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Bitte helft mir

1. Juni 2012 um 17:19

Hey, ich bin 14 Jahre alt und wollte um Hilfe bitten, weil es mir echt nicht gut geht und jeder, mit dem ich geredet habe, keine wirkliche Lösung findet. Also habe ich mich hier angemeldet und hoffe, ihr könntet mir ein paar Tipps geben.
Ich wusste nicht genau, welcher Kategorie ich mein Problem zuordnen soll, weil es vieles in einem zusammenfasst, deshalb entschuldige ich mich, falls ich jetzt doch die falsche gewählt habe.
Wir haben viele Probleme in der Familie und unter anderem ist es die Beziehung meiner Eltern. Schon als kleines Kind habe ich gemerkt, dass sie sich nicht mehr lieben, aber sie sind bis jetzt zusammengeblieben.
Nun ja.. mein Vater hat sich oft an mir vergangen. Ich weiß nicht, wann es angefangen hat, weil ich erst im Nachhinein gemerkt habe, was er da mit mir tut. Dannach habe ich auch versucht, es zu verdrängen, weil Reden schon immer ein Problem in unserer Familie war und ich mich daran gewöhnt habe, alleine zu stehen. Freunde hatte und habe ich viele, aber das Gefühl von Alleinsein kriege ich jetzt nicht mehr weg. Es ist einfach eine unnormal große Angst da, irgendwann verlassen zu werden. Ich weiß nicht, wieso ich dieses Gefühl so stark habe, weil ich auch nie wirklich von jemanden verlassen worden bin.
Immer wieder hatte ich auch Albträume, die vom Muster eigentlich gleich sind: Ich laufe voller Angst vor irgendwas weg, niemand will mir helfen, manche verfolgen mich sogar; am Ende ergebe ich mich, genau da falle ich und bin kurz an einem Ort voll nichts. Dann wache ich auf.
Diese Albträume hatte ich bis ich ca. 12 geworden bin.
Außer diesen Albträumen und dass ich mich selbst ausgeschlossen habe von allem, was mir wichtig schien, ging es mir die Zeit gut und ich konnte meine Gefühle auch gut verdrängen.

Im Oktober 2011 hatte mein Vater einen Schlaganfall. Ab da fing meine schwerste Zeit an.
Die ganze Zeit musste ich daran denken und habe mich verdammt, weil ich ihm nur paar Tage vorher den Tod gewünscht hatte (ja, er hat es wieder gemacht und alle meine Versuche, mich zu wehren, waren nutzlos, er griff fester zu) und trotzdem habe ich mich doch darüber gefreut, dass er diesen Schlaganfall hatte. Ich hasse mich immernoch dafür, bitte haltet mich nicht für einen schlechten Menschen ):
Ganz im Gegenteil: ich versuche alles, um die Menschen glücklich zu machen!!
Aber das führt zu noch mehr Problemen bei mir, weil es vielen meiner Freunde schlecht geht und mich sowas mehr belastet als die Probleme von mir selbst, dazu habe ich, glaube ich, schon viele verletzt, weil ich nie bereit bin, eine wirkliche Bindung einzugehen.

In unserer Familie hat sich mit dem Schlaganfall meines Vaters auch alles verschlimmert.
Meine Mutter hat sich deshalb zu sehr an meinen Vater gefesselt.

Nun geht es mir von Tag zu Tag schlimmer, habe mich auch vor paar Wochen noch geritzt.
Viele sagen, dass es keine Lösung ist, aber man fühlt sich wirklich besser, wenn man sich nicht mal umbringen darf. Habe aber vielen Leuten versprochen, es nicht mehr zu tun und ich halte mich sehr an Versprechen. Nur geht es mir jetzt noch schlimmer.

