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Bin ich nicht gemacht fürs Leben

11. März um 9:46 Letzte Antwort: 5. April um 19:14

Hallo zusammen

Wollte wissen ob jemand Tipps hat oder das selbe durchmacht?

Ich bin 20 Jahre alt und sollte eigentlich mein ganzes Leben noch vor mir haben... Leide seit ich 5 bin an Ängsten, hatte eine sehr schwere Zeit in der Ausbildung und seit dem keine Arbeitsstelle mehr. Ab Ende 2018 hatt meine Psychische Gesundheit einen Tiefpunkt erreicht. Ich wog nur noch sehr wenig war viel im Krankenhaus und hatte keine Kraft mehr weiter zu machen. Nun nehme ich Antidepressiva gegen meine Angststörung und suche weiterhin Arbeit. Nur leider suche ich schon seit 2 Jahren sehr aktiv doch werde nie was finden. 

Ich bin in Therapie jedoch fühlt sich das alles so sinnlos an. Mein Psychologe ist sehr gut, jedoch habe ich das Gefühl ich werde mich nie wie früher fühlen und ständig rückfällig werden.

Ich habe bedenken was die Zukunft betrifft, habe das Gefühl das alles nicht zu schaffen und mich für immer so besch*ssen zu fühlen. Manchmal denke ich ich bin einfach zu schwach für das Leben. Mir wurde schon sehr früh mein Leben schwer gemacht und manchmal weiss ich einfach nicht mehr weiter.

Hat jemand Tipps?

Dankeschön.

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11. März um 11:06

Für die Gesellschaft nicht gemacht trifft eher wichtig wäre erstmal zu dir selbst zu finden und dir dann Gedanken zu machen wohin die Reise geht. Was macht dir Angst das du eine last für andere bist? Davon musst du weg jeder braucht mal Unterstützung.  Die psyche aufzubauen ist eine Sache die oberflächlich hilft aber solange er dir deine Versagens Ängste nicht nehmen kann wird auch immer wieder deine psyche einbrechen. Du setzt dich da unheimlichen zwängen aus und machst dir selber druck davon musst du erstmal los kommen. In Ruhe denken was dir wirklich Angst macht hast du Angst das du in die falsche Richtung läufst und dich das nur noch mehr verunsichert? Stell dir die richtigen Fragen und beantworte sie dir auch selbst.. Dann findest du auch einen Weg aus deiner Lage  👍

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13. März um 13:50

Hey, ich möchte dir was sagen. Als ich in deinem Alter (und es kommt immer wieder mal zurück) hatte ich auch solche Phasen, dass ich es nicht aushalte auf dieser Welt und mich deplatziert fühle. Das hört sich verrückt und unrealistisch an, aber ich denke ein massiver Tapetenwechsel würde dir helfen. Weg aus Deutschland, ins Ausland, in ein ganz neues Umfeld kommen. In solchen Phasen bin ich meistens danach für eine längere Zeit im Ausland gewesen. Dir wird es dort am Anfang auch nicht unbedingt so dolle gehen, weil du in einer neuen Umgebung bist, aber das Toxische aus deiner alten Umgebung kannst du andererseits auch hinter dir lassen. Und du erhältst einfach einen ganz anderen Blick auf die Welt und das Leben. Glaub mir, das wird auch deine innere Einstellung gegenüber dieser Welt verändern. Wie wäre es mit einem Freiwilligendienst im Ausland etwa?

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4. April um 22:50
In Antwort auf lorelein19

Hallo zusammen

Wollte wissen ob jemand Tipps hat oder das selbe durchmacht?

Ich bin 20 Jahre alt und sollte eigentlich mein ganzes Leben noch vor mir haben... Leide seit ich 5 bin an Ängsten, hatte eine sehr schwere Zeit in der Ausbildung und seit dem keine Arbeitsstelle mehr. Ab Ende 2018 hatt meine Psychische Gesundheit einen Tiefpunkt erreicht. Ich wog nur noch sehr wenig war viel im Krankenhaus und hatte keine Kraft mehr weiter zu machen. Nun nehme ich Antidepressiva gegen meine Angststörung und suche weiterhin Arbeit. Nur leider suche ich schon seit 2 Jahren sehr aktiv doch werde nie was finden. 

