Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Vergewaltigung und sexueller Missbrauch

Asexualität durch Trauma

19. November 2011 um 21:05 Letzte Antwort: 27. November 2011 um 14:07

Hallo zusammen,

da gibt es etwas, das mich seit geraumer Zeit beschäftigt. Sexualität, mein Körper und ich waren nie wirklich Freunde und durch jahrelange sexuelle Gewalt hab ich hier mein Päckchen zu tragen (sprich: ich vermeide Sexualität, Nähe und alles was in diese Richtung geht wie der Teufel das Weihwasser). Mit Mitte 30 habe ich nicht einmal freiwillig Sex gehabt und mittlerweile empfinde ich dies als Problem, weil doch etwas fehlt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mir nahe sein möchte, weil ich mich eklig-widerlich-nicht-liebenswert fühle durch das was passiert ist mit mir. Sexuelle Körperreaktionen - auch mit mir selbst - sind beängstigend/belastend, weil sie an die Gewalt erinnern (Täter hat die Gewalt mit Erregung verknüpft).

Einerseits fehlt Nähe so ungemein, dass es weh tut - aber gleichzeitig ist so viel Angst und Ekel vor mir selbst damit verbunden. Am liebsten würd ich das Thema abhaken und wieder in die Asexualität zurückfallen.... aber dann auch wieder nicht, weil ich das Gefühl habe, am Leben vorbei zu leben (keinen Partner, keine Kinder möglich).

Wie habt ihr euch euerm Körper/eurer Sexualität nach einem sexuellen Trauma wieder angenähert? Mit meiner Therapeutin kann ich darüber nicht sprechen, ich müsste in Grund und Boden versinken vor Scham.

Gruß
Sophie

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20. November 2011 um 2:20

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Huhu,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich mach eine Traumatherapie seit fast 10 Jahren und die Vertrauensbasis ist gut. Bin daher bei vielen Themen relativ weit, aber eben Sexualität/Nähe sind so Stiefkinder. Das letzte Jahr verging mit Trauerarbeit (mein Partner, mit dem etwas Nähe möglich war, ist vor einem Jahr verstorben ) und die Therapie ist da steckengeblieben (inhaltlich). Wir hatten 3 Jahre gebraucht, bis etwas Zärtlichkeit möglich war - und das meist nur mit Drama und Angst/Flashbacks danach.
Ich habe ein wenig hier im Forum gelesen und Beiträge gefunden, in denen Frauen den Partner als eklig/übergriffig empfanden - hier ist es eher andersherum und das verwirrt mich. Ich wollte ihn nicht "mit mir beschmutzen" - wenn die Initiative von ihm ausging, war es leichter - aber er hat sich als Täter gefühlt, weil ich nicht mitgemacht hab, sondern eher dissoziiert war. Es erschreckt mich, dass ich wohl mit miesen Typen weniger Probleme hätte als mit den lieben und netten, die auf mich Rücksicht nehmen . Muss dazu sagen, dass ich ohne positiven Körperkontakt aufgewachsen bin und Berührungen eher nicht kenne (bis auf den Missbrauch eben) und das Klima eher in Richtung "dich fasst ja eh keiner mit ner Kneifzange an" ging. Nähe braucht man nicht, Sexualität schon gar nicht, Erregung ist immer mit Schmerz verbunden.
Ich seh einfach keinen Anfang und keine Lösung. Heilung in dem Bereich dauert so verdammt lang - ich bin hier seit 10 Jahren nicht einen Millimeter weitergekommen (außer dass ich mir inzwischen eingestehe, dass ich anscheinend doch kein emotionsloser Roboter bin und Wünsche habe - diese aber nicht mehr umsetzen kann (s.o.).

gute Nacht
Sophie

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20. November 2011 um 13:46

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Vielen Dank ihr beiden!
Nach dem Lesen eurer Texte fühle ich mich nicht mehr ganz so wie ein Alien. Es tut gut zu sehen, dass man mit seiner Gefühlswelt nicht alleine ist und es tröstet ein wenig, dass man (nach langer Arbeit) auch Fortschritte sieht, Danke fürs Mutmachen und für die Anteilnahme.

