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beste Freundin mit borderline sagt sie mag mich nicht mehr

23. April um 11:37 Letzte Antwort: 27. April um 1:32

Hi Leute,
meine beste Freundin (seit 20 Jahren) hat Borderline (vermutlich, ob bipolar oder borderline wurde noch nicht erkannt, war auch mal stationär).
Wir verstehen uns zum Teil sehr gut, aber ich komme mit ihrer Krankheit sehr schwer klar.
Sie ist dann manchmal wirklich boshaft und sagt extrem böse Sachen zu mir oder ghostet mich für manche Tage ganz. Ich glaub manchmal aber auch eben deshalb, damit ihr nichts falsches rausrutscht und das mehr zerstört. 
Ich kann ihr das kaum verzeihen, weil es auch dann ist, wenn ich Hilfe bräuchte. Ich kann kaum nachvollziehen, wieso sie dann nicht "abschalten" kann und normal zu mir sein, sondern weiter irgendwelche Dinge unterstellt (hätte sie vor gemeinsamen Freunden bloßgestellt, etc) und mich dafür "bestraft" - eben mit ignorieren oder stundenlangem Anschreien. 
Und dann ist der Sturm vorbei und sie wieder total lieb und wir fuhren auf Urlaub und ich telefoniere mit ihr stundenlang über Jungs und wir leben mit Freude und Trauer des anderen mit.

Und heute hat sie mir nach so einem heftigen Streit gesagt dass sie wenige Leute noch in ihrem Leben hat und die die noch da sind nur die sind, die ihr wirklich was bedeuten. Ich meinte darauf, dass ich sie total gerne habe. Darauf antwortete sie, "ich mag dich leider nicht mehr, aber ich hätte gerne dass ich es wieder tu" 

Was mach ich jetzt mit dieser Info?

Heißt das, es ist vorbei? Wie kann ich das ändern? Ich finde ich versuche alles um mit ihr zurecht zukommen und dann kommt sowas!? Wie kann sie das nicht sehen, wie viel ich für sie mache?
 

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23. April um 12:09

bin selbst Borderliner und ehrlich: wenn es mir nicht gut geht, ziehe ich mich zurück. Vollständig.
Ich lege alle Kontakte auf Eis.
Warum? Weil die Alternative schlimmer ist.

Mit Menschen, die damit nicht klar kommen (egal ob sie es nicht können oder nicht wollen oder es sie zu sehr verletzt oder was auch immer) kann ich weder eine Freundschaft noch eine gute Bekanntschaft haben, das ist ein unumstößlicher Fakt.

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23. April um 12:57
In Antwort auf avarrassterne3

bin selbst Borderliner und ehrlich: wenn es mir nicht gut geht, ziehe ich mich zurück. Vollständig.
Ich lege alle Kontakte auf Eis.
Warum? Weil die Alternative schlimmer ist.

Mit Menschen, die damit nicht klar kommen (egal ob sie es nicht können oder nicht wollen oder es sie zu sehr verletzt oder was auch immer) kann ich weder eine Freundschaft noch eine gute Bekanntschaft haben, das ist ein unumstößlicher Fakt.

Danke für diese Info, die mir schon sehr hilft, weil es mir verstehen hilft, was in diesen Phasen passiert.
Ich finde nur sehr schwer (und deshalb führt dann jedes mal wenn sowas ist das zu einem intensiven Streit) zu akzeptieren, dass sie dann manchmal in meiner Sicht Grenzen überschreitet und sich dafür nicht entschuldigt.
zB wenn ich anrufe mit "verpiss dich du H*" antwortet (weil ich in ihren Augen gerade ihren Freund falsch angesehen habe oä und mich dann blockiert für 2 Tage.
Das ist für mich eine Grenze und ich will drüber reden und eine Entschuldigung, aber sie meint dann (wenn sie wieder ruhig ist) wäre es so gewesen würde sie sich entschuldigen, aber sie hätte nur gesagt ich solle auflegen und ich hätte sie tausend Mal angerufen und dann erst wäre dieses Gespräch gewesen und da sei es ok dass sie ausgezuckt sei. 

Das heißt ein "das tut mir leid" bekomme ich nie, aber nicht nur nicht weil sie es nicht sagen kann, sondern auch weil sie es nicht so empfindet.

Deshalb macht mich jetzt auch so wütend,traurig,verständnislos wie sie mir sagen kann, mich nicht zu mögen im Moment bzw weiß nicht was ich tun kann um das zu ändern?

Ich kann mir doch auch nicht immer alles gefallen lassen, oder? Aber natürlich laugt sie das auch aus wenn wir dann noch in jeder dieser Phasen zusätzlich 5h streiten.. und natürlich führt das nicht dazu, dass sie mich sonderlich mag.
Wie machst du das mit engen Freunden? 

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23. April um 15:35
In Antwort auf elsesomene

Danke für diese Info, die mir schon sehr hilft, weil es mir verstehen hilft, was in diesen Phasen passiert.
Ich finde nur sehr schwer (und deshalb führt dann jedes mal wenn sowas ist das zu einem intensiven Streit) zu akzeptieren, dass sie dann manchmal in meiner Sicht Grenzen überschreitet und sich dafür nicht entschuldigt.
zB wenn ich anrufe mit "verpiss dich du H*" antwortet (weil ich in ihren Augen gerade ihren Freund falsch angesehen habe oä und mich dann blockiert für 2 Tage.
Das ist für mich eine Grenze und ich will drüber reden und eine Entschuldigung, aber sie meint dann (wenn sie wieder ruhig ist) wäre es so gewesen würde sie sich entschuldigen, aber sie hätte nur gesagt ich solle auflegen und ich hätte sie tausend Mal angerufen und dann erst wäre dieses Gespräch gewesen und da sei es ok dass sie ausgezuckt sei. 

Das heißt ein "das tut mir leid" bekomme ich nie, aber nicht nur nicht weil sie es nicht sagen kann, sondern auch weil sie es nicht so empfindet.

Deshalb macht mich jetzt auch so wütend,traurig,verständnislos wie sie mir sagen kann, mich nicht zu mögen im Moment bzw weiß nicht was ich tun kann um das zu ändern?

Ich kann mir doch auch nicht immer alles gefallen lassen, oder? Aber natürlich laugt sie das auch aus wenn wir dann noch in jeder dieser Phasen zusätzlich 5h streiten.. und natürlich führt das nicht dazu, dass sie mich sonderlich mag.
Wie machst du das mit engen Freunden? 

tjaaaaaaaaaaaaaaa, das ist nicht so easy.

Ich fang mal langsam an.
Person A und Person B gehen einen Abend zusammen weg.
Später werden Person A und Person B nicht die gleiche Geschichte darüber erzählen, auch ohne dass einer lügt. Weil sie weder das gleiche erleben, noch das gleiche erinnern, auch dann, wenn sie die ganze Zeit ununterbrochen zusammen sind. So weit, so normal, das ist immer so. Auch bei quietschgesunden Menschen.
Bei uns leider ungleich schlimmer. Wahrnehmung und Erinnerung sind leider beides Dinge, die von Emotionen leicht und gründlich verzerrt werden.
Also ja, die Situation, dass mir jemand sagt wie eine Situation aus seiner Sicht war und ich das auch mit viel gutem Willen nicht mit meiner Erinnerung an diese Situation auf Deckung bekomme - kenn ich. Kenn ich SEHR genau.
Was macht man da: Tja, man hat nur 2 Optionen:
a) man glaubt dem anderen
b) man glaubt sich selbst

a - erfordert vieles. u.a.:
- grenzenloses Vertrauen in die andere Person
- sehr viel von der Erfahrung, dass der eigenen Wahrnehmung und Erinnerung nun einmal nicht zu trauen ist, sehr viel Wissen über die eigene Erkrankung und deren Folgen
- ziemlich viel Selbstkontrolle

Die letzteren beiden Punkte bringt mit etwas Glück die Lebenserfahrung. Der erste ist immer heikel. Das muss man erst mal hinbekommen und ja, das kann auch verdammt gründlich schief gehen, wenn man den falschen Menschen mehr glaubt als sich selbst.

Nein, Du sollst Dir keinesfalls alles gefallen lassen.
Gerade bei Borderlinern schadet das Euch BEIDEN.

Wie ich das mache... hm, grob umrissen:
1. alle Menschen, die mir nahe stehen, wissen, dass ich mich zeitweise völlig zurück ziehe, dann auch nicht ans Telefon gehe, nicht aufmache, wenn es an der Tür klingelt, in Chats nicht antworte o.ä.
Sie wissen, dass das noch kein Grund zur Panik und auch nicht zum Notarzt rufen ist, sie wissen auch, dass das nichts, gar nichts mit ihnen, sondern ausschließlich mit mir zu tun hat.
Es gibt aber NOTFALL - Codes. Die jedoch sind wirklich nur für den NOTFALL, also werden im Grunde nie eingesetzt. Auch, wenn ich mich gerade eingrabe, kann es sein, dass meiner Schwiegermutter was passiert, die ins Krankenhaus muss, oder gestürzt ist und jemand von uns hin fahren muss (sie lebt 350km von uns weg und allein) - sowas eben. Wir haben hier mehrere Telefonnummern - gibt es bei den meisten Festnetzanschlüssen ja schon länger gratis dazu. Eine davon ist ausschließlich dafür, selbst wenn ich das Telefon ausmache, auf der Leitung gehen die Anrufe durch.
In ähnlicher Form gibt es das auf allen Kanälen. Das hat für die anderen die Sicherheit, dass sie mich im Notfall dennoch erreichen können und für mich gibt es damit ein Signal, das auch im umnebelten Hirn noch ankommt: AUFPASSEN, DAS IST WAS ANDERES, kein Generve, sondern WICHTIG.

2. wenn ich nicht halbwegs sicher sein kann, dass ich angemessen oder zumindest vertretbar reagiere, gehe ich ohne "Notfall" auch nicht ans Telefon.
Ist kein völliger Katastrophenschutz, passieren kann es dennoch. Wer mir nahesteht, weiß, wie er / sie das zu werten hat und ich werde mich wohl entschuldigen müssen, wenn es passiert.

3. ich bitte alle darum, Grenzen jederzeit anzusagen (bitte BEVOR das Porzellan in Trümmern liegt! ) und auch zu erinnern. Ich bin nicht so die Leuchte, wenn es darum geht, die Grenzen anderer überhaupt zu SEHEN.
Im Gegenzug ist es an mir, darauf auch zu achten - bzw. den Kontakt zu beenden, wenn es etwas ist, was ich nicht machen kann.

4. es gibt Codewörter. Worte, die tunlichst in KEINE ernste Situation passen. "Vanillestrudel" oder sowas. Die werden von anderen genutzt, wenn ich gerade dabei bin, mich irgendwo zu verrennen und Gespenster zu verprügeln, die außer mir keiner sehen kann. Mein Part: ab da runterfahren und Fresse halten. Egal, wie logisch mir mein "Zorn der Gerechten" in dem Moment erscheinen mag. Der Part der anderen: diese niemals mißbrauchen.
Genauso kann ich umgekehrt "STOP" sagen, wenn ich ein Thema gerade nicht vertiefen kann (weil ich in einen Trigger laufe, beispielsweise). Mein Part: das nie mißbrauchen (also auch nicht, um etwas zu blocken, was nicht schlimm, sondern einfach nur unangenehm ist). Der Part der anderen: Thema fallen lassen. Kein Warum, kein Aber, kein nachfragen, auch nicht vorsichtig, ...

**************

so und eh ich jetzt ganz Romane schreibe noch der letzte Punkt:


"Deshalb macht mich jetzt auch so wütend,traurig,verständnislos wie sie mir sagen kann, mich nicht zu mögen"

kann sein, dass sie das in diesem Moment so empfindet, kann sein, dass sie sich im Moment überfordert fühlt, ... ich weiß es auch nicht.
Unsere Emotionen ändern sich teilweise sehr schnell, sind gern weit entfernt von Logik und gern auch mal widersprüchlich. Ja, man kann auch zugleich jemanden nicht mehr mögen und bedauern, dass man einen der wenigen noch wichtigen Menschen verliert (also ich mag dich nicht, aber du bist mir wichtig im gleichen Moment) - zumindest wir können das. Ist für uns auch nicht schöner als für Dich, aber das hilft auch weder uns noch den anderen.

Was Du tun kannst?
Klare Spielregeln festlegen. Vorzugsweise, wenn es ihr wieder besser geht, bis dahin auf Abstand.
Was brauchst DU? Was ist Dir wichtig, was sollte von einer Freundin kommen?
Was geht für Dich gar nicht?
Solche Dinge eben - und dann gemeinsam darüber nachdenken, wie Ihr das praktisch umsetzen könnt, dass sie auch in den wenig guten Zeiten Deine Grenzen nicht überschreitet.

Der wichtigste Punkt bei allem ist aber:
Du kannst ihre Probleme nicht lösen, das kann sie nur selbst.
Du kannst ihr nur ganz, ganz, ganz wenig helfen, das kann sie n
ur selbst.
Wenn sie nicht gesellschaftsfähig ist, kann sie nur allein sein.


https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

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23. April um 19:41
In Antwort auf avarrassterne3

tjaaaaaaaaaaaaaaa, das ist nicht so easy.

Ich fang mal langsam an.
Person A und Person B gehen einen Abend zusammen weg.
Später werden Person A und Person B nicht die gleiche Geschichte darüber erzählen, auch ohne dass einer lügt. Weil sie weder das gleiche erleben, noch das gleiche erinnern, auch dann, wenn sie die ganze Zeit ununterbrochen zusammen sind. So weit, so normal, das ist immer so. Auch bei quietschgesunden Menschen.
Bei uns leider ungleich schlimmer. Wahrnehmung und Erinnerung sind leider beides Dinge, die von Emotionen leicht und gründlich verzerrt werden.
Also ja, die Situation, dass mir jemand sagt wie eine Situation aus seiner Sicht war und ich das auch mit viel gutem Willen nicht mit meiner Erinnerung an diese Situation auf Deckung bekomme - kenn ich. Kenn ich SEHR genau.
Was macht man da: Tja, man hat nur 2 Optionen:
a) man glaubt dem anderen
b) man glaubt sich selbst

a - erfordert vieles. u.a.:
- grenzenloses Vertrauen in die andere Person
- sehr viel von der Erfahrung, dass der eigenen Wahrnehmung und Erinnerung nun einmal nicht zu trauen ist, sehr viel Wissen über die eigene Erkrankung und deren Folgen
- ziemlich viel Selbstkontrolle

Die letzteren beiden Punkte bringt mit etwas Glück die Lebenserfahrung. Der erste ist immer heikel. Das muss man erst mal hinbekommen und ja, das kann auch verdammt gründlich schief gehen, wenn man den falschen Menschen mehr glaubt als sich selbst.

Nein, Du sollst Dir keinesfalls alles gefallen lassen.
Gerade bei Borderlinern schadet das Euch BEIDEN.

Wie ich das mache... hm, grob umrissen:
1. alle Menschen, die mir nahe stehen, wissen, dass ich mich zeitweise völlig zurück ziehe, dann auch nicht ans Telefon gehe, nicht aufmache, wenn es an der Tür klingelt, in Chats nicht antworte o.ä.
Sie wissen, dass das noch kein Grund zur Panik und auch nicht zum Notarzt rufen ist, sie wissen auch, dass das nichts, gar nichts mit ihnen, sondern ausschließlich mit mir zu tun hat.
Es gibt aber NOTFALL - Codes. Die jedoch sind wirklich nur für den NOTFALL, also werden im Grunde nie eingesetzt. Auch, wenn ich mich gerade eingrabe, kann es sein, dass meiner Schwiegermutter was passiert, die ins Krankenhaus muss, oder gestürzt ist und jemand von uns hin fahren muss (sie lebt 350km von uns weg und allein) - sowas eben. Wir haben hier mehrere Telefonnummern - gibt es bei den meisten Festnetzanschlüssen ja schon länger gratis dazu. Eine davon ist ausschließlich dafür, selbst wenn ich das Telefon ausmache, auf der Leitung gehen die Anrufe durch.
In ähnlicher Form gibt es das auf allen Kanälen. Das hat für die anderen die Sicherheit, dass sie mich im Notfall dennoch erreichen können und für mich gibt es damit ein Signal, das auch im umnebelten Hirn noch ankommt: AUFPASSEN, DAS IST WAS ANDERES, kein Generve, sondern WICHTIG.

