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Angst vorm Wiedereinstieg ins Arbeitsleben - Alleinerziehend

27. Oktober 2011 um 22:40

Hey ihr!
Ich krieg langsam aber sicher ein ,,Problem,,!
Kurz zu mir: Ich werd im Januar 26,hab mit 16 meine Ausbildung gemacht und war bis 22,5 jahre arbeiten! dann verlor ich Arbeitsplatz durch stellenabbau.Kurz darauf folgte die Nachricht ich sei in der 9. Woche schwanger! also blieb ich ab August 2008 zuHause,bekam im Februar 2009 mein Sohnemann und beschloss 3 jahre für ihn dazu sein um dann wieder arbeiten zu gehen.
Ich bin in der Schwangerschaft noch solo geworden.

Sooooo,heißt ich beziehe derzeit Hartz4 und bis vor ein paar tagen hab ich mich wie bolle gefreut das ich nächstes jahr ENDLICH wieder arbeiten gehen kann.
Doch was das,aufmal hab ich seit 2 tagen tierische angst davor!!! Angst wie ich eine richtige Bewerbung schreibe(immerhin musste ich meine erste und letzte mit 15 jahren schreiben!!) angst ob ich was kriege,angst ob sich die arbeitszeiten mit der kinerbetreuung vereinbaren lassen,angst allem gerecht zu werden! angst! EINFACH NUR ANGST in mir wenn ich an Sommer 2012 denke wo ich mich doch bis vor 3 Tagen gefreut hab Ich merke das sich mein selbstbewusstsein in den jetzigen 3 Jahren gut verringert hat-wieso auch immer! -gut ein grund könnt mein vater sein! von dem krieg ich immer nur zu hören ich wäre FAUL,würd nix auf die reihe kriegen sonst würd ich ja kein hartz4 kriegen,wäre zu nix in der lage usw usw ! dabei mach und tu ich wie ne doofe.(naja davon abgesehen hab ich kaum kontakt zu meinem vater und erlaubt sich solch sätze und hat eigentlich ne ahnung von nix aus meinem leben!)

Was mach ich denn jetzt? wenn ich dran denke das es bald los geht und ich vorm 1.9 noch arbeit finden will krieg ich ,,panik,, das es nicht hinhaut weil ich kein bock auf irgendwelchen ,,scheiß,, habe den das jobcenter vermittelt! es sollte ja auch spaß machen *seufz*


Ach mensch,hat mal jemand ein paar aufbauende worte für mich?

Nach 4 Jahren einstieg ist doch irgendwie hart find ich

Danke fürs zuhören,musste mich mal ausheulen

Lg

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30. Oktober 2011 um 17:44

Ja...
... kenne ich. Das könnte fast meine Geschichte sein.

Nur daß ich in ein paar Wochen 42 werde, drei Kinder habe, wesentlich länger aus dem "richtigen" Berufsleben raus bin (400 Jobs und Mädchen für Alles in der Firma des Ex scheinen bei der Jobsuche eher weniger als Berufserfahrung zu zählen), mein Ex derzeit nichtmal Unterhalt für die Kinder zahlt, geschwiege denn überhaupt die Absicht hat für mich irgendwas zu zahlen (erwarte ich auch nicht, ich will auf eigenen Füßen stehen!).

Bislang habe ich auch noch kein Patentrezept gefunden. Nur die Erklärung, daß das negative Denken ja vielleicht auch mit verrückt spielenden Hormonen zusammenhängen könnte. Oder warum sonst schaffen wir Frauen es regelmäßig uns von unserer Gefühlswelt von 0 auf 100 und wieder zurück katapultieren zu lassen??? OK, wir Deutschen sind sowieso Weltmeister des Negativdenkens. Aber warum berifft das anscheinend hauptsächlich uns Frauen?