Sicherheit und das Körpergefühl wiederfinden sind große Themen, ja... Und emotionale Nähe schaffen empfinde ich auch als ersten Schritt - nur... irgendwann möchte man mehr. Da reicht Wind auf der Haut nicht mehr so ganz aus. Endlich normal leben, das empfinden was andere auch empfinden - ohne das Gefühl, nur ein halber Mensch zu sein.
Merke grad, dass ich so verdammt ungeduldig bin und es mir übel nehme, dass ich mit meinem Partner nicht mutiger war. Es hat 3 Jahre gedauert, bis ich neben meinem Partner Arm in Arm auf dem Sofa sitzen konnte - an manchen Tagen war selbst das so unendlich schwer und mit schlechtem Gewissen ("das darf man nicht", "er ekelt sich bestimmt", "eigentlich gehts ja auch ohne Nähe") behaftet. Weiß gar nicht, wie er die ganzen Zurückweisungen aushalten konnte und mir alle Zeit der Welt ließ. Emotionale Nähe war da, wir konnten über alles reden - aber körperlich umsetzen ging nicht. War wie ein Schalter der umgelegt wurde und die alte Konditionierung "Berührung = unendlich gefährlich" sprang wieder an.
Darf man körperliche Nähe brauchen? Wer erlaubt einem das? Wann ists denn angemessen? Geht doch auch ohne... War immer zu viel Kopf und zu wenig Fühl... und lieber zu vorsichtig.
Nähe zu vermissen und dann nicht zulassen zu können, macht mich fast wahnsinnig. Wenn man dann wieder einmal in herbeigesehnten Momenten merkt, dass man sich in das kleine Zimmer oben in seinem Kopf verzieht und "nicht zu Hause ist". Einfach so, klick, keiner mehr da...
Klingt vielleicht doof, aber es war erträglicher als ich noch nicht wusste, wie sich Geborgenheit und durch Berührung ausgedrückte Annahme anfühlt - und das Gefühl möchte ich wieder haben. Irgendwie. Oder wieder zurück in die Gefühllosigkeit, die Zerrissenheit nimmer spüren. Im Moment scheint das alles wieder in unendliche Ferne gerückt zu sein. Körperlich sind bestimmte Bereiche einfach nicht mehr vorhanden/tot.

Die Idee, meiner Therapeutin einen Zettel zuzustecken, werde ich aufnehmen und danach in Grund und Boden versinken Sie hat mich bisher als Menschen erlebt, der Körperkontakt völlig ablehnt und dem es nicht wichtig ist (hier war ich leider sehr glaubwürdig). Glaub sie wird da eine neue Sophie kennen lernen.

wink
Sophie

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20. November 2011 um 14:54

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Hey Du,

hm... hast recht.... ich hau mir eigentlich selbst eins rein, wenn ich mir übel nehm, dass die Überlebensmechanismen anspringen. Siehst grad einen Kontrollmenschen mit offenem Mund hier vor Deinem Text sitzen.
Das war mir bisher nicht so ganz klar. Eiiiigentlich ists eine gute Sache, weil ohne diese Reaktion hätt ich den Mist nicht überlebt damals. Da musste ich abschalten, da musste ich mir einreden, dass Nähe Mist ist, da musste ich überzeugt sein, dass jegliche körperliche Regung gefährlich war - und ich glaub hier ist der Knackpunkt: nicht die körperliche Reaktion wars, sondern das was der Täter getan hat. Und leider hab ich das innerlich mit mir selbst verknüpft. Aus "das was er getan hat ist gefährlich" wurde "das was ich fühle ist gefährlich", so dass alles körperliche gleich Panik auslöst - also fühl ich lieber nix. Das is doch scheiße....

