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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Ängste durch Umzug

Letzte Nachricht: 25. November 2013 um 22:49
S
soley_12054793
11.11.13 um 9:13

Hallo!

Ich schreibe zum ersten Mal in einem Forum und hoffe, dass das hier reinpasst.
Also ich habe 4 Jahre lang gehofft und gekämpft in Deutschland studieren zu können, Berlin war dabei immer mein Traum & Hambug eher Plan B. Bei meiner 1. Bewerbung in den beiden Städten wurde ich nirgends angenommen und habe dann in Wien angefangen Biologie zu studieren. Nach 2 Monaten habe ich es dann gelassen, weil ich gemerkt habe ich brauche eine Pause. Das war die beste Entscheidung meines Lebens! Ich habe endlich wieder mit Fitness angefangen und durch meine beste Freundin bin ich sozusagen zu meinem Traumberuf gekommen (wir bauen uns mit einem Team gemeinsam etwas auf).

Dieses Jahr habe ich mich dann nochmal in den beiden Städten beworben und wurde anfangs nur in Hamburg angenommen. Mit der Zeit habe ich die Hoffnung für Berlin verloren und die Universität war für mein Fach ohnehin besser. Also bin ich nach Hamburg gezogen und wollte hauptsächlich studieren und nebenbei meinen Job weitermachen.

Ich habe 1 Monat studiert, aber ich merke einfach, dass ich das noch nicht will. Ich wollte schon vor dem Beginn des Semesters nicht mehr studieren aber meiner Mutter zur Liebe habe ich dennoch wieder angefangen. Ihr ist es einfach so wichtig, dass ich studiere, aber es passt einfach noch nicht in mein Leben.

Als wäre das nicht schon kompliziert genug, habe ich vor ca. einer Woche "Angstzustände" bekommen. Es ist schwer zu erklären, vor allem weil absolut nichts passiert ist. Ich habe einfach immer und überall Angst, egal wo und mit wem ich bin. Ich habe Angst rauszugehen, egal ob es jetzt hell oder dunkel draußen ist. Dazu kommt das extreme Heimweh, was untypisch ist. Ich bin eigentlich auch aus Wien gezogen, weil ich es so satt hatte dort zu wohnen. Jetzt träume ich jede Nacht von Wien und hab so unfassbares Heimweh, dass es zu Zusammenbrüchen und Heulattacken kommt

Ich finde hier auch keinen Anschluss, auch wenn es erst 2 einhalb Monate sind, es ist echt hart. Ich bin das nämlich nicht gewohnt und die Kollegen_innen aus meinem Studiengang haben immer so viel wegen dem Studium zu tun (mit allem drum und dran wie herumfahren zu den VOs, lernen, vorbereiten, Vorlesungen kommt man auf eine 60 Std. Woche). Sonst kenne ich zwar auch viele Leute, aber die scheinen nicht wirklich offen zu sein bzw. melden die sich nie

Ich überlege seit kurzem wieder zurückzuziehen, weil ich vor allem nichts mehr ortgebunden bin und ich meinen "Beruf" überall machen kann. Meine Mutter wäre aber irgendwie dagegen wegen dem Geld. Ja, sie hat Geld investiert und ich verstehe das vollkommen. Nur möchte ich nicht unglücklich hier sein.. Ich fliege bald nach Hause um zu sehen, ob ich wieder dort wohnen will, aber falls mir das keine Klarheit verschafft, hab ich wirklich ein Problem

Es ist jetzt echt lang geworden, aber ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben. Ich hoffe ihr habt ein paar gute Tipps und Ratschläge. Vielleicht sind das ganz normale Reaktionen wenn man umzieht und ich empfinde es nur als so schlimm.

