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Angstörung - Angst vor dem Leben?

8. Oktober 2013 um 14:11 Letzte Antwort: 19. November 2013 um 16:40

Hallo ihr Lieben,
ich war heute zum ersten Mal in meinem Leben nach Überweisung meines Hausarztes bei einer Psychologin.
Mir ging es die letzten Tage sehr schlecht und ich erleide die typischen Symptome einer generalisierten Angststörung, das war jedenfalls ihr Schluss aus meinen Erzählungen. Ich bin gerade einmal 18 Jahre alt und stehe vor dem Abitur, durch einen Todesfall in der Familie und ein überhaupt schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter scheint das alles entstanden zu sein. Meine Kindheit war auch nicht gerade die einfachste.
Im Moment ist das Schlimmste für mich zu "leben", ich möchte mich am liebsten den ganzen Tag vergraben, weiß nicht wohin mit mir. Meine Ärztin hat mir geraten alles zu versuchen um aus diesem "Kreislauf" rauszukommen, weil er und das weiß ich selbst alles noch schlimmer macht. Hab nun in zwei Wochen eine zweite Sitzung bei ihr. Nur weiß ich gerade nicht wie ich die Zeit überstehen soll, jede Minute ist eine Qual für mich. Ich sollte eigentlich dringend in die Schule, kann mich jedoch nicht konzentrieren und hab ständige Angst vor eine neuen Attacke.
Nun würde mich interessieren, wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder macht und ob vielleicht jemand "Tipps" hat damit umzugehen, ich will das nicht einfach hinnehmen und bin eigentlich der Überzeugung, dass ich es wie auch immer schaffen kann, das loszuwerden und wieder "normal" zu leben. Schließlich sollten wir unsere eigene Gesundheit, ob psychisch oder physisch doch selbst in der Hand haben, oder?

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8. Oktober 2013 um 22:04

Hallo laurac283
Deine Ärztin hat völlig recht! Wenn Du zu Hause bleibst wird es definitiv schlimmer. Du musst dich zwingen raus zu gehen und wenn es nicht weit von deiner Wohnung weg ist.
Ich verstehe dich sehr gut.

Ich selber leide seit 6 Jahren unter Angststörungen und Panikattacken.

Bis ich heraus gefunden habe das dies eine ernsthafte Krankheit ist, habe ich mich die ersten 2 Jahre damit rum gequält, bin wirklich nicht mehr vor die Tür gegangen und habe Freunde den Einkauf erledigen lassen.
Ich dachte das ich anders bin als alle anderen...

Tja und als ich erfuhr das es Psychologen gibt für so was, ließ ich mich sofort einweisen. war 1x in der Tagesklinik und einmal richtig in der Psychiatrie wegen meinen Angststörungen und Panikattacken.
Die waren heftig (am schlimmsten war das tägliche gefühl jeden Moment zu ersticken!!)

Nun ja, ich kann Dir nur sagen es hat was gebracht. Sie hatten mir Citalopram verschrieben die ich selber später wieder absetzte weil es mir ganz gut ging.

Die Symptome sind trotzdem nicht weg, es gibt immer mal Momente wo sie durch kommen, am schlimmsten ist noch die Kaufhalle...

ABER: Ich habe echt gelernt damit besser um zu gehen und wenn sie kommen, dann ist es so
Ich gebe zu es ist schwierig damit zu leben aber es geht.
Ich bin auch vollkommen überzeugt das sie irgendwann komplett verschwinden.

Kleiner Tipp: Durch Sport klingen die Symptome nach und nach ab und man selbstsicherer

Liebe Grüße und gute Besserung

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5. November 2013 um 3:47
In Antwort auf narca_12073166

Hallo laurac283
Deine Ärztin hat völlig recht! Wenn Du zu Hause bleibst wird es definitiv schlimmer. Du musst dich zwingen raus zu gehen und wenn es nicht weit von deiner Wohnung weg ist.
Ich verstehe dich sehr gut.

Ich selber leide seit 6 Jahren unter Angststörungen und Panikattacken.

Bis ich heraus gefunden habe das dies eine ernsthafte Krankheit ist, habe ich mich die ersten 2 Jahre damit rum gequält, bin wirklich nicht mehr vor die Tür gegangen und habe Freunde den Einkauf erledigen lassen.
Ich dachte das ich anders bin als alle anderen...

Tja und als ich erfuhr das es Psychologen gibt für so was, ließ ich mich sofort einweisen. war 1x in der Tagesklinik und einmal richtig in der Psychiatrie wegen meinen Angststörungen und Panikattacken.
Die waren heftig (am schlimmsten war das tägliche gefühl jeden Moment zu ersticken!!)

Nun ja, ich kann Dir nur sagen es hat was gebracht. Sie hatten mir Citalopram verschrieben die ich selber später wieder absetzte weil es mir ganz gut ging.

Die Symptome sind trotzdem nicht weg, es gibt immer mal Momente wo sie durch kommen, am schlimmsten ist noch die Kaufhalle...