Ich erschrecke beim Schreiben grad, was für verquere Verknüpfungen hier sind... vom Kopf her hab ichs klar, dass ich keine Schuld habe, aber ich versteh wirklich nicht, warum es nicht ausreicht wenn ich mir immer wieder sage, dass Berührungen heute ungefährlich sind. Das muss irgendwie in einem älteren Gehirnbereich abgespeichert sein - irgendwo wo Sprache und Denken nicht so hinkommt. Das Wegprobieren fällt ja nun erstmal weg. Keine Ahnung, wann ich wieder bereit für eine Beziehung bin - bzw. wieder so jemand verständnisvollen wie meinen Partner finde. Die meisten warten doch keine 3 Jahre auf Küssen und Sex...


viele Grüße
Sophie




PS: und im Kloster wären wir beide nicht glücklich geworden


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20. November 2011 um 15:30
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Hey Du,

hm... hast recht.... ich hau mir eigentlich selbst eins rein, wenn ich mir übel nehm, dass die Überlebensmechanismen anspringen. Siehst grad einen Kontrollmenschen mit offenem Mund hier vor Deinem Text sitzen.
Das war mir bisher nicht so ganz klar. Eiiiigentlich ists eine gute Sache, weil ohne diese Reaktion hätt ich den Mist nicht überlebt damals. Da musste ich abschalten, da musste ich mir einreden, dass Nähe Mist ist, da musste ich überzeugt sein, dass jegliche körperliche Regung gefährlich war - und ich glaub hier ist der Knackpunkt: nicht die körperliche Reaktion wars, sondern das was der Täter getan hat. Und leider hab ich das innerlich mit mir selbst verknüpft. Aus "das was er getan hat ist gefährlich" wurde "das was ich fühle ist gefährlich", so dass alles körperliche gleich Panik auslöst - also fühl ich lieber nix. Das is doch scheiße....

Ich erschrecke beim Schreiben grad, was für verquere Verknüpfungen hier sind... vom Kopf her hab ichs klar, dass ich keine Schuld habe, aber ich versteh wirklich nicht, warum es nicht ausreicht wenn ich mir immer wieder sage, dass Berührungen heute ungefährlich sind. Das muss irgendwie in einem älteren Gehirnbereich abgespeichert sein - irgendwo wo Sprache und Denken nicht so hinkommt. Das Wegprobieren fällt ja nun erstmal weg. Keine Ahnung, wann ich wieder bereit für eine Beziehung bin - bzw. wieder so jemand verständnisvollen wie meinen Partner finde. Die meisten warten doch keine 3 Jahre auf Küssen und Sex...


viele Grüße
Sophie




PS: und im Kloster wären wir beide nicht glücklich geworden


PS
...wie bist Du gegen all die Gedanken "das braucht man nicht" "das darf man nicht" angekommen? Ich werd trauriger, wenn ich mir sage, dass ich Nähe (egal jetzt ob körperlich oder emotional) eben doch brauch...

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21. November 2011 um 16:06

Nicht brauchen/dürfen
Hey sternennacht,

ich darf nicht.... also ich würd es nicht als freie Entscheidung sehen - selbst auferlegt trifft es nicht ganz. Es ist eher so, dass die ganzen ollen Glaubenssätze, die man während der Kindheit mitbekommen hat, da gut wirken. Man ist nur etwas wert, wenn man etwas leistet... man darf nicht zeigen, dass man traurig ist, weils ein Zeichen der Schwäche wär, man darf nicht zeigen, dass man "bedürftig" (egal in welchem Sinne nun, Bedürfnis nach Trost, nach Aufmerksamkeit, Nähe, Bedürfnis nach Ruhe, Familienfrieden) ist, weil das ausgenutzt wurde.
Es hat schon mehr was von roter Ampel - man darf nicht, wenn mans aber doch macht, überfährt dich der LKW.
Übersetzt: man darf nicht Nähe wünschen, tut mans aber doch, wird das vom Täter als "sie wollte es ja"-Mist angesehen und man bekommt quasi die Schuld (!ich sage nicht, dass man Schuld hat, aber so läuft halt das System. KEIN Kind ist schuld, wenns Nähe sucht und dann betatscht wird).

ich brauch nicht... das ist schon eher so ne Art Schutz, man darf nicht brauchen, damit man nichts vermisst. Kanns nicht zulassen, also vermeide ich ganz und rede mir ein, dass es so gewollt ist. Hat was von Kontrolle und macht was gegen das Ohnmachtsgefühl.

