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Au Mann... Ich bin unsympathisch

7. Dezember 2016 um 7:20

Hallo!
Ich hab ein Problem, das vielleicht so jetzt nicht das riesen Ding ist, aber es belastet mich schon sehr.
Ich hab seit ca. 1,5 Jahren einen neuen Job. Dort sind wir ca. 60 Mitarbeiter und die einzigen mit denen ich mich gut verstehe sind die 2 mit denen ich gleichzeitig angefangen hab und ein paar von den ganz Neuen. (und mit niemandem davon arbeite ich wirklich zusammen)
Aber ich schaffs einfach nicht Anschluss zu den "älteren" zu finden. Einer von den Neuen, nennen wir ihn Max, hat bereits nach ein paar Wochen dort richtig tolle Freunde gefunden und war sogar schon mit einem von den Höherrangigen was trinken...
Meine Abteilung hat auf der Weihnachtsfeier nicht mal mit mir geredet, und auch wenn ich nur temporär dort bin, finde ich, ich bin teil dieser Abteilung. Aber sie sehen das offenbar nicht so. Sie sind zwar nett zu mir, aber lassen mich spüren, dass ich nicht dazu gehöre, auch wenn sie das nicht unbedingt absichtlich machen.
Eine andere (Susi), die ich wirklich lieb finde, ist vom Typus her sehr ähnlich wie ich, und da hab ich erst richtig gemerkt, was die Leute an mir stört (weils mich ja auch selbst ein bisschen stört).
Sie ist nämlich sehr schüchtern, eher verschlossen, sieht sich selbst als untergestellt, und auch wenn sie das ist, sollte sie sich nicht so extrem verhalten. Sie sagt relativ selten die Meinung und sie tut was man ihr sagt wie ein Schoßhündchen. Nicht auf die "schön, dass ich dir helfen kann"-Weise, sondern sie tut halt einfach ohne viel nachzudenken. Sie ist nicht sonderlich schlagfertig und stimmt fast immer zu, egal was man sagt. Das Selbstvertrauen ist auch nicht wirklich groß, noch dazu braucht sie halt einfach länger um sich einzuarbeiten. Sie ist noch eher langsam und nicht sehr vorausdenkend, was in dieser Firma auch nicht unbedingt gut ankommt. Und sie macht sich drüber Gedanken, was andere über sie sagen könnten und versucht deshalb superlieb zu allen zu sein, aber das kommt halt einfach nicht an, weil schon jeder dieses komische Bild von ihr hat.
Wer hingegen nur eine Stunde mit Max arbeitet hat Spaß an der Arbeit und danach einen neuen Freund gefunden.
Was das betrifft, bin ich GENAU so wie Susi und ich such nach einem Weg, dieses Mauerblümchen-Image abzulegen und mehr in Richtung Max zu gehen. Das schlimme dabei ist ja, dass ich mir oft selbst denk, wenn ich mich kennen lernen würde, würden wir wohl nie wirklich Freunde werden...
Hat jemand Tipps für mich? Ich verzweifle schon :/
(den Fisch fand ich so süß, der musste hier rein)

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7. Dezember 2016 um 8:00

nun, im Grunde hast Du es doch schon geschrieben... - in Deiner Beschreibung von Susi.

Ich würde sagen, MAX macht sich kurz vor Null "Gedanken, was andere von ihm halten" - doch auch ihn mag sicher nicht jede/r. Selbstbewusstsein hat viel damit zu tun, durch wessen Augen man sich sieht. Sieht man sich primär durch die von anderen, versucht man der zu sein, von dem man glaubt, dass die anderen ihn sehen wollen. Und so wie der sprachliche Knoten in diesem Satz fällt das dann meist auch aus. Bei selbstbewussten Menschen fliesst der Blick der anderen schon mit ein, auch die hinterfragen und reflektieren sich (meistens) selbst. Aber es ist eher ein "That's me - take it or leave it!" - und es istvor allem auch nicht schlimm, wenn jemand das "leave it" wählt - sondern völlig normal.

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