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Autoagressives Verhalten und Identitätsschwierigkeiten

6. September 2012 um 0:02

Guten Abend!
Ich schwanke nun schon eine lange Zeit, ob ich mir irgendwo Hilfe suchen soll oder nicht, und heute Abend habe ich mich nun doch dazu entschieden.
Ich schätze das ganze ist etwas tiefgreifender und deshalb nicht unbedingt für ein schriftliches Gespräch geeignet, aber zu anderen Maßnahmen kann ich einfach nicht greifen, dazu bin ich emotional schlicht nicht in der Lage.

Damit ihr euch vorstellen könnt, wer hier sitzt und tippt - ich bin ein 18-jähriges Mädchen dass im Moment die elfte Klasse einer Gesamtschule wiederholt. Ich wollte immer Sozialpädagogik studieren um Menschen, wie sie hier im Stadtteil Dreesch zu finden sind, helfen zu können.

Ich wiederhole das Jahr, weil ich viel gefehlt habe. Zuerst aus Krankheit, dann aus Mutlosigkeit und meinem damaligen Freund zu liebe.

Aber das tut nicht viel zur Sache, im Moment bin ich regelmäßig in der Schule und ich hoffe auch, dass das vorerst so bleibt -
tatsächlich habe ich ganz andere Probleme.

Ich verletze mich seit zwei Monaten selbst. Durch Schnitte am ganzen Körper, obwohl ich mir genau das immer als Grenze gesetzt habe - mich selbst verletzen, das dachte ich, würde ich niemals tun, da mir das Leben als solches viel bedeutet und ich dankbar bin, existieren zu dürfen - ich habe mir stattdessen damals die Haare geschnitten, in formen, die mir nicht gefielen, oder Wertgegenstände zerstört - das ist vielleicht in gewisser Weise auch autoagressiv, aber doch noch vertretbar, wenn du verstehst, wovon ich rede...

Aber jetzt ist es so weit - ich schneide mir ins eigene Fleisch und kann mir nicht mal genau erklären warum.

Es ist so, dass in meiner Kindheit viel daneben lief - meine Eltern trennten sich, mein Vater versank im Alkohol, meine Mutter war arbeitslos und depressiv und kam ebenfalls mit einem Alkoholiker zusammen... Das geschah aber alles bevor ich es wirklich mitbekam, so, vom ersten bis zum sechsten Lebensjahr - lediglich mein bruder bekam alles mit und ihm geht es psychisch heute blendend.

Inzwischen ist zu hause alles geregelt, meine Mutter hat gelegentlich irritierende Manien die mich nicht wissen lassen, woran ich bin aber sonst funktioniert es - zu meinem Vater habe ich ein stabiles verhältnis, er lebt mit einer wundernetten Frau zusammen in einem Haus und wann immer ich kann fahre ich ihn besuchen - auch mit meinem Stiefvater komme ich bestens klar, also, natürlich gibt es familär Probleme aber keine, die mich wirklich stark belasten würden.

Meine familie ist mütterlicherseits für psychische Krankheiten bekannt: Borderline, Dissoziative Persönlichkeitsstärung, Ptbs, so Zeug eben, die Brüder meiner Mutter sind allesamt kriminell, teilweise pädophil - klingt wie aus nem schlechten Buch, ich weiß.
Aber wahr, für mich aber auch nur bedingt wichtig, da ich schon seit ich zehn bin keinen Kontakt mehr zu diesem Familienzweig habe.

Tatsächlich habe ich jetzt also geschrieben was mich alles nicht belastet, und nun das, was mich belastet, was mir stets ein wenig lächerlich erscheint.

Vor jetzt neun Jahren gab es hier um Ostern herum einen Mord. Das ist in meinem Aufgang passiert, das Mädchen, dass damals sieben war, war meine beste Freundin und kam gerade von mir zu Hause. Sie wurde von einem Nachbarn ermordet und ihre Leiche vergewaltigt - danach verstaute man sie im Bettkasten - die Polzei fand sie tatsächlich schon nach wenigen Tagen, aber ich mache mir noch heute oft Vorwürfe deswegen, obwohl ich weiß, wie sinnlos das ist.

