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Angsterkrankung mit Panikattacken, Somatisieren und Phobien

11. August 2007 um 0:01

hallo

Ich bin neu hier, ich habe dieses Forum auf meiner suche nach hilfe gefunden.
Einen Überblick wie es mir geht:
Im Februar 2007 fing es an das ich nicht mehr alleine Autofahren konnte, mir wurde ständig übel, hatte Atemnot und hatte das Gefühl ich würde beim fahren das Bewusstsein verlieren.
Im April 2007 brachte mein Lebenspartner mich zum Hausarzt, der mich zu einem Internisten weiter überwiesen hat. Laut aller Untersuchungen fehlte mir nichts. Ich sei Kerngesund. Ich wurde weiter überwiesen zu einem Neurologen, seine Diagnose war: Angsterkrankung mit Panikattacken, Somatisieren und Phobie. Er gab mir ein Rezept für ein Psychopharmaka und eine Überweisung in eine geschlossene Anstalt.
Ich habe nicht die Tabletten in der Apotheke geholt und war auch nicht in dieser Anstalt.
Nun ist es so, das ich seit Juni 2007 nicht mehr aus dem Haus gehe. Alle Besorgungen und Erledigungen macht nun mein Lebenspartner oder meine Eltern.
Meine Mutter hat in der Nachbarschaft eine Heilpraktikerin für Psychotherapie gefunden. Seit 3 Wochen bin ich nun bei Ihr in Behandlung. Sie wohnt nur 6 Häuser weiter von mir, aber selbst diesen Weg kann ich nicht alleine gehn, und ist für mich eine Qual.
Ich weiß aber das ich diese Therapie machen muss. Ich will wieder leben.
Seit 3 Woche nehme ich täglich eine Johanniskraut Tablette und trinke abends eine Tasse Johanniskrauttee.



Leider weiß ich nicht was der Auslöser ist, sicher gibt es viele Ereignisse in meinem Leben.

-Die Scheidung meiner Eltern, da war ich 6 Jahre alt, ich habe meinen Erzeuger mit 3 Jahren das letze Mal gesehen.
-Der Einzug meines neuen Vaters, da war ich 8 Jahre alt.
-Die Trennung zur Verwandschaft mütterlicher Seite, weil Sie den neuen Lebenspartner meiner Mutter nicht akzeptiert haben, da war ich 9 Jahre alt.
-Der Umzug in eine andere Stadt, da war ich 11 Jahre alt.
-Die Hochzeit meiner Eltern, da war ich 12 Jahre alt.
-Der Tod meines lieblings Opas ( Stiefvater von meinem Erzeuger).
-Die Trennung zu Verwandschaft väterlicher Seite, weil Sie meine Mutter nicht akzeptierten, da ich ja nicht das leibliche Kind war, da war ich 13 Jahre alt.
-Wieder ein Umzug, da war ich 14 Jahre alt.
-Meine 1. Liebe, da war ich 15 Jahre alt.
-Das wieder versöhnen mit der Verwandschaft väterlicher Seite, da war ich 16 Jahre alt.
-Wieder ein Umzug, da war ich 16 Jahre alt.
-Ein schwerer Autounfall, da war ich 17 Jahre alt.
-Der Zusammenzug mit meiner 1. Liebe da war ich knapp 18 jahre alt.
-Das ständige Fremdgehen und die Misshandlungen meiner 1. Liebe.
-Die Trennung meiner 1. Liebe mit Umzug zurück zu meinen Eltern, da war ich 19 Jahre alt.
-Ein schwerer Brandunfall mit brennendem Fett ( habe die Wohnung gelöscht ) würde von Kopf bis Fuss verbrannt, und hatte einen --Klinikaufenthalt von 3 Monaten, da war ich 20 Jahre alt.
-Der Abbruch der Schule ( BOS ) wegen dem Brandunfall.
-Beziehungen mit Lebendpartnern, die mich entweder ausnutzten oder verarschten.
-Kennenlernen meines jetztigen Lebenpartner, da war ich 22 Jahre alt.
-Der Umzug meines Lebenspartners in ein anderes Bundesland ( wegen Arbeit), da war ich 23 Jahre alt.
-Der Tod meiner Oma ( Mutter meiner Mutter) im Februar 2005
-Das wieder versöhnen mit der Verwandschaft mütterlicher Seite
-Der Tod meiner lieblings Oma ( Mutter von meinem Erzeuger) im November 2005
-Die Pflege meiner Oma väterlicher Seite bis zum Tod an meinem 24. Geburtstag im Dezember 2005
-Führerscheinprüfung bestanden und ein neues Auto, da war ich 24 Jahre alt.
-Der Tod meines Hundes im Juli 2006
-Studium begonnen im September 2006
-Der Einzug meines Lebensgefährten Oktober 2006
-Der Tod meiner lieblings Katze die mich 18 Jahre begleitet hat.
-Studium abgebrochen im Februar 2007.


