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Ausgebrannt - mit 20!

7. Januar 2008 um 2:26 Letzte Antwort: 27. Februar 2008 um 1:07


Hallo! Ich heiße Ela und bin 20 Jahre alt.

Ich fürchte ich habe das Burnout-Syndrom.

Ich habe eine 2jährige höhere Berufsfachschule für Wirtschaft absolviert, Fachabitur von 1,4.
Nun mache ich Abitur und bin auf einem Wirtschaftsgymnasium (Abi 2008), das noch sehr viel schwerer ist.

Auf der höheren Berufsfachschule habe ich sehr viel gelernt (!), fast unentwegt, war überengagiert, hatte sehr hohe Erwartungen an mich selbst und neigte zum Perfektionismsus.
Manchmal habe ich nicht die Noten bekommen, die ich verdient hätte, ließ mich jedoch dadurch nicht unterkriegen und versuchte es nochmal. Mit Erfolg!

Das Wirtschaftsgymnasium mache ich jetzt seit 2 Jahren, das erste Halbjahr lief gut, Schnitt 1,9, doch plötzlich mitten im 2 Halbjahr ließen meine Noten rapide nach, diese Phase hält bis jetzt an.

-Ich bin lustlos, agressiv und nervös, oftmals chronisch müde, möchte mich vor dem lernen drücken und lerne auch nicht mehr, hohe Fehlzeiten, fühle mich in der Klasse nicht wohl und verstehe mich nicht mit den Lehrern, habe Kopfschmerzen und Rückenschmerzen, meine privaten Aktivitäten haben total nachgelassen, fühle mich total überfordert und überbelastet, schon der Gedanke an die Schule reicht und ich fühle mich der emotionalen Energie entzogen, bin unkonzentriert - einfach ausgebrannt.

Auffällig ist auch noch, dass ich mich früher bei ungerechter Benotung widersetzt habe bzw. gedacht habe "Jetzt erst recht!", aber jetzt fühle ich mich zurückgewiesen, kriege nicht die Anerkennung die ich verdiene, kann dem Druck nicht mehr standhalten und lerne einfach garnicht mehr. Es ist einfach zuviel.

Ich will unbedingt studieren, aber SO schaffe ich das bestimmt nicht

Welche Möglichkeiten habe ich? Kur? Gibt es spezielle Psychotherapien? Bitte gebt mir einen Rat! Danke!

LG

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7. Januar 2008 um 17:26

Hallo

zunächst einmal vielen Dank für die Antwort.

Dein Vorschlag ist natürlich gut, aber bei mir leider nicht mehr "verwendungsfähig", dieses Stadium ist bei mir zu stark ausgeprägt und ich schaffe es einfach nicht mehr alleine.

Ich habe ähnliches schon versucht, habe bereits selbst versucht daran zu arbeiten, aber so eine Auszeit kann ich nicht einfach so auf ein paar Minuten beschränken, ich bräuchte Jahre. Ehrlich!

"versuch deinen lebensfokus nicht nur auf die schule zu richten, freunde sind genauso wichtig und hobbys!"

Das ist ja das Problem. Ich habe momentan (seit einigen Monaten) KEINEN Lebensfokus mehr, weder Schule noch sonstiges!
Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen IRGENDETWAS zu tun (egal was!), weil ich einfach die GANZE ZEIT erschöpft bin.

...Klingt irgendwie jammernd, aber es ist (leider) tatsächlich so.

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27. Februar 2008 um 1:07
In Antwort auf an0N_1210145099z

Hallo

zunächst einmal vielen Dank für die Antwort.

Dein Vorschlag ist natürlich gut, aber bei mir leider nicht mehr "verwendungsfähig", dieses Stadium ist bei mir zu stark ausgeprägt und ich schaffe es einfach nicht mehr alleine.

Ich habe ähnliches schon versucht, habe bereits selbst versucht daran zu arbeiten, aber so eine Auszeit kann ich nicht einfach so auf ein paar Minuten beschränken, ich bräuchte Jahre. Ehrlich!

"versuch deinen lebensfokus nicht nur auf die schule zu richten, freunde sind genauso wichtig und hobbys!"

Das ist ja das Problem. Ich habe momentan (seit einigen Monaten) KEINEN Lebensfokus mehr, weder Schule noch sonstiges!
Ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen IRGENDETWAS zu tun (egal was!), weil ich einfach die GANZE ZEIT erschöpft bin.

...Klingt irgendwie jammernd, aber es ist (leider) tatsächlich so.