Jetzt schon mal DANKE

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U
ursula_12912364
21.11.13 um 0:50

Ich kenne sowas...
Aber nicht mit so krassen Entfernungen. Ich denke du bist einfach sehr unsicher. Es ist alles total ungewohnt und man fühlt sich einsam. Ich war aufgrund einiger Krankheiten in einer Reha für Psychosomatik. Es war auch weit weg von meinem Zuhause und meine Mum hatte lange dafür gekämpft, dass ich aufgenommen wurde. Alles ist ungewohnt und man erwartet wohl schon so viel von dir. Und dann hat man noch nicht viele Kontakte. Aber es ist dein Weg! Natürlich möchtest du in dein Umfeld, aber denke an dein Ziel vor Augen. Wenn du mit dem Studieren fertig bist, kannst du immer noch zurück. Deine Mum hat es auch für dich getan. Ich würde einfach das Beste daraus machen. Du hast so lange gewartet und man weiß nie, ob sich sowaa wieder ergibt. Sieh es so. Tag für Tag kommst du deinem Ziel näher und später stehen dir alle Tore offen. ^-^ besser als wenn du es bereuen würdest. Versuche dir doch einen geregelteren Rhythmus zu verschaffen. Das du nicht so viel nachdenkst uns du könntest die Abende dafür nutzen um deine Mutter anzurufen, um zu erzählen wie du voran kommst. Das macht sie doch auch stolz!

Aber viel Glück bei deiner Entscheidung! ^-^

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M
mika_12377279
25.11.13 um 22:49

Hi Dalleeeey,
du bist wirklich in einer sehr schwierigen Situation, die ich sehr gut nachvollziehen kann. Mir ging es mal ganz ähnlich. Hab meinen Studienplatz bekommen den ich unbedingt haben wollte in einer anderen Stadt. Kurz davor hatte ich einen Job angenommen, der mir viel Spaß machte und den ich mir irgendwie auch für die Zukunft vorstellen konnte. Also, alles sehr vergleichbar mit Deiner Lage. Hab mich zu Beginn des Studiums auch nicht wohl gefühlt. Dacht mir dann, ich muss ganz schnell eine Entscheidung treffen und habe mich dadurch massiv unter Druck gesetzt. Habe schwere Schlafstörungen entwickelt mit Schweißausbrüchen und Panik. Dachte mir dann, so kann es nicht weitergehen und habe Hals über Kopf nach zwei Monaten dort meine Zelte abgebrochen und bin wieder in meine Heimatstadt gezogen. Rückblickend betrachtet kann ich von mir sagen, dass ich einfach noch länger hätte durchhalten sollen, um wirklich festzustellen, ob es mir Wert ist das Wunschstudium einfach so abzubrechen. Ich glaube, ein wenig mehr Zeit hätte alles geregelt und ich wär dabei geblieben. Den Job, der mir als Alternative so attraktiv vorkam, mache ich schon lange nicht mehr. Also, ein Job/Arbeit sollte keine Grund sein, ein Studium abzubrechen. Auch der Umzug in eine fremde Stadt und fehlende Freunde sollten kein Grund sein ein Studium, das man unbedingt machen möchte, einfach abzubrechen.
Lass Dir einfach noch ein wenig Zeit. Ich vermute, dass Du im Augenblick keine wirklich überlegten Entscheidungen treffen kannst, weil Du zu sehr von Deinen Gefühlen geleitet wirst. Wenn Du Dir im Moment irgendwie unsicher bist, ob Du das Studium hinschmeißt, mach auf jeden Fall weiter, wenn es das Studium ist, dass Du unbedingt machen wolltest. Angenommen Du sagst nach dem 2. Semester, dass Du unbedingt wieder zurückziehen möchtest, kannst Du ja evtl. Dir die 2. Semester anrechnen lassen, wenn Du vielleicht später in Deiner Heimatstadt noch einmal beginnen möchtest. Mein Rat ist wirklich: brich nichts übers Knie. Du könntest es später stark bereuen. Vor allem, wenn es sich um ein Studium handelt, das sehr beliebt ist und die Plätze stark beschränkt sind.
Ich wünsche Dir alles Gute!
Würde mich freuen, wenn Du Deine vorläufige Entscheidung hier mal schreiben würdest (natürlich nur, wenn Du willst).

Filou
Fil

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