Wer kann mir helfen ????


Vielen herzlichen Dank


Cathrin



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11. August 2007 um 0:25

Hallo
Darf ich mal fragen was du für Tabletten verschrieben bekommen hast?

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11. August 2007 um 10:59

Therapie wichtig
Also solch eine Panikstörung entsteht im Prinzip so:

Du gehst einen Abend lange weg, hast Spaß, trinkst vielleicht auch was und bist erst spät im Bett. Morgens auf dem Weg zur Arbeit ist dir mulmig als du mit dem Auto fährst. Letztlich liegt das zwar nur an zu wenig Schlaf usw. aber dir geht es nicht besonders. Am nächsten Morgen kommt der Gedanke auf wie schlecht es dir ging und plötzlich merkst du wieder ein Grummeln im Magen. Ja irgendwie ist dir doch komisch und die Hände fangen auch an zu schwitzen. Einen Tag weiter wird es wieder schlimmer. Du fängst an deinen Körper zu konditionieren. Das funktioniert wie mit dem Pawlowschen Hund, falls dir das was sagt. Der Auslöser kann Vieles sein, hier einfach mal ein durchzechter Abend. Meist ist es irgendeine Streßsituation. Du mußt nun lernen dich wieder in die andere Richtung zu konditionieren. Du mußt lernen die Panik auszuhalten und zu erkennen, dass die Panik eine Spitze erreicht und dan wieder abflacht. Ich empfehle dafür eine Verhaltenstherapie. Johanniskrauttee kannst du leider vergessen. Die Dosis im Tee ist viel zu gering. Und selbst bei Tabletten ist die Wirkung nicht eindeutig erwiesen. Mach eine Therapie!!! Und ganz wichtig, sowas ist erstaunlich verbreitet. Angeblich leiden knapp 5 Mio. in Deutschland daran. Du bist also nicht allein undman hat gute Erfahrungen mit dieser Sache. Aber das allerwichtigste ist, man kann es sehr gut behandeln und du kannst dir dein Leben zurückholen. Der Weg über eine Verhaltenstharapie ist hart, aber er lohnt sich. Also kämpfe. Als ich erkannt habe nicht mehr aus dem Haus gehen zu können, war ich fest entschlossen mir mein Leben zurück zu holen. Also los!!!

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11. August 2007 um 13:14
In Antwort auf nachtstern2

Hallo
Darf ich mal fragen was du für Tabletten verschrieben bekommen hast?

