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Bin völlig gesellschaftsunfähig

8. Oktober 2006 um 0:50

Hallo!

Ich habe echt ein Problem mit meinem eigenen Verhalten... ich bin sehr schüchtern/zurückhaltend (war ich immer schon) und generell höre ich lieber zu als zu reden. Mit guten Freunden - wenn es nicht mehr als 3 auf einmal sind - habe ich aber immer viel Spass und plappere auch mehr als genug. Auch bei meiner Familie und meinem Freund habe ich überhaupt keine Hemmungen. Also bei Menschen, die ich wirklich sehr gut kenne.

Bei der Arbeit geht's auch, solange es rein ums Geschäft geht (ich arbeite im Vertrieb international, komme also fast nicht drum herum, mit fremden Leuten reden )

Aber: sobald ich mit Leuten zusammen bin, die sich untereinander alle besser kennen als ich sie, kriege ich einfach das Maul nicht auf. Ich bin absolut Smalltalk-unfähig. Wenn ich nichts zu sagen habe, sage ich auch nix. Ich hasse Lärm und Menschenaufläufe. Daher gehe ich absolut ungern aus, würde am liebsten immer nur zu Hause oder wenigstens bei jemandem privat zu Besuch sein. Nur wie gesagt bloss nicht mehr als 3-4 Leute um mich rumhaben. Dann kriege ich kaum ein Wort mehr raus, wenn man mich anspricht gebe ich nur kurz angebunden Antworten und fertig.

Für mich selbst kann ich damit ja leben, aber die Freunde meines Partners müssen mich ja schon komplett komisch finden... ich kenne ihn - und somit auch sie - seit 2 Jahren und weiss immer noch nicht, was ich mit ihnen reden soll... sogar wenn da jemand Neues zur Clique dazukommt, ist der oder diejenige innerhalb kurzer Zeit in Gespräche vertieft, aber ich kann das einfach nicht. Ich weiss, dass das meinen Freund traurig macht, weil er sehr an seinen besten Freunden hängt und er immer das Gefühl hat, ich mag sie nicht und bin um sie herum total gelangweilt. Obwohl er ja weiss, dass es bei allen so ist...

Ach, ich weiss auch nicht... musste das jetzt grad loswerden weil ich von einer Geburtstagsfete in einer Bar nach Hause gegangen bin (mein Freund hat mich fast schon gedrängt zu gehen, weil ich so "unglücklich" dreingeschaut hätte) und er noch dageblieben ist. Ich habe das Gefühl, er schämt sich schon für meine Ungeselligkeit und fühlt sich wohler, wenn ich weg bin

Ich weiss echt nicht, wie ich da über meinen Schatten springen kann oder ob man sowas lernen kann??

Danke schon mal, falls jemand einen Tipp für mich hat

LG
Patricia

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8. Oktober 2006 um 20:38

Ich auch!
Hallo Patricia!
Mir geht es genauso wie Dir. Und ich dachte immer schon, ich bin die einzige, der es so geht.
Bei mir ist es ausserdem noch so, dass mein Freund mein Verhalten als unhöflich ansieht und ich deswegen andauernd Stress mit ihm habe. Ich glaube, seine Freunde halten mich auch fúr unhöflich und das belastet mich sehr.
Leider weiss ich auch nicht, was man dagegen machen kann. Ich denke, letztendlich sind wir so wie wir sind und das ist ja nicht unbedingt was schlechtes.
Vielleicht hilft es Dir, wenn Du die Leute aus seiner Clique einzeln triffst, oderso und nicht immer alle auf einmal.

