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Angstzustände

15. März 2017 um 2:08 Letzte Antwort: 17. März 2017 um 13:16

Guten Abend ( Nacht)

Ich leide seit über einem Jahr an phasenweise kommenden Angstzuständen, die meisten Nachts auftreten, so wie heute.

Ich bin dann innerlich unruhig und angespannt, habe Angst zu sterben oder krank zu sein, zu werden. Angst meine Kinder zurück lassen zu müssen. Dies ist für mich die schlimmste Angst aber ich
kontrolliere auch ständig ob es meinen Kindern gut geht und ob sie atmen, wenn ich diese Angstzustände habe.
Ich versuche krampfhaft etwas zu kontrollieren was ich gar nicht kann und fühle mich so hilflos. 

Angefangen haben diese Angstzustände ca. ein halbes Jahr nachdem meine Mutter nach jahrelanger Krebserkrankung verstorben ist.
Das war für mich sehr einschneidend, da meine Mutter auch meine beste Freundin war. Sie dahin gehen zu sehen sowie auch letztendlich tod, das war für mich die Hölle.

Zwei Jahre vor dem Tod meiner Mutter hatte ich mit Bulimie zu kämpfen, die ich erfolgreich hinter mir gelassen habe aus eigener Kraft. Aber seitdem kamen die Angstzustände. 

Meine Angstzustände kommen zu 95% Nachts, wenn ich unterwegs bin oder glücklich oder unter Leuten dann denke ich an diese Ängste nicht. 
Oft tut mir ständig irgendwas weh und ich hoffe immer das ich nicht todkrank bin oder werde. 
Diese Ängste sind einfach schrecklich! Sie zerfressen mich....

Meine Ärzte schmunzeln immer wenn ich mit meinen Ängsten komme und sie sagen das ich total gesund aussehe und das auch bin und das nur weil meine Mutter schwer krank war, mich das nicht treffen muss! Aber gibt es eine Garantie? Nein!
Ich fühle mich oft wie eine tickende Zeitbombe. Diese Angstzustände empfinde ich als weitaus schlimmer als die Bulimie.
Die Bulimie habe ich auch nur hinter mir lassen können weil ich Angst hatte vor Krebs, durch das ständige brechen.

ES ist einfach der Horror mit diesen Ängsten zu leben.....Es ist so einschränkend. So entmutigend. Es gibt nichts mehr als das ich mir wünsche, das es einfach aufhören würde, außer Gesundheit natürlich...Für die Familie und mich.
Wahrscheinlich ist es die Antwort der Seele auf das jahrelange Leid.
Ich hatte daran gedacht mir eine psychologin zu suchen aber mir hat das damals bei der Bulimie auch nicht geholfen.

Vielleicht geht es Euch ähnlich?
Vielleicht wisst Ihr hilfe?

GRuß Alexandra

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15. März 2017 um 3:36

Liebe Alexandria!

Angstzustände kommen meistens nachts, weil man sehr viel Zeit zum Nachdenken hat. Dann fängt das Grübeln an: "Bin ich todkrank?, leben meine Kinder noch?, was wird passieren?" Angst ist die Raaktion auf eine unbestimmte Bedrohung, wenn wir uns einer direkten Gefahr gegenübersehen. Das Wort Angst kommt übrigens von ENGE. Du schreibst ja selbst: "Wenn ich unterwegs bin oder unter Leuten, dann denke ich an diese Ängste nicht." Du solltest auch nachts für Ablenkung sorgen, in dem Du z. B. ein humorvolles Buch liest oder Dir über den nächsten Tag Gedanken machst. Z. B.: Was unternehme ich morgen? Eigentlich könnte ich mal ein neues Rezept ausprobieren? All diese Dinge - es gibt ja noch viel, viel mehr - tragen dazu bei, dass Du Deine Ängste langsam, aber sicher, verlieren wirst. Rede mit Deinen Freunden über diese/Deine Ängste, frag` sie, was sie an Deiner Stelle machen würden. Alles, was Du keinesfalls machen solltest, ist, Deine Angst zu verschweigen, Dich zurückziehen. Das Leben hat schöne und schlechte Seiten, und gerade die SCHÖNEN solltest Du genießen. Ich weiß nicht, ob Du Sport machst. Wenn nicht, fange damit an. Laufe ein paar Runden im Wald, sodass Du viel Sauerstoff aufnimmst, denn durch das schnelle und tiefe Atmen schüttet Dein Hirn - ob ich eins hab`, weiß ich nicht so genau -, Serotonin aus, das wie eine Droge wirkt. Du glaubst gar nicht, auf welche Gedanken man während des Laufens kommt. Es sind gute Gedanken, die befreiend sind, und gute Gedanken sorgen auch für einen guten und gesunden Schlaf. Noch Fragen?