ABER: Ich habe echt gelernt damit besser um zu gehen und wenn sie kommen, dann ist es so
Ich gebe zu es ist schwierig damit zu leben aber es geht.
Ich bin auch vollkommen überzeugt das sie irgendwann komplett verschwinden.

Kleiner Tipp: Durch Sport klingen die Symptome nach und nach ab und man selbstsicherer

Liebe Grüße und gute Besserung

Citalopram, deine Erfahrung...
Hallo Icegirl,
in deinem Beitrag hast du geschrieben daß Citalopram dir gegen deine Angst vor dem Ersticken geholfen hat.

Ich habe diese Ängste auch, aus heiterem Himmel bekomme ich plötzlich Angst nicht mehr allein atmen zu können, dann krieg ich Herzklopfen, Zittern, und hab Angst verrückt zu werden :/

Ich möchte jetzt in psychol. Behandlung gehen und hab ein paar Fragen zu dem Citalopram - wie lange hast du es genommen bis es gewirkt hat? Wie hat sich die Besserung bemerkbar gemacht, waren die Gedanken an die Atemnot weg oder wurden sie weniger belastend etc. Und hast du Gewicht zugenommen?

Ich hab nach Schilddrüsenentfernung 25 kg zugenommen und nach Bandscheibenvorfall nochmal 25 kg, durch die ständige Unterfunktion und die starke Bewegungseinschränkung wegen der Dauerschmerzen im Rücken und in den Beinen (Ischiasnerv wurde damals gequetscht und beschädigt).

Grüße von Svenja aus Berlin

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5. November 2013 um 15:42

@smaragd
Hallöchen,

Also es dauert ein paar Wochen bis es wirkung zeigt.
Ich war damals in einer Tagesklinik und somit nebenbei also in Psychologischer Betreuung.
Als es anfing zu helfen, habe ich sie noch 3 genommen und dann abgesetzt.
Allerdings sofort....war ein fehler!...man soll Tabletten ausschleichen lassen.
Chemie Tabletten sind sehr ungesund und machen noch dazu abhängig und den Körper über längeren Zeitraum kaputt.
Also bitte aufpassen!
Ein paar Kilos habe ich zu genommen.
Aber mit der Schilddrüse hatte ich zum Glück nichts.
Frag lieber einen Arzt ob Citalopram bei Schildrüsenstörungen so gut sind.
Deine Einstellung ist richtig

Tabletten sollen ja auch nur zur Überbrückung sein.

Ich kann dir auch Lasea empfehlen.
Das ist ein pflanzliches Mittel gegen Unruhezustände.
Kannst bei google viel über Lasea lesen.
Ich persönlich fand es am besten, war das erste mal wieder im Leben innerlich total ruhig. Dadurch kam auch keine Panikattacken.

Wenn es mir irgendwann wieder schlechter gehen sollte, würde ich auf Lasea wieder zurück greifen.

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15. November 2013 um 22:19

Generalisierte Angststörung
Hi,
es ist durchaus möglich dass du an einer generalisierten Angststörung leidest. Ich bin auch erst 19 und habe auch eine gemischte generalisierte Angststörung (es wurde zwar nach 12 Jahren Therapie erst dieses Jahr festgestellt, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese auch schon länger habe). Ich würde es an deiner stelle auf jeden fall nochmal genauer von einer Psychotherapeutin oder Psychiaterin abchecken lassen, um dann auch die am besten geeignete Therapiemethode für dich zu finden, die dir vorallem auch in deinen akuten Problemen und Lebensumständen, die dich im Alltag einschränken am besten helfen können. Oder auch psychssomatische, mehrwöchige Kliniken denke ich wären in deiner aktuellen Lebenssituation nichts verkerhrtes. Habe damit auch selbst ganz gute Erfahrungen gemacht.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut und kann mich gut in dich einfühlen.

Liebe Grüße
Jessa

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19. November 2013 um 16:40

Angst
Hallo laurac,ich finde das du schon mal die richtige Einstellung hast,in dem du davon ausgehst das es auch ohne Angst klappen kann.Das hat nicht jeder und ich selbst muß es mir auch jeden Tag neu sagen. Diese Attacken können Dich echt aus dem Leben reißen und dich Wahnsinnig machen.Ich selbst leide seit fast 4 Jahren an einer Panikstörung und Generalisierte Angststörung. Es fing einfach so an und ich war am Ende.Ich schleppte mich durch den Tag,horchte in mich hinein ob es vielleicht irgendein Anzeichen dafür gibt,das die Attacke gleich los gehen könnte. Das war eine sehr schlimme Zeit.Ich habe gelernt damit umzugehen und es zu errtragen.Es fällt nicht immer leicht und es gibt Tage da klappt das ganz gut und eben die Tage wo Decke über den Kopf angesagt ist. Das du eine Therapie machst ist schon mal wichtig und mit der Zeit wird es besser. Es gibt leider kein Mittel was schnell dagegen hilft(zumindest habe ich es noch nicht gefunden)und du mußt versuchen dich auf zu rappeln.Es ist ganz schwer das weiß ich selbst und es raubt einen auch die Kraft aber versuche es an zu nehmen. Was hast du denn für Symptome? Kopf hoch und liebe Grüsse...

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