Sie wollte vor meiner Wohungstür auf mich warten, ich sollte damals aufräumen und sie durfte nicht mit rein. Ich hatte zwar ein schlechtes gewissen aber habe sie einfach stehen lassen- um mit meinem Bruder zu spielen. ich war neun oder zehn. Schließlich war sie weg als ich raus kam, ich war die letzte die sie lebend sah, abgesehen von dem Mörder, und ich weiß, dass er sie in die Wohnung gezogen haben muss als sie die treppen von mir herunter geschlendert war....


sicher vorstellbar, was das in mir auslöst - ich denke... wenn ich etwas früher rausgekommen wäre, wenn ich mich an meine versprechungen gehalten hätte, oder wenn ich ihr einfach gesagt hätte geh schon nach Hause wir sehen uns später - vielleicht wäre es dann nicht passiert - irgendwie fühle ich mich einfach immer noch schuldig, so irrational das auch ist.


Heute wache ich manchmal auf und habe die Bilder vor mir - von dem was er tut, von dem was sie tut, wie sie sich wert, was sie sagt, wie sie schreit und keiner sie hört - solche Bilder.

Wenn mich diese Sachen überwältigen, brauche ich einen Moment um mich zu fangen.
Weinen kann ich deswegen nicht, konnte ich noch nie, so richtig. mama hat damals mit mir geredet, aber ich habe bis heute nicht einmal angefangen es zu bearbeiten

ich habe eine art kiste für tote - wenn jemand stirbt, denke ich einfach nicht mehr darüber nach- wenn ich doch darüber nachdenken muss, tut es weh wie am ersten tag.

Ich kann damit leben, dachte ich, aber neuerdings kann ich das nicht mehr.
Inzwischen kamen noch einige "kleinigkeiten" dazu... kleine, sinnlose verluste von freundschaften.

Die erste person nach sarah, dem besagten mädchen, die mir wirklich nah war, erkrankte an magersucht und zog sich zurück, als ich sie vermehrt drauf ansprach. jetzt ist sie mit einem drogensüchtigen menschen zusammen und isoliert sich von allem. Die zweite person war vier jahre lang meine beste freundin - die dritte ein freund, mit dem ich drei jahre zusammen war - bis vor einem halben jahr, als beide zusamen kamen und mich fallen ließen.

ich habe die dumme eigenschaft, mich in beziehungen nicht fest binden zu können, sobald ich glücklich bin, suche ich mir jemand neuen, betrüge, belüge, verstricke mich in ein netz aus unwahrheiten und verliere alles, was mir wichtig ist - warum ich das tue weiß ich nicht, aber ich tu es immer wieder.

Die letzte beziehung war gar nicht ganz vorbei, da war ich schon in der nächsten- in dieser beziehung bin ich jetzt immer noch, und schon jetzt habe ich diesen freund wieder betrogen, und habe nicht mal ein ernsthaft schlechtes gewissen dabei -

ich fühle mich mir dabei fremd, aber an dieses gefühl habe ich mich gewöhnt, da ich bisher nicht einmal wirklich weiß, wer ich bin.


Ich würde mit all dem schon irgendwie zurecht kommen, weil ich immernoch ziele im leben habe und mich nicht umbringen würde, aber ich habe ein schlechtes gewissen. Und jetzt wird es seltsam:

Nicht mir oder meiner familie gegenüber, nicht meinen freunden gegenüber - mein lebensstil widerspricht dem, was sarah sich vom leben gewünscht hätte - und das macht mir zu schaffen. Sie hätte sich ein ruhiges leben mit einem menschen an ihrer seite gewünscht, da bin ich mir irgendwie einfach sicher - und ich könnte das alles haben,
ich habe menschen die mich unterstützen, bin nicht dumm und kann, und das weiß ich - wenn ich wirklich will und mich aufraffe beinahe alles schaffen was ich will -

aber ich tu es nicht. ich lasse mich fallen, schneide mir die arme auf, zerstöre meine beziehungen und freundschaften und lasse die schule schleifen - teufelskreismäßig weil mich die vergangenheit einholt und der schmerz der beziehungen mir zu schaffen macht - und dass ich es nicht hinkriege mein leben auf die reihe zu kriegen, was ich genau genommen ja nicht einmal will weil mir so ein muster leben voll blauer luft nicht gefällt - habe ich ein schlechtes gewissen gegenüber einer person die nicht einmal mehr existiert - und dieser gedanke tut widerum weh, weil ich ihren tod gar nicht akzeptieren kann.


ich habe das gefühl, dass sich das wirr und unnütz anhört, und ich weiß nicht mal, was ich mir davon erhoffe mich hier zu melden, vermutlich zuspruch und wegweiser - aber ich wollte es einfach mal erzählen und hofffe, ich werde irgendwie verstanden...


ich widerspreche mir selbst ohne zu wissen, wer ich bin, und das empfinde ich irgendwie schon als verwirrend.