2. wenn ich nicht halbwegs sicher sein kann, dass ich angemessen oder zumindest vertretbar reagiere, gehe ich ohne "Notfall" auch nicht ans Telefon.
Ist kein völliger Katastrophenschutz, passieren kann es dennoch. Wer mir nahesteht, weiß, wie er / sie das zu werten hat und ich werde mich wohl entschuldigen müssen, wenn es passiert.

3. ich bitte alle darum, Grenzen jederzeit anzusagen (bitte BEVOR das Porzellan in Trümmern liegt! ) und auch zu erinnern. Ich bin nicht so die Leuchte, wenn es darum geht, die Grenzen anderer überhaupt zu SEHEN.
Im Gegenzug ist es an mir, darauf auch zu achten - bzw. den Kontakt zu beenden, wenn es etwas ist, was ich nicht machen kann.

4. es gibt Codewörter. Worte, die tunlichst in KEINE ernste Situation passen. "Vanillestrudel" oder sowas. Die werden von anderen genutzt, wenn ich gerade dabei bin, mich irgendwo zu verrennen und Gespenster zu verprügeln, die außer mir keiner sehen kann. Mein Part: ab da runterfahren und Fresse halten. Egal, wie logisch mir mein "Zorn der Gerechten" in dem Moment erscheinen mag. Der Part der anderen: diese niemals mißbrauchen.
Genauso kann ich umgekehrt "STOP" sagen, wenn ich ein Thema gerade nicht vertiefen kann (weil ich in einen Trigger laufe, beispielsweise). Mein Part: das nie mißbrauchen (also auch nicht, um etwas zu blocken, was nicht schlimm, sondern einfach nur unangenehm ist). Der Part der anderen: Thema fallen lassen. Kein Warum, kein Aber, kein nachfragen, auch nicht vorsichtig, ...

**************

so und eh ich jetzt ganz Romane schreibe noch der letzte Punkt:


"Deshalb macht mich jetzt auch so wütend,traurig,verständnislos wie sie mir sagen kann, mich nicht zu mögen"

kann sein, dass sie das in diesem Moment so empfindet, kann sein, dass sie sich im Moment überfordert fühlt, ... ich weiß es auch nicht.
Unsere Emotionen ändern sich teilweise sehr schnell, sind gern weit entfernt von Logik und gern auch mal widersprüchlich. Ja, man kann auch zugleich jemanden nicht mehr mögen und bedauern, dass man einen der wenigen noch wichtigen Menschen verliert (also ich mag dich nicht, aber du bist mir wichtig im gleichen Moment) - zumindest wir können das. Ist für uns auch nicht schöner als für Dich, aber das hilft auch weder uns noch den anderen.

Was Du tun kannst?
Klare Spielregeln festlegen. Vorzugsweise, wenn es ihr wieder besser geht, bis dahin auf Abstand.
Was brauchst DU? Was ist Dir wichtig, was sollte von einer Freundin kommen?
Was geht für Dich gar nicht?
Solche Dinge eben - und dann gemeinsam darüber nachdenken, wie Ihr das praktisch umsetzen könnt, dass sie auch in den wenig guten Zeiten Deine Grenzen nicht überschreitet.

Der wichtigste Punkt bei allem ist aber:
Du kannst ihre Probleme nicht lösen, das kann sie nur selbst.
Du kannst ihr nur ganz, ganz, ganz wenig helfen, das kann sie n
ur selbst.
Wenn sie nicht gesellschaftsfähig ist, kann sie nur allein sein.


https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

Wow, ich danke dir so sehr. Ich habe es einmal mit einer Therapeutin besprochen, eine Angehörigen-gruppe probiert und nie habe ich eine so hilfreiche Antwort bekommen wie deine.

Weil eben bspw dass du sagst es ist für dich möglich jemanden gerade nicht zu mögen, aber dass einem dieser Mensch wichtig ist, das ist sehr spannend. 
Weil für mich war das richtig eine Verarsche, was denn nun, du sagst in ein und demselben Satz quasi wie wichtig ich dir bin und gleichzeitig magst du mich nicht!?

Und auch das mit dem Verständnis. Ich habe mit ihr das gleiche System, es gibt eine Nr wo ich nur im Notfall anrufen würde und eine normale Nummer und wir hatten auch ein Codewort, wenn sie zu verletzend wird, das sie meist einhält. Wenn nicht, dann in Phasen wo ich es zu oft - und eben nicht nur im Notfall - verwendet habe, also eben wie du sagst, ein Streit mir dann unangenehm war, aber ich nicht wirklich zutiefst gekränkt war. Bspw also "du Hu*re" - das kränkt mich nicht so sehr, dass ich ein Codewort verwenden müsste, habe ich aber manchmal, einfach aus Wut. In der Zeit hat sie es dann oft ignoriert. In letzter Zeit reiße ich mich mehr zusammen - bin ich nur wütend oder ist das jetzt etwas, das mich wirklich verletzt? und verwende es nur mehr wenn es mich verletzt und da reagiert sie zu 100% drauf.

Umgekehrt hatten wir es noch nicht, habe ich ihr aber vorgeschlagen und sie hat gemeint das passt. Weil genau was du sagst mit dem reintriggern, es ist oft dass ich etwas sage und sie geht voll in die Luft und ich verbeiße mich dann und führe den Streit fort. Wenn sie mir dann winkt dass es sie nur zum Auszucken bringt, kann ich auch mal zurückstecken und in Deckung gehen bis es wieder passt. Bislang war es echt fürchterlich, weil wir uns dann gegenseitig hochgeschaukelt haben, ich immer wütender auf sie wurde und sie immer mehr Böses mir unterstellt hat.

Einmal hat es begonnen mit, dass ich bei einem Film meinte, hui, das ist warum ich dich gerne als Trauzeugin hätte, du löst auch jedes Problem ratzfatz, da geht nix schief. Und sie meinte, ach deshalb, ich bin also nur Problemlöser für dich. Und schon streiten wir 2 Tage, weil ich dann darauf wiederum reagiere mit, wie kommst denn darauf, du verstehst ja alles was ich sage negativ und 3h später sag ich ihr "du spinnst doch, du crazy sadistische B*" und sie mir dass ich sie nur belaste und abhauen soll.
(nur ein Beispiel aus 10000)

Was nur, wenn sie selbst nicht merkt, dass ich sie triggere? Aber das ist wohl auch noch viel Lernprozess, vor allem bei mir. 

Danke jedenfalls sehr für diesen wertvollen Input, der mir auch mal ihre Welt zeigt oder mich zumindest mehr verstehen lässt, dass das nicht alles immer gegen mich ist, sondern einfach nur so ist.


 

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23. April um 21:08
In Antwort auf avarrassterne3

tjaaaaaaaaaaaaaaa, das ist nicht so easy.

Ich fang mal langsam an.
Person A und Person B gehen einen Abend zusammen weg.
Später werden Person A und Person B nicht die gleiche Geschichte darüber erzählen, auch ohne dass einer lügt. Weil sie weder das gleiche erleben, noch das gleiche erinnern, auch dann, wenn sie die ganze Zeit ununterbrochen zusammen sind. So weit, so normal, das ist immer so. Auch bei quietschgesunden Menschen.
Bei uns leider ungleich schlimmer. Wahrnehmung und Erinnerung sind leider beides Dinge, die von Emotionen leicht und gründlich verzerrt werden.
Also ja, die Situation, dass mir jemand sagt wie eine Situation aus seiner Sicht war und ich das auch mit viel gutem Willen nicht mit meiner Erinnerung an diese Situation auf Deckung bekomme - kenn ich. Kenn ich SEHR genau.
Was macht man da: Tja, man hat nur 2 Optionen:
a) man glaubt dem anderen
b) man glaubt sich selbst

a - erfordert vieles. u.a.:
- grenzenloses Vertrauen in die andere Person
- sehr viel von der Erfahrung, dass der eigenen Wahrnehmung und Erinnerung nun einmal nicht zu trauen ist, sehr viel Wissen über die eigene Erkrankung und deren Folgen
- ziemlich viel Selbstkontrolle

Die letzteren beiden Punkte bringt mit etwas Glück die Lebenserfahrung. Der erste ist immer heikel. Das muss man erst mal hinbekommen und ja, das kann auch verdammt gründlich schief gehen, wenn man den falschen Menschen mehr glaubt als sich selbst.

Nein, Du sollst Dir keinesfalls alles gefallen lassen.
Gerade bei Borderlinern schadet das Euch BEIDEN.

Wie ich das mache... hm, grob umrissen:
1. alle Menschen, die mir nahe stehen, wissen, dass ich mich zeitweise völlig zurück ziehe, dann auch nicht ans Telefon gehe, nicht aufmache, wenn es an der Tür klingelt, in Chats nicht antworte o.ä.
Sie wissen, dass das noch kein Grund zur Panik und auch nicht zum Notarzt rufen ist, sie wissen auch, dass das nichts, gar nichts mit ihnen, sondern ausschließlich mit mir zu tun hat.
Es gibt aber NOTFALL - Codes. Die jedoch sind wirklich nur für den NOTFALL, also werden im Grunde nie eingesetzt. Auch, wenn ich mich gerade eingrabe, kann es sein, dass meiner Schwiegermutter was passiert, die ins Krankenhaus muss, oder gestürzt ist und jemand von uns hin fahren muss (sie lebt 350km von uns weg und allein) - sowas eben. Wir haben hier mehrere Telefonnummern - gibt es bei den meisten Festnetzanschlüssen ja schon länger gratis dazu. Eine davon ist ausschließlich dafür, selbst wenn ich das Telefon ausmache, auf der Leitung gehen die Anrufe durch.
In ähnlicher Form gibt es das auf allen Kanälen. Das hat für die anderen die Sicherheit, dass sie mich im Notfall dennoch erreichen können und für mich gibt es damit ein Signal, das auch im umnebelten Hirn noch ankommt: AUFPASSEN, DAS IST WAS ANDERES, kein Generve, sondern WICHTIG.

2. wenn ich nicht halbwegs sicher sein kann, dass ich angemessen oder zumindest vertretbar reagiere, gehe ich ohne "Notfall" auch nicht ans Telefon.
Ist kein völliger Katastrophenschutz, passieren kann es dennoch. Wer mir nahesteht, weiß, wie er / sie das zu werten hat und ich werde mich wohl entschuldigen müssen, wenn es passiert.

3. ich bitte alle darum, Grenzen jederzeit anzusagen (bitte BEVOR das Porzellan in Trümmern liegt! ) und auch zu erinnern. Ich bin nicht so die Leuchte, wenn es darum geht, die Grenzen anderer überhaupt zu SEHEN.
Im Gegenzug ist es an mir, darauf auch zu achten - bzw. den Kontakt zu beenden, wenn es etwas ist, was ich nicht machen kann.

4. es gibt Codewörter. Worte, die tunlichst in KEINE ernste Situation passen. "Vanillestrudel" oder sowas. Die werden von anderen genutzt, wenn ich gerade dabei bin, mich irgendwo zu verrennen und Gespenster zu verprügeln, die außer mir keiner sehen kann. Mein Part: ab da runterfahren und Fresse halten. Egal, wie logisch mir mein "Zorn der Gerechten" in dem Moment erscheinen mag. Der Part der anderen: diese niemals mißbrauchen.
Genauso kann ich umgekehrt "STOP" sagen, wenn ich ein Thema gerade nicht vertiefen kann (weil ich in einen Trigger laufe, beispielsweise). Mein Part: das nie mißbrauchen (also auch nicht, um etwas zu blocken, was nicht schlimm, sondern einfach nur unangenehm ist). Der Part der anderen: Thema fallen lassen. Kein Warum, kein Aber, kein nachfragen, auch nicht vorsichtig, ...

**************

so und eh ich jetzt ganz Romane schreibe noch der letzte Punkt:


"Deshalb macht mich jetzt auch so wütend,traurig,verständnislos wie sie mir sagen kann, mich nicht zu mögen"

kann sein, dass sie das in diesem Moment so empfindet, kann sein, dass sie sich im Moment überfordert fühlt, ... ich weiß es auch nicht.
Unsere Emotionen ändern sich teilweise sehr schnell, sind gern weit entfernt von Logik und gern auch mal widersprüchlich. Ja, man kann auch zugleich jemanden nicht mehr mögen und bedauern, dass man einen der wenigen noch wichtigen Menschen verliert (also ich mag dich nicht, aber du bist mir wichtig im gleichen Moment) - zumindest wir können das. Ist für uns auch nicht schöner als für Dich, aber das hilft auch weder uns noch den anderen.

Was Du tun kannst?
Klare Spielregeln festlegen. Vorzugsweise, wenn es ihr wieder besser geht, bis dahin auf Abstand.
Was brauchst DU? Was ist Dir wichtig, was sollte von einer Freundin kommen?
Was geht für Dich gar nicht?
Solche Dinge eben - und dann gemeinsam darüber nachdenken, wie Ihr das praktisch umsetzen könnt, dass sie auch in den wenig guten Zeiten Deine Grenzen nicht überschreitet.

Der wichtigste Punkt bei allem ist aber:
Du kannst ihre Probleme nicht lösen, das kann sie nur selbst.
Du kannst ihr nur ganz, ganz, ganz wenig helfen, das kann sie n
ur selbst.
Wenn sie nicht gesellschaftsfähig ist, kann sie nur allein sein.


https://psychologie.gofeminin.de/forum/borderline-von-dem-gefuhl-in-gefuhlen-zu-ertrinken-ii-fd9946

Danke avarrassterne3. 👍

Sehr gut erklärt. Da war auch für mich viel Neues dabei.

LG W.

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23. April um 21:30
In Antwort auf elsesomene

Wow, ich danke dir so sehr. Ich habe es einmal mit einer Therapeutin besprochen, eine Angehörigen-gruppe probiert und nie habe ich eine so hilfreiche Antwort bekommen wie deine.

Weil eben bspw dass du sagst es ist für dich möglich jemanden gerade nicht zu mögen, aber dass einem dieser Mensch wichtig ist, das ist sehr spannend. 
Weil für mich war das richtig eine Verarsche, was denn nun, du sagst in ein und demselben Satz quasi wie wichtig ich dir bin und gleichzeitig magst du mich nicht!?

Und auch das mit dem Verständnis. Ich habe mit ihr das gleiche System, es gibt eine Nr wo ich nur im Notfall anrufen würde und eine normale Nummer und wir hatten auch ein Codewort, wenn sie zu verletzend wird, das sie meist einhält. Wenn nicht, dann in Phasen wo ich es zu oft - und eben nicht nur im Notfall - verwendet habe, also eben wie du sagst, ein Streit mir dann unangenehm war, aber ich nicht wirklich zutiefst gekränkt war. Bspw also "du Hu*re" - das kränkt mich nicht so sehr, dass ich ein Codewort verwenden müsste, habe ich aber manchmal, einfach aus Wut. In der Zeit hat sie es dann oft ignoriert. In letzter Zeit reiße ich mich mehr zusammen - bin ich nur wütend oder ist das jetzt etwas, das mich wirklich verletzt? und verwende es nur mehr wenn es mich verletzt und da reagiert sie zu 100% drauf.

