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Borderline, 98 pro

31. Januar 2009 um 6:55

Hi.
Schwer, bei dem komplexem Thema einen Anfang zu finden, ich versuchs mal.
Es geht um meine Freundin, mit der ich jetzt über 3 Jahre mehr oder wenig zusammen bin.
Ich lernte sie bei einem Freund kennen, der sie kurz als "Sprunghaft" beschrieb, während sie zur Tür kam.
Gut, Liebe auf dem ersten Blick, zwei Monate später war sie von mir Schwanger, Streit um das Sorgerecht ist heute noch an der Tagesordnung. A pro pros Streit, sie ist regelrecht süchtig danach. Ihre "Macken", um es vorsichtig zu formulieren, erwiesen sich nach und nach als Neurosen, Psychosen, Phobien, Manien, Verhaltensstörungen aller Art.
Profilneurosen, Habsucht, die Unfähigkeit irgendwas zu geben, selbst Geschenke , die sie mir zu Weihnachten geschenkt hat, holt sie sich zurück, Frustkäufe sind Tagesordnung.
Freunde verprellt sie regelmässig, in dem sie sich was ausborgt, und nicht zurück gibt.
Sexuell ist sie höchst aktiv und kreativ, sie ist tatsächlich eine Schönheit mit einem brillianten Verstand und einem wunderbarem (schwarzem) Humor. Im Kern ist sie total in Ordnung, sie sagt manchmal, das sie mich mehr liebt, als ich sie jemals lieben könnte.
Ihre Eltern, die seit über 10 Jahren versuchen, ihr zu helfen, haben aufgegeben, weil sie wie ich ausgebrannt sind. Selbst sie sagt mir etwa einmal im Jahr, das sie dringend eine Therapie beginnen müsste, bzw. fachärztliche Behandlung bräuchte. Nur das es wenige Stunden wieder in Vergessenheit geraten ist. Das Jugendamt ist hinter ihr her, die wissen ob ihrer Krankheit.
Das Prekäre; ihre Krankheit ist noch nie diagnostiziert worden, weil sie sich weigert, ihrer Meinung nach sind eh alle Idioten, die sie wegen irgendwas kritisieren. Ihr Verhalten ist oft unsozial bis grausam oder lieblos, egomanisch, und ihre Attacken sind verbal extrem aggressiv, wenn ihr schwaches Nervenkostüm freiliegt. Dann kommen Beleidigungen der übelsten Art, sie verfällt in Fäkalsprache, als ob etwas Abgrund tief böses ihre Seele kontrolliert.
Sie hat mir auch schon anvertraut, das sie sich fühle, dann vom Teufel besessen zu sein.
Unserer Sohn, der jetzt 21/4 Jahre jung ist, bekommt das alles mit. Die Diskrepanzen zwischen "ihrem" und "meinen" Umgang mit ihm erkennt man sofort, er ist ständig unruhig und nörgelig, sie geht nicht auf ihn ein, er darf wirklich alles und setzt ihm keine Grenzen. Bei mir verhält er sich gegenteilig, total ausgeglichen...Wir haben getrennte Wohnungen, anders ginge das auch nicht.
Okay, Leute, ich hab jetzt mal einen kleinen Bruchteil der ganzen -heftigen- Story beschrieben. In kürze bin ich wieder beim Familiengericht geladen, es geht um das übliche; sie will und muss ihn in die Kita bringen, tut es aber nicht, weil... , der hirnrissige Kampf bezgl. des Sorgerechtes geht weiter. Sie will unbedingt, aber...sie selbst versteht nicht, weshalb sie nicht will, aus Angst, das ich oder das Jugendamt ihr den Kleinen wegnimmt, nur das es ihre Hirngespinste sind.
Sie ist eine von den 10%, die sich nicht selbst verstümmeln, auch die "Diagnose" Borderline ist nicht offiziell.
Ich kann ihr nicht mehr helfen, nicht mit meiner Liebe, weder mit Verständnis und Ratschlägen.
Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen aus eurem Verwandten oder Bekanntenkreis erlebt oder gehört?
Grussfrequenzen
snörger

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31. Januar 2009 um 11:50

Hallo,
das hört sich ja alles sehr traurig an
Das wichtigeste was du tun kannst ist deinem Sohn immer zur Seite zu stehen, ein guter, sorgender Vater zu sein, deiner Ex zu zeigen und zu sagen, dass du den Kleinen überhaupt nicht wegnehmen willst. Übrigens: solange sie den Kleinen nicht misshandelt oder vernachlässigt sollte man ihn auch definitiv nicht von ihr wegreissen. Schlechte Erziehung ist kein Grund zum Wegnehmen.

LG

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31. Januar 2009 um 18:26
In Antwort auf tamika80

Hallo,
das hört sich ja alles sehr traurig an
Das wichtigeste was du tun kannst ist deinem Sohn immer zur Seite zu stehen, ein guter, sorgender Vater zu sein, deiner Ex zu zeigen und zu sagen, dass du den Kleinen überhaupt nicht wegnehmen willst. Übrigens: solange sie den Kleinen nicht misshandelt oder vernachlässigt sollte man ihn auch definitiv nicht von ihr wegreissen. Schlechte Erziehung ist kein Grund zum Wegnehmen.

LG

Borderline
@tamika 80
Ich kann "meinem" Sohn nur insofern zur Seite stehen, wie Madame es gerade passt, oder wenn er ihr zu anstrengend wird.
Nach seiner Geburt hat sie einen Antrag auf Erziehungsgeld für 2 Jahre beantragt, ich habe die Vaterschaftsanerkennung unterschrieben.
Der zuständige Sachbeamte erzahlte mir noch, das sie dann das
alleinige Sorgerecht besitzt. So gesehen die dümmste Unterschrift meines Lebens.
Kurioserweise will sie ja das gemeinsame Sorgerecht, aber irgendwie auch nicht. Das ist für einen "normal" denkenden Menschen nicht nachvollziehbar.
Ihre Ausraster sind nicht nur verbaler Natur, sondern sie kann auch Handgreiflich werden, was dann alles andere als lustig ist.

Den recht umgänglichen Jugendamt-Menschen hat sie nun ein volles Jahr regelmäßig Versetzt , weil er einmal im Monat bei ihr zu Hause nach dem Rechtem schauen wollte, bzw. nach der Anmeldung zur Kita fragen. Ihrer Meinung "können die vom Amt ihr gar nichts", hat aber eine Todesangst vor denen.
Vernachlässigen.
Einen Zweijährigen den halben Tag vor der Glotzte sitzen zu lassen und die andere Hälfte bei jeder Witterung mit ihm herumzigeunern, fällt dann auch irgendwann in einer Großstadt wie Hamburg-St Pauli auf. Da will sie zwar wegziehen...aber irgendwie auch nicht. Ein ewiges hin und her ohne Ziel.
Nur das es längst nicht alles an Unerfreulichem ist. Der nächste Termin vor dem Familiengericht [Klager ist das Jugendamt] steht leider mal wieder an...
Liebe Grüße
Snörger

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31. Januar 2009 um 21:47

Borderline
@sechshansi
Schön, das Du nachvollziehen kannst, was ich da durchmache, ohne jetzt in den Selbstmitleidmodus zu gehen.
Sie ist sowas wie ein Grenzfall. Ich habe mich mit einer Hundertschaft von Leuten, also Nervenärzten, Psychologen, auch Heilpraktiker ausgetauscht, es kam immer aufs gleiche hinaus.
Pathologisch eingrenzen kann man ihre Krankheit schwer, weil sie nicht diagnosziebar ist, weil sie sich nicht dazu bekennt und folglich nicht in Behandlung geht.
Ihr Dissoziales Verhalten (ehemals:Soziopathie) grenzt sie natürlich überall aus. Nicht das sie mit Exkrementen um sich wirft oder sich verstümmelt.
Es ist schwer. Gut, nimmt man die sogenannten 7 Todsünden(keine Angst, bin Atheist) als Beispiel, trifft alles auf sie zu. Extreme Eifersucht kommt noch hinzu, unter anderem.
Sie hatte in den letzten drei Jahren mehr als 20 bis 30 Freunde, alle um die dreissig und angeblich Platonischen Charakter. Wenn eine Frau auf der Straße mich nach dem Weg fragt, macht sie mir die Hölle heiß vor Eifersucht.
Oder sie schiebt ihr eigenes Unvermögen prinzipiell auf andere.
In ihrer Entwicklung Stufe ist sie bei 12-13 Jahren hängengeblieben, das zeigt sich seltsamerweise auch an ihrer Gestalt. Sie ist nun Mitte 30, hat aber den Körperbau einer 15 bis 16 Jährigen, sie geht permanent als 20jährige durch, was ihr in der Jugendwahn geprägten Gesellschaft natürlich gefällt.