Nachtstern2
hallo

Die Tabletten heissen TREVILOR 150mg

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11. August 2007 um 21:55
In Antwort auf cathrin1981

Nachtstern2
hallo

Die Tabletten heissen TREVILOR 150mg

Trevilor
Ich bin auch ein Trevilorer, und du hast wie ich schlechte Chancen. Mir geht es gut mit dem Medikament. Aber ohne? Ich nehme es nun seit 5 Jahren, alle Versuche da rauszukommen waren bisher zwecklos. Das alte Leiden geht wieder los, schlimmer als vorher. Du musst dich damit abfinden abhängig von der Pharmaindustrie zu sein, und kannst dich bei deinem Doc bedanken. Ich gebe dir einen Tipp, google "Tevilor", da kannst du sehen, was man mit Menschen mit psychischen Störungen angerichtet hat, abhängig, und unter Saufdruck, Gewichtszunahme, was weiß ich. War lange nicht da drin. Weil ich verzweifle. Versuche nicht dran zu denken. Schlucke die Kapsel, und hoffe, dass ich nicht wieder zusammenbreche.Ich wünsche dir, dass du den Ausstieg schaffst. Ich wünsche dir alles - alles gute!

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13. August 2007 um 9:33
In Antwort auf saxsonnie

Trevilor
Ich bin auch ein Trevilorer, und du hast wie ich schlechte Chancen. Mir geht es gut mit dem Medikament. Aber ohne? Ich nehme es nun seit 5 Jahren, alle Versuche da rauszukommen waren bisher zwecklos. Das alte Leiden geht wieder los, schlimmer als vorher. Du musst dich damit abfinden abhängig von der Pharmaindustrie zu sein, und kannst dich bei deinem Doc bedanken. Ich gebe dir einen Tipp, google "Tevilor", da kannst du sehen, was man mit Menschen mit psychischen Störungen angerichtet hat, abhängig, und unter Saufdruck, Gewichtszunahme, was weiß ich. War lange nicht da drin. Weil ich verzweifle. Versuche nicht dran zu denken. Schlucke die Kapsel, und hoffe, dass ich nicht wieder zusammenbreche.Ich wünsche dir, dass du den Ausstieg schaffst. Ich wünsche dir alles - alles gute!

Trevilor
hallo saxsonnie

Die Seite im Internet über Trevilor kenn ich. Es ist grauenvoll.
Das Du dieses Medikament schon seit 5 Jahren nimmst, finde ich WAHNSINN.
Der Neurologe bei dem ich war, hat seine Diagnose gestellt ohne mich anzusehen, hat mir nach 5 Minuten gleich Trevilor verschrieben und eine Überweisung in eine geschlossene Anstalt. Ich habe mich Zuhause sofort im NET schlau gemacht, über Angst, Panik und Trevilor. Ich weiß das ich alleine nicht wieder zum Leben finde und Hilfe bauche.
Eine Therapie habe ich schon begonnen, und ich bin froh das meine Psychologin von den Psychopharmakas gar nichts hält.
Nachdem was ich alles über Trevilor und anderen Medikamenten weiß, würde ich es niemals nehmen und schon gar nicht anderen empfehlen.
Ich danke Dir für deine Hilfe.
Ich wünsche Dir das du dein Leben irgendwann ohne Trevilor meisters und freude am Leben hast.

lg Cathrin

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13. August 2007 um 16:13

Panik
Hallo!
ich habe auch vor 2jahren meine erste panikattacke bekommen. ich bin erst auch nicht aus dem haus gegangen, habe mich vor allem verkrochen. ich habe auch schon eine gesprächs- und eine heilpraktikertherapie hinter mir, die mir aber nicht viel geholfen haben. ich habe mich selbst mit den situationen konfrontiert und es ist viel besser geworden. ich mace jetzt wieder sachen, an die ich vor einem halben jahr im lebtag nicht gedacht habe. ich leide aber trotzdem immer noch unter einzelnden attacken, aber ich weiss einfach nicht wie ich die noch loswerden soll. ich war nämlich bis vor 2 jahren so, dass ich stress geliebt habe, ich war immer unterwegs, im job lief es gut, in der liebe auch, alles war perfekt. naja, und jetzt bin ich viel verschlossener, habe nicht mehr dieses selbstbewusstsein. und am meisten nervt es mich, dass diese gefühle/ängste mir die meisten feiern oder ausflüge versauen. ich bin auch erst 22. aber ein stationärer aufenthalt geht bei mir nicht, beruflich. und ambulante gibt es hier nicht in der nähe...würde mich über eine antwort freuen oder über email-kontakt, dass man sich mal austauschen kann.