Umgekehrt hatten wir es noch nicht, habe ich ihr aber vorgeschlagen und sie hat gemeint das passt. Weil genau was du sagst mit dem reintriggern, es ist oft dass ich etwas sage und sie geht voll in die Luft und ich verbeiße mich dann und führe den Streit fort. Wenn sie mir dann winkt dass es sie nur zum Auszucken bringt, kann ich auch mal zurückstecken und in Deckung gehen bis es wieder passt. Bislang war es echt fürchterlich, weil wir uns dann gegenseitig hochgeschaukelt haben, ich immer wütender auf sie wurde und sie immer mehr Böses mir unterstellt hat.

Einmal hat es begonnen mit, dass ich bei einem Film meinte, hui, das ist warum ich dich gerne als Trauzeugin hätte, du löst auch jedes Problem ratzfatz, da geht nix schief. Und sie meinte, ach deshalb, ich bin also nur Problemlöser für dich. Und schon streiten wir 2 Tage, weil ich dann darauf wiederum reagiere mit, wie kommst denn darauf, du verstehst ja alles was ich sage negativ und 3h später sag ich ihr "du spinnst doch, du crazy sadistische B*" und sie mir dass ich sie nur belaste und abhauen soll.
(nur ein Beispiel aus 10000)

Was nur, wenn sie selbst nicht merkt, dass ich sie triggere? Aber das ist wohl auch noch viel Lernprozess, vor allem bei mir. 

Danke jedenfalls sehr für diesen wertvollen Input, der mir auch mal ihre Welt zeigt oder mich zumindest mehr verstehen lässt, dass das nicht alles immer gegen mich ist, sondern einfach nur so ist.


 

Ich habe da einen alten Thread von mir verlinkt, vielleicht magst da mal noch bisschen lesen.

Ansonsten antworte ich morgen noch mal PC ist schon aus und Handytippen nervt, ich kann mich ja auch nie kurz fassen 😉🙄

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23. April um 21:31
In Antwort auf wackelzahn

Danke avarrassterne3. 👍

Sehr gut erklärt. Da war auch für mich viel Neues dabei.

LG W.

Danke für die Blumen 🤗

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23. April um 23:29
In Antwort auf avarrassterne3

Ich habe da einen alten Thread von mir verlinkt, vielleicht magst da mal noch bisschen lesen.

Ansonsten antworte ich morgen noch mal PC ist schon aus und Handytippen nervt, ich kann mich ja auch nie kurz fassen 😉🙄

Habe ihn mir durchgelesen und möchte hier für andere FreundInnen von BorderlinerInnen die zusammenfassen was mir am Meisten die Augen geöffnet haben, verstehe ich das so richtig?

- Kritik tut am meisten weh wenn sie was angreift für das man sich selbst gerade nicht leiden kann
- mitunter reagiert man auf Trigger und nicht auf die Aktion des Gegenübers und es ist besser das Gegenüber verstrickt sich nicht in endlose Erklärungen und Rechtfertigungen weil die mitunter weitere Trigger beinhalten weil sie unter dem Blick des Getriggerten gelesen werden, besser kurz schreiben HALT, das war nicht was ich meinte.
- Die Gefühle sind wie Wasser in einer Regentonne und durch Überforderung ist diese am Übergehen und der andere weiß nicht immer wie voll die Tonne schon ist und sieht nur den Tropfen und die Überschwemmung aber nicht wieviel schon drin war
- alle Gefühle sind verstärkt, es ist zum Teil schmerzhaft
- Zurückziehen hat nichts mit dem Gegenüber zu tun, sondern dass man selbst mitunter länger (!) Zeit braucht um das Wasser abzuschöpfen (ein Tag Ruhe reicht nicht)
-Überforderung kann man nicht nur an der Überschwemmung erkennen, sondern auch davor an körperlichen Symptomen (Schwitzen, Fahrigkeit), nicht zuhören können, (gehört da auch dazu "wie aufgezogenes reden"? oder hat das nur meine Freundin?) und kleineren Indizien

Frage: Gehört intensives Hin-Her auch dazu? Bei ihr nehme ich wahr, dass sie mir überschwänglich sagen kann an einem Tag, wie toll ich bin und am nächsten bin ich "das Letzte". 

und eine Frage noch, du sprichst von der Wahrnehmungsverzerrung. Was würdest du einem Gegenüber empfehlen, wie damit umzugehen? Also bspw eben wenn ich überzeugt bin, ich habe Recht, sie denkt sie hat recht. Ich fühle mich von ihrer Unterstellung gekränkt und will nicht mich für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Was wäre in solch einer Situation richtig? Sagen, "ich habe das nicht so gemeint!" und dann aber den weiteren Wutanfall über mich stumm ergehen lassen, auch wenn das nur noch mehr Wut erzeugt? (sie deutet mein Schweigen dann als Spott und ist noch böser).

UND: Wie kann man was gutes tun? wie kann ich zeigen, dass ich da sein möchte, es lernen möchte, auch wenn ich seit Jahren zu blöd dafür bin es zu verstehen und in jeden Streit hineinfalle und genauso mitschimpfe und mir nachher jedes Mal denke, das gibt es doch nicht. Es gibt Situationen da hat sie mir noch gesagt sie ist überfordert und dann schimpft sie "dass ich nicht sofort bei ihrem Anruf abgehoben habe darf nie mehr vorkommen" und ich zucke daraufhin aus und schreie sie an dass ich ihr nicht gehöre - statt einfach zu sagen, ui, tut mir leid, habs nicht gehört und es schulterzuckend hinzunehmen, dass ihre Aussage vielleicht übertrieben formuliert war.

Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..


Sorry für die vielen Fragen, das waren dann alle, ich hatte nur noch nie jemanden der mir tatsächlich ehrlich beantwortet hat wie sich das anfühlen könnte (mir klar, dass es für jeden anders ist).

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24. April um 8:48
In Antwort auf elsesomene

Habe ihn mir durchgelesen und möchte hier für andere FreundInnen von BorderlinerInnen die zusammenfassen was mir am Meisten die Augen geöffnet haben, verstehe ich das so richtig?

- Kritik tut am meisten weh wenn sie was angreift für das man sich selbst gerade nicht leiden kann
- mitunter reagiert man auf Trigger und nicht auf die Aktion des Gegenübers und es ist besser das Gegenüber verstrickt sich nicht in endlose Erklärungen und Rechtfertigungen weil die mitunter weitere Trigger beinhalten weil sie unter dem Blick des Getriggerten gelesen werden, besser kurz schreiben HALT, das war nicht was ich meinte.
- Die Gefühle sind wie Wasser in einer Regentonne und durch Überforderung ist diese am Übergehen und der andere weiß nicht immer wie voll die Tonne schon ist und sieht nur den Tropfen und die Überschwemmung aber nicht wieviel schon drin war
- alle Gefühle sind verstärkt, es ist zum Teil schmerzhaft
- Zurückziehen hat nichts mit dem Gegenüber zu tun, sondern dass man selbst mitunter länger (!) Zeit braucht um das Wasser abzuschöpfen (ein Tag Ruhe reicht nicht)
-Überforderung kann man nicht nur an der Überschwemmung erkennen, sondern auch davor an körperlichen Symptomen (Schwitzen, Fahrigkeit), nicht zuhören können, (gehört da auch dazu "wie aufgezogenes reden"? oder hat das nur meine Freundin?) und kleineren Indizien

Frage: Gehört intensives Hin-Her auch dazu? Bei ihr nehme ich wahr, dass sie mir überschwänglich sagen kann an einem Tag, wie toll ich bin und am nächsten bin ich "das Letzte". 

und eine Frage noch, du sprichst von der Wahrnehmungsverzerrung. Was würdest du einem Gegenüber empfehlen, wie damit umzugehen? Also bspw eben wenn ich überzeugt bin, ich habe Recht, sie denkt sie hat recht. Ich fühle mich von ihrer Unterstellung gekränkt und will nicht mich für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Was wäre in solch einer Situation richtig? Sagen, "ich habe das nicht so gemeint!" und dann aber den weiteren Wutanfall über mich stumm ergehen lassen, auch wenn das nur noch mehr Wut erzeugt? (sie deutet mein Schweigen dann als Spott und ist noch böser).

UND: Wie kann man was gutes tun? wie kann ich zeigen, dass ich da sein möchte, es lernen möchte, auch wenn ich seit Jahren zu blöd dafür bin es zu verstehen und in jeden Streit hineinfalle und genauso mitschimpfe und mir nachher jedes Mal denke, das gibt es doch nicht. Es gibt Situationen da hat sie mir noch gesagt sie ist überfordert und dann schimpft sie "dass ich nicht sofort bei ihrem Anruf abgehoben habe darf nie mehr vorkommen" und ich zucke daraufhin aus und schreie sie an dass ich ihr nicht gehöre - statt einfach zu sagen, ui, tut mir leid, habs nicht gehört und es schulterzuckend hinzunehmen, dass ihre Aussage vielleicht übertrieben formuliert war.

Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..


Sorry für die vielen Fragen, das waren dann alle, ich hatte nur noch nie jemanden der mir tatsächlich ehrlich beantwortet hat wie sich das anfühlen könnte (mir klar, dass es für jeden anders ist).

ich fange mal mit dem "ehrlich beantworten" an:
ich bin jetzt 47. Mit 20 hätte ich das so auch nicht gekommt. Mit 30 auch nicht. Da war ich zwar durch zig Therapien und Krankenhausaufenthalte schon durch, hatte noch einige vor mir - aber all in all, die waren für die Tonne, um ehrlich zu sein.
Als ich irgendwann zu verzweifelt war, dass es nie besser werden könne, weil mir das eben nie geholfen hat (teils sogar vieles verschlimmert hat! ) und ich nicht gehen konnte (ich war schon verheiratet und wir hatten ein kleines Kind, aus der Verantwortung konnte ich mich nicht schleichen, egal, wie groß die Todessehnsucht war), habe ich mich in die nächste Unibibliothek gesetzt und Fachbücher gelesen. Alles, was ging und ich halbwegs verstehen konnte.
Hat mir die Wege und das Wissen gebracht, um erst einmal überhaupt klar zu kommen.

Von daher: wundert mich leider gar nicht, dass das so selten ist


******************
Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Erst mal: jeder Mensch verhält sich regelmässig auch nicht korrekt. wir sind weder Bots noch Götter. ALLE nicht. Weswegen wir Menschlein auch so konstruiert sind, dass das System immer Fehler verzeiht. Aber wir müssen es im Rahmen halten.
Es gibt auch jede Menge quietschgesunde Menschen, die nur die Fehler der anderen sehen, für die eigenen aber tunlichst blind sind. Ist menschlich, aber für Borderliner gefährlicher als für gesunde Menschen. Wir brauchen eine starke Selbstreflektion, um sinnvoll leben zu können, auch wenn die für uns schwerer zu erreichen ist, als für die anderen.
Da kannst Du helfen - aber eben auch nicht mehr. Den Hauptteil muss SIE machen. Geht alles nur, wenn sie will und tut - und der Weg ist leider häßlich, steil, steinig.

********************
Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..

seh ich auch so, ja.
Aber mal anders herum... wo ist eigentlich DEIN wichtigstes Problem an der Situation?
Versuch das mal abstrakter für Dich zu klären und zu sortieren. Weg von den 1000 einzelnen kleinen Beispielen - generell.
Du kannst sie oft schwer einschätzen - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade.
Deine Grenzen werden überschritten - teils ist Dir das bewußt, dafür gibt es die Safewords. Fein. Funktioniert leidlich. ABER: ich lese Dich so, dass sie auch an Stellen überschritten werden, wo es Dir selbst nicht wirklich bewußt ist - das sind die Momente wo Du dann "ausbrichst" also Dich "falsch" verhälst. Dir fehlt dann etwas, was wichtig ist, ohne dass Du es klar benennen könntest und Du versuchst Dir das auf dem Wege zu holen - kann das sein? Wenn ja - wäre für Euch beide von Vorteil, wenn Du das klarer siehst - und damit auch klarer angehen kannst.
Du bekommst von ihr nicht genug "zurück", habe ich den Eindruck? Was ist es denn, was Du willst und brauchst? Man braucht das Gefühl, dem anderen wichtig zu sein, klar. Gibt sie Dir ja auch, aber ... hm wie sag ichs... arg phasenweise, weil sie selbst - gehört zu den Hauptsymtomen - stark schwankt.
Nun, JEDER Mensch schwankt - nur gesunde wesentlich weniger stark. Auch gesunde Menschen würden Dir nicht ständig das Gefühl geben, dass Du ihnen wichtig bist - und was bei Borderlinern auch immer dazu gehört - wir schwanken in BEIDE Richtungen stark. Wenn es kommt, kommt es also von ihr auch intensiver als von den "normalen" Menschen.
Wie ist das bei Dir bei anderen Freundschaften? Nimmst Du die geringeren Schwankungen da auch wahr? Verunsichtern sie Dich da auch?

Mehr später, ich muss mich erst mal wieder in die Arbeit stürzen

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24. April um 9:53
In Antwort auf elsesomene

Hi Leute,
meine beste Freundin (seit 20 Jahren) hat Borderline (vermutlich, ob bipolar oder borderline wurde noch nicht erkannt, war auch mal stationär).
Wir verstehen uns zum Teil sehr gut, aber ich komme mit ihrer Krankheit sehr schwer klar.
Sie ist dann manchmal wirklich boshaft und sagt extrem böse Sachen zu mir oder ghostet mich für manche Tage ganz. Ich glaub manchmal aber auch eben deshalb, damit ihr nichts falsches rausrutscht und das mehr zerstört. 
Ich kann ihr das kaum verzeihen, weil es auch dann ist, wenn ich Hilfe bräuchte. Ich kann kaum nachvollziehen, wieso sie dann nicht "abschalten" kann und normal zu mir sein, sondern weiter irgendwelche Dinge unterstellt (hätte sie vor gemeinsamen Freunden bloßgestellt, etc) und mich dafür "bestraft" - eben mit ignorieren oder stundenlangem Anschreien. 
Und dann ist der Sturm vorbei und sie wieder total lieb und wir fuhren auf Urlaub und ich telefoniere mit ihr stundenlang über Jungs und wir leben mit Freude und Trauer des anderen mit.

Und heute hat sie mir nach so einem heftigen Streit gesagt dass sie wenige Leute noch in ihrem Leben hat und die die noch da sind nur die sind, die ihr wirklich was bedeuten. Ich meinte darauf, dass ich sie total gerne habe. Darauf antwortete sie, "ich mag dich leider nicht mehr, aber ich hätte gerne dass ich es wieder tu" 

Was mach ich jetzt mit dieser Info?

Heißt das, es ist vorbei? Wie kann ich das ändern? Ich finde ich versuche alles um mit ihr zurecht zukommen und dann kommt sowas!? Wie kann sie das nicht sehen, wie viel ich für sie mache?
 

Ein kranker Mensch erkennt oft nicht, was andere für ihn auf sich nehmen. Der rasante Wechsel ihrer Stimmungslagen spricht ebenso stark für eine manische Phase, auch die Enthemmung passt ins Bild. Aber ob sie Borderlinerin oder Manikerin ist, beide Charaktere sind äußerst schwierig. Borderliner leiden häufig unter Selbstzweifeln, wobei Maniker in ihrer Hochphase die Allergrößten sind und Zeifel das Letzte ist, was sie empfinden. Bei beiden Erkrankungen ist das was sie denken, und wie sie denken anders, wie bei "gesunden" Menschen. Auch im Verhalten überschießend oder impulsiv und die Wahrnehmung verzerrt oder sogar in Extremfällen abnorm verändert. Maniker erleben häufig richtig psychotische Zustände und neigen zu Eigen- und Fremdgefährdung. Borderliner nur, wenn sie diesem Typus entsprechen.