Sechshansi, ich habe ihr noch vor einigen Monaten vorgeschlagen, das wir doch Heiraten sollten, nur hat sie abgelehnt mit der Begründung, wir würden uns eh nach kurzer Zeit wieder Scheiden.
Einerseits hat sie Todesangst vor einer Trennung, andererseits will sie sich auf nichts festlegen. Sie schätzt meine "unverbindlichkeit". Ich bin nicht der Typ dafür, aber ich kann sie nur an einer sehr langen "Leine halten". Eine gewisse Mitschuld tragen ihre Eltern, die beide zwei Töchter haben. Ihr wurde jeder Wunsch von den Augen abgelesen und erfüllt, es gab keine klaren Linien bezl. Wertebezug, in ihrer Kindheit und Jugend war sie unauffällig und sehr herzlich, machte ihr Abi und zwei Lehren, bis nach dem Ende ihrer ersten Beziehung und gleichzeitig großen Liebe der Riss folgte.
Sie fing an, exessiv zu kiffen, probierte außer Opioide alle Drogen und begann sich die Hörner abzustoßen, allerdings mit mitte zwanzig. Ich war dann nach ca. zehn Jahren wieder ihr erster, wirklicher Freund [bzw. zweiter]. In der Zwischenzeit wurde sie einmal vergewaltigt, später trieb sie ab, nachdem mit irgendeinem anderen mal wieder schluss war.
Das alles ist für sie ein Trauma nach dem anderen, sie neigt zu starken Depressionen, gefolgt von euphorischen Phasen.

Ich denke, das die Angehörigen von Borderlinern nicht zu beneiden sind, inbesondere wenn Liebe (körperlich wie spirituell) mit im grausamen Spiel sind.
Grußfrquenzen
snörger

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2. Februar 2009 um 1:55

Borderline
@ Icecat, hallo

Ist in der Tat erschreckend, wie weit die Art von Geisteskrankheit in den Köpfen der -zumeisst-westlichen Hemisphäre grassiert. Einer Epidemie gleich, nur das in vielen Kreisen der Mantel des Schweigens gelegt wird.
Zumindest ich bin inzwischen der Ansicht, das Borderline so gut wie unheilbar ist.

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3. Februar 2009 um 12:46

Kenn ich alles
ich bin selbst borderlinerin - frag mich was immer du wissen willst.

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3. Februar 2009 um 12:55


Schere nicht alle über einen Kamm!

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3. Februar 2009 um 14:26


"Selbst sie sagt mir etwa einmal im Jahr, das sie dringend eine Therapie beginnen müsste, bzw. fachärztliche Behandlung bräuchte."

das ist echt besser als gar nix.
vielleicht kann man so situationen in der ihr das bewusst wird forcieren.
oder man kann moeglichst alles vorbereiten so das, wenn der moment da ist, man sich sofort ins auto setzen und irgendwo hingurken kann.

allerdings ist ihre skepsis den aerzten gegenueber ja nicht ganz unbegruendet, schliesslich kann keiner ihre krankheit spezifizieren aber jeder haette sicher ne ganz tolle medikation am start...

im uebrigen finde ich es etwas seltsam, das die eltern ihrem kind ueber ein jahrzehnt hinweg erzaehlen es sei geistesgestoert und muesse dringend zum psychater.
also ich weiss ja net wie alt sie ist aber wenn sie sich das ab der pubertaet anhoeren musste, dann ist es doch ganz natuerlich das die frau nen paar derbe macken hat.

und macken sind noch lange keine krankheit, auch wenn andere das gerne so haetten.

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5. Februar 2009 um 11:49
In Antwort auf waheed_12772148

Borderline
@ Icecat, hallo

Ist in der Tat erschreckend, wie weit die Art von Geisteskrankheit in den Köpfen der -zumeisst-westlichen Hemisphäre grassiert. Einer Epidemie gleich, nur das in vielen Kreisen der Mantel des Schweigens gelegt wird.
Zumindest ich bin inzwischen der Ansicht, das Borderline so gut wie unheilbar ist.

DBT!
Lieber Snoerger,

ich habe deinen Beitrag gelesen und möchte dir auch noch etwas dazu sagen. Mit Sorgerecht kenn ich mich nicht aus, aber mit Borderline schon. Mir wurde selbst die Diagnose gestellt, und ich kann sagen: man kann es behandeln. Sogar sehr gut. Borderline ist nämlich keine "Geisteskrankheit" sondern im Wesentlichen eine mangelnde Fähigkeit. Nämlich die Fähigkeit, seine Gefühle wahrzunehmen und zu regulieren. Das mag sich für jemanden, der das ganz automatisch tut, merkwürdig anhören, gibt es aber sehr oft. Mit seinen Gefühlen adäquat umzugehen lernt man im Kleinkindalter - deine Freundin hatte anscheinend nicht das richtige Umfeld, in dem diese Fähigkeit vermittelt wurde. Man kann sich nicht anders verhalten, als man es selbst gelernt hat - wie auch, man weiß es ja nicht besser. Dies soll keine Entschuldigung sein, sondern vielmehr die Erklärung der Probleme und damit der Ansatzpunkt für Veränderungarbeit.
Aber - dafür braucht es Unterstützung. Von jemanden, der sich speziell mit der Borderlinethematik auskennt. Für Borderline gibt es das sogenannte DBT - Programm, in dem genau diese Fähigkeiten für ein stabileres, ausgeglicheneres Leben vermittelt werden. "Psychologe" hört sich so oft nach Medikamenten und Gummizelle an, ist aber, wenn es sich um einen guten handelt, viel mehr ein Lebens-Lehrer, der einem Unterricht gibt wie man sein Leben besser, schöner, zufriedener als bisher gestalten kann. Denn auch deine Freundin ist sicherlich sehr unzufrieden mit ihrer Unstetigkeit, ihren Ausrastern und der Eifersucht, ihrem Gefühl dass sie einfach nicht weiß wo sie hingehört oder wer sie ist. Sie weiß es nicht besser. Daran kann man arbeiten.
Du schreibst, dass deine Freundin manchmal Therapie will, aber meistens nicht. Dahinter steckt sicherlich eine Angst. Versuche diese Angst genauer herauszufinden um sie ihr nehmen zu können und sie so in ihrem Ansatz nach Veränderung zu unterstützen. Nicht nehmen im Sinne von abtun, sondern von rational hinterfragen. Oft besteht die Angst, als krank oder nicht ganz richtig dazustehen (wobei gerade Borderliner, wie du selber schon gesagt hast, meistens sehr intelligente Menschen sind!) Als schwach. Oder als irgendwie "falsch", dass man sein Leben komplett umkrempeln müsste. Darum geht es nicht, vielmehr um die Verbesserung des eigenen Lebens. Es ist doch nicht anders als bei einem gebrochenen Arm - den kann man sehen, und keiner würde sagen guck mal der ist ja gestört! Vielmehr würde man zum Arzt gehen und den Arm schienen lassen. Nicht anders ist es bei seelischen Brüchen. (Ich habe die Erfahrung gemacht dass diese Parallele mit dem bekannten, normalen oft etwas Angst nehmen kann)
Oft hilft es, wenn man auch erstmal gemeinsam zu einer Beratung geht - der andere fühlt sich nicht abgeschoben nach dem Motto "du bist ja krank, du musst dich ändern!!" sondern begleitet. Man könnte generell zu einer Beratung gehen, um zu gucken, wie man sein Miteinander besser gestalten kann (denn dass es bei euch schwierig ist wird sie auch sehen). So kann der erste Kontakt gut hergestellt werden und die Angst vor dem ersten Schritt gemildert werden. Außerdem wird dann ein Psychologe (hoffentlich ein guter) dir und deiner Freundin helfen können und es vielleicht schaffen dass deine Freundin Einsicht zeigt und eine eigene Therapie anfängt (und glaub mir, der wird das besser können als du, der du ihr so nahe stehst!)
Ja, es braucht Willen. Ohne eigenen Willen keine Veränderung. Und den gilt es zu stärken. Borderlineverhalten darf sich nicht lohnen. Wenn sie sich unmöglich und verletzend benimmt will sie meistens eins - Aufmerksamkeit, Trost, Nähe (paradoxerweise). Bekommt sie das auch irgendwann - hat sich ihr Verhalten gelohnt und wird bestätigt. Weggehen, Nicht wahrnehmen. Ich sage immer - kein Applaus für scheiße. Gegen die Wand rennen bis der Schädel so weh tut dass sie was ändern muss. Gutes Verhalten von ihr dann auf jedenfall (!!) positiv stärken, verbal und emotional.

Zum Schluss: ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit einer erfahrenen und auf Borderline spezialisierten Therapeutin und der DBT - Therapie. Mein Freund ist ganz verwundert und positiv überrascht über meine Entwicklung, mein konstruktives Verhalten und meine ausgeglicherenen Art. Noch vor einem Jahr unvorstellbar.
Aber - alles braucht auch seine Zeit und geht nicht von heute auf morgen, aber es geht!
Falls sich deine Freundin als absolut resistent zeigen sollte, kann ich dir noch sagen - Borderliner werden meistens mit 40 Jahren ruhiger. Das ist ja schon mal in absehbarer Zeit
Dir kann ich auch nur empfehlen, die Unterstützung für deine mentale Erholung und dem Umgang mit dieser schwierigen Frau sowie dem Sorgerechtsstreit zu holen. Angehöriger einer Borderlinerin zu sein ist so schwierig und zehrend. Es wird dir gut tun und dich stärken und zeigen, wie du am besten mit deiner Freundin umgehst so dass es dir und ihr gut tut.

