bin sehr egozentrisch, versuche immer im Mittelpunkt zu stehen, Bei meinen Freunden vor allem meine Probleme in den Vordergrund zu stellen. wenn mich etwas belastet kann ich mich auf NICHTS anderes konzentrieren als auf meine Sorgen, ich kann meinen Kopf dann nicht frei machen.
Ich fange auch ständig an zu weinen, wegen Kleinigkeiten, oder einfach wenn ich alleine bin.
Meine Eltern haben sich scheiden lassen als ich ein baby war, seitdem gab es immer gerichtliche Auseinandersetzungen. Mehrmals mussten mein bruder und ich vor Gericht unsere Meinungen äussern, wobei ich nie meine wirkliche Meinung gesagt habe, weil ich von meiner Mutter immer manipuliert wurde.
Ich hatte immer Spass als ich Zeit mit meinem Vater verbrachte, durfte es vor meiner Mutter aber nie zugeben, da sie sich sonst ärgerte. Mein Vater hatte im Grunde genommen Recht was die Meinungen über meine Mutter angelangte, mir tat es allerdings weh es aus seinem Mund zu hören, weil er es immer so aggresiv ausdrückte.
Ausserdem hatte er ein Alkoholproblem.
2003 nahm er sich das Leben, was mich sehr mitnahm, weil ich immer dachte ich hätte alle Zeit der Welt ihn noch richtig kennenzulernen.
Ich wollte anfangen zeit mit ihm zu verbringen, als ich nichtmehr zu hause wohnte, um meine Mutter nicht zu verletzen.
Nun hatte ich eine Mutter die psychisch krank ist, hysterisch, emotional-instabil, auch professionell kein Vorbild da sie sich im leben immer nur durchgeschummelt hat, nie etwas erreicht hat, sich aber als unerkannte Heldin hält.
Ich habe bei ihr auch den Verdacht auf Borderline, ausserdem hat sie die Messikrankheit, was mich als Kind schon immer sehr belastet hat, da es meine sozialen Beziehungen beeinträchtigte nie jemanden zu Hause einladen zu können und keinerlei Ordnungssinn zu haben.
Mein Vater war auf alle Fälle auch psychisch krank, deppressiv. Er hatte keine Freunde, eckte überall an. Hielt sich selbst immer für den Besten, alle anderen waren Verlierer, Weicheier und Taugenichts. Er war immer taktlos und behandelte andere Menschen respektlos mit seiner direkten art.
Ich bin momentan in Neuseeland, war die letzten 10 Jahre immer weit weg von meiner Familie, um nicht an meine Probleme erinnert zu werden.
In meinem Leben kommt mir alles sinnlos vor. Als wenn ich zu viele Optionen habe. Egal wie ich mich entscheide, alles zwar machbar wäre, mich aber nie auf Dauer glücklich macht.
Wegen Jobmöglichkeiten und Sicherheit würde ich gerne wieder zurück nach Deutschland gehen. Aber ich wüsste gar nicht wie ich das am besten anpacke. Nachdem man 10 Jahre aus Deutschland weg war ist es garantiert sehr kompliziert mit Bürokratie usw.
Obwohl ich in Deutschland mit meiner Depression vielleicht besser aufgehoben wäre, vielleicht sogar einen Klinikaufenthalt machen würde. Das kann nicht so weitergehen, weil ich in meinem Leben nichts erreiche, nurso vor mich hinlebe, jeden Tag einfach nur rumkriegen.
Aber es reizt mich auch einfach nur in der Weltgeschichte herumzuschwirren. Ohne Verantwortung, weit weg von meiner Familie, die mich nur an die Probleme erinnern.
Wenn ich meine Höhepunkte habe bin ich sehr umgänglich, witzig, charmant, und lerne sehr schnell neue Leute kennen, da würde mir keiner glauben , dass in mir so eine absolute Leere herrscht. Wenn ich nicht das Mitleid gegenüber meiner Familie hätte, hätte ich mir schon lange das Leben genommen. Aber ich denke immer sie können ja gar nix dafür.

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23. Mai 2011 um 9:39

Hallo,
du willst, dass es anders wird? Dann verändere dein Leben!
Eine Therapie - ob nun in der Klinik oder ambulant - ist auf jeden Fall nötig, um wieder Struktur in dein Leben zu bringen.
Wie das aber mit der Rückkehr nach Deutschland klappen würde, kann ich dir leider nicht sagen.

Trotzdem viel Erfolg! Phenyce

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26. Mai 2011 um 17:09

Um eine Borderline-Störung..
... zu diagnostizieren, solltest du dich vorher mal bei einem Arzt/ Therapeuten vorstellen. Dann hast Du Klarheit und man kann dementsprechend darauf reagieren. lg

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