Bei beiden Krankheitsbildern kannst du von außen rein gar nichts unternehmen, außer dich selbst gut zu schützen wenn du den Kontakt nicht verlieren möchtest. Zudem solltest du über eine extrem hohe Frustrationstoleranz verfügen, sonst wirst du nicht mit so einer Persönlichkeit umgehen können und es kommt immer wieder zu heftigen Zusammenstößen. 

Ein Borderliner kann durchaus gestärkt und stabilisiert werden wenn er eine längere konstante Beziehungserfahrung mit verlässlichen und zugewandten Personen erfährt. Das bedeutet aber auch eine aktive Bereitschaft der Personen sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Deine persönliche Grenze muss intakt bleiben, nur so kannst du ihr überhaupt eine Hilfe sein. Ich sage dir klipp und klar, alle Partner, beste Freunde solch erkrankter Menschen suchen therapeutischen Rat und Unterstützung, weil sie ansonsten psychisch vor die Hunde gehen. 

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24. April um 10:14
In Antwort auf elsesomene

Habe ihn mir durchgelesen und möchte hier für andere FreundInnen von BorderlinerInnen die zusammenfassen was mir am Meisten die Augen geöffnet haben, verstehe ich das so richtig?

- Kritik tut am meisten weh wenn sie was angreift für das man sich selbst gerade nicht leiden kann
- mitunter reagiert man auf Trigger und nicht auf die Aktion des Gegenübers und es ist besser das Gegenüber verstrickt sich nicht in endlose Erklärungen und Rechtfertigungen weil die mitunter weitere Trigger beinhalten weil sie unter dem Blick des Getriggerten gelesen werden, besser kurz schreiben HALT, das war nicht was ich meinte.
- Die Gefühle sind wie Wasser in einer Regentonne und durch Überforderung ist diese am Übergehen und der andere weiß nicht immer wie voll die Tonne schon ist und sieht nur den Tropfen und die Überschwemmung aber nicht wieviel schon drin war
- alle Gefühle sind verstärkt, es ist zum Teil schmerzhaft
- Zurückziehen hat nichts mit dem Gegenüber zu tun, sondern dass man selbst mitunter länger (!) Zeit braucht um das Wasser abzuschöpfen (ein Tag Ruhe reicht nicht)
-Überforderung kann man nicht nur an der Überschwemmung erkennen, sondern auch davor an körperlichen Symptomen (Schwitzen, Fahrigkeit), nicht zuhören können, (gehört da auch dazu "wie aufgezogenes reden"? oder hat das nur meine Freundin?) und kleineren Indizien

Frage: Gehört intensives Hin-Her auch dazu? Bei ihr nehme ich wahr, dass sie mir überschwänglich sagen kann an einem Tag, wie toll ich bin und am nächsten bin ich "das Letzte". 

und eine Frage noch, du sprichst von der Wahrnehmungsverzerrung. Was würdest du einem Gegenüber empfehlen, wie damit umzugehen? Also bspw eben wenn ich überzeugt bin, ich habe Recht, sie denkt sie hat recht. Ich fühle mich von ihrer Unterstellung gekränkt und will nicht mich für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Was wäre in solch einer Situation richtig? Sagen, "ich habe das nicht so gemeint!" und dann aber den weiteren Wutanfall über mich stumm ergehen lassen, auch wenn das nur noch mehr Wut erzeugt? (sie deutet mein Schweigen dann als Spott und ist noch böser).

UND: Wie kann man was gutes tun? wie kann ich zeigen, dass ich da sein möchte, es lernen möchte, auch wenn ich seit Jahren zu blöd dafür bin es zu verstehen und in jeden Streit hineinfalle und genauso mitschimpfe und mir nachher jedes Mal denke, das gibt es doch nicht. Es gibt Situationen da hat sie mir noch gesagt sie ist überfordert und dann schimpft sie "dass ich nicht sofort bei ihrem Anruf abgehoben habe darf nie mehr vorkommen" und ich zucke daraufhin aus und schreie sie an dass ich ihr nicht gehöre - statt einfach zu sagen, ui, tut mir leid, habs nicht gehört und es schulterzuckend hinzunehmen, dass ihre Aussage vielleicht übertrieben formuliert war.

Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..


Sorry für die vielen Fragen, das waren dann alle, ich hatte nur noch nie jemanden der mir tatsächlich ehrlich beantwortet hat wie sich das anfühlen könnte (mir klar, dass es für jeden anders ist).

Wahrnehmungsverzerrung oder sogar Verkennung. Du kannst dir das in etwa so vorstellen, jemand hört etwas, sieht etwas, schmeckt etwas oder riecht etwas. Nehmen wir mal an, sie hört wie du mit ihrem Freund ein paar Worte wechselst, das was sie wahrnimmt ist eine Empfindung, die sie aufgrund einer mangelnden kognitiven Verarbeitung komplett anders auffasst und beurteilt. Du betrügst sie mit ihrem Freund. Du kannst NICHTS tun, weil ein mangelnde kognitive Verarbeitung ihr ein Verstehen unmöglich macht. Verselbständigt sich das und artet in wahnhafte Überzeugung aus ist der Realitätsbezug sowieso nicht mehr gegeben. 

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24. April um 10:35
In Antwort auf avarrassterne3

ich fange mal mit dem "ehrlich beantworten" an:
ich bin jetzt 47. Mit 20 hätte ich das so auch nicht gekommt. Mit 30 auch nicht. Da war ich zwar durch zig Therapien und Krankenhausaufenthalte schon durch, hatte noch einige vor mir - aber all in all, die waren für die Tonne, um ehrlich zu sein.
Als ich irgendwann zu verzweifelt war, dass es nie besser werden könne, weil mir das eben nie geholfen hat (teils sogar vieles verschlimmert hat! ) und ich nicht gehen konnte (ich war schon verheiratet und wir hatten ein kleines Kind, aus der Verantwortung konnte ich mich nicht schleichen, egal, wie groß die Todessehnsucht war), habe ich mich in die nächste Unibibliothek gesetzt und Fachbücher gelesen. Alles, was ging und ich halbwegs verstehen konnte.
Hat mir die Wege und das Wissen gebracht, um erst einmal überhaupt klar zu kommen.

Von daher: wundert mich leider gar nicht, dass das so selten ist


******************
Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Erst mal: jeder Mensch verhält sich regelmässig auch nicht korrekt. wir sind weder Bots noch Götter. ALLE nicht. Weswegen wir Menschlein auch so konstruiert sind, dass das System immer Fehler verzeiht. Aber wir müssen es im Rahmen halten.
Es gibt auch jede Menge quietschgesunde Menschen, die nur die Fehler der anderen sehen, für die eigenen aber tunlichst blind sind. Ist menschlich, aber für Borderliner gefährlicher als für gesunde Menschen. Wir brauchen eine starke Selbstreflektion, um sinnvoll leben zu können, auch wenn die für uns schwerer zu erreichen ist, als für die anderen.
Da kannst Du helfen - aber eben auch nicht mehr. Den Hauptteil muss SIE machen. Geht alles nur, wenn sie will und tut - und der Weg ist leider häßlich, steil, steinig.

********************
Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..

seh ich auch so, ja.
Aber mal anders herum... wo ist eigentlich DEIN wichtigstes Problem an der Situation?
Versuch das mal abstrakter für Dich zu klären und zu sortieren. Weg von den 1000 einzelnen kleinen Beispielen - generell.
Du kannst sie oft schwer einschätzen - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade.
Deine Grenzen werden überschritten - teils ist Dir das bewußt, dafür gibt es die Safewords. Fein. Funktioniert leidlich. ABER: ich lese Dich so, dass sie auch an Stellen überschritten werden, wo es Dir selbst nicht wirklich bewußt ist - das sind die Momente wo Du dann "ausbrichst" also Dich "falsch" verhälst. Dir fehlt dann etwas, was wichtig ist, ohne dass Du es klar benennen könntest und Du versuchst Dir das auf dem Wege zu holen - kann das sein? Wenn ja - wäre für Euch beide von Vorteil, wenn Du das klarer siehst - und damit auch klarer angehen kannst.
Du bekommst von ihr nicht genug "zurück", habe ich den Eindruck? Was ist es denn, was Du willst und brauchst? Man braucht das Gefühl, dem anderen wichtig zu sein, klar. Gibt sie Dir ja auch, aber ... hm wie sag ichs... arg phasenweise, weil sie selbst - gehört zu den Hauptsymtomen - stark schwankt.
Nun, JEDER Mensch schwankt - nur gesunde wesentlich weniger stark. Auch gesunde Menschen würden Dir nicht ständig das Gefühl geben, dass Du ihnen wichtig bist - und was bei Borderlinern auch immer dazu gehört - wir schwanken in BEIDE Richtungen stark. Wenn es kommt, kommt es also von ihr auch intensiver als von den "normalen" Menschen.
Wie ist das bei Dir bei anderen Freundschaften? Nimmst Du die geringeren Schwankungen da auch wahr? Verunsichtern sie Dich da auch?

Mehr später, ich muss mich erst mal wieder in die Arbeit stürzen

"Weg von den 1000 einzelnen kleinen Beispielen - generell."
Das ist schwer, weil ich immer die einzelnen Situationen sehe und die dann zerdenke und zerpflücke - und teils auch mit anderen bespreche die mir dann sagen "ach, lass es doch, das ist es nicht wert" -und das hilft mir nicht. Denn sie ist es mir Wert, sie ist ein wundervoller Mensch.

"Du kannst sie oft schwer einschätzen" richtig, wobei das Ursache für die Wirkung ist, Wirkung ist das Problem, nämlich, dass wir zu oft und zu heftig streiten und ich mich verbeiße und nicht locker lassen kann

" - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade" - das merke ich und hilft auch wirklich.

".Deine Grenzen werden überschritten - teils ist Dir das bewußt, dafür gibt es die Safewords. Fein. Funktioniert leidlich. ABER: ich lese Dich so, dass sie auch an Stellen überschritten werden, wo es Dir selbst nicht wirklich bewußt ist - das sind die Momente wo Du dann "ausbrichst" also Dich "falsch" verhälst. Dir fehlt dann etwas, was wichtig ist, ohne dass Du es klar benennen könntest und Du versuchst Dir das auf dem Wege zu holen - kann das sein?" Genau! Was zum Teil dann ist, dass ich sie zurückschimpfe oder, was wie ich öfter lese wirklich genau das falsche ist, vor Ultimaten stelle "wenn du dich nicht sofort entschuldigst, dann wars das mit unserer Freundschaft"

"Wenn ja - wäre für Euch beide von Vorteil, wenn Du das klarer siehst - und damit auch klarer angehen kannst." aber das ist genau mein Problem, dass ich deshalb es manchmal nicht weiß, weil sie Grenzen überschreitet, die OBJEKTIVE sind, aber nicht subjektive. Wenn SIe mich "Hur*e" nennt, dann ist mir das im Grunde egal, ich weiß sie zuckt gerade aus, es ist nichts, das mit langfristig Kopfschmerzen macht, es ist lediglich ungerecht, weil es ein Schimpfwort ist und ich (meiner Ansicht nach) nichts falsch gemacht habe. Aber: wenn mich eine Fremde Hur*e nennt und erbost abrauscht, dann werd ich mir zweimal überlegen, ob ich die wieder sehe. Was ich meine: Objektiv betrachtet: Mich aus dem nichts beschimpfen zu lassen - Grenze überschritten. Subjektiv: Ich weiß, dass sie wütend ist, ich weiß, dass sie auch Dinge sagen könnte, die mich wirklich treffen würden und es nicht tut, sich auf ein abstraktes Schimpfen und Anrufe ablehnen beschränkt, weil sie dadurch nicht Dinge sagt, die unumkehrbar sind. Also Grenze nicht überschritten. 
und das sind die 2 Seelen in meiner Brust, die eine die es quasi von außen sieht und sagt "lass doch nicht so mit dir umgehen" und die andere, die sie kennt und sagt "das ist halt sie und morgen hat sie sich beruhigt".

"Du bekommst von ihr nicht genug "zurück", habe ich den Eindruck? Was ist es denn, was Du willst und brauchst?"
Doch ich bekomme von ihr sogar viel zu viel. Wenn ich sage, ich habe Schnupfen, steht sie am nächsten Tag mit Suppe Taschentüchern und Filmen vor der Türe (so viel wie niemand sonst tun würde). Aber: Wirft mir dann auch irgendwann anders wieder vor, sie müsse mir dauernd helfen. Wodurch ich mich schlecht fühle.
Ich hätte gerne, dass sie mir einmal sagt, "hey, ich sehs dass du auch zurücksteckst manchmal und dich bemühst, danke. Ich hab dich sehr gern." anstatt diffuses Hin-Her zwischen "Ich hab dich lieb" "ich mag dich nicht" "ich hab dich vermisst" "du bist für mich nur eine Belastung" "ich freu mich dich zu sehen" ..in mir ist dann nur mehr Unsicherheit und desto unsicherer ich werde, desto mehr klammere ich und pushe sie, mir zu sagen, "was denn nun?!"

"arg phasenweise, weil sie selbst - gehört zu den Hauptsymtomen - stark schwankt." genau.  
"Wie ist das bei Dir bei anderen Freundschaften? Nimmst Du die geringeren Schwankungen da auch wahr? Verunsichtern sie Dich da auch?"
Nehme ich auch wahr, aber gehe viel ruhiger damit um. Auch bei wirklichem Unsinn, da sage ich dann eher, "okay, macht nichts" und gehe in den Streit gar nicht hinein, weil ich weiß, wir verstehen uns ja gut. Aber das ist dann ja auch umgekehrt so. Wenn mir Freundin X sagt, sie kann heute doch nicht zum Treffen, sag ich "ok schade". Umgekehrt genauso. Wenn ich bei meiner besten Freundin spontan absage kann passieren dass (je nach "Laune", manchmal auch genauso kein Problem) sie mich fragt, was ich mir einbilde, ihre Zeit zu stehlen und ob ich glaube etwas Besseres zu sein, ich sei egozentrisch und abgehoben usw usf, mir dann das Telefon auflegt und 3 Tage patzig ist, sodass ich irgendwann weinend um Verzeihung bettel. (weil mir nichts sonst einfällt).

Da ist in der umgekehrten Situation dann, wenn sie mir absagt spontan, dass ich nicht mit "ok klar" antworte, sondern mit "was bildest du dir ein?", weil ich mir denke, es kann ja nicht sein, dass ich mich stets 100% moralisch super verhalten muss, rechtzeitig absagen, nie ruppig sein etc und sie darf das alles schon.

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24. April um 14:17
In Antwort auf elsesomene

Habe ihn mir durchgelesen und möchte hier für andere FreundInnen von BorderlinerInnen die zusammenfassen was mir am Meisten die Augen geöffnet haben, verstehe ich das so richtig?

