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Autobahn fahren - Horror! Meine Geschichte.

8. Dezember 2006 um 11:16

hallo ihr lieben!
um es auf den punkt zu bringen: Ich habe höllische angst autobahn zu fahren und ich habe das gefühl dass es schlimmer wird.

meine vorgeschichte:
in der fahrschule hab ich es geliebt autobahn zu fahren, es gab nix schöneres. als ich damals meinen führerschein vom straßenverkehrsamt abgeholt habe war mein erster weg auf die autobahn
alleine bin ich aber nicht so oft gefahren... naja egal.
wie gesagt ich hatte früher nie angst vorm autobahn fahren. seit ca. 4 jahren durchlebe ich die hölle. ich habe vor 4 jahren mit meiner ma auf der autobahn einen unfall gehabt... ich saß als beifahrerin. meine ma hat nicht aufgepasst und ist in ein stauende gerasst! ich hab den stau gesehen und mich lediglich gefragt warum zum kukuk sie nicht bremst, als sie es gemerkt hat war es schon zu spät! seit dem tag hat sich alles verändert: ich fahre nicht mehr selber autobahn...
das ist schon schlimm genug. als beifahrer durchlebe ich auch die hölle... herzrasen, bin meistens schweiß gebadet am ende der fahrt...obwohl mein schatz mit mir wie mit einem rohen ei fährt. ab un an hat er mcih dazu gebracht autobahn zu fahren... da bin ich so in panik ausgebrochen dass ich am steuer fast ohnmächtig geworden bin, weil ich in einer gewissen situation nicht wusste wie ich mich verhalten soll! einmal als mein freund mit mir irgendwo hingefahren ist .... es war ne baustelle es hat total fies geregnet.... und die autobahn war rappel voll bin ich so in panik ausgebrochen dass ich aus dem auto springen wollte, bin in tränen ausgebrochen. mein freund musste sofort runter von der autobahn und den restlichen weg sind wir dann durch die stadt gefahren!

meine angst geht aber noch weiter:
mittlerweile ist es so dass ich total ungerne in der city als beifahrerin mitfahre. wörter wie "brems, pass auf" kommen zig mal aus meinem mund gelogen. hab immer ein total ungutes gefühl

am besten ist es für mich wenn ICH am steuer sitze... obwohl mir schon total oft gesagt wurde dass ich super unsicher fahre seit dem tag vor 4 jahren. Ich hab da aber im wahrsten sinne des wortes das steuer in der hand...brauch keine angst haben dass der fahrer zu spät bremst oder so.

so kann es aber nicht weitergehen... denn ich bin total eingeschränkt.

und zwar wechsel ich bald den arbeitsplatz ... es kann ja nicht sein dass ich meinem chef dann sage dass ich keine autobahn fahre wenn ich zu einem aussentermin muss!!!
ausserdem kann ich nie nach lust und laune irgendwo hinfahren z.b holland, oder ein kurztrip machen.

am liebsten würd ich zum spezialisten gehen der dafür ausgebildet ist,menschen mit der angst vorm autobahn fahren, zu helfen.... sowas findet man aber nciht oft. hab schon überlegt in die fahrschule zu gehen und ein paar fahrstunden auf der autobahn zu nehme... ich glaub aber dass das nicht viel hilft..das problem ist viel tiefer.

kann jemand meine angst nachempfinden ???
wie geht ihr damit um ???

Manche menschen lachen über so ne angst...können das nicht nachempfinden.
für mich ist es aber mittlerweile die hölle.

lg jessi

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28. Mai 2007 um 20:23

Angst beim Autofahren
Hallo Jessi,
hab gerade im Internet deinen Beitrag gelesen, ist ja schon fast ein halbes Jahr her, aber vielleicht antwortest du mir noch.
Bei mir fng die Angst letztes Frühjahr an, wir holten unser Auto an der Schweizer Grenze ab. Mein Mann fuhr auf dem Rückweg auf der Autobahn vor, und ich mit unserem Auto hinterher. Auf einmal wollte ich einen LKW überholen, aber als ich ansetzte, bekam ich die Panik, ich schaffte es nicht , ihn zu überholen. Ab da fuhr ich nur noch den LKS'S hinterher mit ca. 80 Stundenkilometer und ich dachte , ich schaffe es nie bis zu unserer
Ausfahrt . Es waren noch ca. 80 km. Es war die schlimmste Fahrt in meinem Leben. Mit Heulkrämpfen und total verkrampft hab ich es irgendwie doch geschafft. Als ich das alles meinem Mann erzählte, meinte er, irgendwann traust du dich nicht einmal mehr auf der Landstraße zu fahren. Damals glaubte ich Ihm nicht. Aber diesen Januar war es soweit. Auf einer ganz normalen Straße bekam ich die Panik, ich glaubte, ich verliere die Kontrolle über das Auto, und fuhr rechts ran. Ab da konnte ich fast gar nicht mehr fahren. Ich bekam eine LKW- Phobie, und da ich seit 20 Jahren depressiv bin und Antidepressiva und Lithium nehme, bin ich zum Arzt.
Wir haben das Antidepres. umgestellt, ich nehme nun
Paroxetin 40 mg. und immer noch Lithium. Ich denk, ich war wieder in einer Depression. Inzwischen kann
ich wieder Landstraße fahren,(nie witer wie 25 km entfernung) in der Stadt fühl ich mich am wohlsten, das komische Gefühl taucht am meisten zwischen den Dörfern auf, meine Geschwindigkeit beträgt z.Zt. nur 80 Stundenkilometer. Ich denke , Autobahn werde ich nie wieder fahren.
Wie ergeht es dir inzwischen mit diesem Problem?
Grüße Birgit

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