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Arbeiten statt Ausbildung?

5. November 2016 um 15:26

Hallo Leute,

ich wende mich hier an euch, weil ich schon nach 3 Wochen Studium voll neben der Spur bin...

Aber von vorne:
Ich bin Anfang 20 und verheiratet, habe vor 3 Jahren Abi gemacht und wenn man so mit Menschen redet die mich kennen bin ich alles andere als ungebildet und würde mich auch selbst nicht so sehen.

Nur habe ich beruflich einfach ein großes Problem - die Ausbildung.

Dazu mein bisheriger Lebenslauf, damit ihr ein Bild habt:
- 2010-2013 neben Schule Erfahrung in Gastronomie und Büroarbeit gemacht
- 2013 Abi
- Studium begonnen und direkt abgebrochen (Angst es nicht zu schaffen)
- Ab Anfang 2014 bis Mitte 2015 Aushilfsarbeit Einzelhandel
- 2015 Beginn Ausbildung (wurde aus guten Gründen von 2014 auf 2015 geschoben)
- Anfang 2016: Diagnose schwere Depressionen und intensive Therapie, deswegen Abbruch der Ausbildung
- Mitte 2016 Hilfskraft Teilzeit (Ztg & Post Zustellung)
- Oktober 2016 Beginn Studium (Mathematik - eigentlich mein Traum)

Nur leider geht es mir sehr schlecht damit, ich habe das Gefühl kein Stück mitzukommen und der Abstand wird immer größer, ich habe keinen Spass (auch privat kaum noch) und nur noch Stress, den ich natürlich auch daheim habe, oftmals starke Übelkeit und mein Kopf fühlt sich andauernd 'ausgewrungen' an. Kurzum: Es geht mir schlecht nach sehr kurzer Zeit.

Und eines habe ich in der Therapie gelernt: NICHTS ist es wert meine Gesundheit zu opfern.
Deswegen geht natürlich mein Kopf wieder...

Zu mir als Person:
Ich bin fleißig, zuverlässig, hilfsbereit, offen, ich lerne eigentlich sehr schnell, habe leider eine seeeehr niedrige Frustrationstoleranz, ich bin begeisterungsfähig und auch sehr kreativ, aber kann auch schnell mal durch mein ADS meinen Fokus verlieren.

Mein Kopf geht einfach wieder, weil ich mich zurückerinnere an das Ztg & Post zustellen und obwohl ich weniger Schlaf hatte und 6 Tage die Woche geschafft habe - ich kam heim und war ausgeglichen, fit und glücklich. Gut, am Ende habe ich mich schon gefreut, dass es rum ist, aber auch nur, weil ich 10 Wochen am Stück und ohne Urlaub gemacht habe.

Aber ich brauche es irgendwie, dass mit dem Feierabend (Auch wenn ich mal länger machen musste und zusätzlich was übernommen habe - alles kein Problem!) auch wirklich Feierabend ist, ich will meine Freizeit. Und die habe ich im Studium gar nicht. Alles in meinem Kopf dreht sich nur ums Studium und Versagensängste und Probleme.

Dort wo ich zuletzt gearbeitet habe würden sie mich auch mit Handkuss zurücknehmen, die waren hellauf begeistert von mir und ich könne mich jederzeit wieder melden, egal wann und egal für wieviel. Ihr seht: Wenn ich arbeite mit vollem Herzen und auch gerne.

Deswegen geht mir halt auch noch zusätzlich der Kopf:
Was, wenn ich einfach weiterhin Hilfsarbeiten mache und dafür daheim meine Kreativität und meine Wissbegier auslebe (die ist nämlich sehr groß)?

Dazu muss ich sagen:
Ich habe kein Problem mit niedrigem Lohn (komme mit sehr wenig aus und bin sehr genügsam) und auch nicht damit Hilfsarbeiten zu machen und viele Leute über mir zu haben. Das ist ja für viele der Punkt. Körperliche Arbeit macht mir nichts und tut mir sogar gut.

Mein Mann unterstützt mich, egal welchen Weg ich wähle.

Was meint ihr? Und gibt es irgendwelche Alternativen für mich?

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5. November 2016 um 15:26

Sollte eigentlich nicht so lang werden, aber egal

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5. November 2016 um 15:30

Nachtrag:
Was mir aber bei Arbeit unangenehm ist, ist bei alten Leuten oder Menschen mit Behinderung die körperliche Pflege.
Ich möchte da niemanden diskriminieren, aber da ist leider absolut meine Grenze.

Und was ich auch noch wegen Arbeit anmerken möchte:
Ich fände es einfach schön, wenn ich daheim meinen Kopf noch benutzen kann, also ich schreibe zB furchtbar gerne und diskutiere auch gerne.
Im Moment nur leider kaum möglich

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5. November 2016 um 17:20

Noch ein Nachtrag:
Für die, die sich fragen, was genügsam für uns heißt: Anfang des Jahres haben wir ~ 1700€ gesamt zur Verfügung gehabt und davon wurden 500€ eingespart und trotzdem haben wir uns öfter was geleistet und leisten können und ich hatte nicht das Gefühl auf irgendetwas zu verzichten...