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6. September 2012 um 1:53

Nabend
Wow.....heftig. Ich könnte nun versuchen als Aussenstehende zu analysieren was das Zeug hält, aber Ich könnte dir damit nicht helfen. Du weisst das Du in einem Teufelskreis steckst. Alleine findest du den Ausstieg nicht. Du brauchst professionelle Hilfe. Probier wenigstens die Hilfe anzuehmen... Ich litt/ leide unter starken Depressionen und einer Angststörung. Hab auch gedacht das mir keiner helfen kann. Hat aber geklappt. Nach ner Zeit.... Lg Lola

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7. September 2012 um 12:32
In Antwort auf aspen_11875588

Nabend
Wow.....heftig. Ich könnte nun versuchen als Aussenstehende zu analysieren was das Zeug hält, aber Ich könnte dir damit nicht helfen. Du weisst das Du in einem Teufelskreis steckst. Alleine findest du den Ausstieg nicht. Du brauchst professionelle Hilfe. Probier wenigstens die Hilfe anzuehmen... Ich litt/ leide unter starken Depressionen und einer Angststörung. Hab auch gedacht das mir keiner helfen kann. Hat aber geklappt. Nach ner Zeit.... Lg Lola

Ich bin anderer Meinung
Ich finde, du hast eine großartige Gabe und zwar die Gabe der Selbstreflexion. Bis wir ungefähr 20 Jahre alt sind, spiegelt unser Inneres am meisten nur das, was wir erlebt und gesehen haben. Ca. zwischen 20 und 30 lernen wir uns dann kennen und entwickeln unsere wahre Persönlichkeit. Du bist erst 18 und in diesem Alter ist man wie eine CD, die nur das vorspielt, was auf ihr gespeichert wurde. Erst jetzt fängt man mit anderen Augen wahrzunehmen und wirklich eigene Entscheidungen zu treffen...ein Kind ist halt immer abhängig von seiner Umgebung, ein Erwachsene hat die Wahl.

Du bist wohl in die Schleife der Selbstsabotage geraten, du wirst später sehr dankbar für diese Erfahrungen sein, wenn du Soziologie studieren willst - du wirst verstehen und wirst Mitgefühl haben und Strategien mit dem Umgang mit solchen Problemen entwickeln. Du bist kein Opfer, aus dir entwickelt sich wohl eher ein Helfer...ein Helfer, der nicht weiß, wovon er redet, weil er es noch nie erlebt hat ist nicht so viel wert

Rede mit deiner Freundin von früher, nimm dir in einer ruhigen Minute Zeit, dann wenn dich keine stört und rede mit ihr. Lass alle deine Gefühle hoch kommen, egal wie unsinnig sie sind. Entschuldige dich bei ihr und auch bei dir selbst. Suche Frieden mit deiner Vergangenheit und finde ihn. Du weißt, du bist nicht schuldig - schön, wenn du es auch fühlen könntest, oder?

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8. September 2012 um 11:35

Vielen Dank
für die Antworten.

Also zu allererst - professionelle Hilfe, schon, darüber hab ich natürlich selbst schon viel nachgedacht. Aber ohne, dass das jetzt übertrieben sein soll - ich lebe in Schwerin, und die Psychologen, die es hier so gibt, haben alle (!!) schon mal mindestens einen Menschen aus meiner Familie behandelt weil beinahe jeder von ihnen bereits in psychologischer Behandlung war und Therapien abbricht - sich dann nicht mehr hintraut und den nächsten sucht - und das ist mir unangenehm.

Abgesehen davon, meistens dann, wenn ich denke - es ist so weit, du brauchst Hilfe -

habe ich plötzlich einhundert plausible Gründe für mein verhalten die sich selbst verständlich auch ohne Hilfe lösen lassen - die ich in einer Tiefphase schon wieder nicht mehr nachvollziehen kann.

