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Beerdigung und keinen Kontakt zur Familie - wie verhalten?

8. August 2008 um 0:31

Hallo!
Ich weiß nicht, ob dieses Thema hier jetzt so richtig rein passt, da ihr alle wirklich viel schlimmere Probleme habt, aber ich versuch es einfach mal.
Meine Uroma ist vor kurzem im Alter von 100 Jahren gestorben und am kommenden Mittwoch ist die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung. Das ich hingehe ist für mich keine Frage, da sie die einzige Person war, die mir aus diesem Teil der Familie wirklich etwas bedeutet hat. Nun habe ich aber das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Zu meinem Vater habe ich den Kontakt abgebrochen und die anderen Angehörigen, die da sein werden stehen auch alle hinter ihm und sehen in mir nur das bockige Kind, was sich daneben verhält (ich bin 22 und stehe schon lange auf eigenen Beinen).
Es ist doch eigentlich so, dass ich trotzdem zur Familie gehöre und daher auch in der 1. Reihe in der Kirch Platz nehmen und hinter dem Grab stehen bleiben sollte, oder? Kann ich das in dieser Situation überhaupt machen? Immerhin stehe ich als "Urenkel" auch auf der Trauerkarte. Und sollte ich danach mit in das Restaurant zum "Trauerkaffee" gehen oder besser fortbleiben?
Dazu muss man vielleicht sagen, dass ich den Kontakt von mir aus abgebrochen habe und mein Vater durchaus nicht glücklich darüber ist.
Es ist so furchtbar sich in dieser Situation auch noch mit solchen Fragen beschäftigen zu müssen. Ich möchte mich doch eigentlich nur von meiner Uroma verabschieden.
Es wäre schön, wenn ihr ein paar liebe Tipps für mich hättet.
Liebe Grüße

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8. August 2008 um 14:58

Das...
... tut mir sehr sehr Leid für dich

ich kenne das mit dem bockingen kind, bin auch 19 jahre alt und werde bald ausziehen und mein leben selber in die hand nehmen.
ich weiß nicht, wie du charakterlich bist, aber mir wäre die reine präsenz der anderen anwesenden, mit denen ich nicht klarkomme, echt total egal. Es ist ja DEINE oma, von der DU dich verabschiedest. persönlich. Du musst mit den leuten ja keinen smalltalk führen, verabschiede dich einfach bei der trauerfeier, bleibe etwas distanziert von den anderen, aber so dass die sehr wohl merken dass du da bist. ohne strotz und ohne beleidigungen. sei einfach neutral und gelassen und lasse deinen gefühlen lauf. was das mit dem trauerkaffee in deutschland auf sich hat hab cih immernoch nicht verstanden. meiner meinung nach gehört es sich nicht, nach der beerdigung zum leichenschmaus überzutreten. gemeinsame essen sind FESTessen, und es ist nun mal kein FEST wenn ein lieber angehöriger stirbt. ich würde nicht hingehen, schon alleine weil den ausdruck bescheuert finde.

hoffe ich konnte dir irgendwie helfen, auch wenn ich vielleicht ein bisschen kindisch oder unsensibel reagiere, aber es ist manchmal der einzige weg den leuten die einen nicht verstehen, zu zeigen was sache ist
lg tina

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