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Beziehungsangst - Verlustangst

15. Mai 2013 um 21:36

Hallo,

ich dachte mir vielleicht hat jemand das gleiche oder ähnliche Probleme...ich leide unter Beziehungsängsten. Ich hab seit Jahren einen Freund, vorher hatte ich nur eine längere Beziehung. Aber auch bei meinem jetztigen Freund fällt es mir schwer mich voll auf ihn einzulassen. Ich habe immer total schnell das Gefühl, dass mir was "weggenommen" wird. Mein "ich-sein", obwohl ich weiß dass das Schwachsinn ist. Eigentlich weiß ich ja, dass eine Beziehung eingehen nicht heißt, dass man nicht mehr man selbst sein kann. Dass es ein "Wir" gibt und man trotzdem "man selbst" bleibt. Aber genau das Gefühl habe ich immer! Ich will mein "allein-leben" nicht aufgeben, wenn er von zusammenziehen redet bekomm ich schon Panik! Ich fühl mich schnell eingeengt und will viele Sachen trotzdem immer "alleine" machen, alleine entscheiden und so. Mein Freund hat eher das gegenteil. Er leidet unter Verlustängsten und hat immer wahnsinnig schnell Angst mich zu verlieren, oftmals grundlos. Ist schnell eifersüchtig und manchmal versucht er auch zu klammern. Was dazu führt dass ich mich dann noch mehr zurückziehe, er wiederum interpretiert das so dass ich mich von ihm abwende usw...echt schwierig manchmal! Irgendwie WILL ich ja eine Zukunft mit ihm, irgendwie aber auch nicht bzw. ich hab panische Angst davor!
Hat jemand Erfahrung mit Beziehung- / Verlustängsten?

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16. Mai 2013 um 7:42

Nunja...
Das, was Du da schilderst von Dir und Deinem Freund, sind Dinge, die klassisch in der Kindheit ihren Ursprung haben.

Du fühlst Dich "eingeengt" und nicht mehr frei, er eher das Gegenteil.

Wahrscheinlich der Grund, warum Ihr euch gefunden habt, wenn man so will. Denn genau das gilt es zu lösen.

Mit ein wenig Biographiearbeit kann man sowas "wunderbar" aufarbeiten und den genauen Ursachen auf den Grund kommen. Denn die Angst steht "stellvertretend" für etwas, was, wie o.g., in der Kindheit abgelaufen ist. Wahrscheinlich irgendwann im Elternhaus gab es eine oder dauerhaft Situationen/Erlebnisse, die Dich im heutigen Erwachsenenleben zu einer solchen Denkweise kommen lassen.

Du könntest Dich fragen, wofür die aufkommende Angst steht. Welche Gefühle oder Gedanken kommen dann genau hoch, wenn Du es einmal zu Ende denkst, mit dem Mann zusammenzuziehen? Meist führt das schon in die richtige Richtung...

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16. Mai 2013 um 16:31
In Antwort auf heikeen

Nunja...
Das, was Du da schilderst von Dir und Deinem Freund, sind Dinge, die klassisch in der Kindheit ihren Ursprung haben.

Du fühlst Dich "eingeengt" und nicht mehr frei, er eher das Gegenteil.

Wahrscheinlich der Grund, warum Ihr euch gefunden habt, wenn man so will. Denn genau das gilt es zu lösen.

Mit ein wenig Biographiearbeit kann man sowas "wunderbar" aufarbeiten und den genauen Ursachen auf den Grund kommen. Denn die Angst steht "stellvertretend" für etwas, was, wie o.g., in der Kindheit abgelaufen ist. Wahrscheinlich irgendwann im Elternhaus gab es eine oder dauerhaft Situationen/Erlebnisse, die Dich im heutigen Erwachsenenleben zu einer solchen Denkweise kommen lassen.

Du könntest Dich fragen, wofür die aufkommende Angst steht. Welche Gefühle oder Gedanken kommen dann genau hoch, wenn Du es einmal zu Ende denkst, mit dem Mann zusammenzuziehen? Meist führt das schon in die richtige Richtung...

Hey
Naja, ich denke die meisten Ängste liegen irgendwo in der Kindheit...

