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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Borderline in der Partnerschaft

Letzte Nachricht: 23. Februar 2014 um 13:54
Z
zera_12724419
19.02.14 um 20:27

Hallo,

Ich würde gerne mal wissen ob jemand Erfahrungen darin hat mit einem/einer Borderline-erkrankten in einer Beziehung zu sein.
Bzw. eher bin ich daran interessiert, ob und wenn ja welche Auswirkungen diese Beziehung langfristig auf den Nicht-erkrankten hat?

liebe Grüsse

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A
an0N_1189750099z
20.02.14 um 10:20

Habe ich
... als Borderliner.

Welche Auswirkungen das auf den Partner hat, hängt m.E. von verschiedenen Faktoren ab.

In erster Linie davon, wie viel der Borderliner selbst tut, um die Auswirkungen auszugleichen. Tun wir nichts oder wenig, zerfetzen wir die Menschen in unserer Umgebung (und uns selbst natürlich auch).

Wissen wir, dass wir etwas tun können, wie wir das machen können, haben es gelernt und tun es auch, kommt es auf die Person des Partners an.
Menschen mit überdurchschnittlich hohem "Helfersyndrom" im Blut würde ich ganz dringend abraten.

Bei Menschen, die selbstbewusst sind, auch mal ihre eigenen Grenzen deutlich anzeigen und ihre eigenen Bedürfnisse notfalls (explizit) einfordern können (weit bevor es zu spät ist...), die beim Thema Rücksicht kontrolliert Mass halten können und vor allem die Fähigkeit haben, nicht persönlich zu nehmen, was nicht persönlich ist - wird es etwas komplizierter als bei gesunden Menschen, dafür intensiver, stärker.

Da Deine Frage aber eigentlich nicht mir galt, habe ich sie gerade meinem Mann gestellt:
also im grunde eigentlich easy, obwohls guenstiger ist S/Mer zu sein, also switch....als vanilla lassen sich manche sachen schwer nachfuehlen, die man zwingend verstehen koennen muss.
wie im echten leben sonst auch...mal tuts weh mal tust andern weh, hauptsache man versucht spass dabei zu haben und nicht alles, also auch gefuehlte und reale einschraenkungen auf die goldwage zu legen

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an0N_1189750099z
20.02.14 um 12:48
In Antwort auf an0N_1189750099z

Habe ich
... als Borderliner.

Welche Auswirkungen das auf den Partner hat, hängt m.E. von verschiedenen Faktoren ab.

In erster Linie davon, wie viel der Borderliner selbst tut, um die Auswirkungen auszugleichen. Tun wir nichts oder wenig, zerfetzen wir die Menschen in unserer Umgebung (und uns selbst natürlich auch).

Wissen wir, dass wir etwas tun können, wie wir das machen können, haben es gelernt und tun es auch, kommt es auf die Person des Partners an.
Menschen mit überdurchschnittlich hohem "Helfersyndrom" im Blut würde ich ganz dringend abraten.

Bei Menschen, die selbstbewusst sind, auch mal ihre eigenen Grenzen deutlich anzeigen und ihre eigenen Bedürfnisse notfalls (explizit) einfordern können (weit bevor es zu spät ist...), die beim Thema Rücksicht kontrolliert Mass halten können und vor allem die Fähigkeit haben, nicht persönlich zu nehmen, was nicht persönlich ist - wird es etwas komplizierter als bei gesunden Menschen, dafür intensiver, stärker.

Da Deine Frage aber eigentlich nicht mir galt, habe ich sie gerade meinem Mann gestellt:
also im grunde eigentlich easy, obwohls guenstiger ist S/Mer zu sein, also switch....als vanilla lassen sich manche sachen schwer nachfuehlen, die man zwingend verstehen koennen muss.
wie im echten leben sonst auch...mal tuts weh mal tust andern weh, hauptsache man versucht spass dabei zu haben und nicht alles, also auch gefuehlte und reale einschraenkungen auf die goldwage zu legen

Eines noch...
... bevor man eine Partnerschaft mit einem Borderliner eingeht, sollte man sich *informieren* - in Hinblick auf: Ursache, Hintergrund, womit muss ich leben können, womit sollte ich leben können (ohne dass es mich zu sehr verletzt!), was kann ich tun, was kann ich nicht tun, was darf ich nicht tun.
Bei jeder Krankheit, ob jetzt Borderline oder Diabetes ist. (nein, das soll kein Vergleich sein)

Und sich dann fragen, ob man das kann - und will!