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13. August 2007 um 18:23

Weiter so!
Hallo Cathrin,

also ich finde es wirklich toll, das du den Schritt gewagt hast zu der Heilpraktikerin zu gehen. Ich finde die Reaktion deines Neurologen auch sehr überzogen. Gleich mit solchen Hammertabletten und einer stationären Therapie um die Ecke zu kommen ist wirklich bescheuert. Da gibt es viel sanftere Weg, um die Panikattacken und Ängste wirkungsvoll abzubauen.

Die Heilpraktikerin wird dir mit Sicherheit eine Hilfe sein, wobei ich dir trotzdem sagen muss, ich würde an deiner Stelle noch zusätzlich zu der Heilpraktikerin einen Psychotherapeuten aufsuchen und eine Verhaltenstherapie beginnen. Denn Psychotherapeuten sind nochmal viel umfangreicher geschult, als eine Heilpraktikerin für Psychotherapie!
Da auf dich durch die Psychotherapie beim Psychotherapeuten keine weiteren Kosten zukommen, da das ja deine Krankenkasse finanziert, hast du doch auch nichts zu verlieren, oder?!
Ruf mal bei deiner Krankenkasse an und erkundige dich nach Psychotherapeuten die eine Verhaltenstherapie anbieten oder schau in die gelben Seiten und ruf ein paar an. Lass dich bei MEHREREN(!) auf die Warteliste setzten, weil es dauern kann bis ein Platz frei ist. Und weil du ruhig bei unterschiedlichen Therapeuten einen Probetermin (es sind bis zu 5 Probetermine pro Therapeut möglich, ohne das du da irgendetwas bezahlen musst oder dich zu irgendetwas verpflichtest) machen solltest, um selber zu entscheiden welcher Therapeut für dich am besten ist!

Ich kann gut verstehen, dass es dir noch schwer fällt den Weg bis zu deiner Heilpraktikerin zurück zulegen. Aber das ist genau der richtige Schritt!!! Du musst dich deinen Ängsten stellen und darfst nicht vor ihnen weglaufen, wenn du sie bewältigen willst. Dich im Haus zu verkriechen ist genau das falsche, so schürst du deine Ängste nur. Sie werden stärker und du schwächer, das willst du doch nicht! Also raus und den Ängsten in Gedanken sagen, so hier komme ich! Ich lass mich nicht unterkriegen. Ich schaffe das jetzt! Es ist zwar unangenehm, aber nicht gefährlich!
Du musst dich mit deinen Ängsten konfrontieren und lernen diese auszuhalten. Das heißt du musst in der Angst bleiben, sie baut sich dann langsam ab. Du musst dir dann sagen, es ist jetzt zwar unangenehm, aber ich halte das jetzt durch. Ich habe schon so viel geschafft, das schaffe ich nun auch. Diese Technik musst du immer wieder anwenden und so wirst du spüren, wie die Angst immer geringer wird! Das klappt ganz sicher! Lass dich von Rückschlägen nicht verunsichern, das gehört auch dazu!
Wie oft gehst du pro Woche zu der Heilpraktikerin? Ein, zwei mal?
Um die Angst vor dem Weg zu ihr abzubauen, solltest du den Weg aber täglich gehen! Das klingt nach harter Arbeit und ja das ist es auch! Aber es ist wie bei einem Muskel, wenn du nur einmal pro Woche zum Sport gehst, dann baut sich nicht wirklich Muskulatur auf, zumindest dauert es ewig! Bei den Ängsten ist es das gleiche, du musst mit ihnen täglich arbeiten, sonst ist es viel Kräftezehrender diese zu bewältigen.
Mach dir ruhig einen Angstabbauplan:
Morgen 14 Uhr: Den Weg zur Heilpraktikerin 1 mal hin und zurück
Übermorgen: Den Weg zur Heilpraktikerin 2 mal ohne Pause hin und zurück
usw.
in 1 Woche: bis zum nächsten Supermarkt

