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Beziehung zu meiner Mutter bröckelt immer mehr ab (, was tun??

15. August 2012 um 12:11

Hallo Zusammen

Bin Einzelkind, 29Jahre alt. Lebe seit 5 Jahren alleine. Meine Mutter ist seit 20 Jahren alleine, hat keinen neuen Partner mehr gefunden bzw. gewollt. Vor 10Jahren hatte sie einen Arbeitsunfall, hat sich dabei Rippen geprellt, Bandscheibenvorfall ect.! Ist seit da nur zu Hause, total depressiv, hat sich verbarikadiert in ihrer Wohnung, will nicht mehr raus, kein Mensch lässt sie in ihre Wohnung. Sie ist permanent alleine.

Nun leidet sie auch noch an einer Schizophrenie denke ich, hört stimmen, spricht mit sich alleine, sieht und hört den Teufel und und und ...

Seit Jahren hab ich gespührt das sie eigentlich eine Therapie nötig hätte, auch ihr Arzt hat sie drauf angesprochen, aber sie blockt alles ab. Medikamente, Therapie .. einfach alles.

Und nun ist es soweit das ich mir vorkomme als würd ich gegen eine Wand sprechen, sie nimmt garnichts mehr an. Lässt mich teilweise nicht mal mehr zu ihr rein, da ich nun auch der Teufel bin anscheinend.

Habe tagelang geweint, es tat mir sooo weh. Sie so zu sehn und irgendwie machts mich auch sauer. Das Lebenlang war ich nie genug wert, immer hat sie mich fertig gemacht, als Kind viel geschlagen, mir mein Selbstwertgefühl zerstört .. (mittlerweile seit ich ausgezogen bin, hab ich mir das aber wieder alles aufgebaut und mir gehts super, bin glücklich und zufrieden).

Nur das mit ihr macht mich fertig. Sie hat so einen sturen Dickschädel...nichts will sie annehmen, keinen Rat, eifach nix.

Sie ist meine Mutter und sie hat nur mich, dann denke ich "kämpf um sie, lass sie nicht im Stich" und dann gibts wieder Momente wo ich denke "ich hab KEINE Kraft mehr, sie nervt mich sooo und sie macht mich so wütend, enttäuscht mich in allen Situationen" ..

Was würdet ihr tun? Wie würdet ihr mit so was umgehn?

Sie in eine Klinik einweisen hab ich auch Angst , weiss einfach nicht weiter ...

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15. August 2012 um 19:24

Kein Grund zur Angst
Die Kliniken sind nicht das, was man sich landläufig leider darunter vorstellt.

Zunächst einmal: Vorsicht mit wilden Diagnosen. Ich kenne einige Schizophrene, auch sehr gut, daher weiss ich: "Stimmen hören" gehört nicht zum üblichen Krankheitsbild, das ist weitaus eher ein Symptom bei anderen Störungen. Deren Diagnose überlasse ich aber denen, die sie stellen dürfen.
Nicht mit Worten um Dich werfen, die Du nicht kennst

Zu dem Thema Klinik:
Ich habe schon zu viele von innen gesehen, daher kann ich Dir versichern, dass das mit den lieben Leuten, die mit der "hab-mich-lieb-Jacke" kommen, den Patienten irgendwo hin bringen, wo eine grosse schwere Türe hinter ihr zufällt und sie mitten unter Menschen ist, die in einer ganz anderen Welt leben - das hat mit der Realität *nichts* zu tun.

Es ist aber so, dass man aus solchen Situationen allein nur schwer und wenn man darin ungeübt ist, nahezu gar nicht allein wieder rauskommt. Sie müsste wirklich aktiv dagegen ankämpfen - wofür sie Deiner Beschreibung nach wahrscheinlich nicht die Kraft hat - und das über *sehr* lange Zeit. 6 Monate, wahrscheinlicher 9 lang oder mehr kämpfen, um allein wieder in ein ungefähr glückliches Leben zurückzufinden.
Deine Beschreibung klingt nicht, als wäre das für sie eine Option. Deswegen braucht sie Hilfe, die Du nicht geben kannst. Du hast das Fachwissen nicht und die Mittel nicht und (Entschuldige...) die Autorität nicht - und ziemlich sicher nicht die Zeit.

Die anderen Patienten, auf die sie da trifft, sind zum grössten Teil in der gleichen Lage wie sie. Sie sind in einer Situation gelandet, aus der sie so ohne weiteres nicht allein herauskommen. Alle anderen haben spezielle Stationen, mit denen kommt sie wahrscheinlich nicht mal in Berührung.
Die Bindung zwischen Patienten auf solchen Stationen ist fast immer sehr stark, vieles stützt sich da auch gegenseitig. Sie trifft Menschen, die in der gleichen Lage sind, die sie verstehen und ähnliches erlebt haben - allein das stützt.

Im worst-case kann sie da mit wenigen Ausnahmen jederzeit die Klinik wieder verlassen. Das ist kein Schritt ohne Umkehrmöglichkeit.

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15. August 2012 um 23:54

Die anderen
haben kein Unrecht, mit der Idee, sie in eine Klinik einweisen zu lassen. Sie weiß ja nicht mehr, was Realität und Phantasie ist. Das es soweit gekommen ist, dass sie kein Gefühl mehr für die Welt hat, muss sich aber schon seit mehreren Jahren entwickelt haben. Dadurch, dass sie sich so allein fühle, dass hat sich durcheinander gebracht und glauben lassen, dass es niemanden mehr in ihrem Leben gibt, dem man sich anvertrauen kann. Ich kenne zwar keine Leute n meinem Umfeld, die dieses Problem auch haben, aber ich habe es ziemlich schwer, mit meinen Großeltern, die beide ein Pflegefall sind, obwohl es der Oma nun ein bisschen besser geht. Alzheimer ist aber auch nicht gerade das, was ich mir erträumt hatte. Es ist schwierig, etwas zu unternehmen und leidtun sie einem allemal, auch mir deine Mutter. Sie unternhem bestimmt nicht viel aushalb und mit Freunden, kam nciht über den Schmerz des Lebenspartners drüber hinweg, und dass die Tochter außerhalb wohnt. Da hätte vorher schon eine Maßnahme ergriffen werden sollen und ja verdammt um einige wertvolle Menschen kämpft man tatsächlich heute noch, auch wenn man Tiefpunkte erlebt und das immer und immer wieder.
Schritt 1. Mach ihr klar, dass sie Hilfe braucht, auch wenn du mal mit härteren Maßnahmen anrücken musst. Wenn es so schlimm ist, wie du sagt( mit dem Teufelsgefasel usw.) Sprich mit vertrauten Personen, die deine Mutter noch kannten. Vielleicht haben die eine Idee. Klar werden die allemal schockiert sein.
Schritt 2. Such dir eine geeignete Klinik und einen weiterführenden Therapeuten. Die wissen, wie man den Willen der Menschen bricht, um sie zum Reden zu bekommen. Reden hilft ja bekanntlichermaßen immer. (Dnk auch wieder an Höhe- und Tiefpunkte. Nicht alles läuft so wie geplant.)
Schritt 3. Sucht eine neue Wohung. Eine kleiner, in der man sich aber auch wohlfühlt und schmeißt Sachen weg, an die sie schlimmer Erinerungen hat. Dann wird es leichter, siech wieder im sozialem System einzufinden. Aber nicht gerade 50 m entfernt von deiner. Sonst musst du viel mit ihr unternhemen und ruft ständig an. (Ich liebe meine Großeltern, aber sie wohnen unter uns und es nervt, 5 mal am Tag wegen einer KLEINIGKEIT angebiommelt zu werden, besonderns, wenn man in Sachen verteift ist.)
Schritt 4. Unternehmt gemeinsam Dinge. Bau wieder eine Persönlichkeit auf, die dich reizt, auch Aktivitäten wiederholen zu wollen bzw. Hobbysuche zu zweit. Etwas dass euch verbindet. Sprech mit ihr, lass die Vergangnheit aus. Therapeut geht sowieso drauf zurück, dann musst du dass auch nciht noch. Eventuell kanst du aber ihn/sie nach Fortschritten fragen.

Ich hoffe ich konnte einige Standpunkte näher beleuchten und habe jetzt den Überblick der Sache nciht verloren. Wie gesagt, ich hatte soeinen Fall noch nicht, deswegen kenne ich die genauen Ausmaße nciht. Würde gerne hören, was andere noch sonst so denken.