"Langzeitfolgen" gibt es m.E. eher, wenn man so etwas versucht, weil man ja so sehr liebt und der andere ja nichts dafür kann und man einen Menschen ja nicht im Stich lassen kann, weil der ja krank ist und ähnlichen pathetischen (pardon) Gründen - ohne darauf zu achten, ob man das auch kann - und diesen Preis auch zahlen WILL. (nein, ich meine NICHT "man muss immer nur nachgeben und muss sich kaputt machen lassen"! - ich halte beides für völlig falsch, aber es wird uns gern pauschal allen unterstellt)

Es gibt durchaus nicht wenige Menschen, die mit uns gut zurecht kommen - aber nicht jeder kann das und schon gar nicht jeder will das.

Ich habe es schon geschrieben, aber da uns auch permanent unterstellt wird, wir würden immer nur die Schuld auf andere schieben, lieber noch mal: das geht nur, wenn wir selbst unsere Emotionen kontrollieren und abfangen, ebenso die Wahrnehmungsstörungen, die die meisten von uns haben usw. - das ist immer Bedingung. Anders geht es gar nicht oder nur monatsweise.

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Z
zera_12724419
20.02.14 um 13:45

Erst einmal
vielen lieben Dank für deine Antwort.
Sehr informativ und auch lobenswert das du dich so öffnest.

Der Grund weshalb ich in dem Forum hier diese Frage stelle ist das jemand aus unserem Freundeskreis eine Beziehung hat mit einer Borderlinerin.
Beziehung ist gut, sie sind verheiratet seit 15 Jahren.
Nun hat er die Trennung ausgesprochen. Er wollte diese Ehe schon länger nicht mehr, nun hat er sich neu verliebt und hat den letzten Schritt gewagt.
Was wir regelmäßig mitbekommen haben war, dass sie ihn nirgendwo hat alleine hingehen lassen.
Ständig Anrufe, sms, etc... Sie hat ihm ein schlechtes Gewissen gemacht wie Du hast ja deine Freunde, ich bin alleine, du willst mich nicht mehr und so weiter.
Zu Hause angekommen wurden Türen geknallt, irgendwelche Dinge zerstört.
Am nächsten Tag war meistens alles vergessen.
Solange er bei ihr ist, ist alles gut, geht er aus dem Haus egal wohin ist Ärger vorprogrammiert.
Am Schlimmsten ist es jetzt nach Aussprache der Trennung.
Sie versucht alles von Umarmungen, Zuneigungen zu kriegen über Geschrei, Tische und Schränke zerstören bis hin zu einem angeblichen Selbstmordversuch.
Alkohol spielt eine große Rolle. Es ist passiert, das er nicht da war, sie unmengen an Alkohol getrunken hat und mit Bildern aus vergangenen Zeiten weinend und betrunken bei der gemeinsamen Tochter saß und die Welt nicht verstanden hat. Alle im Umfeld werden in ihre Situation und Gefühlswelt mit einbezogen und er hat Schuld!!
Man muss dazu sagen, das er sie damals gerettet hat. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und ist alleine kaum überlebensfähig, keinen Schulabschluss oder Ausbildung keine finanziellen Rücklagen, arbeitslos, Schulden.
Nach wie vor wird er terrorisiert, sobald er (außer wenn er zur Arbeit geht) und mit Schuldgefühlen bombadiert.
Wir wissen das sie an dem Borderline Syndrom erkrankt ist, dies hat uns ihre Schwester erzählt.
Also was tun?
Eine sehr schwierige Situation für ihn...

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an0N_1189750099z
20.02.14 um 15:23
In Antwort auf zera_12724419

Erst einmal
vielen lieben Dank für deine Antwort.
Sehr informativ und auch lobenswert das du dich so öffnest.