Alles Gute!

Liebe Grüße,

lib

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15. März 2017 um 3:36

Liebe Alexandria!

Angstzustände kommen meistens nachts, weil man sehr viel Zeit zum Nachdenken hat. Dann fängt das Grübeln an: "Bin ich todkrank?, leben meine Kinder noch?, was wird passieren?" Angst ist die Raaktion auf eine unbestimmte Bedrohung, wenn wir uns einer direkten Gefahr gegenübersehen. Das Wort Angst kommt übrigens von ENGE. Du schreibst ja selbst: "Wenn ich unterwegs bin oder unter Leuten, dann denke ich an diese Ängste nicht." Du solltest auch nachts für Ablenkung sorgen, in dem Du z. B. ein humorvolles Buch liest oder Dir über den nächsten Tag Gedanken machst. Z. B.: Was unternehme ich morgen? Eigentlich könnte ich mal ein neues Rezept ausprobieren? All diese Dinge - es gibt ja noch viel, viel mehr - tragen dazu bei, dass Du Deine Ängste langsam, aber sicher, verlieren wirst. Rede mit Deinen Freunden über diese/Deine Ängste, frag` sie, was sie an Deiner Stelle machen würden. Alles, was Du keinesfalls machen solltest, ist, Deine Angst zu verschweigen, Dich zurückziehen. Das Leben hat schöne und schlechte Seiten, und gerade die SCHÖNEN solltest Du genießen. Ich weiß nicht, ob Du Sport machst. Wenn nicht, fange damit an. Laufe ein paar Runden im Wald, sodass Du viel Sauerstoff aufnimmst, denn durch das schnelle und tiefe Atmen schüttet Dein Hirn - ob ich eins hab`, weiß ich nicht so genau -, Serotonin aus, das wie eine Droge wirkt. Du glaubst gar nicht, auf welche Gedanken man während des Laufens kommt. Es sind gute Gedanken, die befreiend sind, und gute Gedanken sorgen auch für einen guten und gesunden Schlaf. Noch Fragen?

Alles Gute!

Liebe Grüße,

lib

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16. März 2017 um 19:50
In Antwort auf amalia_11866709

Guten Abend ( Nacht)

Ich leide seit über einem Jahr an phasenweise kommenden Angstzuständen, die meisten Nachts auftreten, so wie heute.

Ich bin dann innerlich unruhig und angespannt, habe Angst zu sterben oder krank zu sein, zu werden. Angst meine Kinder zurück lassen zu müssen. Dies ist für mich die schlimmste Angst aber ich
kontrolliere auch ständig ob es meinen Kindern gut geht und ob sie atmen, wenn ich diese Angstzustände habe.
Ich versuche krampfhaft etwas zu kontrollieren was ich gar nicht kann und fühle mich so hilflos. 

Angefangen haben diese Angstzustände ca. ein halbes Jahr nachdem meine Mutter nach jahrelanger Krebserkrankung verstorben ist.
Das war für mich sehr einschneidend, da meine Mutter auch meine beste Freundin war. Sie dahin gehen zu sehen sowie auch letztendlich tod, das war für mich die Hölle.

Zwei Jahre vor dem Tod meiner Mutter hatte ich mit Bulimie zu kämpfen, die ich erfolgreich hinter mir gelassen habe aus eigener Kraft. Aber seitdem kamen die Angstzustände. 

Meine Angstzustände kommen zu 95% Nachts, wenn ich unterwegs bin oder glücklich oder unter Leuten dann denke ich an diese Ängste nicht. 
Oft tut mir ständig irgendwas weh und ich hoffe immer das ich nicht todkrank bin oder werde. 
Diese Ängste sind einfach schrecklich! Sie zerfressen mich....

Meine Ärzte schmunzeln immer wenn ich mit meinen Ängsten komme und sie sagen das ich total gesund aussehe und das auch bin und das nur weil meine Mutter schwer krank war, mich das nicht treffen muss! Aber gibt es eine Garantie? Nein!
Ich fühle mich oft wie eine tickende Zeitbombe. Diese Angstzustände empfinde ich als weitaus schlimmer als die Bulimie.
Die Bulimie habe ich auch nur hinter mir lassen können weil ich Angst hatte vor Krebs, durch das ständige brechen.

ES ist einfach der Horror mit diesen Ängsten zu leben.....Es ist so einschränkend. So entmutigend. Es gibt nichts mehr als das ich mir wünsche, das es einfach aufhören würde, außer Gesundheit natürlich...Für die Familie und mich.
Wahrscheinlich ist es die Antwort der Seele auf das jahrelange Leid.
Ich hatte daran gedacht mir eine psychologin zu suchen aber mir hat das damals bei der Bulimie auch nicht geholfen.