Rede mit deinem hausarzt.....
hallo erst mal. ich habe vor knapp einem jahr angefangen mich genau so zu fühlen. bin auch anfang 20, mache auch eine art abitur(matur, CH), jobbte aber nebenbei, da di schule nur an einzelnen tagen stattfindet. dadurch, das ich beim job damals voll ausgenutzt wurde(arbeitet 100%, obwohl ich mich für höchstens 60% einstellen habe lassen. und 60% war schon ziemlich viel neben der schule.), und keine zeit hatte noch für die schule zu lernen, gingen meine noten auch sehr bald runter. nachdem ich 3 monate so gearbeitet hatte(war befristet), arbeitete ich nicht mehr und konzentrierte mich nur noch auf die schule.
du fragst dich jetzt bestimmt was das mit deinem problem zu tun hat?!.....
ich fing während dieser zeit an mich immer erschöpfter zu fühlen, doch dachte ich anfänglich ich sei es noch wegen den vorherigen monaten. damals war es kurz vor dem sommer07(zeugnisse des semesters07) und ich hatte, was den übertrit ins nächste semester gerade noch so gepackt(ufff..)
ich hatte die ferien als erholung genutzt und dachte ich sei bereit für das nächste semester. damals hatte ich schon diese müdigkeit, die trotz langem schlafen nicht verschwindet, und obwohl ich für dieses semester guter dinge war, schaffte ich es trotzdem nicht mich so richtig auf die schule zu konzentrieren. von da an ging es bei mir schulisch in den keller. ich sahs da in der schule, anfänglich noch eher teilnahmslos, müde- zum schluss hin(so um die weihnachtszeit) versuchte ich mit aller kraft mich zu konzentrieren, mit wenig erfolg. egal wiesehr ich mich anstrengte, oder auch garnichtmehr anstrengte, die noten blieben misserabel!!!!
aber auch so privat ging ich immer mehr ein, obwohl ich nicht arbeitete: ich schlief fast nur noch, konnte mich für die schule gar nicht mehr begeistern,war oft sehr antriebslos(auch um mit freunden abzumachen).
dazu muss ich noch sagen, dass ich nicht einer von denen bin die, wenn sie zu hause sind, ununterbrochen essen. deswegen kam es dan auch, das ich anfing wenig fleischprodukte zu essen und sonst vorallem joghurts, kellogs oder kleine schlemereien ass. das war aber kein ersatz oder so, nicht falsch verstehen, das hatte, wie ich später bemerkte schon einen kleinen einfluss.(wenn es mir schlecht geht, kann ich nähmlich nicht essen)
wie auch immer; ich fing dan an mich etwas schlau zu machen, da ich meiner situation ein ende machen wollte- konnte zum schluss(bis vor etwa 2 monaten)nichts mehr machen; keinen haushalt, aufgaben,etc. war immer gleich total erschöpft.
zu dieser zeit fühlte ich mich auch besonders schlecht: zum einetn wusste ich damals das ich es nicht ohne einen provisorischen übertritt(der von der schule genemigt wird) nicht schaffen. doch war mir körperlich auch immer sehr schnell schwindelig, fühlte mich oft blass.
den antrieb dan, zum arzt zu gehen, hatte ich dan, als ich eines morgens, kurz vor einer prüfung im badezimmer in ohnmacht viel. ich war dan auch bei ihm, erzählte ihm aber nur von meinen körperlichen beschwerden. den rest behielt ich für mich, da ich wusste-depressiv bin ich nicht-, doch hatte ich sowieso das gefühl das er mich nicht für voll nehmen würde, wenn ich ihm sagen würde, dass ich befürchte ein burnout-syndrom zu haben(den eins ist klar; wer solch eine schule nicht macht, weiss nicht wie anstrengend dies sein kann). heute aber muss ich sagen, das ich ziemlich sicher weiss; zwar hatte ich noch nicht den burnout doch stand ich kurz vor der krankheit, denn hat man die einmal kommt man ohne medizinische hilfe davon nicht mehr weg(meine cousine leidet gerade darunter). ich brauchte zum glück keine solchen medikamente.
schlussendlich stellte sich bei mir herraus, nach einem bluttest, das ich eine Eisen- & Vitamin B12-anämie hatte/noch habe. ich bekam von meinem arzt dan spezielle präarate, und ich muss sagen ich habe seit dem richtig gemerkt wie meine kraft/energie zurückkam und auch meine konzentration. auch die müdigkeit wurde immer weniger.
ich empfehle dir also dringenst deinen hausarzt aufzusuchen, den falls dein blutbild in ordnung ist, könnte es doch sein das du völlig ausgebrannt bist. ist ja auch verständlich!!

wenn du willst kannst du mir ja schreiben wie sich deine situation weiterentwickelt hat.


P.S.: sorry wwgen des langen, schwer verständlichen textes! es war einfach mal schön das ich nicht die einzige bin, der es wegen schule so ging(meine freunde glaubten mir nicht, so recht).

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