Hey, komm, ein paar positive Worte:

Super, du schaffst das! Gar kein Problem. Wir Frauen schaffen doch alles was wir wollen. Und überleg mal wie toll das erst ist wenn du nette Kollegen hast, auch mal über was anderes als Kindererziehung, Kinderkrankheiten und co. reden kannst!

Hilft das? Wenn ja probiere ich es auch

LG
Maja

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31. Oktober 2011 um 21:34
In Antwort auf rebeka_11950574

Ja...
... kenne ich. Das könnte fast meine Geschichte sein.

Nur daß ich in ein paar Wochen 42 werde, drei Kinder habe, wesentlich länger aus dem "richtigen" Berufsleben raus bin (400 Jobs und Mädchen für Alles in der Firma des Ex scheinen bei der Jobsuche eher weniger als Berufserfahrung zu zählen), mein Ex derzeit nichtmal Unterhalt für die Kinder zahlt, geschwiege denn überhaupt die Absicht hat für mich irgendwas zu zahlen (erwarte ich auch nicht, ich will auf eigenen Füßen stehen!).

Bislang habe ich auch noch kein Patentrezept gefunden. Nur die Erklärung, daß das negative Denken ja vielleicht auch mit verrückt spielenden Hormonen zusammenhängen könnte. Oder warum sonst schaffen wir Frauen es regelmäßig uns von unserer Gefühlswelt von 0 auf 100 und wieder zurück katapultieren zu lassen??? OK, wir Deutschen sind sowieso Weltmeister des Negativdenkens. Aber warum berifft das anscheinend hauptsächlich uns Frauen?

Hey, komm, ein paar positive Worte:

Super, du schaffst das! Gar kein Problem. Wir Frauen schaffen doch alles was wir wollen. Und überleg mal wie toll das erst ist wenn du nette Kollegen hast, auch mal über was anderes als Kindererziehung, Kinderkrankheiten und co. reden kannst!

Hilft das? Wenn ja probiere ich es auch

LG
Maja

Positv denken
hmmm ich weiß es noch nicht,war die letzten tage ziemlich am kränkeln! Grippe ahoi und überflüssigerweise bekam ich am we auch noch tierische zahnschmerzen so das ich TROTZ das ich angstpatientin bin zum notdienst bin -.-
aber ich geb bescheid wenns klappt und bis dahin sag ich einfach mal danke

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1. November 2011 um 7:54
In Antwort auf riikka_12452433

Positv denken
hmmm ich weiß es noch nicht,war die letzten tage ziemlich am kränkeln! Grippe ahoi und überflüssigerweise bekam ich am we auch noch tierische zahnschmerzen so das ich TROTZ das ich angstpatientin bin zum notdienst bin -.-
aber ich geb bescheid wenns klappt und bis dahin sag ich einfach mal danke

Wird schon
Also, da Du H 4 gehörst Du zu einer ausgewählten Gruppe in der Dir gesonderte Förderung zusteht. Geh mal zu Deinem Amt, dort erhälst Du eine Beratung für die Wiedereingliederung Alleinerziehender, sowie Unterstützung in Bewerbingen schreiben und auch bessere Stellenvermittlung!!!

Ausserdem bist Du noch nicht Ü30, das ist schon mal die 1. Schallmauer, auch hast Du die Möglichkeit nochmal bis 30 eine Umschulung zu machen falls Du Deinen Beruf jetzt nicht mehr so doll findest und Stellen knapp sein sollten.

LG

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1. November 2011 um 8:20
In Antwort auf pansy_12662994

Wird schon
Also, da Du H 4 gehörst Du zu einer ausgewählten Gruppe in der Dir gesonderte Förderung zusteht. Geh mal zu Deinem Amt, dort erhälst Du eine Beratung für die Wiedereingliederung Alleinerziehender, sowie Unterstützung in Bewerbingen schreiben und auch bessere Stellenvermittlung!!!

Ausserdem bist Du noch nicht Ü30, das ist schon mal die 1. Schallmauer, auch hast Du die Möglichkeit nochmal bis 30 eine Umschulung zu machen falls Du Deinen Beruf jetzt nicht mehr so doll findest und Stellen knapp sein sollten.