Aus der Kombination hat sich dann ein totales Gewirr von Gefühlen entwickelt. "Nicht dürfen" (das ganze Schuld/Schamding - wenn ich Nähe will, kommt Gewalt bei raus), was durch die Kombination von Erregung und Missbrauch noch verstärkt wird (da kommt man sich schon recht bekloppt und verraten vom Körper vor - ist ja auch ein ziemliches Tabuthema), "nicht brauchen" (um nicht zu verzweifeln, weil man eben die alltäglichsten Dinge/Grundbedürfnisse nicht umsetzen kann.

viele Grüße
sophie

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21. November 2011 um 16:23

Überlebensmechanismus
Hey Du,

hmmm..... ich stimme Dir voll und ganz zu, wenn Du sagst dass das ein supertoller Überlebensmechanismus ist und wichtig war.... erklär das aber mal dem Inneren Kind. Das guckt mich da nur an und denkt sich: lass mal die Erklärungen weg, ich fühl mich elend und keiner hilft. Sind da schon recht weit, nur mit der Annahme und dem Selbsttrösten funktioniert das noch nicht so ganz.

Ich finde Deine Sichtweise, dass man in Beziehungen eben "etwas anderes besonderes schenkt" sehr tröstlich - man hat da oft das Bild von "Standardbeziehung", man kennt sich ein paar Wochen, Händchenhalten, Küssen, Sex, Alltag - in dieser Reihenfolge. Ich würde aber nicht soweit gehen, eine (bisher) sexlose Beziehung als defizitär einzuordnen. Sicherlich, es gibt Männer/und auch Frauen, die setzen die klare Regel: ich will inner Beziehung Sex haben, sonst will ich das nicht - aber solche Menschen sucht man sich ja dann eigentlich eher nicht aus.
Find es nur schwer, mit der Masse mitzuschwimmen - ist doof, wenn man im Freundeskreis dann doch mal das Thema Sexualität anschneidet und dann wie das 5te Rad am Wagen nicht mitreden kann/möchte, weils Thema so heikel ist.
90% des Freundeskreises macht sich Anfang-Mitte 30 auf und betreibt Nestbau - da werden Schwangerschaftsbücher gelesen, Häuser gebaut, sich ein Aquarium geholt etc. Das hätt ich halt auch gern. So schön "spießig" bilderbuchmäßig eben. (so naiv wünschen darf man das ja ) und immerhin hat hier der Mut zu einem Hund gereicht. Die beste Entscheidung meines Lebens.

Du schreibst: "das darf ich nicht" ist schwieriger, weil da auch viel mit Lust zusammengehört ... Also sexuell unmotivierte körperliche Nähe darf ich, aber alles andere ist ganz doll schwierig, da Lust für mich so negativ belegt ist, weil ich dabei nicht vorkomme und mein Empfinden."

Hier fällt mir auf, dass ich - glaub ich - zwischen nichtsexueller und sexuell motivierter Nähe kaum zu unterscheiden vermag. Das ist alles das selbe. Wo fängt das eine an, wo hört das andere auf. Denk das ist auf Vergangenes zurückzuführen und eben auf die Vermischung von Zärtlichkeit, Erregung und Gewalt. Und eh ich hier in brenzlige/triggernde Situationen komm, "darf ich halt alles nicht" - einen anderen Aspekt hab ich weiter unten Sternennacht schon geschrieben. Ziemlich verzwickt das alles. Sicherheit würd es lösen - nur lernt man das nicht von heut auf Morgen.

