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Auf wen/ was sollte man eher hören?

23. Juli 2015 um 17:03

Hey,
ich habe mal eine unausgesprochene Frage meiner Freundin: Sie war letztens das erste mal bei einer Psychstherapeutin. Sie war ihr nicht so sympathisch und deshalb konnte sie Ihr auch nicht alles erzählen, also wie es ihr geht. Sie konnte es auch nicht erklären und Ich dachte eigentlich, dass es die Aufabe von den Therapeuten ist, herauszuffnden woran es liegt und was das für Gefühle sind die man nicht beschreiben kann, aber egal.
Jedenfalls dachte sie, dass sie Depression hat. Sie hat X Tests Im Internet gemacht und überall kam heraus, dass sie mittel bis schwergradige Depression hat. Natürlich muss das auch nicht stimmen, das weiß sie auch. Aber egal welche Texte oder Videos sie sich angeschaut hat über das Thema, Immer hat sehr viel zu ihrer Situation gepasst und sie war sich auch relativ sicher, dass das nicht mehr normal ist wie es Ihr geht.Sprich sie liegt fast den ganzen Tag nach der schule zu hause im bett, hört und musik und starrt die wand an. In der schule versucht sie glücklich auszusehen aber es gelingt Ihr eben nicht immer, usw. Aber es sind eben Phasen bei Ihr, so dass sie mal was machen kann und auch will, aber dann wieder nur im Bett liegen will und Minuten braucht, um aus dem Bett rauszukommen. Jedenfalls frage Ich mich Jetzt, auf wen sie hören sollte. Auf die Therapeutin (die eben nicht alles weiß und sie es auch nicht nochmal ansprechen will & wird, weil sie auch noch ein anderes Problem hat was jetzt in den Vordergrund gesetzt wurde) oder auf ihr 'Gefühl'? Beides kann richtig falsch sein, deshalb ist sie und Ich mir auch richtig unsicher...

Was meint ihr dazu?

Danke fürs durchlesen & helfen...

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23. Juli 2015 um 22:33

Sie soll auf ihr Gefühl hören
Hi,

da ich mich mit Situationen wie der deiner Freundin ein wenig auskenne, würde ich ganz klar dazu raten, dass sie auf ihr Gefühl hört.
Depression ist ja auch nicht gleich Depression.
In manchen Fällen sagt man sich selbst, dass es einem doch gut gehe, während andere Menschen sagen, man solle in Therapie - In anderen Fällen wiederum fühlt man sich krank und hilfsbedürftig und kriegt nur zu hören, das sei nicht so schlimm und werde schon wieder.

Das Verhalten, das du von ihr schilderst, zeigt ganz deutlich, dass sie keinen wirklichen Spaß an ihrem Alltag hat und sich nicht mit Dingen beschäftigen kann, die ihr Freude machen würden.
Selbst wenn ihre Therapeutin etwas anderes sagt, bin ich der Meinung, dass sie (mindestens) extrem unglücklich ist.

Was kann sie nun tun?

Wichtig ist, herauszufinden, wo das Problem liegen könnte.
Geläufige Ansätze sind zum Beispiel:
Einsamkeit, (Zukunfts-)Angst, ein schlimmes Ereignis das sie nicht verarbeiten kann, Probleme mit einem oder mehreren anderen Menschen, etc.

Da sie ja deine Freundin ist, solltest du (sofern du dich da soweit reinhängen willst) mal in aller Ruhe ausgiebig mit ihr sprechen und versuchen, mit ihr gemeinsam herauszufinden, ob man ihre Depressionen auch auf solch einen Kern zurückführen kann.
Man muss ein Problem erst finden und erkennen, bevor man etwas dagegen tun kann.

Cheers
Noegnud

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25. Juli 2015 um 10:54

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noegnud hat schon recht - ergänzend: Überforderung, das Gefühl den eigenen Platz im Leben gefunden zu haben, nicht das machen zu dürfen, was man gerne tun würde ....

Oftmals sind die Gründe leider auch tief verborgen und nicht leicht zu erreichen. Der Mensch besteht eigentlich aus ganz vielen verschiedenen Teilen und manchmal ist ein wesentlicher Teil mit dem eingeschlagenen Lebensweg bzw. der Lebenssituation unzufrieden, was durchaus zu Depressionen führen kann.

Wenn eine Psychotherapeutin nicht sympathisch ist, dann sollte man überlegen zu wechseln! Ansonsten bearbeitet sie die Themen auch nach und nach. Wenn deine Freundin ihr nicht alles erzählen kann, ist das auf jeden Fall nicht gut. Eventuell würde es Sinn machen, erstmal bei ihr zu bleiben und das andere Problem zu besprechen und parallel dazu nach einem/r anderen Psychotherapeuten zu suchen.

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27. August 2015 um 23:44

Liebe laura,
Tests im Internet bringen überhaupt nichts. Genaugenommen ist eine Depression eine Erkrankung des Gehirnstoffwechsels usw. Das würde jetzt zu weit führen. Eine Depression kann auch dadurch entstehen, WEIL man eben den ganzen Tag im Bett liegt. Sag` Deiner Freundin, sie soll ihre Sportklamotten anziehen und sich bewegen. Durch das schnelle Atmen, beim Laufen z. B., setzt das Gehirn Serotonin frei, das wie eine Art "Glücklichkeitsdroge" wirkt. Mineralstoffe, Vitamine (keine Nahrungsergänzungsmittel), Spurenelemente, Omega 3-Fettsäuren, Folsäure und reichlich B-Vitamine, also eine ausgewogene Ernährung, reichlich Salat, können einer Depression entgegenwirken. Wenn jemand unglücklich ist, muss das nicht zwingend eine Depression sein, man kann sich Depressionen auch einbilden, wenn sich immer vorsagt: "Das muss eine Depression sein, ja, ich leide an einer Depression, was sollte es denn sonst sein?" Mit dem ständigen "DARAN DENKEN", entstehen automatisch negative Gedanken, die zu einem Teufelskreis führen (können). Denkt man aber positiv, geht seinen Hobbys nach, diskutiert mit Freunden, lenkt sich also ab, kommen auch andere Gedanken zustande. In einem gesunden Geist, lebt auch ein gesunder und glücklicher Körper!

Viel Glück!

lib

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