Jetzt zum Punkt Reden:
Ich habe mit vielen Menschen über meine Probleme geredet, von Fremden bis hin zu meinem Bruder und meiner Schwester.
Am leichtesten viel es mir, mit Fremden zu reden, besonders über Internet.
Dies führte wieder zu einem Problem..
Einem aus unserer Gegend, den ich aber früher wenig kannte, habe ich auch alles erzählt.
Ihm ging es nicht gut, weil seine Freundin Schluss gemacht hat und ich fuhr zu ihm. Leider war ich noch in so einer Phase, wo ich dachte, jeder sei gegen mich und da hatte ich Sex mit ihm. Zudem dachte ich auch, es würde mich ablenken von meinem Vater.
Das war ein Fehler: Mir ging es noch schlimmer und der Junge ist so einer, der ziemlich fieß sein kann, wenn er mal nicht das bekommt, was er will. So hat er das mit meinem Vater rumerzählt, als ich ihn ignoriert habe und dannach auch bei mir auf meiner Facebookseite gepostet, aber immer wenn ich ihm helfen wollte, hat er mich beleidigt oder so.
Bin selber Schuld.
Nach dieser Sache habe ich alles über die Sache mit meinem Vater meinem Bruder und meiner Schwester erzählt.
Mein Bruder wollte es meiner Mutter erzählen, aber das darf er nicht! Sie hatte früher schon mal ein Alkoholproblem (weswegen mein Vater sie öfters geschlagen hat, besonders wenn er selber noch dazu getrunken hat) und sie hat niemanden mehr aus ihrer Famile (wie zb. Mutter und Vater, Geschwister..). Sie würde das nicht verkraften, ihr geht es so schon schlecht. Mein ernst: sie könnte das nicht!
Als ich es geschafft habe, dass mein Bruder es lässt, hat er angefangen, uns zu ignorieren.
Und meine Schwester.. sie ist zwar nur die Stieftochter von meinem Vater, aber sie hat mir erzählt, dass er es bei ihr auch gemacht hat. Sie hat nun ein 3-jähriges Kind und seit sie 15 Jahre ist, immernoch denselben Freund. Anders als ich hat sie versucht, es mit Alkohol und rauchen zu verdrängen, die Schule schaffte sie aber nicht mehr. Nun geht es ihr aber gut.

Ich muss auch noch hinzufügen, dass ich nie ein gutes Mädchen war und keine gute Tochter. Ich habe oft Nacktfotos von mir verschickt, hatte schon viele Exfreunde, bin versaut gewesen (aber geschlafen habe ich nur mit dem einen Jungen), obwohl ich nach meiner Familie mit Jungen nichts zutun haben darf (in so einer Sicht). Schon garnicht, nachdem ich von meiner Mutter mal wegen einem Foto erwischt wurde.. Dazu wurde ich bisexuell. Ich weiß, dass ich viele Fehler gemacht habe und ich hasse mich dafür, aber es hat mich nun mal abgelenkt von dieser Leere, die ich fühle. Ich bereue so viel!

Seit Januar hatte ich meine Tage nicht mehr und meine Schwester ging mit mir zum Frauenarzt, es war nur wegen dem Stress, aber ich bin auch kurz vor einer Op. gewesen. Ich habe jetzt Tabletten, damit ich wieder eine regelmäßige Blutung habe.
Meine Schwindelanfälle und Kopfschmerzen habe ich immernoch.

Ich habe sehr viel im Internet recherchiert und überall steht, dass ich unter starken Depressionen und sogar Borderline leide und umbedingt eine Therapie brauche, aber das geht nicht, weil ich dann meiner Mutter alles erzählen müsste.

Halte es nicht mehr aus!! Würde so gerne sterben..
Ich war schon oft kurz davor, einmal hat mich mein bester Freund abgehalten und nun tut es mein Freund, den ich sehr liebe. Ihn kenne ich zwar nur aus dem Internet, aber ich kann einfach nicht mehr die sein, wie die mich hier alle kennen. Er ist auch wirklich der Junge, der er bei mir ist, das weiß ich, weil ich ihn durch einen früheren Kumpel, der auf meine Schule ging, kenne. Mein Freund hat selber viele Probleme, deshalb verstehen wir uns so gut.
Nur er ist noch das einzige, was mich vor dem Tod hält.
Bitte.. ich brauche Hilfe!!!!!!!!!!

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1. Juni 2012 um 18:14

Danke
Ja, diese Dinge habe ich gefunden, als ich nach etwas Schönem in meinem Leben gesucht habe. Aber ich kann wirklich nicht mehr. Ich versuche, das beste aus allem zu machen, aber es genügt nur ein Satz..
Die Gedanken, die Tränen, der Schmerz.. alles kommt immer wieder, obwohl ich mit allen Mitteln versuche, es zu verdrängen!
Danke trotzdem für diesen Kommentar, echt lieb.

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1. Juni 2012 um 18:16

-
Direktes Reden darüber war noch nie meine Stärke, aber ich versuche es.