Ich bin in Therapie jedoch fühlt sich das alles so sinnlos an. Mein Psychologe ist sehr gut, jedoch habe ich das Gefühl ich werde mich nie wie früher fühlen und ständig rückfällig werden.

Ich habe bedenken was die Zukunft betrifft, habe das Gefühl das alles nicht zu schaffen und mich für immer so besch*ssen zu fühlen. Manchmal denke ich ich bin einfach zu schwach für das Leben. Mir wurde schon sehr früh mein Leben schwer gemacht und manchmal weiss ich einfach nicht mehr weiter.

Hat jemand Tipps?

Dankeschön.

Du schleppst einen schweren Ballast (Rucksack) aus deiner Vergangenheit mit dir rum. Deswegen ist das Leben für dich so schwer. Alles was du an Schlechtem in der Vergangenheit erlebt hast, hast du noch nicht abgelegt. Deswegen fühlst du dich so niedergeschlagen und schwach. Die Vergangenheit raubt dir die ganze Kraft.

Lasse die Vergangenheit ruhen und lasse sie zurück. Du darfst nicht im Groll zurückblicken, sonst hast du den nächsten Ballast und nichts ändert sich.

Mache einen Schlusstrich. Lasse die Vergangenheit Schritt für Schritt hinter dir. 
Richte dich der Zukunft zu.

Mache Träume, Pläne, suche dir die Dinge fürs Leben, die dich neugierig machen, die auch neu sind, die Sinn für dich ergeben, auch mit Menschen. Niemand kann nun in dein Leben Einfuss nehmen.

Du kannst jetzt dein Buch fürs Leben selbst schreiben, egal was in der Vergangenheit war. Und das ist mit glücklichen, zufriedenen und sinnvollen Seiten und Episoden ausgefüllt. Wie du sie gern hättest.

Du bist nicht die Person, nach der du dich fühlst. Du bist etwas von der Vergangenheit, aber nicht festgelegt für die Zukunft. Seit mutig, wo vorher Angst war ...

Du kannst alles schaffen, aber nicht wenn du die Rucksäcke und Wackersteine der Vergangenheit mit dir noch rumschleppst. Das kann niemand. Da wird man schwach und schwächer und bricht irgendwann völlig zusammen.

Alle denjenigen, die ein zufriedenes Leben haben, schleppen keine Altlasten aus ihrer Vergangenheit mit sich rum, sondern sind mit ihrer Vergangenheit im Reinen und gestalten ihr Leben nach eigenen Wünschen. Man kann die Dinge sowieso nicht mehr ändern, die irgendwann schief gelaufen sind.

Wenn du die Zusammenhänge erkennst und verstehst, hast du es geschafft und du wirst es spüren, wenn es soweit ist. Sei einfach mutig, mutig, mutig - dein Leben zu leben.

vg
 

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5. April um 19:14

Hallo Loreleln,

erstmal ein großes Lob an dich, das du dich hier so öffnest ist nicht selbstverständlich und bedeutet, wie wichtig dir es ist eine Lösung zu finden.
Die gute Nachricht ist, du bist nicht die einzige der es so geht
Die 2. gute Nachricht ist, der Knoten in deinem Kopf kann geheilt werden!
Nun sagst du bestimmt, ja und wie? Weißt du, es gibt wahnsinnig viele Wege da jeder von uns Einzigartig ist. Auch muss man hier die richtigen Leute finden die einem wirklich helfen können ( und wollen ). Ich finde auch, das es ein schlechtes Zeichen ist, wenn man schon länger bei einem Psychologen therapiert wird und es kein wirklich gutes und lebenswertes Ergebnis gibt. Viele tun nur das was sie irgendwann mal in der Uni gelernt haben, forschen aber nicht weiter wenn es um die menschliche Psyche geht.
Ich kann dir hier einen Link oder Blog empfehlen, wo ich bereits einige gute Themen und Ratschläge für mich finden konnte, da dies super ehrlich beschrieben wird:

https://lebensabenteurer.de/medizinrad/

Viel Spaß beim lesen & von Herzen alles Gute für dich und deine Seele.
Liebe Grüße

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