Also das ist jetzt bloß ein Beispiel. Du musst den Plan auf dich persönlich zurecht schneiden. Wichtig ist, das du nicht zu kleine und nicht zu große Schritte wählst. Also pro Tag etwas länger bzw. weiter zu gehen solltest du dir ruhig zutrauen. Menschen mit Ängsten schonen sich nämlich zu stark, was das Selbstvertrauen noch weiter sinken lässt. Aber genau das benötigt ja Erfolgserlebnisse! Denk daran, du bist ja nicht körperlich Krank und musst dich schonen, du darfst dir ruhig einiges zutrauen!

Versuch außerdem mit täglichen Entspannungsübungen anzufangen. Es gibt tolle CDs, die ohne großen Aufwand durchführbar sind. Es wird zwar etwas dauern, aber bereits nach 2 Wochen wirst du dich bei konsequenter Anwendung viel besser fühlen! Bei Amazon kannst du dir welche bestellen oder noch besser, als Ziel setzt du dir, dir selber eine aus einem Laden zu besorgen!

Übrigens ist es nicht das wichtigste die ganzen Gründe zu kennen die deine Ängste ausgelöst haben. Es gibt meist sowieso viele Gründe die Zusammentreffen, das ist meist alles gar nicht mehr alles im einzelnen nachvollziehbar.
Konzentriere dich nicht so auf die Vergangenheit, die ist nicht veränderbar. Schau was du jetzt in diesem Moment für Möglichkeiten hast, um deine Ängste zu bewältigen. Bleibe mit deinen Gedanken im hier und jetzt! Trauere nicht dem nach was nicht mehr zu ändern ist, sondern sieh dich um was du aktuell machen kannst! Das ist kein Geschwafel, das ist wirklich so!

Also, tägliches Training und zudem noch eine Psychotherapie sind die nächsten Schritte, die ich an deiner Stelle gehen würde!

Alles, alles Gute für dich!

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14. August 2007 um 16:48
In Antwort auf cathrin1981

Trevilor
hallo saxsonnie

Die Seite im Internet über Trevilor kenn ich. Es ist grauenvoll.
Das Du dieses Medikament schon seit 5 Jahren nimmst, finde ich WAHNSINN.
Der Neurologe bei dem ich war, hat seine Diagnose gestellt ohne mich anzusehen, hat mir nach 5 Minuten gleich Trevilor verschrieben und eine Überweisung in eine geschlossene Anstalt. Ich habe mich Zuhause sofort im NET schlau gemacht, über Angst, Panik und Trevilor. Ich weiß das ich alleine nicht wieder zum Leben finde und Hilfe bauche.
Eine Therapie habe ich schon begonnen, und ich bin froh das meine Psychologin von den Psychopharmakas gar nichts hält.
Nachdem was ich alles über Trevilor und anderen Medikamenten weiß, würde ich es niemals nehmen und schon gar nicht anderen empfehlen.
Ich danke Dir für deine Hilfe.
Ich wünsche Dir das du dein Leben irgendwann ohne Trevilor meisters und freude am Leben hast.