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16. August 2012 um 9:57
In Antwort auf tuyet_12129430

Die anderen
haben kein Unrecht, mit der Idee, sie in eine Klinik einweisen zu lassen. Sie weiß ja nicht mehr, was Realität und Phantasie ist. Das es soweit gekommen ist, dass sie kein Gefühl mehr für die Welt hat, muss sich aber schon seit mehreren Jahren entwickelt haben. Dadurch, dass sie sich so allein fühle, dass hat sich durcheinander gebracht und glauben lassen, dass es niemanden mehr in ihrem Leben gibt, dem man sich anvertrauen kann. Ich kenne zwar keine Leute n meinem Umfeld, die dieses Problem auch haben, aber ich habe es ziemlich schwer, mit meinen Großeltern, die beide ein Pflegefall sind, obwohl es der Oma nun ein bisschen besser geht. Alzheimer ist aber auch nicht gerade das, was ich mir erträumt hatte. Es ist schwierig, etwas zu unternehmen und leidtun sie einem allemal, auch mir deine Mutter. Sie unternhem bestimmt nicht viel aushalb und mit Freunden, kam nciht über den Schmerz des Lebenspartners drüber hinweg, und dass die Tochter außerhalb wohnt. Da hätte vorher schon eine Maßnahme ergriffen werden sollen und ja verdammt um einige wertvolle Menschen kämpft man tatsächlich heute noch, auch wenn man Tiefpunkte erlebt und das immer und immer wieder.
Schritt 1. Mach ihr klar, dass sie Hilfe braucht, auch wenn du mal mit härteren Maßnahmen anrücken musst. Wenn es so schlimm ist, wie du sagt( mit dem Teufelsgefasel usw.) Sprich mit vertrauten Personen, die deine Mutter noch kannten. Vielleicht haben die eine Idee. Klar werden die allemal schockiert sein.
Schritt 2. Such dir eine geeignete Klinik und einen weiterführenden Therapeuten. Die wissen, wie man den Willen der Menschen bricht, um sie zum Reden zu bekommen. Reden hilft ja bekanntlichermaßen immer. (Dnk auch wieder an Höhe- und Tiefpunkte. Nicht alles läuft so wie geplant.)
Schritt 3. Sucht eine neue Wohung. Eine kleiner, in der man sich aber auch wohlfühlt und schmeißt Sachen weg, an die sie schlimmer Erinerungen hat. Dann wird es leichter, siech wieder im sozialem System einzufinden. Aber nicht gerade 50 m entfernt von deiner. Sonst musst du viel mit ihr unternhemen und ruft ständig an. (Ich liebe meine Großeltern, aber sie wohnen unter uns und es nervt, 5 mal am Tag wegen einer KLEINIGKEIT angebiommelt zu werden, besonderns, wenn man in Sachen verteift ist.)
Schritt 4. Unternehmt gemeinsam Dinge. Bau wieder eine Persönlichkeit auf, die dich reizt, auch Aktivitäten wiederholen zu wollen bzw. Hobbysuche zu zweit. Etwas dass euch verbindet. Sprech mit ihr, lass die Vergangnheit aus. Therapeut geht sowieso drauf zurück, dann musst du dass auch nciht noch. Eventuell kanst du aber ihn/sie nach Fortschritten fragen.

Ich hoffe ich konnte einige Standpunkte näher beleuchten und habe jetzt den Überblick der Sache nciht verloren. Wie gesagt, ich hatte soeinen Fall noch nicht, deswegen kenne ich die genauen Ausmaße nciht. Würde gerne hören, was andere noch sonst so denken.

Die wissen, wie man den Willen der Menschen bricht, um sie zum Reden zu bekommen.
Sorry, aber hast Du sie noch alle?1?

1) Die *einzig mögliche Basis* für eine funktionierende Therapie ist Vertrauen zwischen Arzt oder Psychologe / Psychotherapeut und Patient. Das ist schon schwer genug, auch ohne dass Du hier mit solchen gebündelten Mist um Dich wirfst.

2) Eine Psychotherapie ist keine Blindarm - OP, wo der Arzt die Operation durchführt und der Patient still hält und abwartet. Bei psych. Problemen können die Behandler nur die Richtung geben, Ansätze, Techniken erklären - ein wenig in eine Rictung schubsen und das Handwerkszeug mitgeben also. Alles andere kann und muss der Patient selbst machen. Das braucht vor allem Kraft und Willen. Wenn man einen Patienten bricht, würde man ihm die Chance nehmen, wieder in ein glückliches Leben zurückzufinden. Das Gegenteil ist der Fall. Man bricht nicht, man stützt und baut auf. Zumindest sollte es so sein.

3) Reden hilft bei solchen Fällen gar nichts. Also klar, jeder Arzt, auch der Hausarzt, fragt, wie man mit der Theraie klar kommt, wie man mit den Medikamenten klar kommt, ob die Therapie anschlägt, man sich besser fühlt, ob noch irgendwo "der Schuh drückt" etc. - ist da nicht anders. Aber für die eigentliche Therapie bringt Gelaber gar nichts. Auch wenn es für Laien so ausseen mag.

4) Du rätst gerade einer Dir völlig fremden Person, über den Kopf der anderen Dir völlig fremden Person hinweg zu entscheiden, dass diese eine neue Wohnung braucht und von Teilen ihres Besitzes getrennt werden sollte?!? WIE BITTE? Natürlich *kann* das in dem Falle sinnvoll sein - auf den Rat der Behandler hin und niemals über den Kopf des Betroffenen hinweg.
Überlegst Du Dir mal bitte, wie die Mutter sich da fühlen soll? Völlig entwurzelt, würde ich sagen. Herausgerissen aus dem, was Sicherheit versprach und irgendwo in der Fremde ausgesetzt. GEHTS NOCH?!?
Auch wenn man das mit ihr pro Forma abspricht ala "Du ich denke es ist besser, guck mal ich hab da gesehen, wollen wir nicht machen...?" Sie könnte da gar nicht "Nein" sagen in ihrer Situation. Und sie bricht mit 90%iger Wahrscheinlichkeit völlig zusammen, wenn sie dort das erste oder zweite mal allein ist. Auch wenn das nach einer Theraoie ist. Herrgott, denk doch mal nach! Sie vergräbt sich zu Hause - weil das der einzige Ort ist, an dem sie sich sicher fühlt!!! Wie schlau kann es sein, ihr den zu nehmen, wenn sie völlig instabil ist?!?
Wenn man in solchen Situationen eingreift, sollte man verdammt noch mal wissen, was man tut. Du weißt es ganz sicher nicht und der TE kann es nicht wissen. Also bitte, tut nicht, was ihr denkt, dass es richtig wäre, fragt vorher jemanden, der sich mit sowas auskennt.

5) Das hören von Stimmen ist Symptom von ernsthaften Persönlichkeitsstörungen. Das hat mit "Phantasie" mal überhaupt nichts zu tun. Das sie das Gefühl hat, "dass es niemanden mehr in ihrem Leben gibt, dem man sich anvertrauen kann. " Würde ich auch stark bezweifeln. Warum? Weil ich solche Situationen "von innen" kenne und nicht darüber schwatze wie ein Kuckuck, der schon mal ein Nest gesehen, aber nie eins gebaut hat.

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16. August 2012 um 14:44
In Antwort auf avarrassterne

Die wissen, wie man den Willen der Menschen bricht, um sie zum Reden zu bekommen.
Sorry, aber hast Du sie noch alle?1?

1) Die *einzig mögliche Basis* für eine funktionierende Therapie ist Vertrauen zwischen Arzt oder Psychologe / Psychotherapeut und Patient. Das ist schon schwer genug, auch ohne dass Du hier mit solchen gebündelten Mist um Dich wirfst.

2) Eine Psychotherapie ist keine Blindarm - OP, wo der Arzt die Operation durchführt und der Patient still hält und abwartet. Bei psych. Problemen können die Behandler nur die Richtung geben, Ansätze, Techniken erklären - ein wenig in eine Rictung schubsen und das Handwerkszeug mitgeben also. Alles andere kann und muss der Patient selbst machen. Das braucht vor allem Kraft und Willen. Wenn man einen Patienten bricht, würde man ihm die Chance nehmen, wieder in ein glückliches Leben zurückzufinden. Das Gegenteil ist der Fall. Man bricht nicht, man stützt und baut auf. Zumindest sollte es so sein.

3) Reden hilft bei solchen Fällen gar nichts. Also klar, jeder Arzt, auch der Hausarzt, fragt, wie man mit der Theraie klar kommt, wie man mit den Medikamenten klar kommt, ob die Therapie anschlägt, man sich besser fühlt, ob noch irgendwo "der Schuh drückt" etc. - ist da nicht anders. Aber für die eigentliche Therapie bringt Gelaber gar nichts. Auch wenn es für Laien so ausseen mag.

