Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Depression / Selbstvertrauen

Berufstätig und krank oder arbeitslos und gesund

8. April 2013 um 18:03 Letzte Antwort: 16. April 2013 um 3:03

Hallo, liebe Freunde.Ich hab ein riesen Problem.
Vor einem Jahr bin ich mit meinen Freund aus Großstand in ein kleines Städchen gezogen. In der Hoffnung, dass ich mir hier in der Nähe bald einen anderen Job finde...
Gehofft- getäuscht...
ICh fahre zur Arbeit ca. 60 km in eine Richtung. 20% Autobahn, und der Rest ist die Bundestraße...
Seit einem halben Jahr steht bei mir die Diagnose: Depressionen...MEin Neurologe meint, ich werde so nicht lange mitmachen können. UNd hat mir angeboten, für den Arbeitsamt ein Schreiben zu erstelln, damit ich da kündigen kann.ICh hab es abgelehnt. Die Arbeit ist nciht schwer, aber sehr stressig, verdiene relativ gutes Geld.Aber ...Das Fahren an sich selbst bringt mcih um..Mein Tag beginnt um 6 und ca. 17:45 bin ich zu hause...(oder wenn ich PEche habe kurz nach 18:00)...Jeden Samstag leide ich an der Migränenataken (Erholungsphase)...
Ich neheme Antidepressiva...Wenn ich aufhöre, kommt alles hoch...Und ich muss die weiternehemn.Umziehen möchte wir beide nciht(ist ja blöd-aber uns gefällts hier sehr)
Nächste Woche möchte mein Artz mich wieder sehen...Ich weiß gar nciht was ich tun soll. Spielen, dass alles OK ist, oder beschreiben was ich empfinde...Ich habe Angst, dass cih zu Hause vor Langeweile verrückt werde...Und meine zweite wichtige Sorge: wenn ich jetzt eine andere Stelle bekomme, dass ich da auch nciht zurecht komme, weil die Depressionen werden nciht so einfach verschwinden.Soll cih doch Auszeit nehmen, mcih erholen, gesund werden, damit ich mit den neun Kräften in Berufsleben einsteigen kann? Und wenn ich nix finde-> dann bin ich arbeitslos und das ist ein Alptraum für mich

Mehr lesen

9. April 2013 um 13:43

Hallo
Ich kann deine Gedanken und das Hin-und- Hergerissen sein gut verstehen. Ich bin in einer ähnlichen Situation.
Ich bin 28 jahre alt und leide seit ca 10 jahren an einer Essstörung und an Depressionen, seit 1,5 Jahren wieder akut. Ich war auch in letzten Jahr stationär in der Psychiatrie, leider mit mässigem Erfolg. Im Moment mache ich eine ambulante Verhaltenstherapie.
Meine Neurologin hat mir auch dringend davon abgeraten, weiter Vollzeit zu arbeiten. Sie meinte, ich solle einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen und dann zunächst für 2 jahre nur noch halbtags arbeiten. Ich traue mich das aber nicht. Ich weiss wirklich nicht, was ich machen soll...
Ich habe immer wirklich gerne gearbeitet, aber die Depression kostet mich viel Kraft und ich schlafe schlecht. Ich fühle mich immer sehr schlapp. Geht es dir ähnlich?
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf? Vielleicht wäre es ja vorerst mal eine Option, eine Reha zu machen, oder? Dann siehst du vielleicht, ob dir die Wochen schon helfen, wieder etwas Energie zu tanken?! Ich werde nach meiner ambulanten Therapie evtl auch noch eine Reha machen.
Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute

Gefällt mir

10. April 2013 um 18:27

Hey!
Liegt es nur an den Autofahrten? Wenn ja, kann ich das verstehen, jeden Tag so viel fahren, das ist nicht schön. Da ist man ja kaum zu Hause!
Aber bevor ich Tabletten nehmen würde, würde ich nachdenken, WAS mich glücklich machen würde...verstehst du? Die Tabletten machen dich abhängig, helfen dir aber nicht!
Und freiwillig arbeitslos sein? Das kann nicht dein Ernst sein!!!!
Mach Urlaub oder von mir aus Krankenschein, dann hockste dich hin und überlegst, WAS macht mich glücklich!
Schreib dir die Dinge auf, die dir Bauchschmerzen verursachen!
Wenn wir jeden Tag Dinge tun müssen, die einem nicht gut tun, ist doch klar, das dann die Psyche leidet!
Aber hör auf dich und deinen Körper und deine Seele!
Rede auch mit deinem Freund, sucht die Ursachen und nicht Tabletten nehmen...
Dir gehts besser, wenn du dir was gutes tust!!!

liebe Grüße

Gefällt mir

15. April 2013 um 18:28

Hi
Ich Kenne das Mein tag begint um 4 und ich bin 17 uhr zuhause ich arbeite als Handwerker und fahr mit der bahn bin jung und kann mir das nicht leisten jeden tag mit dem auto zu fahren .. Ich weis auch nicht wie ich da weitermachen soll

Lg Jens

Gefällt mir

16. April 2013 um 3:03

Und?
Wie hast du dich entschieden?

Mir gings letztes Jahr ähnlich.. hatte tagtäglich 3-4 stunden fahrzeit.. bin um 6 Uhr auf und war um 21 Uhr zu Hause.. Ich hab den Job gekündigt - und es war gut so!

Der Job kann noch so toll sein, wenn der Rest, den man dafür aufbringt, nicht genauso glücklich macht, ist es nicht der Job den du machen sollst.

Wenn du nicht sofort kündigen willst, sprich mit deinen Vorgesetzten, sag was sache ist und macht einen Kompromiss .... Reha, Urlaub, Bedenkzeit, vl wissen die einen Job für dich in deiner Nähe und können dich empfehlen, etc.
Wenn man allein nicht weiter weiß, soll man sich Hilfe holen, das ist absolut nicht schlimm... Trau dich mit deinen Vorgesetzten darüber zu sprechen.. wenn sie dich deswegen nicht mehr haben wollen, dann pfeif ihnen eins, auf sowas kannst wirklich verzichten!

Zu Hause wird dir erst langweilig, wenn du dich genug mit dir beschäftigt hast, wenn du wieder bereit für die Arbeitswelt bist und genug Kraft getankt hast.. darüber würd ich mir keine Sorgen machen!

Wünsch dir viel Glück!

Gefällt mir