Wenn du noch mehr wissen möchtest etc., immer gerne.

Liebe Grüße!

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6. Februar 2009 um 22:14
In Antwort auf beylke_11897951

DBT!
Lieber Snoerger,

ich habe deinen Beitrag gelesen und möchte dir auch noch etwas dazu sagen. Mit Sorgerecht kenn ich mich nicht aus, aber mit Borderline schon. Mir wurde selbst die Diagnose gestellt, und ich kann sagen: man kann es behandeln. Sogar sehr gut. Borderline ist nämlich keine "Geisteskrankheit" sondern im Wesentlichen eine mangelnde Fähigkeit. Nämlich die Fähigkeit, seine Gefühle wahrzunehmen und zu regulieren. Das mag sich für jemanden, der das ganz automatisch tut, merkwürdig anhören, gibt es aber sehr oft. Mit seinen Gefühlen adäquat umzugehen lernt man im Kleinkindalter - deine Freundin hatte anscheinend nicht das richtige Umfeld, in dem diese Fähigkeit vermittelt wurde. Man kann sich nicht anders verhalten, als man es selbst gelernt hat - wie auch, man weiß es ja nicht besser. Dies soll keine Entschuldigung sein, sondern vielmehr die Erklärung der Probleme und damit der Ansatzpunkt für Veränderungarbeit.
Aber - dafür braucht es Unterstützung. Von jemanden, der sich speziell mit der Borderlinethematik auskennt. Für Borderline gibt es das sogenannte DBT - Programm, in dem genau diese Fähigkeiten für ein stabileres, ausgeglicheneres Leben vermittelt werden. "Psychologe" hört sich so oft nach Medikamenten und Gummizelle an, ist aber, wenn es sich um einen guten handelt, viel mehr ein Lebens-Lehrer, der einem Unterricht gibt wie man sein Leben besser, schöner, zufriedener als bisher gestalten kann. Denn auch deine Freundin ist sicherlich sehr unzufrieden mit ihrer Unstetigkeit, ihren Ausrastern und der Eifersucht, ihrem Gefühl dass sie einfach nicht weiß wo sie hingehört oder wer sie ist. Sie weiß es nicht besser. Daran kann man arbeiten.
Du schreibst, dass deine Freundin manchmal Therapie will, aber meistens nicht. Dahinter steckt sicherlich eine Angst. Versuche diese Angst genauer herauszufinden um sie ihr nehmen zu können und sie so in ihrem Ansatz nach Veränderung zu unterstützen. Nicht nehmen im Sinne von abtun, sondern von rational hinterfragen. Oft besteht die Angst, als krank oder nicht ganz richtig dazustehen (wobei gerade Borderliner, wie du selber schon gesagt hast, meistens sehr intelligente Menschen sind!) Als schwach. Oder als irgendwie "falsch", dass man sein Leben komplett umkrempeln müsste. Darum geht es nicht, vielmehr um die Verbesserung des eigenen Lebens. Es ist doch nicht anders als bei einem gebrochenen Arm - den kann man sehen, und keiner würde sagen guck mal der ist ja gestört! Vielmehr würde man zum Arzt gehen und den Arm schienen lassen. Nicht anders ist es bei seelischen Brüchen. (Ich habe die Erfahrung gemacht dass diese Parallele mit dem bekannten, normalen oft etwas Angst nehmen kann)
Oft hilft es, wenn man auch erstmal gemeinsam zu einer Beratung geht - der andere fühlt sich nicht abgeschoben nach dem Motto "du bist ja krank, du musst dich ändern!!" sondern begleitet. Man könnte generell zu einer Beratung gehen, um zu gucken, wie man sein Miteinander besser gestalten kann (denn dass es bei euch schwierig ist wird sie auch sehen). So kann der erste Kontakt gut hergestellt werden und die Angst vor dem ersten Schritt gemildert werden. Außerdem wird dann ein Psychologe (hoffentlich ein guter) dir und deiner Freundin helfen können und es vielleicht schaffen dass deine Freundin Einsicht zeigt und eine eigene Therapie anfängt (und glaub mir, der wird das besser können als du, der du ihr so nahe stehst!)
Ja, es braucht Willen. Ohne eigenen Willen keine Veränderung. Und den gilt es zu stärken. Borderlineverhalten darf sich nicht lohnen. Wenn sie sich unmöglich und verletzend benimmt will sie meistens eins - Aufmerksamkeit, Trost, Nähe (paradoxerweise). Bekommt sie das auch irgendwann - hat sich ihr Verhalten gelohnt und wird bestätigt. Weggehen, Nicht wahrnehmen. Ich sage immer - kein Applaus für scheiße. Gegen die Wand rennen bis der Schädel so weh tut dass sie was ändern muss. Gutes Verhalten von ihr dann auf jedenfall (!!) positiv stärken, verbal und emotional.

Zum Schluss: ich selbst habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit einer erfahrenen und auf Borderline spezialisierten Therapeutin und der DBT - Therapie. Mein Freund ist ganz verwundert und positiv überrascht über meine Entwicklung, mein konstruktives Verhalten und meine ausgeglicherenen Art. Noch vor einem Jahr unvorstellbar.
Aber - alles braucht auch seine Zeit und geht nicht von heute auf morgen, aber es geht!
Falls sich deine Freundin als absolut resistent zeigen sollte, kann ich dir noch sagen - Borderliner werden meistens mit 40 Jahren ruhiger. Das ist ja schon mal in absehbarer Zeit
Dir kann ich auch nur empfehlen, die Unterstützung für deine mentale Erholung und dem Umgang mit dieser schwierigen Frau sowie dem Sorgerechtsstreit zu holen. Angehöriger einer Borderlinerin zu sein ist so schwierig und zehrend. Es wird dir gut tun und dich stärken und zeigen, wie du am besten mit deiner Freundin umgehst so dass es dir und ihr gut tut.

Wenn du noch mehr wissen möchtest etc., immer gerne.

Liebe Grüße!

Borderline
Hallo DBT
Sie gehört nach Klassifizierung ICD-10 : Emotional instabile Persönlichkeitsstörung; Borderline-Typ. ca. 40 weitere DIN-A4 Seiten dürften folgen, hab jetzt aber keine Lust drauf...

Schön, das Du den Sprung geschafft hast, dich deiner BPS zu stellen und dich therapieren zu lassen. Freut mich wirklich für Dich, eigentlich noch mehr für Deine Angehörigen, für die war es am schwersten.. aber du erkennst es ja.

Diese Diskrepanz zwischen Denken und Handeln ist zb. für mich extrem schwer nachzuvollziehen.

Sie kommt aus einer "ganz normalen Familie", wurde nie geschlagen, ihre Mutter war Pädagogin und Vattern gehobener Angestellter, der Israelische Wurzeln hat. [Diplomat]. Die Eltern wünschten sich zwar durchaus einen Jungen-um den Stammbaum zu sichern..-, liebten ihre Töchter natürlich über alles, ihnen wurde jeder Wunsch erfüllt. Das war natürlich ein Fehler, den mir die Mutter eingestanden hat.
Überhaupt ist das Verhältnis zu den Eltern überaus gut, sie betrachten mich als den Sohn, den sie nicht hatten/haben.
Natürlich passt das meiner Freundin nicht, ihre Eifersucht sprengt dann jede Skala, hinzu kommen Verschwörungstheorien dazu. Und die Angst, ihre Mutter könnte mich mehr lieb haben als sie.. undsoweiterundsofort, etc.pp..

Ich verliere öfters beim schreiben den Faden, wenn ich nicht direkt auf deine Fragen eingehe, entschuldige bitte

Sie hat noch eine jüngere Schwester, war als Kind nicht auffällig. Sie wurde erst auffällig, indem sie beispielsweise ihren Freunden Klamotten entwendete, bzw. sie borgte und nicht zurückgab. Wurde sie darauhin angesprochen, verstand sie diese "spiessige und egoistische Einstellung" nicht, und wurde pampig. Da war sie 16.
Als Kind war sie sehr oft krank, von Lungenentzündung über Hirnhautentzündung oder Krupp, mit Antibiotika wurde sie vollgestopft, später folgten Allergien, und besonders Neurodermitis macht ihr zu schaffen, sie hat manchmal ein oder zwei Pickel auf ihrem Gesicht. Das zieht sie runter, und ihr Selbstwertgefühl leidet zusätzlich.

Die Lage spitzt sich jetzt zu, so das ich bedenken habe, ihren Namen und persönliche Fakten im allgemeinen zu nennen.

Sie ist zb. dauernd auf der Suche nach einen "Bruder", weil sie nie einen hatte. Folglich war sie vor einem Jahr bei einer Israelischen Familie, die gleich neben der Kita wohnt und mit ihrem Vater befreundet ist. Immer, wenn sie unseren Sohn aus der Kita holte, blieb sie dort für einige Stunden, ich war wohl nicht erwünscht, auf jeden Fall wurde ich nie eingeladen.
Mit einen der Söhne von denen war sie dann Monatelang wie verbrüdert, nur, das er irgendwann mehr wollte als Freundschaft. Ergo schlug er mich mit einem seiner Kumpels Krankenhausreif. In ihrer Wohnung, vor ihren Augen und vor den Augen meines damals 14 Monate jungen Sohnes, am Vorabend meines Geburtstages. nicht schön.