4) Du rätst gerade einer Dir völlig fremden Person, über den Kopf der anderen Dir völlig fremden Person hinweg zu entscheiden, dass diese eine neue Wohnung braucht und von Teilen ihres Besitzes getrennt werden sollte?!? WIE BITTE? Natürlich *kann* das in dem Falle sinnvoll sein - auf den Rat der Behandler hin und niemals über den Kopf des Betroffenen hinweg.
Überlegst Du Dir mal bitte, wie die Mutter sich da fühlen soll? Völlig entwurzelt, würde ich sagen. Herausgerissen aus dem, was Sicherheit versprach und irgendwo in der Fremde ausgesetzt. GEHTS NOCH?!?
Auch wenn man das mit ihr pro Forma abspricht ala "Du ich denke es ist besser, guck mal ich hab da gesehen, wollen wir nicht machen...?" Sie könnte da gar nicht "Nein" sagen in ihrer Situation. Und sie bricht mit 90%iger Wahrscheinlichkeit völlig zusammen, wenn sie dort das erste oder zweite mal allein ist. Auch wenn das nach einer Theraoie ist. Herrgott, denk doch mal nach! Sie vergräbt sich zu Hause - weil das der einzige Ort ist, an dem sie sich sicher fühlt!!! Wie schlau kann es sein, ihr den zu nehmen, wenn sie völlig instabil ist?!?
Wenn man in solchen Situationen eingreift, sollte man verdammt noch mal wissen, was man tut. Du weißt es ganz sicher nicht und der TE kann es nicht wissen. Also bitte, tut nicht, was ihr denkt, dass es richtig wäre, fragt vorher jemanden, der sich mit sowas auskennt.

5) Das hören von Stimmen ist Symptom von ernsthaften Persönlichkeitsstörungen. Das hat mit "Phantasie" mal überhaupt nichts zu tun. Das sie das Gefühl hat, "dass es niemanden mehr in ihrem Leben gibt, dem man sich anvertrauen kann. " Würde ich auch stark bezweifeln. Warum? Weil ich solche Situationen "von innen" kenne und nicht darüber schwatze wie ein Kuckuck, der schon mal ein Nest gesehen, aber nie eins gebaut hat.

Hey,
mein Verstand ist gesund und ich äußere hier nur einen Standpunkt zu der Aussage. Nicht alles, was hier geschrieben wird, seis in dem Thread oder in anderen, muss man so beleuchten, dass man nicht alles schlichtweg übernehmen kann. Die Situtation hat niemand genau vor Augen.

1.Klar muss der Therapeut sich langsam nähern und ein Vertrauen aufbauen. "Mit dem Willen brechen" ist direkt und hart formuliert, aber ich habe da nicht ganz unrecht. Er bringt den Patient durch sein Auftreten zum Reden und damit verbindet sie ein Band, dass schlichtweg zum schrittweisen Heilen führen soll. Therapeuten kennen das Menschenwesen doch genau. Ich hätte es eher so sagen sollen:
Der Therapeut führt vom falschen Weg ab, deshalb durschreitet er eine Grenze im Leben des Patienten und holt ihn quasie Stück für Stück zurück. Damit erzeugt er, dass ein leitfaden entsteht, den man entlanggeht.

Deutest du das immer noch so unmenschlich?

2. Man soll doch auch nicht das Leben anderer grundsätzlich zu einer Gebrauchsanweisung umgestalten. Klar gibt man Hilfe, doch zerstören geht in die falsche Richtung.

3. Ja, vielleicht hast du Recht.
Auch die Taten, die zum Fortschrott beitragen sind nicht auszuassen, sondern sind mit an erster Stelle gesetzt. Vom Reden alle tut sich nichts, klar, aber man kann sich zu Herzen nehmen, wie man vorgehen kann.
Ich denke, es gibt solche Patieten, die nicht gerne angesprochen werden und nichts sagen und Patienden, die auch wenn sie es vielleicht nicht wollen, reden.
Kann das Reden vleiiecht nicht abhängig davon sein, welchen Lösungsweg man einschlägt, bzw. bessere Fortschritte macht. Irgendwo muss man doch weiterkommen.

4. Mal langsam, ja. Manchen Menschen tut ein Neuanfang gut, anderen nicht. Muss auf den Charakter abgestimmt werden, damit man genaueres sagen kann.
Ich habe ja nur gemeint, dass es EINE Option wäre. Ich seh zufälligerweise nicht aus wie ein Psychologe, ja!
Außerdem soll doch nicht gleich ein Umzug von Hamburg nach Stuttgart vorliegen. Wäre ja krass, hm?
Außerdem sollst du doch nicht jeden Kontakt zerbrechen lassen, da würde ich mich auch unwohl fühlen.
Eine Eingewöhnungszeit ist nötig, immer nötig. Man muss sich neu einstellen, aber was ist wenn man zufrieden damit ist. Sie soll sich ja auch nicht gleich etwas antun. Eine Person, die imer mal vorbeischaut wäre schon nicht schlecht. Bin gerade nur ein bisschen an zweifeln, wer das sein sollte, wenn sie denn vorher schon niemanden reingelassen hat, also in die Wohung. Ich hoffe, darin sieht es nicht allzuschlimm aus, wegen eventueller Vernachlässigung.

Und wenn sie sich zu Hause besser wohlfühlt, dann lässt man das doch besser sein. Aber sie sollte doch offener werden. Kommt ja drauf an, wie die Therapie verläuft.

Das ist jetzt ziemlich gegenseitig...du rätst und argumentiers doch auch gerade mit, obwohl du dich nicht damit auskennst. Klar versuchst du nur mich zu verbessern, aber seien wir mal ehrlich, wir sind alle dazu geschaffen Ratschläge zu geben, oder etwa nicht? Ich glaube, sonst hätte sie hier niemanden gefragt, sondern wäre gleich zu jemanden gegangen, der das Krankheitsbild erkennt und Maßnahmen ergreift.

5. Die Störüng hat trotzdem was mit dem surrealem zu tun, weil sie es ja nur denkt. Soetwas kann bekanntlich doch vieles auslösen. Ob es eine Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie oder doch gar ein Tumor (können doch auch, wenn sie im Hirn liegen, den Menschen grundsätzlich verändern)

Was weiß ich, was sie genaues hat.
Soll man einfach mal abchecken lassen.

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16. August 2012 um 15:49
In Antwort auf tuyet_12129430

Hey,
mein Verstand ist gesund und ich äußere hier nur einen Standpunkt zu der Aussage. Nicht alles, was hier geschrieben wird, seis in dem Thread oder in anderen, muss man so beleuchten, dass man nicht alles schlichtweg übernehmen kann. Die Situtation hat niemand genau vor Augen.

1.Klar muss der Therapeut sich langsam nähern und ein Vertrauen aufbauen. "Mit dem Willen brechen" ist direkt und hart formuliert, aber ich habe da nicht ganz unrecht. Er bringt den Patient durch sein Auftreten zum Reden und damit verbindet sie ein Band, dass schlichtweg zum schrittweisen Heilen führen soll. Therapeuten kennen das Menschenwesen doch genau. Ich hätte es eher so sagen sollen:
Der Therapeut führt vom falschen Weg ab, deshalb durschreitet er eine Grenze im Leben des Patienten und holt ihn quasie Stück für Stück zurück. Damit erzeugt er, dass ein leitfaden entsteht, den man entlanggeht.

Deutest du das immer noch so unmenschlich?

2. Man soll doch auch nicht das Leben anderer grundsätzlich zu einer Gebrauchsanweisung umgestalten. Klar gibt man Hilfe, doch zerstören geht in die falsche Richtung.

3. Ja, vielleicht hast du Recht.
Auch die Taten, die zum Fortschrott beitragen sind nicht auszuassen, sondern sind mit an erster Stelle gesetzt. Vom Reden alle tut sich nichts, klar, aber man kann sich zu Herzen nehmen, wie man vorgehen kann.
Ich denke, es gibt solche Patieten, die nicht gerne angesprochen werden und nichts sagen und Patienden, die auch wenn sie es vielleicht nicht wollen, reden.
Kann das Reden vleiiecht nicht abhängig davon sein, welchen Lösungsweg man einschlägt, bzw. bessere Fortschritte macht. Irgendwo muss man doch weiterkommen.

4. Mal langsam, ja. Manchen Menschen tut ein Neuanfang gut, anderen nicht. Muss auf den Charakter abgestimmt werden, damit man genaueres sagen kann.
Ich habe ja nur gemeint, dass es EINE Option wäre. Ich seh zufälligerweise nicht aus wie ein Psychologe, ja!
Außerdem soll doch nicht gleich ein Umzug von Hamburg nach Stuttgart vorliegen. Wäre ja krass, hm?
Außerdem sollst du doch nicht jeden Kontakt zerbrechen lassen, da würde ich mich auch unwohl fühlen.
Eine Eingewöhnungszeit ist nötig, immer nötig. Man muss sich neu einstellen, aber was ist wenn man zufrieden damit ist. Sie soll sich ja auch nicht gleich etwas antun. Eine Person, die imer mal vorbeischaut wäre schon nicht schlecht. Bin gerade nur ein bisschen an zweifeln, wer das sein sollte, wenn sie denn vorher schon niemanden reingelassen hat, also in die Wohung. Ich hoffe, darin sieht es nicht allzuschlimm aus, wegen eventueller Vernachlässigung.

Und wenn sie sich zu Hause besser wohlfühlt, dann lässt man das doch besser sein. Aber sie sollte doch offener werden. Kommt ja drauf an, wie die Therapie verläuft.

