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Bindungs- & Entscheidungsangst!

30. August 2016 um 1:51 Letzte Antwort: 12. September 2016 um 21:06

Hallo

Ich, w/21, habe Bindungsangst und Entscheidungsangst (bedingt sich vermutlich gegenseitig). In meiner Beziehung bin ich sehr wechselhaft und kann oft keine Nähe / Emotion zulassen, während mich auch alltägliche Entscheidungen (ganz zu schweigen von der Entscheidung für Bindung ... ) immer wieder überfordern und bis zur Verzweiflung treiben.

Gibt es hier Betroffene zum Austausch? Und: habt ihr Tipps für Selbsthilfe? Ich habe das Gefühl, bei "Aufarbeitung" meiner Probleme alles auf "lieblose Eltern & schlechte Kindheit" schieben zu müssen, was ich weder kann noch will, weil ich mit meiner Eltern-Kind-Beziehung und meiner Kindheit echt zufrieden bin. Radikale Ansätze in diese Richtung, welche man in manchen Ratgebern findet, lösen dann natürlich in mir Abwehrreaktionen aus (auch nach längerer Auseinandersetzung) und macht mir eine konstruktive Auseinandersetzung wahnsinnig schwer. Komme ich aus diesen Spiralen irgendwie raus, habt ihr Tipps? Ich meine, muss denn eine solche Angst immer durch schlechte Kindheit und lieblose Eltern begründet werden?! Ich kann mich damit nicht identifizieren und weiß nicht weiter, was ich tun soll.

Ich freue mich auf Unterstützung und eure Beiträge.
lg, maselmaus

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12. September 2016 um 21:06

Meiner Ansicht nach
Ist es völlig egal, woher es kommt.
Ich kenne das alles.bei mir ist es genauso.
Von welchen Joghurt nehme ich bis ich schubse Leute weg und zieh sie wieder heran..Bei Bindungen Krieg ich ne halbe Panikattacke. Sich festzulegen ist für mich ein graus. Wenn ich jmd lange kennen gelernt habe, kam es schon vor, dass ich mich drauf eingelassen habe, aber denn bin ich meist so durch gedreht, dass das alles schnell wieder vorbei war.

Hab auch tiefenpsychologische Therapien durch. Ja es liegt an den Eltern meist oder sehr prägenden Erfahrungen.
Ich bin damals sehr auf die fresse geflogen und ich hab den Menschen, den ich am meisten liebte in meiner Kindheit verloren.
Auf deutsch: ich kann mich nicht binden,weil ich den Verlust nicht vertragen könnte. Ich möchte auch nichts, dessen Verlust ich nicht verkraften kann und das kann ich nur schwer, sollte ich mich wirklich mal jmd annähern.
Wird es enger und verbindlicher,schubse ich den jenigen meist erstmal weg. Da kommt die Angst und der Gedanke was mach ich hier.
Ich vertrage Verluste wirklich nicht. Ich dreh dabei durch und schade mir meist selbst.

Auf der anderen Seite ist die Sehnsucht nach nem Partner oder ähnlichem schon da.
Aber ich hab alles durch und weiß woher was kommt. Das mag erschütternd und interessant zu gleich sein, ändert aber nichts an meinem Problem. Das muss ich selbst in die Hand nehmen. Ich arbeite da hart dran. Beziehungen sind aber für mich zu harte Arbeit. Eine Partnerschaft ist ohnehin immer Arbeit, aber wie ich da bei zu kämpfen hat, nimmt mir viel Energie.

Direkte Tipps gibt es wohl nicht.
Aber du solltest wirklich aufmerksam mit dir sein.
Nähe, Distanz, Nähe, Distanz ist auf jeden Fall nicht fair, wenn man zb jmd kennen lernt bzw in der Beziehung.
Ich sage denn offen, dass ich jetzt meine ruhe brauche, was aber nicht persönlich ist.
Es ist wichtig klar zu machen, dass es deine Baustelle ist und nicht an deinem Partner

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