Sie trennte sich von diesem Typ, mein Anwalt hat dann erfahren, das der Täter Alkoholiker und Crack-Süchtig war.
Für die Tat bekam das Schwein 8 Monate, zusätzlich zu einer 13 Monatigen Bewährungsstrafe.
Sie hat leider auch keinen gesunden Menschenverstand. Geht völlig vorbehaltlos auf die schrägsten Leute zu, sie lernt einfach nicht dazu.

Vor einer Woche haben wir uns noch einmal getroffen, ein letzter Versuch meinerseits, ihr den Ernst der/ihrer Lage zu verdeutlichen. Sie wollte nur shoppen. Nach einer Stunde habe ich ihr erzählt, was von Amts wegen auf sie zukommt, das sie das Sorgerecht für ihr/unser Kind eventuell verliert und das der Zwerg mir zugesprochen wird, bzw. das Sorgerecht.
Sie ging wie von einer Tarantel gestochen auf mich los, versuchte einfach nur, sie von mir zu halten, wobei ich sie am Mantelkragen und am Hals festhielt. Während dessen beleidigte sie mich in einer Form, die ich hier nicht wiedergeben kann und möchte. Sie schrie mir noch hinterher..

Dann folgte etwas, das nur schwer nachvollziehbar ist; sie ging zur Polizei und sagte dort aus, ich hätte sie grundlos stranguliert und gewürgt, ich hätte sie dabei beleidigt...
Ich nenne es lakonisch "Schubumkehr".

Ihr kann geholfen werden, wenn sie sich zu ihrer speziellen BPS steht, und fachkundige Hilfe annimmt. Sie ist sich durchaus bewusst, das sie als Sonderling es in ihrer (bzw. unser) Gesellschaft sehr schwer haben wird und nicht die Anerkennung findet, die ihr doch so wichtig ist und die sie imho auch dringend braucht. Ihr tägliches Feedback ist teils wichtiger
als Nahrungsmittelaufnahme. How ever, es ist überaus anstrengend, mit ihr auch nur halbwegs klar zu kommen. Zumal ich nicht unbedingt lust habe, infolge ihrer Eskapaden mich einer Psychotherapie zu unterwerfen.
Grußfrequenzen,
Snörger
PS;DBT, ich nehm dein Angebot gerne an, Danke..

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6. Februar 2009 um 22:31
In Antwort auf ransu_12146682


"Selbst sie sagt mir etwa einmal im Jahr, das sie dringend eine Therapie beginnen müsste, bzw. fachärztliche Behandlung bräuchte."

das ist echt besser als gar nix.
vielleicht kann man so situationen in der ihr das bewusst wird forcieren.
oder man kann moeglichst alles vorbereiten so das, wenn der moment da ist, man sich sofort ins auto setzen und irgendwo hingurken kann.

allerdings ist ihre skepsis den aerzten gegenueber ja nicht ganz unbegruendet, schliesslich kann keiner ihre krankheit spezifizieren aber jeder haette sicher ne ganz tolle medikation am start...

im uebrigen finde ich es etwas seltsam, das die eltern ihrem kind ueber ein jahrzehnt hinweg erzaehlen es sei geistesgestoert und muesse dringend zum psychater.
also ich weiss ja net wie alt sie ist aber wenn sie sich das ab der pubertaet anhoeren musste, dann ist es doch ganz natuerlich das die frau nen paar derbe macken hat.

und macken sind noch lange keine krankheit, auch wenn andere das gerne so haetten.

Borderline
@eigentlich

Es war nie die Rede davon, das ihre Eltern, insbesondere ihre Mutter, ihr irgendwas Vorwarf, erst recht nicht, sie sei Geisteskrank.
Ihre Eltern haben so ziemlich alles unternommen, um ihr nur irgendwie zu helfen, haben sie finanziell und mental in jeder Lebenslage unterstützt, über 12 Jahre lang, haben sich von ihr terrorisieren lassen ohne Beispiel, immer in der Hoffnung, es möge sich an dem Zustand ihrer Tochter etwas zum besseren wenden. Hat es dann auch, als sie mich kennengelernt hat, nur das es jetzt wieder abwärts geht.

Grußfrequenzen
Snörger

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6. Februar 2009 um 22:39
In Antwort auf hayfa_11964817

Kenn ich alles
ich bin selbst borderlinerin - frag mich was immer du wissen willst.

Borderline
Hallo Sommerlaune
Es ist natürlich immer besser, mit Betroffenen zu interagieren, als sich sein wissen aus dem Studium hervorzukramen, oder im Netz zu suchen.
Aber es gibt recht gute Foren, wie beispielsweise www.borderline-selbsthilfe.de
Oder in der Wikipedia. Ich komm gerne auf deine Hilfe zurück.

alles Gute
snörger

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7. Februar 2009 um 14:32

Borderline
Hallo!
Kommt mir alles sehr bekannt vor, was du so schreibst. Ich (m) lebe seit 1 Jahr von meiner Frau getrennt, habe mich von ihr getrennt, weil ichs nich mehr ertragen habe. Sie hat vor vielen Jahren ein
schweres Trauma erlitten, wurde vergewaltigt. Wahrscheinlich wurde sie auch als Kind von ihren Eltern auch geschlagen. Sie leidet , soweit ich jetz weiß wohl unter Borderline. Ihr Verhalten is dem deiner Freundin wirklich sehr ähnlich, v.a. was die verbale Aggressivität angeht. Wir haben 2 Kinder
zusammen. Diese leben, zu meinem großen Grauen, bei ihr. Ich bin jetz jedoch stark bestrebt das alleinige Sorgerecht zu erkämpfen. Ich habe da nich mal schlechte Chancen, denk ich. Sie textet mir regelmäßig den Anrufbeantworter voll. Ruft ständig bei mir an, und redet total wirres Zeug. Das macht sie nur seltsamerweise praktisch nur bei mir. Anderen Leuten gegenüber kann sie praktisch völlig normal reden. Das is der Punkt, der mich so stutzig macht: Kann sie mir gegenüber nich anders, oder will sie nich. Sie ritzt sich auch.
Wie geht man mit einem solchen Menschen um? Sie spricht auch ständig von Selbstmord, und dennoch hab ich das Gefühl, daß sie es nich machen wird. Aber auf dieses Gefühl kann man sich ja nich verlassen.
Ich wäre für Antworten dankbar.

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7. Februar 2009 um 17:53
In Antwort auf hayfa_11964817

Kenn ich alles
ich bin selbst borderlinerin - frag mich was immer du wissen willst.

Borderline
Hallo!
Wie kann ich mit dir privat in Kontakt kommen? Meine von mir getrennt lebene Frau hat anscheinend Borderline. Viell. kann ich ja durch dich mehr über die Sache erfahren.

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9. Februar 2009 um 1:45

Borderline
Glaub ich eher nicht.
Frauen, die immerhin 75-80% der Borderliner bilden, denken normalerweise nicht Strategisch.
Ihre Verlassenheits-,und Trennungsangst lassen eine Strategie erahnen, dem ist in der Regel nicht so.

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9. Februar 2009 um 2:26

Borderline
Hi, Sternennacht 2
Nein, Borderline wurde bei ihr nie diagnostiziert, weil sie bisher keinen entsprechenden Neurologen, Nervenarzt, Psychiater etc. konsultiert hat.
Das alles habe ich bisher ausführlich berichtet.

Ihr Vertrauen, besser, das Urvertrauen seitens beider Elternteile, wurde nicht gestört, im gegenteil.

Borderline kann durchaus erbfolglich bedingt übertragen werden.
Das ist einer der Gründe, weshalb BPS oft erst im alter von 20-25 Jahren oder älter durchsickert.

How ever, selbst Experten auf diesem Gebiet graben bislang an der Oberfläche, man kann mehr oder weniger mutmaßen und Hypothesen aufstellen, nur das jeder Fall natürlich total individuell ist.
Aus dem Grunde ist die ganze Ärzteschaft, aus allen Lagern, völlig hilflos. Die Schulmedizin oder Heilpraktik mit all ihren "Erkenntnissen" ächzt hilflos an der Oberfläche, während sich wirkliche Hilfe nur die Oberklasse leisten kann.
Die "Irrenanstalten" haben sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert. Die Leute werden weggeschlossen und mit Medikamenten ruhig gestellt. Für eingehende therapeutische Massnahmen fehlt den Verantwortlichen ZEIT und GELD.
aber das ist natürlich nur meine Meinung, gell..?

Beste Grüße, Gute Nacht
Yonah

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9. Februar 2009 um 2:29

Borderline
Hi, Sternennacht 2
Nein, Borderline wurde bei ihr nie diagnostiziert, weil sie bisher keinen entsprechenden Neurologen, Nervenarzt, Psychiater etc. konsultiert hat.
Das alles habe ich bisher ausführlich berichtet.