Das ist jetzt ziemlich gegenseitig...du rätst und argumentiers doch auch gerade mit, obwohl du dich nicht damit auskennst. Klar versuchst du nur mich zu verbessern, aber seien wir mal ehrlich, wir sind alle dazu geschaffen Ratschläge zu geben, oder etwa nicht? Ich glaube, sonst hätte sie hier niemanden gefragt, sondern wäre gleich zu jemanden gegangen, der das Krankheitsbild erkennt und Maßnahmen ergreift.

5. Die Störüng hat trotzdem was mit dem surrealem zu tun, weil sie es ja nur denkt. Soetwas kann bekanntlich doch vieles auslösen. Ob es eine Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie oder doch gar ein Tumor (können doch auch, wenn sie im Hirn liegen, den Menschen grundsätzlich verändern)

Was weiß ich, was sie genaues hat.
Soll man einfach mal abchecken lassen.


" Schritt 3. Sucht eine neue Wohung. Eine kleiner, in der man sich aber auch wohlfühlt und schmeißt Sachen weg, an die sie schlimmer Erinerungen hat. "
<=>
"Manchen Menschen tut ein Neuanfang gut, anderen nicht. Muss auf den Charakter abgestimmt werden, damit man genaueres sagen kann.
Ich habe ja nur gemeint, dass es EINE Option wäre."

Also entweder drückst Du Dich bemerkenswert unpräzise aus, oder das ist nicht das gleiche.

Ich verzichte mal darauf, das für die anderen Punkte ebenso durchzugehen, aber ich begründe noch, warum ich darauf so abgehe:
Wie die meisten mit psych. Krankheiten habe ich riesen Probleme durch dieses halbe Herunterspielen der Situation seitens der Verwandten und damit, dass es sehr viel schneller geht, diejenigen Verwandten zu zählen, die nicht ganz genau wissen, was nicht alles "gut für mich" ist und damit so unendlich weit daneben liegen, als die, die denken, sich mit mir absprechen und versuchen zu helfen - in sinnvoller Art.
Dazu kommt noch, dass die ersteren für sich selbst das Gefühl haben, sich für mich aufzuopfern und so viel mehr zu geben, als sie erhalten und immer Rücksicht nehmen - dafür gibt es auch genug Beispiele hier im Forum.

"Gut gemeint ist oft das genaue Gegenteil von gut gemacht" - üblicher Weise sind das genau solche "Ratschläge" wie die von Dir.

Sorry, das mit der "neuen Wohnung" ist und bleibt völlig daneben für mich. Auch dann, wenn der Schritt tatsächlich für die Betroffene irgendwann anstehen sollte. Nein, Du siehst kein bischen aus wie ein Psychologe. Aber Du rätst zu derart drastischen Einschnitten für Personen, die Du nicht kennst. Exakt das ist das Problem, was ich damit habe.

Natürlich gehe ich (von Anfang an) davon aus, dass die Dame gefragt wird. Aber ohne sie zu kennen und die Situation genau zu kennen, weiß ich dennoch, dass sie in einer Lage ist, wo sie so weitreichende Entscheidungen nicht treffen kann.
Sie vertraut entweder allen blind oder sie misstraut allen blind. Aber sie kann nicht entscheiden. Da bin ich mir sicher obwohl ich nur minimale Informationen habe.
Sie kann auch die Folgen für ihre emotionale Reaktion nicht abschätzen, auch nicht in oder kurz nach einer Theapie (weil die da zuserh im Fluß, in Bewegung ist), schon gar nicht, wenn sie danach in das High einer Euphorie gerät und unbedingt das ganze Leben jetzt ändern will.

Zurück zu dem einen Beispiel:
"hat sich verbarikadiert in ihrer Wohnung, will nicht mehr raus, kein Mensch lässt sie in ihre Wohnung" => da ist doch die Umgebung völlig irrelevant. Ob die neue Wohnung im Nachbarhaus ist oder in Stuttgart, die sichere Umgebung ist ganz offensichtlich die Wohnung selbst, da gibt es doch kaum etwas zu interpretieren.
Du kannst auch keinen Kontakt zerbrechen lassen - weil es im Moment keinen gibt. Keinen außer der Wohnung.

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16. August 2012 um 23:00


oha die Situation ist nicht schön...

alles gute wünsche ich dir oder eher gesagt euch.

lieben gruss Sana

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17. August 2012 um 9:03
In Antwort auf habiba_12737329


oha die Situation ist nicht schön...

alles gute wünsche ich dir oder eher gesagt euch.

lieben gruss Sana


Vielen liebe Dank Sana .. ich hoffe es wird besser.

Liebe Grüsse

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17. August 2012 um 9:15
In Antwort auf avarrassterne


" Schritt 3. Sucht eine neue Wohung. Eine kleiner, in der man sich aber auch wohlfühlt und schmeißt Sachen weg, an die sie schlimmer Erinerungen hat. "
<=>
"Manchen Menschen tut ein Neuanfang gut, anderen nicht. Muss auf den Charakter abgestimmt werden, damit man genaueres sagen kann.
Ich habe ja nur gemeint, dass es EINE Option wäre."

Also entweder drückst Du Dich bemerkenswert unpräzise aus, oder das ist nicht das gleiche.

Ich verzichte mal darauf, das für die anderen Punkte ebenso durchzugehen, aber ich begründe noch, warum ich darauf so abgehe:
Wie die meisten mit psych. Krankheiten habe ich riesen Probleme durch dieses halbe Herunterspielen der Situation seitens der Verwandten und damit, dass es sehr viel schneller geht, diejenigen Verwandten zu zählen, die nicht ganz genau wissen, was nicht alles "gut für mich" ist und damit so unendlich weit daneben liegen, als die, die denken, sich mit mir absprechen und versuchen zu helfen - in sinnvoller Art.
Dazu kommt noch, dass die ersteren für sich selbst das Gefühl haben, sich für mich aufzuopfern und so viel mehr zu geben, als sie erhalten und immer Rücksicht nehmen - dafür gibt es auch genug Beispiele hier im Forum.

"Gut gemeint ist oft das genaue Gegenteil von gut gemacht" - üblicher Weise sind das genau solche "Ratschläge" wie die von Dir.

Sorry, das mit der "neuen Wohnung" ist und bleibt völlig daneben für mich. Auch dann, wenn der Schritt tatsächlich für die Betroffene irgendwann anstehen sollte. Nein, Du siehst kein bischen aus wie ein Psychologe. Aber Du rätst zu derart drastischen Einschnitten für Personen, die Du nicht kennst. Exakt das ist das Problem, was ich damit habe.

Natürlich gehe ich (von Anfang an) davon aus, dass die Dame gefragt wird. Aber ohne sie zu kennen und die Situation genau zu kennen, weiß ich dennoch, dass sie in einer Lage ist, wo sie so weitreichende Entscheidungen nicht treffen kann.
Sie vertraut entweder allen blind oder sie misstraut allen blind. Aber sie kann nicht entscheiden. Da bin ich mir sicher obwohl ich nur minimale Informationen habe.
Sie kann auch die Folgen für ihre emotionale Reaktion nicht abschätzen, auch nicht in oder kurz nach einer Theapie (weil die da zuserh im Fluß, in Bewegung ist), schon gar nicht, wenn sie danach in das High einer Euphorie gerät und unbedingt das ganze Leben jetzt ändern will.

Zurück zu dem einen Beispiel:
"hat sich verbarikadiert in ihrer Wohnung, will nicht mehr raus, kein Mensch lässt sie in ihre Wohnung" => da ist doch die Umgebung völlig irrelevant. Ob die neue Wohnung im Nachbarhaus ist oder in Stuttgart, die sichere Umgebung ist ganz offensichtlich die Wohnung selbst, da gibt es doch kaum etwas zu interpretieren.
Du kannst auch keinen Kontakt zerbrechen lassen - weil es im Moment keinen gibt. Keinen außer der Wohnung.

VIELEN DANK ..
für eure lieben Ratschläge.

Jeder hat da ne andere Ansicht, streitet bitte nicht deswegen. Es sind alles nett gemeinte Ratschläge und für die bin ich euch SEHR dankbar.

Was den Wohnungswechsel angeht, sie lebt bereits in einer Wohnung seit 30 Jahren. Seit Jahren spricht sie, sie hätte gerne eine schönere grössere Wohnung. Ich druck ihr ständig die neuen Wohnungen aus die frei wären aber anrufen will sie dann doch nie ..

Ihren Arzt habe ich kontaktiert, er weiss Bescheid und er hat mir am Telefon gesagt sie wäre schon seit Jahren ein Fall für einen Psychiater, aber sie hat es immer abgelehnt von ihm Hilfe an zu nehmen. Auch Medikamente wollte sie nie nehmen. Er hat gemeint wir müssen einfach abwarten ..

Was das sprechen mit sich selber betrifft. Ich spreche mit ihr, 2-3 Sätze antwortet sie mir real und dann kehrt sie den Kopf zur Seite und flucht "Ihr Arschlöcher kriegt mein Geld nicht, verschwindet ihr verfluchten ..." .. oder dann nimmt sie wieder ihr MEsser und fuchtelt mit dem herum, so quasi sie sticht die nieder ..! Und so läuft das Stundenlang ab, und flucht ständig. Und dann sagt sie mir wieder "hörst du die stimmen nicht? Siehst du sie nicht?"