Selbst wenn ich also den Entschluss fasse, mir Hilfe zu holen, was, allein in Gedanken enorme Überwindung kostet - schaffe ich es ganz gut mir das wieder auszureden


von den Skills habe ich bereits eine Menge ausprobiert...
Leider schiebe ich die Katastrophe damit nur auf - meist reicht irgendwann alles einfach nicht aus, und es ist einfach nicht immer jemand da. Ich denke mir meist dass es sowieso nur eine Willenssache ist - der Gedanke endet aber auch nur darin, dass ich mir Selbstvorwürfe mache :/

Ich weiß, rational gesehen, dass ich nicht Schuld bin. Aber für mich akzeptieren kann ich das nicht.

Ja, diese alte Freundin sollte ich wirklich mal wieder aufsuchen.

Ich werde mir eure Beiträge jedenfalls zu Herzen nehmen und bin dankbar, dass ihr mir geantwortet habt - ziemlich aufbauend, auf jeden Fall

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9. September 2012 um 22:03
In Antwort auf ilma_12343829

Vielen Dank
für die Antworten.

Also zu allererst - professionelle Hilfe, schon, darüber hab ich natürlich selbst schon viel nachgedacht. Aber ohne, dass das jetzt übertrieben sein soll - ich lebe in Schwerin, und die Psychologen, die es hier so gibt, haben alle (!!) schon mal mindestens einen Menschen aus meiner Familie behandelt weil beinahe jeder von ihnen bereits in psychologischer Behandlung war und Therapien abbricht - sich dann nicht mehr hintraut und den nächsten sucht - und das ist mir unangenehm.

Abgesehen davon, meistens dann, wenn ich denke - es ist so weit, du brauchst Hilfe -

habe ich plötzlich einhundert plausible Gründe für mein verhalten die sich selbst verständlich auch ohne Hilfe lösen lassen - die ich in einer Tiefphase schon wieder nicht mehr nachvollziehen kann.

Selbst wenn ich also den Entschluss fasse, mir Hilfe zu holen, was, allein in Gedanken enorme Überwindung kostet - schaffe ich es ganz gut mir das wieder auszureden


von den Skills habe ich bereits eine Menge ausprobiert...
Leider schiebe ich die Katastrophe damit nur auf - meist reicht irgendwann alles einfach nicht aus, und es ist einfach nicht immer jemand da. Ich denke mir meist dass es sowieso nur eine Willenssache ist - der Gedanke endet aber auch nur darin, dass ich mir Selbstvorwürfe mache :/

Ich weiß, rational gesehen, dass ich nicht Schuld bin. Aber für mich akzeptieren kann ich das nicht.

Ja, diese alte Freundin sollte ich wirklich mal wieder aufsuchen.

Ich werde mir eure Beiträge jedenfalls zu Herzen nehmen und bin dankbar, dass ihr mir geantwortet habt - ziemlich aufbauend, auf jeden Fall

Wenn psychologische Erkankungen in deiner Familie bekannt sind
sollte das gerade ein Zeichen sein, dass man dich ernster nimmt.
Depressionen brechen latt gesagt immer aus wenn man einen unausgewogenen Stresslevel hat, das kann passieren wenn man nur arbeitslos zu hause rum sitzt genauso wie der Druck im Beruf zu belastend ist.

Menschen haben aber einen unterschiedlichen BElastungslevel, oder Vulnerabilitäts-level wie das die Psychotherapeuten nennen. Dieser ist häufig auch genetischen Faktoren entsprechend und also vererbar.

Ich bin überzeugt und rate dir aus eigenen Erfahrtungen mit Depressionen und Soziophobie, such dir schleunigst professionelle Hilfe. Eine Psychotherapie und evtl zusätzlich medikamentöse BEhandlung (je nachdem wie depressiv du bist) sollten dir mit der Zeit weiter helfen könne.
Versuch vorher zu recherchieren welche PSychotherapeuten gut sind, nicht jeder kann mit jedme gut umgehn aber es gibt da definitv eingie Klassenunterschiede zwischen den einzelnen PsychoDocs.