Ihr Vertrauen, besser, das Urvertrauen seitens beider Elternteile, wurde nicht gestört, im gegenteil.

Borderline kann durchaus erbfolglich bedingt übertragen werden.
Das ist einer der Gründe, weshalb BPS oft erst im alter von 20-25 Jahren oder älter durchsickert.

How ever, selbst Experten auf diesem Gebiet graben bislang an der Oberfläche, man kann mehr oder weniger mutmaßen und Hypothesen aufstellen, nur das jeder Fall natürlich total individuell ist.
Aus dem Grunde ist die ganze Ärzteschaft, aus allen Lagern, völlig hilflos. Die Schulmedizin oder Heilpraktik mit all ihren "Erkenntnissen" ächzt hilflos an der Oberfläche, während sich wirkliche Hilfe nur die Oberklasse leisten kann.
Die "Irrenanstalten" haben sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert. Die Leute werden weggeschlossen und mit Medikamenten ruhig gestellt. Für eingehende therapeutische Massnahmen fehlt den Verantwortlichen ZEIT und GELD.
aber das ist natürlich nur meine Meinung, gell..?

Beste Grüße, Gute Nacht
Snörger

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9. Februar 2009 um 2:40
In Antwort auf eliot_12297371

Borderline
Hallo!
Wie kann ich mit dir privat in Kontakt kommen? Meine von mir getrennt lebene Frau hat anscheinend Borderline. Viell. kann ich ja durch dich mehr über die Sache erfahren.

Borderline
Hallo, Jens.
Du kannst mich über meine e-m@il-adresse kontaktieren, kein Problem. Kann sein, das meine Adresse gesperrt ist, sollte aber eigentlich nicht sein. In diesem Foren-Regelwerk kenne ich mich noch nicht so gut aus.
Oder via PN.
Viele Grüße
snörger

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9. Februar 2009 um 20:19
In Antwort auf eliot_12297371

Borderline
Hallo!
Kommt mir alles sehr bekannt vor, was du so schreibst. Ich (m) lebe seit 1 Jahr von meiner Frau getrennt, habe mich von ihr getrennt, weil ichs nich mehr ertragen habe. Sie hat vor vielen Jahren ein
schweres Trauma erlitten, wurde vergewaltigt. Wahrscheinlich wurde sie auch als Kind von ihren Eltern auch geschlagen. Sie leidet , soweit ich jetz weiß wohl unter Borderline. Ihr Verhalten is dem deiner Freundin wirklich sehr ähnlich, v.a. was die verbale Aggressivität angeht. Wir haben 2 Kinder
zusammen. Diese leben, zu meinem großen Grauen, bei ihr. Ich bin jetz jedoch stark bestrebt das alleinige Sorgerecht zu erkämpfen. Ich habe da nich mal schlechte Chancen, denk ich. Sie textet mir regelmäßig den Anrufbeantworter voll. Ruft ständig bei mir an, und redet total wirres Zeug. Das macht sie nur seltsamerweise praktisch nur bei mir. Anderen Leuten gegenüber kann sie praktisch völlig normal reden. Das is der Punkt, der mich so stutzig macht: Kann sie mir gegenüber nich anders, oder will sie nich. Sie ritzt sich auch.
Wie geht man mit einem solchen Menschen um? Sie spricht auch ständig von Selbstmord, und dennoch hab ich das Gefühl, daß sie es nich machen wird. Aber auf dieses Gefühl kann man sich ja nich verlassen.
Ich wäre für Antworten dankbar.

Bordeline
Hallo Jens
Ich habe total vergessen, das deine Frau vergewaltigt wurde. Sorry.
Dadurch kann sich natürlich ein latenter Männerhass entwickeln.
Dieser Hass wird verstärkt, wenn die betreffende Person sich unverstanden fühlt, von ihrer Umwelt verlassen.
So steigert sich das Trauma der Vergewaltigung in einem Strudel von Aggressionen, der auch vor ihren Kindern nicht halt macht.
Innere Spannungen verstärken das Gefühl der Ohnmacht, nach jedem Ausbruch ist sie wieder "entspannt", und leidet unter ihren Taten, entschuldigt sich dann bei Dir/ bei Deinen Kindern.

Durch Traumen entstehen sehr oft [versteckte] Verhaltensstörungen, wie zb. Borderline.

Bis dann,
Sven

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10. Februar 2009 um 3:57

Borderline/ Unendliche Geschichte
Hy, t4you

"live long and prosper", der Spruch ist mir allgegenwärtig.
Schade, das auch Du diesen ganzen Horror mitmachen musstest, bzw. ertragen hast.
Ich möchte mit Dir absichtlich nicht via PN diskutieren, weil ich der Ansicht bin, das "Borderline" in der Gesellschaft zu unbekannt, respektive, es wird verdrängt.
Tatsächlich ist es einfacher, der/die Betroffene hätte Krebs, oder Querschnittsgelähmt, das ließe sich eingrenzen, man wüßte, womit man zu kämpfen hat. Der "Feind", also die Krankheit, hätte ein Gesicht. Da wir aber wissen, das es bei Borderline aber nicht so ist, und die Phychosen und Neurosen, all die Ängste und Aggressionen unser ehemals "lieben" und Geliebten in sich verschwimmen, sind wir, die Angehörigen zur Ohnmacht verdammt.
Das klingt jetzt recht theatralisch, ist aber nun mal Tatsache.
Es ist wie bei einem kranken Tier. Ein Hund zB. kann sein Leiden verbal nicht mitteilen, er siecht vor sich hin, schaut uns hilflos in die Augen und frisst nicht.
Der Vergleich mag einigen etwas pietätlos vorkommen, nur ist die Ohnmacht in etwa gleich anstrengend.
Ich für meinen Teil hab alles versucht, und bin relativ ausgebrannt. Ich liebe meine Freundin noch, aber das einst starke und treibende Gefühl schwindet. Es heisst, man soll sich die Rosinen aus einer langen Beziehung rauspicken. Ich für mein Teil versuche, nicht über uns zu nachzudenken, ertappe mich trotzdem ständig dabei.

Irgendwann hasst man diese scheiß Krankheit. Wie verrückt es klingt, aber ich würde mir meine linke Hand abtrennen, wenn ihre verdammte BPS mittels einer simplen Tablette verschwinden möge, selbst wenn es ein Jahr dauern würde.

Dann ihre dauernd Freundschaften mit irgendwelchen Typen, die ich nicht kenne, mein Sohn verliert mit seinen 2 1/2 Jahren auch bald den Überblick. Ihre Schwester, die beiden waren einst unzertrennlich. Nebenbei, eine schöner als die andere...
Es gibt Momente, wo ich alle Fotos von ihr, bzw uns, von meiner Festplatte löschen möchte.

Das ist zwar nichts neues, aber sie und ihre "Artgenossen" spüren kaum, wie sehr sie ihre Angehörigen mit nach unten ziehen und krank machen. Irgendwann stellt sich selbst der Hartgesottenste die Frage, wofür diese Qual, wenn kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist.

Okay, schluss für heute.
Grussfrequenzen
Snörger

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10. Februar 2009 um 20:44

Ich habe ein ähnliches Problem...
...wie Deine Ex Freundin...

Hallo erstmal
Ich bin eben über Deinen Text gestolpert und das was Du da erzählst erinnert mich - an mich...
Traurig aber wahr, da ich jetzt hier nicht alles "platttrampeln" möchte, kannst Du mich bei Interesse über einen Austausch gerne anmailen. Ich habe mich kurz vor Weihnachten in Therapie begeben und kann nur sagen, dass ich über diesen Entschluss echt glücklich bin!
Ich würd mich freuen von Dir zu hören, meine Email: neljoy@gmx.net
herzliche Grüße aus dem schönen Hamburg,