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8. Oktober 2006 um 21:42

Bei mir ist
es nicht anders. Ich kann sehr schlecht meinen Mund öffnen,wenn Andere sich schon besser kennen.Ich finde es schrecklch,aber ich kann es nicht ändern.Sogar wenn ich dann endlich den Mund aufmache und etwas sage und mir alle zuhören,werde ich irgedwie leicht nervös.Schwer zu beschreiben.Ich denke dann nur ,hör lieber auf.Mein Freund sagt auch immer,das ich immer so schrecklich gelangweilt aussehe wenn wir mit seinen Freunden weggehe.Ich bin wohl einfach nicht der Mensch,der sich in einer großen Gruppe wohl fühlt.Vielleicht ist Selbstvertrauen ein Problem,ich weiß es nicht.Was könnte bei dir das Problem sein,vielleicht auch etwas aus der Schulzeit??Das ist meist ein Problem,weshalb solche Sachen auftreten können.
Gruß Lalelu

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10. Oktober 2006 um 17:02

Smalltalk ist für mich das Schlimmste...
was es gibt!
Nee, mach dir da mal keine Gedanken darüber!
Weshalb sollte man sich nur oberflächlich mit Leuten unterhalten, wenn man gar nicht will?! Ist zumindest bei mir so! Ich unterhalte mich mit den Leuten, die ich interessant finde und die mich interessant finden!
Ich habe einen engen Freundeskreis von 3-4 Leuten, nicht mehr und nicht weniger. Und mit denen unterhalte ich mich, wie es mir passt.
Nur weil die Leute, die Freunde deines Freundes sind, heißt das noch lange nicht, dass du dich mit ihnen super verstehen musst! Deshalb bist du weder gesellschaftsunfähig noch musst du über deinen Schatten springen!
Nicht jeder hat gerne viel Leute um sich herum. Bei mir ist das nicht anders. Und das ist doch ok! Und es gibt nichts schlimmeres als oberflächlichen, sinnentleerten Smalltalk, von dem sich jeder erhofft, ein falsches Bild seiner selbst zu geben!

Bleib dir selber treu, das ist echt das Wichtigste!
Das ist nicht immer leicht, aber doch das Beste!
Also, keine Panik!

emmanuelle


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10. Oktober 2006 um 21:51
In Antwort auf tamino_12923298

Smalltalk ist für mich das Schlimmste...
was es gibt!
Nee, mach dir da mal keine Gedanken darüber!
Weshalb sollte man sich nur oberflächlich mit Leuten unterhalten, wenn man gar nicht will?! Ist zumindest bei mir so! Ich unterhalte mich mit den Leuten, die ich interessant finde und die mich interessant finden!
Ich habe einen engen Freundeskreis von 3-4 Leuten, nicht mehr und nicht weniger. Und mit denen unterhalte ich mich, wie es mir passt.
Nur weil die Leute, die Freunde deines Freundes sind, heißt das noch lange nicht, dass du dich mit ihnen super verstehen musst! Deshalb bist du weder gesellschaftsunfähig noch musst du über deinen Schatten springen!
Nicht jeder hat gerne viel Leute um sich herum. Bei mir ist das nicht anders. Und das ist doch ok! Und es gibt nichts schlimmeres als oberflächlichen, sinnentleerten Smalltalk, von dem sich jeder erhofft, ein falsches Bild seiner selbst zu geben!

Bleib dir selber treu, das ist echt das Wichtigste!
Das ist nicht immer leicht, aber doch das Beste!
Also, keine Panik!

emmanuelle


Sorry für die Länge
Hallo!
Bin vom selben Stern wie ihr und auch echt am verzweifeln an meiner Situation.
Freue mich aber nicht allein mit meinem Problem auf der Welt zu sein.
Bei mir artet dieser Zustand in richtige Depressionen aus. Nach einem Arbeitstag an dem ich mal wieder total unzufrieden mit meinen Kommunikationsversuchen bin, könnte ich einfach nur heulen. Dann schwanke ich hin und her zwischen Selbstzweifel, Selbstmitleid und Selbsthass und habe das Gefühl in einer völligen Isolation zur Außenwelt zu stecken.
Als ich vor kurzen in einen neuen Lebensabschnitt getreten bin und täglich mit neuen Leuten konfrontiert wurde und zwangsweise etwas aus meiner Introvertiertheit aufwachte, dachte ich jetzt endlich wird alles andersvon wegen. Zahlreiche Rückschläge raubten mir jede letzte Hoffnung und jetzt hab das Gefühl noch eingeschüchterter zu sein als vorher.