Ich kann dir auch nur sagen, keine Angst wegen der Schule, das wird mit dem Alter nicht leichter aber solang du unter 25 bist, haste gute Chancen schulische Bildung nach zu holen bis zur Fh reife und weiter
Lass nur nicht deine sozialen Kontakte flöten gehn, Freunde sind wirklich wichtig. Das mit der Schule wird schon wenn du etwas gefunden hast was dich wirklich interessiert @wie sozialpädgogik, dann packst du das auch irgendwann, aber dich da jetzt unter Druck stellen bringt nichts, du bist da grad mental nicht leistugnsfähig genug, das wird sich aber ändern, wenn du dir auch helfen lässt. Nur auch das kann paar Järchen dauern wenn du Pech hast (weiß ja nicht was genau dir fehlt , psychoanalyse muss vorweg natürlich auch irgendwo gemacht werden)

Drücke dir die Daumen, dass du packst, geb nicht auf, ich bin lange Jahre mit meinen PRobs rumgerannt und lass mir mitmeinen 27 Jahren erst seit einem Jahr helfen, hat mich beruflich ganzschön zurück geworfen aber ich geb noch lange nicht auf. Erstens sind wir selber nicht schuld und verantwortilcih für unsere PRobleme, also dürfen wir ruhig Hilfe in ANspruch nehmen und Akzeptanz fordern (spätestens sei den Burn Out Fällen in den Medien wächst da auch eine breitere Toleranz in der Gesellschaft) solang wir dann auch aktiv versuchen dran zu arbeiten das zu überstehen, und das bedeutet Therapie machen und Freizeit/beruf/schule entsprechend den psyhcologischen Ratschlägen gestalten.
Irgendwann hast du dann auch wieder alles im Griff und selbst in der Hand, und dann klappt es auch mit allem was du dir vor genommen hast !

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9. September 2012 um 23:27

Hilfe!

Schönen guten Abend,

Ich denke viele Menschen haben unterschiedliche Probleme oder auch Aufgabenstellungen. Auf meinem langen Weg habe ich schon die unterschiedlichsten Muster gesehen und Menschen kennengelernt die eine schier unglaubliche Kraft entwickelten.

Meiner Erfahrung nach gibt es keine Schuld sondern nur Entscheidungen und Ihre Konsequenzen. Nimm diese Last von Deinen Schultern. Das solltest Du vergessen.

Ich glaube Du hast eine bestimmte Lernaufgabe in Deiner Familie zu erfüllen. Die Aufgabe ist tendenziell immer in der Familie und der archaischen Struktur der Familie zu suchen.

Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet der Psychologie. Ich habe nur oft gesehen und gespürt welcher Balast auf manchen Familien liegt. Eine Familienaufstellung wäre nicht schlecht wenn es möglich ist. Ausschließlich psychologische Beratung wäre mir zu einseitig. Wenn du wie ich wüsstest wie befreiend es sich anfühlt an solchen schweren Themen zu arbeiten.

Fundamental ist es für ein Mädchen schon einmal sehr schwer wenn der eigene Vater Sie verlassen hat. Der Vater ist immer der erste Mann im Leben einer Frau. Er kann auch nicht durch einen Stiefvater ersetzt werden. Das verlassen werden ist schon Mal sehr schwer.

Dann die vielen anderen Themen. Sehr viel Arbeit meiner Ansicht nach. Vertraue Deinem Weg und gehe Ihn. Fahre woanders hin und suche aus Deiner Intuition heraus Psychologen und Personen die Familienaufstellungen machen um die Muster zu erkennen und Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzten.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft für Dein Leben. Nimm Dich selber so an wie Du bist.

Liebe Grüße

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14. September 2012 um 9:39
In Antwort auf treueseele6

Hilfe!

Schönen guten Abend,

Ich denke viele Menschen haben unterschiedliche Probleme oder auch Aufgabenstellungen. Auf meinem langen Weg habe ich schon die unterschiedlichsten Muster gesehen und Menschen kennengelernt die eine schier unglaubliche Kraft entwickelten.

Meiner Erfahrung nach gibt es keine Schuld sondern nur Entscheidungen und Ihre Konsequenzen. Nimm diese Last von Deinen Schultern. Das solltest Du vergessen.

Ich glaube Du hast eine bestimmte Lernaufgabe in Deiner Familie zu erfüllen. Die Aufgabe ist tendenziell immer in der Familie und der archaischen Struktur der Familie zu suchen.

