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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Bin ich noch normal?

Letzte Nachricht: 3. September 2014 um 11:44
B
bruna_12116596
03.09.14 um 4:40

Hallo zusammen,

Ich hätte gerne mal eine unabhängige Meinung von euch.
Es ist immer noch ungewohnt für mich in ein Forum zu schreiben, aber zur Zeit passieren bei mir einfach viele ungewohnte Dinge. Also ich hoffe, dass ich alles explizit genug schildere und so weiter.

Ich frage mich zur Zeit, ob ich vielleicht an einer leichten Borderline Störung leide? Grund hierzu ist, dass ich nach dem Abitur in einer rießigen Orientierungslosigkeit war.. ich mich einfach nicht entscheiden konnte was ich beruflich machen soll. Das ist bis heute nicht besser.. ständig entscheide ich mich um. Zudem handle ich äußerst impulsiv und des Öfteren auch nicht nachvollziehbar für mein Umfeld. Eben komplett unüberlegt. Außerdem kann ich nie zufrieden sein und vergleiche mich ständig mit allem und jedem. Der Hang zum Perfektionismus ist definitv da. Extremste Stimmungsschwankungen habe ich zur Zeit auch und des öfteren das Gefühl ein kompletter Versager zu sein und verurteile mich selbst für meine Fehlentscheidungen sehr. Im nächsten Moment hebt sich meine Stimmung wieder und ich verzeihe mir mein Verhalten und meine Entscheidungen und probiere jetzt eben das beste draus zu machen. Eine gewisse Unbeständigkeit ist definitiv Teil meines Lebens. Ich habe schon so oft in meinem Leben die Wohnung gewechselt, weil sie mir dann plötzlich doch nicht mehr gefällt. Ich hab keine Ahnung.. nur manchmal verstehe ich mich selbst einfach nicht. Bin ich nun einfach nur ziemlich komplziert.. oder könnte ich tatsächlich auch eine Störung haben? Zu erwähnen ist noch, dass meine Tante wohl manisch-depressiv ist. Und ich glaube meine Mutter hat auch einen Hang zu Depressionen. Für jede Meinung bin ich sehr dankbar, es verwirrt mich zutiefst. Danke!

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W
warner_12168642
03.09.14 um 11:44

Was ist schon normal?
Hallo Blütenstaub!

Grundprinzipiell würde ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind wünschen, komplett normal zu sein. Aber das nur am Rande.

Dein Text erinnert mich an eine Bekannte von mir, der es monatelang ähnlich ging, wie dir. Nach der Matura (ja, Österreicher) wusste sie nicht so recht, was sie mit sich selbst anfangen sollte. Eine Zeit lang studierte sie einfach irgend etwas, die Matura will ja genutzt sein.

Sie hat sich dann mehrere Male umentschieden, wechselte von diesem in jenen Kurs und begann sich selbst vorzuwerfen, nie etwas zu Ende zu bringen. Daraufhin hat sie ihr Freund verlassen, andere Freunde distanzierten sich von ihr. Was verständlich ist. Nicht viele Leute mögen negative Menschen.

Eines Tages konnte ich dann nicht weiter zusehen und sagte ihr, was ich jetzt auch dir sage:

"Hör auf damit, dir Gedanken darüber zu machen, was in der Vergangenheit passiert ist, oder wie dein Leben, deine Umstände, jetzt aussehen. Hör auf damit, dein Denken und Handeln davon beeinflussen zu lassen, dass es heute nicht besonders gut läuft.

Die Zukunft ist alles, was für dich zählen darf.

Fang an zu träumen. Trau dich, nach deinen Träumen zu suchen. Trau dich, ja zu ihnen zu sagen. Trau dich, anzufangen sie zu verwirklichen.

Jeder Mensch hat Träume. Viele erkennen sie nicht, noch mehr haben Angst davor sie zu verwirklichen, sie zu leben. Dabei bin ich felsenfest davon überzeugt, dass uns Träume gegeben werden, um sie zu erfüllen, nicht, um sie mit ins Grab zu nehmen.

Les Brown, ein großer amerikanischer Motivationstrainer, hat einmal folgendes Szenario zu Träumen beschrieben:

Stell dir den idealen Tag deines Todes vor. Deine Familie und deine Freunde stehen um dein Totenbett und beten. Sie verabschieden sich von dir, du dich von ihnen. Ihr habt alle Zeit der Welt, euch zu verabschieden.

Und jetzt stell dir den selben Tag vor, aber stattdessen stehen deine Träume und Hoffnungen um dein Bett. Sie sehen dich mit aufgerissenen, zornigen Augen an und sagen: "Wir sind zu dir gekommen, haben dich ausgesucht! Nur du alleine hättest uns zum Leben erwecken können! Und jetzt verlässt du diese Welt, ohne etwas dafür getan zu haben, dass wir, dass etwas von dir bleibt!"

Mein Rat an dich ist deshalb: Such nach deinen Träumen. Verbringe eine halbe Stunde in einem stillen Raum, und hör in dich hinein. Fang an, dich selbst und deine Träume kennen zu lernen. FInde heraus, was du vom Leben willst.

Mein eigener Lebenstraum, ein Buch zu schreiben, das die Menschen berührt, ist noch weit von mir entfernt. Aber ich verbringe jeden Tag zwei Stunden damit, zu schreiben. Egal, ob ich verkatert bin, krank, traurig, müde von der Arbeit, oder einfach noch etwas anderes zu tun hätte. Ich arbeite daran. Und es fühlt sich gut an.

So wird es auch dir gehen. Drei Schritte führen dich zum Ziel.

Erstens: Finde heraus, was du tun willst.
Zweitens: Frage dich, wie du es anstellen wirst.
Drittens: Lass dienen Traum Wirklichkeit werden."


Diese Predigt habe ich meiner Bekannten gehalten. Und nun auch dir. Ob du es versuchen willst oder nicht kann ich nicht beeinflussen. Aber ich weiß, es WIRD dir besser gehen, sobald du dich auf ein Ziel zubewegst, anstatt ziellos umher zu irren. Das tust du nämlich momentan.

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