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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Bin ich depressiv?

Letzte Nachricht: 18. April 2010 um 19:23
D
dariea_12318436
17.04.10 um 22:04

Das ist eine Frage die mich schon länger beschäftigt. Ich traue mich jedoch nicht wieder zu einem Psychologen zu gehen und habe auch nur eine Person mit der ich über alles reden kann. Nun ja in meiner Vergangenheit ist viel passiert und vielleicht hat es etwas damit zu tun. Ich hoffe, dass das hier einige lesen werden und mir Antworten geben können, die mir weiterhelfen da ich mich einfach nicht traue jemand anderes zu fragen, außer diese eine Person und sie hat mich auch darauf angesprochen, ob es sein könnte, dass ich depressiv bin. Ich werde jetzt einfach mal beschreiben wie es mir geht. Eigentlich bin ich nämlich ein lebensfroher und glücklicher Mensch und das ist auch der Grund wieso ich so zögere und es eigentlich nicht für Möglich halte, dass ICh depressiv bin. Ich habe einen Freund mit dem ich sehr glücklich bin und die besten Freunde und Eltern überhaupt aber die habe ich ja nicht 24 Stunden am Tag und genau das ist mein Problem, ich kann nicht alleine sein! Sobald ich alleine bin fange ich an an allem zu zweifeln und zu zögern...Ich sehe alles von einer anderen Seite und falle in ein tiefes Loch. Ich sitze da und weine. Ich kann nichts mehr tun weil dieser Schmerz in der Brust so groß ist. Ich bin stundenlang am weinen und versuche aufzuhören nachzudenken aber es geht nicht weil einfach wieder zu viel (Vergangenheit!) zurückkommt und mich total fertig macht...Früher habe ich mich geritzt doch das haben meine Freunde gesehen und mich für verrückt gehalten also kann ich das nicht mehr tun....Jedoch wenn ich so verzweifelt bin habe ich immer den drang mich zu verletzen...Letzes Jahr in der Kur hat das wieder angefangen. Mir ging es so dreckig dort wie noch nie in meinem ganzen Leben. Ich habe mich in der Toilette eingeschlossen habe so geweint dass ich fast nicht mehr atmen konnte und habe angefangen meine Fingernägel (lang&stark) in meinen Arm zu drücken und mich zu kratzen...was fast das gleiche war wie mich zu ritzen...das habe ich dann weiter gemacht, jeden Abend. ein paar tage später haben mich meine Eltern besucht und gefragt was das sei. Ich habe gesagt ein Ausschlag, wahrscheinlich von der Luftveränderung oder so. Und da habe ich dann eben weiter gemacht...Mittlerweile sind es richtige Narben geworden und mein Freund hat mich gefragt was da passiert ist...und ob ich mich selbst verletzt habe wobei er auch auf ein narbe an meinem arm gedeutet hat. Ich habe alles abgestritten und wenn mich irgendjemand frägt was das ist sage ich IMMER es ist ein Ausschlag gewesen. Heute hat er mich gefragt wieso es wieder geblutet hat und ich habe mich einfach weg gedreht. Früher war es einfach so, dass die glücklichen Momente meines Lebens überwogen haben und ich wirklich noch sagen konnte, dass ich glücklich war oder es waren eben Zeiten in denen es mir gut ging ( fast durchgehend glücklich , zwar natürlich mit dem alltäglichen Stress der so anfällt aber ich konnte sagen ich war glücklich) und als halt auch mal Zeiten in denen es mir nicht so gut ging weil es einfach viel Stress gab ( Schule etc. ) Aber Mittlerweile ist es einfach nicht mehr so weil ich jeden Abend, den ich alleine bin so verbringe indem ich weine und mich selbst verletzte. Ich finde das selbst teilweise richtig krank und erkenne mich nicht wieder aber gegen den Schmerz kann ich nichts machen und indem ich mich selbst verletze geht es wenigstes ein bisschen weg. Dazu kommt dass die Morgende danach immer schrecklich sind weil meine Augen so dick sind und der Schmerz immer noch da ist wenn ich alleine aufwache ist es ganz schlimm. Es tut so verdammt weh und ich weiß nicht ob ich Medikamente brauche oder nicht. Manchmal sage ich mir dass ich mir das alles nur einbilde aber es geht nicht weg. Genau wie die Angst. Ich freue mich über jede Antwort! Vielen Dank schon mal im Voraus! Liebste Grüße!

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J
janez_12116120
18.04.10 um 19:23

Kehrseite der Medaille
Auf der einen Seite kann ich intuitiv erkennen, dass Du schöne Zeiten gewohnt bist, einsame Zeiten aber wie einen Schlag ins Gesicht erlebst. Du musst es schaffen da Übergänge zu schaffen ohne gleich in ein Loch zu fallen. Vor allem da dunkle Moment wichtig sind, Schmerzen zum leben gehören, sie machen leidensfähig, etc. ("kein Tag ohne Nacht und Nachdenken). Die Nacht sollte aber nicht eine totale Umnachtung darstellen sondern sie kann gestaltet werden. Mit Licht, Kerzen, Musik zum fallenlassen, einer lieben nahestehenden Person zur Begleitung (muss nicht immer sein!!!), Träumen, Erinnerungen an den Tag, Tagebuchschreiben etc., der Möglichkeiten sind viele...Trau Dich...)

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