LG

Danke Andrea
Die beim Amt sind der oberknaller!
Da hatte ich mir bereits ein Termin geben lassen!
Dort wurd ich erstmal blöd gefragt was ich denn schon bei denen wollte,dann sagte was sache ist bekam ich glatt folgendes zu hören:

,,Beenden Sie doch erstmal ihre Familienplanung!Sie haben sagten Sie einen Freund seit anfang 2011-dann werden sie doch dieses oder nächstes Jahr schwanger und schließen dann die familienplanung ab oder kriegen noch ein drittes kind. Es bringt sie ja nix weiter wenn sie jetzt 1 jahr arbeiten gehen um dann letzendlich eh schwanger zu werden...,,,

ähm ja,ich saß dann da wie vom ice überfahren und dachte nur: HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ na mal schön das SIE sich sorgen um MEINE familienplanung machen...

Naja wenn die mir beim nächsten mal auch so doof kommt werd ich zusehen das ich ne andere sachbearbeiterin bekomme.So hilft sie mir auch nicht weiter und kann gleich zuhause bleiben und zusehen wie ich allein klar komm

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5. Januar 2012 um 19:07

Nach so einer Pause
ist der Einstieg nicht ohne, keine Frage. Ich habe es allerdings schnell genossen, wieder mit "normalen" Menschen in Berührung zu kommen, mein soziales Leben hatte sich während meines Hausfrauendaseins doch sehr auf Mitmütter u.ä. reduziert.
Mir hat es einen ordentlichen Selbstvertrauensschub gegeben, zu sehen, dass ich noch dazugehöre und es noch kann. Ich bin viel stressresistenter und gelassener als früher. So eine Auszeit für die Kinder macht dich doch auch sozial kompetenter.
Lass dir von deinem Vater nix einreden, wahrscheinlich ist er ein alter verbitterter Mann, der es dir neidet, im Leben zu stehen.

LG

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13. Januar 2012 um 21:03
In Antwort auf riikka_12452433

Danke Andrea
Die beim Amt sind der oberknaller!
Da hatte ich mir bereits ein Termin geben lassen!
Dort wurd ich erstmal blöd gefragt was ich denn schon bei denen wollte,dann sagte was sache ist bekam ich glatt folgendes zu hören:

,,Beenden Sie doch erstmal ihre Familienplanung!Sie haben sagten Sie einen Freund seit anfang 2011-dann werden sie doch dieses oder nächstes Jahr schwanger und schließen dann die familienplanung ab oder kriegen noch ein drittes kind. Es bringt sie ja nix weiter wenn sie jetzt 1 jahr arbeiten gehen um dann letzendlich eh schwanger zu werden...,,,

ähm ja,ich saß dann da wie vom ice überfahren und dachte nur: HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ na mal schön das SIE sich sorgen um MEINE familienplanung machen...

Naja wenn die mir beim nächsten mal auch so doof kommt werd ich zusehen das ich ne andere sachbearbeiterin bekomme.So hilft sie mir auch nicht weiter und kann gleich zuhause bleiben und zusehen wie ich allein klar komm

Du kannst viel tun
Hallo,
ich denke, dass du nicht so viel Angst habebn musst. Du kannst vieles tun, um dir den Wiedereinstieg zu erleichtern,

Schau mal hier nach. Ist wirklich interessant: http://bclberatung.blogspot.com/2012/01/warum-sind-meine-bewerbungen-nicht.html

Also, mach dir nicht so viele Gedanken!

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft!

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16. Januar 2012 um 9:37

Ein vielseitiges Problem
Deine Fragen berühren eigentlich zwei Probleme, die auf den ersten Blick anscheinend nichts miteinander zu tun haben, aber wahrscheinlich doch zusammenhängen: Erstens dein psychologisches Problem mit deinem Vater (noch aus der Kindheit und der Erziehung resultierend), und zweitens das "praktische" Alltagsproblem der Arbeitslosigkeit und des Wiedereinstiegs.