Ich glaube mein/unser Problem liegt an dem ständigen Druck den man hat, weil man das Gefühl hat der Gesellschaft etwas entgegen bringen zu müssen, perfekt sein zu müssen, man hat Angst zu versagen, Angst davor nicht akzeptiert zu werden. Ich glaube langsam bei mir ist es so, weil ich mir selbst viel vormache und ständig das Gefühl habe beobachtet, bewertet und kritisiert zu werden. Ich nehme jede kleine negative oder negativ scheinende Geste meiner Mitmenschen schrecklich persönlich und zerbreche psychisch daran und habe gleich Angst abgelehnt zu werden. Ich besitze echt nicht genug Selbstwertgefühl um drüber hinwegzusehen. Ich weiß ich übertreibe und mache mich selbst verrückt. Warum kann ich dann diese Krise nicht überwinden?

Vllt findet ihr euch auch darin wieder oder bin ich schon ein Fall für den Psychiater?
Auf jeden Fall geht daran viel Lebensqualität verloren und darum denke ich, man darf diesen Zustand nicht akzeptieren und muss versuchen daran zu arbeiten. Es ist ja ein Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein und das ist nie im Leben gesund.
In dem Zusammenhang @ Emanuelle: Du klingst zwar beim ersten lesen selbstbewusst und scheinst souverän mit deiner Schüchternheit umzugehen, aber ich glaube du hast dich einfach damit abgefunden und baust mit deinen Argumenten einen Schutzwall auf um dich dafür zu rechtfertigen. Ich glaube, es ist besser an seine Komplexen zu arbeiten/ gegen anzukämpfen als sie einfach hinzunehmen. (Will dir nicht zu Nahe treten, ist nur so ne Vermutung)

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12. Oktober 2006 um 11:09
In Antwort auf statements

Sorry für die Länge
Hallo!
Bin vom selben Stern wie ihr und auch echt am verzweifeln an meiner Situation.
Freue mich aber nicht allein mit meinem Problem auf der Welt zu sein.
Bei mir artet dieser Zustand in richtige Depressionen aus. Nach einem Arbeitstag an dem ich mal wieder total unzufrieden mit meinen Kommunikationsversuchen bin, könnte ich einfach nur heulen. Dann schwanke ich hin und her zwischen Selbstzweifel, Selbstmitleid und Selbsthass und habe das Gefühl in einer völligen Isolation zur Außenwelt zu stecken.
Als ich vor kurzen in einen neuen Lebensabschnitt getreten bin und täglich mit neuen Leuten konfrontiert wurde und zwangsweise etwas aus meiner Introvertiertheit aufwachte, dachte ich jetzt endlich wird alles andersvon wegen. Zahlreiche Rückschläge raubten mir jede letzte Hoffnung und jetzt hab das Gefühl noch eingeschüchterter zu sein als vorher.

Ich glaube mein/unser Problem liegt an dem ständigen Druck den man hat, weil man das Gefühl hat der Gesellschaft etwas entgegen bringen zu müssen, perfekt sein zu müssen, man hat Angst zu versagen, Angst davor nicht akzeptiert zu werden. Ich glaube langsam bei mir ist es so, weil ich mir selbst viel vormache und ständig das Gefühl habe beobachtet, bewertet und kritisiert zu werden. Ich nehme jede kleine negative oder negativ scheinende Geste meiner Mitmenschen schrecklich persönlich und zerbreche psychisch daran und habe gleich Angst abgelehnt zu werden. Ich besitze echt nicht genug Selbstwertgefühl um drüber hinwegzusehen. Ich weiß ich übertreibe und mache mich selbst verrückt. Warum kann ich dann diese Krise nicht überwinden?

Vllt findet ihr euch auch darin wieder oder bin ich schon ein Fall für den Psychiater?
Auf jeden Fall geht daran viel Lebensqualität verloren und darum denke ich, man darf diesen Zustand nicht akzeptieren und muss versuchen daran zu arbeiten. Es ist ja ein Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein und das ist nie im Leben gesund.
In dem Zusammenhang @ Emanuelle: Du klingst zwar beim ersten lesen selbstbewusst und scheinst souverän mit deiner Schüchternheit umzugehen, aber ich glaube du hast dich einfach damit abgefunden und baust mit deinen Argumenten einen Schutzwall auf um dich dafür zu rechtfertigen. Ich glaube, es ist besser an seine Komplexen zu arbeiten/ gegen anzukämpfen als sie einfach hinzunehmen. (Will dir nicht zu Nahe treten, ist nur so ne Vermutung)

