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"Aufhören" nachzudenken

16. Januar 2006 um 11:36

Hallo zusammen,

kennt ihr auch das Gefühl, dass ihr 24 Stunden am Tag über irgendwelche (auch belanglosen) Dinge nachdenkt und nie so richtig abschalten könnt?
Bei mir ist es jetzt schon eine ganze Weile so, dass ich mir den ganzen Tag über irgendwelche Dinge Gedanken mache, oft auch ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Mein Freund hat schon öfter zu mir gesagt, dass ich gar nicht mehr abschalten könnte, wenn ich abends heim komme - ist mir auch schon oft aufgefallen. Wenn auf der Arbeit was wichtiges ansteht, dann kriege ich den Kopf abends einfach nicht frei, oft träume ich dann sogar von möglichen Lösungswegen,...
Oder jetzt in der Schule mache ich mir schon Gedanken darüber was wohl nach meinem Abschluss werden wird, ob ich übernommen werden, was ist wenn nicht,...

Ist das normal?!

LG
snoopiline

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16. Januar 2006 um 11:54

..auf Dauer
auf Dauer hilft Dir da meditation - damit schafft man es das Ganze Gebrabbel im Kopf auszuschalten oder wenigstens leiser zu machen (man sagt dazu "Monkey mind", weil er wie ein Äffchen von ast zu Ast springt).

Als kleine Übung, die einfacher ist als Meditation ist es in solchen Momenten einfach mal innerlich Stop zu rufen und zu versuchen, sich den jetzigen Moment klar zu machen. Wenn Du also beispielesweise im Bus sitzt und dein Kopf rast mal wieder, dann versuch mal einfach das Jetzt wahrzu nehmen. Wie ist die Luft im Bus? Wer sitzt da neben Dir? Ist es gerade laut oder leise? Sieh dir die Farben an und schau wie du selber sitzt, wie du atmest, wie deine Haltung ist usw und jedesmal wenn du abschweifst ruf Dich einfach liebevoll ins jetzt zurück. Das stoppt dieses gerenne wenigstens kurzzeitig und je öfter Du das machst desto mehr Übung kriegst Du damit...

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20. Januar 2006 um 14:50

Hallo Snoopiline!
Da gibt es einige Sachen, die du machen kannst!

Zum einen sind Entspannungstechniken sehr hilfreich, zum Beispiel "Progressive Muskelentspannung nach Jacobson" von Friedrich Hainbuch (Verlag G&U), da ist direkt eine CD dabei. Einfach jeden Abend vor dem Schlafen gehen eine halbe Stunde zum Entspannen.

Zum anderen mußt du das ständige nachdenken unterdrücken: du legst dir selbst eine Zeit zum Nachdenken fest, zum Beispiel von 18-19 Uhr, und setzt dich dazu auf einen eher unbequemen Stuhl an einen Platz, den du nicht magst. Das ist wichtig, damit dein Körper nicht lernt, daß Grübeln eine schöne sondern eine unangenehme Sache ist! Du konditionierst sozusagen deine Gedanken weg.
Wenn du dann tagsüber merkst, daß du wieder anfängst nachzudenken, sagst du dir "Nein, dazu habe ich meine Stunde auf dem Grübel-Stuhl!". Hört sich irgendwie ulkig an, aber funktioniert.

Vor allem mußt du dir aber immer wieder überlegen, was dir deine Gedanken bringen, nämlich nichts. Du wirst dein Leben besser hinkriegen, wenn du dich nicht selbst mit deinen Gedanken schwächst! Es kommt sowieso so wie es kommen muß, da kannst du mit deinen Gedanken (die eher das Handeln verhindern) nicht dran ändern. Das Wichtigste für eine gute Zukunft, ist, eine optimistische Lebenseinstellung zu gewinnen, dein Bestes zu geben und dich den Herausforderungen zu stellen! Mehr kannst und mußt du nicht machen!