Und ich sag ihr dann immer das sei nur in ihrem Kopf, sie müsse in eine Therapie aber sie sagt dann immer ich verstände sie nicht, das sei alles real was sie sieht und hört.

Nächsten Montag werde ich mit dem Bezirksarzt zu ihr gehen, damit er sich auch mal ein Bild von ihr machen kann. Er kann Personen in die Klinik einweisen und er hätte es auch schon beim 1. Gespräch gemacht aber ich hab ihm dann gesagt warten wir bis sie Hilfe sucht, dann könnt ihr sie holen. Das geschah aber nie, deswegen gehn wir nun gemeinsam zu ihr und dann kann er die Lage vielleicht besser einschätzen.

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17. August 2012 um 11:02
In Antwort auf swarovski101

VIELEN DANK ..
für eure lieben Ratschläge.

Jeder hat da ne andere Ansicht, streitet bitte nicht deswegen. Es sind alles nett gemeinte Ratschläge und für die bin ich euch SEHR dankbar.

Was den Wohnungswechsel angeht, sie lebt bereits in einer Wohnung seit 30 Jahren. Seit Jahren spricht sie, sie hätte gerne eine schönere grössere Wohnung. Ich druck ihr ständig die neuen Wohnungen aus die frei wären aber anrufen will sie dann doch nie ..

Ihren Arzt habe ich kontaktiert, er weiss Bescheid und er hat mir am Telefon gesagt sie wäre schon seit Jahren ein Fall für einen Psychiater, aber sie hat es immer abgelehnt von ihm Hilfe an zu nehmen. Auch Medikamente wollte sie nie nehmen. Er hat gemeint wir müssen einfach abwarten ..

Was das sprechen mit sich selber betrifft. Ich spreche mit ihr, 2-3 Sätze antwortet sie mir real und dann kehrt sie den Kopf zur Seite und flucht "Ihr Arschlöcher kriegt mein Geld nicht, verschwindet ihr verfluchten ..." .. oder dann nimmt sie wieder ihr MEsser und fuchtelt mit dem herum, so quasi sie sticht die nieder ..! Und so läuft das Stundenlang ab, und flucht ständig. Und dann sagt sie mir wieder "hörst du die stimmen nicht? Siehst du sie nicht?"

Und ich sag ihr dann immer das sei nur in ihrem Kopf, sie müsse in eine Therapie aber sie sagt dann immer ich verstände sie nicht, das sei alles real was sie sieht und hört.

Nächsten Montag werde ich mit dem Bezirksarzt zu ihr gehen, damit er sich auch mal ein Bild von ihr machen kann. Er kann Personen in die Klinik einweisen und er hätte es auch schon beim 1. Gespräch gemacht aber ich hab ihm dann gesagt warten wir bis sie Hilfe sucht, dann könnt ihr sie holen. Das geschah aber nie, deswegen gehn wir nun gemeinsam zu ihr und dann kann er die Lage vielleicht besser einschätzen.

Ehrlich gesagt
... würde ich davon ausgehen, dass sie nicht da nicht anrufen will, obwohl sie etwas anderes gesagt hat, sondern dort tatsächlich nicht anrufen *kann*, obwohl sie weiss, dass sie aus der jetzigen Situation so nicht herauskommt.
Ich weiß, Du kannst Dir das sicher nicht vorstellen, was an einem Anruf so schwer sein kan, dass er unmöglich wird, wo einem doch da keiner etwas tun kann.
Panik hat unglaubliche Macht. Sie ist immer irrational, per Definition. Die Betroffenen wissen das meist auch.
Anderes Beispiel: Ein Mensch mit extremer Höhenangst weiss ganz genau, dass ihm auf einem Krichturm mit jeder Menge Stein und Beton eigentlich nichts passieren kann. Herzrasen, Schwindelgefühl bis hin zur Ohnmacht, Beine, die den Körper nicht mehr tragen, Übelkeit bis hin zum Erbrechen, Atemnot bis hin zum Gefühl zu ersticken - von all dem bleibt er trotzdem nicht verschont, weil die Panik den eigenen Körper dazu bringt, sich mit allen verfügbaren Mitteln zu wehren. Das kan man nicht einfach überwinden, indem man sich mal kurz zusammenreisst!

Vieles was Du beschreibst, können (!) Auswirkungen einer unglaublich großen Angst sein.
Stell Dir vor, Du kannst nicht schwimmen. In Deiner Vorstellung ist das Meer voll Riesenkraken und Haie und ... hm, die gehören da nicht hin, aber bestimmt sind da auch noch einige Schwärme Piranhas. Irgendwer versucht Dich die ganze Zeit, dazu zu kriegen, dass Du doch endlich mal schwimmen lernst. Im offenen Meer. Allein, Du kriegst auch einen Schwimmring und ein Funkgerät. Selbst wenn Du schwimmen lernen möchtest, wirst Du Dich nach einiger Zeit mit dem Messer gegen diesen Menschen wehren, wenn Du keine anderen Möglichkeiten siehst, ganz egal, wer das ist und wie gut der es meint.
Ja, ich weiss, dass Du sie nicht auf dem offenen Meer aussetzen möchtest. Das ist nur ein Versuch, Dir zu beschreiben, was sie (soweit ich das beurteilen kann) fühlt.

Oh und: das wird nicht besser, wenn Du für sie eine Schiffspassage buchst, weil sie es sicht nicht traut.

Ich habe Dir noch eine PN geschrieben.

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17. August 2012 um 11:27

Du kannst es nur akzepzieren, leider...
Hi,
das ist sehr schlimm, aber du kannst nichts tun. Sie ist deine Mam und du liebst sie, du meinst es gut und du leidest, trotzdem kannst du nichts tun.
Du kannst nur für sie dasein wenn sie dich ruft, erzwingen kannst du nichts.
Ich selber schaue schon seit zig Jahren zu, wie meine Mutter leidet, weil sie unglücklich ist mit meinem Dad. Nun im laufe der Zeit ist er auch noch krank geworden, was bei älteren Menschen ncihts ungewöhnliches ist, so das sie sich alleine aus diesem Grund nicht trennen kann. Sein Wesen verändert sich, er hat Aussetzer....naja, das auführlich zu erklären führt jetzt wohl zu weit. Es war sehr schwer, genau wie für dich, dass ich zur Untätigkeit verdammt bin, aber so ist es leider. Ich habe mich damit arrangiert, bin für Beide da, hege keinen Grol mehr für ihn, er kann auch nicht aus seiner Haut. Ich wünsche dir, dass du es akzeptieren kannst. Das Leben passiert, ändern kannst du es in den wenigsten Fällen und Menschen zu ändern ist fast unmöglich. Ich hoffe du verstehst und bist nicht zu traurig. Menschen stößt das eine oder andere zu und man nuß es akzeptieren. Rede nicht auf sie ein wie auf einen störrischen Esel, das zermürbt dich und sie ist letztendlich bös auf dich. Versuche die Zeit die euch noch bleibt....auch wenn es noch 30 Jahre und mehr sind, liebevoll auf sie zu blicken. Sie liebt und braucht dich, aber auf eine andere Weise wie du es gerne hättest,
Mir hat beten geholfen und der Wunsch ans Universum, meiner Mam Kraft zu schicken. Scheinbar hat es geholfen, obwohl sie immer mal wieder seufzt...
lieb grüß, Sabine
P.S. Wenn du magst, schreib mich an und wenn es dir nicht reicht, dann können wir gerne telefonieren. Bin für dich da.

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17. August 2012 um 11:48
In Antwort auf hilla_12070994

Du kannst es nur akzepzieren, leider...
Hi,
das ist sehr schlimm, aber du kannst nichts tun. Sie ist deine Mam und du liebst sie, du meinst es gut und du leidest, trotzdem kannst du nichts tun.
Du kannst nur für sie dasein wenn sie dich ruft, erzwingen kannst du nichts.
Ich selber schaue schon seit zig Jahren zu, wie meine Mutter leidet, weil sie unglücklich ist mit meinem Dad. Nun im laufe der Zeit ist er auch noch krank geworden, was bei älteren Menschen ncihts ungewöhnliches ist, so das sie sich alleine aus diesem Grund nicht trennen kann. Sein Wesen verändert sich, er hat Aussetzer....naja, das auführlich zu erklären führt jetzt wohl zu weit. Es war sehr schwer, genau wie für dich, dass ich zur Untätigkeit verdammt bin, aber so ist es leider. Ich habe mich damit arrangiert, bin für Beide da, hege keinen Grol mehr für ihn, er kann auch nicht aus seiner Haut. Ich wünsche dir, dass du es akzeptieren kannst. Das Leben passiert, ändern kannst du es in den wenigsten Fällen und Menschen zu ändern ist fast unmöglich. Ich hoffe du verstehst und bist nicht zu traurig. Menschen stößt das eine oder andere zu und man nuß es akzeptieren. Rede nicht auf sie ein wie auf einen störrischen Esel, das zermürbt dich und sie ist letztendlich bös auf dich. Versuche die Zeit die euch noch bleibt....auch wenn es noch 30 Jahre und mehr sind, liebevoll auf sie zu blicken. Sie liebt und braucht dich, aber auf eine andere Weise wie du es gerne hättest,
Mir hat beten geholfen und der Wunsch ans Universum, meiner Mam Kraft zu schicken. Scheinbar hat es geholfen, obwohl sie immer mal wieder seufzt...
lieb grüß, Sabine
P.S. Wenn du magst, schreib mich an und wenn es dir nicht reicht, dann können wir gerne telefonieren. Bin für dich da.