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2. Juni 2012 um 5:50

Du bist kein schlechtes kind! eher im gegenteil, du sorgst dich sogar zu viel um andere
du bist erst 14 und musst schon mit so vielen problemen umgehen...
in deinem alter kann man leider noch kein borderline diagnostizieren. da es um eine persönlichkeitsentwicklungsstö rung ist und man mit 14 ja noch in der entwicklung steckt. borderline ist nicht nur das ritzen, dazu gehöören noch einige andere sachen. außerdem solltest du dich nicht jezt schon in eine schublade stecken. im prinzip ist borderline nur eine anzahl von zusammenauftretenden symptomen, die man auch ohne die diagnose behandeln kann, therapeutisch versteht sich.

mein tipp: rede mit deinem arzt darüber, der kann dir bestimmt tipps geben, wie du eine therapie beginnen kannst, denn die solltest du auf jeden fall machen, allein um deiner gesundheit willen!

was das verhältnis zu deiner mutter anbelangt, das kenne ich sehr gut! du versuchst deine mutter zu schützen, was ja echt total lieb ist, aber bitte, halte dir immer vor augen, dass deine Mutter erwachsen ist und sie diejenige ist, die ihre grenzen selbst ziehen muss und verantwortung für sich selbst übernehmen soll.
wenn sie es nicht aushält die wahrheit zu erfahren, dann ist das nicht dein problem, sie ist erwachsen und muss selbst einen weg finden damit umzugehen.
ich weiß, das ist schwierig. ich habe noch heute trotz therapie probleme damit meiner mutter dinge alleine zuzutrauen.
aber meine therapeutin sagt mir immer wieder: ihre mutter ist eine erwachsene frau und kein kind mehr.

du bist erst 14 und deine mutter ist für dich verantwortlich. du bist das kind, sie die mutter.
was mir dann noch auffällt ist dass du sie auch wegen eines alkoholproblems schohnst. ich weiß nicht in wie weit das schon in co-abhängigkeit fällt...

ich bin bei solchen sachen immer dafür auch zum jugendamt zu gehen, denn der zustand geht mal gar nicht!
dein vater muss (auch wenn er dein erzeuger ist) angezeigt werden! lass das nicht mit dir machen!
du hast ein leben vor dir und er zerstört es um sich daran zu ergötzen! was für ein schwein!

vielleicht redest du auch einfach mall mit deiner mutter über alles. manchmal kann eine mutter sowas auch wach rütteln und ihr schafft zusammen den weg von deinem vater los zu kommen.
verschohne deine mutter nicht, denn sie ist erwachsen und muss selber für sich sorgen!
du bist das kind!

ich wünsche dir alles gute und dass du bald ein neues leben beginnen kannst, das glücklicher verläuft für dich!

ach so, du bist ganz und gar nicht schlimm! du hast ein gestörtes verhältnis zur sexualität, aber das ist in anbetracht der umstände leider sogar keine seltenheit. die einen wollen gar keinen kontakt zur sexualität haben und die anderen haben ein übertriebenes verhäältnis zum sex (mit z.b. vielen wechselnden geschlechtspartnern, bis hin zur prostitution).
bisexualität ist nichts schlimmes! das heißt nur, dass du sowohl frauen, als auch männer (bzw. jungs und mädels) anziehend findest und das ist völlig ok!

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2. Juni 2012 um 10:54
In Antwort auf tegan_11859515

Du bist kein schlechtes kind! eher im gegenteil, du sorgst dich sogar zu viel um andere
du bist erst 14 und musst schon mit so vielen problemen umgehen...
in deinem alter kann man leider noch kein borderline diagnostizieren. da es um eine persönlichkeitsentwicklungsstö rung ist und man mit 14 ja noch in der entwicklung steckt. borderline ist nicht nur das ritzen, dazu gehöören noch einige andere sachen. außerdem solltest du dich nicht jezt schon in eine schublade stecken. im prinzip ist borderline nur eine anzahl von zusammenauftretenden symptomen, die man auch ohne die diagnose behandeln kann, therapeutisch versteht sich.

mein tipp: rede mit deinem arzt darüber, der kann dir bestimmt tipps geben, wie du eine therapie beginnen kannst, denn die solltest du auf jeden fall machen, allein um deiner gesundheit willen!

was das verhältnis zu deiner mutter anbelangt, das kenne ich sehr gut! du versuchst deine mutter zu schützen, was ja echt total lieb ist, aber bitte, halte dir immer vor augen, dass deine Mutter erwachsen ist und sie diejenige ist, die ihre grenzen selbst ziehen muss und verantwortung für sich selbst übernehmen soll.
wenn sie es nicht aushält die wahrheit zu erfahren, dann ist das nicht dein problem, sie ist erwachsen und muss selbst einen weg finden damit umzugehen.
ich weiß, das ist schwierig. ich habe noch heute trotz therapie probleme damit meiner mutter dinge alleine zuzutrauen.
aber meine therapeutin sagt mir immer wieder: ihre mutter ist eine erwachsene frau und kein kind mehr.

