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Beste Freundin hat Depressionen

23. September 2006 um 19:58

Hallo zusammen!
Ich hab heute von der Mutter meiner besten Freundin erfahren, dass sie gerade tiefe Depressionen hat, sie nur noch im Bett liegt und an die Decke starrt, kaum noch isst und spricht und Körperkontakt vollkommen abwehrt. Ich weiß nicht, was ich tun soll, weil die Mutter meiner Freundin auch meint, dass es eher schlimmer werden würde, wenn ich sie besuchen würde, weil sie einfach niemanden sehen will. Aber ich will ihr ja irgendwie helfen oder ihr zeigen, dass ich immer für sie da bin. Ich hab trotzdem einfach Angst etwas falsch zu machen- sie da noch mehr reinzustürzen...
Kennt sich vielleicht jemand damit aus und kann mir irgendwelche Tipps geben?
Sie wehrt jeglichen Kontakt mit Außenstehenden der Familie vollkommen ab...

Wäre wuch wirklich sehr dankbar!

Gruß, Alexis

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24. September 2006 um 20:48

Liebe Alexis,
ja das ist etwas Schweres und auch schwer handzuhaben.
Ich selbst leide an Depressionen und ich fand es immer schrecklich in schlimmsten Zeiten, wenn sich jemand von meinem Freundeskreis meldete. Nicht, weil ich diejenigen nicht mochte, sondern weil ich einfach Angst hatte. Angst vor der Frage, wie es mir geht, Angst davor, wann sie vorbeikommen wollten etc.
Hat die Mutter denn auch gesagt, ob sie etwas vorhat, wie Therapie oder dergleichen?
Man sollte gute Ratschläge währscheinlich sein lassen, wie "das wird schon" und "komm schon, lass dich mal nicht so hängen". Einfühlvermögen ist gefragt und wirklich zuhören können, sofern sie jemanden so weit an sich heran lässt.
Diese komplette Isolation lässt Depressionen noch schlimmer werden, aber ich denke das wird sie noch nicht verstehen. Mir fällt es heute noch schwer zu verstehen, was da mit mir passiert.

Da sie sich schon komplett einigelt, denke ich, dass nur ihre Familie noch einen Draht zu ihr haben wird und wer weiß ob sie den auch hält.

Google doch mal ein wenig. Es gibt Hilfe, aber man muss sie auch in Anspruch nehmen wollen. Einsicht ist ein wichtiger Schritt.

Schwer dir Ratschläge zu geben. Heute bin ich als auch Betroffene dankbar, dass sich viele Freunde nicht abgewandt haben, sondern hinter mir stehen und ich denke sowas muss sie spüren.

LG Isabell

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