viele Grüße
Sophie

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23. November 2011 um 12:27

Unterscheidung
Hey Du,

tut gut zu hören, dass man mit bestimmten Gedanken nicht alleine ist. Wobei ich grad am Rechnen bin. Du gehst bei Dir von 2 Jahren aus - das klingt gut und überschaubar
Hier weiß ich, dass ich minimum noch 2-3 Jahre brauche, bis ich vielleicht wieder offen für Neues bin, dann nochmal 3 Jahre bis ich da bin wo ich mit meinem Mann vor seinem Tod war.... da bin ich 40 -.- *schiebt den Gedanken schnell wieder weg*

hmmm..... Du schreibst, es sei übermäßig viel sexuell motiviert, wenn ich Dich da richtig verstanden habe... dachte ich auch lang hier (inklusiver Irritation, weil eben dann die Erinnerungsbruchstücke hochkamen früher). Hab mich dann hinterfragt, um was es mir *eigentlich* geht. Da kam ganz weltliches "Nähesuchen" und "Geborgenheitsuchen" raus - drübergepinselt ist da das gefühl "sexuell motiviert" - kennt man ja nicht anders. Ist zumindest hier so, wenn ich sag ich kann nicht unterscheiden. Eigentlich gehts gar nicht um sexuelle Lust, sondern um das Nahesein.
Die Crux ist: Wie kann man da mit seinem Gegenüber umgehen, wenn man sich selbst einschränkt mit Gedanken wie: boah was denkt er/sie nun von mir, wenn ich (um Dein Beispiel aufzunehmen) ihn/sie am Arm berühre (ich meine jetzt Partner oder Freunde, kann man ja beide mal am Arm berühren). Da wird ja schon eine Umarmung "heikel".
Ist sie ja eigentlich nicht, aber vor der inneren Gefühlswelt stehst vor einem Konflikt. "Darf ich nun oder nicht...." (gerade bei freundschaftlichen Umarmungen oder so) - bei Partnern ist die Konvention "schlafe nicht mit deinen platonischen Freunden/Kumpels" ja nicht so da, also wäre es egal, ob die Berührung nun sexuell motiviert ist oder nicht. Frage ist nur, was man selbst möchte.

Denke, viele "bezahlen" heute mit Sex für die eigentlich gesuchte Nähe.

viele Grüße
Sophie, nachdenklich....

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26. November 2011 um 22:41

Ist doch sch***
wohl zu viel mit dem Thema beschäftigt. Träume von meinem Mann, von den nahen zärtlichen Momenten und plötzlich ists mein Vater und ein Übergriff, wache schweißgebadet und zitternd auf.... genau aus DEM Grund gabs Sexualität nicht in den letzten Jahren. Wollt keinen neuen Thread aufmachen deswegen.... ach ka warum ich das überhaupt schreibe hier

sry
sophie

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27. November 2011 um 1:11

...
Hey Du,

hab doch nur noch die Erinnerung an meinen Mann, die war bisher frei von Missbrauchsmist. Hatte ihn wenigstens im Traum zurück. Finds erschütternd, dass die Erinnerung an ihn nun kaputt gemacht wird und gute Momente auf einmal im Schlaf übergriffig und widerlich werden. Nach seinem Tod war lange Ruhe vor diesen Verdreh-Träumen. Bleib wohl die Nacht wach... ich würd die Träume so gern vermeiden

viele grüße
sophie

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27. November 2011 um 2:06

Im Grunde...
...bin ich nur durch die letzte Nacht verschreckt. Die guten Erinnerungen sind da nur nachts ist eben das Hirn aus und das Unterbewusstsein dreht sich so die Dinge wie es möchte. Da fühlt man sich recht schutzlos.

viele grüße
sophie

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27. November 2011 um 13:50

...
Hey Du,

Tresor und die ganzen Sichere Orte-Übungen sind hier etabliert - ohne das würd ich durchdrehen. Scheint so, dass ich da wohl wirklich Kind/Erwachsener vermische, was dann letztlich auch ne Verwirrung macht was die Grenze von Sexualität und kindlichem Nähesuchen angeht. Wie soll man den eine normale Erwachsenensexualität leben, wenn man da keine guten Erfahrungen hat, der Körper verrückt spielt und man auf jegliche Berührung (selbst/fremd) weggetriggert wird?