Lieben Gruss Blumenaugen

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21. Januar 2006 um 18:16

Wenn
du wieder das Gefühl hast, dass du schon einige minuten über völlig sinnlose sachen nachdenkst, damm setz dich hin und denke einfach an NICHTS.
Sobald irgendein Gedanke kommt stellst du dir vor, dass dieser Gedanke wie eine Wolke weiter zieht.
Ähnlich ist auch sich den Gedanken in eine Seifenblase umzudenken und diese wegfliegen zu lassen...
nach einiger zeit und viel übung klappts

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23. Januar 2006 um 10:06
In Antwort auf unintended12

..auf Dauer
auf Dauer hilft Dir da meditation - damit schafft man es das Ganze Gebrabbel im Kopf auszuschalten oder wenigstens leiser zu machen (man sagt dazu "Monkey mind", weil er wie ein Äffchen von ast zu Ast springt).

Als kleine Übung, die einfacher ist als Meditation ist es in solchen Momenten einfach mal innerlich Stop zu rufen und zu versuchen, sich den jetzigen Moment klar zu machen. Wenn Du also beispielesweise im Bus sitzt und dein Kopf rast mal wieder, dann versuch mal einfach das Jetzt wahrzu nehmen. Wie ist die Luft im Bus? Wer sitzt da neben Dir? Ist es gerade laut oder leise? Sieh dir die Farben an und schau wie du selber sitzt, wie du atmest, wie deine Haltung ist usw und jedesmal wenn du abschweifst ruf Dich einfach liebevoll ins jetzt zurück. Das stoppt dieses gerenne wenigstens kurzzeitig und je öfter Du das machst desto mehr Übung kriegst Du damit...

Danke
für eure Antworten, ich werde es mal mit der CD versuchen, vielleicht bringt das ja wirklich was. (Auch wenn ich momentan noch etwas skeptisch bin )

LG
snoopiline

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23. Januar 2006 um 12:58
In Antwort auf snoopiline

Danke
für eure Antworten, ich werde es mal mit der CD versuchen, vielleicht bringt das ja wirklich was. (Auch wenn ich momentan noch etwas skeptisch bin )

LG
snoopiline

Skeptisch sein ist nie verkehrt!
Die Methode ist aber wirklich sehr anerkannt, haben schon mehrere Profs in der Uni erwähnt und in der Klinik, in der ich bald ein Praktikum mache, wird sie auch angewandt.

Vor kurzem habe ich auch eine ganz neue Studie dazu gelesen und da wurden sehr gute Ergebnisse mit der progressiven Muskelentspannung erzielt.

Also du kannst natürlich dein skeptische Haltung beibehalten, aber ich bin mir sicher, dass du vom Gegenteil überzeugt wirst!

Lieben Gruss Nadine

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25. Januar 2006 um 15:44

Abhaken!
Hi!
Ich kenne das Problem. Mir geht andauernd alles mögliche durch den Kopf, privat, beruflich - alles gemixt. Oft nur so kurz, dass man gar nicht produktiv drüber nachgedacht hat, d.h. keinen Schritt weiter ist und trotzdem weiterhin überlastet.
Hatte irgendwann das Gefühl, mir wird alles zuviel.
Was mir hilft, ist Listen schreiben (z.B. "To-Do-Listen"). Sich dann konkret ein Thema vornehmen und "abhaken". Soviele Themen wie möglich irgendwie in trockene Tücher bringen, eine Stellung beziehen, den Stand der Dinge beziffern, alternative Lösungswege aufschreiben (auch wenn man sich noch gar nicht entscheiden will/kann), evtl. sogar so ne Art "Wiedervorlage" sich vornehmen, nach dem Motto: damit beschäftige ich mich erst wieder dann und dann. Wenn man dann vor Augen hat, über was man sich schon klar ist, worüber man schon nachgedacht hat, exerziert man es nicht immer und immer nochmal durch...kürzt das Nachdenken über best. Themen ab, oder kann es sogar streichen, indem man versucht, die "einfachen" Themen frontal anzugehen und aus dem Weg zu räumen - wenigstens gedanklich.
Man beinflusst damit sein Unterbewusstsein und es hilft. Man wird wieder "Herr des Geschehens", hat das Gefühl, die Geschehnisse steuern zu können.
Ich mache das oft gezielt auf dem Nachhauseweg, damit ich abends wenigstens grob den Kopf frei habe.
Viele Grüße
jacy

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