Aus der Ferne ist es schwierig (und problematisch) eine Diagnose zu stellen, inwieweit äußere Umstände an deiner Situation Schuld sind (auf die du keinen direkten Einfluss hast; z.B. Arbeitslosenmarkt), und inwieweit du eventuell psychischen Einflüssen ausgesetzt bist, die in deiner Erziehung liegen UND DIE DU NUR GANZ ALLEINE HEUTE LÖSEN KANNST.

Es ist möglich, dass dein Vater euer ganzes Leben über (zumindest deine wichtigsten Entwicklungsjahre zwischen deinem sechsten und sechzehnten Lebensjahr) einen negativen Einfluss auf dich ausgeübt hat. Vielleicht hat es sich bei ihm um einen Menschen gehandelt, der selbst mit seinem eigenen Leben unzufrieden war, der von Selbstzweifeln geprägt war, und der deshalb die Schuld bei seinen Mitmenschen suchte und seinen Mitmenschen (also dir) dauernd einredete "Du kannst nichts! Aus dir wird nichts! Du bist die Enttäuschung meines Lebens!" (Denn oft projektieren Eltern ihre eigenen Unzulänglichkeiten auf unschuldige Kinder).

Wenn man als junger Mensch (und als sensible junge Frau) dauernd die gleiche Leier hört, dann glaubt man letztlich daran und beginnt an sich selbst zu zweifeln. Ergebnis: Man entwickelt kein eigenes Selbstbewusstsein, sondern wird letztendlich sogar zu dem "faulen, antriebslosen und unselbstständigen" Menschen, den dein Vater immer gerne aus dir machen wollte (um seine eigene Mangelhaftigkeit zu kaschieren).

Es ist also nicht ausgeschlossen, dass hier eine Wechselwirkung von "Angst" eingetreten ist, die immer dann von dir Besitz ergreift, wenn du vor schwierigen Aufgaben und Entscheidungen stehst (wie jetzt vor den Bewerbungen und dem beruflichen Wiedereinstieg).

Nehmen wir nun mal an, dass du NICHT faul und nicht antriebslos bist, sondern eigentlich dein privates UND berufliches Leben in die eigenen Hände nehmen möchtest, dann hast du in den nächsten Tagen und Wochen einen enorm großen Schritt zu gehen; nämlich dich von deiner negativen Erziehung zu lösen. Du solltest dir sagen: "Ich WILL das! Ich SCHAFFE das! Mir kann NIEMAND mehr erzählen, ich sei faul oder ich sei lebensuntüchtig! Ich bin eine selbstbewusste Frau, die sich eigenverantwortlich um sich und ihr Kind kümmern kann, und die sich von NIEMAND mehr runtermachen lässt!"

Ich weiß, das ist verdammt schwer (und ist eigentlich nur mit einer längeren Psychotherapie zu erreichen). Ich traue dir aber diesen Schritt zu, da du in deinem Schreiben gezeigt hast, dass du dich mit dem Problem bereits befasst und aus eigenem Antrieb bereits Ursachen und Wirkungen aufgezeigt hast.

Mit meinem Versuch einer Antwort ist sicher nicht dein gesamtes Problem gelöst und erklärt. Denn neben diesem möglicherweise psychologischem Hintergrund sind wahrscheinlich noch andere Fragen zu berücksichtigen: Zum Beispiel praktische Fragen wie "Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräch, Auftreten, Arbeitsmarkt, Berufskenntnisse, usw.". Trotzdem scheint mir der wichtigste Aspekt das SELBSTBEWUSSTSEIN zu sein. Wenn du gerlernt hast zu sagen: "Hallo hier bin ich! Ich KANN und ich WILL!" dann hast du bereits den wichtigsten Teil deines Weges gewonnen. Du musst an DICH glauben, nicht an die niedermachenden Floskeln anderer Menschen!

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