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22. Januar um 15:02
In Antwort auf fluegelderfreiheit

Hallo Leute,

ich wende mich hier an euch, weil ich schon nach 3 Wochen Studium voll neben der Spur bin...

Aber von vorne:
Ich bin Anfang 20 und verheiratet, habe vor 3 Jahren Abi gemacht und wenn man so mit Menschen redet die mich kennen bin ich alles andere als ungebildet und würde mich auch selbst nicht so sehen.

Nur habe ich beruflich einfach ein großes Problem - die Ausbildung.

Dazu mein bisheriger Lebenslauf, damit ihr ein Bild habt:
- 2010-2013 neben Schule Erfahrung in Gastronomie und Büroarbeit gemacht
- 2013 Abi
- Studium begonnen und direkt abgebrochen (Angst es nicht zu schaffen)
- Ab Anfang 2014 bis Mitte 2015 Aushilfsarbeit Einzelhandel
- 2015 Beginn Ausbildung (wurde aus guten Gründen von 2014 auf 2015 geschoben)
- Anfang 2016: Diagnose schwere Depressionen und intensive Therapie, deswegen Abbruch der Ausbildung
- Mitte 2016 Hilfskraft Teilzeit (Ztg & Post Zustellung)
- Oktober 2016 Beginn Studium (Mathematik - eigentlich mein Traum)

Nur leider geht es mir sehr schlecht damit, ich habe das Gefühl kein Stück mitzukommen und der Abstand wird immer größer, ich habe keinen Spass (auch privat kaum noch) und nur noch Stress, den ich natürlich auch daheim habe, oftmals starke Übelkeit und mein Kopf fühlt sich andauernd 'ausgewrungen' an. Kurzum: Es geht mir schlecht nach sehr kurzer Zeit.

Und eines habe ich in der Therapie gelernt: NICHTS ist es wert meine Gesundheit zu opfern.
Deswegen geht natürlich mein Kopf wieder...

Zu mir als Person:
Ich bin fleißig, zuverlässig, hilfsbereit, offen, ich lerne eigentlich sehr schnell, habe leider eine seeeehr niedrige Frustrationstoleranz, ich bin begeisterungsfähig und auch sehr kreativ, aber kann auch schnell mal durch mein ADS meinen Fokus verlieren.

Mein Kopf geht einfach wieder, weil ich mich zurückerinnere an das Ztg & Post zustellen und obwohl ich weniger Schlaf hatte und 6 Tage die Woche geschafft habe - ich kam heim und war ausgeglichen, fit und glücklich. Gut, am Ende habe ich mich schon gefreut, dass es rum ist, aber auch nur, weil ich 10 Wochen am Stück und ohne Urlaub gemacht habe.

Aber ich brauche es irgendwie, dass mit dem Feierabend (Auch wenn ich mal länger machen musste und zusätzlich was übernommen habe - alles kein Problem!) auch wirklich Feierabend ist, ich will meine Freizeit. Und die habe ich im Studium gar nicht. Alles in meinem Kopf dreht sich nur ums Studium und Versagensängste und Probleme.

Dort wo ich zuletzt gearbeitet habe würden sie mich auch mit Handkuss zurücknehmen, die waren hellauf begeistert von mir und ich könne mich jederzeit wieder melden, egal wann und egal für wieviel. Ihr seht: Wenn ich arbeite mit vollem Herzen und auch gerne.

Deswegen geht mir halt auch noch zusätzlich der Kopf:
Was, wenn ich einfach weiterhin Hilfsarbeiten mache und dafür daheim meine Kreativität und meine Wissbegier auslebe (die ist nämlich sehr groß?

Dazu muss ich sagen:
Ich habe kein Problem mit niedrigem Lohn (komme mit sehr wenig aus und bin sehr genügsam) und auch nicht damit Hilfsarbeiten zu machen und viele Leute über mir zu haben. Das ist ja für viele der Punkt. Körperliche Arbeit macht mir nichts und tut mir sogar gut. 

Mein Mann unterstützt mich, egal welchen Weg ich wähle.

Was meint ihr? Und gibt es irgendwelche Alternativen für mich?

du solltest dich nicht an ein forum wenden sondern an die bundesagentur für arbeit. dort sitzen fachkräfte. ich habe selber drei jahre dort gearbeitet und berufsberatung gemacht. dort können sie sich persönlich ein bild von dir machen und schätzen deine fähigkeiten besser ein, als forum-mitglieder.

viel glück.

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22. Januar um 15:03

der beitrag war von 2016!!!!

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