- Kritik tut am meisten weh wenn sie was angreift für das man sich selbst gerade nicht leiden kann
- mitunter reagiert man auf Trigger und nicht auf die Aktion des Gegenübers und es ist besser das Gegenüber verstrickt sich nicht in endlose Erklärungen und Rechtfertigungen weil die mitunter weitere Trigger beinhalten weil sie unter dem Blick des Getriggerten gelesen werden, besser kurz schreiben HALT, das war nicht was ich meinte.
- Die Gefühle sind wie Wasser in einer Regentonne und durch Überforderung ist diese am Übergehen und der andere weiß nicht immer wie voll die Tonne schon ist und sieht nur den Tropfen und die Überschwemmung aber nicht wieviel schon drin war
- alle Gefühle sind verstärkt, es ist zum Teil schmerzhaft
- Zurückziehen hat nichts mit dem Gegenüber zu tun, sondern dass man selbst mitunter länger (!) Zeit braucht um das Wasser abzuschöpfen (ein Tag Ruhe reicht nicht)
-Überforderung kann man nicht nur an der Überschwemmung erkennen, sondern auch davor an körperlichen Symptomen (Schwitzen, Fahrigkeit), nicht zuhören können, (gehört da auch dazu "wie aufgezogenes reden"? oder hat das nur meine Freundin?) und kleineren Indizien

Frage: Gehört intensives Hin-Her auch dazu? Bei ihr nehme ich wahr, dass sie mir überschwänglich sagen kann an einem Tag, wie toll ich bin und am nächsten bin ich "das Letzte". 

und eine Frage noch, du sprichst von der Wahrnehmungsverzerrung. Was würdest du einem Gegenüber empfehlen, wie damit umzugehen? Also bspw eben wenn ich überzeugt bin, ich habe Recht, sie denkt sie hat recht. Ich fühle mich von ihrer Unterstellung gekränkt und will nicht mich für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Was wäre in solch einer Situation richtig? Sagen, "ich habe das nicht so gemeint!" und dann aber den weiteren Wutanfall über mich stumm ergehen lassen, auch wenn das nur noch mehr Wut erzeugt? (sie deutet mein Schweigen dann als Spott und ist noch böser).

UND: Wie kann man was gutes tun? wie kann ich zeigen, dass ich da sein möchte, es lernen möchte, auch wenn ich seit Jahren zu blöd dafür bin es zu verstehen und in jeden Streit hineinfalle und genauso mitschimpfe und mir nachher jedes Mal denke, das gibt es doch nicht. Es gibt Situationen da hat sie mir noch gesagt sie ist überfordert und dann schimpft sie "dass ich nicht sofort bei ihrem Anruf abgehoben habe darf nie mehr vorkommen" und ich zucke daraufhin aus und schreie sie an dass ich ihr nicht gehöre - statt einfach zu sagen, ui, tut mir leid, habs nicht gehört und es schulterzuckend hinzunehmen, dass ihre Aussage vielleicht übertrieben formuliert war.

Ich sehe ja, dass ich mich auch oft falsch verhalte, aber Entschuldigungen bedeuten ihr nichts - wohl weil sie auch weiß, dass es ja wechselseitig ist. Was kann ich aber dann tun? Und es frustriert mich dass sie nur meine "Verfehlungen" sieht aber nicht ihre.

Wobei man wohl ein Saveword-system usw nicht aufbaut mit jemadem, der einem egal ist, oder? also vielleicht sieht sie es und sagt es nur nicht..


Sorry für die vielen Fragen, das waren dann alle, ich hatte nur noch nie jemanden der mir tatsächlich ehrlich beantwortet hat wie sich das anfühlen könnte (mir klar, dass es für jeden anders ist).

so erst mal zu dem, was ich heute morgen nicht geschafft habe:

und eine Frage noch, du sprichst von der Wahrnehmungsverzerrung. Was würdest du einem Gegenüber empfehlen, wie damit umzugehen? Also bspw eben wenn ich überzeugt bin, ich habe Recht, sie denkt sie hat recht. Ich fühle mich von ihrer Unterstellung gekränkt und will nicht mich für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Was wäre in solch einer Situation richtig? Sagen, "ich habe das nicht so gemeint!" und dann aber den weiteren Wutanfall über mich stumm ergehen lassen, auch wenn das nur noch mehr Wut erzeugt? (sie deutet mein Schweigen dann als Spott und ist noch böser).

wichtigster Punkt immer wieder:
Du kannst nicht ihre Probleme lösen. Das kann nur sie selbst.
So eine Wahrnehmungsverzerrung kann man von außen durchbrechen, wenn man
- eine richtig gute Ausbildung (Rethorik, NLP, Psychologie, vorzugsweise alles davon!) und viel Erfahrung hat, dazu absolute emotionale Distanz. Sprich: das ist auf dem Level "Großmeister". Hast Du nicht, ist auch nicht Dein Beruf, sollst Du also auch nicht haben.
ODER
- in KOOPERATION mit dem Betreffenden. Wie das Wort Kooperation eigentlich klar macht: das geht nicht allein.

Wie gesagt: ich mache das mit Codewörtern. Mit etwas ala "STOP, Du verrennst Dich gerade". Bedingt jemanden, der mich darauf hinweist, dass ich gerade Gespenster verprügle, die außer mir keiner sieht - bedingt aber genauso, dass ich an dieser Stelle auch aufhöre, das respektiere, alles andere herunterwürge, was mir auf der Zunge liegt, keinen Wutanfall loslasse und LANDE. Kompromisslos und umgehend. Selbstdisziplin, Selbstkontrolle und Vertrauen in die andere Person.

Habe ich keine Person, der ich bedingungslos vertraue, bleiben mir nur "Marker" / "Referenzpunkte". Die alte Weisheit "es ist ein ganz mieses Zeichen, wenn plötzlich ALLE anderen verrückt werden". Die Logik sagt, es ist mehr als unwahrscheinlich, dass man der einzige normale Mensch unter lauter Irren ist... also wird es wohl so sein, dass man gerade der einzige Irre unter lauter normalen ist, auch wenn man es verdammt noch eins so gar nicht sieht. Und mitten im schönsten Gefühlsfasching auch noch Zugang zu so komischen Konzepten wie "Logik" finden muss.

Zum gleichen Thema gehört das:
Da ist in der umgekehrten Situation dann, wenn sie mir absagt spontan, dass ich nicht mit "ok klar" antworte, sondern mit "was bildest du dir ein?", weil ich mir denke, es kann ja nicht sein, dass ich mich stets 100% moralisch super verhalten muss, rechtzeitig absagen, nie ruppig sein etc und sie darf das alles schon.

AUF
GAR
KEINEN
FALL
!!!

Nie, nie, niemals "sie darf das alles und ich darf nichts". NIE.
Das schadet Dir - und es schadet ihr und es schadet Euer (zwischenmenschlichen) Beziehung. Allen 3 Punkten enorm.

Jeder chronisch / schwer kranke Mensch braucht Rücksicht. Klar. Nur zu wenig Rücksicht schadet höchstens dem Betreffenden selbst. Zu viel Rücksicht aber schadet ALLEN Beteiligten. Egal bei welcher Krankheit.

Spiel sowas mal mit einer körperlichen Erkrankung durch, das fällt leichter und ist in weiten Teilen das Gleiche.
Stell Dir vor, sie hat ein Problem mit ihrer Hüfte.
Nun, dann fallen Bergwanderungen für sie weg, klar.
Es gibt auch TAGE, wo es ihr schlecht geht / sie starke Schmerzen hat und es gut wäre, wenn ihr jemand den Einkauf abnimmt, auch klar.
Und sie wird vielleicht grundsätzlich weitere Strecken nicht so schnell laufen können wie Du.
So weit so klar, so richtig und logisch.
Jetzt kommt der wichtige Teil: Rücksicht muss immer punktuell und / oder zeitlich begrenzt sein. IMMER.
Denk mal darüber nach, wie die Story weiter geht, wenn Du ihr JEDEN Einkauf abnimmst. Immer, einen Monat nach dem anderen. Niemals einen weiten Weg mit ihr läufst, damit sie sich nur ja nicht überanstrengt, ... was macht das nach einem Jahr mit Dir? Was macht das nach einem Jahr mit ihr? Was macht das nach einem Jahr mit Eurer Freundschaft?

... und was macht ihr gerade real, außerhalb dieser fiktiven Analogie?

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24. April um 15:05
In Antwort auf elsesomene

"Weg von den 1000 einzelnen kleinen Beispielen - generell."
Das ist schwer, weil ich immer die einzelnen Situationen sehe und die dann zerdenke und zerpflücke - und teils auch mit anderen bespreche die mir dann sagen "ach, lass es doch, das ist es nicht wert" -und das hilft mir nicht. Denn sie ist es mir Wert, sie ist ein wundervoller Mensch.

"Du kannst sie oft schwer einschätzen" richtig, wobei das Ursache für die Wirkung ist, Wirkung ist das Problem, nämlich, dass wir zu oft und zu heftig streiten und ich mich verbeiße und nicht locker lassen kann

" - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade" - das merke ich und hilft auch wirklich.

".Deine Grenzen werden überschritten - teils ist Dir das bewußt, dafür gibt es die Safewords. Fein. Funktioniert leidlich. ABER: ich lese Dich so, dass sie auch an Stellen überschritten werden, wo es Dir selbst nicht wirklich bewußt ist - das sind die Momente wo Du dann "ausbrichst" also Dich "falsch" verhälst. Dir fehlt dann etwas, was wichtig ist, ohne dass Du es klar benennen könntest und Du versuchst Dir das auf dem Wege zu holen - kann das sein?" Genau! Was zum Teil dann ist, dass ich sie zurückschimpfe oder, was wie ich öfter lese wirklich genau das falsche ist, vor Ultimaten stelle "wenn du dich nicht sofort entschuldigst, dann wars das mit unserer Freundschaft"

"Wenn ja - wäre für Euch beide von Vorteil, wenn Du das klarer siehst - und damit auch klarer angehen kannst." aber das ist genau mein Problem, dass ich deshalb es manchmal nicht weiß, weil sie Grenzen überschreitet, die OBJEKTIVE sind, aber nicht subjektive. Wenn SIe mich "Hur*e" nennt, dann ist mir das im Grunde egal, ich weiß sie zuckt gerade aus, es ist nichts, das mit langfristig Kopfschmerzen macht, es ist lediglich ungerecht, weil es ein Schimpfwort ist und ich (meiner Ansicht nach) nichts falsch gemacht habe. Aber: wenn mich eine Fremde Hur*e nennt und erbost abrauscht, dann werd ich mir zweimal überlegen, ob ich die wieder sehe. Was ich meine: Objektiv betrachtet: Mich aus dem nichts beschimpfen zu lassen - Grenze überschritten. Subjektiv: Ich weiß, dass sie wütend ist, ich weiß, dass sie auch Dinge sagen könnte, die mich wirklich treffen würden und es nicht tut, sich auf ein abstraktes Schimpfen und Anrufe ablehnen beschränkt, weil sie dadurch nicht Dinge sagt, die unumkehrbar sind. Also Grenze nicht überschritten. 
und das sind die 2 Seelen in meiner Brust, die eine die es quasi von außen sieht und sagt "lass doch nicht so mit dir umgehen" und die andere, die sie kennt und sagt "das ist halt sie und morgen hat sie sich beruhigt".

"Du bekommst von ihr nicht genug "zurück", habe ich den Eindruck? Was ist es denn, was Du willst und brauchst?"
Doch ich bekomme von ihr sogar viel zu viel. Wenn ich sage, ich habe Schnupfen, steht sie am nächsten Tag mit Suppe Taschentüchern und Filmen vor der Türe (so viel wie niemand sonst tun würde). Aber: Wirft mir dann auch irgendwann anders wieder vor, sie müsse mir dauernd helfen. Wodurch ich mich schlecht fühle.
Ich hätte gerne, dass sie mir einmal sagt, "hey, ich sehs dass du auch zurücksteckst manchmal und dich bemühst, danke. Ich hab dich sehr gern." anstatt diffuses Hin-Her zwischen "Ich hab dich lieb" "ich mag dich nicht" "ich hab dich vermisst" "du bist für mich nur eine Belastung" "ich freu mich dich zu sehen" ..in mir ist dann nur mehr Unsicherheit und desto unsicherer ich werde, desto mehr klammere ich und pushe sie, mir zu sagen, "was denn nun?!"

"arg phasenweise, weil sie selbst - gehört zu den Hauptsymtomen - stark schwankt." genau.  
"Wie ist das bei Dir bei anderen Freundschaften? Nimmst Du die geringeren Schwankungen da auch wahr? Verunsichtern sie Dich da auch?"
Nehme ich auch wahr, aber gehe viel ruhiger damit um. Auch bei wirklichem Unsinn, da sage ich dann eher, "okay, macht nichts" und gehe in den Streit gar nicht hinein, weil ich weiß, wir verstehen uns ja gut. Aber das ist dann ja auch umgekehrt so. Wenn mir Freundin X sagt, sie kann heute doch nicht zum Treffen, sag ich "ok schade". Umgekehrt genauso. Wenn ich bei meiner besten Freundin spontan absage kann passieren dass (je nach "Laune", manchmal auch genauso kein Problem) sie mich fragt, was ich mir einbilde, ihre Zeit zu stehlen und ob ich glaube etwas Besseres zu sein, ich sei egozentrisch und abgehoben usw usf, mir dann das Telefon auflegt und 3 Tage patzig ist, sodass ich irgendwann weinend um Verzeihung bettel. (weil mir nichts sonst einfällt).

Da ist in der umgekehrten Situation dann, wenn sie mir absagt spontan, dass ich nicht mit "ok klar" antworte, sondern mit "was bildest du dir ein?", weil ich mir denke, es kann ja nicht sein, dass ich mich stets 100% moralisch super verhalten muss, rechtzeitig absagen, nie ruppig sein etc und sie darf das alles schon.

"Du kannst sie oft schwer einschätzen" richtig, wobei das Ursache für die Wirkung ist, Wirkung ist das Problem, nämlich, dass wir zu oft und zu heftig streiten und ich mich verbeiße und nicht locker lassen kann
Ihr schaukelt Euch hoch ist das Problem. Das hat nicht mal primär mit nicht verstehen zu tun.


" - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade" - das merke ich und hilft auch wirklich.
ich bin kein Gott, ich hatte auch nicht den Stein der Weisen zum Frühstück. Fixiere Dich nicht zu sehr auf mich ...

vor Ultimaten stelle "wenn du dich nicht sofort entschuldigst, dann wars das mit unserer Freundschaft"
hm, wenn mich jemand vor ein Ultimatum stellt, ist die Antwort glasglar und unabhängig vom Thema. Da bin ich hyperallergisch drauf. Borderline oder nicht, Ultimatium macht man in keiner Freundschaft und in keiner zwischenmenschlichen Beziehung. Das ist iecks. Davon abgesehen: ich würde mir eher Gedanken machen, wenn man das erhoffte Ziel damit erreicht, als wenn man es nicht erreicht!

Aber: Wirft mir dann auch irgendwann anders wieder vor, sie müsse mir dauernd helfen.
das ist etwas, was auch bei gesunden Menschen häufig anzutreffen ist.
Hast Du Dich schon mal mit einem Paar unterhalten, was sich gerade getrennt hat? Also mit *beiden* Beteiligten? Wenn nicht: mach das unbedingt mal. Man gewinnt faszinierende Erkenntnisse. BEIDE werden Dir nämlich erzählen, dass sie sooooooo viel für den anderen getan haben. Da leiert Dir jeder von beiden eine wahrhaft epische Liste herunter. Fragst Du hingegen beide, was der / die andere für ihn / sie getan hat... nun, das wird sehr, sehr überschaubar. (geht auch bei noch bestehenden Beziehungen, da ist es nur nicht ganz so deutlich - versuch es mal! ) - und natürlich werfen beide dem anderen die epische Liste innerlich vor, ob sie es aussprechen oder nicht!
Das ist ein allgemein menschliches Verhaltensmuster, dessen sich die wenigsten bewußt sind - und gegen das noch weniger etwas tun. Die Folge sind gescheiterte Beziehungen, Freundschaften, Bekanntschaften, .... reichlich auch mit völlig gesunden Menschen.