du bist erst 14 und deine mutter ist für dich verantwortlich. du bist das kind, sie die mutter.
was mir dann noch auffällt ist dass du sie auch wegen eines alkoholproblems schohnst. ich weiß nicht in wie weit das schon in co-abhängigkeit fällt...

ich bin bei solchen sachen immer dafür auch zum jugendamt zu gehen, denn der zustand geht mal gar nicht!
dein vater muss (auch wenn er dein erzeuger ist) angezeigt werden! lass das nicht mit dir machen!
du hast ein leben vor dir und er zerstört es um sich daran zu ergötzen! was für ein schwein!

vielleicht redest du auch einfach mall mit deiner mutter über alles. manchmal kann eine mutter sowas auch wach rütteln und ihr schafft zusammen den weg von deinem vater los zu kommen.
verschohne deine mutter nicht, denn sie ist erwachsen und muss selber für sich sorgen!
du bist das kind!

ich wünsche dir alles gute und dass du bald ein neues leben beginnen kannst, das glücklicher verläuft für dich!

ach so, du bist ganz und gar nicht schlimm! du hast ein gestörtes verhältnis zur sexualität, aber das ist in anbetracht der umstände leider sogar keine seltenheit. die einen wollen gar keinen kontakt zur sexualität haben und die anderen haben ein übertriebenes verhäältnis zum sex (mit z.b. vielen wechselnden geschlechtspartnern, bis hin zur prostitution).
bisexualität ist nichts schlimmes! das heißt nur, dass du sowohl frauen, als auch männer (bzw. jungs und mädels) anziehend findest und das ist völlig ok!

Angst
Ich habe mir alle 9 Symptome durchgelesen und 8 treffen zu. Dazu kommen viele Nebenmerkmale, wie es mal in einem Test erklärt wurde.

Und ich habe Angst, dass meine Mutter sich möglicherweise umbringt.

Danke für die Wünsche und Aufmunterungen, aber ich habe zu sehr Angst, dass sie sich was tut ): Deshalb muss ich das irgendwie geheim halten.

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2. Juni 2012 um 11:56
In Antwort auf mahlah_12241553

Angst
Ich habe mir alle 9 Symptome durchgelesen und 8 treffen zu. Dazu kommen viele Nebenmerkmale, wie es mal in einem Test erklärt wurde.

Und ich habe Angst, dass meine Mutter sich möglicherweise umbringt.

Danke für die Wünsche und Aufmunterungen, aber ich habe zu sehr Angst, dass sie sich was tut ): Deshalb muss ich das irgendwie geheim halten.

Hm..
wenn deine mutter selbstmordgefährdet ist, dann wäre es das beste wenn sie auch in eine therapie gehen würde bzw. in eine psychiatrie. die sind bei akuten gefährdungen am hillfreichsten, weil die deine mutter dann stärker überwachen können als eine therapeutin, die sie einmal in der woche aufsuchen könnte.

ich finde dennoch wichtig, dass du dich jemandem anvertraust der dir dann auch hilfe geben kann.

ich denke, du darfst hier und jetzt deine grenze ziehen!
du bist nicht für das leben deiner mutter verantwortlich.
wenn du sie schützt aus angst, wirst du dir das nie verzeihen und ihr vielleicht vorhalten irgendwann.

ich glaube dir, dass viele der symptome bei dir zu treffen. doch da du erst 14 bist und deine persönlichkeit sich noch in alle richtungen verändern kann, sind es "nur" die symptome und man kann glaub im medizinischen sinne noch nicht von einer persönlichkeitsentwicklungsstö rung sprechen. diagnostizieren tut man es meist erst mit 18, wenn man den großteil der pubertät hinter sich hat.

da du allerdings ja jetzt schon anzeichen aufweist finde ich es umso wichtiger jetzt daran zu arbeiten, dass du uneingeschränkter leben kannst. sprich, du brauchst therapeutische hilfe. du musst dinge verarbeiten dürfen und auch deine mutter als mutter ziehen lassen dürfen.
sie ist die erwachsene und müsste eigentlich dich schützen, nicht umgekehrt.