Ich bin kein Fachmann auf dem Gebiet der Psychologie. Ich habe nur oft gesehen und gespürt welcher Balast auf manchen Familien liegt. Eine Familienaufstellung wäre nicht schlecht wenn es möglich ist. Ausschließlich psychologische Beratung wäre mir zu einseitig. Wenn du wie ich wüsstest wie befreiend es sich anfühlt an solchen schweren Themen zu arbeiten.

Fundamental ist es für ein Mädchen schon einmal sehr schwer wenn der eigene Vater Sie verlassen hat. Der Vater ist immer der erste Mann im Leben einer Frau. Er kann auch nicht durch einen Stiefvater ersetzt werden. Das verlassen werden ist schon Mal sehr schwer.

Dann die vielen anderen Themen. Sehr viel Arbeit meiner Ansicht nach. Vertraue Deinem Weg und gehe Ihn. Fahre woanders hin und suche aus Deiner Intuition heraus Psychologen und Personen die Familienaufstellungen machen um die Muster zu erkennen und Selbstheilungsprozesse in Gang zu setzten.

Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft für Dein Leben. Nimm Dich selber so an wie Du bist.

Liebe Grüße

Uff...
"Ich glaube Du hast eine bestimmte Lernaufgabe in Deiner Familie zu erfüllen. Die Aufgabe ist tendenziell immer in der Familie und der archaischen Struktur der Familie zu suchen."

Was? Ehrlich gesagt distanziere ich mich von meiner Familie und das finde ich auch gut so - es ist mir ein zu großes Durcheinander und es geht mir besser, wenn ich ihnen aus dem Weg gehe so gut es eben funktioniert.

"Fundamental ist es für ein Mädchen schon einmal sehr schwer wenn der eigene Vater Sie verlassen hat. Der Vater ist immer der erste Mann im Leben einer Frau. Er kann auch nicht durch einen Stiefvater ersetzt werden. Das verlassen werden ist schon Mal sehr schwer."

Und mein Vater hat nicht mich verlassen, sondern meine Mutter. Er ist immer noch mein Vater, und ich kann auf ihn zählen.


Ich verstehe eigentlich nicht, woher deine Sicherheit kommt, dass das alles familär ist. Das habe ich nie so empfunden.

Danke

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14. September 2012 um 9:48
In Antwort auf lilieth11

Ich bin anderer Meinung
Ich finde, du hast eine großartige Gabe und zwar die Gabe der Selbstreflexion. Bis wir ungefähr 20 Jahre alt sind, spiegelt unser Inneres am meisten nur das, was wir erlebt und gesehen haben. Ca. zwischen 20 und 30 lernen wir uns dann kennen und entwickeln unsere wahre Persönlichkeit. Du bist erst 18 und in diesem Alter ist man wie eine CD, die nur das vorspielt, was auf ihr gespeichert wurde. Erst jetzt fängt man mit anderen Augen wahrzunehmen und wirklich eigene Entscheidungen zu treffen...ein Kind ist halt immer abhängig von seiner Umgebung, ein Erwachsene hat die Wahl.

Du bist wohl in die Schleife der Selbstsabotage geraten, du wirst später sehr dankbar für diese Erfahrungen sein, wenn du Soziologie studieren willst - du wirst verstehen und wirst Mitgefühl haben und Strategien mit dem Umgang mit solchen Problemen entwickeln. Du bist kein Opfer, aus dir entwickelt sich wohl eher ein Helfer...ein Helfer, der nicht weiß, wovon er redet, weil er es noch nie erlebt hat ist nicht so viel wert

Rede mit deiner Freundin von früher, nimm dir in einer ruhigen Minute Zeit, dann wenn dich keine stört und rede mit ihr. Lass alle deine Gefühle hoch kommen, egal wie unsinnig sie sind. Entschuldige dich bei ihr und auch bei dir selbst. Suche Frieden mit deiner Vergangenheit und finde ihn. Du weißt, du bist nicht schuldig - schön, wenn du es auch fühlen könntest, oder?

...
"Rede mit deiner Freundin von früher, nimm dir in einer ruhigen Minute Zeit, dann wenn dich keine stört und rede mit ihr. Lass alle deine Gefühle hoch kommen, egal wie unsinnig sie sind. Entschuldige dich bei ihr und auch bei dir selbst. Suche Frieden mit deiner Vergangenheit und finde ihn. Du weißt, du bist nicht schuldig - schön, wenn du es auch fühlen könntest, oder?"