Ich hätte gerne, dass sie mir einmal sagt, "hey, ich sehs dass du auch zurücksteckst manchmal und dich bemühst, danke. Ich hab dich sehr gern."
=> sag ihr das

anstatt diffuses Hin-Her zwischen ....
das Diffuse Hin und Her kann erst aufhören, wenn sie (zumindest überwiegend) die Kontrolle über sich und ihre Emotionen hat. Davon ist sie wohl noch Galaxien weit entfernt. Und Du kannst daran wenig ändern.
Ganz klipp und klar: Du kannst damit umgehen, es tolerieren und nicht persönlich nehmen - oder Eure Freundschaft übersteht die Zeit bis dahin nicht.

aber das ist genau mein Problem, dass ich deshalb es manchmal nicht weiß, weil sie Grenzen überschreitet, die OBJEKTIVE sind, aber nicht subjektive.
Mit Verlaub - das ist Quatsch. Pardon. Es gibt keine ojektiven Grenzen, wir sind Menschen, die sind immer subjektiv. ALLE. Es gibt bestenfalls häufige - die bei vielen Menschen gleich sind - und seltene - die nur für wenige Menschen gelten. Macht keinen Unterschied, es tut genauso weh, wenn jemand über eine Grenze trampelt, die andere nicht haben, wie wenn jmd über eine Grenze trampelt, die für viele gilt.
Dass ein nahestehender Mensch da mehr Freiheiten hat, als ein Fremder, ist auch normal und bei uns allen so.
 

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24. April um 20:00
In Antwort auf avarrassterne3

"Du kannst sie oft schwer einschätzen" richtig, wobei das Ursache für die Wirkung ist, Wirkung ist das Problem, nämlich, dass wir zu oft und zu heftig streiten und ich mich verbeiße und nicht locker lassen kann
Ihr schaukelt Euch hoch ist das Problem. Das hat nicht mal primär mit nicht verstehen zu tun.


" - dagegen hilft Wissen ein bißchen, versuche ich gerade" - das merke ich und hilft auch wirklich.
ich bin kein Gott, ich hatte auch nicht den Stein der Weisen zum Frühstück. Fixiere Dich nicht zu sehr auf mich ...

vor Ultimaten stelle "wenn du dich nicht sofort entschuldigst, dann wars das mit unserer Freundschaft"
hm, wenn mich jemand vor ein Ultimatum stellt, ist die Antwort glasglar und unabhängig vom Thema. Da bin ich hyperallergisch drauf. Borderline oder nicht, Ultimatium macht man in keiner Freundschaft und in keiner zwischenmenschlichen Beziehung. Das ist iecks. Davon abgesehen: ich würde mir eher Gedanken machen, wenn man das erhoffte Ziel damit erreicht, als wenn man es nicht erreicht!

Aber: Wirft mir dann auch irgendwann anders wieder vor, sie müsse mir dauernd helfen.
das ist etwas, was auch bei gesunden Menschen häufig anzutreffen ist.
Hast Du Dich schon mal mit einem Paar unterhalten, was sich gerade getrennt hat? Also mit *beiden* Beteiligten? Wenn nicht: mach das unbedingt mal. Man gewinnt faszinierende Erkenntnisse. BEIDE werden Dir nämlich erzählen, dass sie sooooooo viel für den anderen getan haben. Da leiert Dir jeder von beiden eine wahrhaft epische Liste herunter. Fragst Du hingegen beide, was der / die andere für ihn / sie getan hat... nun, das wird sehr, sehr überschaubar. (geht auch bei noch bestehenden Beziehungen, da ist es nur nicht ganz so deutlich - versuch es mal! ) - und natürlich werfen beide dem anderen die epische Liste innerlich vor, ob sie es aussprechen oder nicht!
Das ist ein allgemein menschliches Verhaltensmuster, dessen sich die wenigsten bewußt sind - und gegen das noch weniger etwas tun. Die Folge sind gescheiterte Beziehungen, Freundschaften, Bekanntschaften, .... reichlich auch mit völlig gesunden Menschen.

Ich hätte gerne, dass sie mir einmal sagt, "hey, ich sehs dass du auch zurücksteckst manchmal und dich bemühst, danke. Ich hab dich sehr gern."
=> sag ihr das

anstatt diffuses Hin-Her zwischen ....
das Diffuse Hin und Her kann erst aufhören, wenn sie (zumindest überwiegend) die Kontrolle über sich und ihre Emotionen hat. Davon ist sie wohl noch Galaxien weit entfernt. Und Du kannst daran wenig ändern.
Ganz klipp und klar: Du kannst damit umgehen, es tolerieren und nicht persönlich nehmen - oder Eure Freundschaft übersteht die Zeit bis dahin nicht.

aber das ist genau mein Problem, dass ich deshalb es manchmal nicht weiß, weil sie Grenzen überschreitet, die OBJEKTIVE sind, aber nicht subjektive.
Mit Verlaub - das ist Quatsch. Pardon. Es gibt keine ojektiven Grenzen, wir sind Menschen, die sind immer subjektiv. ALLE. Es gibt bestenfalls häufige - die bei vielen Menschen gleich sind - und seltene - die nur für wenige Menschen gelten. Macht keinen Unterschied, es tut genauso weh, wenn jemand über eine Grenze trampelt, die andere nicht haben, wie wenn jmd über eine Grenze trampelt, die für viele gilt.
Dass ein nahestehender Mensch da mehr Freiheiten hat, als ein Fremder, ist auch normal und bei uns allen so.
 

Ja, wir schaukeln uns hoch.
Aber ich finde da gehört auch sehr viel Selbstkontrolle dazu, das nicht zu tun. Eben jetzt mit dem, das sie mir gesagt hat, sie mag mich eigentlich momentan nicht - wenn sie mich das nächste Mal anruft und beginnt etwas zu erzählen, da bin ich dann sehr verleitet zu sagen "sag, willst du das nicht wem erzählen, den du magst?" und man kann sich vorstellen, wie es dann weitergeht.

Und wenn sie mich,wenn ich bei Treffen mit ihr einmal mich arg verspäte, mich zur Schnecke macht, dann hockt bei mir einfach ein Teufelchen auf der Schulter und wenn sie sich dann verspätet sagt dieses Teufelchen "jetzt gib ihr genau das zurück, was sie dir letztens gegeben hat" - also auch wenn ich selbst dadurch nichts verpasst habe, und bei jedem anderen sagen würde, kein Problem - bei ihr habe ich im Kopf was ich mir anhören durfte und beginne dann schon mit einem Vorwurf und einer Beleidigung.

Und wie du siehst, es sind weiterhin alles diffuse Einzelsituationen, weil ich - seit Jahren - das Hauptproblem nicht greifen kann. Aber wahrscheinlich ist es genau das, das ich alleine es nicht ändern kann. Ich kann nur, und das denke ich schon liegt an mir, versuchen nicht "heimzahlen" zu wollen. Weil sie meint dann auch immer, "das waren doch zwei komplett unterschiedliche Situationen" - für mich waren die Situationen IDENT. Aber das sind vielleicht diese Wassertropfen die ich nicht sehe.

Zu dem, ihr sagen, was ich gerne hören würde - chancenlos. Sie sagt zwar manchmal, wenn sie gerade mit wem anderen streitet,schau, du bist eine von denen, die am längsten bisher damit zurecht kommt, viele schaffen das gar nicht. Aber wenn ich sie konkret bitten würde, mir was zu sagen, nie. Weil sie ja nicht sieht, dass sie sich falsch verhalten hat, weil in ihren Augen verzeiht sie mir, dass ich ihren Freund irgendwie angesehen habe oder sie gedemütigt weil ich sie vor allen ignoriert hätte etc. Ich glaube nicht, dass sie je sieht, dass die Situation (zumindest für mich) echt nicht so war. Und das ist, was mich so frustriert, dass ich mir denke, klar, dann bin ich ja in ihren Augen ein schrecklicher Mensch. !!Und ich weiß nicht, wie ich ihr zeigen kann, dass ich das nicht bin.

Und eine allerletzte Frage, du sprichst von Beziehung, Kindern. Mich hat bei ihr oft gestört, dass sie seit der Schulzeit mit ihrem Freund beisammen wohnt und das funktioniert, weil ich ihr oft vorwerfe, "bei ihm kannst du es doch auch, dass du dich zusammenreißt", weil es sich für mich so anfühlt. Ich bekomme die schlechten Seiten ab und bei ihm ist sie zuckersüß.. deshalb habe ich ihr auch lange nicht geglaubt, dass sie wirklich krank ist, erst als sie mir dann die Meds gezeigt hat, die sie immer mithat habe ich gemerkt okay, oh. Das ist mehr als bisschen Stimmungsschwankungen oder Hormone wegen den Tagen..

Liebe Grüße!
 

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24. April um 21:43
In Antwort auf elsesomene

Ja, wir schaukeln uns hoch.
Aber ich finde da gehört auch sehr viel Selbstkontrolle dazu, das nicht zu tun. Eben jetzt mit dem, das sie mir gesagt hat, sie mag mich eigentlich momentan nicht - wenn sie mich das nächste Mal anruft und beginnt etwas zu erzählen, da bin ich dann sehr verleitet zu sagen "sag, willst du das nicht wem erzählen, den du magst?" und man kann sich vorstellen, wie es dann weitergeht.

Und wenn sie mich,wenn ich bei Treffen mit ihr einmal mich arg verspäte, mich zur Schnecke macht, dann hockt bei mir einfach ein Teufelchen auf der Schulter und wenn sie sich dann verspätet sagt dieses Teufelchen "jetzt gib ihr genau das zurück, was sie dir letztens gegeben hat" - also auch wenn ich selbst dadurch nichts verpasst habe, und bei jedem anderen sagen würde, kein Problem - bei ihr habe ich im Kopf was ich mir anhören durfte und beginne dann schon mit einem Vorwurf und einer Beleidigung.

Und wie du siehst, es sind weiterhin alles diffuse Einzelsituationen, weil ich - seit Jahren - das Hauptproblem nicht greifen kann. Aber wahrscheinlich ist es genau das, das ich alleine es nicht ändern kann. Ich kann nur, und das denke ich schon liegt an mir, versuchen nicht "heimzahlen" zu wollen. Weil sie meint dann auch immer, "das waren doch zwei komplett unterschiedliche Situationen" - für mich waren die Situationen IDENT. Aber das sind vielleicht diese Wassertropfen die ich nicht sehe.

Zu dem, ihr sagen, was ich gerne hören würde - chancenlos. Sie sagt zwar manchmal, wenn sie gerade mit wem anderen streitet,schau, du bist eine von denen, die am längsten bisher damit zurecht kommt, viele schaffen das gar nicht. Aber wenn ich sie konkret bitten würde, mir was zu sagen, nie. Weil sie ja nicht sieht, dass sie sich falsch verhalten hat, weil in ihren Augen verzeiht sie mir, dass ich ihren Freund irgendwie angesehen habe oder sie gedemütigt weil ich sie vor allen ignoriert hätte etc. Ich glaube nicht, dass sie je sieht, dass die Situation (zumindest für mich) echt nicht so war. Und das ist, was mich so frustriert, dass ich mir denke, klar, dann bin ich ja in ihren Augen ein schrecklicher Mensch. !!Und ich weiß nicht, wie ich ihr zeigen kann, dass ich das nicht bin.

Und eine allerletzte Frage, du sprichst von Beziehung, Kindern. Mich hat bei ihr oft gestört, dass sie seit der Schulzeit mit ihrem Freund beisammen wohnt und das funktioniert, weil ich ihr oft vorwerfe, "bei ihm kannst du es doch auch, dass du dich zusammenreißt", weil es sich für mich so anfühlt. Ich bekomme die schlechten Seiten ab und bei ihm ist sie zuckersüß.. deshalb habe ich ihr auch lange nicht geglaubt, dass sie wirklich krank ist, erst als sie mir dann die Meds gezeigt hat, die sie immer mithat habe ich gemerkt okay, oh. Das ist mehr als bisschen Stimmungsschwankungen oder Hormone wegen den Tagen..

Liebe Grüße!
 

Dann halt Dich von ihr fern, wenn sie Dich so reizt.
Mal ehrlich: eine Freundschaft mit "jetzt gib ihr alles zurück... " Was genau soll dabei heraus kommen bitte?!

Ich kann nur mit einem bestimmten Typ Mensch Beziehungen fuehren. Mit jemandem, wo es sich staendig hochschaukelt - sorry, ganz sicher nicht.
Nicht nur Beziehungen im Sinne von Partnetschaft, auch meine Freunde und sehr guten Bekannten sind
- rationale, nicht sehr emotionale Menschen. Ok, mit einer Ausnahme: ich komme interessaner Weise gut mit Cholerikern klar
- Menschen, die nicht dazu neigen, etwas persönlich zu nehmen
- Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein
- Menschen die aktiv auf ihre Grenzen achten und die auch aktiv und ganz klar anzeigen
- eher egoistisch als altruiistisch

Wohingegen uch emotionalen Menschen, Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein und Menschen, die sich als "hilfsbereit" beschreiben ganz weiträumig aus dem Weg gehe. Die sind mit mir nämlich überhaupt nicht kompatibel. Das endet nur unschön fuer alle, da habe ich (und die anderen mit) sehr einpraegsame Erfahrungen hinter mir, die ich keinesfalls wiederholen moechte.

Mal abgesehen davon, dass Du wahrscheinlich keine Ahnung hast, ob sie sich bei ihrem Freund "zusammen reißt" und ob die beiden eine fuer beide gesunde Beziehung fuehren, kann es auch einfach daran liegen, dass die beiden kompatibel sind - und ihr nicht.

Nochein Punkt: "zusammen reißen" ist in Zusammenhang mit psych. Erkrankungen eine der gefährlichsten Redewendungen der Welt. JEDER Betroffene wird genau das tun. So gut und so lange es geht. Und noch weiter. Und damit die Probleme zuverlässig und gründlich verschlimmern.

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25. April um 0:22

das kann natürlich sein, dass sie mit ihrem Freund kein Problem hat, weil er zu ihr passt. Ich bin sehr (!) emotional und habe kein Selbstbewusstsein, bin eher altruistisch als egoistisch, gebe eher zu viel, als zu wenig aber bin auch dementsprechend enttäuscht, wenn nichts zurückkommt.
Vielleich ist es auch das etwas, dass ich sehen/lernen/merken muss, dass Abstand nicht immer Verlust ist, sondern uns auch ein bisschen gut tun kann, nicht mehr so bestieees zu sein, wie wir es einst waren. Weil desto stärker die Anforderungen an uns werden(Job statt Studium etc) desto weniger Ressourcen haben wir für "einander" und den richtigen Umgang miteinander

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25. April um 11:26
In Antwort auf elsesomene

das kann natürlich sein, dass sie mit ihrem Freund kein Problem hat, weil er zu ihr passt. Ich bin sehr (!) emotional und habe kein Selbstbewusstsein, bin eher altruistisch als egoistisch, gebe eher zu viel, als zu wenig aber bin auch dementsprechend enttäuscht, wenn nichts zurückkommt.
Vielleich ist es auch das etwas, dass ich sehen/lernen/merken muss, dass Abstand nicht immer Verlust ist, sondern uns auch ein bisschen gut tun kann, nicht mehr so bestieees zu sein, wie wir es einst waren. Weil desto stärker die Anforderungen an uns werden(Job statt Studium etc) desto weniger Ressourcen haben wir für "einander" und den richtigen Umgang miteinander

Hi,

kann es sein, dass du vielleicht selber das "Problem" bist? (Das soll jetzt nicht als Vorwurf verstanden werden!)