Mhm ja...aber das zu lösen ist leider verdammt schwer ;( Ich war bis vor kurzem in ambulanter Therapie, er ist auch in Therapie..das is gut, manchmal aber auch schwierig.

Danke für den Tipp, ich werde das mal versuchen...is echt schwierig das zu sagen, ich weiß es selbst manchmal nicht so genau. Irgendwie meine "Freiheit" zu verlieren, nicht mehr ich selbst sein können...und einfach Angst dass er dann IMMER soviel Nähe will und ich eben der Typ bin, der auch mal seine Freiheiten brauch...

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19. Mai 2013 um 13:07

Ja es ist schwierig
ich kann das Geschribene von heikeen nur bestätigen.
Es ist ein langer Weg.
Als erstes müsst Ihr beide Erkenntnisse bekommen wie Ihr seid und wieso es so ist.
Doch die Erkenntnisse zu bekommen ist nicht einfach, den oft sagt man ich verstehe es, jedoch versteht man es nicht wirklich, nicht im Kopf.
Ich habe das Ganze schon durch, ich bin so wie dein Freund.
Er hat die Liebe der Eltern als Kind nicht genug erhalten, auch wenn diese Ihn lieben, haben die es wahrscheinlich viel Zeit mit anderen Dingen verbracht, als Ihm die Liebe zu zeigen.
Da er diese LIebe sehr vermisst hat, will er um so mehr diese Liebe jetzt haben und hält dich fest, doch damit übt er einen Druck auf dich aus, jeder würde sich da zurückziehen.
Es kann auch sein, dass er keinen oder wenig Selbstbewusstsein hat und somit durch dich die Bestätigung bekommt jemand, ein Mensch zu sein, deswegen braucht er dich und klammert sich so auch an dich.
Es muss Ihm klar werden wie er ist und was er damit anstellt, mit sich selbst und auch mit dir, was er damit auslöst.
Ich denke wenn er es verstanden hat und dich nicht mehr einengt und dir mehr Freiraum gibt, wirst du auch besser damit umgehen können und auch evtl mit Ihm leben können. Da ich dich jedoch nicht so kenne, weiss ich nicht welche Erlebnisse du als Kleinkind hattest oder vllt hast du auch aus den anderen Beziehungen was in dich aufgenommen.
Den manche bei denen die frühere Beziehungen falsch liefen, zum Schluss führten oder wenn du von deinem damaligem Partner zurückgewissen wurdest, wollen es nicht mehr erleben. Entweder haben diese Angst sich zu binden und weisen die Person eher etwas zurück, so zusagen bevor du mir weh tust, tue ich es oder die denken wenn ich Ihn zurückhalte vermisst er mich mehr und liebt mich und geht nicht weg. Manche wiederum haben Angst diesen Menschen wieder zu verlieren und denken die haben in der vorherigen Beziehungen nicht genug Liebe gezeigt, wieso der Partner damals Sie verlassen hat und somit fangen diese an extrem die Liebe zu zeigen und ersticken mit der Liebe seinen Partner.
Es gibt einige Gründe für die Verhaltensweisen.
Entweder Kindheit oder frühere Beziehungen haben dazu beigetragen oder auch beides.

Übrigens Erkenntnisse kann man nicht erzwingen, diese kommen dann wenn die es für richtig halten.
Es passiert durch reden, zumindest bei mir, durch welche gesagten Sachen.
Manche wiederum blockieren sich selbst, den die haben in dem Gehhirn schon einprogrammiert, ich habe Angst vor den Erkenntnissen und somit bekommen die keine.
Vieles passiert unbewusst, im Unterbewusstsein.

Manche Menschen leben Ihr ganzes Leben lang und erkennen gar nichts, wie schade, diese vergolden das Leben.