neljoy

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11. Februar 2009 um 11:10

Schwieriger Weg
Hei snörger,

leider kannst Du ihr überhaupt nicht helfen, sie muss sich da selbst helfen, solange sie keinen Grund findet etwas zu ändern, wird sie dieses Schema hemmungslos weiter ausleben. Sie findet ja genug Nährstoff um ihr Verhalten beizubehalten und dieses auch schamhaft weiter auszuleben. Ganz schmerzlich betroffen ist Dein Sohn in diesem teuflischen Kreislauf und der muss da schleunigst raus.
Die Diagnose Borderline ist auch super schwer zu diagnostizieren es würde auch schon die Vorstufe der manischen Depression ausreichen. Die typische Fäkaliensprache gehört leider dazu auch das hineinsteigern in die eigen agressive Welt, wo der Partner überhaupt keinen Durchblick mehr hat warum der andere so dermassen negativ abgeht, alle gut gemeinten Ratschläge, Hilfsangebot usw usw usw werden so was von dermassen in den Mond geschossen, das man dies absolut nicht mehr nachvollziehen kann. Merkt sie das ihr die Felle schwimmen gehen, denn dann hat sie das Gefühl das keiner mehr ihr Spiel mitspielen will, dann legt sie den Schalter um und stimmt auf einmal Besserungsvorschlägen zu, wie z.B. ich muss dringend eine Therapie mache usw usw usw. Das dies nach ein paar Std. in die völlige Vergessenheit geraten ist, ist ganz normal, weil sie in dem Moment lügt wie gedruck und in keinster Weise dahinter steht. sobald sie merkt, mit ihrer Aussage hat sie wieder gewonnen, kann sie mit ihrem Spiel weitermachen. Nur leider ist es für sie keine Spiel, es ist ihre eigene wahre und bittere Welt, mit der sie nicht fertig wird, die sie auch nicht erkennen will und vor allem auch nicht alleine kann, von daher leitet sie dies an ihre Menschen weiter die sie lieben und die helfen wollen. Nur wie gesagt man kann nicht helfen, helfen muss sie sich selbst und anscheinend muss sie erst so tief stürzen bis sie erkennt das sie handeln muss. Das ist ein sehr schmaler Pfad zwischen Leben und Tod, leider gibt es in dieser Rubrik immer noch genügend Suizidopfer. Auf jeden Fall muss Dein Sohn geschützt werden, denn er kann am allerwenigsten dafür, klar macht das Jugendamt ihr Angst, es könnte ja die Gefahr bestehen, das ihr Druckwaffe entwendet wird, der Spielball somit ins Aus gerät. Entschuldige bitte diese kalte Übersetzung da es sich um einen Menschen handelt, der Dein Sohn ist und ein liebenswürdiges Leben verdient. Aus ihrer Sicht ist er ihr absoluter Halt. Aber ein Halt wo sie ihr Leben nicht ändern muss, warum auch es funktioniert doch alles so super. Es ist ein schwieriger Grad um da einen Durchbruch zu erlangen, den wird sie wohl nur selbst erlangen in dem sie einen Psychotherapeuten aufsucht der sie wohl oder übel dann in eine Klinik einweisen muss, wo sie selbst an sich arbeiten kann, erkennen kann was mit ihr ist und dies dann auch wandeln kann, aber es wird ein harter Weg werden und nichts ist leichter wieder ins alte Schema zu verfallen wenn sie nicht am Ball bleibt. Aber auch hier muss die Erkenntnis ehrlich von ihr aus kommen, sonst hat sie keine Chance. Und die die sie lieben oder besorgt sind, werden ein Leiden ohne Ende erleben. Aufgeben??? Keine Kraft mehr??? Nur allzu verständlich. Auch ich habe aufgegeben, da ich eine Ehe geführt habe die gleiches erleben musste. War es wirklich aufgeben? Nein war es nicht, es war der eigene Erhalt meines Lebens. Aufgeben musste ich nur mein Wunschdenken das ich helfen konnte, mehr nicht. Hört sich hart an ist aber leider so. auch heute noch in der Scheidungsphase kommen mir Dinge zu Ohren die der Fäkaliensprache so was von mächtig sind, das selbst die Fäkalien rot werden und der Teufel noch was dazu lernen könnte, auch die ständigen Schwankungen zwischen es wird eine gute und einvernehmliche Trennung geben bis zum puren Kriegstanz sind nach wie vor gegeben. Wenn man selbst lernt loszulassen ist ein grosser Teil der eigenen Heilung schon erreicht. Glücklicherweise hatten wir keine Kinder, das wäre sonst ein furchtbares Tauziehen geworden. Bei uns sind Tiere vorhanden, die teilweise entführt wurden um als Druckmittel eingesetzt zu werden, diese wurden über Gericht und Polizei wieder zurück gebracht, nervenaufreibend schon genug, auch wenn ich wusste er würde denen nichts tun, blieb eine Gewisse Angst zurück. Und ich denke auch nicht das sie dem Kind etwas antun würde, aber ganz ausgeschlossen ist dies auch nicht, darum denke ich sollte man das Kind wirklich aus der Schusslinie nehmen, auch wenn es eine schlimme Geschichte ist, das Kind von der Mutter zu trennen, aber ihr könnte das helfen. In einem zweiten Fall meiner Erfahrung hat sich das Kapitel psychisch Erkrankter mit meiner Schwägerin ganz alleine gelöst, als sie einen hellen Moment hatte -sie war lange Zeit in Kliniken und dann und wann auch mal wieder zu Hause- und merkte das sie sich selbst nicht helfen konnte und sie somit sich selbst, ihrem Mann und ihren Kindern nur zu Last fiel, schmiß sie sich vor einem Zug. Vor gut einem Jahr wurde sie beerdigt und hat so ihre eigene Ruhe gefunden. Der unschönste Weg aller Wege.
Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich selbst und Deinen Sohn und vor allem viele positive Gedanken.
Viele Grüsse
nutellapur

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12. Februar 2009 um 2:01
In Antwort auf aijana_12151672

Schwieriger Weg
Hei snörger,

leider kannst Du ihr überhaupt nicht helfen, sie muss sich da selbst helfen, solange sie keinen Grund findet etwas zu ändern, wird sie dieses Schema hemmungslos weiter ausleben. Sie findet ja genug Nährstoff um ihr Verhalten beizubehalten und dieses auch schamhaft weiter auszuleben. Ganz schmerzlich betroffen ist Dein Sohn in diesem teuflischen Kreislauf und der muss da schleunigst raus.
Die Diagnose Borderline ist auch super schwer zu diagnostizieren es würde auch schon die Vorstufe der manischen Depression ausreichen. Die typische Fäkaliensprache gehört leider dazu auch das hineinsteigern in die eigen agressive Welt, wo der Partner überhaupt keinen Durchblick mehr hat warum der andere so dermassen negativ abgeht, alle gut gemeinten Ratschläge, Hilfsangebot usw usw usw werden so was von dermassen in den Mond geschossen, das man dies absolut nicht mehr nachvollziehen kann. Merkt sie das ihr die Felle schwimmen gehen, denn dann hat sie das Gefühl das keiner mehr ihr Spiel mitspielen will, dann legt sie den Schalter um und stimmt auf einmal Besserungsvorschlägen zu, wie z.B. ich muss dringend eine Therapie mache usw usw usw. Das dies nach ein paar Std. in die völlige Vergessenheit geraten ist, ist ganz normal, weil sie in dem Moment lügt wie gedruck und in keinster Weise dahinter steht. sobald sie merkt, mit ihrer Aussage hat sie wieder gewonnen, kann sie mit ihrem Spiel weitermachen. Nur leider ist es für sie keine Spiel, es ist ihre eigene wahre und bittere Welt, mit der sie nicht fertig wird, die sie auch nicht erkennen will und vor allem auch nicht alleine kann, von daher leitet sie dies an ihre Menschen weiter die sie lieben und die helfen wollen. Nur wie gesagt man kann nicht helfen, helfen muss sie sich selbst und anscheinend muss sie erst so tief stürzen bis sie erkennt das sie handeln muss. Das ist ein sehr schmaler Pfad zwischen Leben und Tod, leider gibt es in dieser Rubrik immer noch genügend Suizidopfer. Auf jeden Fall muss Dein Sohn geschützt werden, denn er kann am allerwenigsten dafür, klar macht das Jugendamt ihr Angst, es könnte ja die Gefahr bestehen, das ihr Druckwaffe entwendet wird, der Spielball somit ins Aus gerät. Entschuldige bitte diese kalte Übersetzung da es sich um einen Menschen handelt, der Dein Sohn ist und ein liebenswürdiges Leben verdient. Aus ihrer Sicht ist er ihr absoluter Halt. Aber ein Halt wo sie ihr Leben nicht ändern muss, warum auch es funktioniert doch alles so super. Es ist ein schwieriger Grad um da einen Durchbruch zu erlangen, den wird sie wohl nur selbst erlangen in dem sie einen Psychotherapeuten aufsucht der sie wohl oder übel dann in eine Klinik einweisen muss, wo sie selbst an sich arbeiten kann, erkennen kann was mit ihr ist und dies dann auch wandeln kann, aber es wird ein harter Weg werden und nichts ist leichter wieder ins alte Schema zu verfallen wenn sie nicht am Ball bleibt. Aber auch hier muss die Erkenntnis ehrlich von ihr aus kommen, sonst hat sie keine Chance. Und die die sie lieben oder besorgt sind, werden ein Leiden ohne Ende erleben. Aufgeben??? Keine Kraft mehr??? Nur allzu verständlich. Auch ich habe aufgegeben, da ich eine Ehe geführt habe die gleiches erleben musste. War es wirklich aufgeben? Nein war es nicht, es war der eigene Erhalt meines Lebens. Aufgeben musste ich nur mein Wunschdenken das ich helfen konnte, mehr nicht. Hört sich hart an ist aber leider so. auch heute noch in der Scheidungsphase kommen mir Dinge zu Ohren die der Fäkaliensprache so was von mächtig sind, das selbst die Fäkalien rot werden und der Teufel noch was dazu lernen könnte, auch die ständigen Schwankungen zwischen es wird eine gute und einvernehmliche Trennung geben bis zum puren Kriegstanz sind nach wie vor gegeben. Wenn man selbst lernt loszulassen ist ein grosser Teil der eigenen Heilung schon erreicht. Glücklicherweise hatten wir keine Kinder, das wäre sonst ein furchtbares Tauziehen geworden. Bei uns sind Tiere vorhanden, die teilweise entführt wurden um als Druckmittel eingesetzt zu werden, diese wurden über Gericht und Polizei wieder zurück gebracht, nervenaufreibend schon genug, auch wenn ich wusste er würde denen nichts tun, blieb eine Gewisse Angst zurück. Und ich denke auch nicht das sie dem Kind etwas antun würde, aber ganz ausgeschlossen ist dies auch nicht, darum denke ich sollte man das Kind wirklich aus der Schusslinie nehmen, auch wenn es eine schlimme Geschichte ist, das Kind von der Mutter zu trennen, aber ihr könnte das helfen. In einem zweiten Fall meiner Erfahrung hat sich das Kapitel psychisch Erkrankter mit meiner Schwägerin ganz alleine gelöst, als sie einen hellen Moment hatte -sie war lange Zeit in Kliniken und dann und wann auch mal wieder zu Hause- und merkte das sie sich selbst nicht helfen konnte und sie somit sich selbst, ihrem Mann und ihren Kindern nur zu Last fiel, schmiß sie sich vor einem Zug. Vor gut einem Jahr wurde sie beerdigt und hat so ihre eigene Ruhe gefunden. Der unschönste Weg aller Wege.
Ich wünsche Dir viel Kraft für Dich selbst und Deinen Sohn und vor allem viele positive Gedanken.
Viele Grüsse
nutellapur