Wir Borderliner reagieren nämlich auf die Emotionen (Trigger) unseres Gegenübers. Genauso projizieren wir aber auch unsere Emotionen auf andere. 
Du schreibst ja selber, dass du sehr emotional bist - ich vermute mal, dass du auch sehr sensibel bist. Du bist deshalb wahrscheinlich sehr empfänglich für Ihre Projektionen. Bei ihrem Freund scheint das wahrscheinlich nicht so zu sein. 
Wenn du also aggressiv oder vorwurfsvoll auf sie einwirkst, dann triggerst du sie und sie reagiert dementsprechend. Das erinnert ein wenig an ein Ping-Pong-Spiel.

Ich denke, dass sich das persönliche Umfeld eines Borderliners sehr entscheidend auf seine "Stabilität" auswirkt. 

Als Angehöriger/Partner/Freund eines Borderliners, muss man eine stabile Persönlichkeit mitbringen, denn das wirkt sich gleichwohl auf den Erkrankten aus.
Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

LG W.

Überlege dir, ob dir diese Freundschaft wirklich gut tut ...
 

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25. April um 11:27
In Antwort auf avarrassterne3

Dann halt Dich von ihr fern, wenn sie Dich so reizt.
Mal ehrlich: eine Freundschaft mit "jetzt gib ihr alles zurück... " Was genau soll dabei heraus kommen bitte?!

Ich kann nur mit einem bestimmten Typ Mensch Beziehungen fuehren. Mit jemandem, wo es sich staendig hochschaukelt - sorry, ganz sicher nicht.
Nicht nur Beziehungen im Sinne von Partnetschaft, auch meine Freunde und sehr guten Bekannten sind
- rationale, nicht sehr emotionale Menschen. Ok, mit einer Ausnahme: ich komme interessaner Weise gut mit Cholerikern klar
- Menschen, die nicht dazu neigen, etwas persönlich zu nehmen
- Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein
- Menschen die aktiv auf ihre Grenzen achten und die auch aktiv und ganz klar anzeigen
- eher egoistisch als altruiistisch

Wohingegen uch emotionalen Menschen, Menschen mit schwachem Selbstbewusstsein und Menschen, die sich als "hilfsbereit" beschreiben ganz weiträumig aus dem Weg gehe. Die sind mit mir nämlich überhaupt nicht kompatibel. Das endet nur unschön fuer alle, da habe ich (und die anderen mit) sehr einpraegsame Erfahrungen hinter mir, die ich keinesfalls wiederholen moechte.

Mal abgesehen davon, dass Du wahrscheinlich keine Ahnung hast, ob sie sich bei ihrem Freund "zusammen reißt" und ob die beiden eine fuer beide gesunde Beziehung fuehren, kann es auch einfach daran liegen, dass die beiden kompatibel sind - und ihr nicht.

Nochein Punkt: "zusammen reißen" ist in Zusammenhang mit psych. Erkrankungen eine der gefährlichsten Redewendungen der Welt. JEDER Betroffene wird genau das tun. So gut und so lange es geht. Und noch weiter. Und damit die Probleme zuverlässig und gründlich verschlimmern.

Wobei ich doch noch einhaken möchte, weil ich mit dem "heimzahlen" jetzt natürlich als die Böse da stehe. Was ich damit gemeint habe, ist eben das, dass sie sich quasi "mehr erlauben" darf und mir das doch sehr am Nerv geht. Dass ich ihre Wutanfälle ertragen muss, wenn ich einen kleinen Fehler mache und umgekehrt, wenn sie den - für mich selben - Fehler macht, reagiere ich nicht so extrem, weil ich es eben nur als "kleinen Fehler" sehe. 
Das finde ich ungerecht und damit habe ich dann ein Problem, deshalb schaukel ich dann Situationen hoch, die es eigentlich nicht bedürften, weil ich die Situation schon mit ihren Augen sehe und mir denke, also umgekehrt wäre sie jetzt total in die Luft gegangen.
 

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25. April um 11:39
In Antwort auf wackelzahn

Hi,

kann es sein, dass du vielleicht selber das "Problem" bist? (Das soll jetzt nicht als Vorwurf verstanden werden!)

Wir Borderliner reagieren nämlich auf die Emotionen (Trigger) unseres Gegenübers. Genauso projizieren wir aber auch unsere Emotionen auf andere. 
Du schreibst ja selber, dass du sehr emotional bist - ich vermute mal, dass du auch sehr sensibel bist. Du bist deshalb wahrscheinlich sehr empfänglich für Ihre Projektionen. Bei ihrem Freund scheint das wahrscheinlich nicht so zu sein. 
Wenn du also aggressiv oder vorwurfsvoll auf sie einwirkst, dann triggerst du sie und sie reagiert dementsprechend. Das erinnert ein wenig an ein Ping-Pong-Spiel.

Ich denke, dass sich das persönliche Umfeld eines Borderliners sehr entscheidend auf seine "Stabilität" auswirkt. 

Als Angehöriger/Partner/Freund eines Borderliners, muss man eine stabile Persönlichkeit mitbringen, denn das wirkt sich gleichwohl auf den Erkrankten aus.
Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung.

LG W.

Überlege dir, ob dir diese Freundschaft wirklich gut tut ...
 

Ja, ich bin auch sehr sensibel. Deshalb ist es manchmal auch besser, wenn sie tagelang das Telefon nicht abhebt, denn wenn sie mir einmal an den Kopf wirft "du schaust so hässlich drein, schau mich nicht an", dann lese ich daraus "du bist hässlich" und kämpfe tagelang damit.

Ich glaube auch, dass ich das Problem bin, bzw wir beide eben miteinander. Ich lese das ja alles, dass nur sie sich ändern kann usw, aber zB das Codewort einzuführen hat ENORM geholfen, beide Codeworte. Wenn ich meines verwende und sie reagiert darauf, dann sehe ich, dass ich ihr Wert bin, Rücksicht zu nehmen und zu versuchen, aus ihrer Wut rauszukommen und das entschuldigt für mich dann auch viel. Wenn sie mich also beschimpft, ich mein Codewort sage und sie dann aufhört durchatmet und sagt, ok, ich melde mich nächste Woche mal, dann verzeihe ich ihr auch das Beschimpfen, als ob sie sich entschuldigt hätte - weil ich sehe, das hat ihr einiges an Kraft gekostet, die Situation da zu verlassen.

Gleichzeitig erkenne ich, wenn sie ihr Codewort sagt jetzt zum ersten Mal, wann sie etwas provoziert und kann daraus lernen (zB wenn ich ihr sag, ah, du hast bald eine Präsentation, willst dus mit mir noch üben? und sie drauf mit "nein!" antwortet, bin ich schon etwas vor den Kopf gestoßen und reagiere dann mit "ich wollte ja nur nett sein, warum so patzig?" und merke nicht, oder jetzt schon durch das Codewort, dass ich sie damit anscheinend in eine Ecke dränge - werde es mir aber merken und merke es dann hinterher schon, dass es ja eine gewisse Kritik beinhaltet.)

Und ich glaub das ist etwas, das kaum wer versteht, ich möchte MICH ändern, weil ICH lernen will, mit dem besser umzugehen. Und alle Angehörigenberatungen, etc etc sagen mir "du bist keine Angehörige, also geh!". Möchte ich nicht. Ich denke mir, es muss doch möglich sein, das zu lernen.

Und dazu sammel ich einfach alles an Infos die ich bekommen kann...

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25. April um 12:20
In Antwort auf elsesomene

Wobei ich doch noch einhaken möchte, weil ich mit dem "heimzahlen" jetzt natürlich als die Böse da stehe. Was ich damit gemeint habe, ist eben das, dass sie sich quasi "mehr erlauben" darf und mir das doch sehr am Nerv geht. Dass ich ihre Wutanfälle ertragen muss, wenn ich einen kleinen Fehler mache und umgekehrt, wenn sie den - für mich selben - Fehler macht, reagiere ich nicht so extrem, weil ich es eben nur als "kleinen Fehler" sehe. 
Das finde ich ungerecht und damit habe ich dann ein Problem, deshalb schaukel ich dann Situationen hoch, die es eigentlich nicht bedürften, weil ich die Situation schon mit ihren Augen sehe und mir denke, also umgekehrt wäre sie jetzt total in die Luft gegangen.
 

genau deswegen schaukelt Ihr Euch soooo schön hoch. Ihr habt das Problem mit dem "in den falschen Hals kriegen" BEIDE.

War überhaupt nicht als "die Böse" gemeint. Schon allein weil es für mich gar keine "bösen" und "guten" Menschen gibt. Wir sind alle beides.

Und noch mal: Dass sie alles darf und Du nichts, ist ein Fehler, den ihr beide macht.

Und Du musst gar nichts ertragen. Aber vielleicht einfach mal die Konsequenzen ziehen, wenn ein anderer Mensch und Du eben nicht zusammen passen.

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25. April um 12:47
In Antwort auf elsesomene

Hi Leute,
meine beste Freundin (seit 20 Jahren) hat Borderline (vermutlich, ob bipolar oder borderline wurde noch nicht erkannt, war auch mal stationär).
Wir verstehen uns zum Teil sehr gut, aber ich komme mit ihrer Krankheit sehr schwer klar.
Sie ist dann manchmal wirklich boshaft und sagt extrem böse Sachen zu mir oder ghostet mich für manche Tage ganz. Ich glaub manchmal aber auch eben deshalb, damit ihr nichts falsches rausrutscht und das mehr zerstört. 
Ich kann ihr das kaum verzeihen, weil es auch dann ist, wenn ich Hilfe bräuchte. Ich kann kaum nachvollziehen, wieso sie dann nicht "abschalten" kann und normal zu mir sein, sondern weiter irgendwelche Dinge unterstellt (hätte sie vor gemeinsamen Freunden bloßgestellt, etc) und mich dafür "bestraft" - eben mit ignorieren oder stundenlangem Anschreien. 
Und dann ist der Sturm vorbei und sie wieder total lieb und wir fuhren auf Urlaub und ich telefoniere mit ihr stundenlang über Jungs und wir leben mit Freude und Trauer des anderen mit.

Und heute hat sie mir nach so einem heftigen Streit gesagt dass sie wenige Leute noch in ihrem Leben hat und die die noch da sind nur die sind, die ihr wirklich was bedeuten. Ich meinte darauf, dass ich sie total gerne habe. Darauf antwortete sie, "ich mag dich leider nicht mehr, aber ich hätte gerne dass ich es wieder tu" 

Was mach ich jetzt mit dieser Info?

Heißt das, es ist vorbei? Wie kann ich das ändern? Ich finde ich versuche alles um mit ihr zurecht zukommen und dann kommt sowas!? Wie kann sie das nicht sehen, wie viel ich für sie mache?
 

"Ich kann kaum nachvollziehen, wieso sie dann nicht "abschalten" kann und normal zu mir sein, sondern weiter irgendwelche Dinge unterstellt"

Warum können Rollstuhlfahrer das nicht an Treppen einfach mal abschalten und einfach mal ganz normal rauf/runter gehen?

Richtig.

Weil sie krank sind oder etwas nicht funktioniert wie es sollte.

Das was du beschreibst ist ein typisches Symptom bei Borderline, da gibt es oft eben nur schwarz und weiss und emotionale Instabilität.

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25. April um 13:11
In Antwort auf avarrassterne3

genau deswegen schaukelt Ihr Euch soooo schön hoch. Ihr habt das Problem mit dem "in den falschen Hals kriegen" BEIDE.

War überhaupt nicht als "die Böse" gemeint. Schon allein weil es für mich gar keine "bösen" und "guten" Menschen gibt. Wir sind alle beides.

Und noch mal: Dass sie alles darf und Du nichts, ist ein Fehler, den ihr beide macht.

Und Du musst gar nichts ertragen. Aber vielleicht einfach mal die Konsequenzen ziehen, wenn ein anderer Mensch und Du eben nicht zusammen passen.

aber, wann würde man dann denn zusammenpassen? 
wie gehen kompatible Leute damit um? 

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25. April um 13:23
In Antwort auf elsesomene

aber, wann würde man dann denn zusammenpassen? 
wie gehen kompatible Leute damit um? 

Du fragst jetzt nicht echt, weil du dich weiter verbiegen willst?

Ein Mensch der mit sowas umgehen kann, nimmt ihre Austicker erstmal garnicht so persönlich, lässt sich garnichts verbieten und ganz wichtig .... grenzt sich selber ab. 


Jemandem mit Problemen nur den Hintern pudern und alles recht machen damit sie ja nicht ausflippt, ist auch nicht richtig, da verliert sie ja komplett den Bezug zur Realität.

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25. April um 14:01
In Antwort auf rabenschwarz

Du fragst jetzt nicht echt, weil du dich weiter verbiegen willst?

Ein Mensch der mit sowas umgehen kann, nimmt ihre Austicker erstmal garnicht so persönlich, lässt sich garnichts verbieten und ganz wichtig .... grenzt sich selber ab. 


Jemandem mit Problemen nur den Hintern pudern und alles recht machen damit sie ja nicht ausflippt, ist auch nicht richtig, da verliert sie ja komplett den Bezug zur Realität.

ganz genau so, ja. In allen Punkten.

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25. April um 14:48
In Antwort auf elsesomene

aber, wann würde man dann denn zusammenpassen? 
wie gehen kompatible Leute damit um? 

Wie kompatible Leute damit umgehen? 

Frag doch ich einfach mal ihren Freund !

Die Antworten sind manchmal ganz nah ... 😉

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25. April um 14:52
In Antwort auf rabenschwarz

Du fragst jetzt nicht echt, weil du dich weiter verbiegen willst?

Ein Mensch der mit sowas umgehen kann, nimmt ihre Austicker erstmal garnicht so persönlich, lässt sich garnichts verbieten und ganz wichtig .... grenzt sich selber ab. 


Jemandem mit Problemen nur den Hintern pudern und alles recht machen damit sie ja nicht ausflippt, ist auch nicht richtig, da verliert sie ja komplett den Bezug zur Realität.

Hmmm ... und ich dachte, CO-Abhängige gäbe es nur bei Narzissten.

So kann man sich irren 😏
 

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25. April um 18:20
In Antwort auf elsesomene

aber, wann würde man dann denn zusammenpassen? 
wie gehen kompatible Leute damit um? 

aber ich kann es auch noch mal mit meinen Worten formulieren, vielleicht kommt etwas davon durch...

wie kompatible Leute damit umgehen:
- sie lassen sich NICHTS verbieten
- sie haben genug Egoismus in sich, um sich jederzeit selbst um ihr eigenes Wohl zu kümmern, statt das in die Hände anderer zu legen (und ja, in meinen Händen ist es mies, ganz mies aufgehoben)
- sie "ERTRAGEN" gar nichts, sondern setzen vorher Grenzen
- sie nehmen Ausflipper überhaupt nicht persönlich (was sie auch nicht sind) und es verletzt sie auch nicht.

Nach dem, wie ich Dich lese, trifft davon nichts, aber auch gar nichts auf Dich zu. Ich kann Dir nur raten, jedem Borderliner aus dem Weg zu gehen - genauso wie ich jedem Borderliner dringendst raten würde, Dir aus dem Weg zu gehen.

Und eh Du das auch wieder falsch verstehst: das ist in keinster Weise eine Wertung. Ein Mensch der mit irgendwem nicht kompatibel ist, ist deswegen noch lange kein "schlechter Mensch" auch nicht böse oder whatever. Es passt nur einfach nicht zusammen.

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25. April um 18:23
In Antwort auf wackelzahn

Hmmm ... und ich dachte, CO-Abhängige gäbe es nur bei Narzissten.

So kann man sich irren 😏
 

leider nein, ich hatte auch schon so meine Grenzerfahrungen mit "weißen Rittern" - ist sehr lange her, aber auf die unschöne Art definitv unvergeßlich.