Hab Probleme damit wie ich da Klarheit reinbringe - kann mir nicht vorstellen, am Donnerstag in der Therapie damit anzufangen: hey, ich hatte nen erotischen Traum und schwupps wars ne Vergewaltigung - mit allen Details und Körpergefühlen... meine Th fällt mir da aus allen Wolken und wertschätzt erstmal, dass es sowas hier überhaupt wieder gibt. Dass sexuelle Gewalt Auswirkungen auf Sexualität hat, hab ich immer verdrängt -.-
Hab das Gefühl, hier was "bearbeiten" zu müssen, aber ich hab keine Ahnung wie. Den Geist in die Flasche zurückstopfen geht leider nimmer. Genauer hingucken ist ziemlich schamgefühlbesetzt.

Um die inneren kindlichen Anteile zu kümmern, gut zu sorgen wäre ein Ansatz - aber es reicht irgendwie nicht. Wenn ich hinfall und *hinterher* ein Pflaster draufkleb schützt das vorm nächsten Sturz nicht. Doofer Vergleich.... bisher hat ja Vermeiden eher geholfen: einfach keine Sexualität leben, damit es nicht zu solchen Verdrehungen und Schockmomenten kommt. Nur fehlt halt auch was.... (siehe anderer Thread).

viele Grüße
sophie

PS: bis zum nächsten Jahrhundert ist viel zu lang hin. Bin sicher dass das früher klappt

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27. November 2011 um 14:07
In Antwort auf

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Hey Du,

Tresor und die ganzen Sichere Orte-Übungen sind hier etabliert - ohne das würd ich durchdrehen. Scheint so, dass ich da wohl wirklich Kind/Erwachsener vermische, was dann letztlich auch ne Verwirrung macht was die Grenze von Sexualität und kindlichem Nähesuchen angeht. Wie soll man den eine normale Erwachsenensexualität leben, wenn man da keine guten Erfahrungen hat, der Körper verrückt spielt und man auf jegliche Berührung (selbst/fremd) weggetriggert wird?

Hab Probleme damit wie ich da Klarheit reinbringe - kann mir nicht vorstellen, am Donnerstag in der Therapie damit anzufangen: hey, ich hatte nen erotischen Traum und schwupps wars ne Vergewaltigung - mit allen Details und Körpergefühlen... meine Th fällt mir da aus allen Wolken und wertschätzt erstmal, dass es sowas hier überhaupt wieder gibt. Dass sexuelle Gewalt Auswirkungen auf Sexualität hat, hab ich immer verdrängt -.-
Hab das Gefühl, hier was "bearbeiten" zu müssen, aber ich hab keine Ahnung wie. Den Geist in die Flasche zurückstopfen geht leider nimmer. Genauer hingucken ist ziemlich schamgefühlbesetzt.

Um die inneren kindlichen Anteile zu kümmern, gut zu sorgen wäre ein Ansatz - aber es reicht irgendwie nicht. Wenn ich hinfall und *hinterher* ein Pflaster draufkleb schützt das vorm nächsten Sturz nicht. Doofer Vergleich.... bisher hat ja Vermeiden eher geholfen: einfach keine Sexualität leben, damit es nicht zu solchen Verdrehungen und Schockmomenten kommt. Nur fehlt halt auch was.... (siehe anderer Thread).

viele Grüße
sophie

PS: bis zum nächsten Jahrhundert ist viel zu lang hin. Bin sicher dass das früher klappt

Anderer Thread
meinte den von Maggiweint vom 20 Nov um 18:21

(hab den Editierenknopf noch nicht gefunden hier)

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