Der Grund weshalb ich in dem Forum hier diese Frage stelle ist das jemand aus unserem Freundeskreis eine Beziehung hat mit einer Borderlinerin.
Beziehung ist gut, sie sind verheiratet seit 15 Jahren.
Nun hat er die Trennung ausgesprochen. Er wollte diese Ehe schon länger nicht mehr, nun hat er sich neu verliebt und hat den letzten Schritt gewagt.
Was wir regelmäßig mitbekommen haben war, dass sie ihn nirgendwo hat alleine hingehen lassen.
Ständig Anrufe, sms, etc... Sie hat ihm ein schlechtes Gewissen gemacht wie Du hast ja deine Freunde, ich bin alleine, du willst mich nicht mehr und so weiter.
Zu Hause angekommen wurden Türen geknallt, irgendwelche Dinge zerstört.
Am nächsten Tag war meistens alles vergessen.
Solange er bei ihr ist, ist alles gut, geht er aus dem Haus egal wohin ist Ärger vorprogrammiert.
Am Schlimmsten ist es jetzt nach Aussprache der Trennung.
Sie versucht alles von Umarmungen, Zuneigungen zu kriegen über Geschrei, Tische und Schränke zerstören bis hin zu einem angeblichen Selbstmordversuch.
Alkohol spielt eine große Rolle. Es ist passiert, das er nicht da war, sie unmengen an Alkohol getrunken hat und mit Bildern aus vergangenen Zeiten weinend und betrunken bei der gemeinsamen Tochter saß und die Welt nicht verstanden hat. Alle im Umfeld werden in ihre Situation und Gefühlswelt mit einbezogen und er hat Schuld!!
Man muss dazu sagen, das er sie damals gerettet hat. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und ist alleine kaum überlebensfähig, keinen Schulabschluss oder Ausbildung keine finanziellen Rücklagen, arbeitslos, Schulden.
Nach wie vor wird er terrorisiert, sobald er (außer wenn er zur Arbeit geht) und mit Schuldgefühlen bombadiert.
Wir wissen das sie an dem Borderline Syndrom erkrankt ist, dies hat uns ihre Schwester erzählt.
Also was tun?
Eine sehr schwierige Situation für ihn...

Leider
bin ich da völlig im anderen Extrem. Ich bin leider nicht eifersüchtig. Gar nicht. Kein bißchen Also im ganzen Leben 2 oder 3 mal als kurzen Stich für weniger als 5min - das kann man glaube ich aus der Statistik heraus lassen.
Das ist vielleicht besser für meinen Mann, aber gut ganz sicher nicht.

Die meisten Borderliner haben ein Problem mit Distanz und / oder Nähe und viele zu grosse (selten zu kleine, manchmal normale) Verlust-Ängste.
Drogen aller Art sind häufig, Selbstverletzung auch - fällt für mich unter Drogen. Der Wunsch, die ganzen Gefühle irgendwie zu betäuben und / oder in eine andere Welt zu flüchten, ist sooooooooo oft soooooooo stark, wir müssen aufpassen wie Hölle, dass wir der Versuchung nicht zu sehr erliegen.

Ansonsten... wir fühlen intensiv. Zu intensiv. Schmerzhaft intensiv. In jeder Richtung.
Irgendwann ist (bei jedem Menschen, nicht nur bei Borderlinern) die Schwelle überschritten, wo man emotional agiert, nicht mehr rational.
Wir überschreiten die sehr schnell und sehr oft, wenn wir das nicht abfangen.

Kennst Du den Ausdruck "rasend vor Schmerzen"/ "wahnsinnig vor Schmerzen"? Nun wir wissen, was gemeint ist. Weil wir das alle schon 1000mal erlebt haben. In so einem Zustand ist man nicht vernünftig, nicht rational, nicht ruhig, nicht besonnen, nicht klug. Man tut Dinge, die man nie tun würde, wenn etwas mehr Verstand online wäre. Man handelt nicht überlegt, nicht durchdacht. Man schlägt um sich oder man zieht sich völlig in sich zurück. Oder eine Kombination daraus.
Das ist bei jedem Menschen so, nicht nur bei Borderlinern. Aber wie gesagt: wir überschreiten diese Schwelle sehr viel schneller und öfter.
Stell Dir den Liebeskummer nach einer Trennung um Faktor 10 bis 15 verstärkt vor - was würdest Du tun? Auch Dinge, über die man sich in einem Forum auslassen könnte, würde ich jetzt mal ganz frech unterstellen.

Das ist das, was ich sagte: Wir müssen unsere Gefühle beherrschen und kontrollieren und abfangen können. Wenn wir das nicht können oder nicht tun, sind wir nicht gesellschaftsfähig.
Ein Partner kann uns dabei *unterstützen* - aber nicht mehr. Den Hauptteil (und das meint so 95%) müssen wir selbst machen, sonst kann es nie funktionieren.