Vielleicht geht es Euch ähnlich?
Vielleicht wisst Ihr hilfe?

GRuß Alexandra

Ich kenne einige  Menschen, die  Angstzustände erfahren haben und es geschafft haben sie hinter sich zu lassen. Auch du kannst zuversichtlich sein, dass du die Ängste bewältigen   wirst, schließlich hast du die Bulimie auch besiegt.Hier erkennst du wieviel Kraft doch in dir steckt.Vielleicht sind deine Ängste nur eine Ausflucht davor, dich deinen richtigen Problemen stellen zu müssen, den Problemen die dich gerade im Alltag  überfordern und unlösbar erscheinen? Ein guter Therapeut kann viel bewirken, dich auf Dinge hinweisen, die dir nicht bewusst sind, aber auch neue Lösungsansätze geben.  

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17. März 2017 um 13:04
In Antwort auf lightinblack

Liebe Alexandria!

Angstzustände kommen meistens nachts, weil man sehr viel Zeit zum Nachdenken hat. Dann fängt das Grübeln an: "Bin ich todkrank?, leben meine Kinder noch?, was wird passieren?" Angst ist die Raaktion auf eine unbestimmte Bedrohung, wenn wir uns einer direkten Gefahr gegenübersehen. Das Wort Angst kommt übrigens von ENGE. Du schreibst ja selbst: "Wenn ich unterwegs bin oder unter Leuten, dann denke ich an diese Ängste nicht." Du solltest auch nachts für Ablenkung sorgen, in dem Du z. B. ein humorvolles Buch liest oder Dir über den nächsten Tag Gedanken machst. Z. B.: Was unternehme ich morgen? Eigentlich könnte ich mal ein neues Rezept ausprobieren? All diese Dinge - es gibt ja noch viel, viel mehr - tragen dazu bei, dass Du Deine Ängste langsam, aber sicher, verlieren wirst. Rede mit Deinen Freunden über diese/Deine Ängste, frag` sie, was sie an Deiner Stelle machen würden. Alles, was Du keinesfalls machen solltest, ist, Deine Angst zu verschweigen, Dich zurückziehen. Das Leben hat schöne und schlechte Seiten, und gerade die SCHÖNEN solltest Du genießen. Ich weiß nicht, ob Du Sport machst. Wenn nicht, fange damit an. Laufe ein paar Runden im Wald, sodass Du viel Sauerstoff aufnimmst, denn durch das schnelle und tiefe Atmen schüttet Dein Hirn - ob ich eins hab`, weiß ich nicht so genau -, Serotonin aus, das wie eine Droge wirkt. Du glaubst gar nicht, auf welche Gedanken man während des Laufens kommt. Es sind gute Gedanken, die befreiend sind, und gute Gedanken sorgen auch für einen guten und gesunden Schlaf. Noch Fragen?

Alles Gute!

Liebe Grüße,

lib

Danke Dir für deine Worte und Ratschläge! 

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17. März 2017 um 13:12

Hallo moour,

Ich bin und war noch nie ein Befürworter von Tabletten, wenn man diese dann vermeiden kann!
Es geht nicht darum die Probleme in Tabletten zu ertränken und zu hoffen, daß diese dein Leben ordnen/verbessern.
Sie helfen nur dabei Dinge zu unterdrücken. 
Wichtig ist es die Gründe für Psyche probleme im Kern zu erkennen und daran zu arbeiten diese zu verarbeiten.
Meine damalige Therapeutin hat mir von Tabletten abgeraten weil ich kein harter Fall war/bin. Und das finde ich gut, weil Tabletten haben auch immer Nebenwirkungen und daher sollte man sicher sein ob man diese wirklich braucht!

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17. März 2017 um 13:16
In Antwort auf frowin_11854170

Ich kenne einige  Menschen, die  Angstzustände erfahren haben und es geschafft haben sie hinter sich zu lassen. Auch du kannst zuversichtlich sein, dass du die Ängste bewältigen   wirst, schließlich hast du die Bulimie auch besiegt.Hier erkennst du wieviel Kraft doch in dir steckt.Vielleicht sind deine Ängste nur eine Ausflucht davor, dich deinen richtigen Problemen stellen zu müssen, den Problemen die dich gerade im Alltag  überfordern und unlösbar erscheinen? Ein guter Therapeut kann viel bewirken, dich auf Dinge hinweisen, die dir nicht bewusst sind, aber auch neue Lösungsansätze geben.  

Da hast Du völlig recht und ich bin auch zuversichtlich das ich diese Ängste in den Griff bekomme. 
Ja, ich werde mir in Zukunft wieder eine Therapeutin suchen um mir Anregungen zu holen wie damit am Besten umgehe.

Danke Dir

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