lg Cathrin

Keine Panik!
Hallo zusammen,

ich hatte meine ersten Panikattacken vor ca. 4 Jahren. Es ist schnell schlimmer geworden, bis ich mich auch kaum noch aus dem Haus getraut habe. Jetzt geht es mir wieder gut. Wie habe ich das gemacht?
Also, Psychopharmaka zu verteufeln ist falsch. Vergiss Johanniskraut, damit kannst Du vielleicht leichte depressive Verstimmungen behandeln, aber keine so massive Störung, von der wir hier reden. Selbst an sich rumzudoktorn wird auch nicht helfen. Ich habe damals einen Psychotherapeuten aufgesucht, der zunächst mit einer medikamentösen Behandlung begonnen hat (Cipralex). Es ist zwar einerseits richtig, dass man sich seinen Ängsten stellen sollte, aber in diesem Fall ist das Problem, dass man so sehr in der Symptomatik drinsteckt, dass eine erfolgreiche Therapie nur schwer durchzuführen ist. Also gilt es zunächst, den Patienten medikamentös wieder aufzubauen, um ihn für eine Therapie empfänglich zu machen. Als es mir dann also wieder langsam besser ging, was ja bei diesen Medikamenten immer etwas dauern kann, habe ich durch eine intensive Verhaltenstherapie mein Problem in den Griff bekommen. Diese ganze Forscherei nach den Ursachen ist meines Erachtens auch für die Katz, zumindest am Anfang. Es geht darum, den Blick nach Vorne zu richten und lieber an solchen Dingen wie z.B. dem Selbstwertgefühl zu arbeiten.
Also, am Anfang ein gutes Medikament, dann begleitend eine Psychotherapie und dann lässt sich das Medikament auch wieder absetzen. Das, was daran leider am schwersten ist, ist einen wirklich guten Therapeuten zu finden...

Gruß, Olaf

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17. August 2007 um 10:56
In Antwort auf congetto

Keine Panik!
Hallo zusammen,

ich hatte meine ersten Panikattacken vor ca. 4 Jahren. Es ist schnell schlimmer geworden, bis ich mich auch kaum noch aus dem Haus getraut habe. Jetzt geht es mir wieder gut. Wie habe ich das gemacht?
Also, Psychopharmaka zu verteufeln ist falsch. Vergiss Johanniskraut, damit kannst Du vielleicht leichte depressive Verstimmungen behandeln, aber keine so massive Störung, von der wir hier reden. Selbst an sich rumzudoktorn wird auch nicht helfen. Ich habe damals einen Psychotherapeuten aufgesucht, der zunächst mit einer medikamentösen Behandlung begonnen hat (Cipralex). Es ist zwar einerseits richtig, dass man sich seinen Ängsten stellen sollte, aber in diesem Fall ist das Problem, dass man so sehr in der Symptomatik drinsteckt, dass eine erfolgreiche Therapie nur schwer durchzuführen ist. Also gilt es zunächst, den Patienten medikamentös wieder aufzubauen, um ihn für eine Therapie empfänglich zu machen. Als es mir dann also wieder langsam besser ging, was ja bei diesen Medikamenten immer etwas dauern kann, habe ich durch eine intensive Verhaltenstherapie mein Problem in den Griff bekommen. Diese ganze Forscherei nach den Ursachen ist meines Erachtens auch für die Katz, zumindest am Anfang. Es geht darum, den Blick nach Vorne zu richten und lieber an solchen Dingen wie z.B. dem Selbstwertgefühl zu arbeiten.
Also, am Anfang ein gutes Medikament, dann begleitend eine Psychotherapie und dann lässt sich das Medikament auch wieder absetzen. Das, was daran leider am schwersten ist, ist einen wirklich guten Therapeuten zu finden...

Gruß, Olaf

Super Tag
Hallo

Gestern war ich mal wieder bei meiner Therapeutin. Ich habe mich hypnotisieren lassen.
Und mir ging es danach SUPER.
Ich bekam gestern mein bestelltes Buch : Ängste verstehen und überwinden von Doris Wolf.
Nach meinem Termin bin ich mit meinem Lebenspartner zur Apotheke und habe mir Bachblüten geholt. Und mir ging es noch so super das ich gleich noch einkaufen war und selbst Heim gefahren bin.
Heute morgen habe ich meine Bachblüten genommen und ich muss sagen mir gehts sehr gut.
Mal sehen was ich heute noch alles so mache.

