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Borderline-jahrelang schubfrei, plötzlich rückfällig

22. Juni 2014 um 20:10 Letzte Antwort: 8. September 2014 um 23:00

Guten Abend liebe Forumgemeinde,

ich habe lange mit mir gehadert ob ich mich jemandem öffne, Familie oder Freunden vielleicht. Ich habe mich dagegen entschieden, deshalb schreibe ich unter einem mehr oder weniger anonymen Aspekt.
Zuerst zu mir: Ich bin 30 Jahre alt, bin verheiratet, habe 2 Kinder und einen Vollzeitjob den ich prinzipell gerne mache. Vor nunmehr 15 Jahren bekam ich die Diagnose Borderline. Davor ging es mir schon bestimmt weitere 2 Jahre schlecht, habe 2 verschiedene Therapeuten gehabt und habe dort quasi mein Pflichtprogramm absolviert. Lange hat es gedauert bis es mir wieder gut ging. Ich mich nach Jahren mit SVV und schweren Depressiven Episoden, langsam wieder ans Licht gekämpft habe. Habe einen Mann kennengelernt, der immer an meiner Seite ist, mich versucht zu verstehen und mir wenn nötig/ möglich stärkend unter die Arme greift. Wir haben unsere Söhne bekommen die ich über alles liebe. Ich gehe Vollzeit arbeiten und ackere mich immer weiter nach vorne...
und plötzlich geht nichts mehr.
Es fing langsam an mit kleinen Ticks und Unsicherheiten, mit Ängsten und Paranioa. Ich tat es ab, kommt bei jedem mal vor. Dann schlich sich wieder meine Wut ein, eine unbezwingbare Müdigkeit, Ungeduld und Gereiztheit. Die Kinder verlangen mir plötzlich alle Geduld ab, mein Mann kann mir nichts recht machen. Ich habe Angst vor den Arbeitstagen. Heulkrämpfe, Niedergeschlagenheit holen mich in immer kürzer werdenden Abständen und immer heftiger werdend ein. Es wird immer schwerer danach wieder meine Maske aufzusetzen... ich muss doch funktionieren!
Und dann letzte Woche, mein Kopf war nur einen kurzen Moment nicht beschäftigt (ich hatte Frei) fiel ich in Rage und habe mir wehgetan. Nach so vielen Jahren ohne!
Was tue ich jetzt nur... mein Mann will, daß ich zum Arzt gehe. Ich bin so zwiegespalten. Ich muss doch stark sein.
Danke für's durchhalten beim lesen des Textes. Und Danke falls Jemand antwortet.

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8. September 2014 um 23:00

Danke für deine Anteilnahme
Danke schön für die lieben, aufmunternden Zeilen!
Tief im Inneren weiß ich, daß du Recht hast. Sich seiner Schwächen bewußt zu werden, zu sein ist momentan eine der schwierigsten Hürden die ich meistern muss. Es bedeutet für mich den Verlust meiner über jahrelang aufgebauten Fassade. Freundschaften von früher, aus meinen ganz schlimmen Zeiten, gibt es nur noch eine... eine wo ich mich nicht verstecken brauche. Aber der Rest wäre sicherlich "schockiert" , was würden die von mir denken und somit auch über mich urteilen?

Solche Gedanken sollten im Bezug auf meine Gesundheit und somit auch auf das Wohlergehen meiner Kinder gleichgültig sein, aber wenn ich ja Vieles bin, Gleichgültigkeit liegt (leider?) nicht im meiner Natur!
Liebe Grüße Annina

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