@statements
Du hast recht...
Das Bearbeiten der Komplexe ist auf jeden Fall wichtig, da gebe ich dir vollkommen recht! Keine Frage! Das verneine ich auch gar nicht in meinem Post...
Mir ging es eher darum, sich selber wieder etwas wichtiger zu nehmen und nicht immer zu denken, man sei minderwertiger oder nicht perfekt, wie du es sagts und was den Nagel auf den Kopf trifft! denn das ist das Hauptproblem dieser ganzen Sache!
Ich persönlich habe aber auch einfach die Erfahrung gemacht, dass es einfach Leute gibt, die eher Einzelgänger (also mit einem eher kleineren Freundeskreis) als Gesellschaftstiere (die mit allem und jeden gut klar kommen) sind. Ich spreche hier nicht von Leuten, die wirklich asozial (asozial im richtigen Sinne, also gesellschaftsunfähig) sind und sich von der Außenwelt abschotten, die gibt es natürlich auch.
Ich rede aber von den Leuten, die einfach nicht ständig mit allem und jedem auskommen können/wollen.
Besonders deutlich wurde mir das während meiner letzten Beziehung zu meinem jetzigen Exfreund:
Der klammerte total und konnte es einfach nicht verstehen, dass ich mit seinem Freundeskreis nicht so ganz klar kam. Ich hatte meine Freunde, die mir sehr wichtig waren/sind und die ich wegen meines Freundes nicht hängen lassen wollte. Mein Freund und ich stritten oft deswegen. Und letztendlich ist die Beziehung wohl auch daran gescheitert, weil er und ich vielleicht auch, zu besitzergreifend waren, was unsere Freunde betraf. Jeder in einer anderen Hinsicht.
Ich hoffe, du verstehst einigermaßen was ich meine!
Der Anfangsthread dieses Thema beinhaltet eigentlich genau dieses Thema:
Mit ihrem Freundeskreis kam sie ja sehr gut zurecht, nur unter Leuten, die sie nicht kannte und das wohl in einer "nicht geschäftlichen" Situation (Party oder so), hatte sie große Probleme.
Wenn das nun die betroffene Person stört, so sollte sie, wie du richtig sagts, daran arbeiten. Aber in solch einer Situation läuft man schnell Gefahr, sich selber mehr zu schaden als Gutes zu tun. Ich habe mich einfach unwohl gefühlt, als ich mit meinen Freund und seinen Freunden unterwegs war. Wir lagen einfach nicht auf der selben Wellenlänge...
Ich will damit nur sagen, dass es, wie schon gesagt, unterschiedliche Leute gibt, was die "Gesellschaftsfähigkeit" betrifft. Mehr nicht.
Alleridngs kann ich auch deinen Einwand vollkommen nach voll ziehen und es wäre schön, wenn du mir auf diesen Beitrag antworten würdest, weil das Thema doch irgendwie sehr interessant ist!
Ich würde mich jedenfalls freuen...
LG,
emmanuelle

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13. Oktober 2006 um 20:35
In Antwort auf tamino_12923298