Sie ist seit Jahren sehr depressiv und negativ eingestellt zu allem. Ich habe oft mit ihr darüber gesprochen, versucht sie aufzumuntern. Ihr versucht zu übermitteln dass das Leben eigentlich sehr schön ist und das wir dankbar sein können es so leben zu dürfen. Wen man bedenkt wie die Menschen die nichts zu Essen haben leben, oder die die Totkrank sind usw.

Und während den Gesprächen hatte ich dann immer das Gefühl - es ist bei ihr angekommen, aber 2-3 Tage später war alles wieder beim Alten. Na ja das war aber ok, hab dann gedacht sie ist nun mal so und hab's dann versucht so zu akzeptieren.

Aber das jetzige Verhalten macht mir Angst, ich mach mir Sorgen. Sie hat zwar nie von Selbstmord gesprochen, aber sie hat paar mal erwähnt "Verbrenn mich bitte nicht, ich möchte im Sarg beerdigt werden" dann hab ich gefragt "Wieso sagst du so was? Hast du Selbstmordgedanken?" und sie lachte dann immer und sagte "Nein sicher nicht, aber sie wollen mich umbringen" und ich fragte dann "Wer will dich umbringen?" und sie meinte, Leute habens ihr erzählt, ich werde es auch noch früh genug erfahren.

Es ist so unberechenbar, ich weiss nicht "WIE SCHLIMM" das ganze wirklich ist. Soll ich sie einfach machen lassen? Dann passiert aber vielleicht was? oder soll ich sie einweisen lassen`?! Dann bricht sie ganz zusammen und wird für immer ein Klinikfall sein/bleiben?!

Es fällt mir extrem schwer und es gibt oft Situationen da macht es mich wütend, weil ich ALLES versuche sie da raus zu bekommen, aus diesem Tief oder was das ist. ABER sie will einfach NICHT, sie geht kein bisschen auf mich ein oder nimmt meine Hilfe an .. einfach garnichts, als würd ich gegen eine Wand sprechen .. diese Momente machen mich dann so wütend, da es mich total erschöpft.

Und wenn ich dann wieder zu Hause bin und mich 2 Tage nicht bei ihr melde oder bei ihr vorbei gehe fang ich mir wieder an Sorgen zu machen, und dann geh ich wieder zu ihr, aber es bleibt immer beim selben .. das wühlt so viel in mir auf

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17. August 2012 um 13:43
In Antwort auf swarovski101


Sie ist seit Jahren sehr depressiv und negativ eingestellt zu allem. Ich habe oft mit ihr darüber gesprochen, versucht sie aufzumuntern. Ihr versucht zu übermitteln dass das Leben eigentlich sehr schön ist und das wir dankbar sein können es so leben zu dürfen. Wen man bedenkt wie die Menschen die nichts zu Essen haben leben, oder die die Totkrank sind usw.

Und während den Gesprächen hatte ich dann immer das Gefühl - es ist bei ihr angekommen, aber 2-3 Tage später war alles wieder beim Alten. Na ja das war aber ok, hab dann gedacht sie ist nun mal so und hab's dann versucht so zu akzeptieren.

Aber das jetzige Verhalten macht mir Angst, ich mach mir Sorgen. Sie hat zwar nie von Selbstmord gesprochen, aber sie hat paar mal erwähnt "Verbrenn mich bitte nicht, ich möchte im Sarg beerdigt werden" dann hab ich gefragt "Wieso sagst du so was? Hast du Selbstmordgedanken?" und sie lachte dann immer und sagte "Nein sicher nicht, aber sie wollen mich umbringen" und ich fragte dann "Wer will dich umbringen?" und sie meinte, Leute habens ihr erzählt, ich werde es auch noch früh genug erfahren.

Es ist so unberechenbar, ich weiss nicht "WIE SCHLIMM" das ganze wirklich ist. Soll ich sie einfach machen lassen? Dann passiert aber vielleicht was? oder soll ich sie einweisen lassen`?! Dann bricht sie ganz zusammen und wird für immer ein Klinikfall sein/bleiben?!

Es fällt mir extrem schwer und es gibt oft Situationen da macht es mich wütend, weil ich ALLES versuche sie da raus zu bekommen, aus diesem Tief oder was das ist. ABER sie will einfach NICHT, sie geht kein bisschen auf mich ein oder nimmt meine Hilfe an .. einfach garnichts, als würd ich gegen eine Wand sprechen .. diese Momente machen mich dann so wütend, da es mich total erschöpft.

Und wenn ich dann wieder zu Hause bin und mich 2 Tage nicht bei ihr melde oder bei ihr vorbei gehe fang ich mir wieder an Sorgen zu machen, und dann geh ich wieder zu ihr, aber es bleibt immer beim selben .. das wühlt so viel in mir auf

Nein!
Du solltest sie nicht "einfach machen lassen" - allein kommt sie da nicht wieder heraus, dazu ist es zu weit fortgeschritten - nach meiner laienhaften Sicht.

Das Gefühl, Dich aufzureiben, wird auch Dich auffressen. Das Problem ist nicht, dass Du nichts oder zu wenig tust, ich denke eher, mit dem was Du tust und wie Du es tust, erreichst Du sie nicht.

Ich versuche es mal aus einer anderen Richtung heraus zu erklären. Die menschliche Wahrnehmung ist manchmal etwas garstiges. Was auch "normale" Menschen nachvollziehen können: Stellt Euch vor ein Mensch, dem ihr voll vertraut spricht einen Satz, der eine Bewertung über Euch enthält. Sagen wir "Oh, was für ein schönes Kleid, ist das neu?". Dann stellt Euch vor, ein Mensch, dem Ihr völlig misstraut, sagt den gleichen Satz, an enem Tag, an dem für Euch eh alles schief läuft. Bei der zweiten Person werdet Ihr etwas völlig anderes *verstehen* als bei der ersten, obwohl die eigentliche Information gleich ist. Du wirst bestimmt kein Kompliment "hören", selbst wenn es vielleicht tatsächlich als eines gemeint ist. Weil man zwar glaubt, das was an Information im Hirn ankommt ist eine Wahrnehmung, es ist aber eigentlich eine bewertete Interpretation. Prinzip klar?

Bei Menschen mit psychischen Schmerzen, -Störungen oder -Krankheiten ist die Wahrnehmung meist noch sehr viel weiter verzerrt.
Das was Du sagst und meinst ist dann so gar nicht das gleiche, wie das, was sie versteht. Es ist durchaus möglich, dass beispielsweise Du sagst "Lass uns eine schöne neue Wohnung suchen, in der Du Dich wohl fühlst" und sie *versteht* "Die will mich hier raushaben, damit sie besser an mein Geld herankommt." Oder dass Du sagst "Lass mich Dich in eine Klinik bringen, wo Dir geholfen werden kann, damit Du wieder ein lebenswertes Leben führst" und sie *versteht "Die will mich ins Irrenhaus abschieben, damit sie sich mit meinem Geld vergnügen kann".
Verstehst Du, wie wenig das möglicher Weise mit "sie will einfach NICHT, sie geht kein bisschen auf mich ein oder nimmt meine Hilfe an" zu tun haben kann?

Die Beispiele sind ins Blaue geschossen, was genau sie versteht bei dem was Du sagst, kann ich auch nicht sagen ohne Dich, sie und die Beziehung zwischen Euch richtig zu kennen, aber aus Erfahrung weiss ich, dass so etwas recht wahrscheinlich ist. Für Dich, "von aussen betrachtet" hat es genau die gleichen Auswirkungen wie die, die Du siehst.

Leider kann man Dir wenig an "Bedienungsanleitung" geben, außerdem ist es nichts für Laien und Einsteiger (Entschuldige, aber in dem Falle bist Du das), Wahrnehmungsverzerrungen in einer solchen Stärke zu umgehen (falls meine Theorie überhaupt zutrifft), daher kann ich Dir nur raten: konzentriere Dich auf das, wo sie Dir immer vertraut hat und erinnere sie daran, dass sie Dir darin immer vertraut hat. Baue auf ihre Wahrnehmung auf. Ich denke sie weiss sehr wohl, dass sie riesen Probleme hat und nicht allein wieder herauskommt. Ich kann Dir auch versichern, das ist nicht so schön für sie, dass sie das jetzt und in alle Ewigkeit möchte. Es ist eher so, dass sie keinen anderen Weg sieht, der ihr offen steht. Baue auf *ihrer* Einschätzung, auf *ihren* Überlegungen und *ihrer* Sicht der Situation auf und Du kannst mehr erreichen, als wenn Du noch so enthusiastisch "alles tust, was *Dir* möglich ist".