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A
an0N_1189750099z
20.02.14 um 16:12
In Antwort auf zera_12724419

Erst einmal
vielen lieben Dank für deine Antwort.
Sehr informativ und auch lobenswert das du dich so öffnest.

Der Grund weshalb ich in dem Forum hier diese Frage stelle ist das jemand aus unserem Freundeskreis eine Beziehung hat mit einer Borderlinerin.
Beziehung ist gut, sie sind verheiratet seit 15 Jahren.
Nun hat er die Trennung ausgesprochen. Er wollte diese Ehe schon länger nicht mehr, nun hat er sich neu verliebt und hat den letzten Schritt gewagt.
Was wir regelmäßig mitbekommen haben war, dass sie ihn nirgendwo hat alleine hingehen lassen.
Ständig Anrufe, sms, etc... Sie hat ihm ein schlechtes Gewissen gemacht wie Du hast ja deine Freunde, ich bin alleine, du willst mich nicht mehr und so weiter.
Zu Hause angekommen wurden Türen geknallt, irgendwelche Dinge zerstört.
Am nächsten Tag war meistens alles vergessen.
Solange er bei ihr ist, ist alles gut, geht er aus dem Haus egal wohin ist Ärger vorprogrammiert.
Am Schlimmsten ist es jetzt nach Aussprache der Trennung.
Sie versucht alles von Umarmungen, Zuneigungen zu kriegen über Geschrei, Tische und Schränke zerstören bis hin zu einem angeblichen Selbstmordversuch.
Alkohol spielt eine große Rolle. Es ist passiert, das er nicht da war, sie unmengen an Alkohol getrunken hat und mit Bildern aus vergangenen Zeiten weinend und betrunken bei der gemeinsamen Tochter saß und die Welt nicht verstanden hat. Alle im Umfeld werden in ihre Situation und Gefühlswelt mit einbezogen und er hat Schuld!!
Man muss dazu sagen, das er sie damals gerettet hat. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und ist alleine kaum überlebensfähig, keinen Schulabschluss oder Ausbildung keine finanziellen Rücklagen, arbeitslos, Schulden.
Nach wie vor wird er terrorisiert, sobald er (außer wenn er zur Arbeit geht) und mit Schuldgefühlen bombadiert.
Wir wissen das sie an dem Borderline Syndrom erkrankt ist, dies hat uns ihre Schwester erzählt.
Also was tun?
Eine sehr schwierige Situation für ihn...

Sry...
hab das Ende überlesen...

"Was tun" - Du fragst welche Langzeitfolgen es für den Partner hat, wenn er / sie mit einem Grenzgänger zusammen ist, weil Du wissen willst, wie er sich jetzt verhalten kann? *irritiert ist*

=> ich fürchte er kann nichts tun. Sie ist im Moment augenscheinlich völlig der Spielball ihrer Gefühle und daran kann er nichts ändern, ganz egal, was er tut. Er kann die Gefühle nicht abfangen und damit die Folgen nicht, das könnte nur sie selbst - und das braucht 1) das Wissen, *dass* es überhaupt möglich ist (alles andere als selbstverständlich), 2) das Wissen *wie* (sind psychologische Techniken), 3) fürchterlich viel Übung, 4) unglaublich viel Kraft - in einem Moment, wo man gerade völlig am Ende ist und 5) - den Willen, das auch zu tun - nach dem, wie sich Dein Bericht liest, hat sie wohl 0 von 5 Voraussetzungen.
=> Im Grunde kann er sie nur abblocken.

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Z
zera_12724419
21.02.14 um 13:03

Ja...
...0 von 5 Voraussetzungen scheint wirklich wahr zu sein...
Das Schlimme ist, das er nie weiss was als nächstes kommt.
Dafür geht er damit aber wirklich gut um! Ich glaube jeder andere wäre schon aggressiv oder sonst etwas geworden...
Er ist dieses Extremverhalten aber wohl auch schon "gewohnt", er ist immerhin 15 Jahre mit ihr verheiratet....
Ich hoffe, das es für beide gut ausgeht und sie nicht noch zu schlimmeren Mitteln greift. ich habe keine Ahnung wo da Grenzen gesetzt werden...
Nachdenkliche Grüsse

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A
an0N_1189750099z
21.02.14 um 21:27

Beides versucht
ich habe 5 Therapien gemacht (nur die min. 2 Monate gezählt): Ergebnisse: keine Änderung oder Verschlechterung.