Mit welcher Freundin von früher soll ich reden?
Ich sehe eigentlich bei niemandem Gesprächsbedarf - die eine ist tot, mit ihr zu reden, macht vermutlich nicht viel Sinn - die andere, hat vor Ewigkeiten dicht gemacht, was mich angeht, wenn wir reden, dann nur über oberflächliche Dinge - Und mit der letzten komme ich partout nicht mehr ins Gespräch, sie hat mit mir abgeschlossen...

Also, bei wem soll ich mich entschuldigen?

Frieden mit meiner Vergangenheit... Ich weiß nicht, was ich darauf schreiben kann - ich glaube nicht, dass ich dazu im moment in der lage bin.

Aber vielen Dank,
ich habe gelegentlich schon gehört dass ich einfach versuchen soll, optimistisch meinen Weg weiter zu gehen, weil mir das, was mir passiert, in meinem Wunschberuf noch behilflich sein wird... ist nur im Moment ein relativ geringer Trost, da ich massiv von mir enttäuscht bin und den Weg aus dem ganzen Chaos raus trotzdem nicht finde.

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14. September 2012 um 9:55

Vielen Dank,
für die Antwort..

Aber ich glaube ehrlich nicht, dass es so etwas wie Schicksal gibt, das gehört hier jetzt aber auch nicht unbedingt her, denke ich....

Für mich hat der Gedanke des Schicksals auch nichts tröstendes, ich fänd eher zermürbend das es vorprogrammiert sein soll warum etwas passiert und was danach passiert...


Nun ja, Hilfe suchen muss ich mir wohl, ich habe auch schon den ersten termin gehabt... Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

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14. September 2012 um 9:56
In Antwort auf otto_12123868

Wenn psychologische Erkankungen in deiner Familie bekannt sind
sollte das gerade ein Zeichen sein, dass man dich ernster nimmt.
Depressionen brechen latt gesagt immer aus wenn man einen unausgewogenen Stresslevel hat, das kann passieren wenn man nur arbeitslos zu hause rum sitzt genauso wie der Druck im Beruf zu belastend ist.

Menschen haben aber einen unterschiedlichen BElastungslevel, oder Vulnerabilitäts-level wie das die Psychotherapeuten nennen. Dieser ist häufig auch genetischen Faktoren entsprechend und also vererbar.

Ich bin überzeugt und rate dir aus eigenen Erfahrtungen mit Depressionen und Soziophobie, such dir schleunigst professionelle Hilfe. Eine Psychotherapie und evtl zusätzlich medikamentöse BEhandlung (je nachdem wie depressiv du bist) sollten dir mit der Zeit weiter helfen könne.
Versuch vorher zu recherchieren welche PSychotherapeuten gut sind, nicht jeder kann mit jedme gut umgehn aber es gibt da definitv eingie Klassenunterschiede zwischen den einzelnen PsychoDocs.

Ich kann dir auch nur sagen, keine Angst wegen der Schule, das wird mit dem Alter nicht leichter aber solang du unter 25 bist, haste gute Chancen schulische Bildung nach zu holen bis zur Fh reife und weiter
Lass nur nicht deine sozialen Kontakte flöten gehn, Freunde sind wirklich wichtig. Das mit der Schule wird schon wenn du etwas gefunden hast was dich wirklich interessiert @wie sozialpädgogik, dann packst du das auch irgendwann, aber dich da jetzt unter Druck stellen bringt nichts, du bist da grad mental nicht leistugnsfähig genug, das wird sich aber ändern, wenn du dir auch helfen lässt. Nur auch das kann paar Järchen dauern wenn du Pech hast (weiß ja nicht was genau dir fehlt , psychoanalyse muss vorweg natürlich auch irgendwo gemacht werden)

Drücke dir die Daumen, dass du packst, geb nicht auf, ich bin lange Jahre mit meinen PRobs rumgerannt und lass mir mitmeinen 27 Jahren erst seit einem Jahr helfen, hat mich beruflich ganzschön zurück geworfen aber ich geb noch lange nicht auf. Erstens sind wir selber nicht schuld und verantwortilcih für unsere PRobleme, also dürfen wir ruhig Hilfe in ANspruch nehmen und Akzeptanz fordern (spätestens sei den Burn Out Fällen in den Medien wächst da auch eine breitere Toleranz in der Gesellschaft) solang wir dann auch aktiv versuchen dran zu arbeiten das zu überstehen, und das bedeutet Therapie machen und Freizeit/beruf/schule entsprechend den psyhcologischen Ratschlägen gestalten.
Irgendwann hast du dann auch wieder alles im Griff und selbst in der Hand, und dann klappt es auch mit allem was du dir vor genommen hast !