Such Dir Hilfe. Frage einen Psychater, ob der Hausbesuche macht - am besten ohne dass es der Amtsarzt ist. Sie ist nicht die einzige in so einer Situation, das ist einem Psychater nicht neu - und der sollte darin geschult sein, so mit ihr zu reden, dass sie genau das versteht, was er meint. Alternati kann der Dir möglicher Weise raten, was Du tun kannst. Auch wenn die tendenziell eher Freunde von Amtsarzt und Entmündigung sind, hope dies last, wenn sie wollen, können sie Dir andere (sinnvolle) Ratschläge geben.

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17. August 2012 um 15:28
In Antwort auf avarrassterne

Nein!
Du solltest sie nicht "einfach machen lassen" - allein kommt sie da nicht wieder heraus, dazu ist es zu weit fortgeschritten - nach meiner laienhaften Sicht.

Das Gefühl, Dich aufzureiben, wird auch Dich auffressen. Das Problem ist nicht, dass Du nichts oder zu wenig tust, ich denke eher, mit dem was Du tust und wie Du es tust, erreichst Du sie nicht.

Ich versuche es mal aus einer anderen Richtung heraus zu erklären. Die menschliche Wahrnehmung ist manchmal etwas garstiges. Was auch "normale" Menschen nachvollziehen können: Stellt Euch vor ein Mensch, dem ihr voll vertraut spricht einen Satz, der eine Bewertung über Euch enthält. Sagen wir "Oh, was für ein schönes Kleid, ist das neu?". Dann stellt Euch vor, ein Mensch, dem Ihr völlig misstraut, sagt den gleichen Satz, an enem Tag, an dem für Euch eh alles schief läuft. Bei der zweiten Person werdet Ihr etwas völlig anderes *verstehen* als bei der ersten, obwohl die eigentliche Information gleich ist. Du wirst bestimmt kein Kompliment "hören", selbst wenn es vielleicht tatsächlich als eines gemeint ist. Weil man zwar glaubt, das was an Information im Hirn ankommt ist eine Wahrnehmung, es ist aber eigentlich eine bewertete Interpretation. Prinzip klar?

Bei Menschen mit psychischen Schmerzen, -Störungen oder -Krankheiten ist die Wahrnehmung meist noch sehr viel weiter verzerrt.
Das was Du sagst und meinst ist dann so gar nicht das gleiche, wie das, was sie versteht. Es ist durchaus möglich, dass beispielsweise Du sagst "Lass uns eine schöne neue Wohnung suchen, in der Du Dich wohl fühlst" und sie *versteht* "Die will mich hier raushaben, damit sie besser an mein Geld herankommt." Oder dass Du sagst "Lass mich Dich in eine Klinik bringen, wo Dir geholfen werden kann, damit Du wieder ein lebenswertes Leben führst" und sie *versteht "Die will mich ins Irrenhaus abschieben, damit sie sich mit meinem Geld vergnügen kann".
Verstehst Du, wie wenig das möglicher Weise mit "sie will einfach NICHT, sie geht kein bisschen auf mich ein oder nimmt meine Hilfe an" zu tun haben kann?

Die Beispiele sind ins Blaue geschossen, was genau sie versteht bei dem was Du sagst, kann ich auch nicht sagen ohne Dich, sie und die Beziehung zwischen Euch richtig zu kennen, aber aus Erfahrung weiss ich, dass so etwas recht wahrscheinlich ist. Für Dich, "von aussen betrachtet" hat es genau die gleichen Auswirkungen wie die, die Du siehst.

Leider kann man Dir wenig an "Bedienungsanleitung" geben, außerdem ist es nichts für Laien und Einsteiger (Entschuldige, aber in dem Falle bist Du das), Wahrnehmungsverzerrungen in einer solchen Stärke zu umgehen (falls meine Theorie überhaupt zutrifft), daher kann ich Dir nur raten: konzentriere Dich auf das, wo sie Dir immer vertraut hat und erinnere sie daran, dass sie Dir darin immer vertraut hat. Baue auf ihre Wahrnehmung auf. Ich denke sie weiss sehr wohl, dass sie riesen Probleme hat und nicht allein wieder herauskommt. Ich kann Dir auch versichern, das ist nicht so schön für sie, dass sie das jetzt und in alle Ewigkeit möchte. Es ist eher so, dass sie keinen anderen Weg sieht, der ihr offen steht. Baue auf *ihrer* Einschätzung, auf *ihren* Überlegungen und *ihrer* Sicht der Situation auf und Du kannst mehr erreichen, als wenn Du noch so enthusiastisch "alles tust, was *Dir* möglich ist".

Such Dir Hilfe. Frage einen Psychater, ob der Hausbesuche macht - am besten ohne dass es der Amtsarzt ist. Sie ist nicht die einzige in so einer Situation, das ist einem Psychater nicht neu - und der sollte darin geschult sein, so mit ihr zu reden, dass sie genau das versteht, was er meint. Alternati kann der Dir möglicher Weise raten, was Du tun kannst. Auch wenn die tendenziell eher Freunde von Amtsarzt und Entmündigung sind, hope dies last, wenn sie wollen, können sie Dir andere (sinnvolle) Ratschläge geben.

Ich hab ..
mit 15Jahren meine Ausbildung begonnen und seit da an keinen Cent mehr von ihr erhalten, noch gefragt ob sie es mir gibt. Hab alle Rechnungen immer selber bezahlt. Und bin mit 18J. sogar in eine 1 Zimmer wohnung neben ihr gezogen, da sie nie in eine grössere Wohnung wollte und wir nur in einer 2 Zimmer Whg lebten .. nach dem Motto je ärmer wir leben desto besser für sie. Nur arbeiten, arbeiten arbeiten kannte sie. Das Leben geniessen? Für sie ein Fremdwort.

Vor 5 Jahren zog ich dann ganz weg in eine 3 Zimmer Whg und fühle mich seit da an frei, vor dem hatte ich auch sehr starke depressive Gefühle und liess mich oft hängen da ich es nicht anderst gelernt habe.

Sie weiss das ich NIE Geld von ihr haben wollte, hab ihr auch gesagt dass was sie hat soll sie verbrauchen, eine Reise machen, sich was gönnen. Zu Essen und ein Dach über dem Kopf wird sie immer haben, sie soll das Geld verbrauchen, es hat ihr nie Glück gebracht ...

Ich bin die letzte die dieses Geld möchte, das hat sie sich verdient, sie soll damit machen was sie will und es für sich ausgeben. Ich bin jung, und gesund kann mir alles noch erarbeiten.

Und das weiss meine Mutter 100%. Damit hats nichts zu tun.

Und das ich mich mit diesen Krankheiten nicht auskenne .. stimmt. Bin kein Psychiater. Und habe nie mit psychisch erkrankten Menschen so persönlich Kontakt gehabt.

Der Amtsarzt hat auch gemeint er spricht mal mit ihr, vielleicht braucht sie auch etwas Zeit um sich auf einen Psychiater einzulassen, er kommt jetzt mal und macht sich selber ein Bild über die Situation.

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17. August 2012 um 17:52
In Antwort auf swarovski101

Ich hab ..
mit 15Jahren meine Ausbildung begonnen und seit da an keinen Cent mehr von ihr erhalten, noch gefragt ob sie es mir gibt. Hab alle Rechnungen immer selber bezahlt. Und bin mit 18J. sogar in eine 1 Zimmer wohnung neben ihr gezogen, da sie nie in eine grössere Wohnung wollte und wir nur in einer 2 Zimmer Whg lebten .. nach dem Motto je ärmer wir leben desto besser für sie. Nur arbeiten, arbeiten arbeiten kannte sie. Das Leben geniessen? Für sie ein Fremdwort.

Vor 5 Jahren zog ich dann ganz weg in eine 3 Zimmer Whg und fühle mich seit da an frei, vor dem hatte ich auch sehr starke depressive Gefühle und liess mich oft hängen da ich es nicht anderst gelernt habe.

Sie weiss das ich NIE Geld von ihr haben wollte, hab ihr auch gesagt dass was sie hat soll sie verbrauchen, eine Reise machen, sich was gönnen. Zu Essen und ein Dach über dem Kopf wird sie immer haben, sie soll das Geld verbrauchen, es hat ihr nie Glück gebracht ...

Ich bin die letzte die dieses Geld möchte, das hat sie sich verdient, sie soll damit machen was sie will und es für sich ausgeben. Ich bin jung, und gesund kann mir alles noch erarbeiten.

Und das weiss meine Mutter 100%. Damit hats nichts zu tun.

