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Bin ich depressiv?

21. Dezember 2006 um 11:07

Hallo,
dieser Schritt fällt mir äußerst schwer. Ich habe bisher noch niemanden von meiner Befürchtung erzählt, mir ist es auch sehr peinlich, aber ich denke dass ich seit gut einem halben Jahr stark depressiv bin.
Ich war/bin glaub ich schon immer ein eher pessimistischer Mensch, aber das letzte halbe Jahr ist es immer schlimmer geworden. Mir fehlt einfach der Antrieb irgendetwas zu tun, ich bin mit meiner ganzen Lebenssituation vollkommen unzufrieden aber weiß nicht wirklich wie ich etwas an der Miesere ändern kann.
Das erste große Problem ist, ich studiere etwas was mich eigentlich nicht wirklich interessiert, für mich habe ich auch schon den Entschluss gefasst das Studium zu beenden, aber meine Entscheidung kann ich in meiner Familie nicht frei äußern. Meine Mutter kennt zwar meinen Entschluss aber meinem Vater kann ich das ganze nicht erzählen. Auch meine Mutter meint es währe besser ihm erst reinen Wein einzuschenken wenn ich einen Ausbildungsvertrag in der Tasche habe.
Allein dieser Zwiespalt löst in mir ein Gefühl der Undankbarkeit aus. Meine Eltern bezahlen mir das Studium und ich bin nur unzufrieden mit der Situation. Auch wohne ich noch zuhause und mein Vater ist Frührentner. Wir ecken täglich aneinander und ich würde nichts lieber als hier weg, aber wir haben erst vor ca. 5 Monaten die obere Etage unseres Hauses für mich renoviert. Und jeder der das ließt denkt bestimmt auch was für ein Undankbares Gör.
Ich glaube ausschlaggebend dafür dass es mir seit einem halben Jahr immer schlechter geht ist die Trennung von meinem damaligen Freund und dem Hund den wir zusammen hatten.
Danach ging es mir richtig dreckig, aber ein guter Freund brachte mich zu einem Kumpel der noch ein kleines Hundebaby hatte das keiner wollte, also das richtige für mich. Zwei ungewollte Seelen die sich jetzt umeinander kümmern können.
Er ist auch das einzige was mich noch am leben hält. Ich glaube wenn ich ihn nicht hätte würde es mich wohl schon länger nicht mehr geben. Aber momentan geht es wieder mehr bergab. Ich überlege mir täglich die Formulierung meines Testaments, damit mein kleiner nach meinem ableben auch ein gutes neues zuhause bekommt.
Natürlich hab ich mir auch schon mal überlegt zum Arzt zu gehen, aber ich wüsste nicht wie ich das ganze ansprechen soll. Auch habe ich das Problem das ich Ärzten nicht wirklich vertraue. Ich müsste früher öfters zum Arzt wegen Knieproblemen, das ganze hat nicht viel gebracht meine Knie schmerzen und Knacken immer noch. Der letzte Arzt dem ich damit auf die Nerven gefallen bin meinte: Das ist halt so bei Frauen in ihrem Alter. Hallo ich bin keine 80, ich war damals grade mal 13.
Auch habe ich starke Migräne und da habe ich nur zuhören bekommen: Dann nehmen sie doch einfach genug Schmerzmittel. Daher weiß ich immer nicht wirklich wie ich mich vor Ärzten ausdrücken soll. Ich komm mir immer vor wie ein Simulant.
Wie gesagt auch dieser Schritt fällt mir äußerst schwer aber irgendetwas muss ich tun.

Vielen dank schon mal dafür dass sich jemand die Zeit genommen hat sich das durchzulesen.

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21. Dezember 2006 um 17:37

Hallo Leidensgenossin!
So wie es aussieht, haben wir sehr ähnliche Probleme und ich kann dich daher sehr sehr gut verstehen!

So wie du es beschreibst, können es schon Depressionen sein, so wie bei mir.
Ich war eine Zeitlang auch bei einem Psychiater, aber das hat mir herzlich wenig gebracht. Vielleicht wäre ein Psychologe die sinnvollere Möglichkeit gewesen. Naja.

Als es bei mir ganz heftig war, hatte ich auch Migräneanfälle. Das ist echt zum Kotzen und da bringt auch Schmerzmittel nicht wirklich was. Hattest/Hast du auch eine Aura, also Blitze vorm Auge?
Das kann auch psychosomatisch sein, was aber nicht bedeutet, dass man simuliert, wie mein Ex es mir da vorwarf.

Auch das Studium ist bei mir so ein Problem (hatte hier auch einen Thread gestartet: "Bin in einer Sackgasse" aber da hat noch keiner geantwortet).

Als ich umgezogen bin, habe ich mir auch Tiere als Gesellschaft geholt (2 Mäuse und 2 Ratten). Das hilft aber auch nur bedingt und am Anfang habe ich mich auch von meinen Ratzen ungeliebt gefühlt, weil sie nicht so zahm sind, wie sie angeblich immer sein sollen.

Vielleicht können wir ja etwas in Kontakt bleiben? Das könnte uns beiden vielleicht helfen.

LG
Nadine

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22. Dezember 2006 um 12:16

Hallo Schwarzesscharf!
Du hast garnicht mehr geantwortet (mach mir Sorgen um dich!).

Wie geht's dir denn?

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