@statements
Du hast recht...
Das Bearbeiten der Komplexe ist auf jeden Fall wichtig, da gebe ich dir vollkommen recht! Keine Frage! Das verneine ich auch gar nicht in meinem Post...
Mir ging es eher darum, sich selber wieder etwas wichtiger zu nehmen und nicht immer zu denken, man sei minderwertiger oder nicht perfekt, wie du es sagts und was den Nagel auf den Kopf trifft! denn das ist das Hauptproblem dieser ganzen Sache!
Ich persönlich habe aber auch einfach die Erfahrung gemacht, dass es einfach Leute gibt, die eher Einzelgänger (also mit einem eher kleineren Freundeskreis) als Gesellschaftstiere (die mit allem und jeden gut klar kommen) sind. Ich spreche hier nicht von Leuten, die wirklich asozial (asozial im richtigen Sinne, also gesellschaftsunfähig) sind und sich von der Außenwelt abschotten, die gibt es natürlich auch.
Ich rede aber von den Leuten, die einfach nicht ständig mit allem und jedem auskommen können/wollen.
Besonders deutlich wurde mir das während meiner letzten Beziehung zu meinem jetzigen Exfreund:
Der klammerte total und konnte es einfach nicht verstehen, dass ich mit seinem Freundeskreis nicht so ganz klar kam. Ich hatte meine Freunde, die mir sehr wichtig waren/sind und die ich wegen meines Freundes nicht hängen lassen wollte. Mein Freund und ich stritten oft deswegen. Und letztendlich ist die Beziehung wohl auch daran gescheitert, weil er und ich vielleicht auch, zu besitzergreifend waren, was unsere Freunde betraf. Jeder in einer anderen Hinsicht.
Ich hoffe, du verstehst einigermaßen was ich meine!
Der Anfangsthread dieses Thema beinhaltet eigentlich genau dieses Thema:
Mit ihrem Freundeskreis kam sie ja sehr gut zurecht, nur unter Leuten, die sie nicht kannte und das wohl in einer "nicht geschäftlichen" Situation (Party oder so), hatte sie große Probleme.
Wenn das nun die betroffene Person stört, so sollte sie, wie du richtig sagts, daran arbeiten. Aber in solch einer Situation läuft man schnell Gefahr, sich selber mehr zu schaden als Gutes zu tun. Ich habe mich einfach unwohl gefühlt, als ich mit meinen Freund und seinen Freunden unterwegs war. Wir lagen einfach nicht auf der selben Wellenlänge...
Ich will damit nur sagen, dass es, wie schon gesagt, unterschiedliche Leute gibt, was die "Gesellschaftsfähigkeit" betrifft. Mehr nicht.
Alleridngs kann ich auch deinen Einwand vollkommen nach voll ziehen und es wäre schön, wenn du mir auf diesen Beitrag antworten würdest, weil das Thema doch irgendwie sehr interessant ist!
Ich würde mich jedenfalls freuen...
LG,
emmanuelle

Hallo Emmanuelle
Finde das Thema auch interessant. Naja, stecke aucht total in dem Thema drin
Ich habe dich wohl falsch eingeschätzt bzw. deinen Beitrag falsch interpretiert.
Klar kann ich die Sache mit der Beziehung zu dir und deinem Exfreund gut verstehen. Die Freunde die dein Freund hat sind ja auch irgendwie "Teil seiner Persönlichkeit" und seins Lebens. Und wenns du mit dehnen nicht auf einer Wellenlänge bist, dann folglich auch nicht mit deinem Exfreund.
Du hast auch total Recht damit das es unterschiedliche Leute gibt, was die "Gesellschaftsfähigkeit" betrifft.
Und das es auch Einzelgänger gibt, einerseits nicht unbedingt mit allen Leuten können/wollen, anderrerseits aber auch nich asozial eingestellt sind, das ist mir bewusst. Ich bewunder auch diese Leute die genug Selbstbewusst haben um "allein" zu sein und ganz genau wissen was sie wollen bzw. mit wem sie wollen und dazu stehen.
Ich glaube aber nicht, dass ich oder die anderen hier zu so einer Gruppe gehören.
Ich persönlich bin schrecklich ungern allein und trotzdem fühle ich mich in einer größeren Gruppe von Leuten unwohl...paradox, ich weiß. Ich hätte ja auch gerne einen größeren Freundeskreis und würde auch unheimlich gerne neue Leute kennenlernen. Das ist ja eigentlich auch eine ganz spannende Sache. Aber ich schätze durch meine Schüchternheit/Ungesprächigkeit mache ich mich schnell für andere uninteressant.
Ach, ist das ne doofe Situation.
Ich hoffe immer das man mit der Zeit und mit dem sammeln von Lebens- und Menschenerfahrung immer selbstbewusster und mutiger wird. Also, ich habe zumindest noch nie eine schüchterne 40Jährige kennengelernt...naja bist dahin sind aber die besten Jahre auch schon vorbei...*heul*
Was machen Gesellschaftstiere nur anders??

