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Bitte helft mir!!!

4. Januar 2012 um 1:21 Letzte Antwort: 18. Januar 2012 um 13:12

Hallo! Mein Name ist Elliot und ich bin 19 Jahre alt!
Ich komm mit meinem Leben nicht mehr klar! Ich verstehe überhaupt nichts mehr!
Gut, wo beginne ich am besten?
Gleich vorweg: ich habe keine homosexuelle Neigung, sondern bin seit 1/2 Jahr glücklich in einer Beziehung mit einem Mann. Meine folgende Geschichte könnte nämlich den Anschein erwecken, dass ich mich zu Frauen hingezogen fühle - was aber nicht so ist!
Seit meiner Kindheit spiele ich nun schon Theater und habe seit diesem Zeitpunkt ein gewisses weibliches Vorbild, oder was auch immer? Vielleicht wisst ihr ja, wie man das am besten bezeichnet: Ich wollte ihr immer (bewusst oder gar unbewusst?) zeigen wie gut ich bin und wollte ihr immer alle Geschichten aus meinem Leben erzählen. Ich habe darauf geachtet welche Klamotten ich trug und wollte andauernd Aufmerksamkeit von ihr. Es ging sogar soweit, dass mein Gesicht errötete wenn ich sie sah und ich das Gefühl hatte, als würde mir jemand in meine Magengrube boxen. Das ging bis vor 2 Jahren so. An einem lauen Apriltag, während einer Probe schrie sie mich an und beschimpfte mich von Kopf bis Fuß. Wie unfähig ich eigentlich sei, und dass sie nicht mit mir arbeiten möchte. (Sie selbst hatte eine Woche zuvor gesagt bekommen, dass sie unfähig sei, etc.) Hatte sie Angst dass ich eine Konkurrenz darstellen könnte oder wollte sie einfach ihren Frust loswerden? Ich persönlich entwickelte seit dieser Erfahrung unglaublichen Hass gegen diese Person. Anfangs war ich nur enttäuscht von ihr und musste heulen, wenn ich an diese Probe zurückdenke, aber später war es purer Hass. Komischerweise suchte sie danach Aufmerksamkeit bei mir.
Naja gut, in der Zwischenzeit entwickelte ich eine schleichende Essstörung in Richtung Magersucht und das war natürlich ein gefundenes Fressen für diese besagte Person. Sie zog mich immer damit auf, dass ich immer dünner wurde und meinte, ich solle doch einfach etwas essen. Wie ihr vielleicht wisst, ist das nicht so einfach von einer Sucht loszukommen.
Währenddessen fand ich mir in der Schule ein weiteres weibliches Vorbild - eine Lehrerin. Sie hatte die perfekte Figur, und wer weiß, vielleicht war sie sogar daran schuld dass ich magersüchtig wurde. Ich wollte einfach so dünn und perfekt sein wie sie es war. Gleich wie bei meiner ersten weibl. Bezugsperson wollte ich um jeden Preis Aufmerksamkeit und wollte zeigen wie toll ich eigentlich bin. Es war mir ungeheuer wichtig was sie von mir dachte. Hab ich mich vielleicht unbewusst mit ihr konkurriert??? Immer wenn sie z.b.: sagte: ich war heute laufen, antwortete ich prompt: und ich war heute schon schwimmen. wollte ich mich tatsächlich mit ihr messen?
Während ich diese 2. Person als Bezugsperson für mich hatte war mir die 1. Bezugsperson ganz egal. Ich dachte nie wieder an sie und rief sie auch nie an.
Mein Essproblem hatte sich währenddessen auch schon verbessert. Ich nahm wieder zu.
Als ich letztes Jahr Abi machte, und mir bewusst wurde, dass ich Bezugsperson 2 nicht mehr jeden Tag sehen werde brach für mich eine kleine Welt zusammen. Dachte ich jedenfalls. Als die Monate vergingen und ich sie nicht sah, ging sie mir auch nicht ab.
Ich war der Meinung dass ich nun meine eigenständige Person bin und keine weibl. Vorbilder mehr brauche.
Als meine Mama letzten November an Krebs erkrankte und ich unglaubliche Angst hatte sie zu verlieren kamen mir auch meine beiden weibl. Bezugspersonen wieder in den Sinn.
Eigentlich ging es mir ohne die beiden sehr gut und ich hatte nie das Verlangen sie zu sehen oder zu treffen. Doch nun, wo ich meine Mama verlieren könnte habe ich anscheinend auch Angst dass ich diese beiden aus meinem Leben verlieren könnte.
Ach ja und seit meine Mama Krebs hat, sind die Symptome meiner Essstörung auch wieder aufgetreten.
Habe ich Verlustängste oder was würdet ihr zu meiner Geschichte sagen???
Bitte helft mir! Ich komm einfach nicht mehr klar! Ich habe unglaubliche Angst dass meine Mama sterben könnte und ich dann alleine da stehe. (Naja, alleine stimmt nicht ganz, mein Papa ist auch immer für mich da!)

Vielen Dank für eure Hilfe
Elliot

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18. Januar 2012 um 13:12

Wow
Hallo Elliot,
das ist ja ganz schön viel aufeinmal. Erst mal zu Deiner Mama, tut mir leid! Ich habe auch so etwas mit gemacht. Habe 2010 im September geheiratet und im November bekam mein Mann die Diagnose akute Leukämie. Aber wir haben es geschafft. Heute sind wir wieder glücklich vereint und bis jetzt geht es ihm total super. Vielleicht macht es Dir ja Mut.

Jetzt sei mir bitte nicht böse, aber für mich hört sich deine Geschichte so an, als suchst Du verzweifelt irgendwo ein Vorbild. Als bräuchtest Du jemanden der in irgendetwas besser oder schöner ist als Du, damit Du einen Ansporn hast.

Ich finde für Dich ist es wichtig, dich selbst zu finden Dir Ziele zustecken und diese selber zu erreichen.

Auch musst Du jetzt doppelt so stark sein wie sonst.

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