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25. April um 18:40
In Antwort auf elsesomene

Ja, ich bin auch sehr sensibel. Deshalb ist es manchmal auch besser, wenn sie tagelang das Telefon nicht abhebt, denn wenn sie mir einmal an den Kopf wirft "du schaust so hässlich drein, schau mich nicht an", dann lese ich daraus "du bist hässlich" und kämpfe tagelang damit.

Ich glaube auch, dass ich das Problem bin, bzw wir beide eben miteinander. Ich lese das ja alles, dass nur sie sich ändern kann usw, aber zB das Codewort einzuführen hat ENORM geholfen, beide Codeworte. Wenn ich meines verwende und sie reagiert darauf, dann sehe ich, dass ich ihr Wert bin, Rücksicht zu nehmen und zu versuchen, aus ihrer Wut rauszukommen und das entschuldigt für mich dann auch viel. Wenn sie mich also beschimpft, ich mein Codewort sage und sie dann aufhört durchatmet und sagt, ok, ich melde mich nächste Woche mal, dann verzeihe ich ihr auch das Beschimpfen, als ob sie sich entschuldigt hätte - weil ich sehe, das hat ihr einiges an Kraft gekostet, die Situation da zu verlassen.

Gleichzeitig erkenne ich, wenn sie ihr Codewort sagt jetzt zum ersten Mal, wann sie etwas provoziert und kann daraus lernen (zB wenn ich ihr sag, ah, du hast bald eine Präsentation, willst dus mit mir noch üben? und sie drauf mit "nein!" antwortet, bin ich schon etwas vor den Kopf gestoßen und reagiere dann mit "ich wollte ja nur nett sein, warum so patzig?" und merke nicht, oder jetzt schon durch das Codewort, dass ich sie damit anscheinend in eine Ecke dränge - werde es mir aber merken und merke es dann hinterher schon, dass es ja eine gewisse Kritik beinhaltet.)

Und ich glaub das ist etwas, das kaum wer versteht, ich möchte MICH ändern, weil ICH lernen will, mit dem besser umzugehen. Und alle Angehörigenberatungen, etc etc sagen mir "du bist keine Angehörige, also geh!". Möchte ich nicht. Ich denke mir, es muss doch möglich sein, das zu lernen.

Und dazu sammel ich einfach alles an Infos die ich bekommen kann...

Darf ich mal etwas persönliches fragen?

Hast du eigentlich noch andere Freunde und ich meine nicht Kumpels oder Bekannte, sondern richtig gute (beste) Freunde?

Du scheinst nämlich, in meinen Augen, ganz schön fixiert auf diese Freundin zu sein. 

LG Wackelzahn 

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26. April um 13:03
In Antwort auf wackelzahn

Darf ich mal etwas persönliches fragen?

Hast du eigentlich noch andere Freunde und ich meine nicht Kumpels oder Bekannte, sondern richtig gute (beste) Freunde?

Du scheinst nämlich, in meinen Augen, ganz schön fixiert auf diese Freundin zu sein. 

LG Wackelzahn 

Nachtrag:

Ich habe soeben gesehen, dass du Anfang März schon mal einen Tread veröffentlicht hast, in dem du über innere Leere, Traurigkeit und Einsamkeit geschrieben hattest...

Wenn ich mir deine bisherigen postings so durchlese, sehe ich sehr „ungesunde“ Züge in deinem Verhalten. (Das ist lediglich meine Sichtweise)

Ich würde dir empfehlen, mal einen Psychologen zu konsultieren und mit ihm über deine Gedanken und Gefühle zu sprechen. 
Er kann dir sicher auch einige Verhaltenstipps in Bezug auf deine Freundin geben.

Liebe Grüße Wackelzahn

P.s. Wir wollen dir nichts Böses, sondern dir mit unseren Gedanken einen Weg weisen.

 

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26. April um 15:40
In Antwort auf wackelzahn

Darf ich mal etwas persönliches fragen?

Hast du eigentlich noch andere Freunde und ich meine nicht Kumpels oder Bekannte, sondern richtig gute (beste) Freunde?

Du scheinst nämlich, in meinen Augen, ganz schön fixiert auf diese Freundin zu sein. 

LG Wackelzahn 

2 Gründe: 1. Seit 20 Jahren befreundet
2. Sie ist zusätzlich auch noch meine Chefin im Job. Das bedeutet, wenn sie mir jedes zweite Monat mit der Kündigung droht, dann hat das nun doch einen nicht ganz kleinen Einfluss auf mein Leben..

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26. April um 15:42
In Antwort auf avarrassterne3

aber ich kann es auch noch mal mit meinen Worten formulieren, vielleicht kommt etwas davon durch...

wie kompatible Leute damit umgehen:
- sie lassen sich NICHTS verbieten
- sie haben genug Egoismus in sich, um sich jederzeit selbst um ihr eigenes Wohl zu kümmern, statt das in die Hände anderer zu legen (und ja, in meinen Händen ist es mies, ganz mies aufgehoben)
- sie "ERTRAGEN" gar nichts, sondern setzen vorher Grenzen
- sie nehmen Ausflipper überhaupt nicht persönlich (was sie auch nicht sind) und es verletzt sie auch nicht.

Nach dem, wie ich Dich lese, trifft davon nichts, aber auch gar nichts auf Dich zu. Ich kann Dir nur raten, jedem Borderliner aus dem Weg zu gehen - genauso wie ich jedem Borderliner dringendst raten würde, Dir aus dem Weg zu gehen.

Und eh Du das auch wieder falsch verstehst: das ist in keinster Weise eine Wertung. Ein Mensch der mit irgendwem nicht kompatibel ist, ist deswegen noch lange kein "schlechter Mensch" auch nicht böse oder whatever. Es passt nur einfach nicht zusammen.

Das heißt aber auch, damit jemand kompatibel ist, muss ihm die Freundschaft auch gleichzeitig wenig bedeuten, oder? Denn nur dann geht es einem ja gar nicht Nahe, wenn das Gegenüber jederzeit droht die Freundschaft und alles aufzukündigen und man kann trotzdem sein Verhalten weiter fortsetzen ohne sich der "Forderung" (a la du musst immer erreichbar sein) zu beugen..

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26. April um 15:44
In Antwort auf wackelzahn

Hmmm ... und ich dachte, CO-Abhängige gäbe es nur bei Narzissten.

So kann man sich irren 😏
 

Ich vermute einen Unterschied zwischen Co-Morbidität und finanziell abhängig, aber ich kenne mich da auch nicht so ganz aus, bin da im Gegensatz zu dir leider Laie

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26. April um 15:47
In Antwort auf wackelzahn

Nachtrag:

Ich habe soeben gesehen, dass du Anfang März schon mal einen Tread veröffentlicht hast, in dem du über innere Leere, Traurigkeit und Einsamkeit geschrieben hattest...

Wenn ich mir deine bisherigen postings so durchlese, sehe ich sehr „ungesunde“ Züge in deinem Verhalten. (Das ist lediglich meine Sichtweise)

Ich würde dir empfehlen, mal einen Psychologen zu konsultieren und mit ihm über deine Gedanken und Gefühle zu sprechen. 
Er kann dir sicher auch einige Verhaltenstipps in Bezug auf deine Freundin geben.

Liebe Grüße Wackelzahn

P.s. Wir wollen dir nichts Böses, sondern dir mit unseren Gedanken einen Weg weisen.

 

Klar kein Problem! Bitte nur aufs Datum schauen, das ist März vor einem Jahr - ich habe seit mittlerweile 10 Monaten einen Freund und wenn du meinen Post liest schreibe ich da, dass mir bis auf den Freund nichts fehlt - Zitat "Hammer Freundeskreis, tolle Familie,..."
Es widerstrebt mir in Therapie zu gehen, für jemanden anderen- ich zweifel dass das helfen könnte, weil die Psychologin ja dann sie nicht kennt..

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26. April um 15:49
In Antwort auf elsesomene

Das heißt aber auch, damit jemand kompatibel ist, muss ihm die Freundschaft auch gleichzeitig wenig bedeuten, oder? Denn nur dann geht es einem ja gar nicht Nahe, wenn das Gegenüber jederzeit droht die Freundschaft und alles aufzukündigen und man kann trotzdem sein Verhalten weiter fortsetzen ohne sich der "Forderung" (a la du musst immer erreichbar sein) zu beugen..

Jemand der damit umgehen kann akzeptiert halt einfach, das der Andere eine Krankheit hat aber lässt sich dadurch in seinem eigenen Leben nicvt im dchädlichen Maße beeinflussen.

Du wirkst aber selber nicht gesund sondern massiv abhängig. Das ist etwas das sie dir aufgrund ihrer krankheitsbedingten, emotionalen Instabilität überhaupt nicht geben kann.

Ich lege dir einen Berufswechsel/Arbeitsplatzwechsel ans Herz und ein Gespräch mit einem Arzt. Vll tut dir eine Kur oder Tagesklinik auch sehr gut, aber du musst aus dieser für euch beide toxischen Beziehung raus.

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26. April um 15:49
In Antwort auf elsesomene

Das heißt aber auch, damit jemand kompatibel ist, muss ihm die Freundschaft auch gleichzeitig wenig bedeuten, oder? Denn nur dann geht es einem ja gar nicht Nahe, wenn das Gegenüber jederzeit droht die Freundschaft und alles aufzukündigen und man kann trotzdem sein Verhalten weiter fortsetzen ohne sich der "Forderung" (a la du musst immer erreichbar sein) zu beugen..

Jemand der damit umgehen kann akzeptiert halt einfach, das der Andere eine Krankheit hat aber lässt sich dadurch in seinem eigenen Leben nicvt im dchädlichen Maße beeinflussen.

Du wirkst aber selber nicht gesund sondern massiv abhängig. Das ist etwas das sie dir aufgrund ihrer krankheitsbedingten, emotionalen Instabilität überhaupt nicht geben kann.

Ich lege dir einen Berufswechsel/Arbeitsplatzwechsel ans Herz und ein Gespräch mit einem Arzt. Vll tut dir eine Kur oder Tagesklinik auch sehr gut, aber du musst aus dieser für euch beide toxischen Beziehung raus.

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26. April um 16:57
In Antwort auf elsesomene

Das heißt aber auch, damit jemand kompatibel ist, muss ihm die Freundschaft auch gleichzeitig wenig bedeuten, oder? Denn nur dann geht es einem ja gar nicht Nahe, wenn das Gegenüber jederzeit droht die Freundschaft und alles aufzukündigen und man kann trotzdem sein Verhalten weiter fortsetzen ohne sich der "Forderung" (a la du musst immer erreichbar sein) zu beugen..

nein.
Die Ausraster sind ein Symptom einer Krankheit. Das psychische Äquivalent eines Hustens oder Hautausschlages. Nicht mehr und nicht weniger. 
Jemandem, der das nicht schlimmer wertet, bin ich deswegen noch lange nicht egal.

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26. April um 16:59
In Antwort auf elsesomene

Klar kein Problem! Bitte nur aufs Datum schauen, das ist März vor einem Jahr - ich habe seit mittlerweile 10 Monaten einen Freund und wenn du meinen Post liest schreibe ich da, dass mir bis auf den Freund nichts fehlt - Zitat "Hammer Freundeskreis, tolle Familie,..."
Es widerstrebt mir in Therapie zu gehen, für jemanden anderen- ich zweifel dass das helfen könnte, weil die Psychologin ja dann sie nicht kennt..

die Therapie wäre auch für DICH. dafür muss die Psychologin nicht Deine Freundin kennen, da geht es um DICH. Um DEIN Leben und um DEIN Glück, DEINE Zufriedenheit, DEIN Selbstbewußtsein.

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26. April um 16:59
In Antwort auf elsesomene

2 Gründe: 1. Seit 20 Jahren befreundet
2. Sie ist zusätzlich auch noch meine Chefin im Job. Das bedeutet, wenn sie mir jedes zweite Monat mit der Kündigung droht, dann hat das nun doch einen nicht ganz kleinen Einfluss auf mein Leben..

bewirb Dich um einen anderen Job. 

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26. April um 18:57
In Antwort auf elsesomene

2 Gründe: 1. Seit 20 Jahren befreundet
2. Sie ist zusätzlich auch noch meine Chefin im Job. Das bedeutet, wenn sie mir jedes zweite Monat mit der Kündigung droht, dann hat das nun doch einen nicht ganz kleinen Einfluss auf mein Leben..

Wow - das sind ja 100% !

Wann kommst du mal zur Ruhe?

Auf das Jahr des anderen Postings habe ich tatsächlich nicht geachtet. 
Was sagt denn eigentlich dein Freund zu deiner Freundin und eurer Freundschaft?


Und nein, ich bin ganz sicher kein Experte. Ich weiß aber, dass ich mich von Personen fernhalten sollte, die mir nicht gut tun. 

Mit freundlichen Grüßen W.

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26. April um 22:49
In Antwort auf avarrassterne3

nein.
Die Ausraster sind ein Symptom einer Krankheit. Das psychische Äquivalent eines Hustens oder Hautausschlages. Nicht mehr und nicht weniger. 
Jemandem, der das nicht schlimmer wertet, bin ich deswegen noch lange nicht egal.

Ich muss sagen, seit wir das mit den Codeworten auf beiden Seiten haben, geht es. Ist jetzt natürlich nicht lange, aber es hat für mich jetzt einen anderen Charakter, weil ich mir jetzt denke, wenn ich sie triggere, dann muss sie es mir sagen. Und wenn sie das nicht tut, kann sie mir keinen Vorwurf machen bzw muss ich keine Schuldgefühle haben.
Sie hat es nun einmal verwendet, ich habe mich sofort daran gehalten und ich habe auch keinerlei Wut gehabt, weil ich damit genauso aus der Situation draußen war, das Ping-Pong war dadurch unterbrochen und dadurch habe ich die Zeit gehabt, von meiner Emotion runter zu steigen, statt blind "zurückzuschlagen".

Vielleicht wird es damit besser. Danke für alle Tipps, ich werde damit de Threaf auch eher verlassen, weil ich glaub es ist alles gesagt was zu sagen gab bzw ich diese Inputs auch mal verdauen muss...

Bei Job: Ja, sagt sich einfacher als es sich kündigt, hattet ihr schon mal einen Job der euch inhaltlich wirklich perfekt gefiel und nur der Chef Probleme macht - man kündigt nicht so leicht. 

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27. April um 1:32
In Antwort auf elsesomene

Ich muss sagen, seit wir das mit den Codeworten auf beiden Seiten haben, geht es. Ist jetzt natürlich nicht lange, aber es hat für mich jetzt einen anderen Charakter, weil ich mir jetzt denke, wenn ich sie triggere, dann muss sie es mir sagen. Und wenn sie das nicht tut, kann sie mir keinen Vorwurf machen bzw muss ich keine Schuldgefühle haben.
Sie hat es nun einmal verwendet, ich habe mich sofort daran gehalten und ich habe auch keinerlei Wut gehabt, weil ich damit genauso aus der Situation draußen war, das Ping-Pong war dadurch unterbrochen und dadurch habe ich die Zeit gehabt, von meiner Emotion runter zu steigen, statt blind "zurückzuschlagen".

Vielleicht wird es damit besser. Danke für alle Tipps, ich werde damit de Threaf auch eher verlassen, weil ich glaub es ist alles gesagt was zu sagen gab bzw ich diese Inputs auch mal verdauen muss...

Bei Job: Ja, sagt sich einfacher als es sich kündigt, hattet ihr schon mal einen Job der euch inhaltlich wirklich perfekt gefiel und nur der Chef Probleme macht - man kündigt nicht so leicht. 

Alles Gute für dich und deine Freundin. 

Mit freundlichen Grüßen Wackelzahn

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