Borderline
Hey Nutelllapur
Baff. Liegt es im Bereich des Möglichen, das du meine Freundin persönlich kennst?
Du spricht mir aus der Seele, du hast die ganze Dramatik um diesen ganzen Dunstkreis der BPS dermaßen gespiegelt, das mir stellenweise unheimlich wurde.
Zum Beispiel, das Hilfsangebote prinzipiell, -obwohl das widersprüchlich ist, das sie keine Prinzipien kennt - abgelehnt, und/oder ins lächerliche gezogen werden.
Ein Beispiel. Heute, besser gesagt gestern Abend, trafen wir uns nach Absprache, weil sie mit unserem Zwerg überfordert war. Wie üblich stellte sich erst später heraus, das sie morgen früh einen Arzt-Termin hat. Bei ihr kommt fast alles um die Ecke, weil sie Angst hat, man könnte Ablehnen.
Was auch schwer zu ertragen ist; sie lernt aus Fehlern nicht, den Mist, den sie heute verzapft hat, ist morgen Geschichte.
Beeinflussung. Selbst Leute, die sie nur äusserst flüchtig kennt, setzen ihr einen Floh ins Ohr, einige negative Sätze über mich genügen, und sie wird orputun.
Es fehlen einfach die grundsätzlichsten sozialen Eigenschaften für ein Leben mit Menschen an sich. Vor 13.000 Jahren wäre sie aus der Sippe ausgeschlossen wurden, oder im Mittelalter den Inquisitoren zum Opfer gefallen. Die 7 "Todsünden", jeder Passus kommt ihr gerecht... Menschen wie sie sind definitiv Beziehungsunfähig, ihre Diskrepanzen ertragen nur Leute, die völlig Gleichmütig ihren Kapriolen gegenüber stehen. In etwa so einen hat sie vor 9 Monaten kennengelernt. Er lässt sich herumkommandieren, Kocht viel und gerne und "Bevatert" sie von vorne bis hinten. Er ist kein schlechter Mensch, nur ist er wie sie depressiv. Hat den gleichen Namen wie ich, und sie möchte, ganz ihrer Messie-Natur, beide für sich zu beanspruchen.

Außenstehende fragen sich sicher, wie sind wir mit diesen Persönlichkeiten überhaupt klargekommen, ohne sich selbst einen Dachschaden einzuhandeln.
Rückblickend auf unser gestriges Treffen, auf dem Heimweg hab ich vor Wut und Verzweiflung fast geheult, die kleine Hobby-Diktatorin hat mich mit ihren Texten&Taten mal wieder geschafft.
Angenommen, sie wäre meine Schwester, hätte ich den Kontakt auf ein Minimum reduziert. Als Freund und Liebhaber ist eine Partnerin wie sie die Hölle auf Erden. Nur gut, das ich die Reißleine zu 4/5 gezogen habe.

Alles Gute
Sven[snörger]

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13. Februar 2009 um 10:15
In Antwort auf waheed_12772148

Borderline
Hey Nutelllapur
Baff. Liegt es im Bereich des Möglichen, das du meine Freundin persönlich kennst?
Du spricht mir aus der Seele, du hast die ganze Dramatik um diesen ganzen Dunstkreis der BPS dermaßen gespiegelt, das mir stellenweise unheimlich wurde.
Zum Beispiel, das Hilfsangebote prinzipiell, -obwohl das widersprüchlich ist, das sie keine Prinzipien kennt - abgelehnt, und/oder ins lächerliche gezogen werden.
Ein Beispiel. Heute, besser gesagt gestern Abend, trafen wir uns nach Absprache, weil sie mit unserem Zwerg überfordert war. Wie üblich stellte sich erst später heraus, das sie morgen früh einen Arzt-Termin hat. Bei ihr kommt fast alles um die Ecke, weil sie Angst hat, man könnte Ablehnen.
Was auch schwer zu ertragen ist; sie lernt aus Fehlern nicht, den Mist, den sie heute verzapft hat, ist morgen Geschichte.
Beeinflussung. Selbst Leute, die sie nur äusserst flüchtig kennt, setzen ihr einen Floh ins Ohr, einige negative Sätze über mich genügen, und sie wird orputun.
Es fehlen einfach die grundsätzlichsten sozialen Eigenschaften für ein Leben mit Menschen an sich. Vor 13.000 Jahren wäre sie aus der Sippe ausgeschlossen wurden, oder im Mittelalter den Inquisitoren zum Opfer gefallen. Die 7 "Todsünden", jeder Passus kommt ihr gerecht... Menschen wie sie sind definitiv Beziehungsunfähig, ihre Diskrepanzen ertragen nur Leute, die völlig Gleichmütig ihren Kapriolen gegenüber stehen. In etwa so einen hat sie vor 9 Monaten kennengelernt. Er lässt sich herumkommandieren, Kocht viel und gerne und "Bevatert" sie von vorne bis hinten. Er ist kein schlechter Mensch, nur ist er wie sie depressiv. Hat den gleichen Namen wie ich, und sie möchte, ganz ihrer Messie-Natur, beide für sich zu beanspruchen.

Außenstehende fragen sich sicher, wie sind wir mit diesen Persönlichkeiten überhaupt klargekommen, ohne sich selbst einen Dachschaden einzuhandeln.
Rückblickend auf unser gestriges Treffen, auf dem Heimweg hab ich vor Wut und Verzweiflung fast geheult, die kleine Hobby-Diktatorin hat mich mit ihren Texten&Taten mal wieder geschafft.
Angenommen, sie wäre meine Schwester, hätte ich den Kontakt auf ein Minimum reduziert. Als Freund und Liebhaber ist eine Partnerin wie sie die Hölle auf Erden. Nur gut, das ich die Reißleine zu 4/5 gezogen habe.

Alles Gute
Sven[snörger]

Borderline
Hei Sven,

nein ich denke das ich Deine Freundin nicht persönlich kenne. Aber ich denke das jeder Mensch der so eine Partnerschaft durchleben musste die gleichen Erfahrungen auf der einen oder anderen Weise erleben und druchleben musste, von daher hören sich diese Erfahrungsberichte relativ ähnlich an und man hat das Gefühl ups kennen die sich.