Dann habe ich angefangen, zu lernen, statt mir erklären und helfen zu lassen. Dann musste ich noch lernen und üben, aber ich komme inzwischen klar. Tage, wo ich falle und solche, wo es brutal hässlich wird, gibt es immer noch, aber die sind selten genug, dass ich damit leben kann. Be it.

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an0N_1189750099z
22.02.14 um 9:29

Bücher...
kognitive Verhaltentherapie (hauptsächlich), Wahrnehmungsstörungen und -Techniken, Konzentrations- und Fokussierungstechinken (habe ganz dicke Probleme mit Dissoziation in Einzelfällen bis zur dissoziativen Amnesie über mehrere Stunden), Angststörungen.

Ich kann Dir heute gar nicht einmal mehr sagen, welche Bücher genau. In die Uni-Bibliothek und alles aus dem Regal gezogen, was in diese Richtungen ging (und dort war ich dann lange). Danach hatte ich einen Ansatz und eine Vorstellung, welche Techniken ich für mich verwenden kann und wie ich sie auf mich adaptieren muss.

Da ging mir dann auch auf, dass das Konzept der Skills im Grunde fürchterlich schlau und hilfreich ist - und dass es nichts mit der Erklärung und Anpassung von Skills zu tun hat, wenn man jemandem sagt, dass der einen Eis-Akku mit Tuch drum in die Hand nehmen soll, wenn die Sehn-sucht nach Selbstverletzung überhand nimmt. :x Da mir das immer genau NICHTS geholfen hat, habe ich irgendwann nur noch die Augen hoch gerollt, wenn es um das Stichwort "Skills" ging. Mit diesem blöden Eisakku kam man mir in jeder Therapie, da konnte ich 1000x sagen, dass mir das nichts, gar nichts, überhaupt nichts hilft. Irgendwann hat der Eis-Akku selbst getriggert, weil es mich nur noch an enttäuschte Hoffnungen, Frust und Hilflosigkeit erinnerte. Tolle Nummer :x

However... Skills und andere Techniken, die ich für mich verwende:
http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f15495_carriere1-Borderline-von-dem-Gefuhl-in-Gefuhlen-zu-ertrinken-II.html
(bitte in dem Thread keine Unterhaltungen, ich möchte den wirklich als Ideensammlung und so gut es geht verhindern, dass der wieder ausufert und man darin die Ideen gar nicht mehr findet)

Was ich gestern vergessen hatte: ich bin 38.
Bis ich fast 30 war habe ich gebraucht, um herauszufinden, dass ich etwas ändern *kann*, dass ich nicht Spielball meiner Gefühle sein muss. U.a. deswegen schreibe ich mir hier Blasen an die Finger zu diesem Thema, vielleicht hilft es irgendwem, früher heraus zu finden, dass er / sie etwas ändern kann und eher aus dieser ganz persönlichen Hölle für sich selbst - und damit auch für die Menschen in seiner Umgebung - heraus zu finden.

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A
an0N_1189750099z
23.02.14 um 13:54

Ich hasse dich / verlass mich nicht...
... ich habe 3x glaube ich, versucht, zu lesen (wie andere dieser Bücher auch), ich finde das Buch einfach nur furchtbar.
Vielleicht bin ich ja nicht so weit gekommen, aber ich habe Seiten über Seiten darüber gefunden, was schief läuft, was wie warum nicht geht - aber nichts, wie man es ändern kann. Ich muss kein Buch lesen, was auch nur jammert.

Abgesehen davon laufe ich ihn vielen Bereichen ausserhalb der häufigen Schemata, ich hatte noch nie eine on/off Beziehung, vorbei war vorbei, immer. Ich habe noch nie einen meiner Partner gehasst, kann es mir noch nicht einmal vorstellen, was dafür geschehen müsste - usw.

Das einzige Buch dieser Art, was ich mochte, ist "Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen" (Hannah Green) - aber da geht es nicht um BL

Ich wollte wissen, was ich tun kann - deswegen Fachbücher.

Aber ich belasse es jetzt mal dabei, wir sind hoffnungslos OT

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