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20. Mai 2013 um 21:27
In Antwort auf olyvia_12154762

Ja es ist schwierig
ich kann das Geschribene von heikeen nur bestätigen.
Es ist ein langer Weg.
Als erstes müsst Ihr beide Erkenntnisse bekommen wie Ihr seid und wieso es so ist.
Doch die Erkenntnisse zu bekommen ist nicht einfach, den oft sagt man ich verstehe es, jedoch versteht man es nicht wirklich, nicht im Kopf.
Ich habe das Ganze schon durch, ich bin so wie dein Freund.
Er hat die Liebe der Eltern als Kind nicht genug erhalten, auch wenn diese Ihn lieben, haben die es wahrscheinlich viel Zeit mit anderen Dingen verbracht, als Ihm die Liebe zu zeigen.
Da er diese LIebe sehr vermisst hat, will er um so mehr diese Liebe jetzt haben und hält dich fest, doch damit übt er einen Druck auf dich aus, jeder würde sich da zurückziehen.
Es kann auch sein, dass er keinen oder wenig Selbstbewusstsein hat und somit durch dich die Bestätigung bekommt jemand, ein Mensch zu sein, deswegen braucht er dich und klammert sich so auch an dich.
Es muss Ihm klar werden wie er ist und was er damit anstellt, mit sich selbst und auch mit dir, was er damit auslöst.
Ich denke wenn er es verstanden hat und dich nicht mehr einengt und dir mehr Freiraum gibt, wirst du auch besser damit umgehen können und auch evtl mit Ihm leben können. Da ich dich jedoch nicht so kenne, weiss ich nicht welche Erlebnisse du als Kleinkind hattest oder vllt hast du auch aus den anderen Beziehungen was in dich aufgenommen.
Den manche bei denen die frühere Beziehungen falsch liefen, zum Schluss führten oder wenn du von deinem damaligem Partner zurückgewissen wurdest, wollen es nicht mehr erleben. Entweder haben diese Angst sich zu binden und weisen die Person eher etwas zurück, so zusagen bevor du mir weh tust, tue ich es oder die denken wenn ich Ihn zurückhalte vermisst er mich mehr und liebt mich und geht nicht weg. Manche wiederum haben Angst diesen Menschen wieder zu verlieren und denken die haben in der vorherigen Beziehungen nicht genug Liebe gezeigt, wieso der Partner damals Sie verlassen hat und somit fangen diese an extrem die Liebe zu zeigen und ersticken mit der Liebe seinen Partner.
Es gibt einige Gründe für die Verhaltensweisen.
Entweder Kindheit oder frühere Beziehungen haben dazu beigetragen oder auch beides.

Übrigens Erkenntnisse kann man nicht erzwingen, diese kommen dann wenn die es für richtig halten.
Es passiert durch reden, zumindest bei mir, durch welche gesagten Sachen.
Manche wiederum blockieren sich selbst, den die haben in dem Gehhirn schon einprogrammiert, ich habe Angst vor den Erkenntnissen und somit bekommen die keine.
Vieles passiert unbewusst, im Unterbewusstsein.

Manche Menschen leben Ihr ganzes Leben lang und erkennen gar nichts, wie schade, diese vergolden das Leben.

Danke
Vielen Dank für deine Meinung.

Ich selbst war schon in Therapie, bzw. BIN in Therapie und mache gerade eine Pause..mein Freund ist auch in Therapie. Wir arbeiten also gewissermaßen schon beide daran. Und ich denke es ist uns auch irgendwo beiden klar dass es lange dauert..bis man das "aufgearbeitet" hat und dann auch mit umgehen kann. Was ich mich nur manchmal frage bzw. manchmal HABE ich einfach den Eindruck dass wir uns da selbst ein Stückweit im Weg stehen?! Weil wir eben beide irgendwie "extrem"! sind und uns manchmal gegenseitig noch mehr in unsere Problematiken "reindrücken"..ich mich eben schnell zurückziehe, er cdadurch aber noch mehr Panik bekommt, noch mehr klammert, wodurch ich mich dann wieder noch bedrängter fühle und zurückziehe..und ich weiß manchmal einfach nicht wie wir damit umgehen sollen..also ob wir uns da überhaupt gegenseitig helfen können oder mehr behindern...

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21. Mai 2013 um 10:11

.
Guten Morgen EvaChristinab1,

dein Freund muss an sein Selbstbewusstsein kämpfen. Übe das mit dem. Mach dem auch klar genug dass nur du der jenige bist den du Liebst und mit dem du die Zukunft verbringen willst. Sag ihm was du fühlst.

Grüße,
Lisa

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