O.O
Am Mittwoch war ich bei einem Psychologen.
Er hat sich mich einmal so ausführlich wie in der kurzen Zeit möglich war angehört, haben nen neuen termin gemacht und er hat auch einige wirklich wichtige Punkte angesprochen -
letztendlich hat er mir neben einem neuen termin auch noch ein rezept für ein Antidepressiva mitgegeben... aber ist das dafür nicht noch zu früh?

Kann er wirklich jetzt schon entscheiden dass ich das benötige? .__.

Ich habe etwas Angst davor dass hier vieles falsch läuft.
Die Medikamente machen mich vor Allem sehr müde, ich denke, mitunter dafür wurden sie mir auch verschrieben, - als Hilfe gegen psychisch bedingte Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Nachtangst...

Aber nach der ersten Sprechstunde??

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14. September 2012 um 15:12

Nur Mut

Guten Tag Czinya,

meiner Erfahrung nach ist wie gesagt jeder Mensch anders und ausgestattet mit seinem eigenem Plan der Erkenntnis. Ich weiß nicht warum du so enttäuscht von Dir bist. Vielleicht hast Du zu hohe Ansprüche an dich und perfekt sein. Ich bin auch kein Experte in Frauenpsychologie.
Ich hatte auch wenig Freunde und ich habe Sie mir bewußt ausgesucht. Ich hatte auch Zeiten in denen ich mich zurückgezogen habe um mit gewissen Erlebnissen im Leben zurechtzukommen. Aber das ist meiner Meinung nach doch normal. Ich bin nie einfach so durchs Leben gegangen. Rückblickend auf fast 50 Jahre waren es unterschiedliche Epochen persönlicher und äußerlicher Veränderung. Das Leben kann man nur Rückwärts verstehen nie umgekehrt. Ich wollte Dir einfach ein wenig Mut machen. Wenn du von den Psychopharmaka nicht überzeugt bist gibt es auch gute Mittel der Kräuterheilkunde. Das du professionelle Hilfe aufgesucht hast ist doch gut. Gehe einfach Deinen Weg weiter.
Ich wünsche Dir alles Liebe.

Liebe Grüße.

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15. September 2012 um 12:19

Einiges gerade biegen
Du hast es ja schon mehrmals gelesen:
An Professioneller Hilfe führt eigentlich kein Weg vorbei.

Was ich Dir mitgeben wollte: Du bist ein eigenständiges Wesen, mach das Unglück anderer Menschen nicht zu Deinem eigenen.

Aber andererseits darfst Du auch andere Menschen nicht mit Deinem Unglück belasten. Zum Beziehung kaputt machen gehört auch jemand, den Du damit schwer traumatisierst.

Bitte geh zu einem guten Therapeuten. Du bist jung und hast die Möglichkeit Dein Leben um 180 zu drehen.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute für die Zukunft, damit, dass Du Dein Problem erkannt hast, hast Du auch schon den ersten Schritt gemacht.

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10. Juli 2015 um 12:29

Verrückt!
Dieser Beitrag ist inzwischen drei Jahre her.

Ich war in verschiedenen Therapien, stecke in einer Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin, verstehe mich besser - und eure Ratschläge, eure Antworten, verstehe ich jetzt auch. Ich hätte, bis ich eben zufällig auf meinen Beitrag hier gestoßen wäre, niemals gedacht, dass sich meine Denkweisen so sehr verändert haben - es ist spannend zu sehen, wie ich damals mit all den Dingen umgegangen bin.


Ich möchte mich noch einmal für eure Mühe bedanken!

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11. Juli 2015 um 23:28

.
Schön, dass es dir jetzt deutlich besser geht (:

Vielleicht kannst du ja mal in 2-3 Sätzen schildern, was genau deine Denkweise verändert hat. Vielleicht hilfst du damit ja anderen, die sich heute in einer ähnlichen Situation befinden.

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