Lieben Gruß an alle die in ihrem Schneckenhaus sitzen und das verkriechen auch satt haben

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14. Oktober 2006 um 11:12

Hallo an alle
Vielen Dank für eure Antworten Es tut gut zu wissen, dass ich nicht ganz allein bin in der Situation und dass es vielleicht doch nicht von allen "Aussenstehenden" als unhöflich empfunden wird, wenn man nicht viel redet

Übrigens, statements, ich bin zwar noch keine "40jährige Schüchterne", aber doch schon 33, und ich weiss nicht, ob ich das in den nächsten 6,5 Jahren noch zu überwinden schaffe

Danke nochmal und liebe Grüsse
Patricia

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25. Oktober 2006 um 13:28

Genau so wie dir...
gehts mir auch =) wirklich!

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14. Juli 2011 um 12:03

Hallo an Euch alle!
Mir geht es wohl ähnlich wie Kambibi!
Aber ich beschäftige mich gerade sehr mit dem Thema!
Vor allem war mir bisher gar nicht so bewusst, dass manche Menschen wirklich auch darunter leiden können, dass sie nicht so leicht mit anderen Menschen ins Gespräch kommen! Für mich ist eher die Stille unangenehm und ich habe das Gefühl, etwas sagen zu müssen.

Ich recherchiere gerade für eine WDR-Dokumentation zum Thema Sprachlosigkeit und habe unter Psychologie>Schüchternheit, Selbstvertrauen, Komplexe einen Diskussionsbeitrag reingestellt (obwohl ich das Nicht-Reden auf keinen Fall auf darauf reduzieren möchte!!!).

Vielleicht habt ihr ja Lust, mir zu schreiben. Ich würde mich auf jeden Fall sehr freuen!

Dianasucht

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5. August 2011 um 23:47

Mir geht es auch so
ich bin zwar im grunde total selbsbewusst. Ich model, und gehe auf mittelaltermärkte, wo ich viel mit menschen zu tun hab. aber sobald mal eine größere gruppe um mich ist schaff ich es sofort wieder der einzelgänger zu sein und fühle mich unheimlich ausgeschlossen, nicht akzeptiert. Ich leider sehr unter meiner isolation. Hat jetzt schon jemand ein rezept gegen diese art mensch sein gefunden? wenn ja ich würde mich über eine Lösung freuen.
MFG

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17. Juni 2014 um 21:45

Hallo mir geht es auch so...
Hallo mir geht es auch so und eigentlich schon immer seit ich Kind bin. War immer gerne allein und habe alleine gespielt und fand es toll! Wenn zuviele Leute um mich rum sind oder es zu laut ist, fange ich an zu leiden und finde alles ganz furchtbar schrecklich, zum Weglaufen. Jetzt habe ich herausgefunden, daß ich hochsensibel bin. Du kannst ja mal danach googeln: "Hochsensibilität" und hat etwas mit einem zu sensiblen Nervensystem zu tun. Ich empfinde Eindrücke und Reize viel intensiver als das Andere tun und bin schnell damit überfordert. Deshalb ist oft Rückzug und Alleinsein angesagt. Deinen Freund solltest Du das erklären, damit er nicht auf Dich heruntersieht, sondern erkennt, daß es eine Spielart der Natur ist. Buchtip: "Zart besaitet". Alles Liebe. Birgit

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18. Juni 2014 um 23:24

Hallo mitleidende..
Mir geht es genau gleich, bin in einer ähnlichen Situation. Bin nun 1 jahr und 8 monate mit meinem Freund zusammen und konnte mich bisher vor treffen mit den Freunden drücken (durch Schichtarbeit ) nun ist es aber soweit.. Habe ihm meine Angst erklärt, er kann aber gar nicht verstehen nicht zu wissen was man sagen soll, da er das Gegenteil von mir ist. Ich habe nun Angst das ich meine Klappe nicht aufbekomme und sie mich dann nicht mögen... Bei mir ist das auch schon seit ich Kind bin, eine Handleserin meinte das ich eine traumatische Erfahrung gemacht habe die ich so im Unterbewusstsein verdrängt habe... Aber auch Schulpsychologen konnten mir damals nicht helfen (bin 21).

Es hilft dir zwar nicht weiter, aber du bist nicht allein damit..

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