Und das ich mich mit diesen Krankheiten nicht auskenne .. stimmt. Bin kein Psychiater. Und habe nie mit psychisch erkrankten Menschen so persönlich Kontakt gehabt.

Der Amtsarzt hat auch gemeint er spricht mal mit ihr, vielleicht braucht sie auch etwas Zeit um sich auf einen Psychiater einzulassen, er kommt jetzt mal und macht sich selber ein Bild über die Situation.

STOP!
Du musst Dich vor mir doch nicht rechtfertigen. Ich habe mich auf das "Ihr kriegt mein Geld nicht..." unten bezogen und ausdrücklich dazu gesagt, dass dass Beispiel wild ins blaue geschosse ist, weil ich auch keine Ahnung habe, was und wie sie denkt. - auch wenn es offensichtlich ein hochsensibles Thema traf.

Was Du tust und entscheidest, geht mich weder etwas an, noch interessiert es mich, ich kenn Euch doch gar nicht.

Du hast um Rat und Erklärung gebeten, ich versuche es aus der Sicht der Betroffenen zu erklären. Thats all.

Eines aber kann ich so nicht stehen lassen:
Amtsarzt + "er kann sie einweisen lassen" = Entmündigung, denn das ist der einzige Weg, wie er sie "einweisen lassen" kann.
Wenn er das nicht zwangsläufig vor hat - gut. Aber wenn es diesen Weg geht wird das eine gerichtliche Entmündigung und das ist ein verdammt harter Schritt.

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17. August 2012 um 20:37
In Antwort auf swarovski101

Ich hab ..
mit 15Jahren meine Ausbildung begonnen und seit da an keinen Cent mehr von ihr erhalten, noch gefragt ob sie es mir gibt. Hab alle Rechnungen immer selber bezahlt. Und bin mit 18J. sogar in eine 1 Zimmer wohnung neben ihr gezogen, da sie nie in eine grössere Wohnung wollte und wir nur in einer 2 Zimmer Whg lebten .. nach dem Motto je ärmer wir leben desto besser für sie. Nur arbeiten, arbeiten arbeiten kannte sie. Das Leben geniessen? Für sie ein Fremdwort.

Vor 5 Jahren zog ich dann ganz weg in eine 3 Zimmer Whg und fühle mich seit da an frei, vor dem hatte ich auch sehr starke depressive Gefühle und liess mich oft hängen da ich es nicht anderst gelernt habe.

Sie weiss das ich NIE Geld von ihr haben wollte, hab ihr auch gesagt dass was sie hat soll sie verbrauchen, eine Reise machen, sich was gönnen. Zu Essen und ein Dach über dem Kopf wird sie immer haben, sie soll das Geld verbrauchen, es hat ihr nie Glück gebracht ...

Ich bin die letzte die dieses Geld möchte, das hat sie sich verdient, sie soll damit machen was sie will und es für sich ausgeben. Ich bin jung, und gesund kann mir alles noch erarbeiten.

Und das weiss meine Mutter 100%. Damit hats nichts zu tun.

Und das ich mich mit diesen Krankheiten nicht auskenne .. stimmt. Bin kein Psychiater. Und habe nie mit psychisch erkrankten Menschen so persönlich Kontakt gehabt.

Der Amtsarzt hat auch gemeint er spricht mal mit ihr, vielleicht braucht sie auch etwas Zeit um sich auf einen Psychiater einzulassen, er kommt jetzt mal und macht sich selber ein Bild über die Situation.

Die Mama
...zunächst einmal größte Hochachtung vor dir!
All das , was ich jetzt so lese, kann ich so schnell noch nicht einordnen - nur - was DU unbedingt tun solltest,was du unbedingt versuchen solltest!!!!!!! - richte deinen Focus zunächst auf dich - nur wenn du stark bist kannst du in einem angemessenen Rahmen hinter deiner Mutter stehen , und - bitte sieh dich NICHT verantwortlich für die Situation!
du kannst mich gern kontakten, ich habe ähnliches durch - wenn auch nicht so arg! - wenn du magst melde dich

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17. August 2012 um 20:40
In Antwort auf tuyet_12129430

Hey,
mein Verstand ist gesund und ich äußere hier nur einen Standpunkt zu der Aussage. Nicht alles, was hier geschrieben wird, seis in dem Thread oder in anderen, muss man so beleuchten, dass man nicht alles schlichtweg übernehmen kann. Die Situtation hat niemand genau vor Augen.

1.Klar muss der Therapeut sich langsam nähern und ein Vertrauen aufbauen. "Mit dem Willen brechen" ist direkt und hart formuliert, aber ich habe da nicht ganz unrecht. Er bringt den Patient durch sein Auftreten zum Reden und damit verbindet sie ein Band, dass schlichtweg zum schrittweisen Heilen führen soll. Therapeuten kennen das Menschenwesen doch genau. Ich hätte es eher so sagen sollen:
Der Therapeut führt vom falschen Weg ab, deshalb durschreitet er eine Grenze im Leben des Patienten und holt ihn quasie Stück für Stück zurück. Damit erzeugt er, dass ein leitfaden entsteht, den man entlanggeht.

Deutest du das immer noch so unmenschlich?

2. Man soll doch auch nicht das Leben anderer grundsätzlich zu einer Gebrauchsanweisung umgestalten. Klar gibt man Hilfe, doch zerstören geht in die falsche Richtung.

3. Ja, vielleicht hast du Recht.
Auch die Taten, die zum Fortschrott beitragen sind nicht auszuassen, sondern sind mit an erster Stelle gesetzt. Vom Reden alle tut sich nichts, klar, aber man kann sich zu Herzen nehmen, wie man vorgehen kann.
Ich denke, es gibt solche Patieten, die nicht gerne angesprochen werden und nichts sagen und Patienden, die auch wenn sie es vielleicht nicht wollen, reden.
Kann das Reden vleiiecht nicht abhängig davon sein, welchen Lösungsweg man einschlägt, bzw. bessere Fortschritte macht. Irgendwo muss man doch weiterkommen.

4. Mal langsam, ja. Manchen Menschen tut ein Neuanfang gut, anderen nicht. Muss auf den Charakter abgestimmt werden, damit man genaueres sagen kann.
Ich habe ja nur gemeint, dass es EINE Option wäre. Ich seh zufälligerweise nicht aus wie ein Psychologe, ja!
Außerdem soll doch nicht gleich ein Umzug von Hamburg nach Stuttgart vorliegen. Wäre ja krass, hm?
Außerdem sollst du doch nicht jeden Kontakt zerbrechen lassen, da würde ich mich auch unwohl fühlen.
Eine Eingewöhnungszeit ist nötig, immer nötig. Man muss sich neu einstellen, aber was ist wenn man zufrieden damit ist. Sie soll sich ja auch nicht gleich etwas antun. Eine Person, die imer mal vorbeischaut wäre schon nicht schlecht. Bin gerade nur ein bisschen an zweifeln, wer das sein sollte, wenn sie denn vorher schon niemanden reingelassen hat, also in die Wohung. Ich hoffe, darin sieht es nicht allzuschlimm aus, wegen eventueller Vernachlässigung.

Und wenn sie sich zu Hause besser wohlfühlt, dann lässt man das doch besser sein. Aber sie sollte doch offener werden. Kommt ja drauf an, wie die Therapie verläuft.

Das ist jetzt ziemlich gegenseitig...du rätst und argumentiers doch auch gerade mit, obwohl du dich nicht damit auskennst. Klar versuchst du nur mich zu verbessern, aber seien wir mal ehrlich, wir sind alle dazu geschaffen Ratschläge zu geben, oder etwa nicht? Ich glaube, sonst hätte sie hier niemanden gefragt, sondern wäre gleich zu jemanden gegangen, der das Krankheitsbild erkennt und Maßnahmen ergreift.

5. Die Störüng hat trotzdem was mit dem surrealem zu tun, weil sie es ja nur denkt. Soetwas kann bekanntlich doch vieles auslösen. Ob es eine Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie oder doch gar ein Tumor (können doch auch, wenn sie im Hirn liegen, den Menschen grundsätzlich verändern)

Was weiß ich, was sie genaues hat.
Soll man einfach mal abchecken lassen.

Weißt du
worüber du hier sprichst?.....

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17. August 2012 um 21:40


die beste therapie nützt nix, wenn der zu therapierende nicht bereit ist, sie anzunehmen, drüber nachzudenken, was an sich zu ändern. versuch halt mit ihr ganz ruhig und vernünftig zu reden, denn was du beschreibst, ist einfach kein leben mehr.
lass sie eine liste zusammenstellen, was sie an ihrem leben mag und was nicht. dann überlegt gemeinsam, was man ändern könnte.........du bist ihr kind und wirst es immer bleiben, sie vertraut dir.
ohne frmede hilfe, die objektiv die sache angehen kann, wird die sache aber auf lange sicht nicht erfolgreich verlaufen........mach ihr mut, die hilfe anzunehmen, um zu einem freuderfüllteren leben zu finden.........

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