Ich kenne Deine Gefühle hinsichtlich Eures gestrigen Treffens, das man im Anschluss vor Wut und Verzweiflung am liebsten nur noch losheulen würde, es ist zwar ein Ventil um den eigenen Kummer ein wenig zu lindern aber auf Dauer keine Lösung. Bist Du Dir sicher das Du schon zu 4/5 die Reißleine gezogen hast? Mh ich habe so die leise Vermutung das es noch nicht ganz so viel ist, aber dennoch Du einen guten Weg für Dich einschlagen wirst. Die Erkenntnis das sie beide "Svens" für sich beanspruchen möchte ist auch völlig normal, denn auch sie hat Angst vor dem loslassen. Deine Aussage "Messi-Natur" hat mir gut gefallen und mich an meinen Nochehemann erinnert, Messi trifft auch bei ihm voll und ganz zu, egal ob im Bereich der materiellen Sammelleidenschaft oder des psychischen Mülls der ihn sein Leben lang begleitet, wird immer wieder neu genährt um auch ja nichts von seinem Schmerz zu vergessen. Vielleicht fühlen sich unsere Partner in dieser Schmerzwelt so dermaßen wohl, das sie daraus gar nicht aussteigen wollen. Bei meinem Nochehemann zieht sich dies auch wie ein roter Faden durch sein Leben, jede Beziehung muss wohl die gleichen Qualen durchlebt haben, wie ich sie mit ihm auch durchleben musste, schade und schlimm nur das man am Ende einer Beziehung immer erst dann die ganzen Geschichten zugetragen bekommt, anstatt schon vorher gewarnt zu werden. Vielleicht hätte ich dann so einiges anders angepackt aber so habe ich eine Lebenserfahrung erlernt, die man zwar nicht wirklich braucht, die einen aber schon auf eine Art und Weise das Leben bereichert, ich weiß erst wieder jetzt wie schön das Leben ist seit ich mich von ihm getrennt habe und auch losgelassen habe. Er lebt zwar immer noch auf meine Kosten zum Teil, aber das ist der Preis den ich halt dafür zahlen muss, auch wenn es nicht gerecht ist, egal. Da sitzt auch irgendwann ein Ende dran, Freunde und Familie regen sich da mehr auf als ich mich selbst, denn ich habe für mich einen Weg gefunden wieder freier leben zu können, nicht mehr diesen psychischen Druck haben zu müssen, jeden Tag nach der Arbeit nach Hause kommen zu müssen um zu schauen wie ist seine Laune heute, nicht mehr geduckt durchs Leben gehen zu müssen um nicht was falsches zu sagen was ihn wieder auf die Palme bringt. Das schlimme war immer er hat einmal was gesagt und im nächsten Moment so dermassen wieder umgeschmissen das man echt nicht mehr wusste wo ist vorne und hinten. 2 mal in unserer Ehe hat er es so weit getrieben das er fast unsere Existenz ruinierte, in finanzieller und leider auch in menschlicher Hinsicht. Beim ersten Mal bin ich völlig naiv in die Brandung gesprungen und habe alles auf meine Schulter geladen, glücklicher Weise ist es gut gegangen, es hätte auch ganz schön ins Auge gehen können. Beim 2. mal -ca. 3 Jahre später- habe ich mich zurückgelehnt und zugeschaut wie er in sein Unglück rennt, denn jeder gutgemeinte Ratschlag war bullshit und jedes Aufzeigen von Konsequenzen wurde in den Wind geschossen, selbst ihm absolut anvertraute Freunde sponnen und hatten keine Ahnung vom Leben. Jeder und jedes waren absolut gegen ihn und er war der absolut Grösste. Es kam wie es kommen musste, er verlor seinen super Job, verprellte viele gute Freunde, überzog sein Konto in schwindelerregender Höhe damit er nach außen strahlen konnte was für ein toller Hecht er ist aber im Innenverhältnis saß da ein kleines zorniges Kind, welches dem Schwimmen in der starken Wasserströmung längst nicht mehr gewachsen war. Und was habe ich gemacht, ich habe so gut es ging den Absturz versucht mit Watte auszustaffieren damit der Aufprall nicht zu hart wurde, aber alles konnte ich auch nicht auffangen und so musste ich zusehen wie der Absturz kam, das war zu erwarten. Dann kam das kleine weinende Kind zum Vorschein, welches die Hand der Mutter benötigte die ja wieder alles Gut machte, nur die konnte ich ihm nicht reichen -das war bisher immer so, andere sollten wieder alles klar machen dann brauchte er ja auch nichts wirklich ändern und er fiel bisher immer wieder dadruch auf die Füsse-, das war nicht meine Aufgabe und so wurde er viel zu spät wach und begab sich wieder in eine Therapie, klar wurde mir von ihm eingebläut nur zusammen können wir alles schaffen, gerade finanziell, klar er hatte ja nix mehr und mein Einkommen hatte ich dieses mal geschützt wovon er ja gut lebte, obwohl er selbst genug verdiente. Nur leider hat er die Therapie nicht ernst genommen, er schluckte zwar Unmengen an Psychotabletten und das waren wirklich Hammerteile, nur leider hat er keine Lust gehabt die unterstützende Therapie zu nutzen die den Kern des Problems entknonten sollte -das hatte er ja irgendwie sein Leben lang gemacht diese Therapien aber leider nix umgesetzt-, später begab er sich dort hin als er mekte die Tabletten alleine konnten nichts regeln, nur leider war es da zu spät, er hatte eine Intensivwoche durchlebt und war lt. Therapeuten auf einem super Weg, klar er kann schauspielern ohne Ende und ich merkte in der Mitte dieser Woche das er wieder abdriftet als wir telefonierten und so war es auch, als er wieder heim kam, dauerte es keine Woche bis es wieder zum grossen Knall kam, ich musste in diesen Phasen immer als sein Punchingball herhalten und das war super anstrengend da ich seine Agessionen, Beleidigungen ect. ständig abbekam. Das man dadurch selbst nicht einen an der Psyche bekommt ist eine berechtigte Frage und wie wir mit solchen Partnern auskommen können ist auch eine berechtigte Frage. Ich denke in der Endphase dieser Ehe habe ich sehr viel nicht mehr für voll genommen, mein Unterbewustsein hat schon ein Jahr vorher gewusst das das alles keinen Nährwert mehr hat und wollte früher gehen, aber ich blieb, weil ich diesen Mann geliebt habe, habe ich das wirklich? Teils teils, ich denke es war ein Wunschdenken welches ich zu spät losgelassen habe und die Hoffnung die mich nährte das doch noch alles gut werden würde -wir hatten ja nicht nur schlechte Zeiten, nach seiner ersten Langszeittherapie hatten wir 2 Jahre lang eine wunderbare traumhafte Ehe, die 2 Jahre hatte er später, als er wieder in seine Phase kam als bullshit bezeichnet und da wusste ich das das alles keinen Sinn mehr haben würde, dennoch habe ich es 1,5Jahre weiterhin ausgehalten- starb ganz am Schluss. Und erst wenn diese Hoffnung stirbt, denke ich ist man bereit loszulassen. Verstehst Du was ich meine? Falls Du eine leichte Vermutung hast was ich meine, dann denke ich das Du auf einen guten Weg bist und auch Du einen guten Weg aus diesem Dilema finden wirst. Wenn ich meine Scheidung hinter mir habe, dann denke ich werde ich 4/5 der Reißleine gezogen habe, das letzte Fünftel werde ich noch benötigen um für mich selbst diese Erfahrung zu verarbeiten und auch mal bei mir selbst nachzufragen warum ich das alles so lange mitgemach habe, denn man lebt nur einmal. Aber wie schon vorher erwähnt, bei Dir ist es etwas anders weil Du einen Sohn mit ihr hast.
Ich habe in der Zeit wo mein Ex in einer Klinik war, eine wunderbare Frau kennen gelernt, die selbst dort in Therapie war, sie hätte meine Mutter sein können vom Alter her. Sie war 35 Jahre mit einem psychisch betroffenen Mann zusammen und ist selbst fast daran zerbrochen und so hatte sie die Therapie gestartet, wir hatten viele Jahre noch Kontakt, sie hatte sich dann doch von ihrem Mann getrennt, war auch für sie schwer, aber jetzt lebt sie alleine und hat einen neuen Lebenspartner gefunden die sich gegenseitig schätzen, es war schön mit anzusehen wie ein Mensch wieder aufblühen und Leben kann. Das Geheimnis war "LOSLASSEN" und das dauert halt seine Zeit.
Ich denke die Hölle auf Erden mit so einem Partner haben wir beide durchgemacht und ich hoffe auch das es für uns beide ein gutes Gelingen des Loslassens geben wird. Ich habe mittlerweile gute 500km räumliche Entfernung dazwischen gelegt, was mir unheimlich gut tut, nur die Auseinandersetzung ist damit natürlich nicht umgangen aber der Frieden den ich im Moment finde tut einfach nur unbeschreiblich gut.
Ich hoffe auch das Du bald zur Ruhe kommen darfst.
Liebe Grüsse
Gabi (nutellapur)

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12. März 2009 um 13:46

.....

g zz zg gqä zö


ich liebe diesen satz es sagt alles

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12. März 2009 um 13:49

...
Meine Augen "verheult" meine arme "zerritzt" mein Herz "gebrochen" meine Seele "gequält" mein ich "zerstört"

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19. Juli 2015 um 22:44

Borderline
Mir geht's auch so bin seid 4 Wochen beim Jugendamt und familiengericht . Momentan ist unsere Tochter bei mir . Muss sie morgen für ne Woche abgeben , da bekomme ich es mit der Angst zutun ! Bei ihr wurde bordeline festgestellt sind aber nur überweisungsscheine aber mit nem g versehen also gesichert ! Sie ist die Hölle kümmert sich ein Scheiss um unser Kind und schläft 10 Stunden . Leider glaubt mir keiner sie kann Leute super manipulieren , hat sie in 15 Jahren Krankheit super gelernt sie macht mich und meine Eltern kaputt ! Wäre sie klein , dick und hässlich würde das sicher nicht funktionieren! Sie ist aber ein Traum von einer Frau , hält nur krank ! Ihre Mutter hatte das gleiche und hat sich aufgehangen und der Vater hat auch selbstmord begangen ! Ich kann nur sagen Leute die sooo krank sind bekommen alle Hilfe der Welt ,wenn sie wollen ! Angehörige bekommen einen arschtritt !

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Frühere Diskussionen
19 Jahre mangelndes Selbstwertgefühl und unbeschriebenes Blatt
Von: uthman_12898623
neu
19. Juli 2015 um 21:20
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