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Ausweg?

5. April 2009 um 22:40

Ich war jahrelang in einer Abhängigkeitsbeziehung, zu dem Mann, der mich beim 1.Mal mißbrauchte. Ich hatte soviel Wut und wollte es ihm heimzahlen, in dem ich bei ihm blieb. Daraufhin folgten Jahre der Vergewaltigung und der Gewalt. Nur unter Zwang kam ich aus der Sache raus. Ich bin jetzt seit 3 Jahren da weg. Versuchte es über mehreren Klinikaufenthalten, Reiki, Schreiben, Malen, usw. die Jahre zu verarbeiten, doch es wird nicht besser. Ich verstecke mich vor allen Menschen und kann niemanden vertrauen. Ich habe so schlimme Bilder für die Zukunft. Ich habe auch darüber geredet, doch es hat nichts gebracht.Meine Familie versteht mich nicht, und ich habe mich von allen abgekapselt, denn ich versuche es allen recht zu machen.Ich habe so ein großes Gefühl der MInderwertigkeit in mir. Die letzte Zeit war ich bei einem schaman. Heiler, in der Hoffnung, daß hilft mir.Ich habe zu meiner Mutter ein sehr gespanntes Verhältnis und auch zu ihr halte ich eine Abhängigkeitsbeziehung. Schon seit meiner Kindheit lebe ich in dem ständigen Druck alles perfekt und richtig zu machen. Zugang zu meinen Gefühlen hatte ich noch nie. Ich bin nun nur noch umgeben von Wut, Angst , Panik, doch ich unterdrücke sie, weiß nicht wohin damit. Ich versuche stark zu sein. Voriges Jahr lernte ich dann wieder einen Mann kennen. Im Umgang mit ihm war ich total steif, voller Angst.Ich versuchte auch mit ihm darüber zu reden ,doch er verstand nicht. Dann wurde es noch schlimmer. Wieder wurde ich geschlagen,diesmal noch krasser. Beim Sex hatte ich noch nie etwas verspürt, außer eine immens große Leidenschaft,dann ist alles blockiert.Ich schäme mich für meine Sexualität, habe keine natürlichen Gefühle dafür.Ich möchte mich als Frau fühlen, normale schöne Gefühle, doch überall haftet diese Angst, Scham, Peinlichkeit,Unreinheit an.Ich weiß kein Ausgang. Bin zur Zeit einfach überfordert mit mir. Wenn ich mir Gutes tun will, holen mich meine Gedanken immer wieder ein. Ständig bin ich am Denken. Gesagte Worte lösen Bilder in mir aus, und die bauen sich in mein Angstschema mit ein.
Ich finde es bewundernswert und sehr mutig und stark, wenn Frauen, denen soetwas passiert ist, durch ihr Trauma hindurch wieder ins lichtvolle Leben finden, neu vertrauen und sich öffnen. Vorallem Gefühle zuzulassen,ohne Angst. Vielleicht kann ich das auch eines Tages wieder.

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8. April 2009 um 18:23

Ausweg
Hallo eni,

Sorry was ich nicht verstehe, Du sagst Du bist von diesen Mann zum ersten mal Vergewaltigt wurden, Du hattest so viel Wut in Dir, und Du wottest es ihm Heimzahlen, in dem Du bei ihm bliebst.
Dass kann ich nicht ganz Nachvollziehen.
Darauf hin folgten Jahre der Vergewaltigung und der Gewalt, kannst Du mir bitte erklären warum Du nicht schon gleich weg bist.

kg

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9. April 2009 um 19:17

Danke
Danke, für Deine/Eure Antworten, mit denen ihr natürlich Recht habt.
Puh!,ihr seit ganz schön ehrlich. Da muß ich erstmal durchatmen.
Gefühle sind oft unlogisch, und unter großer Enttäuschung und Wut setzt der Verstand oft aus. Ich würde mich jetzt gern rechtfertigen, denn es hat soviele Hintergründe, doch das Urteil der Opferrolle trifft mich schwer.Die hatte ich damals noch nicht mitbekommen. Ich wollte damals einfach weg von zu Hause, denn es ging nicht mehr. Daraufhin hatte ich ihn kennengelernt und mich Hals über Kopf in ihn verliebt. Das dann so was passierte, nahm mir in einer gewissen Hinsicht alles. Ich war so enttäuscht und hatte soviel Zorn in mir. Meine Mutter machte mich deswegen fertig. Der Druck in mir wuchs und ich wollte einfach weg, und weil er sich was genommen hatte, was ihm nicht gehörte, sollte er mich ganz bekommen. ....
Irgendwie tut mir das alles ganz schön weh, was ich hier so schreibe. Und ich werde eingeholt von der Vergangenheit...
Danke für Eure Offenheit, auch wenn es ganz schön schmerzt. Ich werde erstmal in ich gehen...

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