ich habe auch borderline und weiß daher mit welchen problemen man sichh da rumquält. ich hab leider erst jetzt angefangen daran was zu tun, dabei waren die symptome auch schon seit meinem 16. lebensjahr da.
ich habe meine mutter auch versucht vor allem zu schützen und hab mich dafür zurückgenommen.
jetzt bereue ich es und ich hasse ein stückweit meine mutter dafür, dass sie mir diese bürde gegeben hat.

ich hab sogar schon mal mit ihr darüber geredet und weißt du, was sie zu mir sagte?
--> "du bist doch mein kind. du hättest mich nicht schützen brauchen, weil ich bin alt genug mein leben zu steuern."

meine mutter wollte nie, dass ich sie in schutz nehme und ich denke, wenn ich als kind mehr verantwortung und vor allem ihre nähe verlangt hätte, dann wäre ich vielleicht als freieres kind aufgewachsen. (meine vg war erst mit 21, aber als kind gabs dafür anderes wie mobbing und seelischer missbrauch durch verwandte).

du kannst dir momentan nur selbst helfen, indem du eine grenze ziehst, deine mutter nicht mehr schohnst (sie ist alt genug zu entscheiden, ob sie ihrem kind beistehen will, oder sich umbringt und es dadurch noch mehr im stich lässt) und für dich schaust, dass du hilfe bekommst und von deinem peiniger weg kommst.

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2. Juni 2012 um 12:20
In Antwort auf tegan_11859515

Hm..
wenn deine mutter selbstmordgefährdet ist, dann wäre es das beste wenn sie auch in eine therapie gehen würde bzw. in eine psychiatrie. die sind bei akuten gefährdungen am hillfreichsten, weil die deine mutter dann stärker überwachen können als eine therapeutin, die sie einmal in der woche aufsuchen könnte.

ich finde dennoch wichtig, dass du dich jemandem anvertraust der dir dann auch hilfe geben kann.

ich denke, du darfst hier und jetzt deine grenze ziehen!
du bist nicht für das leben deiner mutter verantwortlich.
wenn du sie schützt aus angst, wirst du dir das nie verzeihen und ihr vielleicht vorhalten irgendwann.

ich glaube dir, dass viele der symptome bei dir zu treffen. doch da du erst 14 bist und deine persönlichkeit sich noch in alle richtungen verändern kann, sind es "nur" die symptome und man kann glaub im medizinischen sinne noch nicht von einer persönlichkeitsentwicklungsstö rung sprechen. diagnostizieren tut man es meist erst mit 18, wenn man den großteil der pubertät hinter sich hat.

da du allerdings ja jetzt schon anzeichen aufweist finde ich es umso wichtiger jetzt daran zu arbeiten, dass du uneingeschränkter leben kannst. sprich, du brauchst therapeutische hilfe. du musst dinge verarbeiten dürfen und auch deine mutter als mutter ziehen lassen dürfen.
sie ist die erwachsene und müsste eigentlich dich schützen, nicht umgekehrt.

ich habe auch borderline und weiß daher mit welchen problemen man sichh da rumquält. ich hab leider erst jetzt angefangen daran was zu tun, dabei waren die symptome auch schon seit meinem 16. lebensjahr da.
ich habe meine mutter auch versucht vor allem zu schützen und hab mich dafür zurückgenommen.
jetzt bereue ich es und ich hasse ein stückweit meine mutter dafür, dass sie mir diese bürde gegeben hat.

ich hab sogar schon mal mit ihr darüber geredet und weißt du, was sie zu mir sagte?
--> "du bist doch mein kind. du hättest mich nicht schützen brauchen, weil ich bin alt genug mein leben zu steuern."

meine mutter wollte nie, dass ich sie in schutz nehme und ich denke, wenn ich als kind mehr verantwortung und vor allem ihre nähe verlangt hätte, dann wäre ich vielleicht als freieres kind aufgewachsen. (meine vg war erst mit 21, aber als kind gabs dafür anderes wie mobbing und seelischer missbrauch durch verwandte).

du kannst dir momentan nur selbst helfen, indem du eine grenze ziehst, deine mutter nicht mehr schohnst (sie ist alt genug zu entscheiden, ob sie ihrem kind beistehen will, oder sich umbringt und es dadurch noch mehr im stich lässt) und für dich schaust, dass du hilfe bekommst und von deinem peiniger weg kommst.

Ich wünsche auch Dir gute Besserung
Ich glaube, ich gehe Montag zum Arzt, mal sehen, was er sagt.
Danke für alles und ich hoffe, Dir wird es auch bald besser gehen

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