Ich bin froh wieder ins Leben zurück gefunden zu haben, es geht Berg auf


lg cathrin

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19. August 2007 um 10:59

Nur eine empfehlung
hallo cathrin !

da ich, ein lebensgefährte ,einer eben solchen erkrankten bin, kann ich dir nur folgendes sachbuch empfehlen, was es sich lohnt zu lesen und immer beisich zu führen. ich selbst kann mir unter diesen problmen nichts vorstellen, da es keine rationale krankheit ist. und, sicherlich wirst du auch in deinem umfeld personen haben, die dein leid nicht verstehen können, weil es ihnen nicht gelingt, sich in deine lage zu versetzen. dieses buch ist aber dafür äußerst geeignet und enthält sehr praktische tipps und schilderungen von menschen, die dieses problem lösen konnten. der tittel "
ein bisschen angst hat schliesslich jeder "
isbn.-nr.3-86145-270-7.
ich kann dir nur viel genesung wünschen und das du die nötige kraft aufbringst. ich selbst habe seit geraumer zeit damit zu kämpfen, da meine freundin dirket betroffen ist. wir uns aber zur zeit in asien befinden, da wir hier zur zeit leben, und daher von psychiologischer betreuung keine rede sein kann. kopf hoch

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20. August 2007 um 12:19

Mir geht es genauso!
Hi Cathrin

Bei mir sind die Angstattacken auch im Februar angefangen hatte keine Ahnung was mit mir los ist.
Bei mir war wahrscheinlich der auslöser das meine Cousine 3 Tage vor Weihnachten totgefahren wurde.
Seitdem sind meine Anfälle immer schlimmer geworden.
Hab Angst meine Ausbildung nicht zu schaffen und meinen freund zu verlieren. Wer kann mir helfen?
hab keine Ahnung wie ich jeden tag überstehen soll?

Jenny

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20. August 2007 um 15:50
In Antwort auf sarilein1

Panik
Hallo!
ich habe auch vor 2jahren meine erste panikattacke bekommen. ich bin erst auch nicht aus dem haus gegangen, habe mich vor allem verkrochen. ich habe auch schon eine gesprächs- und eine heilpraktikertherapie hinter mir, die mir aber nicht viel geholfen haben. ich habe mich selbst mit den situationen konfrontiert und es ist viel besser geworden. ich mace jetzt wieder sachen, an die ich vor einem halben jahr im lebtag nicht gedacht habe. ich leide aber trotzdem immer noch unter einzelnden attacken, aber ich weiss einfach nicht wie ich die noch loswerden soll. ich war nämlich bis vor 2 jahren so, dass ich stress geliebt habe, ich war immer unterwegs, im job lief es gut, in der liebe auch, alles war perfekt. naja, und jetzt bin ich viel verschlossener, habe nicht mehr dieses selbstbewusstsein. und am meisten nervt es mich, dass diese gefühle/ängste mir die meisten feiern oder ausflüge versauen. ich bin auch erst 22. aber ein stationärer aufenthalt geht bei mir nicht, beruflich. und ambulante gibt es hier nicht in der nähe...würde mich über eine antwort freuen oder über email-kontakt, dass man sich mal austauschen kann.

Mir geht es genauso!
Hallo sarilein ,
auch ich leide schon seit langer Zeit unter Panikattacken.Es fing schon in der Kindheit an und wurde dann nach ein paar Monaten besser.Seit ungefähr 3 Monaten leide ich jedoch wieder unter ständigen Panikattacken.Am Anfang konnte ich noch nicht mal das Haus für kleine Besorgungen verlassen.Mittlerweile habe ich meine Attacken aber sogut im Griff dass ich für einige Stunden weg kann.Trotzdem ist es für mich noch unmöglich auf Partys oder in die Disco zu gehen.Ich bin 19 und stehe kurz vor dem Abi.Der ganze Druck macht es für mich nur noch schwerer morgens zur Schule zu gehen...Ich habe schon oft über eine Therapie nachgedacht, den Schritt jedoch noch nicht gewagt. Hat dir persönlich die Therapie denn gar nicht geholfen ?
Freue mich auf eine Antwort...Candy0907

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