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Borderline behandeln lassen?

11. September 2016 um 22:04

Hallo...

Mir wurde vor ca 6 Jahren eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Da ich damals meinen Abschluß und eine Lehre machen wollte bekam ich eine ambulante Behandlung mit Antidepressiva. Diese dauerte ca. 3 Monate an. Ich hatte oftmals heftige Rückfälle mit Ritzen und allem was dazu gehört, hatte es aber in den letzten anderthalb Jahren sehr gut unter Kontrolle. Mein Schwarzweiß-Denken, meine negative Selbstwahrnehmung und die pradoxen handlungen auf zwischenmenschlicher Basis waren alles was immer und immer wieder durch kamen.

Inzwischen ist es aber so das ich vor gut einer Woche einen heftigen Korb von meinem Schwarm bekommen habe und auf Arbeit heftig gemobbt werde. Es führte dazu, dass ich mich vor wenigen Tagen wieder geschnitten habe und in ein tiefes Loch aus Depressionen fiel.

Ich möchte mich gerne in eine Therapie begeben, da mich alles zurzeit überfordert, allerdings gibt es einen Haken an der Sache: Ich bin Busfahrerin und habe vor einem Jahr, in einer anderen Firma, meinen Job verloren begründet damit, ich wolle mit dem Bus vor einen Baum fahren. Fakt ist: Ich hatte nie suizidiale Absichten. Vor Gericht bekam ich schließlich auch Recht.

Nun habe ich Angst das eine Therapie mir meinen derzeitigen Job kosten könnte bzw. das Mobbing dadurch verstärkt und meinem Ex-Chef eine Art Siegesgefühl vermittelt wird.

Was soll ich tun?

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12. September 2016 um 20:52

Hallo
Mach eine Therapie.
Es ist doch völlig egal,was jmd anderes über sich denkt.
Du machst die Therapie für dich. Ganz alleine für dich.
Eine Therapie kann dich stabilisieren. Bzw wirst du immer wieder Rückfälle haben, aber du wirst besser mit umgehen können.
Das ist das was zählt. Nicht dein ex Chef oder sonst wer.
Außerdem ist das deine Angelegenheit. Solange du deinen Job gut machst, geht den Rest auch niemanden etwas an.

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13. September 2016 um 8:58

Nun...
... rein rechtlich darfst Du Deinen Job nicht verlieren, weil Du krank bist - Du hast ja nicht zufällig vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen.
Wenn Du die Therapie in einer Klinik machst (was ich in einem schlimmen Schub raten würde, da bringt Dich 45 min pro Woche wohl nicht wirklich weiter), gibt es da üblicher Weise auch Sozialarbeiter, die Dich in solchen Punkten sehr unterstützen können.

Was Kollegen / Chef dazu sagen... Ja, sind halt Menschen, einige können halbwegs vernünftig damit umgehen, andere nicht. Wie es bei Deinen Kollegen aussehen wird, kann hier niemand wissen Aber willst Du weiter in dem Zustad leben, in dem Du jetzt bist, nur damit Deine Kollegen vielleicht ein bißchen besser von Dir denken? So gut denken sie ja jetzt auch nicht von Dir, oder? Aber wenn Du lernst, mit BL besser zu leben, werden andere mit Dir auch besser klar kommen.
Wenn Du nur versuchst, irgendwelchen Schein zu wahren, kostet Dich das dagegen nur sinnlos viel Kraft - die Du sicher im Moment eh nicht hast - und was bringt es?

Ich habe hier schon mal einiges zum Thema Borderline zusammen geschrieben:
http://forum.gofeminin.de/forum/carriere1/__f15495_carriere1-Borderline-von-dem-Gefuhl-in-Gefuhlen-zu-ertrinken-ii.html
vielleicht ist etwas dabei, was Dir hilft - aber mach die Therapie!

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