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Angstzustände und Verlustängste. Hilft eine Kur? *erfahrung??*

24. Februar 2006 um 13:30

Also kurz zu mir: Bin 18 und leide an Verlustängsten und eine leichte Form von Depressionen. Dazu bin ich halt ein nicht grad einfacher Mensch sondern habe so einige Macken Alles find vor 2 halb jahren an als mein 1 Freund sich nach über 1Jahr Bziehung von mir trennte,ich wollte nicht mehr leben, habe in 4 Wochen 8 KG abgenommen usw. wir kamen aber wieder zusammen und das ganze hielt noch so 1halb jahre. Waren aber in dem 1 nochmals 3y getrennt. Ich find an mich zu ritzen und war am ende, wusste nicht was ich will und war kaum noch glücklich. Noch heut habe ich Angst oft allein(Solo) zu sein(bin zwar momentan vergeben) aber auch meine Probleme, dass ich total anhänglich bin und wie soll man sagen übertrieben, mein Freund soll nur für mich da sein. macht die beziehung nicht einfach. Nun bin ich zwar in Therapeutischerbehandlung, was mir auch was brachte aber irgendwie habe zeitweise noch Depriphasen.

Nun denk ich daran mal eine Kur zu machen. Hat jmd Erfahrung damit??? Hilft sowas?

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24. Februar 2006 um 14:13

Ein langer Weg...
kann vor einem liegen, wenn man damit beginnt, sich seinen Problemen zu stellen.
Ich habe keine Erfahrungen mit diesbezüglichen Kuren, aber mit therapeutischer Begleitung.
Du hast erkannt, was Dir den Umgang mit dem Partner im Weg steht und bist damit schon mal einen großen Schritt weiter. Es ist gut, dass Du dir helfen lässt, wenn Du alleine nicht weiterkommst.
Während einer Therapie können auch Rückschläge immer wieder mal vorkommen, es ist nicht alles umsonst, wenn Du zeitweise wieder in "Depriphasen" rutschst. Die Richtung muss stimmen.
Und ein Therapeut kann dir nicht mehr bieten, als Hilfe zur Selbsthilfe. Neue Einstellungen und Verhaltensweisen musst Du - zusammen mit ihm - entwickeln und selbst immer wieder "üben".
Das klappt nicht (überspitzt gesagt) von heute auf morgen.
Ich weiß nicht, ob die Krankenkasse in deinem Fall eine Kur anerkennen bzw. bezahlen würde.
Bei einer Kur bist Du für eine gewisse Zeit deinem Alltag fern und erfährst intensive ärztliche Betreuung. Es gibt viele Patienten, denen das für den Moment sehr gut tut, die aber später Probleme damit haben,wieder in den Alltag einzusteigen. Auch macht es während einer Kur nicht so einfach "Klick"
und fortan hast Du keine Probleme mehr. Du scheinst auch Probleme mit deinem Selbstwertgefühl zu haben und daran zu arbeiten braucht einfach Zeit und zwar mehr Zeit als Du wahrscheinlich über eine Kur zur Verfügung haben wirst. Es ist nur eine Empfehlung von mir: Versuche statt einer Kur lieber deine therapeutische Behandlung (soweit du die für dich richtige Therapie und Therapeuten hast) so lange
in Anspruch zu nehmen bis Du dich in der Lage fühlst, es wieder alleine zu schaffen.
Es kann immer wieder zu Rückschlägen kommen, auch noch nach einer Therapie. Doch merkst Du dabei auch
wie Du immer besser lernst damit umzugehen. Mitunter ist es ein sehr steiniger Weg, ich weiß.
Doch es lohnt sich in jedem Fall, weil es um Dich geht!

Lg

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24. Februar 2006 um 17:09

Ich kann mich redcorner
nur anschließen. Ich nehme auch zur Zeit die Hilfe einer Psychologin in Anspruch und mache zusätzlich noch eine Supervision. Zeitweise und in einigen Bereiche merke ich schon, dass es mir besser geht, andererseits wurden auch bei mir wieder Wunden aufgerissen, die ich längst begraben glaubte und über die zu sprechen ich mich im Moment noch weigere, sodass es doch auch noch Bereiche gibt, mit denen ich einfach nicht klarkomme. Ich bin aber zuversichtlich (und habe es mir fest vorgenommen), weiter an mir zu arbeiten und die Krisen zu überstehen. Das es ein langer und anstrengender Weg ist, sollte uns allen klar sein.
Ich weiß auch, dass einige Menschen einen Klinikaufenthalt oder eine Kur wählen, um ihre Probleme in den Grif zu bekommen. Aber das ist - denke ich - wirklich nur bei sehr schwerwiegenden Problemen nötig. Auch ich sehe den Vorteil einer begleitenden Thearapie darin, dass du das, was du mit deinem Therapeuten erarbeitest, gleich in der Praxis, sprich im Alltag, erproben und anwenden kannst. Eine Kur ist - denke ich - so ähnlich wie ein Urlaub - du hältst dich in einer Welt auf, die nicht deine ist, und es stellt sich anschließend das Problem, wieder in den Alltag zurückzukehren. Und ob man diesen Schritt schafft, das ist die Frage.
Lass den Kopf nicht hängen und arbeite an dir!
Dieses und viel Glück wünscht dir Lilotschka
P.S.: Ich führe zur Zeit ein Tagebuch, in das ich fast täglich meine Gedanken, Probleme und auch alles Positive, d.h. die Fortschritte eintrage. Auch hilft es mir, die Ereignisse der Settings zu reflektieren. Oft kommen mir dabei noch Gedanken, auf die ich während der Settings nicht gekommen bin. Ich habe durch dieses Tagebuch auch sehr viel über mich selbst gelernt. Vielleicht wäre das ja auch etwas für dich!?

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